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Jüdische Rundschau · 1926-04-23 · Heft 31 (23.4.1926) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 31 (23.4.1926)
Date
1926-04-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 31 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 233 Die StaatssnbventloB Iftr de■ Landesverband Der Hauptausschuß des Preußischen Landtags hat bei der Verabschiedung des Kultusetats 1926 auch den Positionen für die jüdischen Gemein den in einer Gcsamthöhe von 450 000 Mark (200 003 Mark für die Rabbiner und deren Hinterbliebenen und 250 000 Mark zur Bestreitung der Kosten des Religionsunterrichts) zugestimmt. Aus der!Mische« Jagerdbewegung Vor kurzem haben sich diejenigen jüdischen Jugendverbände, in deren Erziehungsprogramm das Piadfindcrtum eiticn breiteren Raum einnimmt, zu einem einheitlichen Pfadfinderbund zusammengeschiossen. Es handelt sich um den jüdischen Wanderbund Blau-Weiß, den Bund jüdischer Pfadfinde!־ und den Ring jüdischer Wanderbünde. Der neue Verband führt den Namen: ,,Bund jüdischer Jugend Kadi mah״. Der Bund ist positiv jüdisch eingestellt, lehnt aber jede Festlegung auf politische oder religiöse Partei- Programme ab. Uns wird mitgeteilt: Infolge freundschaftlicher Vereinbannig hat der neugegründete Jüdische Jugendring Frankfurt a. M. um Verwechslungen mit dem allgemeinen ״Jugendring E. V.“ zu vermeiden, beschlossen, seinen Namen zu ändern in Ring der jüdischen Jugendorganisat i o n c n Frankfurt a. M. Gruppenverbnd Nicderschlesien Tagung־ am Sonntag, den 25. April 1026, vormittags 10*/% Uhr, in Liegnitz, in den Räumen der Silcsia-Loge, Bäckerstraßc, Ecke Synagogenstraße. T agesordnung: 1. ״Fragen der zionistischen Politik und Propaganda“, Referent: Herr Kurt B1 u ni e n ,f e 1 d. 2. Aussprache. Gemeinsames Mittagessen. Fortsetzung der Tagung: nachmittags 4 Uhr. 3. ״Die jüdische Erziehung“, Referent: Herr Dr. Josef Prager, Breslau. Abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung im großen Saal von Mitscher & Caspary, Luisenstraße; Vortrag von Herrn Kurt Blumcnfeld: ״Die jüdische Wirklichkeit, die jüdische Gesellschaft, eine soziologische Betrachtung“. Zionistischer Gruppenverband Recht rhclnland und Westfalen. Im Rahmen der Ijar-Aktion fand am Sonntag, den 18. d. Mts., in Essen eine Tagung der zionistischen Akademiker des Bezirkes statt, die die Aufgabe hatte, die akadänischen Kreise stärker für die Arbeit des Gruppenverbandes zu aktivieren. Die gut besuchte Sitzung wurde von Herrn Dr. Epstein, Duisburg, eingeleitet. Hierauf sprach Herr Dr. Werner Bloch, Berlin, über das Thema: Die Aufgabe der Intellektuellen in der zionistischen Bewegung. Herr Dr. Bloch stellte in seinem Referat die historisch gegebene geistige Ent• Wicklung des Zionismus dar und versuchte, die Rolle, die heute die geistigen Kräfte im Zionismus, besonders Europa zu spielen haben, zu umreißen. In der,anschließenden, sehr ausführlichen Diskussion wurden im wesentlichen die Probleme der Propaganda und Haltung zur nichtzionistischen Umwelt sowie die Fragen der geistigen Fundierung des Zionismus überhaupt bemängelt. Das Ergebnis der Tagung ist darin zusammenzufassen, daß eine Reihe von Gesinnungsgenossen stärker für die Mitarbeit gewonnen wurde und auch Pläne für einen Ausbau der durch diese Tagung begonnenen Arbeit Ttestehen.׳' ״T' ׳ .