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Jüdische Rundschau · 1926-04-27 · Heft 32 (27.4.1926) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 32 (27.4.1926)
Date
1926-04-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 242 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 32 Meinhart Maur wurde von der Schlesischen Funkstunde in Breslau für den 27. April zu einem Gastspiel als Shylock irn ״Kaufmann von Venedig“ eingeladen. Das Rabbinerseminar zu Berlin (Artilleriestr, 31) teilt uns mit: Es werden während des Sommerhalbjahrcs 1026 neben den regelmäßigen Vorlesungen der Herren Dozenten mehrere allgemein zugängliche Sondervorträge von jüdischen Gelehrten gehalten werden. Herr Prof. Uaae Marco n (aus Leningrad) wird sechs Vorlesungen über ״Streifzüge durch unbekanntes Gelände der jüdischen Geschichte“ halten, ebenso Herr Dr. Jakob Sega 11 fünf Vorträge über ״Jüdische Sozialfürsorge"; sie werden 1 ־!tägig am Montag nachm. (Beginn: letzte Aprilwoche), gehalten werden. Ferner wird Herr Dr. Willy Halberstadt seine im Winter- Semester begonnene Vorlesung über ״Praktische Pädagogik des jüdischen Religionsunterrichts“ fortsetzen. Die Teilnahme an den Vorträgen ist jedermann gestattet. Auf schriftliche Anmeldung, die unter Angabe von Name, Beruf und Wohnung an das Rabbinerseminar zu Berlin, Arlilleriestr. 31, zu riehten sind, werden Zutrittskarten zugesandt werden. Hebräische Sprachschule in Hamburg. (Leitung: Dr. Salzberg.) 1111 Sommerhalbjahr 1926 find.:,1 folgende Kurse statt: 1. Kursus: Anfänger (Montags, Donnerstags von 7—81/2 Uhr morgens): 2. Kursus: Fortgeschrittene I (Donnerstags 7—9 Uhr abends); 3. Kursus: Fortgeschritte nc II (Montags 7■■ 10< \ Uhr abends); 4. Kurs us Fortgeschrittene 111 (Donnerstags 9 10 Uhr abds.: Referate und Aufsätze; Sonnabends 0(3 11 Uhr vormittags: Alte und neue Literatur). Lehrer für Kursus 1—1: Dr. Salzberg. 5. Kursus: Anfänger II (Dienstags, Donnerstags 7(2 bis 9 Uhr abends); 6. K 11 r s 11 s: I o r t g . s e!1 r i 11 e 11 e Ia (Meintags, Mittwochs 7(3—0 Uhr abends). Kursus 5—ö: Lehrer Herr Banin. — In allen Kursen können noch bis spätestens zum 1. Mai d. Js. Teilnehmer aufgenommen werden. Anmeldringen werden entgegengeiiommen' von dem Leiter der Schule, Herrn Dr. Salzberg, am Sonntag, den 25. April d. Js., von 91/2—10(3 Uhr vormittags, oder am Donnerstag, den 29. April d. Js., abends von 8—9 Uhr, im L o g e 11 h e i 111, Hartungstraße 9, II Treppen. Die Gruppe ״Hygiene der Juden“ auf der großen Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen hat wichtige Aufgaben auf dem Gebiete der jüdischen Kunst der ״Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler“ in Frankfurt a. M. zur Erledigung übertragen. In der Mitgliederversammlung der Freien J ii d i s c h e n Volkshochschule sind die vorbereitenden Schritte für die Aufstellung des Herbsttrimesters bereits geschehen. Näheres über das Herbstprogramm wird bald bekannt gegeben werden. Zum 1. Vorsitzenden für das Geschäftsjahr 1926 ist Herr Prediger Dr. Lehmann, zu seinem Stellvertreter Rabbiner Dr. Weyl gewählt worden. Schatzmeister ist Herr Dr. Veit Simon geworden. Bad Soden a. T. Die israelitische Kuranstalt in Bad Soden a. T., in welcher Lungen- und Asthmakranke behandelt werden, hat ihren Sommerbetrieb am 15. April eröffnet. Da wegen Platzmangel nur eine beschränkte Anzahl von Patienten aufgenommen werden kann, empfiehlt es sich, Aufnahmegesuche baldigst an Herrn M. Tannenbaum, Frankfurt a. M., Oberlindau 56, zu richten. Für eine Pfingstreise (Schewuoth) nach Palästina werden über die gewöhnlichen Einreisebestimmungen hinaus für Touristen spezielle Einreiseerleichterungen, wie sie für Pessach gültig waren, gewährt. Interessenten erhalten genaue Auskunft beim Palästinaamt, Berlin W15, Meinekestr. 