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Jüdische Rundschau · 1926-03-12 · Heft 20 (12.3.1926) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 20 (12.3.1926)
Date
1926-03-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0,35 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag W 15, Meinekestrafie 10. Erscheint jedes Dienstag and Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark. Viertel!ihrlieh 5,25 Goldmark. Aoaianclaabonnement« worden in der Wihreng der eiaielara Ltader her« timet Anzeigen -V erwaltung Jüdische Rundschau Berlin W15, Meiaekestr. 10 Telephon: Amt Bismarck 7155—70. Telephon: Bismarck 7165— 70. Postscheckkonto: Berlin Nr, 17392. Für Oesterreich 1 Poataparkamaaaait Wien, Konto Nr, 15*030. Fflr Tachechoalowakei: Poitaparleattenaatt Prag, Konto Nr. 59410. Für Polen; Poataparkaaaenamt Warachan, Konto Nr. 190708. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 20 | Berlin, 12. Dl. 1920 Aoaeigaopraiai S g «paHJtoa^araillaiefl t 0,50 G^M. Stafleajeauche 0.25G.-M. AvoigaaschloB: Dieaatag und Freitag nachmittag -S Uhr. כ״ו אדר׳ חיפ״ו | xxxi. Jahrg. P«r UoHluHui arntrebt Wr <!«» IMIwin Voll« dl» Schaffung einer f ffantHch rechtlich gesicherten Helmstitte ln Palästina. ״Basalar Programm.“ Die Katastrophe des polnischen Judentums Dr. Kahn gibt erschütternde Daten Die Vereinigung ukrainischer Juden in England hat den Direktor der Europa-Arbeit des Joint Distribution Committee, Dr. Bernhard Kahn, gebeten, der Sitzung des großen Komitees der Vereinigung beimwohnen und über die Lage der Juden in Polen zu berichten. Die Wirkung des Berichtes des Herrn Dr. Kahn war die, daß die Vereinigung beschlossen hat, sofort eine Hilfsa k t i o n zugunsten der Juden in Polen einzuleiten und zu diesem Zwecke eine spezielle Konferenz einzuberufen. Herr Dr. Kahn führte ungefähr aus: Polen, chis in einer scharfen Wirtschaftskrise steht und Wr die Erhaltung seiner Armee ein Budget aufstellt, welches die Geldzirkulation des Landes um ein Dreifaches übersteigt, hat zu einem rigorosen Steuersystem Zuflucht nehmen müssen, das besonders auf der Stadtbevölkerung schwer lastet. Die Dorfbevölkerung, die 75 «> der Gesamtbcvölkerung ausmacht, bringt weniger als die Hälfte des Steuerbudgets auf. Den Rest tragen die Städte, in denen die Juden ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, während sie nur 10 "0 der Gesamtbevölkerung des Landes bilden. Daraus resultiert eine starke Belastung des födisehen Elements. Für Geldkredite muß man 8% bis 10 ״b monatlich an Zinsen zahlen. Die Folge ist ein Miedergang des Wirtschaftslebens, der besonders für die Juden die schlimmsten Folgen hat. Die Fabriken arbeiten nicht. Geschäftliche Unternehmungen gehen eine nach der anderen in Konkurs. Die Zahl der Arbeitslosen erreicht die Höhe von 40 ״>, unter der jüdischen Arbeiterschaft sogar 80 °/0. Im ganzen gibt cs etwa 60 °‘o erwerbslose jüdische Arbeiter. Während aber die polnischen Erwerbslosen Staatsunterstützung erhalten, bleiben die jüdischen Erwerbslosen meist ohne Stütze, da sich die Erwerbslosenunter- Stützung auf frühere Arbeiter großer Unternehmungen beschränkt, während die Juden meist in kleinen Unternehmungen beschäftigt sind. So kommt es, daß kaum 10 »/o der jüdischen Erwerbslosen