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Jüdische Rundschau · 1926-02-16 · Heft 13 (16.2.1926) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 13 (16.2.1926)
Date
1926-02-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr.!3 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 97 XXL Delegterteatag cer Zionistischen VereinipBfj iflr Deutschland Der Landesvorstand hat beschlossen, den diesjährigen Delegiertentag in der Zeit vorn 23.-25. Mai abzuhalten. Der Ort der Tagung und die Tagesordnung werden recht zeitig bekannt gegeben werden. Wahlvorschriften: 1. Jedes Mitglied der Zionistischen Vereinigung tür Deutschland hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 20. Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Delegiertentag. Mitglied der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ist ein jeder in Deutschland lebende Zionist, der den Schekel für das laufende Jahr 5686, den Ortsgruppenbeitrag, sofern an seinem Wohnort eine Ortsgruppe besteht und den Landesbeitrag entrichtet hat. 2; Der Landesbeitrag ist der Mindestbeitrag der Zionisten- Steuer. Er beträgt jährlich 3.— M., für Angehörige der Sonderverbände ״Misrachi“ und ״Hitachduth“ 2.— M., tür Jugendliche unter 18 Jahren 1.— M. Der Landesbeitrag ist für das Jahr 1925 und für die erste Hälfte des Jahres 1926 zu entrichten. Diejenigen Gesinnungsgenossen, die für das Jahr 1925 und für die erste Hälfte des Jahres 1926 ihren Beitrag zur Zionistensteuer geleistet haben, haben damit eo ipso den Landesbeitrag entrichtet. 3. Das passive Wahlrecht zum Delegiertentag steht •or solchen Angehörigen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zu, die ihre Maasserptlicht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Der Wahlprütungsausschuß ist berechtigt, von jedem Delegierten eine schriftliche Bestätigung des Keren Hajessod zu verlangen, und verpflichtet, die Anerkennung des Mandates zu versagen, falls die Oberste Vertrauenskommission des Keren Hajessod Einspruch erhebt. 4. Niemand darf sein Wahlrecht doppelt (in der Ortsgruppe und einer Sonderorganisation) ausüben. 5. Das Wahlrecht zun! Delegiertentag steht nur den Ortsgruppen zu, die mindestens drei Monate vor Einberufung des Delegiertentages bestanden haben und von! Landesvorstand bestätigt sind. 6. Jede Ortsgruppe von mindestens 25 Mitgliedern wählt einen Delegierten, Ortsgruppen von mehr als 75 Mitfliedern wählen zwei Delegierte, Ortsgruppen von mehr als 00 Mitgliedern wählen für jedes weitere Hundert Mitglieder einen weiteren Delegierten, wobei überschießende 50 Mitglieder einem vollen Hundert gleich gerechnet werden. Es wählen demnach Ortsgruppen von 25— 75 Mitgliedern 1 Delegierten. Ortsgruppen von 76—125 Mitglieder« 2 Delegierte, Ortsgruppen von 126 —225 Mitgliedern 3 Delegierte, Ortsgruppen von 226—325 Mitgliedern 4 Delegierte usw. Als Mitglieder der Ortsgruppe werden hierbei nur diejenlgen Zionisten gerechnet, für die der Schekel für das Jahr 5686 und der Zionistensteuer-Beitrag bzw. Landesbeitrag für das Jahr 1925 und für die erste Hälfte des Jahres 1926 in bar an die Zionistische Vereinigung für Deutschland vor Beginn der Wahlen überwiesen ist. 7. Mitglieder von Ortsgruppen, die nach parteimäßigen, beruflichen oder irgendwelchen anderen Gesichtspunkten zusatnmcngcschlossen sind׳, üben ihr Wahlrecht als Einzel- ... jStteM*d*/r ׳1 .?!