Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 99 (12.12.1924)
- Date
- 1924-12-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Qj i 0 ״ין: ז י;[יו,׳־ r \־י""׳ JTinr.cInnmmcr 0,35 Gohlttmrk r ir־־ •; ' r נ r1־ ן i : / : ' / 1 ׳ ' ' ל' ' v! «cdnidio״ und Vcrln!! W 15,' Mdncko.imOo 10.- Ewchcint f An3clj»cn-Verwaltung! iBtlcn Dienst ad und!•r01ta$. BezusBprei» bei der Expedition g , ‘״ ״ , ־׳ ... , monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5.25 Coldmark. I Jüdische Kundsclirm G.M.b.II., Berlin V13. Molmke« Au1Wlnd״hnnn«w«nl• «#״״)«» In der WSHruo«! der •11״«tn«n Llm)״r hirtdm.t. 1 »Baß“ 10• — Telephon! Amt BinitlorcU 7165 — 70 ״־•“־־■'•*־'־'““ - ----- - -ך •-"■•—•י-•-—- ,״' fr'-uVli‘'• Oli lÖoaSAuf.'chUl’. ' ■ Narniaor 99 [| E erlin, 12. XII. 1924 a״ic1u«־»cW«bi duoiu! uoj Fr«n*0 »•ebmiti.4 « uur. rf or,1°n‘ liis,marcli 0ל• I'oitschieUkonto; Berlin Nr.**173«. roitip.rkunen.ml V4״ Ko"l"׳Nrl“ »4%'"/'וי' W»״cl1«u Nr. 190 7(1«, — Ked.iltliondicMnD .Sonnt.ig und Mittwoch nachmilla׳}. — ה״י כסלו׳ תיס״ה XXIX. Jahrg. p'ar x10n138v1UB erstrebt für da» IQsJIscIao Vom d!<s Sc:;.:.??;jn«3 «■־itr.ür cr.VMHcti - rechtlich', paalchorten liclmstlltta In Palästina. t(Qa««Ur Programm.« FälMämm ■ w׳ J\ fTiUr^t WSi^mnd srsii Cliaiiilberl&iii gegen die FlaBclaMiosHrfcDlea Der K׳orR’xpom!o;nt der ״Voss i sehen Zeitung“ Dr. Julius Becker, meldet aus Rom vom 10. Dezember: Der Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes, die im Oktober «fieses Jahres eine außerordentliche Tagung ab,ך«• hallen hatte, in der Imsoudcrs Berichte der englischen Verwaltun״ in Palästina und der französischen Verwaltung in Syrien tmd in Lybien geprüft wurden, hg der heutigen Nachmittags- Sitzung des Völkerbundes zur Genehmigung vor. Der scliwecl'srhc Minister U 11 den, der über die Frage dem Rat Bericht erstattete, hob hervor, da« die englische Verwaltung in Pa• listina eine doppelt«' Aufgabe habe’, da sie »ach den Festimmungen de. Mandanten einerseits eine nationale Heim- Stätte für «ias jüdische Volk zu schaffen verpflichtet ist, uml aiKH'rcrsi'its über Ee.yi'iimunj'X'u zu• achten hat, wonach gemäß Artikel 22 des Völkerbund,1aktcs «He Bevölkerung der Man- «latsgcbietc allmählich zur Sc'hstvcrwaltting liera1K:eT0gc11 werdm soll. Man könne nicht erstaunt sein, daß bei dieser Sach-, läge viele Klagen von beiden Seiten kunmm, di: steh gegen «las eine oder «los andere di•־•»«־ hei 1*1* Z'elc rkhtctt. Di« Kommission habe ihre Aul׳,ihr in diese.־ Mindch* vortrefflich erfüllt, und cs müsse .me k.nnt \wnlcn, «laß <11 c Se 11 w i e 1׳ig k c i t e 11 in d c m P fl 1 .«s t i n a 111 a 1111 a t « c 1 b s t lägen. Der e11׳lic.«'he Außrntniiiiricr Chaniberlain war, obwohl er sich dem Dank an die Mamhtskommisf i 111 ansrjiloß, nicht ganz dieser Ansich‘, denn er . zitierte einen Bericht, den ihm der Oherkommhsar für Palästina persönlich erstattet hatte, um die■!’«■mcrkiiiigeii der Mandatskommission zurilck/uweiscn, ■als oh• «lie zahlenmäßig geringe jtuii clie F'iiwandoiu ag i!1 Palistina nicht immer den wirklichen Bed ü r f• niesen des Lander, c!11 s p r o c h e 11 h ü 11 e oder ihnen hätte atigcpnCt werden I.öiuicn, Fr r.a;!o ziemlich schar f, daß die KotnmL-.'