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Jüdische Rundschau · 1924-10-17 · Heft 82-83 (17.10.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 82-83 (17.10.1924)
Date
1924-10-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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0ייר־’״ו 1״—׳) « ןוך"—*־׳""•ן r\ י.^ «■1'"״" '“יייין ■ of^ ןן!ןון« ■{y! jicaiSt [Redaktion und Verlag W 15, McinckcstraQe 10. Erachcint |,edcn Dienala(! und Freitag. Beiugsprcia bei der Expedition Lonatlicb 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. h1״nn1i**l'0n«tm«nt1 wtrdM I« dtr Währung dar «lni.10.0 Uadtr btrachoal. j AI I t ץ j 1 £.. Munzrirmmmcr t/.yv umamsTH t נך־־ס נ JL.JU Nummor 82/83 Berlin, 17. X. 1924 Anzeigen-V erwattungs Jüdische Rundschau G. m.b. H., Berlin W15, Melnek•• straße 10. — Telephon! Amt Bismarck 7165—70 Ant«ig*npr*l«1 Bg#«n*lt.N0r»p1r»illfEiil• 0,30 Goldmirk. Sulltngeiuehe ft.13 GolHmsrk. I*‘ür h*brll»eh• An1«lj|«n 100% Aulichlaf. AmclgvnicliluQi Di 0111 i 1 & und F r• H Ä n ■ c 11 m IM <| 4 U h 1>, ״- ׳».1■^■■ ׳ "׳ ־.״־ .. .יד׳—״' יי-״־ ' “ —־ - ־־' ׳■־- '־״•w•»׳׳־-ד.-. ,"",ז.׳"- -זד»־»' ־״׳V—־׳ 1 ״! . ז— ׳—,וו* ף Telephon! Bismarck 7165—70. Poatschcckkonto! BcrlinNr. 17J92. FörOi.l.rrelcIi: roal.p.rk«>..n.1at Wi.n.Konlo Nr. 156 030 / FUrTich.etio.W.k.h Poilip.rkimn.nit Fr»(, Konto Nr. 59 410 / Für Polaoi Poitiparkanosant Warschau Nr. Wirk. Redakllonaachluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ט תשרי׳ תרס״ה XXIX. Jahrs. .*üi* _da9 lUdlnha Volk die Schaffung einer öffentlich ■ rechtlich gflikharlaw HalwtMHa ln PalHslIna. 0890181״■ Programm.»* Der ESstmpf Eine ״Inte ressengeracinscha! i Erwachender Orientalichcr Völker“? Der Londoner Konespondeiit der ״Voss. Ztg." tele• r.iphiert am 13. Oktober, im Anschluß an Meldungen über cn türkiseli-cnclisclirn Konflikt in Mesopotamien: ,,Gleichzeitig trifft aus Mekka die Nachricht ein, daß!ic Waffe 11 Stillstands Verhandlungen zwischen teil Wahabitcn und dem neuen König des Hedschas, Ali,!!gebrochen wurden. Die Wahabitcn lialrcn den ,ormarsch auf Mekka aufgcncnimcn. König Ali hat ich mit seinem Gefolge und seinem Heer aus Mekka nach )jedda zurückgezogen. In hiesigen unterrichteten Kreisen erstärkt sich der Eindruck, daß die Bewegung gegen die;panier in Marokko, die vorläufig gedämpften Unruhen im sidan, die Uebcrfälle der Türken in Mesopotamien und der;,impf der Wahabitcn gegen die Hussein-Dynastie eine ein* eit liehe Bewegung darsfctle, die darauf gerichtet d, den westeuropäischen und den christlichen Einfluß aus Cordafrika und Vorderasien auszusch,allen. Eine derarfige icwegung soll von den Türken deswegen unterstützt werden, ,eil sic, nachdem die Kalifenfrage in ihrem Sinne gelöst ist, ,ifderum den Wunsch hegen, mit der übrigen mohanimcdanidien Welt eine gewisse Interessengemeinschaft u bilden, die nicht auf religiöser Grundlage, sondern auf iner Zusammenfassung der nationaüsftschcn Kräfte der ״Er* 1,׳sehenden orientalischen Völker“ beruhen soll. In England vertritt mau die Auffassung, dafl ein derartiger .'afionnlismus nicht geeignet ist, zur Bildung stabiler Staaten 11 führen, sondern daß die verschiedenen kleinen Staaten in ׳.'ordafrika, Arabien und Kleinasien, wenn sie eine bewußte nti-cnglischc Einstellung cinnchmcn, früher oder später dem;influß anderer Mächte, deren Interessen ztim Teil icn Interessen Englands im Nahen Osten widerstreiten, unter* orfen werden.