Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 90 (11.11.1924)
- Date
- 1924-11-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 00 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 645 Die Einwanderung im Monat Oktober Jerusalem (J.T.A.). 1111 Monat Oktober sind in Palästina 200י Immigranten e i n g e t r o f f c n. (Die Zahl der Immigranten im September betrug 2300.) Plan einer Textllslactt in Palästina Jerusalem (J. T. A.). Die bekannten Textllfabriknnten aus Lodz, Gebrüder Rosenberg, die jetzt In Palästina weilen, sind mit der Organisierung einer Textilindustiie in Palästina beschäftigt. Sie!)lauen die Errichtung einer neuen Stadt in Palästina, die ein Sitz, der heimischen Textilindustrie sein soll. Zunächst werden etwa 200 bis 300 kleinere Textilfabrikanten eingeladen, sich in Palästina anzusiedeln und dort ihre Betriebe cinzuricliten. Dabei soll die Arbeit für eleu Ausbau der Industrie in größerem Maßstabe fortgesetzt werden. Das Projekt findet die Billigung der Zionistischen Exekutive. Die Liatlverfnessnng in Palästina Die palästinensische Regierung gibt sich Mühe, die K a t 81 ג e r V c r m c s s u n g Palästinas, mit der im Februar 1021 begonnen wurde und die hauptsächlich die Anlage von Karten bezweckt, die die Eigentumsgrenzen mit genügender Genauigkeit anzcigc», schnellstens fcrtigziisteilen. Sir Erncst MacLeod Dowson, Ratgeber heim ägyptischen Finanzministerium und Generaldirektor des Acgyplisclieii Landvcrmcssungsdicnstcs, i!st für dir? Dauer von vorläufig vier Monaten von der palästinensischen Regierung cingeladen worden, ihr hei der Beendigung der Vermessung des Bodens beratend zur Seite zu stehen. Die Miltlüriiilidit der polnischen Paläslinarmlgranltn Warschau (1. T. A.). Gemäß einer früheren Verordnung der polnischen Regierung veröffentlicht jetzt das Kriepsministcriiim Vorschriften, laut welchen polnische Juden, die im militärpflichtigen Alter stehen und nach Palästina auswandern wollen, keine besondere Erlaubnis des Kriegsministers cinzuhoien brauchen, wenn sic die palästi* iiensichc Staatsbürgerschaft annehmen. Personen, die eine andere als die palästinensische Staatsbürgerschaft nimclimcu wollen, bedürfen hierzu einer besonderen Erlaubnis des Kriegs- Ministers. Ein Optionsgesuch für Palästina genügt, uni den Optanten von den Pflichten der polnischen Staats- Zugehörigkeit, auch den militärischen, zu befreien. Das gilt nicht nur für Personen, die bereits In Palästina wohnen, sondern auch für solche, die die Absicht haben, sich in Palästina onzusiedeln. Protest der New •Yorker Zlonlslea gcgci die VcrJoIpnfjen In Russland New York. (J.T.A.) In einer am 2. November von den New Yorker Zionisten abgchaltcnen Massenversammlung zur Feier des siebenten Jahrestages der Balfour-Deklarntion wurde eine scharfe Protestresolution gegen die Z io n ist c n ve r fol gu n ge n in So w j c t r u ßl a ח d angenommen. In der Resolution wird gefragt, warum das Joint Distribution Committee, welches das jüdische Landansiedlungsprojekt der Sowjcfrcgicrung unterstützt, nicht zugunsten der Zionisten interveniert. Aus der jüdischen Welt Grtz -Io«־a«l »ft.