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Jüdische Rundschau · 1924-12-24 · Heft 102-103 (24.12.1924) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 102-103 (24.12.1924)
Date
1924-12-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sehr 750 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 102 103 Cs wurde zu Anfang dieses Jahres noch besondere darauf geachtet, daß jeder Vertrauensmann und Bezirks- Sekretär*die in der Nahe seines Ortes liegenden Landgemeinden bearbeitet dort einen Vcitaucnsmann gevvinn ml, falls das nicht möglich ist, eine Sammlung veranst.Vt jt,«oder Büchsen aufstcllt, für deren regelmäßige Leerung er Sorge trägt. Durch diese Arbeit ׳ konnten wir in’ 50 neuen Orten Fuß fassen. Auch in den Biide rn tan 'cn'n g samt3'1 Piogajrndaveranstaltungcn besonders mit dem Film statt. Trotzdem im letzten Jahre viele Neuerungen eingeführt wurden und sich der Vertrauensmänner* und Intcrer.,1!־1.׳(cnkreis erheblich erweitert hatte, i-t Jas Büro mir nmvesemücl) vergrößert worden. Die Revirnnskomimssio״ hat darüber in ihrem Beicht an die Konferenz in Leipzig gescluDbcii, ״daß die gesamte recht vielseitige und umfangreiche Arbeit von verhältnismäßig wenigen Kräften gef ei Izt wird, so daß auch in dieser Hinsicht das Büro a's besonders rationell anzu eben ist". In der Anlage liahru wir eine genaue Statistik der Einnahmen eines jeJeu Ortes, der Büchscmalil und den Anteil der, Kontingents, von den bis Ende Dezember ein Drittel durch die C h a n u k k a 11 - A ktion nwfgcbracht werden soll, au'gcführt. Wir erw.rtcn, daß In eleu Orion, in denen der Anteil noch 111.•ht erreicht wurde, die Arbeit intensiviert und in den anderen ver• sucht wird, das Kontingent möglichst zu ftbemclirclten, damit wir unsere Verpflichtungen gegenüber Palästina erfüllen und bis Ende 5655 den versprochenen Gegenwert von 6000 Dunam aufbriiigcn. lüL.. Ddegkrientag Milveiintigcfi des Bßros Neue Anträge. Anträge des Lsndesvors'andes auf Statutenänderung (Zur Beschlußfassung Zwcidriitclmajorität erford rllch.) Der Land'svors'ar.d beantragt Streichung f Igender Paragrr.phen des Statuts: Finanzausschuß. § 16 Der Finanzausschuß steht dem Landesv'rs'and als Beirat in finnnzi'Ilen Angeiegenhei en zur Seite. Er ist vor Beschlüssen des Lnndesvörstandes von erheblicher finanzi 1er Tragweite zu hören. § 17. Die Anzahl der Mitglieder des Finanzausschusses beträgt höchstens 20, von denen nicht mehr als die Hälfte außerhalb Berlins wohnhaft sein soll. Er beantragt ferner folgende neue Fassung der §§ 27 und 30 des Statuts: § 29. Die Einkünfte der Z. V. f. D. bestehen aus der Zlomstcnstcucr, dem Landesbeitrag und besonderen Zu- Wendungen. § 30. Das Wahlrecht zum Deiegiertentag Ist von der Zahlung des Mindestbeitrages zur Z. V. f. D. abhängig. Der Mindestbeitrag wird jeweils aut der ersten Sitzung des Lnndesvörstandes nach dem D’lrgicr'entag fortgesetzt Als Beitrag zur Z. V. f. D. gilt der sogenannte Land sbeifrag und die Zionistensteucr; beide müssen von je-Jcr Ortsgruppe für jeden Beitragsldstenden (Ortsgruppcn-Mitgliedcr, Schekel- Zahler) gesondert an die Zentrale aufgegeben werden. Weitere Wahlrcsultatc. Bamberg: Alfred K a t z , Bamberg, D־־legierter. Dr. S. Welchsclbaum, Bamberg, Ersitzdricgicrter. Breslau: (Hapoci-Hazafr): Dr. Eiieser Ascher, Berfn R.