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Jüdische Rundschau · 1924-11-21 · Heft 93 (21.11.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 93 (21.11.1924)
Date
1924-11-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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14 \ I *■ I 4 I I I * I ן I f c 4 1 I i (I t s "ו ׳,* * £ # M w» Ä f I I I ו t I f 1 1 1 •i ,ו ״; R?! Nr. 03 «1it der erforderlichen Wirkung unser Werk ergänzen und fortsrtzen können.“ 111 dieser Gegenüberstellung von Zitaten ist der grundsät/liclic Unterschied dargcstcllt, der die Opposition von — nun, nicht von Dr. Weidmann, aber von seinen deutschamerikanischen Kommentatoren trennt. Wir schlcditgcsimitcu Oppositionellen Weihen dabei, •laß mit der Durchführung des Agency-Programms die politische und wirtschaftliche Leitung der Palast in akoionis.1t ion der z.!o* nistischcn Exekutive aus den!Linden genommen wird. Wir meinen, daß damit die wesentliche Rolle der Z i o!1 i s t i - sehen Weltorganisation ausgespielt ist und daß eine neue Organisation an ihre Stelle treten muß, wenn das leitende Organ nicht zu einem Wolilbitigkoiiskomiiec vorkümmern soll. Wir glauben nicht an den Fortbestand Und die Ausdehnungsfähigkeit einer Zionistischen Wcltorgani- «sation, an die Werbekraft von Kongressen, an zweckvolle Tätigkeit eigener leitender Organe, wenn das PaseRr Programm von einer nmleren Körperschaft verwirklicht werden soll. Das Beharrungsvermögen bestehender Einrichtungen, die Ciewohnlich der im Zionismus groß gewordenen Generation kann noch eine Weile über die Folgen dieser Politik hinweg',äuschcn — den neuen Generationen hat die Zionistische Organisation nichts mehr zu geben. ״Was sch.ulet’s?“ fragen heute schon vereinzelte Stimmen; ״mag doch diese Organisation verschwinden, wenn Besseres sic ersetzt.“ Ja. wenn . . . Aber wir Waren ja Gegner dieser Ageitcv-Polilik, nicht weil wir die Verständigung mit den Nieht/Ionlslen ablelmten — die haben Vvir früher für 1n"g'iel1 gehalten als die Malad ־■re des R.i.likaüsmtis —, «mildem weil diese Agcncy-Polilik von l)r. Wei/mann voreilig .־!»gekündigt und mit schädlichen Angriffen auf die eigene Organisation verbunden wurde; weil die für die nächsten Jahre zu erwartenden Resultate dieser Politik in keinem Verhältnis zu der aus ihr folgenden Erschütterung des Zionismus stehen — was wir schon vor zwei Jahren vorausgesagt haben und heute, 15 Monate nach dem Kongreß, als Tatsache konstatieren können. Die Mehrzahl der Zionisten, die diesen Weg nicht freiwillig, sondern unter dem Druck des Willens Dr. Weizmatins betreten haben, verschließen die Augen vor den unvermeidlichen Konsequenzen der jüngsten Entwicklung cd er ergehen sich in phrasenhaften Lobpreisungen der Zionistischen Organisation und geheimnisvollen Andenfangen ihrer künftigen Herrlichkeit. Sic sollten lieber den Mut der Erkenntnis hahen und entweder einen letzten Versuch unternehmen, diese sichtbar zerfallende Organisation neu aufrubaiicn oder —• was ira heutigen Stadium allein möglich zu sein scheint — die Vorbereitung der neuen Agency׳- Organisation tatkräftig zu betreiben. Keine dieser Möglichkeiten wird ergriffen; und eines Tages wird Dr. Weizmann erkennen, daß nur die Opposition sein Agcncy-Programm ernst genommen und wirklich verstanden hat. * Nachwort der ReMlIoi» Obwohl es uns zweifelhaft Ist, ob eine Erneuerung dieser Diskussion im gegenwärtigen Augenblick zweckmäßig und fruchlbar ist, sind wir doch gezwungen, der Zuschrift des Herrn Liclitlieim einige Worte liin/u/ufügcii, zumal Herr Lldiiheim die Vorbemerkung der Redaktion zum Aufsatz . Dr. Solowcil&chiks kritisiert. Zunächst wäre zur Auslegung des Wortes ״gutgesinnte Beurteiler" zu betonen, daß . die Interpretation, die Herr LichthcLm diesem Worte gibt, der