“ Aus Rom wird demselben Blatte am H. Oktober ge* icidct: ״Die Lage in Mekka und im Hedschas bildet den Oegen* fand großer Aufmerksamkeit der italienischen Re* Iicrung. Einige Abteilungen italienischer Truppen sind!ach Komfuttah gebracht worden, wo sic für eine evtl, .andung zum Schutze der italienischen Interessen bereitrchaltcn werden. Nach hier eingclaufencn Meldungen sollen lic Beduinen bereits den königlichen Palast in ׳Mekka ge- •lündcrt und die öffentlichen Gebäude besetzt haben. Die :Vahabiten befinden sieb noch zwei Tagesmärsche von Mekka ntfernt. König Ali hat sich auf halbem Wege zwischen )jedda und Mekka gelagert, wo er die Rebellen erwartet.“ Aus Kairo wird vom 15. Oktober gekabelt, daß die Wahabitcn in Mekka einmarscliicrt sind und sofort das Schloß des Königs Hussein besetzten. Die Einnahme Mekkas wird nun schon zum vicrtenmal ’cmcldet. Wir können nicht sagen, ob sich die Nachricht licsmal bestätigen wird. Hussein und die Araber Palästinas Jerusalem. (J. T. A.) König Husseins Abdankung wird in der arabischen Presse Palästinas lebhaft erörtert. Die erste Nachricht über die Abdankung Husseins hat in arabischen Kreisen Bestürzung hcrvorgcnifcn. Die später eingetroffene Nachricht, daß sein Sohn Emir AI i sein Nachfeiger auf dem Thron von Hedschas Ist, hat beruhigend gewirkt; die arabischen Zeitungen ergehen sich in Lobpreisungen König Alis, von dem sic erwarten, daß er dem Schicksal Hedschas und Arabiens eine neue Wen* dang geben werde. Von König Hussein wird gesagt, daß er den arabischen Thron auf der Schärfe des Schwertes aufbautc; dieser Thron werde mm unter der Herrschaft seines Sohnes auf festem Boden aiifgebaut sein, König All, so schreiben die Zeitungen weiter, ist ein energischer und fähiger Organisator, von dem man erwarten könne, daß er alle seine Kräfte daran setzen werde, um das Prestige der arabischen Länder zu befestigen. Ueber die neuesten Nachrichten aus Hedschas Ist die palästinensisch-arabische Presse sehr herabgestimmt. Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß König A1 i in der Lage sein wird, mit den Wahabitcn Frieden zu schließen 1md die llnschimitcn-DynasUc, sowie das Königreich I icdschas zu retten. Ein Teil der Presse ist aber sehr pessimistisch und weist darauf lün, daß die Wahabitcn noch keine Anstalten zur Einlcittmg von Fricdensvcrhnndhingcn getroffen hätten. Es wird das Gerücht vcr/.ciclirct, daß der Wnlmbltcn-Sultati Ihn Saud sich weigert, mit König Ali überhaupt In Fricdcnsvcrliandlungen cinzutreten. Es heißt, daß Ihn Saud darauf bestehen wind, daß die gesamte Haschimitcn-Dynastic abgesetzt werde, König F eis ul und Emir Abdullah inbegriffen. Man spricht hier davon, daß Ex-König Hussein die Ab* sieht habe, sich in Palästina anzuaiedeln, wo er Besitztümer hat. Aufstellung einer fransfordanlschen Armee Jerusalem. (J.T. A.) Der Außenminister vom Hedschas, Scheich Faoud Kattib Bey, ist am 