׳ ״"״ ־׳ ׳ - ־׳• 5 ‘ : Ab 1. Mai soll ln Tel-Av»iw im Verlage •Mischar Wetaassiah‘‘ eine neue volkswirtschaftliche Zweiwochenschrift 1n englischer Sprache namens ״Palestine Near East Economic Magazine“ erscheinen. (Ziko.) Die ursprünglich für den 27. April d. J. angesetzte Tagung des Zentralrates der Agudas Jisroel wurde verschoben. Eingesandt (Zu der Notiz in Nr. 26/27.) Aut die Anfrage bezüglich der Preisstellung der Palästina- Mazzoth gestatten wir uns folgendes zu erwidern: Die Herstellungskosten der Palästina-Mazzoth wurden in der ersten Saison durch verschiedene Umstände ganz besonders verteuert. Es ist bekannt, daß die ״Grands Moulins de Palestine“ für ihre Produktion ausschließlich den von jüdisehen Kolonisten angebauten Weizen verwendet. Durch den schlechten Ausfall der Weizenernte Palästinas im vergangenen Jahre war der dortige Weizenpreis bedeutend höher als der Weltmarktpreis. Um auch den strengsten Anforderungen bezüglich Kaschrufh zu genügen, mußten ferner in der Fabrik recht kostspiclige Einrichtungen getroffen werden. Die Palästina-Mazzoth unterliegt endlich'in Deutschland einem erheblichen Einfuhrzoll und ist naturgemäß auch mit bedeutenden Fracht-, Verpackungs* und Assekuranzspesen belastet. Aus diesen Gründen ist eine Konkurrenz mit der billigen einheimischen deutschen Fabrikation ohnehin nicht möglich. Es sei im Zusammenhänge erwähnt, daß der Preis der ameripanischen Mazzoth im Produktionslande 0,20 $ pro Pfund beträgt, also etwa dem ursprünglich von der Grands Moulins de Palestine festgelegien Verkaufspreis entsprach. Die Palästina-Mazzoth-Fabrik hat sich nach langen Erwägungen auf unser dringendes Anraten entschlossen, den Preis für Deutschland entsprechend den hiesigen Verhältnissen zu reduzieren. 111 dem nächsten Jahre wird ferner durch verschiedene Umstände eine weitere Verbilligung möglich sein, so daß sich der Preis nicht mehr bedeutend über dem deutschen Preis bewegen wird. Berlin, 15. April 1926 Mit Zionsgruß Palästina-Erzeugnisse G. m. b. H. Erklärung Nach einem B: rieht des Hamburger Israelitischen Familien- Matts vom 15. April 1926 über die Sitzung der Repräsentanten der Berliner jüdischen Gemeinde vom 12. April 1925 hat Herr Prediger Dr. Rosenthal bestritten, sich in der gegen die Errichtung der jüdischen Schule in Duisburg abgehaltenen Ver- Sammlung vom 30. Dezember 1925 so ausgedruckt zu haben, wie es Herr M. Steinhardt In den Blättern für Erziehung und Unterricht dargestellt hat. Ich habe der Duisburger Versammlung beigewohnt und erkläre, daß die in dem von Herrn Stein- Jiardt veröffentlichten Bericht wiedergegebenen Aeußerungen Von Herrn Prediger Dr. Rosenthal wortgetreu gemacht worden sind. Duisburg, den 16. April 1926. Max Kols!;i, Vorsitzender der Rcpräsentantenvei Sammlung der Synagogengemeinde Duisburg. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinehcstr. 10, Telephon: Bismarck 7165—70. Posts:h;c!ckonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. Montag, den 26. April, abends 81/3 Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafe Bohne, S'e::!(/, Albre; h:s'r. 127 Außerordentliche Mitgliederversammlung. Dienst:׳/, den 27. April, abends 8*/3 Uhr Berliner Zionistische Vereinigung, im Logenhaus, Kleistsfr. 10, Herr Geh.-Rat Prof. Dr. Eduard Meyer: ״ReNeeindriicke aus Palästina“. Karten zum Preise von M. 1,— in der B. Z. V., Mcinekcstr. 10. Nachm. 1/25 Uhr. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, (Ortsgr. Berlin des Bundes zionist. Frauen in Deutschland). Frauenarbeit Gruppe Chariottenburg. Zusammensein bei Frau Mittwoch, Kantstr. 