Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 70 (2.9.1924)
- Date
- 1924-09-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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TJnrrlndrnmer 0,2 X Goldmnvk \\ ״/ 1~־r C L~ / Sk.J ך־ ,,i וי■־׳ n r L J t*», k. - c. Redaktion und Verlag W 15. McinckcstroBo 10, Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1.85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmnrk, Aeil1nd*«honncment• worden In d*r Wlhrtmg der •Ituolnrn Linder berechnet. Nummer 70 |j Berlin, 2. IX1924 ״ י״*׳׳׳*'*״*״*““**■•*‘«»w #•>. ך״£ ך■ ■ / ־ jtj t ■ST<‘ Anzc!;3ctt-¥c:4V7rli«afJ5 Jtkllneho Eundaclmn G. m, b, H., Berlin W 15, Mclnclc«• straß« 10, ־־ Telephon! Amt Bismarck 7165—70 Arurl£*npr«Jst ח!^repall. Non סין reillrteile 0,30 GoMmark. StolUiy geuich« 0,15 Gnlt!m«rk״ Für h@br«f,5׳che Aruei^en 100% AithchUg. An*olj»*n1cMt10t D i ® 11 ח » und Freit•!! o * chfB i 11 41/1»?, iclcphom Bismarck 7165—70, Postscheckkonto: Berlin Nr. 17302. FilrO,«l*frrlrl״J>01t«r*rl<»s1cn״mtU'lfn, Konto Nr. IW OM / l;ürT«rt1scho»I0w*krl! Post,p,rk1,.rnarnt l'rifc Koni״ Nr, 57 410 / Für Pol«״ l'o,t,n״k.,״u,Brt Wararl.au Nr. 1*X> 7ÜH, — Rcdn!<U<m*!tchh10 Sonnlnß und Mittwoch nnclimlltng. — * - * . •13äm יי! 1- אלול'^ תרס״ד per Zionismus cretsokt fOr da» lUdlscho Volk die SchaKan*! einen* üKcn.Ilch rochtllcl» eesSttstortan HelmslStta In Palästina, XXIX. Jahrg. ,Baseler Programm•" m Unter starker Betcilipfung von Mitgliedern des Zentral- JiOiJiitccs ans der Provinz und zahlreichen Gästen wurde Sonntag, den 31. August, iin neuen Meint der Z, V.f. D. die zweite Zentrallcomiteesitzung in diesem Jahre abgehalten. Der eigentlichen Sitzung ging die Einwcihungshier der netten Räume der Z, V. f, D. voraus, die einen äußerst würdigen Verlaut nahm und bei allen Teilnehmern einen starken Eindruck hinterlicß. Herr Oberkantor Magnus Davidsohn leitete die Einvveihungs'eicr durch Absingung eines Psalmcs ein, den er in formvollendeter Weise zum Vortrag b achte. Hierauf hielt unser Gcsmiiiingsgenossc, Rabbiner Dr. Emil Lcvy eine Festpredigt, in der er den Werdegang der Zionistischen Vereinigung rar Deutschland schilderte. Vor mehr als zwanzig Jahren galt cs als große Errungenschaft, daß die Organisation in der Mauerstraßc ein eigenes bescheidencs Büro beziehen konnte. Mit unermüdlichem Eifer nahmen damals ,/1 dem kleinen Heim Fräulein Frankenstein, Dr. Hantke und Herr Wollsteiner die Organisationsarbcit auf, die sie bis auf den heutigen Tag fortsetzen. Wiewohl damals der Bcgriff der Chaluziuth noch nicht bekannt war, waren diese Arbeiter im. Dienste unserer Sache die ersten Chaluzim in Deutschland. Nach drei Jahren zog man von der Mauerstraße in die Bleibtreustraße, wo man in einem Hintcrhnuse fünf Räumlichkeiten bezog. Diese Tatsache stellte einen großen Fortschritt dar und legte Zeugnis vom Wachstum der Organisation in Deutsch-!and ab. Im Jahre 1911 übersicdelte man in die Sächsische Straße 8, wo in den Jahren 1911—1919 die WeltexckuHve der Zionistischen Organisation ihren Sitz hatte. Nun stehen den Zcntralinstitutionen des deutschen Zionismus 55 Räume zur Verfügung, und was die Hauptsache ist, in einem eigenen Hause. Diese Tatsache ist symbolisch. Denn ebenso, wie das jüdische Volk in . Palästina aufgehört hat, eingemietet und geduldet zu sein, tmd nunmehr Eigentümer ist, so ist auch die Zionistische Organisation in Deutschland jetzt Herrin im eigenen Hause, das sie in einen Arbeitstempo! verwandelt. Im neuen Heime vollzieht sich bezüglich der zionistischen Kräfte ein ״Kibuz Galiuth“. Möge diese Arbeit, deren Richtung nach Jerusalem führt, von Erfolg begleitet sein! . 