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Jüdische Rundschau · 1924-12-16 · Heft 100 (16.12.1924) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 100 (16.12.1924)
Date
1924-12-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seile 724 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100 7 r־ r, ...8 Lצ! 1 \ij C־t ׳' * f j L*i* pv^-n'V-* f״( Litte» Wi ■c״i ו i״*׳; W;::ר ~.—I r ידי• 1»<t ui \W '* ך״) ^־״/ U J fe..*W'i|ä f-~ « ׳,^i 1 »f—l i&Wfl 'י a> w W »•׳* •>■ /■» f•יי"־/ .י־״—־־ ו"•".,»."זif״״״,•״, $ ן-—י״־«ן ץ׳" ויי te י*"«*"*]! דיr-prי :!״ f ״m kai •w •ul \׳... ״' t.!<« ״..*L. .»״• I J>ic EröihUKgsciteur.g Hr.dei Im Kurhaus, alle Übrigen Silzuagea im Paulincnschlösschea stall. Tagesordnung: Sonnabend, den 27. Dezember 1024, abends 8Vj Uhr Zentral komitce-Sit zun g. Sonntag, den 28. Dezember 1024, vormittags 10 Uhr Eröffnungs-Sitzung 1. Ansprache de י Vorsitzenden. 2. Begrüßungen. 3. Wahl des Büros. 4. Ansprache des Präsidenten der Zionistischen Or• gamsatiou Dr. Weizmann. Sonntag Nachmittag 1. Gcncralbericht des Vorsitzenden über die Arbeit.des vergangenen Jahres. 2. Aussprache, Sonntag Abend Aussprache über die Wahlen zum Preußischen Landesverband; Referenten: Dr. Sandler, Dr. Foerder. (Nur für Delegierte.) Montag, den 20. Dezember 1024 1. Notwendige Reformen der zionistischen Weltorganisatior., Referent: Dr. Nalvuin Gold mann. 2. Aussprache. Montag Nachmittag 1. Voraussetzungen und Erfordernisse der zionistischen Arbeit in Deutschland. Referent: Kurt Blumenf c 1 d. 2. Aussprache, die in der Abendsitzung fortgesetzt wird. Dienstag, den 30. Dezember 1024, vormittags 11 Uhr Konferenz der Vertrauensleute des Keren Hajessod in Anwesenheit der Herren Dr. Weizmann und Dr. Feiwel. (Geschlossene Sitzung. Tcilnahmcbcrcchtigt: Delegierte, Keren Hajessod-Vcrtrauenslente, Mitglieder des Landesvorstandcs und Zentralkomitees und alle Funktionäre der Z. V. f. D.) Tagesordnung: 1. Begrüßung. 2. Die Keren Hajessod-Arbeit in Deutschland. 3. Die Keren Hajessod-Arbeit in Palästina. 4. Aussprache. Dienstag Nachmittag Abstimmung der Anträge und Wahlen. Die wichtigsten Wnhlbcstnnmungcn. Das Wahlrecht zum Dclcgiertcntag setht nur den Ortsgruppen zu, die mindestens drei Monate vor Einberufung des Dclcgierlcntagcs bestanden haben und von der Z.V. f. De bestätigt sind. § 9 des Statuts. Jede Ortsgruppe von mindestens 25 Mitgliedern wählt einen Delegierten, Ortsgruppen von mehr als 75 Mitgliedern wühlen zwei Delegierte, Ortsgruppen von mehr als 100 Mitgliedern Wählen für jedes weitere I]lindert Mitglieder einen weiteren Delegierten, wobei ühcrschießcndc 50 Mitglieder einem vollen Hundert gleichgcreclmet werden. Vor der Vornahme der Waiden müssen die Oruppen die Landesbeiträge ,ווו die Z. V. f. D. (Postscheckkonto Berlin S091) abgeführt haben. Alle DclegiertenwahU'ii müssen spätestens bis zum 21. Dezember dein Büro der Z. V. f. LA gemeldet werden. Unterbringung. Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Delegiertentag teilzimchmai, werden dringend gebeten, dies jetzt sofort dein Büro des Delcgicrtcntagcs (Rechtsanwalt Dr. Leo Harry, Wiesbaden, Kl. Burgstr. 