Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 14 (19.2.1926)
- Date
- 1926-02-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 104 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 14 JMische Volksschulen 1■ BerHn In der Berliner Jüdischen Gemeinde haben sich die Be* Strebungen zur Schaffung jüdischer Volksschulen jetzt zu zwei Anträgen verdichtet, die, ausgehend von der liberalen Fraktion und der Fraktion der Jüdischen Volkspartei, die nächste Repräsentantenversammlung beschäftigen und nach Lage der Majaritätsverhältmsse sicher zur Annahme kommen werden* Es handelt sich um die Schaffung zweier j ü d i scher Volksschulen, einer für Knaben und einer für Mädchen, die in einem engen Zusammenhang mit den beiden bestehenden jüdischen Mittelschulen geführt werden sollen. Da eine Reihe von Klassen der beiden Mittelschulen aul Grund der neueren Gesetzgebung fortfallen mußten, ins* besondere mit Rücksicht auf die neuen Grundschulklassen, sollen nunmehr in Ergänzung des bestehenden Schulnetzes zunächst die beiden Grundschulen für Knaben und Mädchen geschaffen werden, denen sich dann eine vollausgcbaute Volksschule für Knaben und Mädchen anschließen solle. Dabei bleiben die Mittelschulen bestehen, so daß die Jüdi* sehe Gemeinde nach Annahme der beiden Anträge zwei jüdische Volksschulen und zwei jüdische Mittelschulen besitzen wird. Die Fraktion der Jüdisehen Volkspartei hat insbesondere noch den Antrag gestellt, daß die erste Grundschulklasse sowohl für Knaben ab für Mädchen noch zu diesem OstertermiiT eingerichtet werde, da. falls das nicht der Fall sein würde, bis zu den nächsten Ostern gewartet werden müßte. Die vorhandenen Schulgebäude der Gemeinde reichen sowohl für die beiden Volksschulen, die erstehen werden, als auch schon für die vorhandenen beiden Mittelschulen aus, so daß neue Bauten nicht erforderlich sind. ®er ■ene Vorsitzende des Sdinlvtrsbades Aus Kreisen der Jüdischen Volkspartei wird uns geschrieben: Die Part ei poiitik der Liberalen nimmt allmählich Formen an, die bei allem Emst der Sache zu grotesken Konsequenzen führt; das hat sich auch in den letzten Wochen bei den verschiedensten Gelegenheiten gezeigt. Die vier Liberaien des Gemeindevorstandes kommen mit strikten Weisungen ihrer Partei in die Sitzungen und stimmen unbeeinflußt von *llen Gegenargumenten und sachlichen Erwägungen nur nach dem Diktat ihrer Auftraggeber. Um das sehr wichtige schuldezcrnat fand schon bei der fetzten Besetzung vor zwei Jahren ein heftiger Kampf statt. Die Liberalen stellten sich damals auf den Standpunkt, daß unter keinen Umständen dieses Dezernat einem Konservativen Oder Zionisten anvertraut werden müßte. Es sei ganz gleichgültig, ob der von ihnen nominierte Kandidat irgendwelche Eignungen für das Amt besitze; den Vorsitzenden des Schul- Vorstandes hätten sic kraft ihrer Majorität zu stellen. Damals wurde das Schuldezernat Herrn Moritz Rosenthal Übertragen, der sich im Laufe der Zeit dank seiner geistigen Agilität immerhin ein gewisses Verständnis für das jüdische Kulturproblem angeeignet hatte, so daß er im Gegensatz zu einem erheblichen Teil seiner liberalen Gesinnungsfreunde sich für die jüdische Volksschule einsetzen konnte. Nach seinem Ausscheiden aus dem Oemeindevorstand wurde die Frage der Neubesetzung des Vorsitzes im Schulvorstand wieder aktuell. Monatelang, während der Krankheit des Herrn Rosenthal und während die Ersatzwahl für ihn ira Gange war, hatte Herr Dr. Kollenscher als stellvertretender Vorsitzender des Schulvorstandes die Leitung des Schulwesens, lieber seine besondere Eignung für diesen Posten braucht hier kein Wort gesagt zu werden. Ganz abgesehen von seiner allgemeinen jüdischen Einstellung hat er durch