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Jüdische Rundschau · 1926-02-05 · Heft 10 (5.2.1926) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 10 (5.2.1926)
Date
1926-02-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 10 JUEDISCHE RÜN0SCHÄÜ Sitte 75 Die Ortsgruppen Frankfurt a. M. Der im folgenden gegebene Bericht über die Veranstaltungen der hiesigen Ortsgruppe vermittelt ein Bild über die nach innen und außen gerichtete Tätigkeit, soweit sie durch Vorträge und Aussprachen durch ge führt werden kann. Die Absicht, die sämtlichen Veranstaltungen zugrunde lag, war, einmal in systematischer Weise bestimmte Fragen zu behandeln und andererseits in Form von Dis• kussionsabenden unter fachmännischer Leitung in sachlich, phrasenloser Weise akute Probleme zu besprechen. Es fanden also folgende Veranstaltungen statt: Dr. Schloß: Die panislamitische Bewegung; Dr. Paquct, die rdi tische Idee des Judentums föfrentl. Versamml.). Dr. chloß: Die arabischen Staatenbildungen nach dem Kriege. Arnold Zweig: Schöpferische Gestalten im Judentum (öffentl.); Diskussionsabend unter Leitung von Herrn Naph* ta 1 i über die Rangordnung der palästinensischen Bedürfnisse; Herr Grünstein: Reiseeindrücke aus Palästina, und Herr Wolff: Die Aufgaben der religiösen Judeuheit beim Aufbau Palästinas (öffentl.); Dr. Schloß: Die jüdisch-arabischen Beziehungen in Palästina und der Haycraft Report; Dis• kussionsaoend über die Finanzierung des Palästina-Aufhaus (Leitung Naphtali); Fritz Sondheimer: Die Schulfrage, und Herr Gcrlich: Zur Lafje (öffentl.); Diskussionsabend über Zionismus und Antisemitismus (Leitung Naphtali); Dr. Schloß: Die Zukunft der jüdisch-arabischen Beziehungen; Diskussionsabend über den Revisionismus (Leitung Naphtali); Jakob Herzberg: Herzl (öffentl); Soloweitschik, Dr. Olschwanger und Ernst Sinon: Die Aufgaben des Kongresses (öffentl.); Berichterstattung über den Kongreß; Dr. Goitein: Zwei Jahre Palästina; Dr. Landsberg und Dr. Ooldtnann: Der 14. Kongreß; Dr. Schloß: Jabotinsky; Jakob Herzberg: Die Agudas Israel; Dr. Jul. Simon: Der Zentralverein; Kurt Blumenfeld: Der Kampf um den Zionismus (öffentl.); Fritz Naphtali: Das lebendige Palästina (öffentl.); Fritz Naphtali: Diskussionsabend über dasselbe; Dr. Schloß: Mossul,. Damaskus, Medina. Magdeburg. In einer erfreulich gut besuchten Ortsgruppenversammlung sprach am 21. Januar Dr. E. Ascher über: ״Die Politik des deutschen Zionismus“. Er wies überzeugend nach, daß der Zionismus durch die starke materielle Einstellung Gefahr läuft, in seinem ideellen Inhalt bccinträchtigt zu werden, und daß gerade dieser gestärkt werden müsse, um einen tüchtigen Nachwuchs heranzubildcn. Am 25. Januar sprach Herr Moses Wald man 11 (Berlin) in einer öffentlichen Versammlung über: I(Der Kampf gegen den Judenhaß“. In tiefgründiger Weise zeigte er in geschiehtliehetn Rückblick die wirklichen, immanenten Gründe des Judenhasses und empfahl eine entsprechende Stellungnahme des aufrechten Juden. Der Vortrag fand fast einhelligen stärksten Beifall, abgesehen von wenigen Zuhörern aus den Reihen des Central-Vereins. Mcmhelm. Ara Mittwoch, den 20. Januar, fand die Generalversammlung