2) mitzuteiien. Es stehen Zimmer in Hotels 1. Ranges zuin Preise von 6-7 M., II ' - ן ״ כ י 1< 11 ״ » 2,50-3.85 ״ ״ ״ •111 ״ M. zur Verfügung. Bei allen Bestellungen ist die Aufenthalts- «lauer aufzußeben und auch mitzuteiien, ob Zimmer mit .einem oder zwei Betten gewünscht werden. Nur für diejenigen Delegiertentagsbesucher, die rechtzeitig Quartiere bei dem oben aufgegebenen Büro bestellen, kann, da doch mit einem größeren Feiertagsbesuch in Wiesbaden gerechnet werden muß, Garantie für eine w 11 n s c 11 g c 111 ä fl c Unterbringung ü h c r u o m m e 51 werde n, Einreise. Zur Einreise ist die Vorlegung von Paß oder Perlonalauswcis erforderlich. Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer ausgegeben und t" für die Eröffnungssitzung . . M. 2,— für die folgenden Tuge . . . M. 1,— Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines F reicouvcrts werden schnellstens an die Z. V, 1D. erbeten. Die Zusendung der Karten wird rechtzeitig nach Fertigstellung erfolge». Jugendliche erhallen nur durch Vermittlung der Jugend- Verbände Eintrittskarten zur Halite des festgesetzten Preises. Weitere Wahlresultate. Bochum! J. Klausner, Bochum, Delegierter; Fr!. Sophie Colin, Bochum, Ersatzddegierte. Frclburg i. Br.: Dr. Fröhlich, Efriiigcn-Kirchcn. Liibcck: Dr. Leo Landau, Lübeck, Delegierter. Oberhausen! N. Fuchs, Oberhausen, Delegierter; J. Eigenfcld, B. Horowitz, Oberhausen, Ersatzddegierte, zwar Delcglericrttngs-Mnndatc. Zur Ucbcriialmie von Mandaten von Oruppen, die nicht hi der Lage sind, eigene Vertreter nach Wiesbaden zu entsenden, haben sich bereit erklärt: Adolf Pol I a k* Berlin, David 11 a m b u rg e r-Frankfurt a. M., Frau Bertha E יק s t e i n - Duisburg■, Dr. Hans N at h an- Lübeck. Büro des Keren Knjometh. Beim Dclrpicrtcntng wird ein Büro des Keren Kajemeth errichtet. Sämtliche Delegierte und Vertrauensleute des K. K. L, werden gebeten, sich mit dem Büro zwecks Besprechung der N.-Fl-Arbcit in Verbindung zu sctz.cn. An trüge. Antrag des Landesvorstandcs auf Statutenänderung. (Zur Beschlußfassung Zwcidrittelmajorität erforderlich); Ergänzung von § 8 des Statutes: Das passive Wahlrecht zum Delcgicrtcntag, Zentralkomitee, Landes Vorstand oder zu sonstigen Aemtern Inner* halb der Z. V. f. I>., sieht nur solchen Angehörigen der Z. V. f. D. zu, die ihre Maasserpfiieht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Antrag der Zionistischen Vereinigung Duisburg auf Statutenänderung. (Zur Beschlußfassung Zwcidrittelmajorität erforderlich.) Fortfall von § 13 des Statuts: Die Einrichtung des Zen t ral kom i t c e 9 Ist als Dberflüssig abzuschaffeii. Zionistische FrauenarMt Der Vorstand des ״B11 u<l e s z io n i s t is ch c r Fr a u en in Deutschland“ schreibt uns: Der Bund zionistischer Frauen in Deutschland wurde begründet, um die Interessen der zionistischen Frauen in Deutschland nach außen zu vertreten und uni die Zentralstelle für die zionistische Frauenarbeit m Deutschland zu sein. Wenn der Aufsatz über die zionistische Frauenarbeit in Nr. 99 dieses Blattes den Wert des Bundes ausschließlich in seiner inneren zionistischen Erziehungsarbeit sehen will, so muH demgegenüber doch ׳noch einmal darauf hingewiesen werden, daß es von Bedenlimg war, eine Vertretung der zionistischen Frauen nach außen zu schaffen. Diese Vertretung nach auflcn hat sich in drei verschiedenartigen Fällen als Notwendigkeit herausgestellt: 1. Als im Mai vorigen Jahres in Wien ein internationaler jüdischer Fraiienkciigreß zusammen trat, war Deutschland durch acht Delegierte vertreten, die ausschließlich von dem Jüdischen Frauenbund nominiert wurden, und unter denen sich nicht eine einzige Zifmistin befand (Frau Margulies winde nur durch besondere Bemühungen