Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1926)
- Date
- 1926-01-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr . 2 I Berliner Zionistische Vereinigung Am 21. Dezember 1925 trat die neu gewählte Vertreter- Versammlung der B. Z. V. zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Der Landesvorstand hatte eine Reihe seiner Mitglieder zur Teilnahme an den Beratungen entsandt. Zum Vorsitzenden der Vcrtretcrversammlung wurde einstimmig Herr Dr. Alfred Apfel gewählt. Die übrigen Wahlen (Haüpt- Vorstand der B. Z. V., Zentralkomitee, Kommissionen usw.) sollen in der nächsten Sitzung getätigt werden. Die Beratungen befaßten sich hauptsächlich mit der Lage der B. Z. V. Die Unterlage der Erörterungen bildete ein Referat des Herrn Dr. Kanowitz über ״Aufgaben und Mögl'chkeitcn der B. Z. V.“ ln weiten Kreisen der B. Z. V. bestehe eine gewisse Unzufriedenheit mit der Arbeit, an der viele Zionisten völlig uninteressiert seien. Als wescntl chste Aufgabe der B. Z. V. empfehle er Repräsentation und Werbung. Erstere habe sich dem Charakter des Zionismus als einer politischen Bewegung anzupassen. Der Berliner Zionismus müsse von Zeit zu Zeit mit großen demonstrativen Veranstaltungen an die ()Öffentlichkeit treten, was nicht nur außenpolitisch wichtig sei, sondern gleichzeitig auch eine Belebung unserer eigenen Arbeiten bedeute. Die eigentliche Werbearbeit bedinge bestimmte Maßnahmen, wie z, B, kleinere Veranstaltungen in den Gruppen, Werbezirkel und die Gewinnung eines Kreises geschulter Mitarbeiter. Der Schwerpunkt der Werbung liege bei den Jugendorganisationen. Der Umstand, daß Berlin der Sitz der zionistischen Zentralen sei, bedeute eine starke Einschränkung der Autorität der B. Z. V. Demgegenüber sei eine Politisierung der B. Z. V. notwendig. Eine politisch aktive B. Z. V. könne der Landesgruppe wertvolle Impulse geben. Die B. Z. V. sei in Berlin der wesentlichen zionistischen Funktionen entkleidet, die eine normale Ortsgruppe sonst zu erfüllen habe. Der Grund hierfür sei darin zu suchen, daß sich alle Zweige der Arbeit emanzipiert hätten. Die einzelnen Ressorts müßten die B. Z. V. zur Mitbearbeitung und Mitverantwortung heranziehen. An der nachfolgenden Debatte beteiligten sich vom Landes- Vorstand die Herren Dr. Martin Rosenhlüth und Dr. Hantkr, die für engste Verbindung der B. Z. V. mit dem I amieworstend eintraten und insbesondere die Information der Mitglieder der Vertreterversammlung und der Gruppenführer als eine Hauptaufgabe beze chneten. Sonst sprachen noch die Herren Dr. Hans Blech, Hammerrtein, Woifermann, Dr. Bab, Bacher, Dr. Apfel und Lewin, die im großen und ganzen den Ausführangen des Referenten zustimmten. Man gevvann aus dem Verlauf des Abends den Eindruck, daß durch die neue Zusammensetzung der Vertreterversammlung das Fortrehreiten der Berliner zionistischen Arbeit gewährleistet ist. Vertrelerversanmlaiig der B. Z. V. Die nächste Sitzung der Vertreterversammlung findet am Donnerstag, den 14. Januar, abends 8>/3 Uhr, im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestraße 10, statt. Tagesordnung: 1: Wahlen: a) Wahl des Vorsitzenden des Hauptvorstandes der B. Z. V., b) Wahl der Mitglieder zum Zentralkomitee, c) Wahl der Kommissionen und Vorstandsmitglieder der V. V. 2. Resolution Dr. Hans Bloch, betreffend die Stellungnahme der Jüdischen Rundschau zu der Einholung der Fahne der jüdischen Legion nach Jerusalem. Wir machen die Mitglieder der B. Z. V. daraut auimerksam, daß sie zu den Sitzungen der Vertreterversammlung