der Mannheimer Z. O. G. statt. Herr Dr. H i 1 b, der bisherige Vorsitzende, erstattete den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Als besondere Erfolge der Arbeit sind folgende Punkte bemerkenswert: Es gelang dem Vorsitzenden, von der Mannheimer Jüdischen Gemeinde einen festen Jahresbeitrag zur Ausrüstung und Uebersiedlung von zehn Chaluzim bewilligt zu erhalten. Anläßlich der durch die bayerische Regierung veranlaßten Auflösung des Essinger Chafuzzentrüms wurden mit Unterstützung der Gemeinaen Frankenthal, Kaiserslautern, Karlsruhe, Konstanz, Heidelberg, Landau und Ludwigshafen 35 Chaluzim vollsündig ausgerüstet und tnit Aiijabgeld versehen, 60 daß Änt*ehl111»dJ..4«Si׳- F»ll 'iteiiSt die ׳.Gt«felndi« größere Alijah finanzierten. Dieser große Erfolg ist4 astlos der Tatkraft von Herrn Dr. Hilb zu danken. In der Organisation zur Beschaffung der Ausrüstungsgegenstände unterstützte ihn Frau Dr. Kallmann in dankenswerter Weise. Herr Oberbaudirektor Sternlieb erreichte durch Verhandlungen mit der Regierung, daß die Ausweisung nicht in der rigorosen, plötzlichen Form erfolgte, in der sie beabsichtigt war. — Ebenfalls durch die Initiative des Vorsitzenden gelang es, in der O. G. einen hebräischen Diskussionsklub 1ns Leben zu rufen, der 25 O.-G.-Mitglieder umfaßt, bereits seit einem halben Jahr wöchentlich einmal zusammenkommt, und bei welchem zu hebräisch gehaltenen Referaten aktuell zionistisehen Inhalts eine rege hebräische Debatte stattfindet. ־— Der Maasser-Gedanke setzte sich in der Berichtszeit unter den O.-G^Mitgliedern soweit durch, daß behauptet werden kann, daß wohl alle in Betracht kommenden Mitglieder heute regelmäßig ihren Maasserbetrag zahlen und die Ein- Ziehung der Gelder keine Schwierigkeit mehr bereitet. — Von den Föderationen ist zu sagen, daß der M i s r a c h i recht aktiv geworden ist und unter Herrn Otto Simons Leitung — außer dem jeden Mittwoch stattfindenden Lernabend des Herrn Dr. Lauer —- mit mehreren Vorträgen in die Oeffcntlichkeit treten konnte. — Besonderer Dank gebührt dem Leiter der ostjüdischen Gruppe Zione- Kedem, Herrn Schaier, dessen Tatkraft es in kurzer Zeit gelang, eine Jugendgruppe von 35 Mitgliedern sich, anzugliedern, die -zweimal wöchentlich im eigenen Lokal mit eigener Bibliothek Zusammenkommen, um dort Kurse zionistischen und jüdischen Inhalts regelmäßig zu hören. Aus ihren stets arbeitsfreudigen Mitgliedern rekrutiert sich im wesentlichen die Helfersciiar, mit der der Nationalfonds in Mannheim im vergangenen Jahr den weitaus größten Teil seines Kontingents aufzubringen vermochte. Diese Jugend hat jetzt regeimäßigen neuhebräischen Unterricht, bei einem von der Gemeinde bereitwillig gestellten Lehrer. — Aus dem Angegebenen ist zu ersehen, wie erfolgreich in jeder Hinsicht die Tätigkeit des bisherigen Vorsitzenden, Herrn Dr. Hilb, war, wofür ihm einstimmig der Dank der Versammlung ausgedrückt wurde. Herr Dr. Hilb wird in den nächsten Wochen —■ zunächst für ein halbes Jahr, doch mit der Absicht, ganz dort zu bleiben — nacii Palästina übersiedeln; dadurch wurde die Neubesetzung des Vorstandes nötig, dessen Vorsitz Herrn Dr. Franz Mayer übertragen