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Jüdische Rundschau · 1924-09-05 · Heft 71 (5.9.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 71 (5.9.1924)
Date
1924-09-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Der Wand Hachiniich halte in einem Me- (iioraiidum an das A.-C. 61000 Pfund ais das Minimum verlangt, mit!lern er die ihm «111־ vertrauten Aufgaben losen könne. Der Beschluß des A.-C. hat die Demission sowohl dos Waad I lachliitich als auch des misrachistischcn Aufsicht»- rats über die Schulen zur Folge gehabt. Das Memorandum des \V.1ad ilachimidi weist darauf hin, daß die Beteiligung der Zionistischen Organisation an dem Erzichungsbudget im Laufe dor letzten vier Jahre von 70,7 t’o auf 61,2 zurückgegangen ist, daß sich die Zahl der aus dem Erziehungsbudget untertiallcncii Institute von 137 auf 116, die Zahl der Lehrer von 603 an! 187, die Zahl der Schüler von 12 830 auf 11107 vermindert hat, während das in Palästina selbst aufgebrachte Schulgeld von 10 ■130 Pfund auf 25 067 Pfund gestiegen ist. Nun ist die Demission freilich nicht das geeignete Mittel, Bin eine Schwierigkeit zu lösen. Die Demission des Waad Haciliniich *— das wissen dessen Mitglieder sehr wohl — wird das Problem des Budgets nicht lösen und wird die nötigen Geldmittel nicht aufbringen. Die Presse wendet sich nur dagegen, daß gerade das Schulbudget gekürzt worden ist, in einem Augenblick, wo durch eine verstärkte Einwanderung die Zahl der an die Tore unserer Schulen pochenden Kinder mit jeder Woche größer wird. Die neu eingesetzte Einwanderung trägt vielfach den Charakter einer Einwanderung von Familien und die Zahl der ins Land kommenden Kinder ist jclzt sicher relativ viel größer als es in den vergangenen Jahren der Fall war. Im Laufe des letzten Sommers sind nach Zahlung des Einwanderungsdepartements der Exekutive gegen 1500 Kinder, davon 1000 schulpflichtige, ins Land gekommen. Die schwere Lage unseres Erzichungsbudgets hat zur Folge, daß ein großer Teil der Schuljugend uns entgeht, und daß da■ durch das wichtigste Mittel der Amalgamisicriing der versdiicdcncu EiitwaiidertingsschicIlten von uns aus der Hand gegeben wird. In Tcl-Awiw sind Chedarim eröffnet worden, deren Unterrichtssprache jüdisch ist. Die Alliance gewinnt im Lande Boden, und erst vor wenigen Tagen kam cs in Tel- Awiw zu Zusammenstößen zwischen der hebräischen Jugend und den Schülern der Alliance. Solche Zusammenstöße weisen jedenfalls auf ein Gefühl der Unsicherheit in unseren Reihen hin. (Vgl. diese und die vorige Nummer. — Red.) Die Gerechtigkeit der Berichterstattung erfordert cs, daß die Einwendungen nicht übergangen werden, welche einer unserer angesehensten Schriftsteller, Rabbi Benjamin, im ״Ilaarcz" gegen die Stellungnahme des Waad Haehinnch erhoben hat. Ist cs denn, fragt er, unmöglich, daß-Palästina, das im vergangenen Jahre 25 000 Pfund an Schulgeldern bczahlt hat, im nächsten Jahre 30000 Pfund bezahlt? Hat man doch vor wenigen Jahren über die Möglichkeit der Aufbringung von 25 000 Pfund gebellt. Hat der Keren Hajessod das ־־•ralische Recht, für die Mutter der Kolonien, für Pctach Tikwah, Geld für ihre Schulen herzugeben bei den heutigen Preisen der Orangen? Können die Orangenbarone ihre Schulen nicht selbst erhalten? Auch bezüglich der Einwanderer meint Rabbi Benjamin, daß man ihnen wohl durch billigen Kredit, durch billige Küchen, aber nicht durch unbezahlten Unterrieht beistehen soll. Der unentgeltliche