Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 23 (23.3.1926)
- Date
- 1926-03-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 174 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 23 Ans den Berliner Theatern Staatl. Opernhaus: 23. März: Zauberflöte; 24. Cavalleria rusticana; Bajazri; 25. Carmen; 26. Figaros Hochzeit; 27. Rienzi; 28. Boris Godunow; 20. Wozzeck. — Oper am Kcinlgrplatz: 22. Barbier von Sevilla; 23. Rigoletto; 24. Wcrfhcr; 25. Fledermaus; 26. Madame Butterfly; 27. Tiefland; 28. La Traviata; 20. Martha. — Staitl.‘־chn״p«׳:!hauss 23, 27., 29. Duell am Lido; 21. Im weißen Röfil; 23. Peer Gynt; 26., 28. Herodes und Mariamne. — Schiller- Theater: 23., 26, 28. Kvrit/-Pyrifz; 21. lugend; 2520 ״27 ״. Spiel des Lebens. — Städtische Op3r: 23. Zar und Zimmermann; 2428 ״, Cast fan tutie; 25. Der fliegende Holländer; 26. Carmen; 27. Die Meistersinger; 29. Pique Dame. —״ Deutsches Theater! ab 23.: Mord; 28. varra, 11*: Öhr; FreiUgrath-Feier. — Kammerrphlo: Janephine. — Die Komötlie: Viktoria. — Theater In der KCn'ggrftz x Str ßcs Mrs. Chencns Ende. — Komödienhaus: Der Garten Eden. — Trlbflne: Die neuen Herren. — Lessingtheater: Der frohliebe Weinberg; 28. (mittags 106 Uhr) Andrea und die Königin. — Kleines Theater: Das Grabmal des unbekannten Soldaten. — Volksbühne: 2327 ״24 ״. Sturmflut; 2526 ״. Der Kaufmann von Venedig; 28. Judith; 29. Don OuHiofte. — Deutsches Künstlerth ater: Paganini. — Theater a:n Sritffbauerdamm: Der Tausch; ab 26. Malborough zieht in den Krieg. — Renaissancetheater» Laterna ' Magica. Der Kampf gegen den Judenhaß, lieber dieses Thema sprach am 18. März Prof. Dr. Heinrich Loewe in einer von der Gruppe der Zionisten aus dem Osten einberufenen Versammlung. Wenn man von Bekämpfung des Judenhasses spricht, führte der Redner aus, so müsse man berücksichtigen, daß derselbe aus zwei Komponenten sich zusammensetzt: der eine — der alte, ererbte Judenhaß, der seit Jahrtausenden besteht, und der zweite — der Antisemitismus, der immer aus Ursachen der Gegenwart genährt wird. Der erste Ist sehr schwer zu bekämpfen, weil er mit dem Blute eingesogen ist. Der zweite hat seinen Ursprung in wirtschaftlicher Konkurrenz und geschäft'i hem Neide, und das radikale Mittel, ihn zu bekämpfen, wäre die Utnschichtung des jüdischen Volkes, die Produktivierung der jüdischen Berufe und die Schaffung selbständiger jüdischer Kultur- Werte. Dies sei der Weg zum Zionismus, da mir auf eigenem Boden hohe Kulturschätze geschaffen werden ♦ -..j Die nädisie Bfldisenleerung dauert vom 1.-15. A3rll! Wir bitten die Vertrauensleute um umgehende Materialbestellung. Jede einzelne Büchse kann Mk. 5.— ergeben, wenn sie täglich mit wenigstens 5 Pfennig und bei allen Gesellschaften, Zusammenkünften usw״ und insbesondere während der Pessach-Tage reichlich bedacht wird. 4 5Bii11^.1rnr ׳raiagj^!!8«1!5חו~ ■;.