als Vertreterin des Kulturverbandes hinzugezogen; Frau Turnowsky war als Referentin, nicht als Delegierte, anwesend.) ln den permanenten Ausschuß, der im Anschluß an den Kongreß ziisammentrat, gelang cs aber bereits, auf Grund der Bemühungen des luuigcbildelcH Bundes zionistischer Frauen, eine zionistische neben einer nichtziouistischcn Delegierten von Deutschland aus zu entsenden, wobei besonders zu bemerken ist, daß fast alle übrigen Länder nur durch eine Delegierte vertreten sind. 2. Es gelang dem Bund zionistischer Frauen auf dem vergangenen Delegierten(,1־g des Jüdischen Frauenbundes, zwei Zior.isfinnen in den Vorstand des Frauenbundes zu bringen und den liberalen Frauenbund zu einer paliistinafrcundF.cheii Resolulion zu veranlassen. 3• Während der Bund zionistischer Frauen cs bisher nur für nötig gehalten hatte, die zionistischen Rechte gegen n i c 111 z i o 11 i s t i s c h c Frauen zu vertreten, sieht «r sich plötzlich gezwungen, die Rechte der Frauen innerhalb der Zionistischen Organisation zu behaupten. Die Histadruth Olamit hnnasdiini Zionith (die Weltorganisation zionistischer Frauen) _nennt in ihren Statuten als eine der Aufgaben der H O. 11, Z, den Satz: ״einen wirksamen Einfluß in den maßgebenden Körperschaften der zionistischen Organisation zu hüben“. Die zionistischen Frauen in Deutschland haben sich bisher vier Gesamtarbeit so 1'ingefiigt, daß ihnen der Gedanke fern lag, speziell als Frauen auf die maßgebenden Instanzen cin/nwirken. Sic hielten cs für eine Sclbstvcrstäridliehkcit, daß sic in allen wichtigen Fragen mitbcslimmcnd 1r.itwirken könnten, und daß man ihre wesentlichen Arbeiter, ebenso wie die jeder anderen Gruppe״ in die zentrale Arbeit hereinzicheu würde, weit mau sic ja mir dadurch fähig macht, ihre Gruppen zu lebendiger Mitarbeit zu bringen. 111 diesem Gefühl des Vertrauens war der Bund bisher immer geneigt, die Schuld bei sich selber zu suchen, wenn er von der Z. V. f. 1). nicht die Unterstützung fand, die er haben mußte, um wirksam zu arbeiten. Er wurde aber durch die Tatsache unsicher, daß sich unter <1011,35 von Berlin zum D e 1 e g i e r t e 111 a g mifgeslellten Delegierten keine ein zige Frau befindet. Wenn cs lnäglich ist, daß die größte zionistische Gruppe in Deutschland keine Frau nominiert, während »gerade in Berlin eine größere Zahl von Frauen intensive zionistische Arbeit leisten, wenn also — wenigstens in Berlin — die Gesamtorganisation den Frauen das Recht der verantwortlichen Mitbestimmung entzieht — weil die die Frauen nicht besonders fordernd als Frauen hervorgetreten sind, so wird der Bund zionistischer Frauen in Deutschland, ebenso wie die H.O. h. Z., gezwungen, ihre besondere Arbeit dahin zu richten, die selbstverständlichen Rccli e der Frauen innerhalb der zionistischen Organisation zu sichern. Zlonlslistli« Meeting Sa Liverpool Vorige Woche fand in Liverpool unter dem Vorsitz des konservativen Untcrhausmitglicdes Si׳• Lesslie Scott ein, Meeting für den Keren Hajessod statt, an welchem Dr, Cliaim Weizmann tcilnahm, Lesslie Scott leitete die Versammlung mit einer längeren Ansprache ein, in der er auf ehe großen, Leistlingen der Juden lieiin Aufbau Palästinas hin wies, und betonfc, daß auch die Araber aus dem Aufblühen des Landes großen Nutzen ziehen. Palästina sei berufen, der Mittelpunkt des geistigen Lebens des jüdischen Volkes zu werden. Die zionlstische Bewegung leistet durch ihre Anstrengungen