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Jüdische Rundschau · 1924-11-18 · Heft 92 (18.11.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 92 (18.11.1924)
Date
1924-11-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kr. 02 ןucdוsche Rundschau Seite 659 ׳ Zur Frcjjc der Kivuzah Von Dr. Edm. Goctschel, Basel* *•)). In Nr, 73 der ״Jüdischen Rundschau“ hat Ruppl n «ich eingehend darüber ausgesprochen, ob für das zionistische Kolonisationsprogramm diu Kwuzali .wünschbar und von Vorteil sei, oder ob von Sei Lei« der zionistische« Behörden eher der Moschaw Owdim gefördert werden solle. Ruppin unterscheidet in seiner Arbeit mit Recht scharf zwiscltcn drei Arten von Kwuzotli: 1. der zeitweiligen Kvniznli, gebildet zwecks Ans• führ u n u einer öffentlichen A rb c i t, d. h. der Kwuzalt, welche sieh ad hoc zur Durchführung einer hestimmten Arbeit zusammen!indet, und dann auseinandergeht. (Akkordkwuza 11.) 2. Der Kwuzali, die sich zusammenschlicßt, int ein Territoriurn urbar und okkupationsfähig zu machen. Sie will prinzipiell nach Erschließung eines Gebietes beieinander bleiben, um sicii netten Erschließungen zu widmen. Mit dem häufigen örtlichen Wechsel ist naturgemäß auch die persönliche Bedingung der Mitglieder eine mehr oder weniger lockere. (0 k k u p a 11 o n s k w 11 z a h.) 3. Der S i c d 1 u n g s k w u z a h , welche beabsichtigt, eine bestimmte, ihr zur Verfügung stehende Fläche lamhvirtschahlieh zu behauen und daraus gemeinschaftlich und zwar ständig den Lebensunterhalt ihrer Mitglieder zu erarbeiten. Selbstredend gibt cs in der Praxis Uebergangsstufen zwischen den schematisch skizzierten Klassen und Abwandlungen je nach der konkreten Aufgabe und dem speziellen Zweck der einzelnen Kwuzah (Handwerker*, Bauja sogar Wohnkwuzaltlll usw.). Ruppin scheint aus wirtschaftlichen Gründen von der Förderung der Siedhmgskwuzah eher abraten und sich eher zugunsten der Ein/cisiedhing aussprechen zu müssen. Für die Vergangenheit glaubt er die Errichtung der Kwuzotli mit Mangel an Mitteln und Mangel an geeign e i c 11 A n s f ed 1 u n g s k a nd 1 d a t e n rechtfertigen zu können. Er stützt sicii für die negative Bewertung der Kwuzah zum Teil wenigstens auf die Argumente des kür/'ich veröffentlichten Gutachtens von Professor Me ad, der allerdings die Kwuzotli in Galiläa nicht besucht hat. Ich selbst habe im Sommer 1923, zu einer Zeit, da sowohl in Palästina als Cliuz. Lccrcz eine starke Depresnonsstimmtntg vorherrschte, Palästina besucht und mein Augenmerk insbesondere auf die Kwuzotli in Galiläa und Judäa gelenkt. Ich persönlich hege io bezug auf den Fortbestand der Kwuzotli, sagen wir während einiger Jahrzehnte, schwere Bedenken. Gegen den jahrzehntelangen Bestand der Kwuzah spricht die wirtschaftsgeschichtliche E r f a 11 - rung; dagegen sprechen ferner die wirtschaftlichen Bedenken, die Ruppin und Me ad geltend gemacht haben. Dagegen spricht die Uebcrlegung, daß jedes soziale Band sich um so mehr lockert, je enger und stärker sich die Famiticnbaivde den einzelnen gestalten. Endlich darf nicht übersehen werden, dafl trotz aller Tendenzerziehung nicht vorausgesehen werden kann, wie sich die einmal erwachsenen Kinder der heutigen Kwttzahgcnosscn einst zum Oedanken der Kwuzah steilen werden. Trotzdem komme ich heute zu einem anderen Resultat als Ruppin, da in. E. Ruppin bei seiner Betrachtung einen wesentlichen Gesichtspunkt außer Acht gelassen hat. Ich spreche im nachfolgenden ausschließlivu von der Sied- I u n g s k w 11 z a h. Abgesehen von den sachlichen Schwierigkeiten, welche die Kolonisation in Palästina für den einzelnen in bezug auf Arbeitsgeräte, Kenntnisse, Herstellung, Unterhalt und Benützung der öffentlichen