-ion sich wohl nicht immer genügend Rechenschaft gegeben habe über di: ganze Schwio* rigkcil der Aufgabe der Verwaltung Palästinas. Die jüdisdien Einwanderer, so .heißt es in dem von Cti.amt-erlaiii zitierten Berieht, seien .' ן n t w c <j e r1,13 n d w i r t s ch a f 11 i c 11 ,wohl ausgc bildet gewesen oder hätten sich leicht den Erfordernissen der landwirtschaftlichen Arbeit an gepaßt, wie «Jas brvrmkrs die Reniltatc in fi.ilibia gezeig:( hätten, die durchaus zufriedenstellend gewesen seien. Außerdem bestehe die jüdische iEinwamf .,rung nach Palästina zum Teil aus wohlhabenderen Elementen, die neue industrielle Anlagen, neue Pflanzungen usw. angelegt hätten una überhaupt der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes sehr förderlich gewesen sehen. Per Präsident der MamfatskonimL'sion des Völkerbundes, Marqu,11 '1' ,׳ e od o 11, ln merkte dazu, «lie MandaBkonimisson habe die britische Vcrwnl'nng Paläs'liias durchaus n'cht kritislerr.n wollen, sondern nur im Ralimen ihrer PfUchlen die Verwaltung auf die gleichmäßige Rcobarhtimg der bilden ihr obliegenden Pflichten r.iifmerksnm machen wollen. Auf die Pfti'ion des arabischen Kongresses, die gegen die britische Verwaltung und gegen die P,c.s'.lmmungc11 «1:.; Maid,11s Klage fiihrte, habe die Mandatskommission in einer sehr ausführlichen Antwort erwUIert. Auch 'diese Antwort war wieder eine Ursache־ zu einer ziemlich scharfen Lrwiileung C 11 a m bc r 1 a i 11 s. Die Mandatskommission hatte nämlich die Pclcnien, trotzdem der Oherkr.mmissar von Palästina die h der Peiilion eiithal'cnen arabischen Ecscliwcrdcn gegen di: Verwaltung widerlegt hatte, inai'rckt a u f g e f orde r t, diese Fesch werde näher zu begründen und eine neue Petition cinzurcichcn. Der Rat genehmigte schließlich den Bericht und sprach der Mandatskommission «len üblichen Dank aus. Der Text des Komn15ssloasbcrld1l2s n o»1 (J. T. A.). Der Vertreter der J, T. A. hat Einblick genommen in den endgültigen Text des Berichtes der stän- : di,gen Mandatskommission des Völkerbundes, der bei der 3f2. Tonung des Volkcrhundsrats, als Punkt 7 der Tages- Ordnung behandelt werden wird. Der Text des Berichtes übe r die Verwaltung Palästinas w c i c 111 nur stilistisch, kaum .-!her im Inhalt, von dem von der J. T. A. bereits voröffaitlichlc» Entwurf des Berichtes an den Völkerbunds rat ah (siehe ״J. R.“ Nr. «)2 vom 18. November). A u f d e n B c r i c 111 d c r J c w i $ 11 A g c n c y über ihre Arbeit in Palästina, «ler der Mandatskommission während ihrer letzten Genfer Tagung unterbreitet worden ist, wi'rd nicht Bezug genommen. Hingegen ist eine Note über die Petition des Palästinensisch.Ara- [ bischen Kongresses, die Sir Herbert Samuel der Kom- | niission überreicht hatte, beigefügt. (Wir halle« uns im t führenden an den englischen Ita-Tcxt, von dem der deutsche nicht unbeträchtlich abweicht.) Charakteristik der Einwanderer Im endgültigen Text wird die Frage der Einwanderung stärker betont als im Bslwurf. Sic wird als der ״vielleicht dominierende Faktor •i-n •der jetzigen I Lage Palästinas‘1 bezeichnet. ׳ Uefcer die jüdischen I tlnwaiiderer wird in derselben Tonart gesprochen wie im ersten Entwurf. Die neue Stilisierung lautet: ״Dieser Strom der (jüdisdien) Einwanderung, besonders aus den verschicdi'iicn östlidicu Regionen Europas, verschafft Palästina eine neue Bevölkerung, deren Elemente — wie groß auch ihr zionistischer Eifer und ihr Fleiß, sowie ferner ihr Wunsch, cIwjjs zur Errichtung des Jüdischen Natioiiallieims beantragen sein mag — de ״noch׳ nicht in so genügender Weise technisch wie landwirtschaftlich• vorgebildct sind, wie cs der äugenblicküche Zustnml des Landes erfordert.