seine Tätigkeit in der Posen er und in der Berliner Gemeind« bewiesen, wie sehr er gerade für dieses Amt prädestiniert ist. Die Liberalen bestehen auf ihrem Schein und haben es mit 4 gegen 3 Stimmen durchgesetzt, daß ihr Kandidat, Herr Justizrat M a ko wer gewählt" wurde, ein Mann, der selbst erklären mußte, daß er keine Ahnung von den Dingen besitzt, daß er in allen Fragen des jüdischen Schulwesens auf den Sachverständigenrat seiner Mitarbeiter angewiesen sein wird und sich lediglich um die reine Verwaltung wird kümmern können. Dieses offenherzige Bekenntnis kann in der Tat bestätigt werden. Herr M. ist wirklich von Sachkunde frei. Ja, er kann, so wird versichert nicht einmal hebräisch buchstabieren. Er ist ein entschiedener Gegner jeglicher jüdischer Schulen und vertritt eine Spielart des liberalen Radikalismus, die nur von einem winzigen Häuflein unter den richtunggebenden liberalen Kreisen geteilt wird. Man hat übrigens Herrn M-, der sich stets als ein Mann von persönlicher Vornehmheit gezeigt hat, einen sehr schlechten Dienst erwiesen, indem man ihn gezwungen hat, der Parteiforderang, vermutlich gegen seine eigene Ueberzeugung, sich zu beugen. Natioialdeifieker Besaeh in Billig Die ״Danziger Volksstimme“ und die ״Danziger Rund- *chau“ bringen amüsante Berichte über die Versammlung deutschnationaler Juden in Danzig, wo ein Herr Dr. Bloch ert aus Berlin über ״Danziger Staatsbürger oder deutsche Volksgenossen“ sprach. Die ״Danziger Volksstimme“ schreibt darüber folgendes: ״Der importierte jüdische Teutobold übertraf aber alle Erwartungen. Es ist bezeichnend, daß keines der anwesenden Mitglieder des ,Centralvereins Danziger Staatsbürger jüdischen Glaubens‘ oder zionistischer Organisationen cs für nötig erachtete, aut die Pöbeleien entsprechend zu antworten. Wahrscheinlich, weil man auch in diesen Kreisen der Ansicht war, daß Herr Dr. Blochert und seine Ausführungen vollkommen indiskutabel seien. Wir haben keine Veranlassung, uns in die unglaublich oberflächlich und hitlerianlsch behandelten innerjüdischen Angelegenheiten hineinzumischen. Uns liegt es nur ob, darauf hinzuweisen, daß der ,Verband nationaldeutscher Juden‘ eine Tendenz offenbart, die jedem anständigen Menschen, ganz gleich, welcher Riehtung, und demjenigen, der das politische Einmaleins beherrscht, ins Gesicht schlagen muß. Am Schluß seines Vorträges erklärte nämlich der Referent, daß hoffentlich Danzig auch politisch bald dem deutschen Staatsverband wieder einverleibt würde. Leider ließ er die Frage offen, auf welche Weise dies geschehen solle. Jedoch liegt die Vermutung nahe, daß auch diese Leute mit dem Gedanken spielen, mit ,Blut und Eisen‘ der Erfüllung ihres Wunsches nachzuhelfen. Wodurch unsere wiederholten Hinweise gerechtfertigt sind, daß die nationaldeutschen Juden sich durch nichts von jenen Verbänden unterscheiden^ deren Mitgliedern das ,Hakenkreuz am Stahlhelm' die Gehirnkästen eingedrückt hat Höchstens durch eine noch stärker wirkende Lacherlichkeit.“ Wir haben dem Urteil des Danziger sozialdemokratischen Blattes nichts hinzuzufügen. PalSslina-Gfsellschaftsreise Das Hauptbürö des Nationalfonds veranstaltet unter Mitwirkung des Messageries Maritimes im Mai dieses Jahres eine PaTästinareise. Diese Reise zeichnet sich dadurch aus, daß sie billiger ist als alle anderen Reisen — der Gesamtpreis beträgt 40 Pfund pro Person — und daß sie von besondere sachverständiger Seite arrangiert und in Palästina geführt werden wird. Geplant ist der Besuch der Städte Tel-Awiw, Haifa und Jerusalem mit ausführlichen Besichtigungen der Kolonien um Jaffa, des ganzen Emek, Tiberias und Safcds, der Kolonien um den Tiberiassee herum (Galiläa) und der Kolonien in Schomrom. Besonders