Unterricht sei eine Beleidigung. Auch sei eine Beteiligung der anderen Budgets, des landwirtschaftlichen, Arbeits* und Einwanderungsbudgets, an dem Erzieliungsbudget denkbar. Zur ״Landwirtschaft“ gehören auch die Schulausgaben in den Kolonien, zur ״Arbeit“ auch die Kosten der Erziehung der Arbeiterkinder und zur ״Einwanderung'‘ auch die Erziehung der Kindcrcinwandcrcr. Durch Erhöhung der Schulgelder und durch einige Ueber- Tagungen in den verschiedenen Konti könnte, meint Rabbi Benjamin, das Problem gelöst werden, das zur Demission des Waad Hacliinuäi geführt hat und die öffentliche Meinung nicht wenig erregte. h. b. Beschlüsse der WellhllfskoBlcrenz Die Konferenz beschloß in der Abendsitzung vom 28. August, folgenden Appell an die gesamte jüdische Welt zu richten: Die Konferenz betrachtet cs als ihre heilige Pfiieht, sich an das Judentum der ganzen Weit zu wenden, um ihm zum Bcvvußtscin zu bringen, daß die größte jüdische Gemeinschaft, das Ukrainer Judentum, noch immer von den zahlreichen Folgen der furchtbaren Katastrophen bedrückt wird, die 1111 Laufe der letzten Jahre seine malcricllc und geistige Existenz ruiniert halieti. Der immer mehr wachsende Paupcrh.mus der jüdischen Massen, das moralische und materielle Elend der jüdischen Kinder, der Waisen und Obdachlosen, die schreckliche Not der jüdischen Intelligenz, die physische Entartung eines großen Teiles der jüdischen Bevölkerung, all diese traurigen Folgen der durchlebten Schrecken (Krieg, Pogrome, Bürgerkrieg und Htmger), stellen das russische Judentum vor die Gefahr des Unterganges. Die Aufgaben der Hilfsaktion gegenüber dem russiichcn Judentum sind: 1. ihm schnell materielle und medizifusche Hilfe für Kinder und Erwachsene zu gewähren, 2. die deklassierten jüdischen Massen in ein produktives Wirtschafts• leben überzulührcn (Industrie und Landwirtschaft) und denjemgen, die an Ort und Stelle keine Arbeit finden können, die Auswanderung auf legalem Wege zu ermöglichen und sic dabei materiell zu unterstützen. Die Konferenz hofft, daß die Judenheit die größten Anstrengungen machen wird, um diese Auf- Raben zu erfüllen. Die Delegation nach Amerika Die Konferenz beschloß, eine Abordnung nach Amerika zu entsenden, die die Aufgabe haben soll, den erschlafften Opfer■ vvillen der dortigen Juden wieder anzufachcn. Obrrrabbincr Dr. Niem iro wer, Rumänien, schlug vor, die Exekutive "nt der Ernennung der Delcgatiorisrtiiiglicdcr zu beauftragen Und ihr zu empfehlen, die Waid unter folgenden (1 Personen zu helfen: Leo Motzkin.Dr. Klee, Rechtsanwalt H. SIi0s• ״erg, Jefroykin, Dr. Jocheimann, Ing. Temkin. Der Antrag wird mit der Ergänzung angenommen, daß die exekutive ermächtigt wird, auch andere Personen in die amcnkankche Abordnung zu wählen. Der Weltverband für soziale Hilfe Dr. Emil Marguiies verliest im Auftrag des Permanenz *«sscliusses die feierliche Resolution, die den Gedanken des Jüdischen .WellverlmiKlcs für Soziale Hilfe proklamiert und die Lxekulivc cnnüdiligt, eine Cirüiuhingsvc!; riuimfiitig des Verbandes zu berufen, IXe Rei.olnUem Lmlet: Die Vertreter von 87 jiidrehen Gemeinden und Organis.itioricii am 22 Ländern, versammelt auf der /.weilen jüdischen Weltliilfskonfeiviiz in Karlsbad, verkünden feierlich nlic Notwendigkeit, einen Wcltverband fiir Jüdische Soziale Hilfe zu begründen. Seine Aufgabe soll cs sein, dit Jüdische l lilfBtäügkeit zu wahrer Kooperation /!! zu vereinigen timl dadurch zu verbessern und zu verstärken, imkr