Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 74 (16.9.1924)
- Date
- 1924-09-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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'HSti' T* ■)I Iir ini'i pf Q yi« .ך Einzelnummer 0,35 Qnklmnrk ■״׳►j ןו״י׳זןן C.-7 j t. ״j t. Jp*•———•״ . ן^rn^ / ' I i 4 V. Redaktion und Verla!{ W 15, Mcinekestraßo 10, Erscheint jeden Diensta!; und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. \uiianH1*bonn«mpot• werden 10 der WiUrung dar «inzdaen!«Kader berechnol. Nummer 74 Berlin, 16. IX. 1924 Anzeigen -Vcrv/altun ין : Jüdische Rundschau G. jn. b. H., Berlin W 15, Meineke* Straße 10. — Telephon! Amt Bismarck 7165 — 70 Antel5t«npr*Ui ftftetntU.NonptretftaxtiU 0,3ftG9U!ma!-k SUHengcstielie 0,15 Goldta*rk. i־dr hehr.TUch# Amelien!0026 AufichUjj. Arttei^eßücKlu'h D l «s מ I * 11 ad braUig n c h m I H * fl 4 Uhr. Iclcphon! lliamarck 7165—70, Postscheckkonto! Berlin Nr. 17372. Für O.it.rrelctii J*o*Up*rk«n.nimt Wi*n, Knnlo Nr. 15403(! / l'arT»cl1rchrnlow«k«tj Po,t<p«fk״״!nral l׳r»£, Koni״ Nr. 59 410 t Für Poliiu P01t«p«rk*»1sa»rat Wurttdsau Nr. 190708, Rcdnktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — י״ז אלול- חרס״ר XXIX. Jalirg• par Zlonlämu» qirstrabt tOr da» HSrilscha Voll! dla Schaffung einer üfJonlllch «rechtlEelt oaslcbarten HolmstJItto In Palästina. ״Baseler Programm•'* rr% # *1L«? M> 41 j %T־ Die Jerusalemer Meldung über die Verlängerung des Verträges Herbert Samuels mit der englischen' Regierung, die ihn entgegen einer langjährigen politischen Tradition für weitere fünf Jahre zum High Commissioner Palästinas bcstellt hat, ist eine Tatsache von charakteristischer Bedenturig. Nicht allein in der rein sachlichen Beziehung, daß die von Herbert Samuel in den letzten Jahren verfolgte, heute fast vom ganten Jischuw und auch der überwiegenden Mehrheit der Zionisten in der Diaspora gebilligte Politik jetzt auch in der nächsten Zukunft wcitcvgdiihrt und damit die dringend nötige Kontinuität der Landesvcrwaltung gewahrt wird, sondern auch in anderer symptomatischer Hin• sieht kann uns die Nachricht mit Freude erfüllen, ln unserer Nummer vom 1. Juli, in der wir die Frage erörterten, ob Herbert Samuel bleibt, haben wir bereits darauf hingewiesen, ״daß wir in der bloßen Tatsache der Bereitwilligkeit Her• bert Samuels, auf seinem Posten zu bleiben, ein bcdcutungsvolles Symptom für die zukünftige Entwicklung sehen können. Es käme darin der Glaube des Oberkommissars an den Erfolg der von ihm eingeschlagencn Politik und damit auch zu einem sehr wesentlichen Teile an den Erfolg der ziortisfischen Anstrengungen zum Ausdruck. ... Diese Kundffcbung des Vertrauens in die weitere Entwicklung Palästinas hätte für die jüdische und zionistische Welt den größten Wert.“ Wir können heute dieser Auffassung nur neuerlich Ausdruck geben. Es gibt wohl keinen Politiker in de־ Welt, der nicht nur durch die in fünf Jahren in höchster Stellung gesammelten Erfahrungen, sondern auch infolge seines bcsotiders stark entwickelten Talentes für eine objektive Bctrachtungswcisc und infolge der bereits erfolgten Bestätigung der Richtigkeit seines Vorgehens durch die Praxis eher berufen wäre, ein Urteil über die Aussichten der jüdischen Palästina- Kolonisation abzugeben, als Herbert Samuel. Untersucht man die psychologischen und seelischen Untergründe, die Molivalfon zionistischer Aktivität, so gelangt man schließlich immer wieder an den Bereich des Glaubens, dem