■m# können. — Dem Vortrag schloß sich eine rege Diskussion an. Ein linksstehender Poalc-Zianist bemerkte in seiner Aeußerung, daß nicht nur in Palästina, sondern auch im modernen Rußland neues Leben entstehe und neue menschliehe Werte geschaffen werden. Der folgende Redner, Herr Karl Glaser, erwiderte, daß selbstverständlich in Rußland ein neues Leben entstehe, aber für die Russen, nicht für uns Juden. In seinem Schlußwort wies Prof. Loewe darauf hin, daß die jüdischen Kommunisten ebenso entwurzelt und assimiliert sind, wie die deutschen Juden. Das Publikum dankte dem Vortragenden lebhaft für seine inhaltsreichen Ausführungen. NiederlassungsmBglkhkclt. Für einen Kinderarzt bietet sich in einer Mittelstadt Oberschlesiens eine günstige Niederlassungsmöglichkeit Bewerber erhalten Auskunft durch: die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestraße 10. In Wormditt, Ostpreußen, ist für einen jüdischen Arzt und Geburtshelfer sehr gute Aussicht für Niederlassung vorhanden. Auskunft erteilt Herr Leo Anker, Wormditt. Die Ortsgruppen Danzig. Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltete Sonnabend, den 6. März einen Vortragsabend der bekannten Sozial- Politikerin Anitta Müller-Cohen aus Wien. Die Ver- Sammlung war von über 400 Personen besucht und machte einen außerordentlich _ starken Eindruck. Die Vortragende, bekanntlich _ eine hinreißende Redoerin, stellte die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten den zerklüfteten Europas gegenüber. Die Amerikaner können das europäische Elend gar nicht begreifen und Rednerin schilderte״ wie sie versucht hat, während ihrer Anwesenheit in Amerika die amerikanische Judenhcit zu informieren. Nachdem Amerika seine Tore für die Einwanderung gesperrt hat, betrachten es die amerikanischen Juden als Ehrenpflicht, der Einwanderung durch den Aufbau der jüdisehen Heimstätte in Palästina einen neuen Weg zu eröffnen. (Die ״Jüdische Rundschau" hat seinerzeit nach der Rückkehr von Frau Anitta Müller-Cohen einen Artikel von ihr über ihre Erlebnisse in Amerika veröffentlicht.) Die Danz.gej Zeihingen brachten über den Vortrag anerkennende Berichte. Obsrhausen. Am Montag, den 15. März, sprach hier Herr Georg Lubinski, Berlin, über den Zionismus als soziales Phänomen. Seine Ausführungen fanden bei den zahlreich erschienenen Mitgliedern großen Beifall. Ulm. Am 2. März 1926 sprach Herr Dr. Werner Bloch im Rahmen des Jüdischen Jugendvereins vor 30 Jugendlichen über das Thema: ״Der Kampf um die jüdische Jugend‘‘. Es war erfreulich, daß der Einladung eine solche Anzahl Jugendlicher gefolgt war, obgleich von seiten der Gemeinde und des Rabbiners der Vortrag sabotiert wurde. Nach einem kurzen Referat entspann sich eine recht lebhafte Aussprache über die allgemeinen Verhältnisse der Jugendbewegung in Deutschland und speziell über die jüdische Jugendbewegung. Der Referent erwiderte auf alle Fragen in einer Diskussionsbemerkung und bemühte sich dann noch einmal im Schlußwort, zusammenfassend die spezifischen Fragen jüdischer junger Menschen herauszuarbeiten. Der für die Anwesenden sehr anregende Abend wird hoffentlich durch weitere Diskussionen in "dem Jugendverein von nachhaltiger Wirkung sein. uPsefiäHlicüe vtitleilunqen Wir bifc!