83. Gäste sind herzlich eingeladen. Zionistischer Sprechchor. Jeden Mittwoch abends */a3—10 Uhr bei Frau Zweig, Düsseldorfer Str. 23 (Oliva 257): Uebungsabcnd. Gruppe Ost. Jeden Mittwoch abends S*/2 Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Meyerbeerstr. S, pt. Poaie Zion, Jeden Sonnabend abends 8 Uhr im Keim, Linienstraße 159, III. Hapoel Hazai'r, Jeden Donnerstag abends 8*4 Uhr Zusammensein Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Sekretariat des Zc'ire Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, iin Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Gesdiichtskursus. Leiter: stud. phil. Fleseher. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Montag, den 3. Mai morgens 7*/3 Uhr Beginn des Unterrichts in der neuen Anfängerklasse im Westen. Ort: Synagogengebäude, Fasanenstr. 79/80. Der Stundenplan wird in der ersten Stunde gemäß den Wünschen der Teilnehmer festgesetzt. Das Schulgeld beträgt pro Monat für Erwachsene M. 2,—, für Schüler und Studenten M. 1,—. ",'“•י;/V* Berlin. Am Montag, den 26. April, abends 8*/2 Uhr, findet in den Räumen des ״Scholem A!eichera“-Clubs, Kleiststraße 9, eine Versammlung der Zionisten-Rcvisionisten unter dem Vorsitz des Herrn Dr. i. Brutzkus statt. Tages- Ordnung: 1. Mandatarmacht in Palästina, 2. Organisation und Wege der Zionisten-Revisionisten in Deutschland, 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Hebräische Sprachschule In Hamburg. (Leitung: Dr. Salzberg.) Im Sommerhalbjahr 1926 finden folgende Kurse statt: 1. Kursus: Anfänger (Montags, Donnerstags von 7—81/2 Uhr morgens); 2. Kursus: Fortgeschrittene I (Donnerstags 7—9 Uhr abends); 3. Kursus: Fortgeschrittene II (Montags 73/1—IO1/! Uhr abends); 4. Kursus Fortgeschrittenen! (Donnerstags 9—10 Uhr abds.: Referate und Aufsätze; Sonnabends 9V2—11 Uhr vormittags: Alte und neue Literatur), l.ehrer für Kursus 1—4: Dr. Salzbcrg. 5. Kursus: Anfänger II (Dienstags, Donnerstags 71% bis 9 Uhr abends);6. Kursus: Fortgeschrittene la (Montags, Mittwochs 7(2—9 Uhr abends). Kursus 5—6: Lehrer Herr Banin, — In allen Kursen können noch bis spätestens zum 1. Mai d. Js. Teilnehmer aufgenommen werden. Anmeldüngen werden entgegengenommen von dem Leiter der Schule, Herrn Dr. Salzberg, am Sonntag, den 25. April d. Js., von 91/2—101/2 Uhr vormittags, oder am Donnerstag, den 29. April 0.“ Js., abends von 8—9 Uhr, im Logen he im, Hartungstraße 9, II Treppen. K. J. V. Wir können eine sehr_ günstige Nicderlassungsmöglichkeit für einen prakt. Arzt in einer badischen Kreisstadt nachweisen. — Bundesbruder in einer größeren Stadt Sachsens sucht einen Vertreter, der in Kleinchirurgie bewandert sein muß. — Wir können eine günstige Niederlassungsmöglichkeit für einen Rechtsanwalt in einer Stadt in der Neumark nachweisen. — Wir suchen eine Niederlassungsmöglichkeit für einen Kinderarzt. — Wir können eine Anzahl preiswerter möblierter Zimmer nachweisen. — Anfragen sind zu richten an das Präsidium des K.J.V., Berlin W 35, Kurfürsteristr. 150. Die Zentral wohl fahrtsstelle der deutschen Juden, welcher als einer der fünf gemeinnützigen Gesellschaften Zoll- und Pachtfreiheit bei der Versendung von Liebesgaben seitens der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zugestanden war, macht darauf aufmerksam, daß die Bestimmungen über die tarifarische Begünstigung von Liebesgaben im Inland am 31. März 1926 abgelaufen ist. Zollfreie Beförderung von Liebesgaben aus dem Auslande sind nach wie vor möglich. Genesungsheim Oberstedten. Anfang Mai wird das Genesungsheim der Kantstiftung in Oberstedten wieder eröffnet. Meldungen Erholungsbedürftiger sind unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses an Fräulein Ciily Epstein, Frankfurt a. M., Langestr. 