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Jüdische Rundschau · 1926-01-22 · Heft 6 (22.1.1926) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 6 (22.1.1926)
Date
1926-01-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Sette 46 JUEÖtSCHE RUNDSCHAU Nr 6 Gesucht werden Stellen für: Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Buchhalterinnen — besonders ältere —, Anfängerinnen, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betrieben; für Hausdamen, Wirtschafterinnen in frauenlosen Haushalten, Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen in Heimen und Familien, ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, für Lehrlinge in der Kürschnerei, Schneiderei, Schlosserei, Elektrotechnik, ferner für Lehrlinge in der Herren- und Damenschneidern, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betrieben; für kaufmännische Lehrlinge in kleinen Städten mit Kost und Logis; für einige Fürsorgezöglinge in handwirklichen Betrieben (Schneiderei, Schlosserei, Malerwcrkstatt), Klempnerei in kleineren Städten mit Kost und Logis. Gesucht werden ferner zu Ostern d. J.: für eine Anzahl Waisenkinder handwerkliche Lehrstellen mit Kost und Logis in kleineren Orten Deutschlands; für Lehrmädchen in der Schneiderei, Putzmacherei, Friseurin-Lehrstellen, Bürolehrstellen, Lehrstellen für Lageristinnen, möglichst in am Sabbat geschlossenen Betriebe!!. Ferner werden gesucht zu Ostern d. Lehrstellen in Haushalten mit Helen Kindern, in der Schneiderei, Putzmacherei. Meldungen an: Jüdischer Arbeitsnachweis, Berlin N 24, Auguststr. 17, Tel.: Norden 7085—7087 und «1130. Die Ortsgruppen Berlin. Das nächste Zusammensein der Gruppe Charlottenburg findet am Montag, den 25. Januar, abend* 8י'י Uhr, im Cafe Kersten, Kurfürstendamm 90, statt. Des einleitende Referat ״Konkretisierung der Bodenreform in Erez Israel“ hat Herr Dr. Albert B a e r übernommen. Bernburg. Hier lief mit ausgezeichnetem Erfolge der 4. Palästina-Film vor vollbesetztem Saal. Die Ansprachen von Herrn Privatdozent Dr. Wertheimer - Halle und Herrn Landgerichtsrat AI t e r t h u m>- Dessau hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Der finanzielle Erfolg übertraf unsere Erwartungen. Wir konnte Freunde aus 'Dessau, Cöthen und Aschersleben begrüßen. Dresden. Am Sonnabend, den 16. Januar, konnten wir bei uns Frau Rahel Kaufmann als Liedersängerin begrüßen. Sie bot eine stattliche Auslese jüdischer Lieder, aus der Sammlung ״Die schönsten Lieder der Ostjuden“. Der feinfühligan und innigen Vortragsweise folgten die Anwesenden mit Beifall und Ergriffenheit. Die Klavierbegleitung lag in den bewährten Händen von Josef Goldstein, Mitglied der Staatsoper, der durch seine bekannte ausdrucksvolle Anpassungsfähigkelt viel zum Erfolg des Abends beitrug. Hannover. Die Arbeit der Zionistischen Ortsgruppe In Hannover ist durch den neu erwachten Arbeitswillen einer Reihe von Mitgliedern zu Beginn dieses Winterhalbjahres recht intensiv geworden. Ein arbeitsfähiger Vorstand brachte recht bald ein Büro und eine hebräische Sprachschule zum Leben und sorgte durch zahlreiche Veranstaltungen dafür, daß unseren Gesinnungsfreunden am Platze die Existenz der zio* nistischen Bewegung durch zionistisches Eigenleben recht deutlich gemacht wurde. Als Auftakt für die Arbeit des Wintersemesters konnten wir eine Tagung des Nordwestdeutschen Gruppenverbandes in Hannover durchführen, an