Wahrung der Autonomie der ihm migcschlosscncn (iemciiukn, WohBalirls- und Scihstliiliff.orgniiKationen um! intcr■ *1ויי ii״(iali ii VeieinigitngcM, ferner die Miltt'l zu beschaffen und zu verwalten, die für solche all;״e111c1ne Volkswolillalirts.aiis• u dunen, dm die <ireitizen eines einzelnen I :indes über•!einiiten. Die Kimferenz lie.iulXnigt den Zrnlrairat und die Exekutive, 111c notwendigen Schritte zu unternehmen, um den WcltverhaiKi zu begründen und zur Gründung alle bedeutenden Gemeinden und Ocmcindcvcrb iindc, sowie die wichtigsten Wohlfahrt»• und Sclbstliilfsorgaiüsationcn aufzurufen. Für die Emigranten in den Häfen Au! Antrag der Emigratiornkommissioti wurde auch heschlossen, eine besondere Aktio ו für die Emigranten In den I läieii ei'izuleiten. Es wurde folgende Resolu.ton angenommen : Die Zweite jüdische Wcltliilfskoiifcrciiz wendet sich an die Jiklmüieit der ganzen Welt mit einen! Aufruf wegen de! schrecklichen Lage vieler Tausender unserer Brüder ' die in den Häfen der '1 ransilläuder von Europa festliegen, Verführt durch die ameriUanischen Visen, die innen gegeben wurden, von ihrer früheren 1 feimat abgcsehiiittcn, ruiniert und verzwei• feit, sind sie stecken geblieben, weil ihnen die Tore Amerikas verschlossen wurden. Die Vcrzwcifhingsschreie dieser Unglücklichen richten sich an das ganze jüdische Volk, und die Wclthilfskonfcrcnz hofft, daß mit vereinten Kräften durch iuridische und materielle Hilfe diese jüdischen Emigranten aus ihrer traurigen Lage geretlct werden und die Möglichkeit erhalten, sich ein neues Heim zu schaffen. Die jüdische Wclthillskonferenz beschließt infolgedessen! eine besondere Aktion eituulci• ten, um die Not <kr unglückliclten Auswanderer zu lindern, Schaffung des Rettungsfonds Schließlich wurde eine Resolution angenommen, daß ein Rettnngsfonds gebildet werden soll, der speziell zur Hilfeleistung im Falle nationaler Katastrophen Verwendung zu finden hat. Die Resolution schließt: Um in Zukunft die Wiederholung irühcrer Katastrophen zu verhindern und rechtzeitig die Hilfe sicher■ zustellen, erachtet die zweite Italische Wclthilfskonfcrcnz es für notwendig, einen jüdischen VolksreUungsfomls zu schaffen, der im Falle Katastrophaler Ereignisse einen Versicherungsfonds bilden soll. Die Konferenz, fordert alle jüdischen Gemeinden Hilfsorganisafionen und Vereinigungen in der ganzen Welt auf, sicli an der Bildung dieses Fonds zu beteiligen. Die Wahlen zum Verbindung des preußischen Landesverbandes Nachdem die Wahlkrciseinteilung mehrfach Abänderungen erfahren hat, veröffentlichen wir im folgenden die nunmehr gültigen Listen, bemerken aber, daß «ach unseren Infor•!national noch eine Abänderung bezüglich des Wahlkreises 5 bevorsteht. Die Wahlkrciseinteilung. 1. Nr. 2. Name 3. Umfang des Wahlkreises 4. Zahl der Gemeinden 5. Zahl der Mandate 1 Ostpreußen Reg.-Bez. Königsberg Gumbinnen Alienstein WestpreuCen Marienwerder Somt, Ven״»ü.-B«z 18 8 16 a 4 2 Groß-Berlin 53 3 Brandenburg Reg.-Bez. Potsdam 15 5 Frankfurt a. O. 23 Pommern Stettin 15 Köslin 14 Stralsund 1 Orenzmark 2 4 Breslau 1 10 5 Schlesien Reg.-Bez. Breslau (außer Stadt Breslau) 20 1 Ltegnltz 11 7 Sachsen Oppeln 22 Magdeburg 10 Merseburg a Erfurt 8 0 Schlcswlg-Hoht. Reg.-Bez. Schleswig 6 6 Hannover 13 Hannover Stade 5 Aurich 3 Osnabrück 8 Hildcshelra 12 Lüneburg 5 7 Westfalen Reg.-Bez, Münster 1! 5 Minden 18 Arnsberg 31 8 Frankfurt a. M.! 10 9 Hessen-Nassau Reg.