זז•״.. , *1**,“י g in Ört$£nf()$en vön m'efir'bts 300 MItgHecftfn finden Verhältniswahlen nach einer vom Landesvorstarid zu erlassenden Wahlordnung statt. 9. Der Landesvorstand kann aut Antrag die Bildung von besonderen Wahlbezirken gestatten. Auf Grund dieser Bestimmung des Statuts können die Gruppenverbände die Zusammenlegung solcher Orte zu einem Wahlbezirk beantragen, in denen nur einzelne Zionisten wohnen bzw. Gruppen bestehen, die die vorgeschriebene Mindestzahl von 25 Mitgliedern nicht erreichen. Selbstverständlich gelten für derartige vom Landesvorstand aut Antrag zu genehmigenden Wahlbezirke alle vorher aufgefiihrten Bestimmungen. 10. Auf Antrag eines8 Sonderverbandes ist den Angehörigen dieses Sonderverbandes zu gestatten, innerhalb eines Bezirkes einen eigenen Wahlkörper zu bilden. 11. Die Mitglieder des Landesvorstandes, des Zentralkomitees und der Vorsitzende des Finanzausschusses hsben als solche auf dem Delegiertentag Sitz. Auch die Mitglieder des Landesvorstandes, des Zentralkomitees und der Vorsitzende des Finanzausschusses müssen also zu Delegierten gewählt werden, um an Abstimmungen teilnahmen zu können. 12. Jeder Delegierte verfügt auf dem Delegiertentag nur über eine Stimme. Die Delegiertenmandate sind nicht übertragbar. Die Delegierten sind an Aufträge und Instruktionen nicht gebunden. 13. Für alle übrigen Fragen (Ersatzdelegierte usw.) finden die für den Kongreß geltenden Bestimmungen sinngemäß Anwendung. Termine: 14. Die Wahlen zum Deiegiertentag müssen in den Tagen vom 2. -9. Mai einschließlich 'stattfinden. 15. Sämtliche wahlberechtigten Gruppen müssen ihre Mitgliedernde mit genauer Adressenangabe der einzelnen Mitfiletier bis zum 15. März an das Bureau der Zionistischen ereinigung für Deutschland einschickcn. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die oben erwähnten finanziellen Verpflichtungen vor Vornahme der Wahlen erfüllt sind. Die Gruppen müssen daher dafür sorgen, daß die Zionistensteuer-Beiträge für das erste Halbjahr 1926 bis spätestens 30. April beim Bureau der Z. V. t. D. cingehen, und sie müssen bis zum gleichen Tage die Landesbeiträge für 1925 und das erste Halbjahr 1926 für alle diejenigen Mitglieder in bar überweisen, deren Beitrag zur Zionisten- Steuer für 1925 und für das erste Halbjahr 1926 bis zu dem genannten Termin bei der Zentrale der Zionistischen Vereinigung für Deutschland nicht eingegangen ist. Der Wahlprüfungsausschuß wird kein Mandat anerkenrien, für das die finanziellen Voraussetzungen seiner Gültigkelt nicht gegeben sind. 16■ Die Wahlresultate müssen dem Bureau der Zionistisehen Vereinigung für Deutschland sofort nach Abschluß der Wahlen, spätestens jedoch bis zum 14. Mai einschließlich, gemeldet werden. 17. Da die Mitglieder des Zentralkomitees als solche aut dem Delegiertentag Sitz — wenn auch kein Stimmrecht — haben, da andererseits die zur Entsendung von Vertretern ins Zentralkomitee berechtigten Gruppen diese Vertreter wechseln können, haben die in Betracht kommenden Gruppen den! Bureau vor Beginn der Wahlen, d. h. bis spätestens 30. April, mitzuteilen, ob personelle Veränderungen bezüglich ihrer Vertretung im Zentralkomitee eingetrrten sind. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15,! Mcinckcstr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck-; konto Nr. 37830 Berlin NW 7. KasscnvcrwaUimg der B. Z. V. j Dienstag, den 16. Februar abends 8!4 Uhr | Gruppe West-Charlottcnbnrg, j im großen Saal der Synagoge, Fasanenstr. 