hervorzuheben ist, daß die Reisenden Gelegenheit haben werden, leitende Beamte des Keren Kajcmcth an verschiedenen Punkten des Landes zu treffen und von ihnen gewünschte Aufklärungen zu erhalten. Dies alles hebt die Reise aus dem Niveau allgemeiner Gesellschaftsreisen heraus, so daß den Touristen hierbei sicherlich etwas besonders Schönes geboten wird. Die genauen Bedingungen sind folgende: Zeit: Die Reise beginnt Anfang Mai, wahrscheinlich am 8. .Mai, ab Haifa. Dauer: Hin- und Rückreise über Marseille etwa zehn Tage, Aufenthalt in Palästina zwölf Tage. Beförderung: Die Seereise findet in der III. Klasse eines der besten Schiffe der ״Messagcrics Maritimes“ statt. In Palästina erfolgt die Beförderung per Auto oder in eigenen Wagen der III. Klasse per Eisenbahn. Unterbringung: Die Unterbringung in Palästina erfolgt in erstklassigen Hotels und Pensionen (z. B. bei Allen by oder Andursky in Jerusalem). Regelmäßig werden drei Mahl• Zeiten stattfinden. Führung: Je 25 Teilnehmern wird ein spezieller Führer zur Verfügung gestellt. Preis: Der Preis der gesamten Reise ab Marseille beträgt 40 Pfund inkl. Verpflegung, exkl. Getränke. Gepäck: Zwei Stück Handgepäck werden auf der ganzen Reise gratis befördert. Anmeldung: Die Anmeldung muß bis zum 1. März 1026 im Palästina-Amt Berlin und seinen Zweigstellen oder im Nationalfonds BerHn oder seinen Bezirkssekretariaten erfolgen. Anzahlung: Bei der Anmeldung sind 8 Pfund anzuzahlen. Erfolgt ein nachträglicher Rücktritt von der Reise, so verfallen von der angezanlten Summe 5 Pfund. Palästina-Amt Berlin, gez. Asche r. Vortrag Oskar Biam Die Gruppe West der B. Z. V. veranstaltet am Donnerstag, den 25. Febr., abends Uhr, im Sitzungssaal der Z. V f. D., Meinekcstr. 10, einen Vortragsabend, auf dem der bekannte jüdische Dichter Oskar Baum, Prag, über das Thema: ״Die jüdische Frau von gestern und morgen“ sprechen wird. Karten zum Preise von 1,— und 0,50 M. sind in beschränkter Anzahl erhältlich im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10. Die Ortsgruppen Zionistischer Gruppenverband Rechtsrheinland-Westfalen. Am Sonntag, den 14. d,״Mts.» fand in Duisburg eine Vertrauensmännertagung des neukonstituierten Gruppenverbandes Rechtsrheinland-Westfalen statt, die von einer Anzahl Gesinnungsgenossen aus dem Bezirk, insbesondere auch Jugendlichen, besucht war. Herr Dr. Epstein, Duisburg, entwickelte das Programm für die Arbeit des Gruppenverbandes und des Sekretariats, Herr Löwenstein sprach über Inhalt und Form der geistigen Innenarbeit der Ortsgruppen. Im Anschluß an die Tagung fand noch eine Zusammenkunft der anwesenden jugendlichen Zionisten statt, in der über die Jugendarbeit des Bezirks gesprochen wurde. Berlin. Die Gruppe der Zionisten aus dem Osten veranstaltet am Montag, den 22. Februar, in den Musikerfestsälen, Kaiser-Wilhelm-Str. 38, abends 8V3 Uhr, eine Kundgebung über ״Die Lehren des Steiger- Prozesses“. Als Redner treten auf R.-A. Dr. Alfred Klee und Redakteur Moses Waldmann* Auch Nichtmitglieder der Gruppe sind herzlich willkommen. Gruppe Charlottenburg der B. Z. V. Der für Montag, den S. Februar, angesetzte Vortrag des Herrn Dr. Traut» über ״Formen und Wege des jüdischen Wanderprozesses“ konnte leider nicht stattfinden, da das Lokal, in dem der Vortrag abgehalten werden sollte, inzwischen gepfändet worden war. Die zahlreichen Gäste, die der Einladung gefolgt waren, mußten unverrichteter Sache wieder fortgehen. O tempora o mores! Der Vortrag wird nunmehr am Montag, den 22. Februar, abends Sy« Uhr, im Sitzungssaal der Synagoge Fasanenstr. 