Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1924-11-18 · Heft 95 (18.11.1924) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 95 (18.11.1924)
Date
1924-11-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652683--16205-2675580
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 6S2 fUEDISCHE RUNDSCHAU 5ich pbj k:lv i:1for1n1rrc11-v,־o',len<lcn Jüdischen Besucher uncrtrügllch.ii Weise vnibeigeht. Es muß ferner verlauft werden, daß mau den an und für sich bewunderungswürdigen und notwendigen Prozeß der! ichraisimmg nicht mit einer intoleranten Zurücksetzung der* jenigen Besucher verquickt, die hebräisch noch gar nicht oder mir in eien Anfängen kennen. L'if!;11׳,idie!weise ist mau sich in der Jerusalemer Exckutive über die Be.U'uhng dieser Frage durdiaus klar und Beabsichtigt auch, Initiative in dieser Hinsicht zu entfalten. Es erscheint j.;d.!ch nicht angängig, daß diese Frage nur nebenbei und von den ohnehin zumeist im Uebcrmnß belasteten Beamten und Leitern der palästinensischen Arbeit behandelt wird. Es dürfte sieh empfehlen, daß man zur Organisierung des Tom istenstrornes erstklassige orgaimatorische Kräfte he umzieht [der Vortrag, der natürlich auch die andern Probleme Palästinas brhamlcltc, fand bei dem Auditorium, das den großen Ciartcnsanl des Logenhaur.es bis auf das letzte Platz• eben füllte, aufmerksameshrnd dankbares Interesse. Rer!;!irettiiicatl liir Joel Engel Am 23. November abends fand in den Räumen des Klubs der russischen Literaten und Künstler der von einem Komitee jüdischer Gelehrter und Künstler arrangierte Ehrennbem! für den jüdisehen Komponisten foel Engel f.tatt, d.-r sich nach Palästina begibt. Den Vorsitz führte Herr Abraham Goldberg aus New York. Begrüßungsreden hieben: der bekannte Schriftsteller Prof. Dubnow, Frau E I j ,1 s c 11 e w - B a a 1 M a c 11 s c h o w o 111; der Vorsitzende des Verbundes russischer Juden, Herr Teitcl, Frl. Frauk e ח s t e i 11 (im Namen der deutschen Zionisten), Dr. Ros c 11 s : r i 11 (im Namen des Musikverlags ״Jinvnl“). In allen Am.,n.• .1eben kam das Gefühl der Dankbarkeit zum Ausdruck, das die jüdische Welt gegenüber dem Komponisten empfindet, der aus vollständig assimilierter Sphäre zum Judentum zurückgefunden, die jüdische Musik durch eigenes Schaffen befruchtet 11״ Generation nrd'rimr jüdischer Komponisten angereg hat. Es kam der Wunsch z im Ausdruck, daß 1. tu Palästina eine neue fruchtbare Periode des inusikaiisrhen Schaffens einiciten möge. Fine Reihe bekannter jüdischer Künstler brachte hierauf mehrere Licder-Kompositioucn Engels zum Vortrag. Die Sängerinnen Frau Lea Sw et, Frau Ri wie .1 Kaplan- Lew in sohn und der Sänger Herr Leo Monosson erfreu len die Zuhörer und wurden zu immer neuen Gaben veranlaßt. Der Geiger und Komponist Herr Joseph Achron brachte zwei kurze Violinstücke Engels meisterhaft zum Ausdruck. Nach Schluß des künstlerischen Teils vereinigte sich eine Gruppe der Freunde und Verehrer des Komponisten Engels zu einem intimen Bankett. Auch hier führte Herr A. Goldher״ den Vorsitz. Ls