10. Aus den Berliner Thealern Staatliches Opernhaus: 27. 4.: Intermezzo; 28. Tosca; 29. Götterdämmerung; 30. Boheme; 1. 5.: Cavalleria rusticana — Bajazzi; 2. Parsival; 3. geschlossen. — Oper am Königsplatz: 27. Der Evangelimann; 28. Mignon; 29. Weither; 30. Die Fledermaus; 1. Pulcinella — Josephslcgende; 2. Tiefland; 3. Der Rosenkavalier. — Staatl. Schauspielhaus: 1., 2. Herodes und Mariamrte; 27. Faust (1. T.); 28. Nathan der Weise; 29. Minna von Barnhelm; 30. Peer Gynt; 3. Duell am Lido. — Schillertheater: Kyritz — Pyritz. — Städtisches Opernhaus: 27. Tristan und Isolde; 28. Die Jüdin; 29., 2. Der Barbier von Sevilla; 30. Die Zauberflöte; 1. Aida; 3. Pique Dame. — Deutsches Theater: Unsere Kinder. — Kammerspiele: Week- End. — Die Komödie: Viktoria. — Theater in der Königgrätzer Straße: Mrs. Cheneys Ende. —- Tribüne: Der Rubicon. — Lessingtheater: Der fröhliche Weinberg. — Theater am Bülowplatz (Volksbühne): 25., 271 ״28 ״. Sturmflut; 26״29 ״ 30., 23 ״. Faust. — Theater am Kurfürstendamm: Bis 30. Mieze und Marie; ab 1. Rebhuhn. — Theater am Schiffbauerdamm (Volksbühne): Marlborough. — Renaissancetheater: Fräulein Julie. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Posts.T.rckkonto Nr. 37S30 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 27. April, abends 8(3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Logenhaus, Kleiststr. 10, Herr Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Eduard Meyer: ״Reisecindrücke aus Palästina“. Karten zum Preise von M. 1,- - in der B. Z. V., Meinekestr. 10. Nachm. (45 Uhr. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, (Ortsgr. Berlin des Bundes zionist. Frauen in Deutschland). Frauenarbeit Gruppe Charlottenburg. Zusammensein bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Giiste sind herzlich eingeladen. Donnerstag, den 29. April 1926 abends 8(6 Uhr Hapoöl-Hazair, im Volksheini, Dragonerstr. 22: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Arbeit des Winterhalbjahres; 2. Dechargc und Neuwahl; 3. Verschiedenes. Sehckclabreclmung miibringen! Montag, den 3. Mai abends 83י Uhr Ijar-Veranstaltung. Gruppe des XII. Bezirks, im Albrechtshof, Steglitz, Albrechtstr. 1. Thema: ״Die jüdische Wirklichkeit.“ Referenten: Oberregierungsrat' Hans Goslar, Karl Glaser. Zionistischer Sprechchor. Jeden Mittwoch abends (48—10 Uhr bei Frau Zweig, Düsseldorfer Str. 23 (Oliva 257): Uebungsabend. Gruppe Osf. Jeden Mittwoch abends SVs Uhr Zusammensein 1m Wohlfahrtsamt der Jiid. Gemeinde, Meyerbeerstr. 8, pt. Poale Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Heim, Linienstraße 159, III. Hapoel-HazaVr. Jeden Donnerstag abends 8*4 Uhr Zusammensein Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Sekretariat des Zei're Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi- Zcntralbiiro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer üesehichtskursus. Leiter: stud. phil Flescher Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Montag, den 3. Mai morgens 7(4 Uhr Beginn des Unterrichts in der neuen Anfängerklasse im Westen. Ort: Synagogengebäude, Fasanenstr. 