79/80, wiederholt werden. Gruppe Nord der B.Z. V. Am 10. d. M. sprach Herr Bert Locker über Sinn und Ziele der poale-zionistischen Bewegung. Die gewöhnliche Frage; was seid ihr in erster Linie, Sozialist oder Zionist, sei ländisch; Sozialismus und Zionismus stände weder fifty-fifty noch in einem anderen Verhältnis zueinander. Wenn man aber durchaus leider ״konfrontieren“ wolle, so sage er: ,,Wir sind 100 prozentige Sozialisten, weil wir Zionisten, und 100 prozentige Zionisten, weil wir Sozialisten sind.“ Der jüdische Sozialismus war mit ungeheurem Zionismus geboren (״wir können alles ändern“); der Zionismus negierte anfangs die Zuverlässigkeit jüdischer Arbeit im Sinne sozialer Umwälzung, Umschichtung, negierte jede Klassenscheidung. Die Erkenntnis, daß Sozialismus und Zionismus keine Gegensätze seien, daß letzterer starke sozialistische Momente in sich trage, ist erst spät gekommen. Klassenscheidung und Klassenkampf bestände auch im jüdischen Volke. Eine Aenderung wird nur eintreten, wenn es in den — ausreichenden — Besitz des wichtigsten Produktionsmittels gekommen sein wird: Landl Boden! Gebt den jüdischen Massen diese Gelegenheit, dann ist die jüdische Frage gelöst: Das ist der Zionismus! — Die Ver- Sammlung war stark besucht, die Aussprache lebhaft und lange. Am 18. d. M. spricht Herr Pollak (Nationalfonds) bei uns. Am 21. d. Mts. findet bei Hoppe, Rosenthaler Straße 4, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, eine Kinder-Purimfeier statt. Rezitationen (Hanna Zweig), Licht-, Schattenspiele, Kuchen und Schokolade frei. Eintritt 30 Pfennig. Dresden. Nach vielen Jahren konnten wir am Dienstag, den 2. Februar, Herrn Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee bei uns wieder begrüßen. In einer öffentlichen, von Herrn Pionkowski geleiteten, Versammlung sprach Herr Dr. Klee über das Thema ״Vom Prozeß Steiger und anderen Dingen, Auch ein Wort an unsere Jugend“. Wir hatten einen Besuch zu verzeichnen, wie wir ihn in Dresden lange nicht mehr gesehen haben; der große Saal des Konzerthauses war überfüllt. Der Vortrag war meisterhaft und packend, und Dr. Klee wurde wiederholt durch Beifallskundgebungen unterbrochen. Essen. Am 7. Februar hielt in einer von der hiesigen Ortsgruppe einberufenen Versammlung Dr. Emst Simon- Frankfurt einen sehr instruktiven und wirkungsvollen Vortrag ״Der Zionismus unter den jüdischen Parteien“. Die lebhafte Diskussion beschäftigte sich vor allem mit der Fragender Stellung der Zionisten zum Abwehrkampf auf der innen, des Central-Vereins, zum Palästina-Aufbau auf der anderen Seite. Aus Erklärungen, die von C.-V.-Seitc abgegeben wurden, ging hervor, daß auch in dessen hiesiger Ortsgruppe eine Strömung besteht, welche die intierjüdische politische Agitation des Vereins verwirft und seine Arbeit auf die reine Abwehrtätigkeit eingeschränkt sehen möchte. Ilmenau. Im Jahre 192! wurde in Ilmenau ein jungiüdischer Klub begründet, der zu seinen Mitgliedern hauptsächlich junge Kaufleute und hier Studierende zählt. Es finden alle 8 bis 14 Tage, jeweils am Montag, Klubabende statt, die der Besprechung von Themata jüdischen Inhalts gewidmet sind. Vor einiger Zeit hat sich eine Gruppe der Klubbrüder zu einer ״Zionistischen Interessengemeinschaft“ zusammengeschlossen. — Am Sonntag, den 7. d. Mts., fand eine Aufführung des Palästinafilms statt. — Auskünfte über das hiesige Technikum erteilt Herr stud. ing. James Etkes, Ilmenau, Burgstr. 23; über Klubangelegenheitcn Herr Heinz G a b b e, Ilmenau. Köln. Die früher in Köln bestandene Gruppe des Hapoei Hazair, Deutschen Landesverbandes der Hit achdut h, ist reorganisiert worden. Der Gruppe gehören vorläufig zirka 20 Mitglieder an. Diese Zahl wird sich noch sehr vergrößern, sobald die Ortsgruppe ihre Propagandatätigkeit aufgenommen haben wird. Beitrittserklärungen, sind an Herrn Dr. Samuel Roch, Brandenburger Str. 14 (Rhein- Iand 9332) zu richten. Insbesondere werden alle ehemaligen Mitglieder der Kölner Ortsgruppe und Chawerim aus der Rheinprovinz gebeten, ihren Beitritt zu erklären und zugleich den Beitrag für 1926 (0,50 M.) einzusenden. Der Zion. Mädchenklub, Breslau, versammelte sich nach mehrjähriger Heimatlosigkeit wieder in seinem alten renovierten eigenen Heim, Körnerstr. 