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Jüdische Rundschau · 1926-01-15 · Heft 4 (15.1.1926) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 4 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr 4 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 31 Eingesandt C.-V. BDtl üerei Bsjessod Wir erhalten aus unserem Leserkreis nachstehende Ausführungen, die die S 1 Innung zeigen, die heute in weiten zionistischen Kreisen Deutschlands herrscht. Red. Bereits in einer der letzten Nummern der ״Jüdischen Rundschau“ ist in knapper Form die Haltung des Centralvereins ״egenüber dem Keren Hajcssod kritisiert worden. Mir sch int diese Antwort noch nicht zu genügen. Die Haltung des Ccniralvcreins in dieser Frage hat Sch derartig entwickelt, daß einmal klar und deutlich Stellung genommen werden muß. Es muß festgestellt werden, mit welchen Mitteln und weshalb seitens der Leitung des Centralvereins diese Hetze betrieben wird. Die C.-V.-Zeitung veröffentlicht in ihrer Nummer vom 24. Dezember 1925 den ablehnenden Beschluß, den der Haupt- Vorstand des C.-V. im Jahre 1921 in bezug auf den Keren Hajcssod gefaßt hat. Sie bemerkt dazu, daß dieser Beschluß auch heute noch die endgültige Stellungnahme des C.-V. zum Keren Hajcssod darstelle. Sie verschweigt aber, daß «eser Beschluß des C.-V. vor der Gründung des neut r a 1 e n Keren Hajessod in Deutschland gefaßt worden ist. Der Beschluß richtet sich also gegen den damals bestehenden zionistischen Keren Hajessod. Flat der C.-V. inzwischen zum Problem des neutralen Keren Hajcssod nicht mehr Stellung genommen? Es wäre möglich, daß stillschweigend der gegenüber dem zionistischen Keren Hajessod gefaßte Beschluß einfach auf den neutralen Keren Hajessod übertragen wurde. Das wäre dann nur der Beweis einer groben Ijcicht.'e/tijkut in jüdischen Dingen, einer Anwendung der alten Methode, von unbequemen Dingen keine Kennt is zu nehmen• ln dbseni Fall von der Tatsache, daß sich für den neutralen Keren Hajcssod u. a. Personen eingesetzt haben und cinsctzcn, die wirklich nicht im zionistischen Lager beheimatet sind. Von besonderem Reiz, ist es, aus der C.-V.-Zcilung zu erfahren, daß sie es als sehr unvornehm empfindet, daß der neutrale Keren Hajessod den bekannten Brief d;s Herrn Justizrats Fuchs in einer Broschüre abdruckt, weil zur Zeit dieses Briefes der Keren Hajessod noch nicht bestand. Sic wirft also dem Keren Hajessod vor, was sie im Augenblick begeht. Der Brief des Oeheimrat fuchs ist aber gerade deshalb wichtig, weil damals der neutrale Keren Hajessod noch nicht bestand und weil dieser Brief somit die Ansicht des damaligen Vorsitzenden des C.-V. und seiner Freunde gegenüber einem rein zionistischen Aufbauwerk in Palästina wiedergibt. Seine Nachfolger benutzen einen Beschluß gegen den zionistischen Keren Hajessod, um das neutrale Aufbauwerk zu stören. Und damit die Sa'irc nicht fehle, nennen sie all dies eine würdige Kampfeswdse. Ferner: In diesem lehrreichen Artikel wird darauf hinfewiesen, daß die ״Jüdische Rundschau“ vor einigen Monaten cm C.-V. ein ״Doppelspiel“ vorgeworfen habe. Dagegen wehrt er sieh. Aber auf eine Frage hat er bisher keine Antwort gegeben, lu derselben Zeit nämlich, in der in der C,-V.-Zeltung zum ersten Mal die vergiftete Waffe aus dem Arsenal der Naumannianer geholt wurde, weil in diesen Zeiten das Geld der deutschen Juden nicht ins ״Ausland“ gesandt werden dürfe, forderten die führenden Personen des C.