-A. Max Jacobsohn, Dr. Hugo Schachtel, Regiernngsrat Dr. Marcus, Herbert Süß mann. Brcs'au, Delegierte. Rechtsanwalt Maximilian Weiß, Dr. Fritz Peiser, Dr. Max Kreutzberger, Breshu, Errat׳de'c.gicrte, Chemnitz: Lieber, Dr. Fleiß, Chemnitz, Delegierte. Cottbus: Fräulein Schlosser, Berlin, Delegierte. Dresden ז Dlp’.-Ing. Jf. Landau, Dr. Ncehcles, Dresden. Delegierte. Ing. J. Tschernoff, stud. M. Weift, Dresden. Crsatzdelegicrie. Erfurt: Mever Brenner, Erfurt, Delegierter. Frau Irene Sachs, Erfurt, Ersatzdelegicrie. Essen: Robert Marcus, Essen, Jakob Sandbank. Berlin, Delegierte. Kurt Moosberg, Simtni Mechlowitz, Essen, Ersatidefegiertc. Frankfurt a. AL: (Zcire Mfsrachi): Samuel Kornreich, Frankfurt, Delegierter; Mendel Emst, Salomo Kohn, Frankfurt, Ersa'zcfelcgiertc. Frankfurt n. Ab: N. Orünstein, S. Stiebei, Dr. M IIIrer, Dr. Eise hei, Dr, E m nt e rl c h ,Jacob Herz.- borg, Jac. Dränger, Frankfurt a. M., Delegierte. Dr. Karl Frankel. Dr. Ocr'ich, Dr. Justus Schiaß, Paul Kafzenstein, Jac, Wodowsky, Moritz Krause, Dr. Fritz Ansbacher, Frankfurt a. M״ Ersa'zdeleglcr'e. Gießern Meyer Rosenthal, Wetzlar, Delegierter; J. Llclttenhaum, Gießen, Ersatzdelegierter. GIctwiiz: Ernst Markus, Berlin, D legierter. Hamburg: Dr. Stiebe!, Alphons de Haas, Edmund van CIcef. Dr. Mathilde Möller, Dr. Rudolf Möller, Manfred Uli mann, Albert Pop n er, Hamburg, D.'leiderfc. D-. Erich Bnchholz, Josef riVhler, Dr. John Toeplitz, Dr. Simon Levy, Dr. Hugo Ztirifz, laeob Hertz, Frau Hedwig Möller, Simon Horowitz, Rudolf Levy, Frlecll Rosenhiatt, Hans Beyth, Hamburg, ErsM/ddepiert'c. Heidelberg! Dr. Paul Bonem, Heidelberg, Delegierter; Heinrich Hermann, Heidelberg, Ersatzdelcgicrter. LandsLergn. W.: Rechtsanwalt Dr. Salomon, Lasidsberg a. W., Delegierter. Oberregierungsrat Hans Goslar, Berlin, Marlin Ncumann, Landsberg a. w.. Ersa'zdr-Ieglcrte. Köln: (Mlsrschi-Grttppc): J. Schnelling, P. Monets, L A ׳jc h k e n a sy, A.׳ Pi nt er, Köln, Delegierte; S. Meyer, Leon Müller, Köln, Ersafzdrlcglertc. Königsberg: Dr. Gins bürg, Hermann Schloßberg, Dr. Daugilaiek I, Königsberg, Delegierte; Dr. Lewald, David Legall, Königsberg, Turnowskl, Berlin, Ersatzdelcgicrlc. Magdeburg: Heinrich ICcstcn ,James Moses, Magdeburg, Delegierte; M. Rappaport, Wolf Katz, Magdeburg, Ersatzdelegierte. München: Justin Liebten.suer, Schlomoh Ettllnger, Leopold Berger, München, Delegierte; Justizrat Dr. Fränkel, Leo Satmower, Frl. Henny Feuchtwanger, Manchcn. Ersatzdeleglcrtc. Nordhrusen: Adolf Israelski, Gotha, Delegierter; Frau Rosa Barenholz, Nordhausen, Erra'zdclegierte. Osnabrück: Fritz Lichtenstein, Berlin, Delegierter. Pforzheim: M. Kaplansky, Pforzheim, Delegierter. Ratibor: Ludwig Aschner, Hatibor, Delegierter; Dr. Hans Breslauer, Ratibor, Ersatzdelcgicrter. Scliiietuemüfii-I.iidw!!;sliorst: Heinrich Manasse, Ludwigsiiorst, Delegierter. Stolp: R.