“ Nachdem die Stelle betreffend Artikel 6 des Mandates bezüglich «fee Erleichterung der jüdischen Einwanderung und der geschlossenen Ansicdtnng von Juden aut dem Laude wärtlü'h aus dem Beiichlcutwurf \vic<le1holt wird, heißt es dann: Die Kommission muß bemerken, daß die Politik «ler Mandats• macht in bezug auf die Einwanderung zu a kuten Kontro- Versen Anlaß gibt. .Diese. Politik gibt «len Zionisten keine volle Befriedigung, •da sie die . Erric/itung der jüdischen iKiti.mckn 11« inif.täilc in Palästina als die erste Pf'icht der 1V«311<!atsm.1eht anseheii; sie .'iiißcrn. eine ge,wisse Ungeduld filier «lie Be cliiäiikungei], die der Elnvcamferui'g und der Bcwilligiu'g v<»11 l.aml gecc'zl werden. [>iesc Politik wird .׳mcli von der arabischen Majorität iin ' Lande aligelehnt, welche sich weigert, d«:!1 Gedanken eines jüdisch-nationalen. Heims in Palästina anzimehnien rptd die In der Aktion der Verwaltung eine Bedrohung ihres traditionellen Besitzes, rieht.“ . . . ' Die zweifache Pflicht der Palästina-Verwaltung Auf «!er Verwaltung Palästinas ruht laut ,den Bcdingutigen 11״', .Mandats eine zweifache P f i i c ll t. Eh ist klar, daß, falls die Mandats macht nur die• Interessen der Bevölkerung 71! berücksichtigen hätte, sie.vor allen Dinget! die Wirtschaftliehen Notwcudigkei'cn des. Landes ins Auge fassen iniilltc. Es ist aber ebenso klar, daß, falls «Jie Maudalsinac.lP nicht die Interessen der arabischen Bevölkerung z!^ berücksichtigen hätte uncj cs ihr« einzige Pilicht wäre, die jüdische Eimyandc• nmg in . Palästina zu fördern, sic eine -Bodenpolitik verfolgen könnte, die in einem weit höherer» Maße als' ihre, gegenwärtige Politik die Schaffung eines jüdischen nationalen Heims erleichtern und beschleunigen würde. י Die Meinungsverschiedenheit*!» zwischen Juden und Arabern Wo der erste Berich( von dem ״unvermeidlichen Wider- :׳.pruch der Interessen zwischen den Zionisten und der Mehrheit des arabischen Elements bezüglich der Einwanderung“ spricht, heißt es jetzt: ״Die Meinungsverschiedenheiten über1 «Jie Frage der Einwanderung) die den Zionismus mit der a1.'1hi:cl1«11׳ Majorität In ׳Konflikt bringen, können nindi 111 Verbindung mit anderen «Manifestationen des gesellschaftlichen Lebens Palästinas beobachtet werden. Besonders Unglückliclin Resultate erbrachte der Versuch, einen Beratenden oder Gesetzgebenden Rat zir schaffen. Die zAraber,' welch«: sich auf Artikel 2 «Je-« Mandats, der die Entwicklung von Sc!bc.tverv,׳a״ungseinrichi1mge.u garantiert, bezogen, verweigerten die Zusammenarbeit, wenn ihnen nicht ein« Ver- Ircüing getnäB dem Verhältnis ihrer numerischen Stärke zu• gesichert wi'ntle, was’ ihnen gleichzeitig sofort die absolute «Majorität gegeben hätte. Die Verwaltung hingegen konnte nicht eine Majorität zulasscu, die entschlossen war, «ler Erndilimg einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk und der Anwendung des