Zutritt haben. Wir bitten um vollzähligen Besuch, da in der Verfreterversammlung Aussprachen grundsätzlicher Natur ge* fahrt werden. ־ v \Am 5, JaMar' fand, tat Haus® des Herfa Kart- Bla&rfciileid. Vorsitzenden der Z. V. f. D., ein Teealtend statt, zu dem die Mitglieder der Vertreterversammtung und die Führer der Bezirksgruppen der B. Z. V. eingeladen waren. Herr Blumenfeld sprach an dem Abend über Propagandaarbeit und berichtete besonders über seine Erfahrungen, ab er auf einer mehrwöchigen Propagandareise durch die größeren Städte Deutschlands gemacht hat. Das Präsidium der Z. V. f. D. hat die Absicht, von jetzt ab regelmäßig Zusammenkünfte mit den Führern der Berliner Zionistischen Vereinigung zu ver« anstalten. Der XIV. Kongreß Unter diesem Titel hat die Zionistische Exekutive eine Broschüre herausgegeben, die einen kurzen Bericht über den Verlauf des X1V. Kongresses und die auf ihm gefaßten Beschlüsse mit Erläuterungen enthält. Der Preis der Broschüre für die deutsche Ausgabe beträgt 50 Pf. pro Stück. Die hebräische und englische Ausgabe befinden sich noch im Druck Wir bitten alle Gesinnungsgenossen, insbesondere die Ortsgruppen, sich für die Verbreitung dieser sehr instruktiven Publikation zu interessieren und uns unverzüglich mitzuteilen, auf wieviele Exemplare der Schrift sie reflektieren. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Bflctiersctiaa Siedlung durch Selbsthilfe. Ein Vorschlag zur Schaffung von Siedlungshäusern zu erschwinglichen Mietpreisen von Simon Schocken (Zwickau) Leipzig 1925, Ernst Oldenbürg, Verlag. 1 — M. Die Broschüre geht aus von den. Wohnt!ngspreb'em als einem der entscheidenden sozialen Probleme "unserer Zeit und untersucht die Möglichkeit seiner Lösung durch tech* nische und ökonomische Vereinfachung, Insbesondere soll der maschinelle Betrieb und die Selbstarbeit des Siedlers -in höherem Maße in den Dienst des Hausbaugewerbes gestellt und so den breiten Massen der arbeitenden Bevölkerung die Erwerbung eines eigenen Siedlungshauses ermöglicht werden. Aut Grund langjähriger gründlicher Beschäftigung mit dem Probleme macht Schocken eine Reihe von Vor- Schlägen, die durch Bildermatcrial (Grundrisse, Pläne) verdeutlicht werden. Angesichts der großen Bedeutung des Wohnungsproblems in Palästina ist diese Broschüre auch für uns als Zionisten von Interesse. ״Menorah“, jüdisches Famiüenblatt für Wissenschaft * Kunst und Literatur. Wien i/1, Fach 161 (Preis des Jahresabonnements 12 M.). Die soeben erschienene Nummer 1 des IV. Jahrganges erscheint bereits im neuen, gut gewählten Format und hat u. a. folgenden Inhalt: Umschau — Die Samaritaner von Dr. Herrn. Glaser (Wien) — Wiener Synagogen in der Vergangenheit von Prof, S. Krauß (Wien) — Wie die Alten die Bibel deuteten, von Rabb. Dr. Dienemann (Offenbach a. M.) — Der Fall Abel Pann von Dr. Max Eisler (Wien) — Der blinde Judenknabe’ von Manfred Sturmann (München) — Die Bestattung des Zedekia, letzten Königs der Juden, Fragment aus dem Roman ״Daniel“, von Ernst Weiß (Berlin) — Telschi (aus einer litauischen Jesehiwa), Skizze von* Esrlel Cfirlebaeh (Leipzig) — Dämmerung, von Elsa Eisler (Wien) — Die Sünderin, eine Erzählung aus chassidischen Kreisen, von J. P. Schapira. Außerdem die gewohnten Rubriken: Bibliographie, Frauenwelt und ״Für unsere Kleinen“ und eine Anzahl Kunstbeikgen. JUEDI5UHE RUNDSCHAU Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassen Verwaltung der B. Z. V. Sonnabend, den 9. Januar abends S!/s Uhr JÜd.-sozialdemokrat Arbeiterorganisation Poale-Zion, im Heim, Linienstr. 