79/80. Herr Rabb. Dr. Wiener, Stettin: ״Der Charakter der jüdischen Frömmigkeit.“ ] Mittwoch, den 17. Februar abends 8U Uhr j Gruppe Ost, [ i!1 den Union-Festsälen, Greifswalder Str, 222. | Lichtbildervortrag des Herrn Aschbel, Palästina: ״Revöllu־-! rungstypen i!1 Palästina“. jüdischer Studentenverein,! im Heim, Friedriclistraßc 115. | Herr Dr. Felix A. Theilhaber: ״Das Scxualproblcm der Juden.“ i Gäste willkommen, i _____ | Donnerstag, den 18. Februar abends 8'י Uhr j Gruppe Süd, \ im Deutschen Hof, Luekauer Str. 15. Herr Esroni, Palästina: ״Wirtschaftliche und politische Gruppierungen im neuen Palästina“. Gruppe Nordwest,; im Cafe Lochau, Altonaer Str. 3!, 1 Herr Georg Lubinski: ״Die berufliche Gliederung unserer Alliah und ihre Auswirkungen auf unsere Einwauderungs-; politik“. i . 1 Gruppe Nord, j im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. 1 Herr Adolf Pollak: ״Die sozialen Grundlagen des Palästina-! Aufbaues.“ 1 ' ' j Sonnabend, den 20. Februar abends 9 Uhr | Kostümfest der Berliner Zionistischen Vereinigung und des | Keren Kajemeth Lejisraei, j in den üesamtriumen des Brüdervereinshauses, Kurfürsten- | Straße 115/116. j Sonntag, den 2U Februar nachmittags 4 Uhr j Gruppe Nord, j bei Hoppe, Roscnthalcr Str, 4. | Kinder-Purimfeier. j .vc/itationen (Hanna Zweig), Licht-Schattenspiele. Kuchen und Schokolade frei. Eintritt 30 Pfennig. | Montag, den 22. Februar abends 84י Uhr | Gruppe Charlottenburg, j ' im Sitzungssaal der Synagoge Fasanenstraße, Herr. Dr. '.Traub: '•;,Formen 'und Wege'8de«' jüdischen Wanderprozesses.“ Gruppe West, im Cafe Telschow, Joachirnsthaler Str. 1 (am Zoo), Zusammensein. Jugendgruppe Süd, in den City-Festsälen, Dresdener Str. 52. Kurs über Geschichte des Kongreßzionismus, Leitung: Dr. Hans Bioch. Anschließend geselliges Beisammensein, Gruppe Ost Jeden Mittwoch abends 8y! Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Meyerbeerstr. 8, pt. Poale-Zion. Jeden Sonnabend abends 8 Uhr Zusammenkunft im Heim, Linienstr. 159. HapoEI-HazaTr. Jeden Donnerstag abends 8y* Uhr Zusammensein. Versammlungsort wird jeweilig bekanntgegeben. Zionistischer Sprcchchor. Jeden Mittwoch (nicht Dienstag), abends 7bis 10 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Schule, Knesebeckstr. 24 (Bhf, Savignyplatz), Uebungsabend. Auskunft erteilt Frau Hann ah Zweig, Düsseldorfer Straße 23, Oliva 257. Sekretariat des Ze'ire Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz t. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. rlescher. בית הועד העברי ביום החמישי בשבוע וה, »! פברואר, בשעה י בערב נרצה הר״ר י, נ. שמחוני בביח הועד העברי, ר^וענשטראסע 4/ג, על דבר: התנועות המשיחיות בישראל. Zionisten! unterstützt die Vertrauensleute des Keren Kajemeth bei den Vorbereitungen für die Purim«Aktion Das Präsidium der Zionistischen Vereinigung für Deutsch* land wird hinsichtlich später einlaufender Meldungen beim Wahlprüfungsausschuß die Ungültigkeitserklärung beantragen, da eine nur zwecks Teilnahme am Delegiertentag erfolgende Nominierung in das Zentralkomitee dem Sinn des Statuts widerspricht! Die Sammlung findet vom 26. Februar bis 7. März 1926 statt. VerhälifiNwalilen. 18, Für die in ()r; ׳ g; u;y1: ..־ v< 1;־ mehr;11; 311( ׳ Mitgliedern vor7m;11!׳n:e;u!t־n Vc! l:.1,:״i •w!hl.•״ lindu dm von der Zior.i :fi... lu-n Venini: ::;!;/ 11!r 15m;t .rhrnnJ 61: <6• Wahlen zum XiV, i'.ongrv!1 er!..:; ,::־,6 :.׳';החס!:.,1!!!;'.■8.' ־,יcr״i. JüULehe Rundst hau Nr. •15, j 1 ihr-1:1;;־;f 1 *j'25) ׳;1; 1׳;1:1;1!