*n nnaer* X,es*rei0l* b*1 Bedarf an Beaanu. Plagolwarea »n nnsorau G«§ nmmscs®׳«m08<1an M&nryey Roseiizwmsr, BorH» Ci Boßsir. * ©וי wand*״.der «ine Blinden Bf1r§tenw©rka*fttt© anterbA t Käheroi י*. Tnserat, S* -׳ ׳״-״ ,. . -—--v f fliit VöHohnns unterer׳ Tochter Lllli ודו st dem Recht sanwftlt Herrn Dr, far. RadoU Pick *ei|fr*n wir *»fi Dr. N, Beck «rnd Fraa Bom# eeb. Baron ChariOttenbar ׳ Orolmanstr 0—81. LU!! Bock Dr. lar. Rudolf Pick Vor 1 י י ס“ . März 19;!י־• Berlin NW 23, Klopetockstr. 15 * 7n Han• Normt ««r. <ler 2h. M&r* r Wir haben ein T^cüterchen and nennen es Hann ah. Dr. Markos Reiner und Frau Grefe e.b. Obemik Jerusalem, dafc. Wien, 8. HI 1» “\ J •Sach mvhr as ■ laiiupcr aiifkcit >״ mucivn uni Kinderkliniken «I» Assistent bei R. Koch, den Ürofeiaoren v. Bergmann, r. Pfaundler, La! fitein Pinketslein, und?»letzt als Sta’ionsarit der inneren Äljjfftttloo•« «tefmrankenhknif# mich nfeder*e'a*»en Dr. & Bullenwieser nmunt lOr Binfl?rtirnnHlieUen Whitfn• mm HöUensonne FranHlurter Alles 3ao / Tel: Alex. (Andreas) 7218 tpredtttaiuien: 8-10 nna 3-5 Priraiwohnuno:!,׳ssingstr 1H. Tr! ׳ Hansa 170 Kultiviertes Helm 2 feimnöbüert« Zimmer uebst kompl. Küche, Bad, Telephon nsw. an iiid 8״he* Eheraar abzueehe״ Anfta2-4 ״״״ r’br Könlmtad« 9770. HiüsHasse für Israel. Kantoren 0. Kuitusneamte, deren Witwen u. Waisen in Deutschland (I.V4 t?n5ere diesjährige H7 ordcntlu1־׳ e Iicdli. iver*«׳n יח• 'unjr findet statt am Sonntag, den 25. April vorm. 11 Uhr in der Roienstr. 24־ Gemeindehaus, mit folgender Taffesordnnnff: 1. Berich! des Vorsitzerntו׳ 2. Kassenbericht , . B. Bericht de״■ Revisoren u. Erteilung der Entlastung 4. Neuwahl für die ן usschcidenden Mitglieder 5 Wahl der Revisoren 6 An'r^ge und Verschiedenes Anträge für le Gen*ralv •rsammlu״® sind bis mm 15 April an den Vorsitzenden Herrn Dr Wi ly Rmenthal, Berlin Masssenstr K‘1 einmrHchen. Der Vorstand, i. A. Willv «osenthM. Aufwertungen Vergleiche ■* Sfeuerberafung Btlctierrevlstonen ■־׳ I״kn*so Dr. für Blerholl Berlin W. Sohöo.b«re»r Wer 25c T,l«p310u1 Lützotr 68111 S׳-r©oh»t!md«n 1—6. Kauft Bürsten«•, Besen« und Pinselwaren nur : Bllndenbürslcn werhsfÄf ie Maurycy Rotenrwelg Berlin SW19. Roßslraße 7 Tdephon Merkur 609 Die stelle des soil demnächst «Jeder bes-eUt werden. Der Synd'kub der Gemeinde bat auße dem lachbchen Dezernat einen großen Teil der Verwaltungsgcs׳*nät1e s Ibstindi! xtj bearbeiten. Durch •eine Tätigkeit soll die Einheitlichkeit