159, zu Ehren des Altmeisters des jüd. Sozialismus, Dr. Chalm Sehitlowsky, Vortrag des Genossen B, Locker: ״Dr, Chalm Sehitlowsky und sein Lebenswerk". Gäste willkommen. Montag, den 11. Januar abends 8 Uhr Berliner Misrachi im Sitzungssaal des Gemeindehauses, Rosenstr. 2/4. Herr Rabb. Sagalowltsch, Danzig: ״Der Weg des jüdischen Volkes“. Der Vortrag wird in jiddischer Sprache gehalten. Montag, den 11. Januar abends 8/4 Uhr Jüdischer Studentenverein, Friedrichstr. 115, 1. Herr Dr. G. Landauer: ״Die Lage irr! vorderen Orient“, Gäste willkommen. Montag, den 11. Januar abends S*/s Uh! Gruppe Süd, in den City-Festsälen, Dresdener Str. 52. Herr Alfred Berger: ״Krimkoloni.-atlon und Palästina-Aufbau". Dienstag, den 12. Januar abends 8/4 Uhr im Cafd Kersten, Kurfürstendamm 90, Zusammenkunft der Charlottenburger Zionisten. Herr Dr. Werner Bloch: ״Aufgaben und Möglichkeiten des deutschen Zionismus“. — Der Vortrag ist von Montag, den 11. Januar, auf diesen Tag verlegt worden. Donnerstag, den 14. Januar abends 81/8 Uhr Gruppe Nordwest in der Konditorei Lochau, Aifonaer Str. 34, Herr Dr. Hnrwitz: ״Aufgaben und Möglichkeiten des deutsehen Zionismus in der zionistischen Bewegung“. Donnerstag, den 14. Januar abends 81/3 Uhr im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Sitzung der Vertreterversammlung der B. Z. V. Die Sitzung ist für Mitglieder der B. Z. V. öffentlich. Dienstag, den 19. Januar abends 8»/1 Uhr Gruppe Ost, in den Unionfestsälen, Greifswalder Str. 222. Herr Dr. E. Ascher: ״Die letzte Entwicklung Palästinas und ihre Auswirkungen auf unsere Einwanderungspolitik“. Mittwoch, den 20. Januar . abends 8*/! Ulir Gruppe Sfld, in den City-Festsälen, Dresdener Str. 52: Jugendversammlung. - ■'־ Referenten: Dr. ״Nafier, Dr. Kanowitz. '/"־“' ‘ Poale-Zion. Jeden Sonnabend abends 8 Uhr Zusammenkunft im Heim, Linienstr. 159. Misrachl-Gruppe Berlin: Jeden Sonnabend bei Herrn Rabb. Harry Levy, Elberfeidcr Straße 21, 8—9 Uhr. Die agadischen Erklärungen zu Bereschith. Sekretariat des ZeTre Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi- Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Geschichtskursus. Leiter: stud. phil. Flescher. Eingesandt Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich bitte sehr, durch Ihre werte Zeitung meinen herzlichsten Dank auszudrücken für alle anläßlich meines 75 jährigen Jubiläums mir erwiesenen Aufmerksamkeiten. Ganz besonders danke ich dem Vorsitzenden des Jubiläumsabends, meinem alten Freund, dem jüdischen Historiker Prof. S, Dubnow, wie auch dem Vorsitzenden des Hilfsvereins deutscher Juden, Dr. Paul Nathan, dem Direktor des A. J. D. C, Dr. Bernhard Kahn, dem Oberrabbiner Dr. Weiße, Rabbiner Dr. Hildesheimer und allen Vertretern der jüdi eben und christlichen Organisationen, sowie meinen lieben Gästen. Ich erlaube mir zu erklären, daß ich im öffentlichen Leben im Verlauf der 50 Jahre immer im internationalen Sinne meine soziale und Humanitätsarbeit ausgeführt habe. Trotzdem gebe ich zu צג•־־י.'