Redaktion vollständig fcrngclcgcm ist. Es war nicht unsere Absicht, Herrn Dr. Soloweitscliik schlechte Gesinnung vorzuwerfen, was unsinnig wäre; wir wollten vielmehr sagen, daß diejenigen Beurteiler, die mit jener Gesinnung an dir: Worte Dr. Weidmanns herangetreten sind, die der Engländer ״good will" nennt, dia also nicht den au־, dem Zusammenhang gerissenen Salz in seinem Worlsinnc, sondern den Satz in seinem gedanklichen Zusammenhang betrachteten, verstellen konnten, was damit gemeint war. Wir sagten cusdrüeklieh, daß der zitierte Satz ein gewisses Aufsehen hervorgerufen hat und daß daher, um nicht irritiert zu werden, ein gewisser guter Wille des Verstehens, eine gewisse ״gute Gesinnung“ gegenüber der ganzen Rede notwendig war. Wir glaubten, daß diese Bemerkung nicht anders verstanden werden kann. Wenn Herr Lichthciin daraus den Vorwurf der nicht nur relativen sondern absoluten schlechten Gerinnung herausgelesen hat, so bedauern wir dies und nehmen gern den Anlaß wahr, die Sache aufzuklärcn. Was nun das Problem selbst betrifft, so scheint uns allerdings, daß auch (He in unserem Blatte wiedergegebene, u. E. nicht sehr glücklich gefaßte Zuschrift Dr. Wei/manns keine Klarheit schafft. Der wahre Tatbestand scheint uns nach allem, was bereits über die Jcwisli Agency gesagt und geschrieben wurde, ziemlich einfach zu sein. Die Zionistische Organisation versucht aus der Erkenntnis, daß eine Steigerung und Beschleunigung des Aufbauwerkes und zu diesem Zweck eine Heranziehung aller irgendwie an Palästina Interessier־ baren Kreise notwendig int, durch die Erweiterung der Jewish Agency den in Betracht kommenden N'iclitzionistcn die volle Mitverantwortung für die Errichtung der imlioiialen Heimstätte gemäß dem Mandat cumtruumen. Sobald die Jewish Agency aus Zionisten und Niditz.ionisicn gebildet nein wird, wird d,111er sic die Verantwortung für die gesamte ökonomische Aufbauarbeit einschließlich der Aufbringung der erforderlichen finanziellen Mittel tragen. Die Rolle der Zionistixchen Organisation wird dann natürlich in dieser Be- Ziehung beendet sein, wns nicht heißt, daß die Zionistische Organisation keine Beziehungen zu dieser Arbeit mehr hahen wird, vielmehr wird die Hälfte der Jcwisli Agency vom Zionistenkongreß gewählt werden lind es gehört keine Prophcfengabc dazu, um zu wissen, daß dk aktiven und treibenden Kräfte auch in der Exekutive der ״J, A." die Zionisten sein werden. Die Funktion der rein zionistischen Organe ändert sich dann dementsprechend. Dagegen halten wir es für einen schweren Irrtum, daraus die Folgerung zu ziehen, daß die Zionistische Organisation in Liquidation irden muß. Die Zionistische Organisation wird auch weiterhin die Trägerin des Gedankens der nationalen Wiedergeburt des jüdischen Volkes sein, und zwar die einzige Volk!,'Organisation dieser Art, da ja die andern in der Jcwisli Agency vertretenem Organisationen den Palästina-Punkt keineswegs als Haupt- Programm haben, sondern ganz anderen Zielen sozialer oder philanthropischer Natur dienen und nur gewissermaßen nebenhei, soweit es sich mit ihrer sonstigen Tätigkeit vereinbart, an Palästina interessiert sind. Mit diesem Sektor ihres Jntcrcssen-Gebicte« sind sic in der Jewish Agency vertreten. Die eigentliche, breit• Schichten umfassende, ausschließlich der Wiedergeburt des jüdischen Volkes in Palästina dienende O r JUEDISCHE RUNDSCHAU g a n 1 s a t io n bfclitt aber die zlonLtLehe, wenigstens solange nicht infolge einer!»iitv/licliei! Aendenmg der Ve.ihällnbtc und der inneren jialLcheii Struktur eine neue Organisation cniiiaiiden ist, dk die direkte Fortsetzung der zionistischen bildet. Dies vorauszusehen, wäre heule u, £. verfrüht. Augenblieklieli wird die Situation 80 sein, daß Agency und Zkmiitisdic Organisation in