-A. Dr. M 11II c r h e 1111, Stülp, Delegierter; Frau Dr. Lotte Nalban, Lübeck, ErsatzdcK'glcrtc. Trier: Levy Wo 1 f f, Trier, Delegierter; Dr. Fritz Bern-!:eini, Trier, Ersntzdelcglerlcr. Wanne! M. Schaplro, Wanne, Delegierter; J. Nußbaum, Wanne, Ersatzdelcgicrter. Wiesbaden t Dr. Walter Kahn, Zwi K a n e 1, Bertram Stern, Wiesbaden, Delegierte; Herz, Wattenberg, Metsei, Wiesbaden, Ers.itzdelcgieric. Einreise. Zur Einreise ist die Vorweisung von Paß oder Personalausweis c :forderlich. Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer aus gegeben und für die Eröffnungssitzung , . M 2,— für die folgenden Tage . . . M. 1,— Die Karten sind an den Kassen des Kurb a u s c s 11 n d d c s P a u 1 i 11 e n s c 111 ö ß c 11 c n s z 11 h a b c n. Unterbringung. Alle Gesinnungsgenossen, die die Absiebt haben, am Oelcgicrientag teilz’unehmen, werden d tagend gebeten, dies jetzt sofort dem Büro des rvLglcrtcntagc» (Recht ־,anvalt Dr. Leo Harry, Wiesbaden, Kl. liurgsir, 2) initzuteilcn. Cs' stehen Zimmer 'in Hotels I. Ranges zum Preise von 6—7 M,t ״ 4-5 ״ ״ ״ ״ •11 ״ ״ III. 2,50-3.85 ״ ״ ״ ״ M. zur Verfügung. Bei allen Bestellungen ist die Aufenthaltsdatier aufzngebrn und auch mit/uteilen, ob, Zimmer mit einem oder zwei Betten gewünscht werden. Bahnhofsdienst. Auf dem Bahnhof ist im Warlesaal I. u. II. Klasse eine Auskunft!:• und f: m p f a n g ss t c i I e der zionisti eben Ortsgruppe ctngerlditet, bei der auch diejenigen Del 'giertentagsbcsucher, die ihr Logis cr;t verspätet bestellt haben, erfahren wo sic unicrgebracht sind. Palastlna-Aint. Am Sonnabend, den 27. Dezember, abends 7 Uhr, findet in der Nassau-Loge in Wiesbaden, Friedrichstr. 35, Seitenbau 1, die Zusammenkunf; d?r Ortsgruppenvcrirctcr und Del g'crtcn zur Besprechung von Fragen der Totiris'ik und Lfcbcrsi-.Himg nach Palästina statt. Die betreffenden Vertreter werden um Teilnahme und pünktliches Erscheinen gebeten. Wir machen darauf aufmerksam, daß die ״Jüdische Rundschau" in Wiesbaden beim Büchcrstand der Ewer• Buchhandlung zu haben Ist. Es Ist beabsichtigt, zur Besprechung wich'lger Hach• sch a rali fragen eine Technikersitzung auf dem Deleglcrteniage zu arrangieren. N'iherc Einzelheiten werden während des Ddegicrtenlagcs bekaimtgegcben. Bund Zionistischer Frauen In Deutschland Anläß'ich des Delegierte n'ages findet eine Konferenz des Bundes zi -nlstischer Frauen statt. Tagesordnung; Bericht über die bisherige Arbeit. Die Ziele des Bunde# und seine nächsten Aufgaben; dazu Eiuzclrcfmtc über die 1. Zusammenarbei; mit Hechaluz; 2. Zusammenarbeit •mit dein Kulturverbami. Festsetzung der Statuten nach den vorbcreitenden Arbeiten auf dem vorigen Delegierten tag. Wahl des endgültigen Vorstandes, Alle am Delcglcrtentag teilnehmenden Frauen (Gäste und Delegierte) werden gebeten, siel» bei Frau Dr. Tu rri 0 v c k i zu melden. Die genaue Zelt der Besprechungen wird mR Berücksichtigung der Sitzungen des Delegierten• tages festgesetzt werden. Die Lacdesverlunds-Walilea Hannover. 