״* rltyp 1כ7 הרי״ג< ApT-s ״עם ich hoffe, meine verehrten Leser werden den Sinn der Worte verstehen. Ich hatte die letzte Zeit die besondere Ehre, mit den deutschen Juden Hand in Hand zu arbeiten und hoffe, daß wir auch in Zukunft bei der Verbesserung der Lage der russischen Flüchtlinge Zusammenarbeiten können. Mit vorzüglicher Hochachtung J. Teitel, Wirklicher Staatsrat, Vorsitzender des Verbandes russischer Juden in Deutschland. Berlin, den 2, Januar 1926. Ich bitte andere deutsch-jüdische Zeitungen, den Brief abzudrucken. Ueber das Buch Daniel sprach am Montag, den 4. Jan., in der Gruppe der ״Zionisten aus dem Osten“ von einem zahlreichen und interessierten Publikum, darunter vielen russischen Emigranten, Dr. Chorondzitzky aus Litauen. Der Vortragende gab auf Grund der neuesten Ergebnisse wissenschaftlicher Kritik eine Darstellung des Entstehens und der Bedeutung des Buches Daniel una skizzierte auch den Inhalt derjenigen Kapitel aus dem Danielbuche, die in der lieber- Setzung der Septuaginta, nicht aber im biblischen Kanon enthalten sind. Die lebendigen Ausführungen des Vortragenden fanden bei den Zuhörern aufmerksames Interesse. Seite 15 Reichsverbind der dentsehen Jaden München, 4. Januar. (J.T.A.) Wie wir schon in Nr. 1 kurz gemeldet haben, berieten am Sonntag, den 3. Januar in München die Vertreter der deutschen Landesverbände jüdischer Gemeinden und des Deutsch-Israelitischen Gemeinde- Inrndes über die Schaffung eines Reichsverbandes der deutsehen Juden. Die Einladung zu dieser Versammlung ging vom Preußischen Landesverband und dem Deutschisraelitischen Gemeindebund aus. Die Verbände waren durch die folgenden Persönlichkeiten vertreten: Deutsch-Israelitischer Oemeindebund: Prof. Dr, Sobernheim, Justizrat Dr. Salomen, Geh. Justizrat Dr. Goldfeld; Preußischer Landesverband jüdischer Oe- »neinden: Kammergcrichtsrat Dr. Leo WoIft, Dr. fstnar Freund, Justizrat Dr. Lilienthal; Verband bayerischer israelitischer Gemeinden: Oberhndesgerichtsrat Netimayer, ObcrlandesgcricliDrat Prof. Silberschmidt, Syndikus Dr. Flaschner (Märchen), Rabbiner Dr, Freudenthal, Rosenzweig (Nürnberg), Justizr.it Hornmel, Rabbiner Stein (Scliwcinfurt) 11. a. m.; Württcmbcrgischcr Verband; Regie rurigsrat Noerdilngcr; Badischer Verband: Prof. Stein, Kommerzienrat Pfälzer; Anhaitischer Verband: Staatsrat Dr. Cohn. Es wurden folgende Beschlüsse angenommen: Der Rcidisvrrbaod der dcut'chen Juden soll baldmöglichst ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zwecke treten Delegierte der bereits bestehenden Landesorganisationen mit dem Deutsch-israclitKchen Gemeindebund zusammen mit dem Ziele, alle deutschen Juden der Reichsorganisatiott anzugliedern. Andere Gcraeindevcrbande, insbesondere der Halber- Städter Oemeindebund» sollen sofort zur Mitarbeit an der Vorbereitung auf gefordert werden. Der Ausschuß soll aus drei' Mitgliedern des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes, drei Mitgliedern des Bayerisehen Landesverbandes und aus je einem Mitglied der anderen Vereinigungen bestehen. Die von den Verbänden gewählten Vertreter handeln im Auftrag ihrer Verbände. Der Ausschuß tritt im Büro des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes zusammen. * Die ordentliche Tagung des Landesverbandes bayerischer Israelitischer Gemeinden für das Jahr 1926 findet Voraussichtlieh am 28. Februar und 1. März in Augsburg statt. Arabien in der Politik der Gegenwart. Der Schluß des Artikels von Joseph Friedfeld mußte aus Raummangel zurüekgestellt werden. VerelnsiadiricMea Jüdischer Liederabend im Scholem-Aleichetn-Klub. Sonnabend, den 9. Januar, 9 Uhr abends, findet im Klub Kleiststraße 9 ein Liederabend statt. Herr Leo Rjasanzeff (ehemaliges Mitglied des Blauen Vogels) wird jüdische und russische Lieder zum Vortrage bringen. Programm: jüd. Ue* der von Gnessin, Engel, Mi In er, Glattstein; russische Lieder von Tschaikowski. Am Flügel: Frau Marie Zweig (Solovorträge und Begleitung). Eintrittskarten beim Eintritt. Am Sonnabend, den 20. Februar, findet in den Qe* samträumen des Brttdervereinshause*. Kurfürstenair» 115/16, י -ein♦ großes״ K o s t ü in f es♦ der Beniner ״* ZlonÄiseh»: -¥־«»־ einigung und des Jüdischen Nationalfonds statt. Wie uns mitgeteilt wird, sind für die Ausgestaltung dieses Balles hervorragende künstlerische Kräfte gewonnen worden. Das Fest findet unter der Parole: ״Treffpunkt in der Oase Kal’at el Naches“ statt. Bar Kochba, Berlin. Am Sonntag, den 10. Januar, nachm» 4 Uhr, findet in der Turnhalle Gormannstr. 