Anlagen (Elcktrizitä'.szentralen, Wasserversorgung, landwirtschaftliche Maschinen, Reserve- Bestandteile für dieselben Straßen, Absatz der landwirtschaftliehen Produkte, Sicherheit, Wachtdicnst usw.) bietet, wenn er als Einzclsicdlcr einen landwirtschaftlichen Betrieb eröffnen will, ist auf den Menschenschlag, der sich die landwirtschaftliche Kolonisation von Palästina zur Aufgabe gemacht hat, in erster Linie Rücksicht zu nehmen. Damit sich genug Juden dieses schweren, für den Durchschniflsbürgcr entsagungsreichen und vom rein finanziellen Standpunkt für die wenigsten zu rechtfertigenden Arbeit untcrziciicn (die meisten würden in anderen Berufen, die ihren Fähigkeiten wenigstens ebensogut entsprechen und in anderen fJuderu «ich mehr und leichte!(!) verdleiieul), müssen sie eine derartige innere Entwicklung und Anse inander Setzung mit dem Milien, dein sic entstammen, durchgcmncht haben, daß ihre seelische Struktur, die das Resultat dieser Entwicklung und Auseinandersetzung ist, gebieterisch ihre Rechte und ihre Auswirkung verlangt. Wer diese psychologischen Voraussetzungen dieser Men• sehen nicht erkannt hat, wird das innerste Wesen der licutigen Kwuzotli in Galiläa und ln Judäa nicht erlassen”). Um es in dürren Worten auszusprechen: Der Ch,duz verzichtet auf das überkommene gewöhnte Milieu, in dem er nufgcwachsen ist! er verzichtet auf die äußeren Bequemlichkeiten der ״europäischen Zivilisation“, Vorteile, deren Bedeutung für den Alltag man meist erst dann ermißt, wenn sie fehlen. Er verzichtet auf meist mehr oder weniger lukrative und mehr und weniger leichte Erwcrbsmögliehkeiten, die die Leute seines Milieus ergreifen, und vcrzichlet damit auf eine meist sichere soziale Stcllung für seit! Alter. Er muß auf die enge Verbindung mit seinem nächsten Verwandten verzichten tmd sich von ihnen losreißen. Er durchschnoidct endgültig die Bande, »He ihn seit Gehurt und seine Familie oft seit Jahrhunderten mit seiner eigenen Umgehung verbinden. Er, der keineswegs den Charakter des Abenteurers hat, begibt sich ln ein ihm ttnbekanntes Land, für welches meistens seine engeren Kreise keine besondere Sympathie, ja oft eine ausgesprochene Antifialhie empfinden, die unverhohlen und mit Nachdruck Ihm gegenüber zur Schau getragen wird. Er ergreift einen Beruf, für den er in seiner Familie und ln seinem Milieu weder Tradition noch Ansporn, noch Verständnis, meist aber Wideritand oder ein höhnisches Lächeln findet, einen Beruf, von dem der jüdische Durciischnittsbourgcois mit überlegener Arroganz erklärt! ״Es *ei kein Oeschäft für Juden“. Er setzt sich bewußt einem sozialen Experiment aus, dessen Aus¬ *) Abgedruckt ab Beitrag zur Diskussion, Infolge Raum- Mangel verspätet. — Red. *•) Unseres Erachtens kann diese Verkennung Dr. Ruppin nicht vorgeworfen werden, nach allem, \va« «r jehon sprach und schrieb. — Red. gang nicht Bekannt sein kann und nicht abzusehen Ist. Kurt, er verzichtet 00 ziemlich auf alle» was dem Durchschnittsbourgeois ah entrcbi'113 werte» Ziel gilt; er verzichtet, um eine historische Aufgabe nt erfüllen, die für ihn so ziemlich alles das mit sieh bringt, aus was sich der gewöhnliche Mitbürger, sei er mm DurdiBclinillsproldarier oder Bourgeois, möglichst rasch herauszuarbeiten sucht. Nur Menschen von diesem Format werden Imstände sein, die historische Aufgabe der Stunde, d. i. nichts weniger als den Aufbau des jüdischen Palästina, ,zu erfüllen Der Durclischnittsjude wird cs nicht tun. Nicht I liindlcr und nUit Kzittflcutc, nicht Makler noch Börsianer, weder Intellektuelle «och literarische Schöngeister, weder Berufsbeter noch Prediger worden das jüdische Palästina aufbaueil, nur der landwirtschaftliche Arbeiter und der Steinmetz werden