einer Wechselwirkung stellen werden, die stell In der Praxis erproben muß. Beide Organe sind auf einander aitgewiesen; die Zloiiisi ».clic Organisation kann vor dem Volke ihr Ansehen nicht weiter erhallen, wenn nicht du ich ein schnelles J'ortschrcitcn der Paläslinn-Afbclt eile Realität der Palästina-Lösung sich erweist; dieses schnelle Fori schreiten wird durch die Agency ermöglicht werden. Andererseits aber wird die Agency gar nicht funktionieren können, wenn nicht eine starke Volksbewegung, verkörpert in der Zionistischen Organisation, immer von neuem die tiefen Volkskräfte, die aus dem Gal ns zur Freiheit streben, weckt und organisiert. Daher war es nicht falsch, wenn immer wieder gerade im Hinblick auf dio geplante Erweiterung der Agency an die Zionisten appelliert wurde, alles cltizuscfzcn, um die Organisation zu stärken, die zionistischen Verbände nt aktiviere», neue Menschen zu gewinnen und einen möglichst ״roßen und selbstbewußten Kreis der zuverlässigsten und erf-s! fl ^•-י* ץ־י■ ** wj y W>.j w gebensten Zionhten zu bilden, der sich selbst überall als verantwortlich empfindet. Denn wer sich verantwortlich fühlt, der ist cs. Die Zionistische Organisation wird eine uinso größere Rolle In Zukunft spielen, je mehr Kraft, Mühe, Opfer und guten Willen die Zionisten allerorts auf Ihre Erfüllung mit Inhalt und Arbeit verwenden. Wir sind der Ansicht, daß gerade in dieser Beziehung unsere Exekutive bei weitem nicht olles getan hat, was zu tyu ihre Aufgabe gewesen wäre. Aber das gibt den anderen Zionisten, die van der Not- Wendigkeit einer Verstärkung und Aktivierung der Organisation durchdrungen sind, noch kein Recht, Klagegesängo über die drohende Liquidation anzustimmen, sondern es erhöht die Pflicht aller verantwortlichen Zionisten, ihrerseits und an ihrem Orte alles in ihrer Macht Liegende zu tun, um die Organisation zu stärken und die zionistische Arbeit intensiver m gestalten. Wir sind heute in einem Zustand, wo der Wiederaufbau der Organisation von unten her beginnen muß. R.W. Die Verfolgung der Fosencr Juden Warschau. (J.T. A.) Dieser Tage erschien eine Dcle* gation der Posener jüdischen Gemeinde und des Posencr Kaufimitinischcn Vereins, geführt von den I lerron W a i k h e I m und Domb und in Begleitung des Senators Trusker und des Dep. Wischlitzki beim polnischen Ministerpräsidenten G rahski und überreichte ihm ein Memorandum, ln welchem darauf!angewiesen wird, daß die unaufhörlichen Pogromtaten des berüchtigten Sekretärezik, der mit seiner Bande (agd auf ׳lfle von auswärts kommenden Juden macht, die Tatsache gezeitigt haben, daß keine auswärtigen Kaufictitc in dir nach Posen zu kommen wagen. Dadurch wird tief Handel in Posen in cmpfind'icher Weise getroffen. Die Abordnung stellte eine Reihe Forderungen auf, u. a. die folgende; Die jüdischen Kinder sollen zum Besuch der Staatsschuld! zngclnsscii werden;die jüdische Bevölkerung lind die jüdischen Institutionen sollen vor den Anschlägen seitens der jxiliüschen studierenden Jugend geschlitzt werden; die Re* qnisition jüdischer Synagogen, die Schließung jüdischer Filed* höfe und die Auflösung jüdischer Gemeinden in der Posener Gegend unter der Vorgabe, daß die Juden alle weggezogen sind, mögen auihören. Ministerpräsident Grabski erklärte: Das politische Komitce der Regierung werde sofort alle diese Fragen in Erwägung ziehen; die Regierung wird mit aller Energie die Saniirung der Verhältnisse in der Wojwodschaft Posen durchführen. Nacliricltirn aus RnniSalcn In Kischiiiew traf eine Abordnung der jüdischen Be* vüikmmg aus Jedinez (Kreis Cliotin in Re(larnbieti) ein, tun im Namen von 400 aus den Bürgerlisten gestrichenen jüdischen Familien zu intervenieren. Alle diese Familien sind angestammte Beßarablcr, denen jetzt die Ausweisung aus dem