-V. zur Beteiligung am Koionisationswerk in der Krim auf. Die ״Rundschau“' fragte — so weit ich ml :11 besinne — damals, ob Rußland nicht mehr Im Ausland liege? ich erinnere mich nicht, auf diese Frage eine Antwort gelesen zu haben. Die C.-V.-Zeitung macht dann den geechiiktan, und wie man zugeben muß, 'gelungenen Versuch, den Eindruck zu els:.sb 'cs..־m®g|4elt sei, daft.־GeMet des neutralen eren Hajessod für den innerjüdische!1 Kampf in Deutschland verwendet würden oder verwen!et werden konnten, Sie macht es so geschickt, daß man diasern vergifteten Pfeil, von dem sich die Redaktion offenbar eine besondere Wirkung verspricht, nicht einmal mit einer preßgesetzliehen Berichtigung beikommen kann. An ihre Vcrtrauensleute ist die C.-V.-Lcitung offenhe־ziger. Dort druckt sie den in der ״Rundschau“ und in allen größeren jüdischen Blättern veröffentlichten Bericht des Londoner Keren Hajcssod über die Verwendung der Gelder seit Beginn der K. H.-Sammlung, also seit mehr als vier Jahren, ab, mit der Nachbemerkung, ״Der unparteiische Charakter des Keren Hajessod erfährt durch diese Zahlen eine neue Beleuchtung“. Was ist es, was dieses besondere Licht wirft? Die Tatsache, daß der Keren Kajemeth 26 000 Pfund bekommen hat, Ausgaben in Höhe von 64 000 Pfund für nationale Organisationen und Ausgaben von 47000 Pfund für Misrachi. Die Redaktion der C. V.-Zeitung, die die ״Jüdische Rundschau“ mit solch anerkennenswertem Eifer liest,' muß wissen, daß abgesehen von der Tatsache, daß der Nationalfonds nur für Bodenkauf und für sonst nichts da ist, der Keren Hajessod seit Beginn der neutralen Arbeit dem Nationalfonds nichts mehr überwiesen hat, und daß unter der abgekürzten Bezeichnung ״nationalen Organi ationen“ und Misrachi der Beitrag zu deren Siedlurgsarbeit gemeint ist. Es handelt sich bei all dem ja nur um Gelder, die nur in Paiäsiina verwendet worden sind. Aber die kleinen Ableger der C.-V.-Prcsse, wie z. B. das Wochenblatt aus Erfurt, drucken dann diese Hetznachricht mit besonderer Begeisterung ab. Damit ist die Liste noch nicht erschöpft. Es gibt noch andere Gründe, aus denen führende Ccntralvercinler den K. H. nblehnen zu müssen glauben. Da gibt es einen großen Landesverband des C.-V, im Osten Deutschlands, der gedruckte Rundschreiben an alle seine Mitglieder versendet und sie vor der Beitragsieistung für den Keren Hajessod warnt, ״solange nicht die Not unseres eigenen Verbandes behoben und die 2,50 M. monatlicher Mitgliedsbeitrag nicht einmal regeimäßig gezahlt werden, nicht nur von unseren ärmeren Mitgliedern, sondern auch von denen, die dazu durchaus in der Lage wären“. Nun, zu diesem Punkt erübrigt sich jede weitere Bemerkung. Es bleibt die Frage, was zu tan ist. Den Keren Hajcssod gehen ja alle diese Dinge nichts an. Die Zahl derjenigen Juden, die sich im Laufe der Jahre dem neutralen K.H. angeschlossen haben, obgleich sic Mitglieder des C.-V. sind, ist so bedeutend, daß eine ernsthafte DDkussion über die Neutralität des K. H. dem Einsichtigen gegenüber, der sich nicht durch Verhetzung den Blick trüben lassen will, nicht mehr notwendig ist. Und erst vor kurzem hat ja die jüdische Presse eine Nachricht verbreitet, wonach die neutrale Verwendung der ln Deutschland gesammelten Gelder auf der Präsidialsitzung des deutschen Keren Hajcssod durch das Präs.diüm einstimmig festgestellt worden ist, darunter von Männern, die auch im Central-Verein einen ganz guten Namen haben. Es bleibt übrig, uns die Frage vorzulegen, was wir Zionisten zu tun haben. Nun, die Antwort erscheint mir einfach. Wir haben den vom C.