das Fundament logen. Diese müssen aber, um pich der schweren Aufgabe zu unterziehen, von Idealen und Ueberzeugungen nationaler und sozialer Natur, belebt, ja beherrscht, man möchte sagen bcscsscn sein, die sich unwiderstehlich auf allen O c b i c t c!11 11 r c s Tuns au *wirken, und von der Zionlstischen Organlsa Fon und ihren Aemtern respektiert werden müssen. Von diesen Menschen wird das jüdische Palästina auf• gebaut werden, oder es wird gar nicht aufgebaut werden. Daß ihnen als oberstes Ideal der Aulhau der jüdischen Heimat vorschwebt, ist selbstverständlich. Daneben wirken für ihr Tun und Lassen eine Anzahl determinierender Mo* mente sozialer und persönlichster Natur mit, die hier einzeln zu analysiere« Ich nicht in der Lage bin. Sie wollen aber in ihrer Auswirkung ebenso respektiert sein, wie das nationale Motiv des Aufbaues. Bei vielen Chnluzitn stellt der Gedanke der Schaffung neuer sozialer Formen zwecks Verwirklichung des Postulates <|cr Errichtung einer Ordnung sozialer Oercchtigkeit derart Im Vordergrund Ihres Tuns, daß ihre Arbeit und Mühsal undenkbar wäre, wenn nicht zur nationalen Aufgabe schlechthin das Bewuß'.seln träte, eine soziale Aufgabe der Menschheit zu erfüllen, deren Verwirklichung sic in der Kwuzah sehen. Mit anderen Worten, diese Kategorie wertvollstcr Menschen können aus psychologischen G runden ihre Kraft und Ihre Person nur In der Form der Kw 11 zah dem Aufbauwerke weihen. Für andere wiederum ist cs das Band der persönliehen Freundschaft, das sie mit ihren Arheitsgenossen verbindet, und — es sind dieser nicht wenige — welches die unerläßliche Voraussetzung dafür bildet. Die unmittelbare Freude und Genugtuung:, sich mit gleichgesinnten Freunden in derselben Aufgabe aufs engste verbunden zu wissen, gibt ihnen das Acquivalent für alle Mühsal und Entsagung, wobei die Kwuzah ihnen hierfür ah einzig mögliche Form erscheint. Mit anderen Worten, auch diese Kategorie kann die Aufbauarbeit nur auf sich nehmen, wenn sie ihr in Form der Kwuzah ermöglicht Ist. Es ist hier nicht nötig, die Motivanatvse weiterzuftthre״ Noch unzählige Motive wie das KlnsiemolklarltStsprinzlp, das Prinzip der Gleichberechtigung der Geschlechter, da» der adäquaten ArBeitszuwclsung usw. hoffen Itl der Form der Kwuzah Verwirklichung zu finden. Solche psychologischen Momente, -* Jeder wird «8 bestätigen, der den E״»ek Jesrccl durchwandert, den Hasch mier I fazai'r, die Kwuzali Chefzlbnh, die Pioniere in Tel Josef a!1 der Arbeit gesehen hat, der mit den St ein kl opfern und Strnßeiiarbcitcrn in Bcth*Kcrcm nach Feierabend Qespräche gepflogen — sind ebenso ausschlaggebend wie die rein wlrtschriftlichen, «nd dies scheint mir Ruppin in seiner Bctrachtung zu wenig berücksichtigt ru haben. Ich liege dieselben wirtschaftlichen Bedenken wie Ruppin. Trotzdem erachte Ich die Kwuzah und die Ermöglichung neuer Siedlungskwuzoth als notwendig, da ein Großteil, wenn nicht der größte Teil der Chaluzlm, dieses luicnlbehrikhen Menschenschlags, die wertvollsten und luiläßi'chen Arbeiten wegen psychologischen Voraussetzungen nur in der Form der Kwuzah auf sich nehmen kann. Eine andere Frage ist die, was späterhin aus der Kwuzah werden wird. Ich möchte daher die Schlußfolgerungen Ruppfns, ln wclchen er sagt: 1. daß die Form der Kwuzah unter den historisch gegebenen Bedingungen die einzige Möglichkeit der Zionistischen Organis.'iihm In der Vnrkilcgsz'lt war, Neue» auf dem (leidet d!׳r lamlwlrluchflft'l ׳heil K׳'I t11l»ti'o!1 zu *chalfen. 