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Jüdische Rundschau · 1924-12-02 · Heft 96 (2.12.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 96 (2.12.1924)
Date
1924-12-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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. ■■! Sorte GC3 . '־ י y UEDISCHH RUNDSCHAU Nr. e3 J.ilif ■ ,׳iiihrrierf, wäre e>, <111 .i1».11־.«ri:;clm־er;;:,..tun;;<׳.», f.!e 7.11 0r1׳.״ni:׳,it־-K'H. l.)t:rvh verstärkte drjwiriswarimme Asbcit, durch iiüüUT inniger.,* Zusammen;;! beiten utll den . j)4!äs<h1t׳!.sisct1en Instiüsiionen und durch planmäßige erzieherische Einwirkung ,auf die jüdische Jugem'J, kann die Weltorganisation des Hvehalu?, die heute ctv.’;t!('»{)()() wohl orp.inisici 1<i Chahi/iiil iiiiifaßt, Palästiur» die SieUerlmit gehen, dann Arbeiter zur Verfügung zu haben, wenn man im Lande welche braue״t. Für Deutschland bedeutete diese ״Tabakalijah" sozusngeii eine Piabe. Nicht zufällig hat man von insgesamt SOU Zertifikaten uns 100 zuericilt. Die entscheidenden Instaiiw'ii in Palästina haben uns 2rtf verstehen gögeb.u, clali cs iluieii darauf ankämc, fcst/.u.stellen, ob Deutsch-!and ebenfalls in der Lage sei, eine relativ große Anzahl Chalu7.ini zu stellen, Die Tatsachen haben bewiesen, daß die organisieiciule Arbeit der Cltaluzbcwegung, die ßcit zirka zwei Jahren in Deut*:,chland• geführt wird, nicht ohne sichtbarer, Ergebnis geblieben ist. Mit Leich• iigkeit gelang cs, aus dem seit längerer Zeit bereiten Gruppen vo!1 .Chalu/iin und Arbeitern, eine Schar von lüfl Menschen herauf,zusucheu, die den gegenwärtigen 'Anforderungen am meisten zu entsprechen scheinen; «nid obwohl eben 100 Menschen Zertifikate erhalten haben, müssen die entscheidenden Instanzen — Zen• Vale eleu Hcchaiuz mul Palästina-Amt — schon gar zu oft wieder den Drängenden mit jenen Vertröstungen auf eine spätere Alijali antworten, die sie monatelang und jahrelang fast als einzige Antwort auf die ständige I'ordtning nach Zertifikaten geben konnten. Die Organifriert:!!;* von 100 Chaliizim hat es nicht ".':nnocht, das Ktiiltc rcaervoir Denjschlands zu erschöpfen.! Die Richtlinien, nach denen bei der Auswahl dieser 100 Chahizim vorgegangen wurde, waren! zunächst körperliche Brauchbarkeit unter Bevorzugung gelernter land* wirtschaftlicher Arbeiter, und zionistische Zuverlässigkcii, verbunden mit der Verpflichtung, in die Tnbakurbeit zu gehen; cs wurde vermieden, Familienväter in diese Alijali mit autzunchuien. Von 100 Ghal11zhnasi1!d 51 gelernte Landwirte und Gärtner, 45 Schwerarbeiter und Handwerker; 4 wurden zu besonderen wichtigen Arbeiten in Palästina angefordert und erhielten als Ausnähme ein •Zertifikat. Von allen- 100 Chaliizim sind 23 geborene Deutsche, während der Rest zwar im Ausland geboren, jedoch fast alle seit Jahren in Deutschland seßhaft und zumeist seit langer Zeit -in deutschen Organisationen, vor allem im Hochalu*. organisiert sind. Diese 100 Chaluzim, in weniger als 14 Tagen organisiert und zur Alijnh bercitgcrrteiit, ohne das Kräftereservoir wesentlich zu erschöpfen, sind, wie gesagt, das Ergebnis der seit zwei Jahren planmäßig, geführten deutschen Chaluzarbeif. Wie vielleicht ' keine andere zionistische Landesörganisntion hat gerade die, deutsche es