nimänisdien Gebiet droht. Auch in anderen Orten Boßarabiens wurden zahlreiche Juden ohne Grund aus den Biirgerlisteii gestrichen. Angesichts der Schulpolitik der rumänischen Regierung, die durch die letzte Reform den Juden ihre Schulen genominell hat, dürfte cs interessant sein, einige Ziffern über die jüdischen Bilduugsanstalten in Beßafabic» anzuführen, schon deswegen, weil sich in BcMrabieti im Laufe der letzten Jahre infolge der besonderen Voraussetzungen für eine rein jüdische Schule, ohne Uebergnngsspfache, das Schulwesen besonders entwickelt hat, im letzten Schuljahre gab «* 10 Kindergärten mit 732 Kindern, •II Volksschulen mit 1513 Schüler0 ,״ Progymu.1׳;icn mit 1343 Scliülcru, 13 ('ivmuäSicff mit 1070׳ SChfdei'rt und 50 Abendkurse mit 27A5 Schülern, zusammen 14f lnstitutionen mit 16451 Schülern und 527 Lehrern. Seite 667 Spreebsaal Wir erhallen folgende Zuschrift: Ich glaube, daß die Zeit vorüber ist, in der alle Zionisten mif eine bestimmte Koloiikitionsiiiclhode schwören solle״, sic würden heute froh sein, jede Methode anzunehmen, wenn sie erfolgreich zu sein verspricht, auch wenn sie nicht sozialistisch ist. Vielen Ziomslc» tut es leid, daß sie die Friedcnszcit nicht dazu benutzt haben, um in Pa- Listina Land zu erwerbet». Es wäre einem großen Teil vor» ihnen Wühler und auch für das Land besser. Da nun die Zeit licranriickl, in der cs manchem deutsche־(» Zionisten wieder vergönnt sein dürfte, »0 manchen Groschen zu ersparen, möchte ich Her zionistischen Ocffentlichkcit von dem Erfolg einer Imliviihialkeionisation erzählen, damit Zionisten selbst kleine Mittel vorteilhaft anwenden können. Nach meiner Rückkehr von einer Palfistinnraisu im Sommer 1007 hielt ich Herrn Professor Warburg Vortrag darüber, daß die besten Kolonisten׳,ohne gezwungen sind, das Land zu verlassen. Bekanntlich ist ja Herr Profcssor Warburg der einzige deulsclic Zionist, der vom ersten Augenblick, ln dem er in die Bewegung clntrat, die Orgnnisation zu praktischer Arbeit in Palästina zu veranlassen suchte, und aucli im Bereich seiner Mitlcl kolonisatoriiche Bestrebungen persönlich unterstützte. Nach Anhören meines Vortrag» ersuchte mich Herr Professor Warburg um Vor* schlage. Ich schlug vor, eine Fläche von 3000 Diinan» bei Rechobot zu erwerben und den arbeitswilligen Koionistensohucn In der Form zu überlassen, dal) sie nach einer bestimmten Zelt auf icdcil I)11(1.0111 noch 20 Ookl banken bekommen «ollen und nach sechs Jahren mit den Kapitaigebern (II# Pflanzungen zu gleichen Hälften teilen sollen. Alle Interessierlrn, welche damit den VenvalUmg8appar.it und mit ihm ihre Sinekuren fallen sahen, stürzten sich wie eine Meute darüber, der Bankrolteur von Agudat Netaim hat sich nicht gescheut, «inen Spezialagcnteu nach Berlin zu senden, damit der Plan nicht zustande komme, Herr Professor Warbürg wurde mir von einem bestärkt: von Dr. Rnppin, der gerade von seiner ersten Palästinareise zurilckgckenrt war und erklärte, soviel Vertrauen, wie ein hergelaufener Adininhlralor verdienen die Kolonislcnsölmc sicherlich. Da die Gegnerschaft auf allen Seiten zu groß war, beschloß Professor Warburg, den Versuch cinstcilcn nur mit drei Kolonisten zu unternehmen. Nach einer Sitzung am 7. 10. 1007 wurde der Bode» telegraphisch gekauft, obwohl derselbe Boden von Herrn A. Ahronsoh« als sandig und unbrauchbar bezeichnet wurde. Die Arbeit wurde voll drei Kolonisten über* nommc», über die keine besonders guten Referenzen Vor* lagen. Nach sechs Jahren waren die Arbeitnehmer ver* pflichtet, die Hälfte der Pflanzung den Kapitaigebern zu überlassen. Da aber kein Kolonist sich gern von seinem Boden trennt, zogen sic es vor, den abgeschätzten Wert der Hälfte den Geldgebern In bar auszuzaiilen. Insgesamt haben die Geldgeber auf die dreihundert Dunam für Boden und Arbeit 13 000 Fres. Investiert und bekamen von den Kolonisier! 