30, zu richten, wo auf Wunsch gern jede weitere schriftliche oder mündliche Auskunft erteilt wird. ו י Freiwillige Mitarbeiter י H für die Repräsentantenwahlen, R werden gebeten sich zu melden Im Wählbar^ der Jüdischen Volkspartei Monbljouplatz 1. — Telephon: Norden 1159. I Die Ortsgruppen Gruppe Nord: Während der jetzt stattfindenden Ijar- Aktion hat der Vorstand der Gruppe Nord beschlossen, keine separaten Veranstaltungen anzusetzen. Er empfiehlt seinen Mitgliedern, die von der B. Z. V. anläßlich der Ijar-Aktion geplanten Vorträge usw. besuchen zu wollen. I. A,: Dr. Schwarzbarth, Beuthen, O.-S. Ostjüdische Versammlung. Am Sonntag, den 23. d. Mts., SG Uhr abends, spricht in uer Mamrch-Loge (Fr.-Wilh.-Ring6) in jiddischer Sprache Herr Redakteur Moses Waldmann, Berlin, über ״Misrachjuden und Zionismus“. Bochum. Im Rahmen der Ijar-Aktion sprach am 14. April in öffentlicher Versammlung Herr Dr. Harry Epstein-Duisburg über das Thema Zionismus als Lösung der Judenfrage“. Es schloß sich eine kurze Diskussion an die Ausführungen an. Düren. Am Donnerstag, den 15. April, sprach Herr Dr. Werner Bloch, Berlin, vor einem Forum von zirka 60 Menschen über das Thema ״Jüdische Wirklichkeit“. In seinem glänzenden Vortrag legte Dr. Bloch, von den Phänomenen jüdische Wanderung und Antisemitismus ausgehend, die Grundbegriffe des Zionismus — materielle und geistige Judennot — dar. Der Vortrag hinterließ einen tiefen Eindruck bei dem fast nr aus Nichtzionisten bestehenden Publikum. Essen. Am 14. d. M. hielt Herr Kurt Löwenstein aus Duisburg einen Vortrag über ״Zionismus als Volksbewegung“. In eindringlichen Worten wies er auf die Pflichten dem Zionismus gegenüber und insbesondere der Ijar-Aktion hin. WELT Völp2.P AND DEU r&ccfszte KREIS Der Bar-Kochba Berlin ging am vergangenen Sonn־ tag, den IS. April, im Staffellaut ״Rund um den Friedrichshain“ in ׳diesem Jahre zum ersten Male an den Start und konnte diesen gleich siegreich für sich gestalten. Trotz viele! Ersatzleute — vier seiner besten Leute mußte der B.-K. er• setzen — und trotz Stabverlustes des ersten Läufers konnte die Mannschaft in ihrer Klasse den ersten Platz belegen Im Gesamtwettbewerb um die beste Leistung der Knaben- Jugend- und Männermannschaften belegte auch hier der Bar Kochba den ersten Platz vor allen anderen Vereinen. Ein hoffnungsvoller Anfang für das für den Bar-Kochba so ereignisreiche Jahr. Einweihung des Renen Bir-Kochbi Sportplatzes am 13. Na1 Nach langem Bemühen ist es dem Bar-Kochba Berlii gelungen, wieder einen eigenen Sportplatz zu erwerben. Der sehr günstig gelegene Platz soll zu einer der besten sport• liehen Anlagen Berlins ausgebaut werden. Eine 320 m lange Aschenbahn mit zwei überhöhten Kurven umgrenzt das rasenbedeckte Fußballfeld; außerdem ist eine besondere 100 m-Lautbahn vorhanden. An den Seiten wird der Platz von gedeckten Tribünen, Restaurant und Umkleideräumen umgeben, an der anderen, nicht an der Straße gelegenen Seite, befindet sich das Seebad Mariendorf, welches den Besuchern Badegelegenheit bietet und für große Schwimmveranstaltungen geeignet Ist. .'"