der der Präsident der Z. V. f. D.. Herr Kurt Blumenfeld, persönlich teilgenommen hat. Die Tage seiner Anwesenheit in Hannover waren mit intensiver Tätigkeit ausgefüllt. Am Vorabend des Gruppenverbandstages, am Sonnabend, den 28. November, fand eine öffentliche Versammlung im hiesigen großen Rathaussaal statt, die von über 400 Personen, darunter zahreichen Nichtzionisten, besucht war. Herr Blumenfeld hielt den in der ״Jüdischen Rundschau“ bereits Im wesentlichen skizzierten Vortrag: ״Der Kampf um den Zionismus“ und setzte sich in zweiständiger glänzender Rede, die Entwicklung der zionistisehen Bewegung bis zum heutigen Tage streifend, mit den unserer Bewegung feindlichen Kräften, sowohl im innerjüdischen Lager als auch innerhalb der Weltpolitik, auseinander. Herr Blumenfeld sprach dann noch zweimal in internen Kreisen über einzelne Fragen unserer Bewegung. Wir konnten feststellen, daß auch unter den uns bisher ablehnend gegenüberstehenden jüdischen Kreisen das Bedürfnis, sich mit unseren Fragen auseinander zu setzen, ständig im Wachsen begriffen ist. — Ein Vortrag von Herrn Gomelski über das Krimprojekt fand großes Interesse, ebenso ein Vortrag von Herrn Waldmann über die Aktions-Comite-Sitzung in Berlin. Anfang Januar sprach dann Herr Dr. Nahum Goldmann in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung über ״Jüdische WirKlichkeit in Palästina“ und zeigte in einem formvollendeten Vortrag vor allen Dingeg die Umschichtung und Umgruppierung der soziologischen Wertbegriffe in dem neu werdenden Palästina. — Neben diesen öffentlichen Veranstaltungen geht die intensive Ortsgruppenarbeit, im wesentliehen getragen durch die Mitarbeit unserer zionistischen Jugend, ihren geregelten Gang. Das konnte durch eine Chanukkah-Aktion, die schon durch ihr Endergebnis (über 1000 M.) erfreulich ist, sich aus wirken und wir konnten feststellen, daß sowohl die Jugend der Wanderbünde als auch die des Bar Kochba sich bereitwilligst für die technischen Aufgaben und die Geldaktionen des Palästinafonds zur Verfügung stellten. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 22. Januar, abends, in allen Synagogen: 48/4 Uhr. 2. Gottesdienst: Beginn 6Vs Uhr. Predigten: Syn. Fasanenstr.: Dr. Bergmann; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz. Sonnabend, den 23. Januar, morgens: Syn. mit altem Ritus 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 7Vs Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy (Schrift); Neue Syn.: Dr, Warschauer. Jugendgottesdienst: 4 Uhr, Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Lindenstr.: Dr. Blumenthal; 41/3 Uhr, Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbatausgang: 5,21 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn. bis 28. Januar: 4y» Uhr; morgens: Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pestalozzistr.: 7 Uhr; Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7% Uhr. Synagoge ״Der Friederatempel**, Berlin-Halensee, Markgraf-Albrecht-Straße 11/12. Freitag abends: 1. Gottesdienst 44י Uhr (Wochentagssynagoge), 2. Gottesdienst 6(4 Uhr (Hauptsynagoge, Predigt). Sonnabend vormittags: 10 Uhr (Schrifterklärung); Jugendgottesdienst: 4 Uhr, Mincha: 5.5 Uhr, Sabbatausgang: 5,21 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglieh morgens 7% Uhr, abends 4(4 Uhr. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meine!