5. Oktober in Jerusalem eingetroffen, um Herbert Sa- 111 u e 1 zu bitten, bei der britischen Regierung wegen Hilfe gegen die Wahabitcn vorstellig zu werden. Er berichtete dem Oberkominissar über die gegenwärtig iin Hedschas vor sich gehenden Ereignisse und machte hierbei offi* zicll Mitteilung über König Husseins Abdankung zugrinsten seines ältesten Sohnes, des Emirs Ali. Die arabische Zeitung ״Alif Ba“ teilt mit, daß die britische Regierung dem vom Emir Abdullah an Herbert Samuel am 20. September gerichteten Gesuch wegen der Erlaubnis der Aufstellung einer Armee in Trans Jordanien gegen die Wahabitcn stattgegeben hat. Die Rekrutierung hat bereits in Trnnsjordanien begonnen, Rundschau Macdonalds Sturz. — Der Wahlkampf und da« Orlcntproblem. — Die jüdischen Preusicn wählen. •י• Ein Sturm Im Wasserglas RW. Berlin, 15. Oktober. Es wird wenig Zionisten und wenig gute Europäer geben, die nicht mit Bedauern das Kabinett Maalonald scheiden sehen. Der.Sieg der Arbeiterpartei bei den englischen Wahlen vor weniger als einem Jahre hat eine Periode der Beruhigung der europäischen Politik herbeigeführt, die man — vielleicht vorschnell — als Anzeichen einer beginnenden besseren Zeit empfunden hat. Mncdonald ist cs gelungen, seinem Land und sidti selbst in der europäischen Politik nicht nur jene Vorrangstcllung der Macht zu erringen, die England immer besessen hat, sondern eine geistige Führcrstcllung: man wußte, daß hier ein Mann die Interessen des mächtigsten Weltreiches vertritt, der zugleich der Träger allgemeinmenschlicher weltpolitischer Ideen ist, und dessen ganzes Leben dem Gedanken der Vuikerbefreiung und Völkerver« söhnung gewidmet war. Es ist nicht unsere Sache zU untersuchen, oh Macdonnkls Politik in allen! konsequent und glücklich war; die ungewöhnliche und unerträgliche Stellung einer parlamentarischen Minderheitsregieningj lastete schwer aut allen seinen Taten, Das eine aber ist gewiß: er hat den Versuch gemacht, eine neue internationale Politik anzubahnen, die, wäre sie zur Reife gelangt, vielleicht eine Rettung für die Völker des Erdballs bedeutet hätte. Er war sich bewußt, daß nur durch eine Ucbervvindung des Nationalismus die Bahn der Völkerverstündigung frei werden kann. Er, der selbst unverglcichlichc Worte über den Wert nationaler Eigenart gesprochen hat, verstand sehr wohl, daß ein NationalLsmus, dessen Brand die Welt verzehren muß, auch dem eigenen Volk zum Verhängnis gereicht. So vermochte cf die schwüle Atmosphäre Europas etwas zu erleichtern. Für das zionistische Friedenswerk, die Wiedergeburt eines arbeitenden jüdischen Volkes in Palästina, hat« der Prime-Minister Verständnis und Sympathie; seine Partei ist durch Beschlüsse zugunsten der jüdischen nationalen Heimstätte fcstgclcgt. Da sein Sturz in dem neuen Parlament so gut wie unvermeidlich ist, liegt der zukünftige Kurs der Weltpolitik wieder im Dunkeln. Wird cs seinen Nachfolgern gelingen, sein Friedenswerk fort zusetzen, und die Führung in dem Streben der Unterord« nung der Politik unter die Idee zu behalten? Es ist schwer, darüber etwas vorauszasagen. Jedenfalls wird die Arbeiterpartei mich in Zukunft ein sehr bedeutender Faktor