verstanden, ,daß die ׳Ch.iluz.rirbcit' ein ׳ integrierender. Bestandteil •ihrer zionistischen Betätigung sein'jnuß. Der Chaluzgedanko wurde hier als eia rein zionistischer begriffen, der nicht dem Betätigungsfeld einzelner Gruppen Cberlasscn werden darf. So hat die Z.V. f. D. diese Arbeit als die ihre betrachtet ugd entsprechend durch ihre Institutionen gCfür'dert. Durch planvolles Zusammenwirken der mit der Histadrut in Palästina verbundenen autonomen Organisation des deutschen Hcchäluz und der zentralen wie lokalen Instanzen der Zionistischen Vereinigung für Deute,chland, ist es gelungen, die Organisiefüng, die' berufliche und kulturelle Vorbereitung deutscher Chäluzim auf eine breite und gesicherte Grundläge zu stellen. Und wenn vielleicht «auch das Problem des geistigen und organisatorischen Zusammenhanges■ zwischen zionistischer Landcsorganisatiön und Hechaluz nicht ganz einfach und vielleicht .auch nicht ganz eindeuttcj Endgültig zu lösen ist, $<3 Ist doch das Problem der Zusammenarbeit unkompliziert und fast au«* «ums»׳ .'*•״‘:«awt׳-!w ('».!)11 fülle a p 'r■״! iL.'ncIi, und:־. : ,;Ct c liv-cif ü: :!! rinK: ׳ זv.-j it ft in c111I«...״La.i «'•'. f; po. -..J ..״it’tw fjüf; *״.v ih! kmn La )...״! 1 ,in: ih, (liw (!mit ko.,/.;:airic rf nal'.,nalz ״k.. . . ׳ * - . ז ׳ 1 *.׳!., z;, nuhc hen und die Orgaimicrii׳;״ ' u!;cl lf reiLstellunjv diesu Kap; 1 hat *וי.)! :lie gkiidic itak.:1t! wie ,}׳.jii; die Organisierung und Koiiz.ci.i ilcrung univeres z ־,e.ulraL'.n- •nationalen Fonds, Aus der f>ra' krischen tä,glichen ArlmR i tat Ciiahi/iut und Hachsd'i;»״־!) erwaclisut •jm: 1li.4׳iäd..1 1 Oi'giiiusitionen friicl d barste und .*nificrortk’iifl ich r!1.1r,I• >m1f:li1i;־f0 Arbciff ll'Cii >.־k■, die auch■ eine nicht; /M uiitc«־.;,ciilitzcmle propafV.'lill iiafisdlC Wirk un;*: haben. Mslinrp '״.Jk Erf;ihrun״cn der Arbeit in Deutschland 1k iben die! 1 bcwic-sen. Gerade im ZusainnK'iilian g mit dem Dclcgicrtcnfag v.'ird Gelege s.1!eit ge!jc!!en .in, tlit lTrt׳,;C d׳cf pfiit* zink« l!cn llc; rtchungcn des tl Clltsciicif Zionismus zum ־bul;IJ/gCtl keil tlicot'ctisdi w likr 711’: erörtern. Er wird t: ms aber au cli die MGnlidil.mi :t ffeben, die an dc'rt verscliiedcnvn ,PliU7.cn Dcutsddaitds aitiicr mannigfaltigen Former» geleistete Cliahlzarbdt. richtig rtcU bewerten, zu* saimncnzufasscn Und za vereinhciiltcltoii. Eliescr Ä5elv«r. Ille IM Cr Ctdu.la lieber die Zahl der amgebihlcterl Ch.aluzlm sind in der letzten Zeit verschiedene Informationen. ln der Presse erschienen (<,. 7. B. ״J. R." vom, 12. November), wonach in Europa etwa 12 000 aus gebildete Chaluzim auf die Gelegenheit warten, sobald wie möglich. nach Palästina auf «:brechen. Wie wir mm vom llaimibiiro der Weltorganisation f fcch.iluz erfahren, entsprechen diese Angaben nicht den tatsächlichen Verhältnisse». C.hattizlm, diO gut mjr.gelnWet und ln der Inge sind, bis Mitte Januar 1025 in Palästina clnzufrcffen, sind nur etwa 1250 vorhanden. Ein erheblicher Teil von Ihnen hat jetzt Zertifikate erhallen. Dagegen gibt es ln Europa zirka 12 000 Mitglieder der Chaluz-Organisationen, deren Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist und von denen ln jedem der folgenden fahre etwa :!OOO.fiir die Auswanderung zur Verfügung stehen dürften. Außer «licscrt 1200() Chaluzim gibt es noch etwa 4000 Chaluzim in Rußland, über deren Aus-, \v.1 ndemngsmöj;1 ic 1!k0i*eri sich■ jedoch Bestimmtes nicht sagen läßt. — Selbstverständlich rechnet man damit, daß die Zahl der CbaUinra durch die neu hinzuströtnenticn Kräfte ständig wachsen wird, so daß sieh die Zahl der zur Auswanderung bereiten ln den nächsten Jahren möglicherweise erhöhen wird. Palästina und far 2sf1!0-8״ypffce!w! KeaS&t• Es verlautet, daß daü Colonial 'Office, im Ein-' vernehmen mit den Ministerien für Auswärtige Angelegen* hellen. Krieg und Marine die nötigen' Maßnahmen ergriffen hat, um ein Ucberg reifen des aoglo-ngv-plisdien Kan* flikfes auf die England unterstehenden Mandatsgebiete zu verhindern., A.n.dcn High Commissioncr von Palfi $ t f n a, ,seien' entsprechende Dirckilv-iri 'ergangen. J ' '!•'•' Amerika•FuifqraflSca nselt' P״S01faa ,'׳ Wie der J. T. A.-Vertreter crf.lhrf. wird die Tätigkeit des bisherigen eurorrtisdien Hfäs-DrcktorS. Herrn Lew׳ In- Cp st ein, in Paläsh'na in erster Linie einet■ örganls.artou dienen, die die Juden in Amerika veranlassen soll, ihre Verwandten, die wegen der amerikanischen Einwanderung»- beschränkimgוי ׳ ach Amerika nicht einwandern können, bei ihrer Uebcrsbdluiig nach Palästina Ztl unterstützen. Bd,״n״l!?re;1ffej1 13 PaUlsilna l£r Idsckss? . Jerusafcm, (1. T. A.J In laffa• ist am 25. November eine Anzahl franS|'''rdanReher Offl'iere zwecks Rekriiffenmg von AraIirrn für die HftNchn-Armee ein getroffen. 120 Rekniten sc.peri sich bereits in die Stammrolle ein (!et M (Ten habe». Sie sollen bald nach dem He<H*lm geschickt werden, wo König Ali bereits eine neue Dcfcnsivstclhmg gegen di« WalmhHe״ vorbereitet hat.׳ ׳ ... (Tge Nachricht von Rekrutierungen irr Palästina für eine tfansjordanische Armee wurden schön einmal VöT etwa einem halben Jahre offiziell in Abrede gestellt,) raasÄB1s!»>»e ZlfCl IfÜEZ .41watütun«u VlC.ll U«VW»ü.ayfl; In einem Briefe, der vor einiger., Zeit in diesem Blaffe erschien (siehe J.R., Nummer 62) Labe Ich gezeigt, daß es 111 Frankreich heute keine Judeufragc im politischen, ethnologischen Sinne zu geben scheint. Es liegt deshalb für die französische Öeffenlüchkeif auch kehle unmittelbare Not wendigkeif, ja kaum die Möglichkeit vor, das so komplizierte Problem unter den verschiedenen Gesichtswinkeln zu bcleuchten, wie man es v׳or noch nicht allzu vielen Jahrzehnten ״anz selbstverständlich getan hat. Was heuzutage in Frankreich zum jüdischen Problem von Niciitjuden gesagt und geschrieben wird, kommt zum sehr überwiegenden Teil von politisch interessierter und inspirierter Seite. Um so interessanter war es, ־zwei französische Schriftsteiler von hohem Ran״ und großer Autorität nach Kriegsende ins Studium der jüdischen .Oegenwnris* und Zukunft.» gcT.Chichtc eifrig, ja lcicJcnscIiaftlidi sich versenken zu scheu,' Do« beiden , Bruder . J e r ö 111 c, Und JCäii Thafaud haben ne!.on einige Jahre vör dein Kriege sich als dufchgehildeie Psychologen und ungewöhnlich sorgfältige Stilisten bekannt gemacht. Künstler vor allem, allen hohen Reizen eines von Talent und Intelligenz, erleuchteten Daseins mit Inbrunst .ergehen, kamen •sie zur Di ־.küss io 11 jüdischer Ciegcuwartsprahlcnie mehr. dnrcii Zufall und die dildticrendc Wißbegier hochgehddeicr Infcilekiiicller als aus irgend einer Neigung zur Polemik' oder politischen Diskussion. 