2. D,1ß heute die Gründe, welche bei Beginn der zionistischen Kolonisation für die Grtippeniiedelung den Ausschlag gaben, wcggefallen sind, 3. daß die Einzclansledelung heute ebenso möglich sei, wie die Gruppcnanslcdeiung, d a 11 i ri c r g ä n z c 11: 1. daß mit Rücksicht auf die psychologischen Vor• aussetz 11 ngen, die beim grüßten Teil der allein für den jüdischen Aufbau In Betracht kommenden Menschen vorliegen, auch heute noch die Kwuzali die wich• 11 gs t e K <> 1 o n 1 8«11 o n r f 0 r m sein muß, 2. daß neben den historischen Gründen (Mangel an Mitteln und Menschen), welche die Kolonisntiousform der Kwuzah bedingten, für Errichtung neuer Kwuzah heute atisschlag* gehende psychologische Momente getreten sind, 3. daß, obwohl die Elnzelsledlung heute sachlich ebenso möglieh ist wie die Gruppensicdluttg, aus den skizzierten Grün• den die Kwuzah wenigstens ebenso sehr An• prtich «auf Förderung seitens der verant• .,örtlichen Kolonisation* be 11 örden hat, .׳ ic der Moschaw Ordim und die änderen ormen der Eintelsledlungen, Ich möchte nicht unterlassen, auf eine wichtige Konsequenz hinzuwelscn, die sich aus obigen Ausführungen ergibt. Die K w u z 0 (h «lud heute für den Aufbau de* Landes notwendig. Unsere besten Menschenkräfte widmen sich ihnen zum Aufbau de» Landes. Bedcutendo Wirtschaft• Sji?ןnrsf| f!p!7 ךי׳״־ליי״יא!יל ןi'ןזןז!־״י׳זיי?ו'דר«« גי<י*!ר*י I sij!;,19 vdt iiui Lul 14״Sil Liu«t14.4.ub.swil Lui yÜiidUliy *•-» Mittwoch, den 19. Nov., abends & ג/י Uhr, r!! 4• im Zion'sf. Helm, Landsberger Slrafie 69 P i‘' * ÜsMiiJOoiwirafjHilW.uiii üKlMmprioiiJ * 1 Ü ,/! י‘! Referent: 1 Herr Rabbiner Dr, Ariimr Levy ä liehe Werte, welche zum Teil aus öffentlichen Mitteln gelinsten sind, sind ihnen invertraut. So sehr die Kwu/oth uml deren Förderung heute durch die zionistischen Kolonisationsämter notwendig sind, deren Entwicklungsmöglichkclt scheint au» wirtschaltliehen, sozialen und psvcli'Iogi!■׳eben Erwägungen keineswegs als geklärt oder gar sichcrgcstellt. Es wäre aber unverantwortlich, sowohl den Chaluzim als der Allgemeinheit gegenüber, die hervorragenden menschlichen Kräfte, die der Gedanke der Kwuzah bis heute ausgelüst hat und die Wirtschaft• liehen Werte, die die Kwuzah erzeugt, dem Aufbau werke nicht zu erhalten. Es Ist eine der vornehmsten Aufgaben der Zionistischen Organisation, dafür besorgt zu sein, daß, wenn die konkrete Kwuzah einmal nicht mehr haltbar sein sollte oder das System überhaupt sollte fallengelassen werden, rechtzeitig die Wirtschaftsformen vorbereitet werden, die geeignet sind, den Ansiedlern von solcher Unbedingtheit die schwerste seelische Enttäuschung ru ersparen, und damit die sehr großen von der Kwuzah geschaffenen wirtschaftlichen Werte dem Auf* bau Palästinas zu erhalten; kurz, dafür zu sorgen, daß die betreffenden Chaluzlm nicht dem Eindruck unterliegen, sich umionst und zwecklos der historischen Au'gabe unter unsägliehen Entsagungen geweiht zu haben, und daran! bedacht zu sein, die geschaffenen Wlrtschaltsbefilebe dann In andere zeitgerechte Formen rechtzeitig übcrzulciten. Videant Consulcsl 6rcz-I8rael Nordli und Tri D’ordaa Odegentlich einer Europareise besuchte der Bürgermeister von Tcl-Awiw, Herr Disengoff, Frau Noraau und deren Tochter in Pari* und erzählte Ihnen von der Gründüng und dem < ilien der beiden nach dem Führer benannten Stacltvi . .! bei Tcl-Awiw, .,Nordia" und ״Tel Nordau“. Frau Ne «lau und ihre Toenter zeigten großes Interesse für diese lebenden Denkmäler. Nach seiner Rückkehr sandte Herr Disengoff Ihnen ein Album mit Photogranhlcn der neuen Stadtviertel. Frau und Fräulein Nordau schlcklcn darauf folgendes Schreiben an den Bürgermeister von Tel-Awlw: ״Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für die große Aufmerksamkeit, die Sie mir durch Zusendung der Photographion von Tcl-Awiw erwiesen haben, wo der Name meines aufopfernden und großen Oatten und seiner Väter durch Errlchtimg von Häusern, Straßen