wurde. Herr Dr. M־>yer gedenkt, die Arbeit im Sinne Dr. Hilbs fortzuführen und bildete den neuen Vorstand im wesentlichen aus den bisherigen Mitvorstandsmitgliedern. Neu wurde das Ressort Chaiuziuth durch Frau Dr. Münzner, das Gemeinderessort durch Herrn Dr. Otto Simon, die Kasse durch Herrn Dr. Weißmann und das Jugendressort durch die Herren Siegbcrt Stahl und Max Händler besetzt. — Von den angenommenen Anträgen waren die wichtigsten die aut Bereitstellung eines dauernden Aufenthaltsiokals und auf schleunigste Einberufung des badiscli-pfäizischcn Gruppenverbandstags. Im Prozeß der Herren Max M. War bürg und Dr. Karl Melchior gegen den Herausgeber der an&emitisehen Zeitschrift ״Der Hammer“, Theodor Fritsch, ist beim hanseatischen Landesgericht Revision angemeldet worden. Die Isr. Taubstummen-Anstalt in Berlin-Weißensee nimmt zu Ostern noch einige Kinder, die bereits ein Jahr oder länger Unterricht gehabt haben. Näheres siehe Inserat. Groß-Strehlitz. Die hiesige Chewra Kadischa feiert am kl. Februar d. J. ihr hundertjähriges Bestehen. Jüdische Volkspartei. Donnerstag, den 11. Februar, findet eine öffentliche Volksversammlung in der Stadthalle, Kloster* straße, statt. Beginn S Uhr abends. Thema: ״Die Jüdische Gemeinde, Gefahren und Aufbau“. Redner Dr. Alfred Klee, Professor Dr. Heinrich Loewc, Georg K a r c s k i, Dr. A. Sand! er, Dr. M, Kol lens eher, Kurt Blumenf e I d, M. Waldmann, Dr. Soloweitschik. Eintritt frei. Vortrag itzchak Grünbaum. Sonnabend, den ü. Februar, spricht in der Gruppe der Zionisten aus dem Osten Herr Itzchak Grünbaum (Warschau), Sejmabgeordneter, Mitglied des A.-C., über: ״Juden not undPalästinaaufba u“. Der Vortrag findet im Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Str. 2h, statt. Beginn 8'י Uhr. Gäste willkommen. Gesellschaft der Freunde jüdischer Musik. Die Gesciiäftsstelic der ״Gesellschaft der Freunde jüdischer Musik“ befindet sich im J u w a 1 - V e r 1 a g , Berlin W 15, Lietzen• burger Str. 8a, Bismarck 6513. Das Sekretariat der Gesell- Schaft ist täglich von 4—7 Uhr geöffnet. Alle Zuschriften und Beitrittserklärungen sind dorthin zu richten, Geldscndüngen an die Adresse von Frau Dr. Nothinann, Wiimersdorf, Uhiand^r. 136. — Für die nächste Zeit wird bereits das erste Konzert der Gesellschaft geplant. Näheres wird noch bekanntgegeben. Vortrag Sch. Gorelik. Sonnabend, den 6. Februar, t) Uhr abends, spricht jm Schoiem-Alelchcm-Kiub, Kleistsir. *), Herr Sch. Gor elit über Romain Rolland anläßlich dessen 60. Geburtstages. Kostümball der B. Z. V. und des K. K. L. Da schon jetzt eine starke Nachfrage nach den Karten zum Kostümfest der B. Z. V. und des K. K. L. am 20. Februar in den üesainträumen des Brüdervereinshauses, Kurfiirsteiistr. 115/116, eingesetzt hat, liegt es im Interesse des Publikums, sich schon jetzt mit Karten zu versehen. Die Ausgestaltung des Balles selbst wird diescsmal in besonderer Weise vorbereitet. Karten zum Preise von 6 und 10 M. erhältlich: im Büro der B.Z.V., Meinekestr. 10, Tel.: Bismarck 7165—7170; in den Buchhandlungen Ewer, Knesebeckstr. 54/55 und Flensburgr-r Straße 30; Ganzer, Oranienburger Str. 25; Ostertag, Kleiststr. 10; Kedem, Dahimannstr. 