79/80. Der Stundenplan wird in der ersten Stunde gemäß den Wünschen der Teilnehmer festgesetzt. Das Schulgeld beträgt pro Monat für Erwachsene M. 2,—, für Schüler und Studenten M. 1,—. Jüdischer Sport-Sieg i■ Amerika Wie uns soeben aus New York gekabelt wird, hat das erste Wettspiel, das die Mannschaft des Wiener Jüdisehen Sportklubs Hakoah in New York gegen eine amerikanische Mannschaft abhielt, mit einem Sieg der Jaden 4:0 geendet. Dem Wettspiel wohnten zehntausende Zuschauer bei. Der Enthusiasmus, insbesondere der jüdischen Bevölkerung, war groß. Das Resultat hat in der amerikanischen Sportwelt, die dort beinahe mit der ganzen Oeffentlichkeit identisch ist, sensationell gewirkt. K. J. V. Für Zahnarzt, gut ausgebildet, unverheiratet, ist Gelegenheit, eingeführte Praxis in Großstadt des Nordens zu übernehmen. Anfragen sind zu richten an das Präsidium des K. J.V. Die Ortsgruppen Aachen. In letzter Zeit sprachen im engeren Kreis der Ortsgruppe Herr Paul W i 11 n c r über: ״Die nationaljüdische Jugendbewegung in Deutschland“; Herr Paul Kaufmann über Emil Cohns Buch: ״Aufruf an die Zeit"; Herr Julius Kaufmann über: ״Die jüdischen Organisationen Deutschlands“. Ferner hielt Herr Alfred Weinberg mehrere Pressereferate. — Anläßlich des Beginns der Ijar-Aktion sprach am Montag, den 19. April, Herr Oberregierungsrat Hans Goslar vor einem größeren Kreis der hiesigen Gemeindemitgüeder über: ״Die Zukunft der deutschen Juden“. Auch bei den Nichtzionisten lösten seine von außerordentlich starkem jüdischen Gefühl getragenen Ausführungen wirkliche Begeisterung aus, so daß wir überzeugt sind, daß sein Besuch unsere schwierige Arbeit sehr gefördert hat. An der Diskussion beteiligten sich Herr Rabbiner Dr. Schönberger, der als Nicht/ionist sich dennoch mit dem größten Teil der Forderungen Dr. Goslars einverstanden erklären konnte. Dortmund. Im Rahmen der Ijar-Aktion sprach hier am 22. April Herr Oberregierungsrat Goslar (Berlin) vor mehr als 400 Hörern über ״Die Zukunft der deutschen Juden“. Der zweistündige Vortrag machte tiefen Eindruck. Thoratreue Versammlungsteilnehmer, bisher Nichtzionisten, gründeten noch am selben Abend eine Dortmunder Ortsgruppe des Misrachi. Auch die zionistische Ortsgruppe hat durch den Vortrag neue Mitglieder gewonnen, Königsberg i. Pr. Am 7. April veranstaltete der Jüdische Frauenbund einen Diskussionsnachmittag, zu dem die Vorsitzende unserer Ortsgruppe des ״Verbandes jüd. Frauen für Kulturarbeit in Palästina“, Frau Nissel, das Referat über ״Jüd. Frauenarbeit in Palästina“ übernommen hatte. Die Referentin gab in anschaulicher Weise ein Bild von den verschiedenen Frauengruppen in Palästina. Rednerin sprach ferner von der Einrichtung der Haushaltungsschule in Haifa, vom Hostel in Tel-Awiw, von der Mädchenfarm in Nahalel und von den Arbeitsstuben in Jerusalem, wo jetzt die Aermsten der Armen unter der Führung von Helene Hanna Thon Handarbeiten in eigenartigen Mustern und Farben herstellen und ihnen auf diese Weise zu einem Lebensunterhalt verholten wird. Mit der Vorlesung des Kapitels ״Kinder“ aus dem Buch Hugo Herrmanns ״Eine werdende Welt“ schloß die Referentin ihre durch Lichtbilder erläuterten Ausführungen. Lebhafter