-——•״fr*.. .. ״,, , ,, , , >|t1; General Weygnncl In Palästina. General V/ey^and. der französische Oberkommissar für Syrien und den (!roßen Libanon, wird am Mittwoch, den 12. November, zum Besuch in Palästina eintreffen. Er wird Gast des Oberkommissars Herbert Samuel sein, dessen Rückkehr aus Genf in diesen Tagen erwartet wird, Einlgungsbcstrebunßcn unter den Arabern In Palästina. Der Jerusalemer Korrespondent der in Kairo erscheinenden arabischen Zeitung ״Mokka tarn״ teilt mit, es sei jetzt in Palästina eine Bewegung in Gang, die darauf hinzielt, alle arabischen Parteien im Lande zu vereinigen. Dadurch soll die arabische Sache, die infolge der vielen Parteiungen und der Rivalität unier den Führern zum Mißerfolg verurteilt war, gcfördert werden. Eine palästinensisch-arabische Legion gegen die Wahnbltcn. Laut einer in der Jerusalemer arabischen Zeitung ״Li ssan el Arnb" am 2. November erschienenen Mitteilung haben sich allein in Nablus 150 palästincnsichc Araber als 1're i w i 11 i ge n ־ Lcg »o rt ä r e eintragcii lassen, um für die Ilaschiniiten und gegen die Wahibltcu im Hcdschas zu kämpfen. (J. T. A.) Geringe Auswanderung aus Palästina. Laut den im palästinensischen Amtsblatt erschienenen Zahlen sind im Laufe des August aus Palästina 74 Leute ausgewandert, darunter 40 Christen, 5 Mohammedaner und 29 Juden. Die TUtigkcit der jüdischen Friedcnsgerichte. Während des Jahres 5081 (1921/24) erledigten die jüdischen Friedensgcrichtc in Palästina (Mischpat iTisehnlom Haiwri) 439 Streit- 'fälle. 46 Friedensrichter betätigten sich in den Gerichten, Unter ihnen Rechtsanwälte, Schriftsteller, Geschäftsleute und Künstler, Ein ״Hcrbcrt-Samucl-Vlcrtcl״ in Haifa. Vor einigen Jahren haben rumänische Juden eine Gesellschaft zur Errichtung eines lierbcrt-Saimiel-Viertels gebildet. Sic haben zu diesem Zwecke 3350.Dunam Land im Süden des Berges Garniel käuflich erworben. Jetzt soll mit dein Bau von 50 Häusern auf diesem Grund begonnen werden. Dr. A. Ror.cnthal nach Palästina abgerclst. Das Mitglied der Zentr,•!׳Verwaltung der Gesellschaft für jüdischen Gesundheitsschutz ״Ose“, Dr. A. Ros ent 1101, ist nach Palästina abgereist, um die Tätigkeit des von der ,,Osc־‘ Urili’r.'itiilzten Pasteur-Instituts, sowie die allgemeine sanitäre Lage der jüdischen Bevölkerung in Palästina zu studieren. Autoreise Warschau—Jerusalem und zurück. Nach einer Autorcisc von Warschau über Jugoslawien, Bulgarien, Konstantinopcl, Anatolien und Syrien ist Herr Bialinski samt Begleitung am 5. November in Jerusalem cingctroffen. Die *ui'ückgcicgte Strecke beträgt 2000 Kilometer. Die Rückreise nach Warschau wird ebenfalls per Auto über Aegypten, Marokko, Spanien und Frankreich unternommen werden. Die ElcktrizitüUotatlon In Tiberlas. Am 22, Oktober wurde mit dein Bau der Elcktrizilätsstatimi in Tibcri.1» he• gönnen. Die Station wird angrenzend an die Siedlung Kifjath