sprachen Prof. Brutzkus, Prof. Dubnow, Dr. Brutzkus, Frau Zagcrodsky, Herr Mieren bürg, Fräulein Grüntuch, Herr Swct, Herr Tcitci, Prof. Sch ne ersehn und Herr Scheehter (der letztere im Namen der Stiulcntcn). Herr Engel dankte liir die ihm dargcbrachlen Huldigungen und sagte, er und die anderen modernen jüdischen Komponisten seien ein Vcrsprechen, aber noch keine Erfüllung. Sie sehen das Land einer jüdischen nationalen Musik aus der Ferne, erst die nachfolgenden Geschlechter werden Erfüllung bringen. Er beklage cs, daß er nicht dreißig Jahre früher zu der jüdischen Musik gekommen sei. Max GIcM erstorben Der Herausgeber der B r ii n 11 c r ״Jüdischen Volksstimme“ und des ״Jüdischen Volkska'.cnders“ Max Hickl ist an» 24. November im 51. Lebensjahre im Wiener Allgcmeinen Krankenhaus gestorben. Max Hickl gehörte zum Kreise jener jungen Juden, welche sich nach dem Auftreten Theodor Hcrzls zur Verfügung stellten und fortab mit unvergleichlichcr Hingabe und Begeisterung dem Werke der jüdischcn Erneuerung dienten. Im Jahre 1839 gründete er in Brünn ein zionistisches Blatt, die ,Jüdische Volksstimme“, icren erste Mitarbeiter Bertold Fciwel und Robert Stricker varen. Er war auch der Herausgeber des bekannten ״Jüfischen Volkskalendcrs“, der als erster deutsche Ucber. ictzungcn der hebräischen und jiddischen Literatur brachte. Es war ihm noch gegönnt, das fünfundzwanzigjährige Jubiläutn seiner ״Jüdischen Volksstimme“ zu feiern. Die Leiche Max Mickls wurde nach Brünn überführt. Das Lcichcnbcfifängnis fand dort am Freitag, den 2S. November, statt. Palästina•Vcrlrtgc 3a der־ VoÜEsliccfisdtulc Im Rahmen der Vorträge der Freiem Jüdischen Volks- Iiochsehule beginnt am Montag, den 1. Dezember, ein auf drei Abende berechneter Vortragszyklus über Palästina. Herr Dr. Arthur li.intli c spricht über ״Das werdende Pa* 1 ä s t i n a“ (Rcisccindriicke), Die Vorträge finden jeweils am Montag von y..S bis 9 Uhr abends in der. Synagoge Faganenstr. 79/80 statt. De'«־ntc1'tetm׳n!tl ln FranMurt Der Termin für die Wahl zum Dclegicrtcn-Tag wird au? den 18. Dezember festgesetzt. Wahl zeit: ö—10 ־ Uhr nachmittags. Wahllokal: Unterlindau 21 (Sekretariat der Ortsgruppe). Die Wahl findet nach dem Verhältniswahl- System statt. Wahlvorsclihige sind bis zum 4. .Dezember zu!Linden der Wahlkoinmissioti beim Sekretariat UnterliiKlan 21 einzureichen. Wahlberechtigt ist jedes Mitglied der Zionistischen Vereinigung, das das 18. Lebensjahr, wählbar jedes Mitglied, das das 20. Lebensjahr vollendet hat. Im übrigen wird auf die Wahlvorschriften der Z. V. f. D. hingewiesen. (Rundschau Nr. 77/78.) Zweite Palästlnarcise der Wiener ״Hakoah“. Am 25. Dezember tritt die Wiener ״Hakoah“ ihre zweite Palästinareise an. Zahlreiche Anmeldungen aus verschiedenen Ländern zeiget! das große Interesse für die Reise. Aus dem Prograrnm ist zu ersehen, daß nach dem Aufenthalt in. Aegypten eine Fahrt im Auto durch Palästina stattfindet, welche den ■Teilnehmern Gelegenheit gibt, die Städte und Kolonien, sowie die historischen Orte und Ausgrabungen kennen zu lernen. Als Rcisrmanager fungiert der Schriftsteller Dr. Paul Diam a n t. Anfragen sowie Anmeldungen sind bis spätestens 30. d. M. zu richten an das Büro der Reisc'eitung, Klubheim ״Hakoah“, Wien, II., Schiffamtsgasse 15, TcL 42-2-51. * ו /!