‘‘:Ähi 13.'Mia״#ira dSle Anlage zum ernten' MMi'ier jfldlsehen Oeffentlichkeit Berlins präsentiert werden. Der Veranstalter hat sämtliche jüdischen Vereine Berlins dazu eingeladen, und keine Organisation wird es sich wohl nehmen lassen, diesem Ereignis beizuwohnen. Nach den gelungenen Veranstaltungen der Vis ist zu erwarten, daß die Zuschauer auch diesmal bei den sportlichen Wettkämpfen aut ihre Kosten kommen werden. Die Ausschreibungen sind den Vereinen bereits zugegangen. Näheres ist noch zu erfahren bei Heinz Nesselrath, Berlin W30, Martin-Luther-Straße 10, Telephon Nollendorf 456. In Hamburg veranstaltet der dortige Bar-Kochba am Sonntag, den 25. April, in der Turnhalle des Eimsbütteler Turnverbandes, Bundesstraße, sein erstes öffentliches Schauturnen nach dem Kriege. Wer an das letzte, im Frühjahr 1914 stattgefundene zurückdenkt, wird zwar nur mit Wehmut, aber doch auch mit Stolz feststellen können, daß der Bar-Kochba es auch heute wieder getrost wagen kann, sich der Oeftentlichkeit zu zeigen. Durch fleißige Arbeit sind die Männer-, Frauen-, Jugend-, Kinder- und Sportabteilungen dahin gelangt, dem Bar-Kochba Hamburg wieder Achtung in der Oeffentlichkeit zu verschaffen, und es ist nur bedauerlich, daß noch so weite Kreise der jüdischen Bevölkerung dem Leben dieses einzigen Leibesübungen treibenden jüdischen Vereins verständnislos gegenüberstehen. Das Schauturnen soll daher nicht nur körperliche Leistungen zeigen, sondern vor allem auch an die Pflichten gegen sich selbst und gegen die jüdische Gesamtheit inahnen und dem Bar-Kochba neue Mensehen und Kräfte zuführen. Es ist zu erwarten, daß recht viele Besucher sich zu den in Aussicht genommenen interessanten Vorführungen einfinden. Sportklub Hakoah. Am 1. Mai (Lag b’omer) findet in der Gesellschaft der Freunde, Potsdamer Str. 9, ein Fest statt. Eintrittskarten sind in der Geschäftsstelle des S. C. Hakoah: Hans Ringel, Chodowieckisfr, 14, sowie bei folgenden Herren zu haben: Leon Koppel, Bundesratsufer 7, D. Radmann, Prenzlauer Str. 7, Wiesenfeld, Lothringer Str. 19, Bratt, Alte Schönhauser Str. 11, Kreisberg, Chlbg., Pestalozzistraße 86. Der Sportklub ״Hakoah“, Geschäftsstelle Hans Ringel, Berlin NO, Chodowieckistraße 14, Telephon: Königstadt 5221, hat eine T ennisabteilung gegründet, die bereits am 15. April mit dem Training beginnt. Damen und Herren, die gewillt sind, den Tennissport zu betreiben, werden gebeten, sich an obengenannte Geschäftsstelle bezüglich Aufnahme zu wenden. Telegramme aus New York melden, daß die Ankunft der Wiener Hakoah- Ma-nnschaft in New York sich zu einer Sensation gestaltete. Die Hakoahner wurden von dem großen Empfangskomitee in Automobilen mit einer Musikkapelle nach dem Rathaus geleitet, wo Bürgermeister Walten sie willkommen hieß. Warnung. Herr Dr.Mandelbaum teilt uns folgendes mit: Ein junger Mann, der sich Herzog nennt, versucht unter Bezugnahme auf ihn, Gelder für private Zwecke zu sammeln. Herr Dr. Mandelbaum erklärt, daß ihm ein Mann namens Herzog nicht bekannt ist und weder er noch irgendeine zionistische Institution jemals jemanden zur Bezugnahme auf ihn autorisiert hat. Da die Möglichkeit besteht, daß es sich um einen Schwindler handelt, wird vorkommendenfalls um Zurückweisung des Betreffenden sowie um Benachrichtigung an Herrn Dr. Mandelbaum, Nürn* berget Str. 37/38 (Tel. Pfalzburg 2717) gebeten.

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