die Kräfte fast jedes Zionisten entwachsen. Wir sind Zionisten, weil wir sowohl an das jüdische Volk und seine Zukunft wie an die ihm innewohnende Kraft zum Neuaufbau seines Lebens im jüdischen Lande glauben. Dieser Glaube, diese letzte Vcrtiaucnscntccheidiing, ist der unzerstörbare, unvcrsiegliche Quell, aus dem wir in tiefstem Grunde den Mut schöpfen, über alle Krisen, Schwierigkeiten und Widrigkeiten hinweg uns in unserer Arbeit für das Endziel nicht beirren zu lassen. Es wird wohl sehr wenige Zionisten geben, die aus reiner Vernunft, aus der verstandesmiißigen Einsicht in die Not- Wendigkeit und Durchführbarkeit der jüdischen Heimstätte In Palästina Zionisten sind, die nicht von diesem lebendigen Strom eines unerschütterlichen Gefühls, das man ruhig als ein religiöses Phänomen ansprechen darf, gespeist werden. Wie die meisten Gläubigen, die nicht in der Sicherheit ihrer Glnubcnsformcln ein beruhigtes und befriedetes Dasein leben, sondern die täglich und stündlich sich ihren Glauben neu erkämpfen müssen, kennen wohl auch alle Zionisten Zweifel und Anfechtungen, Augenblicke der Verzagtheit und der Skepsis. In diesen Momenten hat der Glaube an den Zionismus seine Stärke zu erweisen. Und es bedeutet in diesem sich stets wiederholenden Kampfe kaum mehr als einen Notbehelf, wenn die fehlende innere Ueberzeugung durch äußere Beweisgründe ersetzt werden muß. Das ist ja der große Unterschied zwischen der seelischen Haltung des Zionisten und der Einstellung des Nichtzionisten. Auch dieser mag heute von der Richtigkeit, der Möglichkeit und der Erforderlichkcit der zionistischen Bestrebungen durchdrungen sein. Er wird dann vielleicht auch mit uns Zusammenarbeiten und einen Teil seiner Kräfte in den Dienst dieser von ilun gebilligten Sache stellen. Das wesentliche aber, das den Zionisten ausmacht, der den Zionismus aus seinem persönliehen Leben überhaupt nicht wegdenken ,kann und für den der Versuch einer Loslösung den Zusammenbruch seiner seelischen Existenz bedeuten würde, ist eben dieser verstandesmüßig gar nicht zu fassende Schwung, diese Begeisterung, diese Vehemenz der Ueberzeugung, diese innere, fast wie ein Zwang wirkende Richtung auf das eine Ziel, das ״unum iiecessarinm“, kurzum der Glaube, dessen innere Erfülltheit auch die äußere Erfüllung sichert. Der Zionist bedarf daher solcher Beweise und Bestätigungen, wie cs 1, B. das Verbleiben Herbert Samuels im Amte ist, nicht so wie der Nichlzionist oder der Nichtjude, der die Richtigkeit einer Anschauung nur nach ihren jeweiligen Erfolgen oder im besseren Fall nach den von ihm angenommenen künftigen Aussichten beurteilt. Trotzdem wird es auch für. viele Zio nisten eine wertvolle Unterstützung in dem von uns bereits erwähnten Kampfe gegen Pessimismus und Verzagtheit sein, wenn sic sehen, daß ein Mapn wie Herbert Samuel, der weder durch seine Vergangenheit ganz zu uns gehört noch durch seine Stellung zu uns gehören darf, den Glauben an die Zukunft des jüdischen Landes besitzt. Hätte er diesen nicht und den Wunsch, seine Arbeit und. seinen Namen auch weiterhin mit dem von ihm begonnenen .Werke zu verbinden so hätte er ganz sicher die Gelegenheit, das Land jetzt in Ruhe und in geordneten Verhältnissen einem Nachfolger m übergeben, nicht ungenützt voriibergclien lassen. Zumindest aber hätte er sich nicht bereit, gefunden, ,durch die Verlängerung seiner Amtsperiode die übliche englische Verw׳nll11u(1:׳!praxis durchbrechen und damit