Samuel gebaut. Gnqland Nur 12 jüdische Abgeodnetc Im englischen Parlament. wie sich jetzt hcrausstclll, sind die Herren Dr. O. E. Spero (liberale Partei) und Herr Emamtci Sb in weil (Arbeiter- Partei), die als gewählt gemeldet worden sind, hi der Minderheit geblieben. Somit sind nicht, wie anfangs gemeldet, H, sondern nur 12 Juden in das englische Unterhaus gewählt worden. natu! n#r!t T*l*phon1 1 MiUworti, d Harr Harr Ob« Balmzf Katcxdcr Zlflnlatitab« Vt1-a!nl»B«׳f. *»»«!In V/1&, J0 »rek 7tiS—10 * rnrUdlmekkonl* H«. USWO Marita NW 1, Atr Lop», k «■41■ r« Ubr 10 ״ . »bnnit» 8 J4 ükt!,-rlln.r 'Hl»rt«l>t. J«*»!1i1«»n*1»*0Uf», ״a1u1>K«*d.n״<!» d,r Jim. «Iamaln.1», «,״»anili•. 9/1 Han• Oo-liiri ,.JDdUelio J1tp>»cl und llimakt" •011li«»>an<l Axn.ptMh», Out» wlllko»m»n. , Samuel Horowltz gestorben. Ara 3. November verstarb in Lemberg im Alter von 86 Jahren der Begründer und Ehren- Präsident der Lembcrger IInndcls- und öewcrbekammcr, Herr Samuel Horowitz, der viele Jahre hindurch Präsident der Lembcrger jüdischen Kultuspcmeiiidc war. Der Verstorbene spielte Jahrzehntelang eine große Rolle in der jiklineben Ocffeiitliciikeil. Ilorowitz war ein besonderer Vertraiiensmnnn des gewesenen Statthalters Kasimir Baden), durch dessen Vcrmitllung er den österreichischen Adelsstand und hi späterer Zeit mehrere Ordensaiiszcichmingen erhielt. Er war cm typischer Repräsentant des polnischen Assimilationsjuden• tum!) in Oeslerreich und Schwiegervater dei bekannten Aba. Lowcustcin, •b«n<ta 8 Ohr ifl Taahntk, hta<t«»rkllah«r Arktik* »54 Ohr Im Zlor Krim, 1 ntwleklr l’robltm•. gibt! P« hl« hi Ah«1!!״ וז n«lm. Klaloa Frankfurt•• י I׳»׳, •י׳״״י 11 traBa RumUtrUw Dr. J. Wllensky, der bekanntlich Im vorigen Jahre die Keren Hnicssod-Kaiupagnc In Rmniinlcn organisiert und zu beträchtlichen Erfolgen geführt hat, begibt «Ich In dieser Woche wieder von Berlin nach Rumänien, um aut Drängen der zionistischen Föderation Rumänien* und im Aufträge des Londoner Direktoriums des Keren Hajcssod die Fortfülmmg der Aktion zu leiten. Dr. Wilcnsky, der sich vor einiger Zeit In Berlin einer Operation unterziehen mußte, bat nunmehr völlig wlcderhcrgestellt. '7 JIVuTnba'lluniHoliai», b»w. K.I.V.a y htm. taawat Bartb. nhm1tt»8» 4 Ubr 1!.. t־•׳, ■birf Harr Kl ich«»״.' Iislia b'l.nni'tiftltUra“, Aar nannt» Born** iw uOtlio!■*)! KchrtfUWUar Qabr. Tharanil. Der Lodicr Knllnsral Wir erhalten folgende Zuschrift: ״Im Zusammenhang mit Ilircm Bericht über die Konstituierung des hiesigen Kultusrntes lege ich Gewicht, diesen dahin richtig zu steilen, daß ich nicht ,jüdisch-national׳ bin, sondern klipp und klar seit 1903 der zionistischen Organisation angchörc und sowohl als Stadtvcrordneler wie auch als Mitglied des Kultusratcs Vertreter der zionistischen Arbcitsparlci ,Tlitaclidut‘ bin, Lodz, den 3. November 1924. ln vorzüglicher Hochachtung Dr. S c h w e i g, Vizepräses des Lodzcr jüdischen Kultusratcs.