־H Anwendung, jedoch mit folgenden Modiiikalii.in■:!:;1) Dapro 'ive Wahlrecht ward bereif!; mit Vollendung des 20. Leben galire,; er! rieht. b) Ein Wahlvo: :;eh!cg in Oi! :gruppen von mehr als 16')!) MkgiicJeni neu! v11״ ininde.-ten.i 59 urL,״n־;as;;igf!1 Wählern uidei/eie'!:;׳ .׳•.׳.. in. In 0.1 .puppen von '360 — 1000 Mitgliedern gmiü: en 63 Uet.n Weiften. r» Zur LeiOieg d r Wale! ך su:d ()rt :v. .!iilkommi •sionen zu bilden, ׳die . >3::!׳.׳:lern;;Zur ,־et den Wahlen bekdligtesi Gruppen neZi M. her1•,, e. rhrrn Z dt'enefdrke"besteh׳■;'. d) D;e Vd.Ze, ..• .. , . .- . .waiilkoimnissioii bi; späte a..!6. Auid Zn ureicht u.tj von der Ortswahlkoniim.Mos! in der 16. :ücrbü;c iure, Eingangs bis spätetesten.- 16. April i!1 Z ■־׳ WZ;e bekannt gemacht werden. e) Die Verbind;::;.:■ v ä,ä,i!Z.'r:־ehi,!;;cn muß der Orts- und von der Od .vrzhliuwinü de:!! Id; späte •teils 27. April auf <uf!:bli ■!!(׳!:! Wege Iw.6 gwvti werden. f) S, hriuhehc Waid h t :11 ,;t euZ:;:,1 p g) 16oie -6׳ gegen Anordnungen der8 0.1 walilkommission sind an den Lau ie vor.-t.׳::׳.! der Zioni-.-tischen Vereinigung für DeuZcldanil tin/U:־e1!ac;1. 11) i’i'ole te gegen ihr Art der Durchführung des Wahlalrtes an ein.8!;׳! Waiiioge 1 ״er gegen die Fc;tstellung des Wahk:g:׳cb!1i'.:.e., :1:1.1 schritt i!1 an den Lamlesvorstand der Zioni-tisi!;1!•.׳ VirunZu.ig tür Ze;;l-.׳,hleml eiii/.usenden. Jeder derartige l'r»;f6:.׳t roü in Ort.-;;׳ nippen von mehr als 1000 Mitgliedern von!nindrZea60' .;־, in (,)■t;.puppen von 31)0—1060 Miigiiedern von min de,;teils 10 \v ihibcre, hiigten Mitgliedern unterschrieben :ein, deren rgarr.r.; AiFesscn aimigebeu sind, 1) Ade su!10 ״■ :;en l;i!!;vi!1uu־!! werden unter sinngemäßer Anwendung der KcmgrcilwahioiJuung der ZIoiiLtizäien Ver* einig 1mg für DruLehZW v־׳.!! d-־n Ortswuhlkoinmissionen festgesetzt. Das Präsidium der tischen Vereinigung für Deutschland. Riiinietifeltl. Rosenbiiitli. Schwarz. Nansen tiber öle Hiditlaplrage 11gder ״D e u t s c 11 e n A 11 g e m einen Z ei < u n g“ vhöffentlich{ FrHhjoff Nansen unter der UeberschriM ״Wer nimmt sie auf?“ eine:! Artikel über das Los der F iüchtlingc und über die Aufgaben der in diesem Monat in_ Gent stattfiudendeu Konferenz über Flüchtlingsfragen. Er schreibt u, a.: ״In Polen, wo sieh seinerzeit eine grobe Anzahl Hürhtiinge angesammeit hatte, erschien eines schönen Tages die Verfügung, daß alle diejenigen, die ohne Genehmigung die Grenze von Rußland her überschritten hätten _ und nicht nachwei;en könnten, daß sie politische Flüchtlinge seien, das polnische Staatsgebiet bis zu_dern und dem Tage zu verlassen hätten. Fast'alle diese Flüchtlinge waren ^russische Juden, und sie zählten nach la!!senden. Ztuürk nach Rußland konnten sie nicht, ohne Gefahr zu laufen, möglicherweise erschossen zu werden,־ über die Grcji/cn Irgend *Zn «;3 :ujdcrea...Landes kaantei zsie aber auch nicht. So wurden eie also über die Grenze nach, Danzig getrieben. _ Ls Kt einleuchtend, daß man sie in einem so kleinen Gemeinwesen nicht behalten konnte; sic flogen also wie ein Tennisball eine ganze Weile /,wischen den verschiedenen Grenzen hin und her, bis schließlich durch Vermittlung des Völkerbundes die jüdische Zentralorganisation in Paris sich bereit erklärte, so lauge für den Unter• halt der Leute aulzukommen, bis irgendeine Lösung gefunden worden sei. So wurden mehrere tausend dieser jüdischen Flüchtlinge längere Zeit in einem Sammcllager bei Danzig verpilegt, bis sich endlich die .Möglichkeit ergab, sie nach Amerika weiter zu schaffen.