1 Ihr Beruf, .ihre Reiselust führte»' sic nach Budapesf, in. die utigüfiVhcn und, gali/ischcn Dörfer, .nach Polen. Sic machten,• mit Ungeheurem Erstaunen, die Entdeckung der Ostjüdischen Welt.״ ־Je weiter Rh reiste, destd größer wurde meine hakt beklemmende Ucbcrrnschung. In den ■kkltk'n■ Städten,׳ durch ׳ die ich •kam,׳ besuchte ich die Straßen, die dumpfen Stuben, die Synngogcn, hi denen man Gott mit ungcbiilirlichcr Wut anrief; ich' entdecke Existenzen, wie teil sic mir'nie hätte vorstellcn können. Ich kann die Bc- Stützung, in die mich dieser barocke Menschenschlag vor• setzte,׳ unmöglich ausdrücken .... Ich stand vor einem S41!־;nr:pk'1 von faficlhaftc« Interesse, ■ das mich ZUgfcich ab* stieß und an zog/‘ ' ■ ' '• ' . Mit' diesem Erstaunen, dieser Bcflhlfzung begann eine Porschenvise i׳u Isf.ida Trätmieit und Tun, die in der frnnzösiwhen Nnchkrlegslitcratirr ein bemerkenswertes Denkmal aufgerielifct hat und deren F.rgchuiisse, ih vier׳ nilehcfn nieder* gelegt, den bedeutendsten französischen : Beitrag zur Dis* kussion jüdischer Probleme dnrstcllcn. Die vier ׳Bücher heißen: Un Rfty.amnc de Dieu (Ein Reich OoUert, L'Ombre de la Crohi (DerBehaitcndcfi Kreuzes), Chland Israel est Rol (Wenn Israel Herrscher ist), L'Art prociäain 6 J6m-;:tksn! (Uebcrs Jahr1 fen Jerusalem!) ■ Dirbeiden ersten der vier genannten Bücher*) sind vor allein Kunstwerke, ausrerundete ׳ und abgeschlossene Romane.’ Die beiden anderen bleiben käpitchveise ancinandergercihti Fcuiiietonisfeniitul RcfioHerarbelt, .aber an ׳ künstlerka'in'f 1>;ו!ו mensClilivher Bcdeutititg den ersten zwei Bänden 1!nzw1'H<:lhnfi sehr unterlegen, timl es i*tt merkwürdig, festzurtclh'ii, daß di«> ästhciischc SchönhtJt der vier BOehcr Im itaigekehrteit Verhältnis sieht zu der IntcnsHfrt der politischen Mcinnngcu, die auf nwiichvrt ihrer Seiten mehr oder ׳weniger verhüll( nledcrgelegt sind. .'Denn die Brüder Tharatid haben' nt ihrjn Helden, zu ihreri ko ׳ungeheuer interessanten r.ujefs ׳ein seltsames, ilicht' ganz, einfaches Verhältnis. Sie liehen' Sic, sic lieben :.in niifrkhfi'׳, etwa wie der ojierierende׳ Chirurg de;H Pailentcn' liebt, der; ihm einen' seltenen Fall zu f. Lösung darbictct. Der Oiinrrg entwickelt vor sbineiu Audi tot i tun׳ überzeugend,׳ mit Wärme, mit •Schwung die Diagnose des Falles, »Ittel ziirt־' lieh setzt ,er seine! fand auf die elemtC!T Glieder 'des 'liebenI Kranken. So erzählen die Thaoiäd von ihren EntdeckungCit■ im Osten. Fs kt eine intellektuelle Sympathie, 'eine überlegen lächelnde Zärtlichkeit, die gerade aus ihrer ,Uehcrlegcnheit die, feinsten Flickte zieht. E» Pt Vine furchlb'ar. lc־harfc Irönie, <iit> vor enl/ücktöm WohKvoUen sich s'umpf Und Irirmios scherzend macht. Von'den weinenden Greisen der Klage* *) 11״U ScliaUen des Kreuzes“ erschien auch ln deutscher Uebersetzunc׳ kn Verlag Kurt Wolff, München. — A. J, R. Ber l:d״; Ij WirT:״.!)t־.j v:,r einl;; ־.r '1;t <lio McDun!; gebra.-iit, י),יז die!1״ den Lnl'i’ .g.fu.,, .irb.u. a der Pica ui 4er Kabb..,!!, (f.üdiieil Haifa)!״..a.li.ilugivii Arbeiter wegen der Entlassung, Vöa CI»,.-;...ו) iu ei!;.: •i J'iOit ..־Uirdk getre 1( n fäinj. Ku» li<*r;cn nähere ■Eiaz '!!