-V. begonnenen Kampf aufzunehmen und stärker denn je unsere Aufklärung«- arbelt in das deutsche Judentum hineinzutragen. Wir haben dem deutschen Judentum seine Position klar zu machen, wir haben ihm die Mittel und Wege zu zeigen, wie cs zunächst sein eigenes Problem erkennen kann und wir haben den Weg zur Lösung zu weisen, den wir für den richtigen halten. Aber mir scheint, daß noch eines nottut. Der C.-V. spricht gern von Mißerfolgen de! Zionismus, sammelt alle ungünstigen Nachrichten über unsere Arbeit und sucht daraus die Vcrfeliltlieit des Zionismus nachzuweisen. Was liegt näher, als diese Methode einmal, wenn auch in direkterer und vernünftiger Form, dem C.-V. gegenüber an zu wenden? Wir Verden die deutschen Juden, um deren Geld der C.-V. so besorgt ist, das er seit 32 Jahren so gerne nimmt, fragen, was mit diesem Gelde erreicht wurde. Welchen Einfluß hat der C.-V. auf dem lanxa Große Summen können fUr den Bodenerwerb in Paiäsiina aufgebracht werden, wenn jeder Vertrauensmann sofort die Büchsenleerung in seinem Ort durchfUhrtl Gebiete, auf dem seine Hauptarbeit, seiner eigenen Angabe nach, liegt? Ist eine Bilanz denkbar, die mit einem größeren Passiv saldo abschließt? Wenn man die Wirksamkeit des Central-Vereins nach seinen Erfolgen gegenüber dem Judenhaß bemessen würde, welch ein Ergcbiiis würde sich ergeben 1 Die sichtbarste, amdrucksvolDte Niederlage einer Politik, die nur denkbar ist. Nach dem Programm seiner Gründerzeit sollte der C.-V. sich möglichst bald überflüssig machen. Sein Erfolg wäre der gewesen, unnötig geworden zu sein. Aber er hat den Judenhaß nicht ausgerottet... Wir glauben, daß diese Dinge so klar, so einleuchtend sind, daß sie auch ein großer Teil derjenigen deutschen Juden verstehen wird, der bisher mechanisch und traditionell dieser Organisation angehört. Wir können die Riihe der Fragen beliebig vermehren. Wir versagen es uns heute. Aber der C.-V. glaubt, daß wir ihm eine Antwort geben werden, sorgen wir dafür, daß er nicht enttäuscht wird. Vortrag Dr. Nach tun Goldmami Am Donnerstag, den 7. Januar, sprach in einer öffentlichen Veranstaltung der Berliner Zionist. Vereinigung Herr Dr. Nachum Goldmann über ״Jüdi che Entwl;klung:tendcnzen im neuen Palästina“. Herr Dr. Goldmann versuchte, ln seinem ׳:y0ttrage'׳'ltae'liÖü1*Ä׳ ziehen,' wie weit sieh heute bereits in Palästina ein neuer jüdischer geistiger Typus gegenüber dem Galuthjudentum entwickelt habe. Er ging zunächst aus von der genügen Situation des Galuthjuden. Das geistige Denken des Galuthjuden i.t anarchisch, durch keine Wirklichkeit begrenzt, er lebt im luftleeren Raum. Seine Existenz bewegt sich in Ankündigungen über das, was er ist, was er leistet und was er noch leisten wird. Er führt ein ״proklamatorisches Dasein“. Demgegenüber legLlmicre sich der Jude in Palästina nicht durch Philosophieren, sondern durch sein Dasein. Tcl-Awiw ist, ob schön oder häßlich, man kann es nicht wegphilosophieren. Ein Beet, das man gräbt, ist. Es ist eine eindeutige Legitimation. Die eigentliche Erziehuugsarbeit am Juden wird erst in Palä-tina vollzogen werden können. Die Schlacht gegen das Galuth werden wir in Palästina gewinnen, in bestimmten Sphären gibt es dort schon Menschen, die den neuen jüdischen Typus repräsentieren. Wir erleben dort eine neue Wert- Ordnung. Im Galuth sehen wir eine Wertschätzung nach dem intellektuellen Rang, in Palästina gibt cs heute eine Hochschätzung der physischen Arbeit, die vielleicht, objcktiv gesehen, übertrieben