Unterstützung erhalten. (!) In Loaz z. B. werden von den 75 000 Arbeitslosen 58000 vom Staat unterstützt; von den 15 000 jüdischen Arbeitslosen erhalten aber mir 800 eine Staatsunterstützung. Es gibt in Polen 120000 jüdische Handwerker, ן die mit ihren Familienangehörigen etwa 23 .der jüdisch*« kUwÖfkerung de« lindes ausnacRöi,"' t«l yerffbimj?. VQri )öffentlichen Arbeiten werden die christlichen Handwerker vorgezogen. So kommt es, daß von den nichtjüdischen I landwerkern etwa 50 *׳»j, von den jüdischen etwa 80°/« ohne Arbeit sind. In der jüdischen Schrieiderstadt Brzeszin sind affe Zar Frage der Geidannerfe Es ist noch immer nicht völlig geklärt, welche Absichten die palästinensische Regierung bezüglich der Umformung der Gendarmerie hat. Bekanntlich hat die Regierung, als der Sturm in der jüdischen Presse losbrach, mitgeteilt, die Nachrichten seien nicht korrekt und sie werde eine offizielle Mitteilung herausgeben. | Dies ist unseres Wissens bisher nicht geschehen. So | blieb das Zirkular des Kommandanten der Gendarmerie, worin über die Bildung neuer Formationen ״unter Ausschluß von Juden“ gesprochen wird, bisher unberichtigt und imgerügt. Wir sind im allgemeinen nicht für eine Politik des fortwährenden Protestierens, aber hier ist ein Fall, wo u. E. der schärfste Protest am Platze ist. Wenn es sich nur um eine administrative Entgleisung eines Beamten handelt, so mußte bereits in aller Form den Juden Genugtuung gegeben werden. Daß dies nicht geschehen ist, zwingt uns zu energischer Abwehr. Es geht hier nicht mehr um eine Frage des nationalen Heims, sondern um eine Frage der simplen Gleichberechtigung. Wenn Bürger des Landes Zu irgendeinem Dienst berufen werden, so ist es ungeheuerlich, die jüdischen Bürger als solche auszuschließen. Dieser Widersinn muß wieder gutgemacht werden. Was die Sache selbst betrifft, so finden wir es außerordentlich bedauerlich, daß die Elite-Gendarmerie, in der Araber, Tscherkessen und Juden einträchtig und kameradschaftlich zusammen arbeiteten, und die ihren Dienst musterhaft versah, aufgelöst wurde. Gerade sie war eine Chance der Annäherung der palästinensischen Nationalitäten. Wir würden es für verhängnisvoll halten, wenn jetzt nach Nationalitäten getrennte Abteilungen, aufgestellt würden. Dies würde nur dazu führen, das Gefühl der Trennung und der Feindschaft zu erhöhen und gewissermaßen im Lande selbst nudei feindlicher Heere zu schaffen und den Bürgerkrieg vorzubereiten. Eine so törichte Politik darf nicht gemacht werden. Die Propaganda der Revisionisten in Palästina, die den Augenblick für günstig halten, die Jüdische Legion zu fordern, ist nicht nur wenig aussichtsreich, sondern auch schädlich, da sie die neue ״arabische Legion“ als Tatsache hirmimmt und das Prinzip der nationalen Scheidung anerkennt. Die Forderung, die die zionistische Politik mit allem Nachdruck vertreten muß, ist Annullierung des di• Juden beleidigenden Zirkulars, Wieder- Herstellung der vollen Gleichheit und Ausschaltung!'