ץ־י׳/ %ן-ז ץ״־״ רץ <־ ״״ ןץ ך״ ן ״ f ,!,״׳־•'׳ ן״ ’י! '״*ץ־n -*־“> r ך fN /ץ־׳־־ח ץ־״ ff N2* e'4u Ui Lj Ly i Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Januar 1925 ab nt liefernde.« Exemplare bis zu tu 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonncmentsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ״Jüdische Rundschau" direkt bei iitus abonnieren, in den ersten Dczemberiagcn zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zügelten lassen. Wir bitten darum, dafür Sorge zu tragen, daß die Nachnahmen prompt eingclöst werden, Berlin, im November 1924. 7׳!nv’jjf!!rt JfJV' ^*4« v, « bnd **mw 6t יי^ Berlin VJ 15, McJnskcsiraße 10 wl.4 4i t«4•׳ M '1 CüacuRtoli! Chnnukkali naht! Tausende von Kinderherzen harren des Augenblicks, da der Mcnorah-Ker/eitschimmer wieder erstrahlen wird. Hoffen sic d ich, daß ihnen liebevolle Hände nach altem Brauch das Fest durch Gaben verschönern werden. Mancher Vater urd manche Mutter wissen aber Iteute unter dem harten Druck der Zeit niciit, wo sie die Mittel /um notwendigsten Lebensunterhalt hcrnchmcn sollen, viel weniger können sie daran denken, die Wünsche ihrer Kinder zu erfüllen. Sollen wir da untätig zusehen, daß statt Festesfreude Betrübnis ins Gemüt der Kinder einzicht? Nein, das wird keiner wollen, der wahrhaft jüdisches Empfinden besilzL Helfe uns dilter jeder nach seinen Kräften unserer bedürftigen Jugend ein frohes Ohanukkah durch bescheidene Feiern, durch nü'zlirhc Gaben zu bereiten. Wir bitten Sie, unsere Bezirke bei ihren Sammlungen zu unterstützen uml ihnen für diese Arbeit Geld- und Sachspenden in reichem Maße z.ukommcii zu lassen. Die Bezirke nehmen auch Namen bedürftiger Kinder entgegen. Das Wohlfahrtsamt der Jüdischen Oc mein de 1 z u 0 c r I i n. Die Lesehalle in der Fasanenslraße Mit Rücksicht auf das wachsende Interesse weiter Kreise für die Lesehalle und Bibliothek der jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße (Synagrgeiigehätid;), hat der Gemeindevorsiami beschlossen, die Lcsc/.cit im genannten Institut ab 1. Dezember bedeutend zu erweitern. Die Lesehalle wird künf'ig geöffnet sein: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 4 bis 10 Uhr abends. Freitag und Sonnabend vom Schluß des Abendgottesdienstes bis 10 Uhr abends. Außerdem Sonntag, von 10 bis 2 Uhr vormittags. In den■ Leseräumen liegen zirka!00 Zeitungen Und Zeitschriften aus. Die Bücherei umfaßt über 10 000 Bände. Die Benutzung der Zeitschriften und der Bücher ist für jedermann frei. Die Ortsgruppen Dss Problem der Anleihe Frankfurt a. M. Die Orls״ru&pc hat Ende Oktober ihre Täti'Jicit nufgenomsnen. Ein Zyklus über den Aufbau der, Volkes und des Lande s dient der Erörterung der augenblicklich widrigsten Prcblcme innerhalb des Kreises der Mitglieder, während öffentliche Vorträge