‘• Nansen schätzt die Zahl der rassischen Flüchtlinge, die über Europa vt-rslcr.:; :.;״d, auf eine Million. Mehrere Htmoedtaiisende sind ständig arbeitslos, und es läßt sich nicht leugnen, daß sie für die Länder, i:1 denen sie sich gerade auf halten, eine 8Quelle der B e u!! :11 ־ h i g u n g und des Miß- Vergnügens bedeuten. Nim ist der Plan entstanden, raögliehst viele von ihnen nach Südamerika zu schaffen, wo noch Raum für viele Millionen ist. Narwen schließt: ״Um diesen Plan und verschiedene andere mit ihn! in engem Zusammenhang stehende Fragen zu erörtern, sind aut Vera»- lassung des Völkerbundes die Vertreter aller an diesen Problemen interessierten Regierungen ihr den Monat Februar nach Gent geladen worden, und es wäre nur von Herzen zu wünschen, daß aut dieser Tagung endlich Beschlüsse _ von praktische m W e r t gefaßt werden möchten, die dazu angetan sind, das bittere Los unzähliger unschuldiger Mensel;:.־!׳. ״־, •!־!<;•! elrfern ־», ־cswjyi iiSd behüt׳ tf Der jüdische Abgeordnete Dr. Wilhelm Vazsonyi äußerte sich gegen über Ve: treten! der Presse etwa wie folgt: Mit aufriJU!;er Teilnahme habe ich die Antwort des MuiLtcrprlisklruieu an den Grate n Karo ly i geit.wn. Man möchte wirkli 11 «glaubt 11, man •;teile irgendeiner Erscheinung der Monomanie gegenüber, und der Herr Mini .terpnPLlcnt wähne in seiner krenäinft n! Lüibikl;־;;!״ überall und in allem meine Gericht /üge 7u erkennen. Allein diese Monoiname ist b,.w:1Öt 11 n.1 st■ ht i 111 Di!1!׳-ie der schon vor längerer Zeit gut;!;::־webiiig־ ILsi rn s e 11 ü l :1 :׳ e r i - sehen Taktik des Minister;־.:;.:.identen, die darin besteht, die Frankeiitäiscliung's.al;äre so!:iu/u..teilen, als ,,hätten diese die Juden und Sozialist«.!! a:!;gcb:;u.whi״. Bethlei! antwortete mit einer längeren Erklärung, die das Ung. Tel.-Korr.-Btiri sn veröl,enilirkg und 111:s der die 101gencle Stelle beinerkenswe;! i-1: ״Vazrouyi zeiht 111־ ie 11 der;,־.ononunie, uaß ich die Konscquenzei! reine:; poiitis, laut lösrhallcns auf das Judentum abwäl/en und den A1!u.;e1;.i;isn;׳e; sriiibe•! wolle. Ich glaube, Vazsonvi verwediselt si 11 s:öb.«t rait dem Judcntuni. Ich habe von! Judentum überhaupt ni.lit ge;prochen. 1 c 11 11 alte V a z s 0 n y i!! i c 11 t f ü;11 ־ e n '1 1111 r e r d c s J 11 dentums, das ich auch ülrigens nicht als politisch einheitlich betrachte, leistet ihm ja doch mir ein kleiner Teil de; Judentums Gefolgschaft, im Kreise des Judentums habe auch ich politische Freunde, die sich seiner Führerschaft unter keinen Bedingungen subordinieren. Höchstens leidet also Vazsonvi an der Wahnvorstellung, daß, wenn irgend jemand seuie heilige Person aiigrelli, dies sofort gleichbedeutend ist mit dem Anlisemiti;:aus und ein üravanien gegen das Judentum darstcllt. In seiner AeuGcnmg ist «.11• T ׳!;׳.lenz offenkundig, auf Kosten der Gesamtheit des Judentums ein Gravamen zu konstruieren und dann gleichzeitig auch jene Leute sich zu attaehieron, die politisch ganz anders denken als er.“ Die Leiter der öffentlichen Sicherheit in Palästina, Syrien und Aegypten s:md laut J.T, A. mit der Ausarbeitung eines Paßreguiicamgs-Lnlwiirfcs beschäitigf, der 1(0 1:1 ::!•,!nisten das Betreten dieser Länder verweigert. Der Entwurf ist den Regierungen zur Bestätigung vorzulegen*

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