4 ein Schauturnen der Damen- und Mädchenabteiiungen des Jüd. Turn- und Sportvereins Bar Kochba statt. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Bezirke Nord und Zoo, veranstalten am Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, in der Stadthalle, Kiosterstr., einen Vortragsabend. Es sprechen die Chefredakteure: Stampfer, Nuschke, H. v. Gerlach, G o e t z, und Herr Ministerialdirektor Dr. Spicker über: ״Antisemitismus und deutsche Presse“. Stefan Zweig hält sich Ende Januar in Berlin auf und wird auf Einladung der Buchhandlung J. M. Spaeth am 60. Qeburtstag von Romain Rolland einen Vortrag halten. Schitlowsky-Feier. Im Zusammenhang mit den in der ganzen jüdischen sozialistischen und literarischen Welt statt- Findenden Feiern zu Ehren des Altmeisters des jüdischen Sozialismus, Dr. Chalm Sehitlowsky, veranstaltet die jüdische sozialdemokratische Arbeiter-Organisation Poale Zion in Berlin, am Sonnabend, den 9. Januar 1926, pünktlich >/a9 Uhr abends, im eigenen Heim, Linienstr. 159111״ einen Vortrag des Genossen Locker über: ״Dr. Chaim Sehitlowsky und sein Lebenswerk“. Gäste willkommen. Einen Schltlowsky-Abend veranstaltet der ״Jüdische Studentenverein“ am Mittwoch, den 13. Januar, in seinem Lokal, Friedrichstr. 115, utn Vs9 Uhr abends. Das Referat hält Dr. Jizchak S t e i n b e r g. Gäste willkommen. Der Zionistische Sprechchor hat seinen ersten Uebungsabend Dienstag, den 12. Januar, abends 8 Uhr, ausnahmsweise bei Frau Hamiah Zweig, Düsseldorfer Str. 23, prt. (Oliva 257). Neuanmeldungen werden dort noch angenommen oder am Uebungsabcnd selbst. Die Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Große Hamburger Str. 27, teilt uns mit: Der Unterrieht nach den Ferien wird in allen Klassen ab Sonnabend, den 9. Januar, wieder auf genommen. Neue Anfängerklassen können erst zu Beginn des Sommerhalbjahres eröffnet werden. Sprechzeit des Leiters der Lehranstalt: Montag, 7 Uhr abends, Dienstag und Donnerstag 9 Uhr abends, Mittwoch und Sonnabend 9/4 Uhr abends. Hebräischer Montessori-Kindergarten Nordwest. Am Montag, den 11. Januar, abends 8Va Uhr, findet in der Wohnung von Frau Dr. Bartfeld, Pau 1 str. 27, ein Elternabend statt. Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, Kinder anzumelden, sind eingeladen. Das deutsche Zentralbüro des Misrachi teilt uns mit: Die zionistische Föderation ״Misrachi“ beabsichtigt auch in diesem Jahr Chaluzim und Chaluzoth, die auf Schabbotli und Kaschruth reflektieren, für die Hachsclnrah aufzunehmen. Bei der geringen Anzahl freier Stellen und der großen Schwierigkeit, die es macht, neue koschere Stellen ausfindig zu machen, werden alle diejenigen, die sich in Landwirtschaft oder Gärtnerei ausbilden wollen und auf Schabbotli und Kaschruth Wert legen, gebeten, s'ch umgehend mit dem Misrachi-Zentralbüro, Berlin N 24, M o n b i j o uplatz 1, in Verbindung zu*setzen. Volkstrauertag. Wie uns die Berliner jüdi.,ehe Gemeinde mitteilt, wird der 28. Februar als Volkstrauertag für die im Kriege Gefallenen gefeiert werden» *