einen, der wenigen Ausnalmicfälle, die die Geschichte der englischen Administrative kennt, statuieren zu lassen. Man darf wohl anncluncii, daß *Ich Hcibcr» Samuel über., die besondere Trag weile eines solchen Entschlusses durchaus klar war und damit auch *ine erhöhte Verantwortung und Verpflichtung der Welt Aus Johannisburg (Südafrika) wird gemeldet: Die Exekutive der zionistischen Organisation in Südafrika überreichte dem in Johannisburg anwesenden britischen Koloniainilnistcr Mr. Thomas eine Adresse, in der die Dankbarkeit der sfldafrikanischen'Judcn für die Proklamierung der Balfourdcklaration und für die Zustimmung der gegenwärtigen Arbeiterregierung zu dieser Deklaration zum Ausdruck gebracht wird. Mr. Thomas entgegnctc, daß er stolz darauf sei, als erster Arbeiterminister dem Unterhause erklärt zu haben, daß die Regierung die Balfourdcklaration neuerdings bestätige. Thomas sprach sich ferner sehr lobend über Herbert Samuel und Prof. Weizmntin aus und erklärte, die Juden sollen beruhigt dem Ehrenwort Großbritanniens und dessen gutem Willen vertrauen. Sie mögen in ihnen eine genügende Oarantie erblicken, daß die jüdischen Hoffnungen auf die Zukunft Palästinas verwirklicht werden. gegenüber übernommen hat. Das festere und energischere Auftreten Herbert Samuels im letzten Jahre zeigte ebenso wie die Entfernung einer ganzen Anzahl antizionistlsehcr Beamter aus dem Verwaltungsdienst Palästinas, daß er entschlossen ist, das ilun übertragene Mandat in einem dem Sinn und Buchstaben des vom Völkerbund England erteilten Auftrages mehr kongruenten Geiste diirchzuführcn, als cs früher den Anschein halte. Nictit als ob man von einer plötzlichen Sinnesäuderimg bei Samuel sprechen könnte. Seine veränderte Stellung hängt sicherlich zum großen Teil mit den günstigeren Bedingungen, unter dopen jetzt die zionistische Arbeit in Ercz-israel vonstatten geht, ' wie auch mit den Erfolgen seiner Araberpolitik zusammen. Vielleicht wird sich noch deutlicher als heute später einmal her* nusstcllcn, daß der auf Herbert Samuel nach dem Jaffaer Pogrom iin Mai 1020 zuri'ickzufiihrendc Rückschlag der zionistischen Position ein Von Samuel mit klarem Weitblick und feinem politischem Instinkt Ircwußt herbeigeführter und beabsichtigter war. Wie ein Springer, dem Lm ersten Anlauf der Sprung mißglückt, da er die Entfernung und seine Kraft unterschätzt hat, z.iiriickwciclit, sogar noch weiter als er früher stand, um mit gesammelterer Anstrengung und richtigerer Ein- Schätzung seines Unternehmens, sowie auch unter Benutzung der inzwischen gemachten Erfahrung von neuem den Versuch zu machen — so hat, in einem anderen Bilde, Herbert Samuel in diesem friedlichsten’aller Kriege die zionistischen Truppen zwecks neuer Sammlung und eines späteren Vorstoßes weit /.tirüekiichmen lassen. Damals herciia, als ilui sowohl der Jischuw wie das ganze Judentum der Welt .mit Vorwürfen überschütteten, als man ihm Verrat am.Zionismus, Schwäche und Feigheit vorWarf, hat er jüdischen Abordnungen, die gekommen waren, ihn ״nufzuldäreii“, gesagt, die Zukunft werde zeigen, ob er im Interesse des jüdischen Volkes und des Zionismus gehandelt habe oder nicht. Schon die veränderte Stellung des Jischuw, der ihn jetzt fast in seiner Gesamtheit r.um Bleiben auffordert, mag beweisen, daß Herbert Samuel Recht hatte, Trotzdem wäre cs verfrüht, schon jetzt bei einem so viel Zeit in Anspruch nehmenden Werke aus den Ergebnissen und Er• falirungcn der letzten Jahre voreilige Schlüsse zu ziehen, Ebenso rasch wie in diesem Frühjahr in Palästina eine ent• schicdcne Wendung zum Besseren cingctreten ist, kann sich die Situation wieder verschlechtern. Wir haben bereits auf die ganz außerordentlich große Gefahr, die in der Diskrepanz zwischen den so überaus gestiegenen monatlichen Einwamlcrungsziffern und den Zahlen des Minimalbudgets der letzten A.