ist. Man will sich dort produktiv legitimieren. Man lebt dort nur dem Heute und Morgen und denkt dort im Gegensatz zum Galuthjuden nicht i!1 Ewigkeiten. Es entsteht dort ein neuer jüdischer Adel, der nur das eine tun kann, was seinem Wesen entspricht, während der öaluthjude 100 Dinge zugleich sein kann. Dr. Goldmann grenzte sich zum Schluß gegen den jüdischen Chauvinismus ab, der heute in Palästina im Werden ist. Chauvinismus ist ein Zeichen der Schwäche. Dieser Vortrag, der für Zionisten wie für N'ichtzionisten in _ gleicher Weise interessant war, fand außerordentlichen Beifall. Der Abend muß als durchaus gelungen bezeichnet werden, zumal eine sehr große Anzahl von N’ichtzionisten der Einladung gefolgt war. Dortmund. Sonnabend, den 30. Januar, abends 7V> Uhr, spricht im Aufträge des Bildungsausschusses der SPD. und der Freien Gewerkschaften Herr B. Locker im großen Saal des Renoldushof Über ״Das arbeitende Palästina“. Es ist fernerhin eine große Aktion für den Palästina-Arbeiterfonds geplant. Freunde des Palästina-Arbeiterfonds von Dortraund und Umgegend werden ersucht, zu diesem Vortrag zahlreich zu erscheinen. Bamberg. Die am 10. Januar unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung stattgefundene Gemeindeversammlung wählte an Stelle des in den Ruhestand tretenden Rabbiners Herrn Dr. A. Eckstein zum Rabbiner der Kultusgemeindc Bamberg einstimmig Herrn Dr. Rülf, bisher I. Rabbiner an der Tempelgemeinde Hamburg. Herr Dr. Rülf, welcher der gemäßigt-liberalen Richtung angehört, wird sein Amt am 1. April antreten. Grappenverbaidstag 11 K&la Sonntag, den 17. Januar, vormittags 10V; Uhr, im Zionistischen Helm, Brandenburger Str. 14. Tagesordnung: Referat des Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herrn Kurt Blumenfeld: Die inner* politische Entwicklung seit dem Kongreß. Referat Alfred Berger über ״Der Kampf tim den Keren Hajcssod“. Mittagspause. Beginn der Nachmittagssitzung•. 3 Uhr. Referat des Vorsitzenden des Rheinischen Gruppenverband es, Herrn Dr. Bruno Nathan, über das Thema: ״Chaluzarbeit im Aufgabenbereich der zionistischen Ortsgruppen. Diskussion. Alle Ortsgruppen und Vertrauensleute im Gebiet des rheinischen Gruppenverbandes sind zu dieser Tagung dringend Ungeladen. Das Sekretariat des Gruppenverbandes Köln, Brandenburger Str. 14 (Tel. Rheinland 9332), bittet di* Ortsgruppen um sofortige Mitteilung, wieviel Qestnnuag»• genossen an der Tagung zugegen sein werden. Nachmittags 5 Uhr findet eine Sitzung der Vertrauensleute des Keren Kajemeth Lcjisrael statt. Wir bitten sämtliche Vertrauensleute des Bezirks Linksrheinland, an ihr teilzunehmen. VereiosBacbrichteB Die modernen Kinderkurse für kunstgewerbliche Handferiigkeiten und Zeichnen, von Eva Lachs, staatlich geprüfter Zeichenlehrerin, Uhlandstr. 193, Tel. Steinplatz 12 691, führen Kinder in die Technik dis Webcns und Flecbtens von Rohr und Bast, in Spielzeuganfertigung und kunstgewerbliche Arbeiten ein. Zeichnen und Malen, Klebcarbeiten und Modellieren werden nach modernen Grundsätzen unterrichtet. Für schon vorhandene Kurse werden noch Kinder gesucht. Stundenpreis: einmal wöchentlich 2 Stunden 8 M. Beginn 15. Januar. ״ Bund Zionistischer Frauen. Herr Dr. Siegfried Lebmann der frühere ' Leiter des Kinderhauses in Kowno, der vor kurzem von einer Palästinarcise zuruckgekehrt ist, wird am Dienstag, den 19. Januar, abends 8y$ Uhr, im Sitzungssaal, Meinckestr. 