-Bez, Kassel 80 4 Wiesbaden 36 10 Köln 1 11 Rheinprovinz Reg.-Bez, Koblenz 13 6 Düsseldorf 24 Köln 6 Trier 7 Aachen 3 Hohenzollem I 12 Lande»Wahlkreis unbestimmt Seilt 500 Fr,in Helene Levin gcslorbca , Am Mittwoch, den 3. September, starb in Berlin plötzlich, wehrend der Abwesenheit ihres Gatten, des Herrn Dr. Schmarja Levin in Palästina, I ran Helene L e v i 11 geh. Conheim. Die Verstorbene stammte aus Jvkaterinoslaw und sollte in diesen Tagen die 30. Wiederkehr des Hochzeitstages begehen. Wie wir erfahren, wird Herr Dr. Levin, dem sich das Mit• gefuhl aller Freunde zuwendet, in den nächsten Tagen in Berlin eintrdfen. Wir sprechen Herrn Dr. Levin und sein(* f amilic unser aufrichtiges Beileid aus. llfrhrrl Sainnrls HOckkdir «ach Palästina Au! ein Begrülluiigstelegramin, «Ins Dr. Georg S t c i n m a r* der irn Namen des Schweizer. Zionistcuvcrbandcs an den in Beatenberg zur Kur weilenden Herbert Samuel richtete, erwiderte dieser: ,,ich danke Ihnen verbindlichst für die freundlichen Grüße, die Sie mir namens des Schweiz. Zionistenverbnndes übermittelt haben. Meine Ferien in dem schönen Lande, dessen Burger Sie sind, haben mich gckriltigt und ich keine in wenigen Eigen nach Palästina zurück mit neuen Energien für den Versuch, dem I c 11 mich widme. Mit den besten Wünschen für den Erfolg der von Ihnen geleiteten Organisation Ihr ergebener Herbert Samuel.“ Colonel Kfscli in London Colonel F. H, Ki.se 11 ist am 28. August abends aus Jerusalem 111 London emgelroffcn. Er gedenki bis zum H.September in England zu verbleiben und sodann auf seinen Posten nach Palästina zurückzukehrcn. Emir Abdullah wieder in Transjordailen Nach der Rückkehr von seinem Besuch in Jerusalem hielt Emir Abdullah von Transjordanien in seiner Hauptstadt Amman eine Parade ab. Er hielt vor dem Heere und dem versammelten Volke eine Ansprache, in der er erklärte, die arabischen Völker hoffen, die Herren in ihren eigenen Ländern zu vzerden. Sie seien aber nicht imstande, sich den ausländischen Mächten cntgegcnzustcllcn. ״Aus diesem Grande", schloß er, ״inufl ich euch dringend vor den antibritischen und autifranzösischcn Intriganten, die in Transjordanien Asyl suchen, warnen,“ öle Rullienbcrg-Roazesslon und der Iniernaiionale Gerichtshof Der Internationale Gerichtshof sollte am 1. Januar 1925 die Angelegenheit des Griechen Mavromatis verhandeln, der eine Konzession für die Eiektriz.itätsanlage in Jerusalem seinerzeit von der türkischen Regierung erhallen hat, die aber von der jetzigen Mandaisrcgierimg nicht anerkannt wird. Die Konzession ist bekanntlich der Rothenberg-Gesellschaft erteilt worden. Nunmehr haben fünf Richter des lnternatio• nalen Gerichtshofs erklärt, daß der Internationale Gerichtshot in Sachen der Jerusalemer Konzession überhaupt nicht kompetent sei, da d*c Entscheidung den dortigen Gerichten unterliegt. Der Fall Mavromatis beschäftigte schon am 17. Juni d. J. den ständigen Internationalen Gerichtshof. Damals hatte die britische Regierung gegen die Zuständigkeit des Haager Gerichtshofes Einspruch erhoben. Dieser Auffassung haben sieh nun die fünf Richter angcschlosscn. Das Jerusalemer ludalstische Instilul An das jlkiisch-wisscnschaftliclie Insiitut in Jerusalem haben einen Ruf erhalten die beiden Talmudistcn Prof. Dr. Michael Outmann vom jüdisch-theologischen Seminar in Breslau und Prof. Dr. Apto witz c r von der jüdisch-theo« logischen Lehranstalt in Wien. Es ist leider zweifelhaft, ob Prot. Aptowitcr dem Rufe wird Folge leisten können. Dagegen wird mit der Annahme des Rufes durch den Breslauer Gelehrten, der auch an dem Landesrabbiner-Seminar in Budapest lange Jahre erfolgreich gewirkt hat, gerechnet. Die AuHorslung Palästinas Laut einem soeben veröffentlichten Bericht sind seit 1920 in Palästina drei Millionen Bäume gepflanzt worden. 