< Ucn über djr'.t Angel( geuhnt vor D.:r AilK'iteraüsäci.Ui') »!!:5!;cnadiLaiten Sieiuv1״ Jacob \׳er!;itliflit in der f .־,läsüticnsl'.elwn ArLcitcfp;e׳ >c eine I)4r. 1'’.״ng des SachverhaltL's wird darüber Klage geführt d.ifi In•! dtil Lrifi'.Ulai'liäiigg'.i.i beiten 4/J uichtjuJisciic Arbeiter bezchuf/igt werden, »].־.runter l'JÖ Acgypter und 25Ü von weither £..:Ö״lto Ar...:,.״r. DU! Pica verspricht angeblich de,1 UnSernclunCrn, denen sic ■die Arbeit überträgt, besonder« Belohnungen, .wir.11 r.l<5 Ihr von• irgend ■ w.ihier möglkhit billige niclitjüdiscbe Arbeiter herbeischafit. Das Verbot, jü, dische Arbeiter zu beschäftigen, soll vom Baron selber aus. ׳.״he:!, jedreh aktäll 4er t/wälmie Arbeiter,׳..׳״.;ciiuß, tl.iß dies lu/vh;.t uuwalii ..Clir lulle!» sei und daß c<5 sich viel mehr uni dt« llindiungsv.'cisc der betreffend(« 1! Administratoren und Bt. a1״tcn der Pica handeln dürfte. Diese Beamten haben nämlich den Ehrgeiz, zu kcwcircii, daß eie die Entsumpfung der Kahl!», fall billiger zUstaudc bringen können, als der N'ationaifonds die EnfDn״ von N.iliali! und Huris, sic haben dahar Ihr [>u<!׳׳;et auf billigste arabische Arbeit aufgebaut. Die wenf. gen jüdischen Arbeiter, die dort beschäftigt wurden, sind Ta gelöhner und müssen jeden Abend vor dem Verwaltung*• geb,lüde warten, bis ihnen Bescheid gegeben wird, ob sie den nächsten Tag wiedcrkonimen sollen. Diese unerträglichen Verhältnisse haben den Streik herbeigeführt. Interessant ist eine Stellungnahme, die wir dem letzten Heft der Zeitschrift ״H a p o c 1 - H a z a 1 r1' entnehmen. Dort berichtet Ben Barak (Nahnlal) von dem Eindruck, den er bei einem BckucIic der Kabbarah empfangen hat. Er ist auf das tiefste beschämt von dem Anblick, wie Nichtjuden und importierte Acpyptcr das Land urbar machen, auf dem sich eine bedeutende jüdische Siedlung erheben soll. Der Baron Wolle, wie seine Beamten sagen, nicht, daß Juden die gefährllclie Arbeiten in den Sümpfen verrichten. All sein — 10 sagen sic — Geld würde nicht ausreichen, um den Verlust von Menschenleben, der etwa daraus entstünde, gutzuraacben. Der Anteil der jikikchen Arbeiter beträgt also nur 12 Pro- Zent (und auch diese wurden nunmehr zum größten Teil entlassen). Würde 05 *ich noch um Arbeiter der betreffenden Gegend handeln, ׳ dann wäre es verständlich. Aber Araber aus den entlegensten Gegenden herheizuziehen, ist eine un. begreifliche durch nichts zu rechtfertigende Maßnahme. Die Arbeit wäre geeignet gewesen, mehrere hunderte jüdischer Arbeiter einige Jahre lang zu beschäftigten. Aber abgesehen von diesem ökonomischen Interesse ist es für uns eine Ehren- Sache. Die Arbeit in der Kabbarah ist Okkupationsarbcit, Urbarmachung unseres Landes, eine historische Arbeit, und diese muß von Unseren eigenen Händen vollbracht werden. Wir können nicht unsere Geschichte von anderen Händen erarbeiten lassen. Der Verfasser dieses Artikels appelliert direkt an den Baron, der. mit seinem Geld diese hiutorische Aufgabe erfüllt, aber auch gleichfalls verstehen muß, daß die jüdischen Arbeiter gleichfalls ihren Anteil an ihrer Verwirklichung haben wollen. ״Wir wollen in den Sümpfen der Kabbarah stehen, bis zum Hals im Wasser, aber dabei die Wehen dert'Schöpfung' empfinden» . Uns ist keine Arbeit( zu