Mandatssystems auf das Land Wider• stand zu leisten“. , ,,Die Kemimission ist glücklich, feststcllen zu können, «laß'di«‘ Folgen dieser Inlciesscnkonflikte zum großen Teil durch die weise und unparteiische Verwaltung «les Obffko m m i $ s a r $ g e m i I d c r t worden sind, <|r.m sie ihre Anerkennung au.wusprcchc.it wünscht. Wenn in Palästina Unzufriedenheit herrscht — und cs kann nicht geleugnet werden, daß dies der Fall ist —so-wünscht die Kommission ausdrücklichst zu bemerken, daß dies in keiner Weise den Vertreter der. Mandatsmacht belastet, der in treuer Weise die zweifachen Pflichten, die «las Mandat ihm auf« erlegt, erfüllt.“ ■ Der Ausdruck der Befriedigung über die Zurückweisung der ziomdisi 11« n Exticiiiistcu im englischen Weißbuch ist mit kleinen Aendenmgen bcihehalten worden. Der Wun:,«11, von der Mandatsmacht eine nähere Infor• uiätiou über die Vcrwallitng von Tran »Jordanien zu erhallen, ist ebenfalls bcibchnlton worden. ■ Einwanderung und Erziehung Die zwei Stellen des Berichtes, die den Fragen ״Ein• Wanderung und Auswanderung“ und ״Erziehung" gewidmet sind, lauten: * ' . ׳ ״Da die Kommission sich für die Tatsache interessiert, daß die Einwanderung vielleicht nicht immer im Verhältnis zur ökonomischen Aufnahmefähigkeit des Landes war und daß die Einwanderer nicht stets unter Berücksichtigung der landwirtschaftliche״, kommerziellen ,und industriellen Notwendig• keilen des Landes placiert worden sind, würde si: sich freusn,. im nächst« 11 Bericht genauere Informationen über die Anzahl, •Rasse, Herkunftsland und den Beruf der Einwanderer zu erhalten. Besonders wünscht die Kommission di« Be« schäftiguiig der Immigranten des letzten Jahres zu wissen.“ ״Die Kommission erkennt mit höchster Befriedigung die Tatsache an, daß es der Verwaltung gelungen ist, in einem Zcltraiup von 2>/3 Jahren BK) Schulen zu errichten; sie drückt die Hoffnung mm, daß bessere wirtschaftliche Bmlingungeu cs «!er Verwaltung ermöglichen werden, die Politik, «fie 1920/21 inauguriert worden war, weiterzuführen.“ Antwort an die arab’sche Exekutive Der Bericht der Mandatskommission behandelt auch die Petition des Exekutivkomitees des arabischen Kongresses, die durch Vermittlung von Herbert 8 3 in 11 c 1 seiner zeit überreicht wurde. Die britische Regierung, heißt cs in drin Bericht, beschränkt sich darauf, in ihrem Brief niit/iiteilcn, daß sie in keiner Weise für «len Inhalt verantwortlich ist. In dem sehr umfangreichen Dokument bringen «lie Autoren gewisse Berchwerden vor über mehrere Punkte, die auch iln Jahresbericht der Mamlaiartnndit behandelt werden. Die KoniniisMOii hat die Mehr/,1111 die er Beschwerden am 28., 29. und 39׳. Oktober erwogen uml sie zog nach Diskus״,im!!lue Sthlilssc. Sie ste'lt fest, «lail «lie Petition zwei Arten von Klagen e/>th;1lt, wciciie klar iiritcrsrliieilen werden müssen. Erstens führen «lie Pc'ciiten eine Reihe von Tatsachen au, die, wenn sie r'c ו als wahr erweisen Rollten, das Vorhanden• sein von Verwaiitmgsfe'ilcrn ergehen würden, und zweitens protestieren sie gegen «lie Bestimmungen des Miwlaics seihst, wie er. der Völkerhumlsrat aut 2t, Juli 1922 geschaffen hat. In bezug auf die erste Kaleyori«: ist «lie Kommission, nachdem sie «lie Erklärungen de» Oberkomniissar,■« gehört