11/13, zur festlichen Begehung des zehnjährigen Stiftungsfestes am Montag, den 18. Januar d. J. Die Vorsitzende des Z. M. K., Frau Edith Lach mann, eröffnete die Festlichkeit durch eine Ansprache, in welcher sie einen kurzen Ueberblick über die gesamte bisherige Tätigkeit des Zionistischen Mädchenklubs gab. Alsdann dankte Frau Jeanne Seid mann Frau R.-A. Lachmann für ihre Aufopferung und beglückwünschte sie zu dem zehnjährigen Bestehen des Mädchenklubs, der von diesem Tage ab seinen Namen ״Zionistischer Mädchenklub Rahel, Breslau“ führen soll* Es folgten Begrüßungen und heitere Darbietungen. OSE. Der von dem Berliner Komitee 49f..©SB.'(G«»ell׳• Schaft für Gesundheitsschutz der Juden, e. V.) am Sonnabend, den 30. Januar, in den Räumen der Humanitätsloge ״Agudas- Achim“ veranstaltete Vortragsabend hat eine große Zahl Zuhörer herangezogen. Herr Dr. med. Theilhaber hielt einen Vortrag über ״Tuberkulose und ihre Bekämpfung“. Der Vortrag wurde durch eine große Anzahl Lichtbilder, die vom ״Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose“ zur Verfügung gestellt worden sind, illustriert* Herr Dr. Blum machte eine Mitteilung über die Aufgaben und Tätigkeit der Gesellschaft OSE in Berlin. — Die Gesellschaft OSE veranstaltet Sonnabend, den 13. Febr., in den Räumen der ״Agudas-Achim“, Gormanstr. 29, einen Vortrag des Herrn Dr, med. Tugendreich über das Thema ״Wie bleibe ich gesund“ (Hygiene des Alltags). Der Vortrag wird mit dem gleichnamigen Ufa-Film, der von Dr. Tugendreich verfaßt ist, begleitet. Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung (Ortsgruppe Berlin des Bundes Zionistischer Frauen). Am Sonntag, den 14. März, vormittags 111/2 Uhr, findet ira Theater des Westens eine Purim-Kindervorstellung der Jüdisch-Nationalen Frauenvereinigung zugunsten des Kinderheims Ahawa und des Jüdischen Volksneims statt. Zur Aufführung gelangt ״Max und Moritz in Persien“, Purimspiel für Groß und Klein, von Lina Wagner-Tauber. Eintrittskarten zum Preise von 1 bis 3 M. (Logensitze 5 M.) sind bei Bote ft Bock, Tauentzienstraße, an der Theaterkasse des K. d. W und in der Berliner Zionistischen Vereinigung zu haben. Telephonische Billettbestellungen werden entgegengenommen (Tel.: Bismarck 7165- 7167). Scholem-Alechem-Klub. 111 den völlig neu renovierten Räumen des Klubs, Kleiststr. 9, findet am Sonnabend, den 20. d. M., abends 8*4 Uhr, ein Konzert- und Rezitationsabend mit anschließendem Tanz statt; Mitwirkende•. Frida Blumenthal (Rezitation), L, Riasanzeff (Gesang), Ernst Chaim 11. a. Poale Zion, Berlin. Am Sonnabend, den 20. d. M., abends 8ys Uhr, findet im Heim, Linienstraße 159, ein Vortrag von Herrn D 1‘j o u r über ״Die Krisis der jüdischen Emigration“ statt. Hebräischer Kindergarten, Waizstr. 1. Zum 1. März können noch einige neue Kinder aufgenommen werden. Anmeldungen bei Frau Weitzmann, Nestorstr. 4. Der Kindergarten Nord-West wird geleitet von Frau Fajarjs. Frau Bartfeld kümmert sich lediglich um die organisatorischen und finanziellen Arbeiten. Am 15. d. M. wurde in die Synagoge in der Passauer Straße eingebrochen. Die Diebe stahlen Geräte vom Altar und aus einem Schrank. Es ist dies seit drei Monaten der zwölfte Einbruch in eine Berliner Synagoge. Gesinnungsgenossen! Ermöglicht weiteren Landerwerb in Palästina durch Eure Purim-Spende für den Keren Kajemeth!