der englischen Politik bleiben, und der Wunsch des englischen Volkes nach Frieden wird jeder Regierung Leitstern sein müssen. Der Jahrestag der Ballour-Dcldarailn Die Exekutive der Zionistischen Weltorganisation veröffentlicht den nachstehenden Aufruf an die zionisti* sehen Landes- und Sonderverbände: Sonntag, den 2. November, sind es 7 Jahre seit dem ITage, an dem die Balfour-Deklaration veröffentlicht wurde und die Exekutive hält cs für wünschenswert, daß dieser Tag von den Zionisten aller Länder entsprechend gefeiert wird. Während der 7 Jahre, die seitdem vergangen sind, haben wir, sowohl was die Ausbreitung des Interesses an unserer Sache als auch was den Aufbau Palästinas anbetrifft, erfreuliehe Fortschritte gemacht. Diese Zeit war nicht frei von kritischen Augenblicken, von ernsten Gefahren und schweren Kämpfen. Aeußere Widersacher wetteiferten mit inneren Gegnern, um, was erreicht wurde, zu zerstören, um die Hoffnungen zu untergraben und Mißmut zu säen. Wir haben diese Schwierigkeiten überwunden. Freuen wir uns, daß in diesen Kämpfen, die wir siegreich bestanden haben, unsere Kräfte gestählt und unsere Erfahrungen vermehrt wurden, so daß wir mit ruhigem Blicke künftigen Schwierigkeiten ins Auge sehen können. Wir stehen auf der Schwelle einer neuen Acra zionistischer Tätigkeit. Die Arbeit in Palästina geht vorwärts mit wachsenden Erfolgen. Die Städte, durch Generationen in ihrer Ent- Wicklung behindert, beginnen ihre Häupter zu erheben, von einem neuen Geiste hoffnungsvoller Schaffenslust durchweht. Unsere Pioniere ringen mit der harten Wirklichkeit und durch Ihre Energie und ihren Opfermut erobern sic allmählich für *ich selbst und für ihr Volk eine Position wirtschaftlicher Sicherheit. Das Oebiet freier Arbeitsmöglichkeit liegt aus- 1 gebreitet vor uns. j Benützen wir diesen Gedenktag, um unseren Kameraden i; erneuten Glauben und Vertrauen au unsere Sache cinzuflößcn | und um denjenigen, die unseren Zielen und unserer Arbeit?' noch fern stellen, die Bedeutung des Werkes unserer nationalen Selbsthilfe vor Augen zu führen, f! Für die Exekutive der Zionistischen Organisation | Louis Lipsky. Hie cäcbsta Nummer der ״Jüd. RuadacJiau“ ®*»cheiut wegen der Feiet tage erat Freitag, j| 24. Oktober. Wahlberechtigte, Achtung! Die Wahlen zum Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden finden am 7. Dezember statt! Pflicht jedes Zionisten ist cs, sich und seine wählberechtigten Familienmitglieder sofort zur Wählerliste anzumcldcn. Wahlberechtigt sind alle volljährigen, einer Verbnndsgcmciiidc ungehörigen Juden beiderlei Geschlechts, die mindestens ein Jahr vor Auslegung der Wählerlisten innerhalb einer Verbandsgemeinde ihren Wohnsitz haben. Sein Stimmrecht aus üben darf nur, wer sich zur Wählerliste angcmeldet hat. Formularkarten für die Anmeldung zutn Wähler- Verzeichnis sind in Berlin itn Gcmcindcbüro, Oranienburger Straße 29, bei den Kastellanen sämtlicher Gemciudcsyiiagogcn und In den Büros der B.Z, V., Meinekestr. 