-C.-Sitzung ruht, hingewiesen. Wäre die von einer ■kleinen' Gruppe vertretene Auffassung richtig, daß es lm Wesentlichen mir auf die Politik und nicht auf die Wirtschaft, mit anderen Worten mehr als auf die wirtschaftlichen Anstrengungen des Zionismus auf die durch die zionistische Politik erzwungenen Maßnahmen der Landcsvcrwallung und der englischen Regie• rung ankomme, dann wäre das Symptom, das in der Wiederkehr rterhert Samuels liegt, noch bedeutungsvoller, als c3 ln Wirk• lichkcit ist. Schaltet mau niimlich die jetzt völlig unvcrstündlidv gewordene Anahmc aus, daß Herbert Samuel nur bleibe, um die von ihm begonnene ״Liquidierung des Zionismus“ weiter fortzuführcn und zu beenden, d. 11. sicht man in Herbert Samuel keinen boshaften Feind der zionistischen Bewegung, sondern wenigstens einen loyalen und von ehrlichen Ueber- Zeugungen durchdrungenen Menschen — dann stünde es einzig nach dieser Auffassung in Herbert Samuels Macht, das zio• nistischc Siedlung(־,programm so rasch als möglich zu verwirk• liehen. Tatsächlich aber — wir müssen sagen: leider — Mt dem nicht so. Herbert Samuel ist nicht nilmächtig und eine wirklich arbeitende und erfolgreiche zionistische Bewegung Ist vielleicht mächtiger als er. Er ist abhängig von unserer Arbeit in und außerhalb Palästinas und in seiner neuen Anitsperiode, die im Sommer 1925 beginnt, sieht und fällt er vielleicht noch in einem viel höherem Maße als vorher mit ihr. So!nun c.! auch als ein Beweis des Vertrauens in »ns Zionisten gewertet werden, wenn Samuel sich entschlossen hat, weitere fünf Jahre mit ung zunamnicnzuarhciteii. Dieses Vertrauen aber findet im Gegensatz zu der Politik Samuels keine. Stützen in empirischen Ergebnissen. Der Blankowechsel, den die Zionisten neuerdings dadurch amstclltcii, daß sie Herbert Samuel baten zu bleiben, muß erst in Zukunft ctngelöst werden. Einsicht«- volle Stimmen in Palästina haben bereits vor Jahren die Meinung geäußert, daß nicht.Herbert Samuel uns verraten, sondern wir den ״Naziw“ in Stich gelassen haben. Wir müssen uns dessen bewußt sein, daß, wenn wir cs zum zweiten Mal täten, der Rückschlag sich nicht blos auf zwei bis drei Jahre sondern vielleicht auf ebenso viel Jahrzehnte erstrecken würde, wenn nicht gar die letzte sich uns bietende Gelegenheit damit für immer entschwunden wäre. Seien wir uns dnher der ganzen, in ihrer fast unendlichen Bedeutung kaum sagbaren ' Tragweite der gegenwärtigen Konsirllathii bewußt; wachsende Einwanderung, keine Arbeiblut.lgk« It, keine nennet«- werten Widerstände mehr von arabischer Seite, ein r/»f die zionistische Bewegung und das zionistische Endziel so stark vertrauender Oberkommissar an der Spitze der Landesver- Wallung, in England die 11:1« •un wohlwollendsten gesinnte Regicrung am Ruder, Konsolidierung der wirtschaftlichen und Währungsvcrhältnissc in Mittel- und Osteuropa usw. Wenn sich jetzt die zionistische Arbeit und damit das in diesem Umkreis einzig noch Fehlende, die ausreichenden finanziellen Mittel, nicht vervielfachen und deswegen wieder alles, was jetzt