111 einer öffentlichen Vcr-ainniiung der zlontsllsehen Ortsgruppe Hannover referierten am Sonntag, den 23. November, im Saale des Alten RaUnusas die Herren Dr. Kollenschcr, Berlin, und Lmtdrahbincr Dr. BIur/1, Emden. Dr. Koliensdicr bespfhdi eingehend die Aufgaben und Ziele des Landesverbandes und wandte sich dann gegen die vom ״Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" aufgegebene Wahlparole. Er erklärte, daß die deutschen Zionisten niemals für Deutschland eine Autonomie verlangt hätten; sie wäre nur möglich in Ländern mit jftdischcr Masscnslcdlung und käme für Deutschland daher nicht in Frage. Landrabbiner Dr. Blum wies darauf hin, daß Krieg und Inflation das jüdische Leben in den kleinen und mittleren Gemeinden zerstört habe, denn in vielen dieser Gemeinden seien keine Lehrer mehr, cs fehle auch an Nachwuchs von Rabbinern und Lehren». Die vornehmste Aufgabe des Landes- Verbandes sei, da zu helfen. Nach einer längeren Diskussion hielten Herr Landrabbiner Blum und Herr Df. Kollcnscher das Schlußwort. Ferienkurs• für Jüdische Rellglonilahrer Da sich eine genügende An?:!!!! von Teilnehmern gemeldet hat, weiden die Fcricriforthlldungskurse von! 28. 12. bis einschließlich 4. 1, 25 statifniden. Beginn der Vorlesung am Sonntag, den 23.!2. 21, nachmittags 5 Uhr, in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artilleriesiraße 14. Es werden lesen: I. Herr Rabbiner Dr. Go Id mann: Die •Bd1n״dh!ng des Talmud und seiner Methodik in! Rc'lgionsunterricht; 2. Herr Dr. Baer: Der Einfluß Her Juden auf Wirtschaft und Kultur des Mittelalter#; 3. Herr Professor Dr. Gut man«; Die Auswertung der jüdischen Religlonosphilosophle für den ^Religionsunterricht; 4, Herr Stuftenrat Hainmersteln: Neuere Methoden des hebräischen Spra'htintcrrichts; 5. Herr Rabbiner Dr. Emil Cohn: Homiletische Grundfragen; 6. Herr Rabbiner Dr. Go Idstein: Die Behandlung des nachbiblischen Geschichtsunterrichts; 7. Herr Rabbiner Dr. J a m p c I: Die Verwertung der neueren biblischen Archäologie im ־ Religionsunlerricht; 8. Herr Dr.Torc zy n c r: Der gegenwärtige Stand der bibc!wissenschaftlichen Pr )biente. — Sämtlichen Vortrügen werden sich DiskussFnen an->chließen. Die Vorträge sind kostenfrei. Für Sonnabcml, den 3. Janus! 1925 Ist ein geselliges Beisammensein und für Sonntag, den 4. Januar 1026 die Besichtigung der Kirsteinschcn Kunst- Sammlung in Nikolassee ln Aussicht genommen. Die Teilnchmer erfahren alles Notwendige im Gebäude der Hochschule, Artillcriestr. 14 (Norden 216) von Sonntag, den 28, Dezember 19M, 10 Uhr, an. Da sielt eine große Anzahl ausvvürtlger Lehrer gemeldet hat, wäre cs sehr erwünscht, wenn sich noch weitere Berliner jüdische Familien bereit finden würden, einen auswärtigen Oast aufzunehmen, Anmeldungen nimmt entgegen: Dr.- Goldm ann, Vorkstr, 83 (Lützow 4721). Pressestellen Unter dem Ti'cl ״Verleumdungen" veröffentlicht die Wochenschrift ״Ifajtschuw" in Tei-Aw iw, ein Abi ger des Jerusalemer ״Doar Hajoni", eine lajigatmige Poe.tu'k, mit dein in tnserem Blade vom 7. November, Nr. 8), crschienenen Leitartikel ״D e neue Cinwanderiing". Der Vertasser dieses Artikels wird mit allerhand Ehrennamen bedacht, wie Purischkewitsch und Suworin u. ä. Es wäre zwecklos, s!,:;: auf das Niveau solcher Polemik zu begeben, und ernst halt den Nachweis zu führen, daß jener Ar.ikei keine ürschimnfrmg des jüdischen Volkes war, sondern wahrheitsgemäß die Tendenzen untersucht, die 111 gewissen Elnwandcrcrschicliten infolge ihrer soziologischen Bedingtheit verbanden sein müssen, ui:i dann zu der Erkenntnis zu gelangen, welche Maßnahmen äugesieht? der lies!