in Palästina den Juden der ganzen Welt, dem britischen Reiche und den Arabern große Dienste. Der Arbeiterdeputierte J. H. H a y e s schlug eine Resolution vor, in der zum Ausdruck gebracht wird, daß die englische Judenheit sich für die Förderung des Keren Hajessod cinsctze. Hayes erklärte, daß Dr, Weizmann einer der größten Staatsmänner sei, die das Judentum in den letzten Zeitaltern hervorgebracht habe. Er schloß mit der Hoffnung, daß Palästina in kurzer Zeit ein gleichwertiger Bestandteil innerhalb der großen britischen Rcichsgcmcinscliaft sein werde wie Australien und Kanada, Nach Dr. Alexander Golds tc in, der iiticr die Chnlu/im sprach, ergriff Dr. Weizmann das Wort lind schilderte die Aufgaben des Aufbauwerkes. Seine Rede wurde mit uitgeheurem Beifall aufgcno turnen. Abschiedsabend lQr Abraham Goldberg Am Sonnabend, den 13. Dezember, fand in den Räumen der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, zu Ehren Abraham Goldbergs, der nach dreimonatlicher Anwesenheit in Deutschland nach New York zurückkehrt, ein Abschieds-Abend statt, der von Goldbergs Freunden veranstaltet wurde. Dr, Arthur Hantke wies in seiner Eröffnungs-Ansprache darauf hin, daß Abraham Goldberg während seiner Anwesenheit in Deutschland sich mit dankenswerter Hingabe in den Dienst der zionistischen Propaganda gestellt und durch seine Autsiitzc in den zionistischen Zeitungen, insbesondere in der ״Jiidischcn Rundschau", eine fruchtbare Diskussion über die Aufgaben der Aufbauarbeit angeregt habe. Eine ganze Reihe weiterer Begrüßungen feierte die ersprießliche und 1111ermiidliche Tätigkeit Cioldbergs für den Zionismus. Künstlerische Darbietungen unterbrachen den Reigen der Ansprachen. Die Abschiedsfeier fand erst um zwei Uhr ihren offiziellen Abschluß. Ein großer Teil der Erschienenen verweilte jedoch in angeregter Unterhaltung mit dein Ehrengast bis in diel Morgenstunden, Für Arablsch-Lcrnende Wir wurden in der letzten Zeit öfter gefragt, welche Möglichkeiten für die Erlernung der arabischen Sprache in Berlin existieren. Wir können den Interessenten folgenden Hinweis geben: Prot. Eugen Mittwoch liest an der Universität Arabisch für Anfänger, zwei Stunden wöchentlich. Die Vorlesungen finden statt im Seminar für orientalische Sprachen. Im Seminar für orientalische Sprachen selbst liest Prot. Ka 111 p f m cy c r Arabisch für Anfänger, gleichfalls zwei, ständig. Dieser Kursus empfiehlt sich vor allem für Hörer, die keine Studenten sind. Außerdem veranstaltet ein Lektor, Dr. Wall, am genannten Institut praktische Eichungen in arabischer Sprache und Schrift. Der Lektor liest allerdings im ägyptischen Idiom, das sich nicht unwesentlich vorn palästinensischen unterscheidet. Es wäre sehr wünschenswert, wenn das Seminar auch direkte Gelegenheit gäbe, die palästinensischarabisch Umgangssprache zu erlernen. Eine solche Gelegenheit, die unseres Wissens vor dem Kriege in einem gewissen Umfang vorhanden war, bestellt icidcr gegenwärtig nicht. Der deufschuationale Jade Wir lesen in der ״Welt am Montag“: ״Auf der öffentlichen Versammlung der ״Jüdischen Gemeinschaft“ am 6. Dezember trat der nationaklciitsclic Jude Dr. Siegfried Breslauer, leitender politischer Redakteur des ״Lokal, anzcigcrs“, für die Deutsche Volksparlci ein. Das Hmisi Scherl verbreitet antisemitische Schmähschriften, seine Zci. tungen sind dcutschnational redigiert, sein Hauptredakteun wirbt für die gemäßigt