(estr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck- Konto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B. Z. V. In den Räumen des Jüdischen Studentenvereins e. V״ Friedrichstr. 115, finden folgende Veranstaltungen statt: Am Sonnabend, den 23. Januar, abends 8!/a Uhr: Jüdischer Musikabend; Mitwirkende: L. Kriworetzky (Gesang), B. Bolotinskaja (Geige). — Am Dienstag, den 26. Januar, abends 8»/* Uhr, spricht Rechtsanwalt Dr Alfred Apfel über das Thema: ״Der Völkerbund und die Juden“. — Am Sonnabend, den 30. Januar, abends 8J/s Uhr, spricht Dr. Jakob Hellman (Riga) über das Thema: ״Das Minderheitenproblem in den östlichen Rand- Staate n“. Montag, den 25. Januar abends 8(4 Uhr Gruppe Charlottenburg, im Cafö Kersten, Kurfürstendamm 90: Zusammensein. Vortrag von Herrn R.-A. Dr. Albert Baer: ״Konkretisierung der Bodenreform in Erez-Israel“. Montag, den 25. Januar abends 8y» Uhr Gruppe West, im Cafe Telschow, Joachimsthaler Str. 1 (Zoo) Zusammensein. Das einleitende Referat hat Herr Dr. Martin Rosenblüth vom Präsidium der Z. V. f. D. übernommen. Dienstag, den 26. Januar abends 7>/s—10 Uhr Zionistischer Sprechchor, in der Kaiser-Friedrich-Schule., Knesebeckstr. 24 (am Bahnhof Savignyplatz). Mittwoch, den 27. Januar abends 8V3 Uhr Gruppe Nord, im Verwaltungsgeb. der Jüd. Gemeinde, Rosenstr. 2/4. Herr Dr. Werner Bloch: ״Die innerpolitische Lage im deutschen Zionismus“. Donnerstag, den 28. Januar abends 8*/* Uhr Gruppe Nordwest, in der Konditorei Lochau, Altonaer Str, 34. Lichtbildervortrag des Herrn Asehbel, Palästina: ״Araber und Drusen“. M׳,.,.tag, den 1. Februar abends 8!/» Uhr Gruppe des XII. Bezirks, im Cafd Bohne, Steglitz, Albrechtstraße 127: Zusammensein._ חברי דדידי בית הועד העברי מתכנסים מעתה בכל יום חמיש, בערב משעה 8 באולם אשר לשי״וי הקהלה העברית ראזענשטר. 4־2 לשם שיחת רעים ורעות הקראה ודקלום על כום חמיו. אחד מי חברי ההנהלה פותח בשיחה. הוטנות פרטיות אינן נשלחות; כל חובבי העברית ידורשיר. מממנים לבוא בלוית מביריהס ומיודעיהם. Mittwoch, den 3. Februar abends $•/: Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Melnekestr. 10: Sitzung der Vertreterversammlung. . Poale-Zion. Jeden Sonnabend abends 8 Uhr Zusammenkunft im Heim, Llnienstr. 159. Gruppe Ost Jeden Mittwoch abends 8!/* Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jfid Oemeinde, Meyerbeerstr. 8, pt. Misrachi-Gruppe Berlin: Der Schiur bei Herrn Rabbiner Harry Levy am Sonnabend abend findet bis auf weiteres nicht statt Sekretariat des ZeTre Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends 1'ra Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbßro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. rlescher. PEIN TÄGLICHES FÜNFPEENNLG- STÜCK CH WER. HAT DIES lAfiJD ERWORBEN! KEREN KA7EMETH LE ל ISRAEL OER K.K.L. ERWIRBT BOOEN IM PALÄSTINA MIT HUFE FREIWILLIGER SPEN0EN BISHER HAT DER K.K.L. 200000 DUNAM 40 JÜDISCHEN SIEDLUNGEN IN ERBPACHT GEGEBEN JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE FÜR DEUTSCHLAND: BERLIN W 15. ME1NEKESTRASSE 10 p0»t*eHte««o*»o: 5«»«» tetiFMO* »«! *n««»trc15 6י׳»!