״־ders gearteten wirtschaft'i hen und soziale״ VorausM-iziingrit Palästinas notwendig sind, um diese Einwanderer zu einem ökcnomisdi und national positiven Faktur zu ttwehrn. Wenn der ״Jischiiw‘‘ an Beispielen nadiwcist, daß auch vor zwanzig Jahren ja!g״nistische T.-.mienzen in Palästina vurhan.- den waren und 113.1 n eben für die neuen Einwanderer mehr Schulen schaffen niüssc, so sagt er praktisch nicht viel anderes als wir, denn auch wir haben die Sprachenverwirrung nur darum beleuchtet, um auf die Notwendigkeit ver t irkier kulturellcr Arbeit, erhöhter tte'ribcwilligung u:.w. Isinztiwdscn. Wir wissen auch genau, daß in der dritten Alijah glc'chfall* eine Reihe des hebräischen Unkundiger waren, aber cs ist doch ein gewaltiger_Unterschied zwischen dem gänzlich auf nationaien Dienst eingestellten Chalitz und den F'ami’ienvätcm, die scibsIvcrstäiiiS'ich tmd iiatürliclicr■ vcisc andere Sargen haben. Dies fcstzustcllen, i;t keine iklclJigung und wir haben auch Beweise genug, da8 der erwähnte Artikel keineswegs in diesem Sinne atifgciaßt wurde, Daher können uns auch die Beschlmpfuttgcu des Ilerrp Bar-Drora kalt Lassen. Herr Dr. Georg Ha Ipern, Direktor des Jcwls't Co'onial Trust und Mitglied des Finanz- und Wirfscnaftsiates, ist dieser Tage nach Palästina abgercist, wo er gegen zwei Mo■ nate zu verbleiben gedenkt. Ein Vortrag ln der hebräischen Sprachschule Die hebräische Sprachschule zu Berlin veranstaltete am 8. d. M. einen hebräischen Vortrag von Herrn Ür. Fritz Li! wen st ein, Jerusalem, über ״Ercz-lsraci". Herr Löwenstein schilderte zuerst die Krise, die er im September vorigen Jahres im IjukIc vorfand. Die Lage hat sich inzwischen völlig gewandelt. Die starke Einwanderung, das Aufhören ries Arbeitmrscnproblcrns, die neuen Bo ieukäuTe, die L1־du-: i;ilcn Unterm hmungen haben eine optimistische Stimmung geschaffen. Dann ging Herr Löwe.nstelri auf das Problem der deutschen Olim über. Die deutschen Chaluzim sind, was tecbniachc Ausbildung betrifft, ein sehr wichtiges Element im Aufbau des Lande«? und wenn sogar niditjadische fauarbd et» der Karlsruher Oruppc übergeben wurden, #י ist dos eine erfreuliche Anerkennung ihrer Lelitungsiäliigk it. Andererseits bcittäitgrLc der Redner die ungenügend״■׳ hebräischcn Kenntnisse dieser deutschen Chaluzdm un 1 ihre Ferne gegenüber den Probleme» des Aufhaus der Arbeiterschait. Dies führt dazu, daß die deutschen Chaluzim si :h sehr schwer ln der jüdischen Arbcltcratmosphärc cirtlchctt kt"!