10, über ״Probleme der Jugend- Erziehung im Osten und in Palästina“ sprechen. Interessierte Gesinnungsgenossen und insbesondere die Mitglieder der Jugendorganisationen sind hierzu eingeladen. Der Zionistische Sprechchor, geleitet von Hannah Zweig (Oliva 257), hat seinen Uebungsabend Dienstag, den 19. Januar, von 8—10 Uhr abends, in der Kaiser- F riedrich-Schule, Kncsebeckstr. 24/25 (gleich am Stadtbahnhof Savignyplatz). Berliner Rolland-Feier. Stefan Zweig spricht am 29. Januar, abends 8 Uhr, im Meistersaal, Köthener Str. 38, auf Einladung der Buchhandlung J. M. Spaeth, Könfgstr. 52, über Rolland. K.J. V. Wir suchen für einen Bundesbruder, Chemiker, eine Stelle und bitten evtl. Angebote an das K. J. V., Berlin W 31, Kurfflrstenstr. 150, zu richten. Die Ortsgruppen Berlin. Die Gruppe West der B. Z. V. veranstaltet von jetzt ab Zusammenkünfte jeden zweiten Montag in dem Vereinszimmer des Cafö Telschow, Joachimsthafer Str. 1 (Zoo). Die erste Zusammenkunft findet am Montag, den 25, Januar, abends 8'/? Uhr, statt. Es sind alle Mitglieder herzlich eingeladen. Auf diesen Abenden werden regelmäßig Referate erstattet werden. Es wird aber darüber hinaus Gelegenheit zu persönlicher Aussprache, Schachspiel usw. geboten werden. Gruppe West-Charlottcnburg. Am Montag, den 18. Januar, abends 8Va Uhr, spricht im Sitzungssaal der Synagoge Fasanenstr. 79/80 Herr Berl Locker über: ״Osteuropäisches Judentum, Krim-Kolonisation und Palästina- Aufbau“. Gäste sind willkommen. Frankfurt a. M. Im Rahmen der Frankfurter zlonlstisehen Vereinigung hat sich eine Sondergruppe der aktivistisehen Zionisten (Zionisten-Revisionistcn) gebildet. Alle Zu- Schriften für diese Sondergruppe sind zu richten an: Herrn Gerichtsreferendar Max Jonas, Frankfurt a. M., Gaus- Straße 24, Erdgeschoß. Synagoge ״Adass Jeschurun“, Clausewitzstr. 4, am Kurfürstendamm. Beginn des Gottesdienstes am Schabboss ״Wocro“ und S:11abboss ״Rausch-chaudesch“, Freitag: abds. 4V3 Uhr, Sonnabend: niorg. 9% Uhr. Predigt: Dr. Kraytt, Sonnabend abends (Mincha) 4(4 Uhr, Sabbatausgang 5.09 Uhr. Synagoge ״Der Friedenstempel‘*, Berlin-Halensee, Markgraf-Albrecht-Straße 11/12. Freitag abends: 1. Gottesdienst 4(3 Uhr (Wochentagssynagoge); 2. Gottesdienst 6*/j Uhr (Hauptsynagoge). Sonnabend, vormittags 10 Uhr fSchrifterkiärung). jugendgottesdienst: 4 Uhr; Mincha: 4,55 Uhr; Sabbat-Ausgang: 5,09 Uhr. Wochentagsgottesdienst: taglieh morgens 7Vj Uhr, abends 41/נ Uhr, Jüdische Gemeinde. Freitag, den 15. Januar, abends, in allen Synagogen: 4Vs Uhr. II. Gottesdienst Beginn: ö'/3 Uhr. Predigten:" Syn. Fasanenstr.: Dr. Baeck, Syn. Levetzowstr.: Dr. Schönberger. Sonnabend, 16. Januar," morgens: (Neumond) Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: Frühgottesdienst 7V2 Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigten: Alte Syn.: Dr. Petuchowski: Syn. Kaiserstr.: Dr. Loewcnthai; Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy: Neue Syn.: Dr. Blumenthal: Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer, jugendgottesdienst: I Uhr Syn. Kaiserstr.: Dr. Wcvl, Syn. Fasanenstr.: Dr. Galliner; 4!/נ Uhr Syn. Münchener Str.: Dr Arthur Levy. Sabbatausgang 5,09 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen abends in allen Syn. bis 28. Januar 4>/t Uhr, morgens: Syn. mit altem Ritus außer Syn. Pcstalozzistr. 7 Uhr; Syn Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7y״ Uhr. Bedenkt Eure Sammelbüchsen bei allen Gelegenheiten! Spendei täglich mindestens s Mg., damit lede Büchse net der letzluen Leerung Hk. 5.- ergibt!

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