d<־r VciwaMum grewihrleistct werden. Geeignete Bewerber, welche mogbeh»! die Fähigkeit zurr! Ric teramt oder zum höheren Verwaltung^ienste besitzen, sich heiei's im Verwaltungtdienst betätig! haben und über allgemeine Kenntnisse der jüdischen Gemein-'eangeiegenheitPTi ver fijien, wollen ihre Gesuche unter Beiblgnr* einf 8 l^ebcnslautes Hs zum 6• April A J. Kei dem unterzeh hneten Voland Berlin N24. Onaiiienburger Str. 2Ö cinreic' en Das Miadestan^angsge' alt be’ragt 15000־ M׳. DU Anrechnung der in »rüheren Stellen?arück?ei«’gten Dicastzeit 1 leib besonderer VaremNaning Vorbehalten. Das Ruhegehalt und die Hinterbliebenenh'lrsorge bestimmen sich nach den lür ie unmittelbaren Staatsbeamten ge;- teadeu Grundsätzen. Bor!in* des 15. Märst 1996 Vorstand der ianischen fiemeinde. WIR BITTEN trnsere vor0hrlicn©u Abonnomen und Anh&öfrer &na«rer Parts! bei eintretecHcm Bedarf crniore Inserent•«! iu toerttcfcslctitlaen. Zusendung frei Haus ff. Wurst Aufschnitt Zusendung frei Haus Fleisch Geflügel oinpfmhlt zu I’?9»ach in bekannter Gilt« MORITZ VOCBI Hauptgeschäft 1 Charlbg., Kantstr. 118 19 / S einpl. 1557 ll.Qesch.t Passauer Str.11 (Bltg-AupllurgerSU1.) -׳ Stelnpl. 13301 I'.! ..!י »nfs eht rlor rtprn״in11e Adas« Jisroe!. ■ 2-3 Praxiszimmer *ür Arrt<. Znhr!*r tndl.Anwrl ad «16 Büroräum« *©Honot K5 © icker Str.מיי der Ad»1- KBntostadf «40. Zum Eiutiiu naohO־1!־ rn in mein Snawabeud sohloeise יי «« B an b are6f*h g,f t 6tu‘Hg ich <־in״n Lehrling mit s* h r •־ n t #r Schnlbildunff. B. J. Baer, Bank״e8chÄft. Halle a. S. l״iano6 jo075,— 025 .״,— el!we«ktr»p1>B0. RleiepUao nrbhsttlnpl•,« Hlüthnf7tlu1«l, lbtrhflace r.b'.nrln. •%ea, QnnliUit*|>l1 aot Abend! oth&Balmemanr Berlin, B״iowstrafte 44, Wenn Dein Kind Dich fragen wird: -s’iinratfesn» Was für Mazzot sind das! Id Sollst Du ihm sagen: RtG.TFWOE HARK Das sind Mazzot von den großen Mühlen in Erez*lsraei Der Preis der hervorrasenden Pallstlna- Mazzot ist unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschädlichen Lage für Deutschland bedeutend ermdBlst worden Es kosten in Berlin: 1 Pfund Palästina- Mazzot . . nur 0.65M. 1 Pfund PalSstlna• Mazzotmehl nur0.65M. Erhältlich in allen einschlägigen Geschäften Alleinverkauf für Deutschland: Palästina-Erzeugnisse G.m.b.H., Berlin W 50, Tauentrieostraßc 19b / Telephon: Steinplatz 12518—12520 Bestellungen werden telephonisch aufgenomrpen und sofort ausgeführt “*■»3 rür Annahme ׳edei Ar Haus- und Leibwäsche empfiehl! sich be! best et ausfflhrnnB unter kutanten Bedingungen. DamptwS»eherei ״NORDSTERN" . rllnNS8,0unak,ratr.6 Femspr Humboldt 2378. Nax Krakauer ttadtkSche Gegr.!Sw Ijfltaow 48t« Berlin w OS« ConrbiÄrestr. 10 כשר Uriter Aofs cht den Berliner Bnbbinats. Aasrichtaag von Festlichkeiten •גז Jeder G© eteubm׳ .n bekanter «■•Gta. - Finzelverk&at von! 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