8. Tischbestellungeii werden gleichfalls im Büro <jcr B. Z. V. bis zum 19. Februar cnigcgeiigcnommtn. Zionistischer Sprechchor. Der Ucbuugssbcud ist von Dienstag auf den Mittwoch verlegt worden. Die Abende finden also von jetzt ab jeden Mittwoch, von 7/4 bis 10 Uhr, in der Kniser-Fricdricli-Schute, Knesebeckstr. 21 (gleich am Süidtbalmhof Savignyplatz), statt. Auskunft erteilt Frau Hamiah Zweig, Düsseldorfer Straße 23, Tel.: Oliva 257. Gesucht werden Stellen für: Kontoristinnen, Steno• typistinnen, Buchhalterinnen —- besonders ältere —, Anfängerinnen, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betrieben; für Hausdamen, Wirtschafterinnen in frauenlosen Haushalten, Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen in Heimen und Familien, ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, Lehrlinge in der Kürschnerei, Schneiderei, Schlosserei, Elektrotechnik, Lehrlinge in der Herren- und Damenschneiderei, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betrieben; für kaufmännische Lehrlinge in kleinen Städten mit Kost und Logis; für einige Fürsorgezöglinge in handwerklichen Betrieben (Schneiderei, Schlosserei, Malerwerkstatt), Klempnerei in kleineren Städten mit Kost und Logis. Gesucht werden ferner: zu Osten» d. J.: für eine Anzahl Waisenkinder handwerkliche Lehrstellen rtit Köft JW#'Lpgi1 in kleineren Orten Deutschlands; für Lehrmädchen in der Schneiderei, Putzmacherei, Friseurin-Lehrstellen, Bürolehrstellen, Lehrstellen für Lageristinnen, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betrieben; Lehrstellen in Haushalten mit vielen Kindern, in der Schneiderei, Putzniacherei. Meldungen an: Jüdischer Arbeitsnach* weis, Berlin N 24, Auguststr. 17. Tel.: Norden 7085—7087 und 0130. Akademisch gebildeter, erfahrener Lehrer unterrichtet Englisch, Französisch und Hebräisch (Bibel). Mäßige Anspriiciic. Adresse bei der Redaktion. Gesucht, Wir werden um Aufnahme folgender Notiz gebeten: Frau Salzberg aus Lodz sucht ihren Sohn Scheyer Salzberg, geboren 1891 in Lodz, der im Jahre 1915 von dort verzogen und sich bis Ende 1919 111 Schoppewitz, Kreis Kattowitz, aufhielt. Im Jahre 1919 nahm er eine Stellung in Halle in Westfalen an, und zwar war seine damalige Adresse: Elisabethgrube, Küche 2. Scheyer Salzberg hat sich nach einiger Zeit dort polizeilich abgemeldet, und zwar mit der Angabe, er gehe auf Reisen, seitdem fehlt jede Nachricht über ihn. Personen, die über seinen Verbleib irgendwelche Auskunft geben können, werden gebeten, diese an die Redaktion unseres Blattes weiterzuleiten. Synagoge ״Der Friedenstempel“, Beriin-Halensee, Markgrai-Albrecht-Straße 11/12. Freitag abends: 1. Gottesdienst 5 Uhr (Wochentagssynagoge), 2. Gottesdienst 6,30 Uhr (Hauptsynagoge). Sonnabend vormittags: 10 Uhr (Schrifterklärung). Minclia: 5,30 Uhr, Sabbath-Ausgang: 544 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgens 7,30 Uhr, abends 5 Uhr. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 5. Februar, abends, in allen Synagogen: 5 Uhr; Predigt: Syn. Lützowstr.: Dr. Weiße. II. Gottesdienst: Beginn 7 Uhr; Predigten: Syn, Fasanenstr.: Dr. Bergmann; ״Syn. Levetzowstr.: Dr. Maybäum. Sonnabend, den 6. Februar, morg.: Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst T»/3 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Syn. Münchener Straße: Dr. Arthur Levy (Schrift); Neue Syn.; Dr. Warschauer. Jugendgottesdienst: 4 Uhr, Syn. Levetzowstr.: Dr. Lcwkowitz; 4/4 Uhr, Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbatausgang: 5,44 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn. bis 18. Februar: 5 Uhr morg.; Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pestalozzistr.: 7 Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7/4 Uhr. Synagoge ״Adas* Jeschurun“, Clausewitzstr. 4, am Kurfürstendamm. Beginn des Gottesdienstes am Sckabboss ״Jissran“: Freitag, abends 5 Uhr, Sonnabend, morgens 9»/״ Uhr; Predigt: Dr. Krayn. Sonnabend abends (Mincha) 5/4 Uhr; Sabbatausgang 5,44. Wochenprogramm des Jüdischen Ruder-Ciubs ״ivria". Sonntag, den 7. Februar: 11 Uhr Bootshaus Friedrichshagen (bei schlechtem Wetter werden Arbeiten: Material, Bibliothek usw. erledigt). — Donnerstag, den 11. Februar: 9 Uhr Bhf. Tiergarten, Kastenrudern bei Sand. — Sonntag, den 14. Febr.: Wanderung nach Kalkberge, 10 Uhr Schles. Bhf., Fahrkarte Rüdersdorf. — Donnerstag, den 18. Februar: Heimabend bei Günther Rothenberg, Wilmersdorfer Str. 126: Festsetzung der Ostertour. LesehältUcbe Wlftelluigen Die Reden bedeutender Führer des Zionismus auf dem Wiener Zionistenkongreß sind auf ״Odeon-Platten" festgehalten und im ״Odeon-Musikhaus“, Berlin W 8, Friedrichstr. 65a, erhältlich. Näheres siehe Inserat. KEREN KA7EMETH LE ל ISRAEL OER K.K.L ERWIRBT BODEN IN PALÄSTINA MIT HILFE FREIWILLIGER SPENDEN 9 tlSHKR MXT DER K.K.U 200000 DUNAM 40 JOOISCMIN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND! BERLIN W 15. MEINEKESTRASSE IO POSTSCHECKKONTO: S8S*1 » TtUKHON: *MT Ttlilfft Purim-Aktion! Die letzte der drei Hauptaktionen des Keren Kajemeth• die Purim-Aktion, die im Vorjahre das größte Ergebnis von sämtlichen Aktionen gehabt hat, steht unmittelbar Bevor. Wenn wir uns heute an alle Mitarbeiter und Freunde des Keren Kajemeth mit der dringenden Aufforderung wenden, die Vorbereitungen für diese wichtigste Aktion rechtzeitig zu treffen, müssen wir gleichzeitig mit großem Bedauern darauf hinweisen, daß die Chanukkah-Aktlon bei weitem nicht den Erfolg gehabt hat, den wir, selbst bei Berück* sichtigung aller Schwierigkeiten und Hindernisse, erwarten durften. Eine der Hauptursachen des Mißerfolges war, daß von mehr als 400 Orten, in denen der Keren Kajemeth Vertrauensleute besitzt, nur etwa ISO Orte die Aktion durchgeführt haben. Alle übrigen Orte haben auf unsere wiederholten und dringenden Aufforderungen nicht reagiert Aber selbst in den Orten, wo die Chanukkah-Aktlon durchgeführt wurde, hat man in vielen Fällen nur einen Teil der hi Betracht kommenden Personen besucht. Es muß hervorgehoben werden, daß sogar viele Zionisten bei dieser Aktion sich in keiner Weise beteiligt haben. Die Erfahrungen der Chanukkah-Aktion zeigen uns, worin die Mängel liegen und wie wir sie bei der Pinta- Aktion, auf die wir für die Aufbringung des Kontbigents unsere größten Erwartungen setzen, vermeiden müssen. Die Purim-Aktion muß