*4 »barnta 8 tTbr n«rtl*«r Mlirirbl-flni^k•, In <1an AnirnaIa.VlIrtorUaM•», Lothar• tr. 81/02 ■n»Z»rant»n! Pr. Arnn n»r«h. OharraMarnno־•«»» R״n. ZW»» ״DltPRIfhlf» Ar« tr«d1t!ft«.U•* Jtilfnlom* Ina-rMIti Art J<M. An••) llelioml Au«»pra11״n, GÄsta wtUkomm»". d«r II»rII»«rKI«״j kapallil Prbwl m in Nftvr-mbor **•»n« 54«י XTht Ini!01 סמיt. Im Z'ftntrt. "olm, r.onA.v.rtor «*roO» 88 JrrlitbIMervnrtr»!-: JüAlirh» Oribiool.ymknllk. Ilaforont! Harr Ribblntr Dr. Arthnr Dory. Jon V'l Nov«n\b«r •bk«4• Wir Im X!»mftr»k1 Ao■ Znn 1»יי•״ •nllaironAon ftAlM (1;!nr«npt Adlorporlol, RnrlflnlonAoma t), )1011 roar nmt .10« J02.W.II״»»!f»*4si.TNR»rll■, >0« / T««h.!• / I (•o.llos (OHliolt•• Orrbo.tor A.« Aonl.ob.alUl.hl- . ■rbonAoi (flr T»or«e״rk. In ▼oroUrkt*» II In A»r Hör״ JooobftnA ntritub.rtm mm Pr.l.o ron UV 8.- InVI. R'on«m orblllUlob tm RBrn .r 11. % V. tm! AaoJXfl bfoMnnoIfnnA«. MolnoVo^tr. 10, TU«»»rk 71«8/7S, Im on-Wot.« -Tltlrn, B*vAol«1rnB0 8. •Z.rknr 2׳Ä1 «owt» <n d«n Rnrb. mdlnnron 1 Kwor, Fl׳n.bnr»or skr. iV>. Oalortov. Anc.Wr.f Btr. »V KoiIam, Dohlinonrotr. 8. Oontor. Or»nlonlmr!r«r ntr. 2A. OK»n krorAon n«rr«n •Iro Vorm«rV״obabr von UV. «.— •n< in Hwm doa Poolollorf r«»rrvlort. (In A»n T,o««n Wklnkwonj.) n k.on.fbou.tnii.tt«._ nrt.g, Aon 81 Novembor kk*«(* 8 Wir r«on« Aor floal.t•■ »40 »״m Oiloa^lm Dolm, ^Klkt^o^»nb'nrtor^«' •btnd• 854 Wir >0 Wr«t CkorlolUobnnt hlnn-iolr. ISA (owlirhkn K»»»tk4*1• 4ai 1r,«om10r-m' Kl«•! ,An« Aon Togon R«rat•*. אגודת בתי ספר ילישראל JUdisektr fiehulT*r»ln E. Y., B.rli« OMokkUottkrsnA•• VnrolonA(mU«U«4! WiaAlonro» Kart I10aklkk>a4»l■, 01.1. I lodrloh בר'ת בברליוvג בייז ספר ללשיי ה ■ obrllatko 8pr«<ka«k*•• 1■ üorll■ (SKI, *.MMlort otknnfk or'oltt Aor Srbnlloltor, Uorr K Uorsarfln. Mont»« »bond H» Üb״ □ a Donnoritov tbtnA H Uhr In Aor!!«oboohnlo «Ar Ala WiwoMobalt 40■ JnAantan)•, ArlUior'oatraQa 1«, I, Zlmmar 4, בית ספר לילדים בט^רבדז של ברליו .n JMIook» Hol,.10 ff tat. aoWnnft ortoilt Ala Rabnllaltorln, Frlitlaln Oliorlob rorln BaMT tanAa» vntag, Dion.io« nrvA Donnarota« Ul—l!Mir ln dar Sehnt», raakaailtr.79/e«1 מי. ביח ספד לילדים בטורהה של ברליו JdAlieka Scliol» Olk »•kW« artaUt dl» BohnlloltoH״, rrkalaln Hn.ana» tlahtanoiat«, JPraUaf 2—4 Uhr. Pankow 3״־. Pol ««1 Ussischklns Abreise. Mit dem Besuche in Lemberg und Krakau fand Ussischkins Aktion für den Keren Knjemclh in Polen ihren Abschluß. Vor seiner Abreise veröffentlichte Dssiscbkiii In den jüdischen Zeitungen einen Atwchlcilshricf an die Juden in Polen, in dem er der Ucberzettgung Ausdruck nah, daß das polnische Judentum das übernommene Koniingent für den Jüdischen Nationalfonds aufbringen wird. Der Prozeß Steiger wird nach Erklärungen des Untersiicliungsrklifers noch im Laufe dieses Jahres vor dem Lernherger Geschworenengericht statlfinden. Steiger und seine Verteidiger sind der Üeberzeugung, daß die Verhandlung mit einem Freispruche endigen wird. Das neue Präsidium des Keren Hajcssod In Polen. Der bisherige Vursii/cmie des Keren Hajcssod in Polen, Herr S 11 c h o w i e e k i begibt siel! zum dauernden Wohnsitz nach Palästina. Auf der dieser Tage staltgefumlencn