praktisch-politisch und thcorctisch-ideologrc! cn Charakters weitere Kreise heranrichcn sollen. In dem genannten Zvklus sprachen bereits Herr Ernst IC a 11 n über ״Soziale Schichtung der Juden in Amerika“ und Herr Bornstein über ״L'cbcn und Wirt- Schaft in Palästina“. Den letzten Vortrag am 13. November hielt Herr Fritz N a p I! t a I i. Er sprach über die ״F i n a n z i c r 1) 11 g s formen des P a 1 ä s t i n .1 - A 11 f b a 11 c s" und erörterte den PrcHemkompk'x Anleihe, Steuer, Sammlung. Dabei ging Herr Naphtnli von der prinzipiellen Verschiedenheit der Palästina- Kolonisation, von der jeder anderen Kolonisation aus. Denn es handelt sich hier um eine Kolotiisi'ion ohne Mutterland, bei der die Wahl des Kolonlsationsgcbietc« nach außerokonomischeu Gesichtspunkten erfolgte, und zwar in einem Lande, dessen lVdeu bereits einen Marktwert hesiUt. Zum Aufbau des Landes bedürfe cs zunächst der Zuschüsse, die jedes Kolonisationsgebiet erfordere, um eine privatwirts'-baftlichc Tätigkeit überhaupt erst zu ermöglichen. Diese Zuschüsse in Form einer Anleihe aufzunchmen, verbiete sich vorerst | In diesen Tagen g׳■ langt Nr. 11-12 der ״Titfor• ן ii'ialloacu" an alle diejenigen Gesinnungsgenossen ן zum Versand, die ihre Zionistensteuer regelmäßig 1 entrichten. "Wir bitten auch hierdurch alle Freunde,!die mit der Zahlung der Zionidcnstcucr in der letzten Zeit im Rückst ando geblieben :sind, dieselbe! umgehend auf Post checkkonta Berlin 8091 nachzuholcn, damit euch ihnen diese neueste interessante Nummer der ״Informationen“ zugcstcllt werden kann. Wir weisen gleichzeitig darauf hin, daß ln dieser Nummer auch der ÄW10״sIcb!«»bi1o>■ der Z.V.f.D. veröffentlicht ist, der in Zukunft regelmäßig nicht mehr in der jüd sehen Rundschau, sondern ßur noch in den ״Informationen“ erscheinen wird. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Nr 03 noch, denn niemand könne vorläufig die Gewahr für 3 Rentabilität dieser Gehler übernehmen. Und d.1־ der Zinsci!י ״ dienst für eine Anleihe nicht mit den Sicherungen;,Us'. 3 gestattet werden könne, die der europäische Finanzier ver. S lange, scheine die Zeit zur Aufnahme einer Anleihe imdj nicht reif zu sein. Ihr Mißlingen könnte viel mehr d;c ״'t. f samte Aldi :n diskreditieren. Fine SrtmmHöLgkelt, di• (j'tll '3 Ers itz für die fehlende B.‘, c11crung.s1nög i Jik. i‘. des Mutter, i voll«״־, bildet, dar! die Iii.igabe des Oeldes fordern und |Jsj tj ein Recht, die Selbslbcsicinniiig als Ersatz für die Steuert hoheit der Gemeinschaft zu verlangen. J In diesem Zyklus sollen de! weiteren die soziale Struktur »י der europäischen Judenhaß unJ ihre politische Or1״anisjt'ol1 I dos System der Pclasjnawirtsäia't, wie wir sic heute haben f kulturelle Aufbaufragen und schließlich die Bedeutung der % ״Jcwfsh Agcncv“ nach innen und außen, erörtert werden. | Berlin. Jüdische s zlaldemokratische Arbeitcrorganlrat'«!, J ״Pה ס I c Z10 11". Sonnabend, den 29. November. 