1 1 Nach der Ansprache von Herrn Dr. Levy trag Herr Davidsohn den ״Schir Hamaaloth“ vor, worauf die ganze Versammlung stehend den Schluß des Psalmcs nach der Melodie der Hatikwah mitsang. Ein Rundgang der Dckgierten tmd Gäste durch die Räume des Hauses bcschloß die Einweihungsfeier. Die eigentliche Tagung wurde vorn Vorsitzenden der Z. V. f. D., Herrn Dr. Lands b erg, eröffnet, der den anwesenden Präsidenten der zionistischen l'.xckutive, Herrn Na 11 um Sokolow, begrünte tmd kurz auf die zur Beratung stehenden Punkte der Tages- Ordnung hinwies. Dr. Landsberg gedachte dann der zehnten Wiederkehr des Todestages David Wolffsohns (am 25. Elul), der durch seine Lebensarbeit im Dienste des Zionismus ein leuchtendes Beispiel bis ins Aculkrste gehender Pflichterfüllung gab. Als Mitbegründer der deutschen Organisation, als Gefährte und Nachfolger Herds, als Erhalter und Mehrer der Zionistischen Organisation, hat er sich tinvcr• Bängliche Verdienste erworben und der Geist seiner Wirksamkeit möge den deutschen Zionisten Mahnung und An sporn sein. Bis über den Tod hinaus, dadurch, daß er einen großen Teil seines Vermögens dem jüdischen Volk IiintcrlicB hat Wolffsohn seiner Lebensidcc gedient. Hierauf ergriff Herr Na hum Sokolow das Wort, um den deutschen Zionisten die Grüße der Weltorganisation zu übermitteln. Herr Sokolow betonte, daß der deutsche Zionismus für die gesamte Organisation eine außerordentliche Bedeutung habe, tmd daß ihm auch in der Zukunft sehr wichtige Aufgaben im Dienste unserer Idee obliegen. Man könne sich den Regenbogen der Zionistischen Organisation ohne dzn besonderen Farbenton des deutschen Zionismus garnicht denken. Vor dem Kriege, während des Krieges um! nach dem Kriege hat der deutsche Zionismus Vorbildliches geleistet. Am Schlüsse beglückwünschte Herr Sokolow die Z. V. f. D. zu Ihrem eigenen Heim. Als erster Referent zum Punkte ״Di e zionistische Situation nach der A. C.•Sitzu n g“ sprach Dr. Nahum Goldmann. Die Krise in der Zionistischen Organisation dauert seit der Baitour• Deklaration. Vorher warten wir eine Pariei der Propaganda und mußten plötzlich eine Partei des Aufbaus werden. Dazu reichten aber unsere Mittel nicht aus, und cs wurde notwendig, an eine Erweiterung der Organisation zu denken. Zuerst verlangten wir den Palästina- Weltkongreß, der nach San Rcmo cinzuberiifen war. Wir versäumten die richtige Stunde und darum ist gegenwärtig nur eine Erweiterung durch die . Agency,, sclbstvcr- *ländlich unter Garantien, möglich. Das Tempo hierfür ist jedoch überstürzt; wir sind uns der Gefahren dieser Uebcr- Stützung bewußt und müssen uns sorgfältig gegen diese in acht nehmen. Man muß mit der Tatsache rechnen, daß die Agency mit allen Rechten ausgestattet werden wird, die bisher die Zionistische Organisation hatte. Es entsteht . 0 h J> Zf» # I ךךיךן וך ד״־־ל* *,ן וןץ v *כי׳,,; )• ,ין י— —.1. mm die Frage, was wird aus der Zionistischen Organisation werden? Es ist falsch, zu behaupten, daß die Zionistische Organisation ihre Aufgaben verloren hat. Vorläufig ist die Agency ein Experiment, das auch mißlingen kam,; im Falle des Gelingens hätten wir die Pflicht, die demokratische Organisation der Agency nachträglich nuszubauen und eine große Palästina-Weltorganisation ins Leben zti rufen. Dann wird es die Hauptaufgabe der Zionistischen Organisation sein, den radikalen Flügel dieser neuen Organisation zu bilden. Bisher litten wir an einem Doppelcharaktcr. Wir waren eine Volksbewegung mit einem Minimalprogramme, dem Baseler Programme. Andererseits stellten wir eine radikale Gruppe mit einem Maximalprogramm dar, in dem Palästina eile zentrale Lebensaufgabe bildete. Wenn die große Palästina- Weltorganisation kommen wird, dann werden wir ihr das Minimalprogramm übergeben, und w׳ir werden als Gruppe mit einem Maximalprogramm unsere Funktionen ausfüllen können, die dreierlei sein werden. 