und Gärten verewigt wird. Sein letzter Traum war, selbst hinzugehen, um mit eigenen Augen die seinem Herzen so teuren Plä ze zu sehen und auch die anderen Städte und Kolonien zu besuchen, wo Juden, begeistert von seinen Lehren und Handlungen, neues, produktives Leben auf den Ruinen von Alt-Judäa geschaffen haben. Es blieb ihm versagt, Jenen heiligen Boden zu betreten, aber sein? Tochter und ich hoffen eines Tages hinzukommen. Wir möchten Ihnen unser großes Interesse aussprechen, welches wir für das Palästinawerk und seine vielversprechende Zukunft empfinden. Indem wir diesem Augenblick cntgegcnschen, danke ich ihnen herzlichst für die esnndtcn Broschüren und Photographien und bitte Sie, unsere csten Qiückwünsche entgegcnzunchmcn. Anna und Maxa Nordau.“ Nordla wurde auf Boden des K. K. L. errichtet, der diesem Stad!viertel auch ein Darlehen für Wasserversorgung und Wegebnuten gewährt hat. Die Häuser wurden mit Hilfe der Allgemeinen Hypothekenbank gebaut, die mit den Mitteln de» Keren Hajessod arbeitet. Kamp! geficn die ״indische ElrktrlilWl“ Jerusalem, (J.T.A.) Die Haifier Arabische Handelskammer, sowie eine Anzahl arabischer Fabrikanten und Mukhtars in Haifa überreichten dem Bürgermeister von Haifa rin Memorandum mit der Forderung, die Rutcnbcrgschen Elektrizitätswerke zu boykottieren. In dem Memorandum wird esagt, die arabische Bevölkerung wolle von einer Elektrizität, ie von einer jüdischen Gesellschaft geliefert wird, keinen Gebrauch machen; es werde die GiünJ'wg einer arahischen Fl! ktrlzitätsges-llschaft beabsichtigt, die die arabische Bevölke׳ rung mit Elektrizität versorgen soll. Eine nene palästinensische Bank ln Half« wurde laut Memorandum der Gesellschaft zur Ffllmmg allgemeiner Bankgeschäfte die Paleitlne Merca nt Ile Bank Ltd. gegründet. Das Grümlungskapilal beträgt £ 23000 ln Aktien von je 1 £E. Die beiden ständigen Direktoren sind! Herr Sol. Cohen, ehemaliger Provinzial- Vizepräsident der englischen Zionistenförderation und der eng-!!sehen Natlonnlfomlskommission u«d Herr David Sh Indier, ehemaliges Mitglied des Zkjnist Central Council zu Llver- Pool-England. Die Zahl der prominenten ausländischen Zionisten, die Ihr Kapital In Palästina investieren, Ist im Wachsen begriffen. Die pallsllncnslsclic Tabikcrnle zur liällle Jüdisch Jerusalem (P.C.). Laut offizieller Fests'cltung werden 1ms der diesjährigen Ernte ca. 1140 Tonnen Tabak für den Export bestimmt. Davon sind ca. 900 Tonnen türkischer und 210 Tonnen ״Baladi" (inländischer) Tabak. Die Hälfte der Tabakernte wurde von jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen, einschließlich der großen kooperativen und Einzel* Siedlungen des Keren Hajessod, produziert. ♦ Jerusalem (P. C,), Die der Zionistischen Exekutive für die nächsten sechs Monate — Oktober bis März —• /.!!gestandene« EinretcvF.cn werden In der Hauptsache dazu verwendet, um spezielle Arbeiter für die Tabak- Industrie ח ach Palästina zu bringen. Die Veqxickung des Tabaks muß In einem Monat in Angriff genommen werden. An die verschiedenen Palästina-Acmter sind telegraphische Instruktionen ergangen, damit sie für pünktliches Eintreffen der erforderlichen Anzahl von Chaluzlm Sorge tragen. Ibn Saud an die palästinensischen Mohammedaner. Der Mohammedanische Oberste Ra( von Palästina erhielt am 11. November vom Sultan Ibn Saud eine Ei»! idu •g, zu dem von ihm nach Mekka cinheruiencn M o h a 111111 e d a n i sehen Weltkongreß Delegierte zu entsenden. Auf dem Kongreß sollen die mit der Zukunft der 1!eiligen Stätten zusammenhängenden Fragen, sowie die Wahl eines Kaii'en durch Repräsentanten der gesamten mohammedanischen Welt zur Erörterung kommen.

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