Sitzung des Keren IInjcssod In Polen wurden Herr Dr. Kluiricl zum Vorsitzenden und Herr Abg. Farbstein zum Vize- Präsidenten des polnischen Keren Hajcssod gewählt. Der Krakauer ״Nowy Dzlcnnik" teilt mit, daß Nahu m So ko low in einigen Wochen nach Polen kommt» wird, tun an der Aktion für den Keren Hajcssod tcilzunchmcn. Annullierung der Lembcrger Kultuswnhlen. Der Lernberger AJnpistrat hat auf die Intervention der nMlmilatorischcn Kreise hin, die bei den im Juni «1. J, statlgcfundenen Waiden in die jüdische Gemeinde keinen einzigen Vertreter durchzubringen vermochten, diese Wahlen annulliert. Ein polnischer Enilgrntiomlnapcktor In PalÜBtlna. Wie die J. T. A. erfährt, eiiheiidet die polnische Regierung den Inspektor des staatlichen Emigrntionsamtes, Herrn Klosowiak, nach Palästina, der dort die Kontrolle über die Emigration aus Polen nach Palästina durchführen soll. Praktischer Numerus clausus an der Wltnaor Univcr- «ität. Während der ieizte'i Irislcrlp׳ioticn an der Wilmer Urdverr.ität hat der Senat bloß zwei jüdische Studenten als ordent-, liehe Hörer aufgenommen. Einige jüdische Bewerber wurden als auRrrordcnltlchc Hörer «ufgenommon, ein großer Teil überhaupt abgewienn. Hcbrliisclte Lehrerin gesucht. Wir suchen eine hebrü« Ische Lehrerin oder Kindergärtnerin, möglichst eine Palästinenserin mit guter pädagogischer Bildung und aut fundierten hebräischen Kenntnissen für eine Großstadt in Mitteldeutschland. Geeignete Kräfte mit guten Zeugnissen und Referenzen werden um umgehende Meldung ersucht. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Meinekestraße IQ. Hebräischer Kindergarten, Schlüterstr.iße 36, bei Kahan (Telephon: Bismarck 4391, zwischen 2 bis 3 Uhr und abends nach 8 Uhr). Es können noch zwei Kinder aufgenommen werden. ״Jüdische Flieger Im Weltkriege" von Felix A. Th eilhaber ist soeben mit zahlreichen Illustrationen versehen Im Verlag des ״Schild“ des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten erschienen und zum Preise von 2,75 M. gebunden von'der Geschäftsstelle des Reichsbundes: Berlin w 15, Kurfürstendämm 200, zu beziehen. Die Ortsgruppen Bamberg. Am 4. Oktober sprach In einer öffentliche* jüdischen Versammlung, cinberufen von der Zionistischen Ortsgruppe Bamberg, Frau Skklv Wronski, Berlin, über das Thema: ״Die soziale Idee im jüdlsehen Volles, gedanken.״ Ihre fesselnden Ausfülmuigen wurden zu einem Appell für die zionistische Jugend und ein Ansporn zur intensiven Wintcrnrbeit. Die zahlreich erschienenen Gäste folgten mit starkem Interesse dem Vortrag. Eine interessante Diskussion schloß den Abend, Berlin. Am Mittwoch, den 29. Oktober, fand die Ocneral- Versammlung der Gruppe Ost der B. Z. V. *tatt. Die Grupp« bat sich, wie Herr Flugo Wolfermann in seinem Tätigkritsbcrielit ausiühitc, an allen zionistischen Aktionen mit Erfolg beteiligt. Schute und Kindergarten haben sieb *ehr gut entwickelt und stellen nunmehr an die Mitarbeit der Gruppe erhöhte Anforderungen. Die Schule zählt ungefähr 100 Kinder, der