schwer,’ Wir kenncit keine ׳Todesfurcht, denn jede schöpfe«־ rPche Aufbauarbeit ist unsere Arbeit, sie bringt die Erlösung näher. ...Wir haben die Pflicht und auch das Recht, wenn es «ein muß, an diesem Ort zu sterben, *o wie wir un* das Recht wahren, an diesem Ort za leben. . . Und wir hoffen, daß der Baron diesen unseren Willen besser verstehen wird, als seine Beamten hier Im Lande." Der IßtlfscJhe N*lfonaTkonnreß la der Tsdiecliaslewstd Der jüdische Naüonalrat für die T«chcchoslowakel '00■ schfiftigte steh ln *einer Sitzung vom 25. November mit de» Vorarbeiten zum NcUortalkongrcß und beschloß mit Rücksicht auf den Anfang Januar ln Aussicht stehenden Besuch Wciananns, nach cimer gründlichen Aussprache über die pölitischen Probleme, de!« Kongreß, der für den 5. und 6, Januar elnbrrufen war, auf den 1. und 2. Februar m verschieben. Das Programm wurde um die Referate ״Nationalrat und religiöse Judenschaft“ (Df. Euften Lieben) und ״Natlo? nalrat und Zionismus“ (Dr. Max Brod) erweitert e&ia^jfc^&^MzsiMivmqe^rtmmrmmmamRSKmmuEmasatmagsaemmit mauer in Jerusalem sprechen JTröm« und Jean Tharaud foL gendermaßem ■ . « ״Braucht. ein frommer Mann ln Jerusalem sfeh um *einen Lebensunterhalt Sorgen zu machen? Die ganze Judenhctt der Welt, die ms Exil verbannt ist, ist sie nicht da, sie zu ernähren, die Vertreter des zerstreuten Volke«, die Boten der Heiligkeit, die G esandten, die ihre letzten Tage in Oebeten «:bringen am Fuß des geheiligten Hügels, auf dem David opferte? 'Wären sie nicht da, die Greise, um vor der Mauer zu wehklagen; fände jeder Blick des Herrn In der vcrhcklnfeehttn Stadt .nicht da und dort einen Juden, einen alten Bart, ■einen alten Hut, einen alten Kaftan, diese Dinge, die sein Herz rühren; könnte er an einem einzigen Tage eigen: ״Nicht e tn JtKlc lebt mehr in meiner vielgeliebten ׳Zionsstadt, für immer haben sic mich verlassen!“, welche Plagen, welche Leiden kämen über Israeli Aber die alten Klagemänner sind da! Und wie der Engel das Beil zurückhält, das Abraham über dem Haupt Isaaks erhoben hat, so s.lnftigt ihre teure Gegenwart den Groll de־s Herrn und wendet »eine Hand ab von der vergeßlichen Judenhcit! So ist der Stil der Tharaud, der Stil ihrer Sprache, und der Stil ihrer Scnsibüiläti überaus reich und lebendig, an- schmiegsam und geschickt, entzündet bald und bald kalt zurückgehalten. So erschaffen die Tharaud die ״fabelhaft intcr• ' cssantc" Welt des Chassidismus in glänzender Beredsamkeit, ׳ wirklich hinreißender Wahrheit des Auges und des Herzens noch einmal. . . Wer ״Un Roymtmc de Dlcu'1 gelesen hat, ist in einem ukrainischem Judendorf gewesen. Am Ausgang von ״L'Ombre de U (iroix". faßt man sich an die Stirn, denn der Eindruck ist geradezu materiell, daß man um Kontinente versetzt, um Jahrhunderte iurilckgcrollt wurde, es Ist tmmög- ׳ lieh, das ungarische Juden-, Zigeuner- und Bauerndorf, die ,ungarische Landschaft, die wütende Inbrunst und Extravaganz der Ch,1Sskl1Vn gegenständlicher, packender zu schildern. De Liebe, die irticllekuicIT Liebe des Schriftstellers muß eia*.' tiefe sein, der cs *׳ . gänzlich , gelingt, die Verzauberung, der *io verfiel, trotz aller,, oft seht deutlichen Satire, auf den Leser zu übertragen.

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