״n־n. in der letzten Zeit, wo die Alijah einen Massencharakter au ■unehmen beginnt, und Elemente ins Land kommen, denen der nationale Charakter des Aufbaus fretnd Ist, muß die Jugend ihres Piouicrcrtums auch in bezug auf dis Sprache chiged-nk sein. So gilt es auch für die deutschen Olim schon iat Galu'.h sich mehr mit den Arboiterprablcmcn Ercz-lsracis zu befassen und sich eine genügende hebräische Ausbildung nnzuelgttui. Um so mehr, da Im Lande für Chaluzim, die sofort an die Arbeit gehen, nicht immer genügend Zeit vorhanden i־t, dies dort nachzuhoien. Die Anwesenden haben die Gelegenheit, die ihn cm die Sprachschule zu einem hebräischen Vortrag ge• geben hat, mit Freuden begrüßt, und wie wir hören, sollen demnächst weitere bebräisdic Vorträge folgen. Eiieser Gugig. Eiufiessr.dl Wir erhalten nachstehende Zuschrift: ״Alle MÜgHede 1 des De nt sc h-Ocstcrrcichi sehen Alpcnvcrcins, Sektion Berlin, die mit dem bisherigen Vorgehen der Oruppc Dr. Kaufmann - Dr. Stabcl cinverr. andeu sind, werden Iwifliclnst gebeten, dies Herro Dr. H. Stabet, Berlin W 35, Schöneberger Ufer 14, mitzuteilcn unter Angabe ihrer genauen Adressen, d1־ ihm von dem Vorstand der Sektion das Adressen!1,״tcri.il zu weiterer Arbeit verweigert wird. Im Interesse der Sache wird gebeten, im weiteren Be* kanntcnkrcisc zu agitieren und weiteres zkdrcssenmatcrli! Herrn Dr. H. Stabcl zu übermittelt!.4* Bin Schalont-Aicichcm-Klub in Berlin. In Berlin hat sich eine Vereinigung jüdischer Schriftsteller und Künstler gebildet, die ihren Klub (In der Klciststr. 9) gegründet hat. Dieser Klub sali ein Simmelnunkt aller aktiven Freunde der jüdischen Kultur sein. Dem Klub Ist eine Lese• halle und ein Restaurant angeschlagen. Die feierliche Er• Öffnung des Klubs findet in dessen Räumen am 25. d. M. um 8!/1 Uhr abends statt. ״Die Arbeit." Den Abonnenten der ״Arbeit'4 geht In den nächsten Tagen die Nr.;!/6 zu. Aus dem Inhalt: Um• schau der Redaktion; Hermann Glenn: Die erste Anleihe; Walter Preuß: Das Jahr der Konsolidierung; Llcbermann: Eine Stadt in» Ernek; TcI-Awisv-AF.ileh, Bemerkungen; Umschau; Glossen; Mitteilungen aus der Partei; Pakistlnanachrichten. Bestellungen für Eliizelheftc mit beigdegtem P eise (50 5 .11־ Pfg) sind an Hitachduth, CharLttenburg, Ga־mcrstr. 6, für den Jahrgang (6 M.) an Dr. Albert Baer, Berlin-Halen־ sec, Albrccht Acliilfcsstr. 58, zu richten. Briefkasten der Redal.l'on Botcnvcrlag in Bonn. Unsere Stellungnahme in der BriclkastcniKitiz ״Danzig" in Nr. 100 der ״Rundschau" (Seite 725) sind wir gern bereit nach Ihren Mitteilungen zu modifizieren, da Sie uns darauf aufmerksam machen, daß — wie allerdings schon aus der Anzeige in der ״Rundschau" ersichtlich, es sldt nicht um den Verkauf eines Buch s, son• dern um den des A u f f ü h ז u n g s re eh t s handelt. Der Preis von 10 Mark ist mäßig, da cs ein Spiel von längerer Dauer ist und der Botenveriag sich das Aufführungsrecht seines geistigen Eigcit'ums vorzubehalten berechtigt :st. Auch das von Ihnen kritisierte Unvermögen, die Aufführung richtig vorzitbcrciicn, ist wohl Schuld der Empfänger und nicht die Ihre. Die Gebrauchsanweisung ist deutlich und klar und Hätte jedenfalls durch eine weitere Anfrage beim Verlage nach ergänzt werden können. Das den Beschwerdeführern das Stuck, nachdem Sic es erworben hatten, nicht gefiel, ist allerdings, wie wir Ihnen gern bestätigen, kein Anlaß, Ihnen angesichts der Sachlage Inkorrektes Verhallen vorzu* werfen.

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