hat, drr die Richtigkeit eines gewissen Teiles der angeführten Tatsachen bcsiritt und einen anderen Teil aiifklärtc, der Meinung, «lall keine Notwendigkeit besteh(, dem Völkerbundsrat ein Einschrci'cn zu empfehlen. Wenn die Unterzeichneten jedoch eine Petition über einen spezifizierten Punkt entsprechend den Vorschriften des Verfahrens chircicben sollten, so ist die Mandatskommission bereit, diese zu prüfen. D.e Kommissionschlägt vor, daß der Völkcrbiuidsrat den Peteufen, dep Text des vorliegenden Beschlusses sowie der Dis« kiissbii des Teiles der Sitzung,'der Palästina betraf und der auch die Antworten des Oberkömmissafs auf die gcstdltca Fragen enthält, cinrchirlxn soll. י Was aber die Proteste der Petenten gegen «fas Mandat selbst und insbeaondere den Wunsch nach Errichtung eines grundsätzlich von dem gegenwärtigen Mandate verschiedenen Regimes in Palästina betrifft, ist die.Kommission der «Meinung, daß sie, deren Aufgabe auf die Ucberprüfung dar Durchtührung der Mandat .hestimniuugen beschränkt ist, nicht zur Beratung dieser Frage kompetent ist, * RW.( Dorlin, 10, Dezember. | DJ«: Veröffentlichung des nunmehr endgültigem Textes des Berichtes der Mandatskommission an den Volke!bundsrat, den die J.T.A. heute aus Rom übermit feit, gibt Anlaß, sich nochmals mit diesem Dokument zu beschäftigen. Wir haben bereits anläßlich der Bekannt* pabc des ersten Entwurfes grundsätzlich 41־! der Sach« tjtcllnny genommen (״Die doppelte Aulßabe“, ״J. R.“ Nr. <)2 vom 18. November), aber aus der hcuügen Me!* düng ergeben sich gewisse Gesichtspunkte, die dmnalf noch nicht so klar waren. AVer gewöhnt ist, politische Dokumente sachlich und olme Affekte zu lesen, wird sich hei diesem Dokument «Joch eines tiefen Erstaunen* nicht erwehren können. Es kommt uns dabei nicht sa sehr auf I'inzcllicifcn an, obwohl auch diese wichtij sind. Aber das Entscheidende ist die Gcsamtlialtunj der Kommission zu der Sifitafion in Palästina. Wie ist diene Situation? Die Juden haben die fefeN liehe Erklärung Englands und der anderer! Völkerbunds», müclite, die Errichtung eines nationalen Heimeszu er* leichtern, mit Freude aufgeurunmen und haben bemer• Kcusvvcrte Kräfte in Bewegung gesetzt, um die Aufgabe ausmfükrcn. Ganze Scharen von jungen Menschen, denen man bis dahin in den christlichen Uindern Arbeitsscheu tind Neigung nt Schacher und Spckulantcuiam vorgeworien hatte, haben bei der ersten sich in der Geschieh׳(«: ihnc# bietenden Gelegenheit das Gnluthlcbcn verlassen und sind in das Land 'geströmt, wo ihnen physische, m ilerielio und intellektuelle Schwierigkeiten größten Umfangs he-, Vorständen. Wohl ist es richtig, wie die Kommission mit Entdeckerfreude feststelit, daß diese Leute keine Tradition manueller Arbeit hatten; aber umso höher is1 cs von jedem objektiven Beurteiler zu bewerten, datt sic die kolossalen Schwierigkeiten auf sich nahmen und siel! cinCtn Leben der manuellen Arbeit hingabeu. Dies« Menschen ohne Arbeitstradition haben unter größten Anstrengungen, viele unter Opferung ihrer Gesundheit, in diesen vier Jahren Boden in Palästina, der jahr- Imudcrtclang wüst und leer war, in blühende Felder , und Gärten verwandelt. Sie haben Sümpfe ausgetrocknet, ‘ (rialäriavcrpcMetG Landstrecken bewohnbar gemacht, &l«