!er nationalen Unterschiede bei Aufstellung der Fbrmatbnen. kW. Bewohner arbeitslos; 1200 Juden sterben buchstüblieh Hungers. In ganz Polen wurden 30000 von Juden innegehabte Handelspatente nicht erneuert, das bedeutet, daß 30000 jüdische Kaufleute ihre Geschäfte schließen. Jüdische Industrielle und Großkaufleute sind in der Mehrzahl zusammengebrochen. Die jüdische Intelligenz stirbt Hungers. Verschärft Wird die Krisis für die Juden durch die antijüdischen Tendenzen von Regierung und Behörden. Die Tabak-, Salz- und Zündholzindustrie, die früher fast ganz in jüdischen Händen waren, hat die Regierung in Monopol genommen und die jüdischen Arbeiter, unter Ihnen Kriegswitwen und Waisen, durch christliche ersetzt. Der Handel mit Monopolwaren wurde jüdischen Händlern entzogen. Aut diese weise sind 30 000 jüdische Familien subsistenzlos geworden. Bei all dem haben die Juden spezielle Laster! zu tragen, von denen die Nichtjuden befreit sind. Die Juden müssen Ihre 1200 Schulen mit 5000 bis 6000 Lehrern und 150000 Schülern selbst erhalten. Seit sechs Monaten bekommen die Lehrer kein Gehalt. Für mehr als 20000 jüdische Waisen ist zu sorgen. Dazu kommen die religiösen Erfordernisse, der Unterhalt der Rabbiner und religiösen Funktionäre, die jetzt Hungers sterben. Die etwa 1000 Jüdischen medizinischen Institute in Polen müssen zum größten Teil von den Juden selbst erhalten werden. Diese Institute stehen gleich den anderen öffentlichen lnstitutionen vor dem Zusammenbruch. Es kann als sicher angenommen werden, daß c i n Drittel der gesamten jüdischen Bevölkerung Polens (900000 Seelen) ohne Einkommen ist und hungert. Ein weiteres Drittel lebt heute von ganz kleinen Ersparnissen, die bald äufgezehrt sein werden. Ein letztes Drittel kann jetzt einen gegenüber früher stark reduzierten Lebens- Standard aufrechterhalten. Dr. Kahn schloß: Feh habe die Juden Polens unter den schlimmsten Greueln des Krieges leiden gesehen. Ich sah ihr Elend unter der militärischen Okkupation. Ich sah sie in den schlimmsten Hungerjahren der Kriegs- und der Nachkriegszeit, in der Zeit vom PqgrfML und Verzweiflung, Nie ־■’׳aber sah Mt vk!1!,. d«erJ'il»Ä# elenafei י Iagrä-wie iieute, da unter allen Klassen Hoffnung und Lebensfreude erstorben sind. Man darf nicht von diesem Elend das Gesicht abwenden, man mgS helfen, schnell lind viel helfen. — Die Rede machte tiefsten Eindruck. Die Forderugen der Drosen Wie der ״Times“ aus Beirut telegraphiert wird, hat am 8. März eine Versammlung von Vertretern der Drusen in Duma beschlossen, an Jouvenel folgende Forderungen zu stellen: 1. Anerkennung der völligen Unabhängigkeit syriens und dessen Aufnahme in den Völkerbund; 2. Proklamation der syrischen Einheit und Beschränkung des Libanon auf die Vorkriegsgrenzen; 3. Abschluß eines Vertrages mit Frankreich zum Schutze der französischen Interessen; 4. Zurück- Ziehung der französischen Truppen ins Küstengebiet und Einberufung einer allsyrischen Konstituante; 5. Völlige Rückziehung der Truppen vor Beginn der Tagung der Konstituante; 6. Allgemeine Amnestie. Jouvenel erklärte in seiner Antwort, daß diese Forderungen alle weiteren Verhandlungen unmöglich machen, und daß er von nun an nichts anderes akzeptieren könne als bedingungslose Unterwerfung. ״Time s" behandelt in einem Leitartikel am 9. März die durch die extremen Forderungen der Drusen und Jouvenets Zurückweisung geschaffene neue Lage. Das Blatt meint, daß die Drusen, die bereits zu Friedensvcrhandhmgen geneigt waren, durch die Nachricht vom Falle Briands