673 009 Bäume hat die Zionistische Organisation pflanzen lassen. Jahrhundertelange Vernachlässigung. Entforstnng zugunsten des Getreideanbaues und endlich Fällen der Bäume für Kriegszwecke beraubten Palästina aller natürlichen Wälder, Olivenhaine, Eukalyphts- und Johannisbroibäiunc bildeten wich* tlgc Erscheinungen in dem landwirtschaftlichen System Palästinas, aber auch diese litten ernstlich unter den zwangs* weisen Requirierungen der türkischen Armeen. Während des Krieges wurden die Wälder scliommgr.hxs ,׳m gerodet. Eine der ersten Unternehmungen der britischen Administration war die, ein Landwiitschnfls-Depnrtcment cinrusetzcn und eine ״Forstvcrordimiig“ heraus/ugeben, Staatliche Baumschulen wurden zwecks Verbreitung der sich bewährenden Arten gepflanzt. In dein Aufforstungsprogramm heißt es u. a.1 Freie Bäuincvcrteihing an die Stadtbezirke, Schulen,• Dörfer; die Anpassung und Akklimatisierung exotischer Arten einschließlich der zu Bauholz- und Fruchtgcwwinung dienenden Arten. Eine Klage der Alliance •Schule 10 Tel-Awlw Sieben Knaben und ein Mädchen standen am 28. August vor dem Polizei richtcr Tc 1 - A w i ws, um sich gegen die Anklage zu verantworten, den Direktor der Alliance Israchtc* Schule in Tcl-Awiw, Herrn Sllb erste! 11, beleidigt zu haben. Sie gehören rille dem ״öduü Megine Hasafah'* (Ver* band rum Schutze der hebräischen Sprache) an. der einen Kampf gegen das Alliance-Schulwesen unter der Begründung, daß dieses assimilatorisch ist, führt. Herr Silberstein hatte ihnen verboten, vor dem Schulgebäude Flugblätter unter dea Alliance-Schülern zu verteilen, in denen die Schüler aufgefordort werden, nationale jüdische Schulen zu besuchen. Dabei kam cs zu Auseinandersetzungen. L>cr Polizeirichter fällte fol* gendes Urteil: Sechs Angeklagte wurden freigesprochen, zwei zu Geldstrafen von je 5׳iQ Piaster verurteilt. Eine indische Wellkonlerm unter Aeglde dei Völkerbundes, Zu Ehren des Dr. Cliaim Schltlowsky, der zu einen» kurzen Aufenthalt in Polen cingctreffen ist, veranstaltete der Verein jüdischer Schriftsteller und Journalisten im Kaminaky- Theater einen feierlichen EmpfangsaFend, Der Ehrenvorsitzende des Schriftstellcrvcreins. CH. D. Nomberg, begrüßte den Gast, woraufhin Dr. Schitlowsky eine längere Rede über die jüdischen Probleme hielt, die in den Plan gipfelte. d,1s jüdische Volk solle einen Appell an den Völkerbund richten, daß er dar. Patronat über einen ein zu berufenden jUdlachcn ,Weltkongreß übernehme, der scinerseil» eine jüdische Vertretung im Völkerbund ernennen soll. Die Petition an den Völkerbund soll von Millionen Juden unterzeichnet werden. I He Ausführungen l>r. Schltlowsky» wur•' den mit großem Beifall aufgenommen. Die Tlllgkeil der ZeTre*Zfon ln Rüßlind Nach Berichten aus Rußland haben die Gruppen der zkw nlstisch •sozialistischen Partei Zci'rc Zion in Sowjet• riililand in der zweiten Hälfte des Monats August eine Marke Aktivität entwickelt, ln 18 Orten des Charkow«, in 22 Orten des Kiewer, in 15 Orten des Odessa;? und in 18 Orten de■ podolischen Gouvernement* wurden massenhaft Proklamationen

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