Beifall belohnte die Rednerin für ihren interessanten Vortrag. Im An- Schluß an den Vortrag fand im Hause von Frau Nissel eine Ausstellung und Verkauf palästinensischer Handarbeiten aus oben erwähnten Werkstätten statt. Dieselben fanden großen Anklang und guten Absatz, so daß die Ausstellung wiederholt werden soll. Mühlheim, Ruhr. Am 7. April hielt Herr Dr. Harry Epstein, Duisburg, auf Einladung des Ostjüdischen Kultur- Vereins in Mülheim-Ruhr einen Vortrag über ״Die Arbeit in den jüdischen Gemeinden und der Landesverband“. Der Redner streifte die geschichtliche Entwicklung des jüdischen Gemeindewesens und geißelte zugleich die Notabdnwirtschaft einzelner rheinischer Synagogengemeinden, woselbst noch heute das reaktionäre Wahlrecht, sowie das berüchtigte Dreiklassensystem den dort lebenden Ausländem (Ostjuden) Pflichten ohne Rechte auferlegt. Die Versammlung, die verhältnismäßig gut und auch von Vertretern der hiesigen Geroeinde besucht war, zollte den Ausführungen lebhaften Beifall und es entspann sich noch eine anregende Diskussion. Hoff entlieh werden wir bald wieder Gelegenheit haben — während der hier vorgesehenen Ijar-Aktion — weiter aufklärend in den Reihen unserer Mitglieder und Freunde zu wirken. M. F. Briefkasten der Redaktion Erholungsbedürftige. Daß der ״Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ seinen Mitgliedern das berüchtigte antisemitische Seebad Borkum empfiehlt, kann unseres Erachtens aus der Tatsache, daß die C.-V.-Z e i t u n g ein anpreisendes Inseratvon Borkum veröffentlicht, nicht geschlossen werden. Immerhin, vielleicht ist dies die neueste Methode des Beweises gänzlich ״unverdächtiger“ unbeirrt er deutscher Gesinnung. Fragen Sie doch dort an. Geschäftliche Mitteilungen Die Heilerfolge in B»d Polcls werden tot! eilen Ärztlichen Autoritäten anerkennt. Besonders empfehlenswert ist 08 außer für rheumatische Kranke, wegen seiner Staklqaeilen, euch für Hersleidende. Folsin ist landsohaft•* lieh herrlieh gelegen und wird v?e?en der unübertreffliche« Moorbäder viel eufgegneht. Gute and reichliche Verpflegung findet man ia dem ailgemein anerkannt streng rituell geführten Karhsas Ftakelsteln. f Rosa Rosenzwetg I Alexander Weinberger I empfohlen «ich a!s Verlobte Leipzig April 1928 Berlin J fl Am 2. Ma{. 11 l’hr vorm, finlefc d;© S 1 GENERALVERSANHIUNG 1 2 108 Verein* ״Freunde der Taubstummen •Jedid« fl 2 Iimim“ im Brüdervereinshau, Be lin, Kurfürsten־ B fl *trüge 116 statt. fl fl Tagesordnung: | fl 1. Bericht über den Verein und über unsere fl B Taubstummenanstalt in WeiÖensee. 8. Kassenm B berioht. 3. Entlastung des Vorstandes na״h fl B Bericht der Revisoren. 4 Voranschlag für 1926 fl § 5. Wahlen. fl la. ElflertettKäse 9 Pfd franko oampiHäselabrik Rendsburg. Hebräischen ilntemchi sowie Nachhilfe in Latein< Französisch, Englisch erteilt stud. Berger Berlin 11, Fürstenberger Str. 6, s ־־־.....ץ־ Die glücklich© Geburt einer Tochter zeigen an x Dr. mcd. Siegfried KanowUz und Fr an Anni geb. Hochland 1* April 1926 ö. Ijar uHHH. sb. Zfc. Inaterbarg, Landesfrauenklinik. J ■■■■ס■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Hebr. Lehrerin für Juni, Juli and August za 8 Kindern gesucht Mitglied der Familie, die den Sommer in der Schweiz verbringt, aber keine Hnuahaltspflichten verlangt. Simon. MelOolberg. 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