8 Uhr f abends, findet im .,Arbeiterheim“, l.inienstraOe 159,3 Treppen 1J ein Vortrag des Geinsscn Alfred Berger über: ״Privat! I Initiative und M a s s e n e i 11 w a n d e r u n g“ statt, Freie Aussprache, Garde willkommen. | Berlin. (Gruppe Nord west der B. Z. V.) Jeden | ersten Dic.ns.ag im Monat findet ein geselliges Beisammen- 1 sein der Gcsinnmigsgcn05־,innen des Nordwestens bei Frau 4 Lotte Enge!, Cuxhavrner Str. 13, statt. Drr erst; Abend | dieser Art ist am 2. Dezember. Es wird Gelegenheit $■•!,!, | über die zionhtische Frauenarhei; im allgemeinen zu snreehm | sowie sich über die Ausgestaltung der schon bestehenden 4 hebräischen Kurse zu unterhalten. Alle zionistischen Damen | des Nordwestens sind cingcladcn. Berlin. (Gruppe Nord der B. Z V.) Seit Beginn der Wintersaisan fanden bidicr vier Vorträge ii der Gruppe statt. Am 18. Oktober sprach Herr R.-A. Dr. K olle lisch tt über ״Die Wahlen zu 01 Preußischen Landesverband“. Seine informa'ivtn Ausführungen gaben ein fesselndes Bild der Entwicklungsgeschichte der Jüdi. sehen Gcmeintlcautonomic in Deutschland und der Be• deiitung d׳׳r kommenden Wahlen für das deutsche Judentum und den Zionismus. Am 25. Oktober sprach David Einhorn, der bekannte ostjüdische Dichter, vor einer besonders stark aus Jugcnd'ichea bestehenden zahlreichen Hörerschaft über das Thema ״Mendcle und Sciiokm Alcciiem, ein Vergleich". In seinen tief schürfcndea Befrach'.ungen schilderte er Mciuhle als den aus der Haskalab hervorgegangenen, mc'i iu seiner Liebe zum jüdischen Volks• tu in gespaltenen Dichter, dessen Kunst der,halb keine reine, sondern Satyre war, in dessen Werk aber der Grunckkh! für die moderne jüdische Literatur gelegt ist. Dagegen konnte Scholcm Alc1!־׳cn! aus voller Liebe ganze Kunst schliffen, und sein Werk ist wahrhaft volkstümlich. Die Ausführungen frn-.Icn lebendigen Widerhill. Am 8. Navemher sprach Dr. Robert Welt sch über ״Die wirtsclmftliche Tätigkeit der palästinensischen Arbeiterschaft“. Sein Vortrag gab einen umfassenden Ueberblick über die Entwicklung des Aufbauwerkes der pVastmeirr.chen Arbeiterschaff und über ihren harten wirtschaftlichen Kanmf um die Aufrichtung eine! sozial gerechten jüdischen Lehens. Auch dieser Vertrag war besonders zahlreich vo:1 der Jugend der Gruppe besucht und erweckte bei der Zuhörers•:'-־.lt lebhaftes 111‘cressc. Von besonderem Eindruck war der Vor• trag von Dr. Max Schwabe, dem langjährigen Mit■ arbeiter am litauischen ScluilwerK, der an Stehe von Frau Wrousky am 29. November über dis Thema ״Wie gebe ich meinem Kinde eine jüdische Erziehung?“ sprach. Gegenüber der Halbheit des Oaluth forderte er eine ideale jüdische Erziehung auf der Grundlage eines hebräischen Milieus (lugendbcrddi, LamKchuIhehn), der zentralen Stellung der jüdischen Uchcrliefermig und inj Hinblick auf die produlaivicrung der Jugend für den Aufbau Erez-Isracls narb dem GesdisdiaftshikJc der Arbeiterschaft. Demgegenüber seien alle anderen Versuche Kompromißlösungen ir.d deshalb keine. Mit diesem Bewußtsein und mit dem Streben nach Errcichung jenes absoluten Zieles salb man trotzdem zunächst erreichbare Wege gehen; 1. Hchraisicrung der Familie, 