10, III. Etage, und der Z.V.f. D., hochptr., erhältlich. Arabische Arbeiter in jüdischen Gewerksehalten Eine Versammlung arabischer Post-, Telegraphen- und Eisenbahn-Angestellten, die in Haifa stattfand, beschloß, die arabischen Arbeiter dringend aufzufordcru, sich der Eisenbalmarbeitcr-Gcnosscnschaft anzusclilicßcn. Viele arabische Arbeiter wurden bereits von dieser Gewerkschaft als Mitglieder aufgenommen. Vertreter der mohammcdanisch-chrlstliehen Gesellschaft wohnten der Versammlung bei und Versuchten die Arbeiter vom Beitritt abzuhaltcn. ״F c 1 e s t i n“, das offizielle Organ der Palästinensisch- Arabischen Exekutive, warnt die arabischen Eisenbahner vor einer Verbindung mit den Juden .und führt aus, daß die Verbindung von den Zionisten ausgeniitzt werden wird, die Araber und deren Land zu beherrschen. Achsel üaam schwer erkrankt Wie aus Tcl-Awiw berichtet wird, ist Achad Ha am neuerlich erkrankt. Seinen Freunden gegenüber äußerte er sich, daß er nur noch einen Wunsch — die Eröffnung der ,hebräischen Universität in Jerusalem — erfüllt sehen möchte. Dr. Weizmann benutzte seine Anwesenheit ln Tel-Awiw, um Achad Haam zu besuchen. In dem nun beginnenden Wahlkampf dürfte auch( der Orient wieder eine gewisse Rolle spielen. Denn obwohl die eigentlichen Streitfragen, vor allein die russisehe Frage, nicht direkt mit der Orientpolitik zusammen• hängen, und gerade in orientalischen Fragen die Differenzen zwischen den Parteien nicht groß sind, werden doch die walilvvcrbcndcn Kandidaten an den Verhältnissen im Orient nicht schweigend vorübergehen können. Zwar ist nicht anzunclimen, daß die Trust-Presse, die heute in der Hetze gegen den Sowjet-Vertrag ein viel dankbareres Objekt hat, mit denselben demagogischen Mitteln wie im Jahre 1922 die Räumung von Mesopotamien und Palästina fordern wird. Aber die Vorgänge in der Gegend von Mossul und im Hedschas sind für England von nicht zu unterschätzendem Ernst. Die Auffasstmg, daß sich unter türkischer Führung eine Intercssengemcinschaft der ״Erwachenden orientalischen Völker“ zusammengefunden hat, die den Kampf gegen den englischen Einfluß auf der ganzen Front aufnimmt und hinter der vielleicht auch die russische Hand steht! mag vielleicht etwas übertrieben und konstruiert sein. Aber die englische öffentliche Meinung wird für einen Krieg um Mossul nicht zu haben sein. Auch die Konsequenzen der Kämpfe im Hedschas sind noch nicht ab- Zusehen. Aus den letzten Nachrichten geht hervor, daß die Wahabiten tatsächlich Mekka noch nicht besetzt haben. Aber cs heißt, daß die Friedensverhandiungen mit dem neuen König Ali gescheitert sind. Der Feldzug würde also fortgesetzt und früher oder später würde doch eine englische Intervention unvermeidlich werden. Das Problem der Araberpolitik Englands ist ohnedies durch den Sturz Husseins, den Lloyd Oeorge und Churchill zum Instrument ihrer antitürkischen Politik erhoben hatten, von neuem aufgerollt Der Krisenzustand in England ist einer schnellen Lösung dieser Probleme, die noch durch das Scheitern der Verhandlungen mit Zaglul, durch die Unruhe in Indien und durch den für das nächste Frühjahr geplanten panislamitischcn Kongreß kompliziert werden, nicht günstig. Das eine aber dürfen wir hoffen, daß bei allen englischen Parteien sich die Erkenntnis

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