ermutigt worden sind, radikale Forderungen zu stellen, da sie der Ansicht waren, Frankreich werde eine sozialistische Regierung bekommen, die den Krieg mit Syrien nicht werde weiterführen können. Es sei noch nicht klar, welche Wirkung das neue Abkommen Frankreichs mit der Türkei auf die Lage in Syrien haben wird, aber selbst wenn es die Lage verbessern sollte, wird das syrische Problem noch immer sehr schwierig bleiben. Die Drusen, die selbst ihre Bewegung als nationale, nicht als religiöse bezeichnet haben, haben dennoch später christliche Dörfer geplündert. Die Forderung der Drusen, den christlichen Libanon auf seine früheren Grenzen zu beschränken, sei angesichts der Uebervöikerung des Libanongebiets, dem durch die amerikanischen Einwanderungsgesetze die Möglichkeit eines Abflusses genommen ist, unerfüllbar. Doch die Eifersucht von Aleppo und Damaskus gegen den Libanon machen die Aufgabe des französischen Oberkommissärs nicht leichter. Zugleich aber ist diese Eifersucht ein Zeichen, daß im Falle einer Erfüllung der Drusenfonderungen Syrien in einen blutigen Bürgerkrieg versinken würde. Daß Frankreich in Syrien große Fehler gemacht hat, geben die meistenFranrosen selbst zu. Aber Jouvenel habe bewiesen, daß er diese Fehler nicht wiederholen will und die Mandats ko inm i s s i o n , die soeben ihre Arbeit in Rom beendet hat, könne mit Recht darauf hinweisen, daß französische Fehler in der Vergangenheit noch kein Beweis für Syriens Fähigkeit zu sofortiger vollständiger Selbstregierung sind. Reu et meldet'aus Kairo, daß die dortige Vertretung Ihn S'uid, ec, ׳.'ben hat. daß die englische, franz ס - j , 1 •; •' •׳>. d •־ :,׳:׳•;• j 1 1! .׳ i!.י rung Ibn Saud als König C.Uv,;•- ■ .. ..; : •1, . י 'n'cJäcIkI anerkannt { haben. Wirtschattsprokleme Palästinas Von Dr. Felix Pinn er. Wir gehen nachfolgend den Vortrag wieder, den Dr. Felix Pinner im Rahmen der Keren Hajessod- Veranstaltung im Berliner Herrenhaus am •1. März gehalten hat. Red. lieber die jüdische Palästinawirtschaft hört man oft Thesen, die sich־ diametral widersprechen. ,,Es sind Ausnahmeverhälinisse, die nirgends sonst in der Welt vorhander» sind, weil die Menschen Ausnahmemenschen sind. Daher kann das, was in Palästina geschieht, nicht mit gewöhnlichen Maßstäben gemessen werden.“ So sagen die einen. Und die anderen erklären: ״Auch die Wirtschaft in Palästina gehorcht denselben ökonomisehen Gesetzen, wie sie sonst in der Welt vorwalten. Wollte man diese Gesetze beim Aufbau des Landes außer acht lassen, oder vergewaltigen, so würde, man nur etwas Künstliches schaffen, das doch nicht von Bestand sein könnte.“ Beide Auffassungen haben recht und doch wieder unrecht. Zweifellos könnte ein Wirtschaftsaufbau nicht von Dauer sein, wenn er im Gegensatz zu den realen Bedingungen unter Aufwendung übermäßiger Kosten und Anstrengungen der Natur sozusagen abgetrotzt würde. Auch der größte Aufwand an Idealismus, an echtem und starkem Wollen in der Arbeit, auch der stärkste Einsatz an Kapital, das aus Idealismus hingegeben wird und auf den sonst üblichen wirtschaftlichen Ertrag verzichtet, brauchen nicht auszureichen, eine Wirtschaft, eine Industrie, eine Agrikultur so auf die Beine zu stellen, daß sie sich schließlich selber zu tragen vermögen. Aber wenn auch eine Rechnung, die nur auf Idealismus gebaut ist, im Reiche der Wirtschaftsreali täten nie auf gegeben wird, so kann doch der Idealismus ein durchaus realer Faktor in der Wirtschaftsrechnung sein. Er kann als solcher Kräfte, die — itn Wettbewerb mit von Natur aus reicheren Kräften und günstigere»׳ Bedi«ft|«.