vor uns in Aussicht steht, verloren gehen sollte, dann sind wir dieses großen Augenblickes und dieser neuen Chance nicht wert gewesen. S. K. Ussischkln an! der N'alionsltonds Tapng in Leipzig (Telegraphischer Bericht.) Die Tagung der deutschen Vertrauensleute des Keren Kajemeth In Leipzig nahm einen sehr eindrucksvollen Verlauf. Es waren rund 00 Delegierte aus 40 Ortschaften erschienen. Außer Ussischkln nahmen vom Direktorium des K. K. L die Herren Dr. Hantke und Schocken Anteil an den Beratungen. Das groß angelegte Referat Ussischkins übte eine tiefe Wirkung aus. Es war vielleicht das erstemal, daß den deutschen Nationalfonds-Arbcitcrn das Werk des Keren Kajemeth im ganzen Umfang seiner weltpolitischen, nationalen und sozialen Bedeutung vor Augen geführt wurde. Die Forderung Ussischkins, daß die deutsche Satnmclstclle sieh zur Aufbringung eines entsprechenden Kontingents für da» laufende Jnlir verpflichten solle, wurde nach sehr eingehender und sachlicher Beratung einstimmig angenommen. Tiefen Ein* druck machten auch die beiden Schlußreden der Herren Usslschkin und Schocken, in denen sie auf die vorgcbracUtcn Beschwerden wegen der Baumspende, Jadjur usw. rückhaltlos Aufklärung gaben, die gemachten Fehler offen Zugaben und sie in das richtige Licht rückten. Die ungeschminkte Dar- Stellung!unterließ einen tiefen Eindruck von den Schwierigkeiten, unter denen der Aufbau in Palästina vor sich geht, und von dem ernsten Streben der Leitung des Keren Kajemeth, ihnen gerecht zu werden. Mit gleichem Ernst ist woh! kaum je eine Palästina-Debatte bei einer Tagung deutscher Zionisten geführt worden. Am Sonnabend Abend fand zu Ehren Ussischkins ein Bankett statt, bei dem unter anderem Rabbiner Dr. Goldmann, Leipzig, in einer bemerkenswerten Rede die Mitarbeit am Aufbau Palästinas als Pflicht aller Juden kennzeichnet(. Der Abend schloß mit einer Sammlung für den K. K. L., die den Betrag von 6000 M. ergab. , . . Ein 1. Aus 1. <׳ 0. 10. 11. 12. 13. 14. 15. Die Ausgaben im Juli 1924 (Bericht der Palästina-Exeku nahmen: Keren 1 lnjessoil, London gaben: Schulwesen Kolonisation £E 2.757,— plus Tabakbudget ,, 796,55 Immigration £E 2.800,75 zuzügl. Ankauf von Häusern 55,— Gesundheitswesen (Hadassah) Landwirtschaftliche Versuchsstation Ocffentlichc Arbeiten Spezielle Ausgaben Handel und Industrie £E 722,00 zuzügl. Palästina-Pavillon a. d. Britischen Reichs,nisstcHung ,, 3,60 Pfandbriefe und Aktien (Solei Bonch) Universität £E 255,76 Universitätsbibliothek 125,— Technikum Misraclii-Organisation Zahlungen und Eingänge ä Konto früherer Budgets Administrationsunkosten Ucborschuß der Eingänge über die Ausgaben (wodurch frühere Defizite reduziert werden) ttve.) £E 35.766,69 £E 5.607,81 3.553.55 ״ ' 2.864,75 ״ ' 2.276,80 ״ , 544,75 ״ (״1.009,63 ״ 539,94 ״ 726,29 ״ -,2.000 ״ 380,76 ״ n 35, ' 1.333,90 ״ 567,97 . ' 1.863.55 ״ 14.481,25 ״ £E 35.766,09 Wahlen In den palästinensischen Arbeitern! Am 9. September haben in ganz Palästina die Wahlen in den Rat der Arbeiter (Moazath Haowdim) stattgefunden. Die poaiczionistische Partei ״Achduth Haawodah", die bisher fast drcivicrtcl der Mandate innegehabt hat, hat nicht überall die Positionen halten können, hat aber dennoch die Majorität beli,alten. Die Partei Hnpoci Hazai'r hat ansehnliche Erfolge errungen, ln Jerusalem hat sie sieben, in Jaffa und Half» je sechs Sitze erhalten. In Jaffa wurde ein arabischer Elsenbahnarbeltcr in den Rat gewählt. *) in Abzug zu bringen.