ז Steigerung der Büchseneinnahmen Aus fast allen bisher abgerechneten Ergebnissen der jetzigen Büchsenleerungs-Aktion im Januar ist ersichtffcn, daß trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Büchsenelngänjje andauernd steigen. Dies liegt daran, daß die Büchsenarbeit in Deutschland allmählich wieder von den Nachteilen der Inflationszeit befreit und in allen Orten der Büchsensammlung viel größeres Interesse als bisher gewidmet wird. Die Steigerung der BUchseneingänge ist deswegen so besonders erfreulich, well dadurch ein Ausgleich für den Rückgang in den anderen Spendenzweigen geschaffen wird. Es zeigt sich jetzt, daß dieses System der Massen- Sammlung, bei dem der Einzelne nur wenig ln Anspruch genommen wird und bei dem jeder durch eine so kleine Spende wie S Pfennigen täglich an dem Gesamtwerk teilnehmen kann, gerade heute das richtige Ist. Erfreulicherweise ist auch die Bereitschaft aller Jugendverbände für die Teilnahme an der Keren Kajemeth-Arbeit wesentlich größer geworden, so daß in den einzelnen Orten heute keine Schwierigkeiten mehr wegen Mangels an Mitarbeitern vorhanden sein dürften. Wir hoffen deswegen, daß dl« Vertrauensleute des Keren Kajemeth bestimmt noch in diesen Tagen die Bflchsenarbeit beenden und noch vor Ende dieses Monats die Ergebnisse der Zentrale einsenden werden. Aasweis IS Bet jeder G*edt i*t der Name ihre« N -K.-Vertreuensraennes aafgefßhrt Die hinter dem Kernen atebende Zahl •teilt die Gmmliannu der in dem betreSenden Ort wahrend der Beriehteeeit einzogaegenen Spenden dar• POr lede Olür.kwansoh-, Eondolatiom-Spee de a*w. von Mk. B— an erfolgt namentlicher Auwei■ mit Text and Benaehriehttgnng e». die mit der8v*®«le״'hed:ei»n*«־׳#er#e«.' •׳ *•• •, Spendeneingange vom 12. bis 18. Januar 1926 S028.40 Mk. Berlin: (Sekretariat, Meinekestr. 10) . , . . . 1009,40 Beuthen: (Sekretariat, Friedrich-Wilhelms-Ring 9) . 60,— Bremen: (E. Schragenheim, Hemelinger Str. 10a) , 48,70 Breslau: (Sekretariat, Karlstr. 15). .., 100,— Cassel: (Sekretariat, Hohenzollernstr. 80) .! , , 90,— Dresden: (Sekretariat, Seestr. 7) , 170,70 Duisburg: (R.-A. Simon, Springwall 5) , 30,— Düsseldorf: (Walter Stiel, Brehmstr. 20) . , . , . 98,60 Elberfeld: (S. Erdheim, Wall 26).. 229,- Frankfurt a. M.: (Sekretariat, Unterlindau 21)! . . 630,— Grfisen: , , 16,— Halberstadt: (Ludwig Mayer, p. Adr. Aron Hirsch & Sohn) ... 10,— Hamburg: (Sekretariat, Hartungstr. 9/11) . , . . 172,40 Hamborn: (Max Freundlich, Hagedornstr. 45) ,! 1»,— Hannover: (Norbert Prager, Lange Laube 49) . .! 204,— Jena: (Isaak Liwschitz, Camsdorfer Str. 8) . , . 15,— Insterburg: (Herbert Loewi, Hindenburgstr, 49) , 120,— Köln: (Sekretariat, Brandenburger Str. 14) . , . 48,50 Leipzig: (Sekretariat, Keilstr. 4).. 575,91 Luckenwalde: (Klaus Herrmann, Schützenstr.) . , 17,50 Lüneburg: (Frl. Klara Klein, Lüner Str. 10)! . . 50,— Marburg: (Fr. Emma Haas, Haspelstr. 25)! . . 10,— München: (Sekretariat, Ottastr. 2) . .. 357,85 Nonnenweier: ......... 4 . 32,— Nürnberg: (Sekretariat, Fürther Str. 87). 105,— Schloppe: , 40,— Schneidemühl: (Max Sporn, Posener Str. 20) .! . 67,— Stettin: (Dr. Gumpert, Moltkestr. 4, II) . . . . . 108,50 Trier: (Fr. Lewy Wolff, Luxemburger Str. 15)! , 42,— Wiesbaden: (Dr. Felix Harry, Lahnstr. 4) , . . . 60,83 Würzburg: (Fr. Fließ, Sieboldstr. 1) <. 86,96 Zwickau: (Dr. Noßbaum, Nordstr. 2a) ..... . 288,05 Außerdem unter 10,— : Bonn 3,—; Flehingen 3,50; Gommersheim 2,—. Chanukkah ־ Aktion Berlin: S. Sudarski 10,—, 2 Sp. unt. 10,— =» 11,18. Breslau: Kan Sachs 50,—, Hugo Lesser, Dr. Franz Meyer, Lippmann Bloch, M. Halpern, Elkan Weiß, G. Pfetrkowski Vertrauensleute des Keren Kalemeth! Beendet umgehend die Buchsen־ leerung und sendet die Ergebnisse an die zentrale des Keren Kalemeth 1

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