^1׳,;—,jfigitt, ' ieiiug Seit» Wurden' lleilrisÄlitges Mt stäuben, veÄÄ&», alsdann ihnen eine Schwung- und Beharrungskraft, einen Impetus, eine Ausdauer verleihen, die Mängel der sachliehen Vorbedingungen auszugleichen, zur Uebenvindung von Schwierigkeiten und Unterlegenheiten beizutragen vermögen. Freilich, bewertet man den Idealismus, mag er ethischen, religiösen oder nationalen Impulsen entspringen, in dieser Weise als eine Kraft, der es nicht genügt, sich selbst zu leben, sondern eine reale Wirkung auszuüben — und im Bereiche wirtschaftlicher Dinge wird man ihn nicht gut anders bewerten können —so wird man diesen Idealismus genau so wie jeden anderen realen Faktor ökonomisch betrachten müssen als eine Kraft, die nicht falsch behandelt, verschwendet oder unzeitig abgenutzt werden darf, sondern die so eingesetzt werden muß; daß sie ihre produktiv reale Wirkung getan hat, wenn sie nicht mehr oder doch nicht mehr in so verschwenderischem Maße zur Verfügung steht, wie in den Anfangszeiten ihrer schwellenden Blüte. Sowohl Erfolg wie Mißerfolg, wenri'sie chronisch werden, schleifen den Idealismus ab, die sozialen Bewegungen aller Zeiten und Länder beweisen es. Der Idealismus ist unsterblich, aber die Ideale sterben, wenn sie erfüllt sind, oder wenn sie sich endgültig als unerfüllbar erwiesen haben. Wenn wir in einem Augenblick, der in mancher Hinsicht einen Angelpunkt der Entwicklung darstellt, eine Zwischenbilanz für den Palästinaaufbau ziehen, wenn wir prüfen wollen, was bisher an idealem und materiellem Wirken investiert wurde, was mit diesen Investitionen erreicht wurde, und was noch zu investieren bleibt, wenn Endgültiges erreicht werden soll, so können wir feststellen: Das Grundsätzliche ist in Pa- I ä s t i n a geschaffen und im wesentlichen gelungen. Geschaffen ist die jüdische Sprache, das jüdische Kind, der jüdische Bauer, die jüdische Gemein- Schaft, und bis zu einem gewissen Punkte auch die jüdische Kultur und die jüdische Gesellschaft, Von alledem ist die Urzelle da. Ueberall auf diesem Gebiet haben sich Tendenzen und Elemente zu etwas Organischem, zu etwas Lcbendtg-m gefügt. Aber das, was da ist, stellt doch nur einen Mikrokosmos dar. Umgekehrt wie meist sonst in der Völkergeschichte, die von der Quantität zur Qualität fortschreitet, die erst die Masse haben muß, um sie dann durchbifden zu können, hat die jüdische Palästinarenaissance zuerst die Qualität geschaffen, und mm steht ihr die große, die vielleicht noch größere Aufgabe bevor, das Quantitäts- Problem zu lösen. Das, was einige tausend jüdische Landwirte, einige zehntausend jüdische Menschen in Palästina geschaffen haben und geworden sind — und das Gewordenseit» ist noch wichtiger als Geschaffenhaben — mag zwar in dem engen Kreis, den cs (■ füllt, und in den Wirkungen, die cs ins Weite aus.- .rahlt, von großer symptomatischer und der Fortsetzung fähiger

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