2. Errichtung hebräischer (nicht nur jüiischer) Kindergärten, 3. Einrichtung iiaUrtnl gerichteter Nachmitta״ssc!1u!en an Stelle der liberalen Rciiginnssclniicn. Herr Lazarus Bar tb konnte in dem vorgcseliencu Korreferat die Ausführungen des Vorredners nur unterstreichen, mit den! er bis auf den Vorschlag der Einführung von Jugendbereichen überein* stimmte. Die Ausführungen fanden bei den wieder zahlreicher erschienenen älteren Mitgliedern der Ortsgruppe starken Beifall. Es stellt z« erwarten, daß einige der Anregungen in die Tat unijesefzt werden. Trotz des wachsenden Intercsses, das unsere Veranstaltungen im Kreise unserer Mitglieder finden, sei aber betont, daß sowohl die Teilnahme unserer älteren Mitglieder, als auch die der Mitglieder der Ju״״n<l- Organisation erheblich vers'äikt werden muß, *oll unsere intensive Arbeit den Zionismus in unserem Bezirk vorwärtstragen. Ca:sei. Naclt einer Mitgliederversammlung, die die ersten Anregungen für di: VVintcrarbcit gab, hat diese Arbeit ernsthaft eingesetzt. Dabei erfahren wir wertvolle Unterstützung und Förderung au'11 van lüeli'zbnistischcr Seite, die heranzurtelien uns in erfreulichem Maße gelungen ist, und zwar aut jüdisch-kulturellem Gebiet, im Bereich des K.H. und N.-F., deren Llingimge sich denn auch erheblich erhöhten, und ln der Organ!derung der Chatuzfürsorge. Seinen öfientliehen Ausdruck fand das stark von zionistischer S’i:e insniriertc jüdische Leben Cassels in f Igentkn Veranstaltungen, die sich eines ״Iciäimüfli׳־־ starken Besuches d»r »cnis'Isc’ren und nichtzFnis'is.-hcn Juden erfreuten 1. ln einer gnß/'rgig und geistvoll angelegten Simcliat-Tlnra-Foler d>׳s Na ionalfonds, einem ״Fest für große und kleine Kinder“, in dessen Mittelpunkt die Biblischen Punpcns'lcfe (Aufbau-Verlag)^ s'anden, aufgeführt von ״lebenden Puppen“, d. h. jüdischen Kindern aus allen Lagern; 2. in einem jüdischen Kunstabend, betitelt: ״Die Sehnsucht nach dem Ursprung", den Meinhart Maur vom Deutschen Theater, Berlin, gab (siehe unser Feuilleton in der vorigen Nummer. Red.); 3. in einem Vortrag unseres treuen FreunTvr, des Dr. J. Prags r, Breslau, der gerade von einer Rehe aus Ercz-lsrael zurückkam und einem vielhnndcrtköpfigcn Publikum seine frischen Eindrücke vermittelte: .Jerusalem, Emek und Tc!-Awiw —sehr sachlich und kritisch, und daher um so mehr fesselnd und überzeugend. Hier sah man wieder, was Ja nichts Neues Ist, aber nicht genug betont werden kann: wie viel mehr die Schilderung der palästinensischen WLkllchkcit wirkt als alle nur ideologische, wenn auch geschickte Propaganda. In diesen Tagen hielt außerdem, auch auf zionistische Initiative hin, jDr. Emst Simon, Frankfurt, vor einem engeren, ausgewähl- Xi י"" j 1 *j? t» /״!*v n ׳■% * f% \J/ii 6* y u';7, j; rO! f :a j r■) (; 1 .״ •LLl/ •m• •1» Ni mmj1 *.-״i» N4,^ J■ Ir ■ findet am Sonntag! (M. JIM.. y t> u dan 14, 11 m,?, '־׳?,*׳''־ T7£~ A ל־ץ 9L>*£0 •In»N*N Jm wjJ• Dezember statt 3ödlsc!1er Kat Slk 66 16 ki Lt , Berlin W15, MeinelcestraS© 10

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.