in jedem Orte, wo wir einen Vertrauensmann besitzen, durchgeführt werden. An der Durchführung sollen sich nicht nur die Vertrauensleute, sondern alle aktiven Zionisten beteiligen. Wenn auch die sehr schwere wirtschaftliche Lage es heute dem einzelnen schwer macht, eine größere Spende herzugeben, so muß dies durch eine Verbreiterung der Basis bei der Sammlung wfettgemacht werden. Gesinnungsgenossen! Die drei Hauptaktionen haben im abgelaufenen Jahre die Hälfte der Gesamteinnahmen für den ,Keren Kajemeth aus Deutschland erbracht, davon die fÖL Für die Sammlungen bt die Zeit vom 28. Febracr bis 7. März festgesetzt worden. Wo es möglich ist, soll dts Sammlung an einem Tag durchgeführt werden. Alle näheren Details werden den Vertrauensleuten des Keren Kajemeth in einem Rundschreiben, das in den nächsten Tagen versandt wird, bekannt gegeben. Answeis 16 Bei jeder Siadt i»t der Name ihre» N -K.-Vertr»uen»m*nne* *afgafflhjt Die hinter dem Namen (teilende Zahl ■teilt die Qeasmtaamme der ln dam betreffenden Ort wahrend der Berichtraeit eingegangenen Spenden dar. Fte jede OlQekwnoioh-, Kendolattoaa-Spende naw. tob Hk. B.— an erfolgt namentlicher Anaweia mit Te*t nnd Benachrichtigung an die mit der Spende bedachte Poraon. Spendeneinginge vom 19. bis 31. Januar 1928 9737.23 Hk. Berlin: (Sekretariat, Meinekestr. 10).*.,*. Allenstein: (Lisbeth Markus, Markt). Bernburg: (Dr. Rudolf Gottschalk) ....... Beuthen: (Sekretariat, Friedrich-Willi.-Ring 9) . , Bremen: (E. Schragenheim, HemeUnger Str. 10a) , . Breslau: (Sekretariat, Karistr. 15) . Bunde/Ostfr.: (Leo Jankelewitz) Cassel: (Sekretariat, Hohcnzoilernstr. 80) . , , , Cottbus: . . ,. Dessau: (Landger.-Rat Alterthum, Kavaiierstr. 23) , Dortmund: (Moses Hänfling, Brauhatisberg 23) . , Dresden: (Sekretariat, Seestr. 7) , Düsseldorf: (Walter Stiel, Brehmstr. 20) . , , , Emden: (Robert Fuhrmann, Hofstr. 4) . , . , . Essen: (Sekretariat, Heinickestr. 3) . > . . . . Frankfurt/O.: (Leo Jankelewitz, Gr. Scharrenstr. 32) Freiburg: (Ing. Paul Kretzer, Kaiserstr. 5)! . . Fulda: (Justin Nußbaum, Bahnhofstr. 3) .... . Gera-Reuß: (Edgar Ballin, Sedanstr. 22, b. Hc ׳;־) Glogau: (Dr. Nathan, Wiihclmstr.) ,. Haigcrloch: (Lehrer Gustav Spier) ...... Halberstadt: (Ludw. Mayer, b. Aron Hirsch & Sohn) Hamburg: (Sekretariat, Hartungstr. 9/11) , ־ . . Heidelberg: (Dr. Franz Heimann, Berghcimer Str. 7) Hindenburg: (O. Lustig, Kronprinzenstr. 127) , . Karlsruhe: (Erich Littmann, Edeishcimstr. 3a) ־. , Köln: (Sekretariat, Brandenburger Str. 11) . , . Königsberg: (Sekretariat, KI. Dompl. 15c) Leipzig: (Sekretariat, Keilstr. 4) » Liebst ad tOstpr.: (Dr. Erich Lewinsky) , , , , Lyck/Ostpr.: ... Mainz: (J. Nieteckmann, Rheinallee 28) , % , . Meiningen: (Irma Schöngut, Sachenstr. 5/6) . ־ . Neißc/O.-Schl.: (Apoth. Scheyer, Marienstr. 10) Neustettin: (Heinz Freundlich, Augustastr. 4) . , Nordbausen: (Fr. Stephanie Pintbus, Rautesstr. 48) »91,57 75_ 219*60 47,- 66,10 60.50 15,— 322,30 115,18 128,93 41.50 438,90 30,— 45, — 46, — 120,— TI,- 10,- 55,- 32,75 23,67 404,73 252,- 70,— 70,- 449,— 551.79 613.80 76,- 13,40 33.50 20,- 62,— 10,- 22.50 TO,-

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