antisemitische Deutsche Volkspariei (sic duldet zwei Prozent Juden!). Wir gratulieren den Antisemilcn zu Herrn Dr. Breslauer und Herrn Dr. Breslauer zu seiner antisemitischen Umgebung, die ihm anscheinend so sehr behagt,“ Worüber wundert sich die ״Welt am Montag“? Wir wundern uns, daß Herr Breslauer nicht für die De u teilnationale Partei eintritt. Pslästinavorlrag durch Radio Am 20. Dezember, um 7,10 Uhr, wird die *Gattin des gewesem-n englischen Schatzkanzlcrs Mrs. Philip S 11 o w d c n einen ״Radio Broadcasting talk“ über ״The upbuildlng of Palest ine“ halten. Wer in Deutschland einen Radioapparat besitzt, durch de» auch London gehört werden kann, wird auf diesen Vortrag hiermit aufmerksam gemacht. Besonders bitten wir alle Freunde, in deren Bekanntenkreis solche Apparate Vorhände» sind, ihre Bekannten, natürlich vor allem Nichtzionisten, darauf itinzuweisen. Wai'gitufj vor falschen ״Chaluzlm" , Wir erhalten folgende Zuschrift: . ״Wir machen alle zionistischen Ortsgruppen und Gesmmnigsgenosse» darauf aufmerksam, daB a 11 c d e u t sch e n Chahtzim int Verband des deutschen Hccliaiiiz organisiert sind. Da sieh i» letzter Zeit die Meldungen gehäuft haben, daß von angeblichen Chalu/im auf Unrechtem Wege Geld und Sachen gesammelt wurden, bitten wir alle Ortsgruppen und Gesinnungsgenossen, nur noch solchen Clialuziin ihre Unterstützung aiigedcilicii zu lassen, die von der Zentrale in Berlin als Vertrauensleute des Hccliaiiiz bestätigt worden sind. 1111 Zweifclsfallc bitten wir, immer erst das Chaluz.sekretariat der Z.V. f. D. anzufragen. Clialuzsekrctariat.“ Jüdische Volksbildung in Danzig Danzig. <J. T. A.) Demnächst wird in Danzig eine , jüdische Volkshochschule eröffnet werden. Die Volksunivcrsität, um deren Gründung eine Gruppe jüdische! Intellektueller sich bemüht, wird das Ziel verfolgen, die wachsende jüdische Gemeinschaft in Danzig mit den sozialen und kulturellen Problemen des Judentums vertraut zu machen. (Also offenbar volkstümliche Kurse und keine ״Hochschule“, Red. ״J. R“) _ Ein lest de» Km׳■ Kajemeth in Leipzig Der Jüdische Nationalfonds veranstaltete am 2. Dezember in Leipzig ein Fest, dessen leitende Idee darin bestand, die Gäste in das Leben und Treiben einer orientalischen Straße hinc in zuführen. Die Durchführung der Idee, soweit sic die strci ge Abwicklung des Programms und die gesamte Szenerie des Saales anbetraf, ist der Leitung, die in den Händen von Herrn ‘S. Kronberg und Herrn Richard Pelz Jag, in jeder Wcv.sc gelungen. Orientalische Typen in ihren farbigen Kostümen bewegten sich durcii den .8.1:11 und bildeten zusamineti mit einer ״roßen Schar arabischer Gassenjungen den Rahmen, in dem’ die Darbietungen der Sotokräfte vor sich gingen. Herr Gollanin erschien als Straßensänger in der VolKsmengc und brachte mit der ihm eigenen Vortragskirnst spaiiLolischc und jemenitische Lieder zu Gehör. Herr Ernst Deutsch nahm als Märchenerzähler inmitten des Volkshaufens Platz, und las zwei Erzählungen von Perez vor, deren Wirkung leider durch die Unruhe int Saale ver- «puffte. Eine Szene ״Söhne“ von S. Kronberg, die von Jugendlichen sehr gut cinstudiert war, bildete den Beschluß uer Darbietungen, Alle Chaluzim und Chaluzoth, die bisher versäumt haben,' sich im Hechaltiz zu organisieren, werden hiermit aufgelordert, sich bei der Zentrale des ״Hechaluz“, Berlin W 15, Mclnejcestr. 10, zu melden, 1

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