23 000 Fres., so daß sie 10 000 Fres., d. ». <=a 76 0/0 in sechs Jahren, verdienien. Herr Professor O ppe n * beimer schrieb mir nach der Liquidation: ״fei! gratulier« Ihnen zu dem Erfolg, der um so größer ist, als all« anderen KdonisaÜonsincthodcn mit schweren Mißerfolgen geendet haben." Es war das erstemal in der Geschichte der Koloni* sation Palästinas, daß ein Siedler so billig derart installiert werden konnle, daß er siel! selbst erhalten und di« Auf• Wendungen für ihn so schnell und so hoch verzinst zurück• zuzahlen vermochte. Parteipolitische Rücksichten haben die Zionistische Orf. .. . ...... ־'• ־'־ '* ־'־' ־־־־־''־ müssen, denn mit diesem System ist sie in cler Lage, mit den 200CK:0 £ jährlich auch bei den heutigen Verhältnissen 600 Siedlungen ins Lebe» zu rufen. Wenn sich deutsche oder andere Zionisten finden, die mit kleinen Mitteln ein« Siedlung fiir sieb in Paki.thm schaffen wollen, so können sie es noch heute mit 6000 Gold mark erreichen und sich in dieser Angelegenheit nn Herrn Professor Dr. O. Warburg, TebAwiw bei Jaffa wenden, M. Weiner, Rechoboth, derzeit Berlin, a Von der ״Women's International Zionist Organisation" Central Office, London, erhaben wir nachfolgende Zuschrift! ״Bezugnehmend aut den Artikel von Frau H. H. Cohn ,Die Mädchen{,itm in Naiiatal‘, der am 17. Oktober in der ,Jüdi• sehen Rundschau‘ erschienen ist, erlaubt sich die Wcltorgani• sation Zionistischer Frauen richtigzustcllcn, daß der An• schloß der Cnnadisclicn Ffauemrganisation an die W. Z. r. und damit die Dollarspcnde z11guns.cn der Landwirtschaftlichen Schule in Nahalal de? Initiative von Frau Dr. WeizmanP zu danken ist.“ Die ORT- Akt'oi in Deutschland Im Anschluß nn die Aktion, die die Gesellschaft ״ORT" in Deutschland eingclcitct hat, fand am 13. 11. im 2. Ver* wnlUingsgebäiidc der Jüdischen Gemeinde eine Konferenz statt, an der Vertreter von 20 ostjüdischen Organisationen sowie di« Exekutive des Verbandes der ostjiidbchcn Organisationen ver. treten waren. Die Konferenz cröffnete der 2. Vorsitzende der Exekutive, Herr Zi!11 bcrk 11 opf. Er forderte die Ver* treter der einzelnen Organisationen zur aktiven Betcilifjuaig an der Arbeit der Gesellschaft ״ORT" auf. Hierauf referierte IRfr Dr. A. Singnlowsky über die Tätigkeit des ״ORT"• Verbandes in Europa und Amerika. Nach I Icrrn l)r. Sin״»* lowsky sprach Frau Dr. E. Eliaschoif über die ״ORl"* Aktion unter den ostjiidkclicn Organisationen. Es wurde schließlich nachstehende Resolution gefaßt: In Anbetracht dessen, daß der Wiederaufbau der "ruinierte* jüdischer! Wirtschaft im östlichen Europa eine Aufgabe dar* stellt, die die Anstrengung aller gesellschaftlichen Kräfte de« jüdische!! Volkes erforderlich macht, und in der Ueberzeugung, daß die Heranziehung der jüdischen Volksmassen zu pvoduk* tiver Arbeit landwirtschaftlicher mul industrieller Natur di« gesündeste Form des wirtschaftliche■! Wiederaufbaus bildet, erachtet die Konferenz der astjiidischci! Organlsa’foucn tri Berlin, daß die Tätigkeit des ״ORT"-Verbandes, auf dem Gebiete der Krediihilfe an I iandwcikcr und Landwirte, wie auch der Verbreitung von nützlichen Berufen unter der jüdische« Jugend, von graller nationaler Bedeutung ist und auf di« Uiitcrstü'zung seitens sämtlicher jüdischer Kreise ohne Unterschied der Partei Anspruch erheben darf. Die Konferenz begrüßt die in Europa und Amerika begaunerte Kampagne zugunsten des jüdischen Aufbau-Fonds lind fordert die Mit• giieder der auf der hcitligcn Konferenz vertretenen Organ!- satiohch wiiS auch L'imtlicbc Juden in Deutschland 4uf, »ich an der wlchflgen Volksarb«if de* ״ORT"*Verbandes nt be* tciltgen, ׳, i ) j u

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