Zuspruch zum Kindergarten ist so groß, dal! täglich Kinder abgewiesen werden mußten. Diesem Be* dürfnis folgend, beabsichtigt die Gruppe In nächster Zeit einen zweiten Kindergarten zu eröffnen. Mit dem Wirischaftsverband des Blau-weiß Ist die Gruppe in nähere Fühlung gebeten und will In ihrem Bezirk das Netz, de» Wirtschaftsverhandes misbaueit helfen. In der llechaluzfiirsorge ist von einigen Damen der Gruppe Ersprießliches Reichtet worden, ebenso wurden für den Keren Hajcssod, benomicrs ln י der ersten Hälfte des Jahres, Erfolge erzielt. Neben den rcgelmäßigen Versammlungen und Veranstaltungen der Gruppe wntrden Zirkel eingerichtet, die geeignet sind, den Kreis der aktiv Interessierten Zionisten in der Oruppe zu erweitern und der Propaganda zu dienen. Herr Jacobsohn entrollte der Gruppe einen Plan zum Landankaut in Pallistina, der Verein ״Oeulnh" beabsichtigt, eine Fliehe von 400 Dunain Land in Palästina anznkatifcn. Dieses Land wird in kleine Parzellen cingcteilt, so daß cs dem einzelnen nicht begüterten Zionlslen möglich ist, in Palästina Land zu erworben. Bebaut wird die Fläche gemeinsam nis Orangenplfintage. Herr Jacobsohn verirat die Auffassung, daß Innerhalb von drei Jahren nach Beginn der Bepflanzung eine gufc Verzinsung de» eingelegten Kapitals gewährleistet sei. Die Gruppe bcab ichtigt, nach vorheriger Prüfung, dem Plan näher zu treten. Dem alten Vorstand wurde Dccharge erteilt; neu wurden gewählt: Herr Hugo Wolfermann, Flcrr Dr. Stelncrt, Herr Hauben« tock, Fräulein Glücksmann, Flerr Heilbrunn, Herr Smlel, Herr Holzer. Chemnitz, Donnerstag den 9. Oktober fand die Ocneral- Versammlung der Ortsgruppe statt. Nach einem. Be! feilt über die Arbeit im vergangenen Jahre des Vorsitzenden Dr. Sluszewer wurde dem Vorstand Entlastung erteilt, lieber die kommende Wintertätigkeil entspann siel! eine längere Diskussion, du ein Teil der Versammlung für Konzentration der Arbeit elnfraf. Man beschloß jedoch, noch einmal den Versuch zu unternehmen, die Masse der jüdischen Bevölkerung aktiver zionistisch hcranzuz-idicu. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Dr. Sluszewer, Dr. S!׳'>,el, Frau R. O cia, Dr, Waltsohn, M. Lieber, S Orßnb«rg und Je. ein Beisitzerde* Bar Koehba und Misrac.!!. Nationalfondskommission: F. Scharf, Frau H. Holzer und, F e c h c n b ג c h, Keren Hajcssodkommlsslon: O. Spiro, Dr. Fränkcl und Dr. Rosenkranz. — ln diesen Tagen verließ Chemnitz unser lieber Gesinnung»genösse Joslnia Rubin, der durch seine zionistischen wie menschlichen Qualitäten ein wertvolles Glied unserer Ortsgruppe bildete. Lange Jahre arbeitete er unermüdlich für den Nationalfond* und in den Jugendorganisationen, aber auch an allen anderen Stellen, wo man int jüdischen Leben *eine Hüte und *einen Rat brauchte, war er un* ein eifriger Mitarbeiter. Die herzlidistcn Wünsche der Ortsgruppe begleiten ihn in *einen neuen Wirkungskreis. Wir lioflcn, daß e* Ihm recht bald möglich sein wird, *eine Krille in Ercz-Israd dem jüdischen Volke zu widmen. , 1 ,