1. Die Schaffung der persönlichen Verbundenheit des Einzelnen mit Palästina; 2. Die Durchführung des politischen Programms des Judenstaates mit Rückwirkung auf das Galutb-Judenlum, das nationalpolitisch mit Palästina verbunden sein muß; 3. Vertretung des Prinzipcs der jüdischen Nation auch im Gnluth und Betonung dieser jüdisch-nationalen Politik midi außerhalb Ercz-Isracls. Diese drei Funktionen werden vollständig atisrelchcn, um die Existenz einer starken zionistischen Organisation zu gewährleisten. Herr Kurt Blume ttfeld, über dessen Referat wir noch ausführlich berichten werden, trat energisch der Auffassung entgegen, daß durch dit Einbeziehung von Nichtzionisten in die Jcwish Agency die Zionistische Organisation überflüssig geworden sei. Oerndc in der Gewinnung neuer wertvoller Persönlichkeiten und in der Verstärkung der Organisation durch Erziehung der Jugend liegt die Hauptaufgäbe der zukünftigen zionistischen Arbeit. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, intensivste Propaganda zu treiben. De Möglichkeit, neue Menschen zu gewinnen, ist gegeben, cs müssen nur die Arbeitsmethoden geändert werden. In der Propaganda muß unbedingte Klarheit hinsichtlich der zu erreichenden Ziele herrschen und eine Hauptaufgabe der Z. V. f. D. wird cs sein, Klarheit beim Aufbau dieses Erziehungsprogramriis zu schaffen. Der ganze Nachmittag war mit der Diskussion über diese zwei Referate und über die Nutzanwendung für die Arbeiten in Deutschland ausgefüllt. Als erster Redner sprach in der Diskussion Herr Richard Lichtheim, der im Sinne der in der pelzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ von ihm veröffcntlichtcn Ausführungen betonte, daß nunmehr die Rolle der Zionistischen Weltorganisation nufgehürt habe, und daß sie kousequcnicrwcisc liquidieren und ihren Aufgabcnkrcis der neu zu schaffenden Palästina-Weltorganisation übergeben müsse, die eine logische Konsequenz der jcwish Agency sei. Herr Uchthciin vermag, nachdem die Agcncy-Politik in voller Durchführung begriffen sei, keine Existenzberechtigung für eine Zionistische Weltorganisation zu erblicken. Herr Dr. G i n s b u r g (Königsberg) polemisierte gegen Lichtheim utiel stellte sich ganz auf Seiten der von der zionistischen Exckvtivc cingcscblagcncii Politik. Herr Reich (München) bcmtngclte das Fehlen eines ausführlichen Programms für die Ortsgruppciiarbcit, der es an Impulsen fehle und die darum in Deutschland stagniere. Dr. N 0 a ck (Gotha) tritt für eine radikale Hebraisiening ein, deren ernstliche Durchführung jeder Ortsgruppe genügend Inhalt verleihen werde. Dr. ßa rt 11 (Berlin) verlangt eine innigere Beziehung der Ortsgruppenarbeit zu Palästina. Ein Mittel hierfür sei die Lektüre der palästinensischen Zeitungen. Herr Feuerring erklärt, daß persönliche Verknüpfung mit Palästina in Zukunft Bedingung für die Zugehörigkeit zur Organisation sein müsse. Dr. Nuß ha u m (Nürnberg) weist darauf bin, daß die Zionistische Organisation doch nur eine Folge der zionistischen Bewegung sei, und daß "diese keineswegs an Bedeutung für das jüdische Leben verloren habe. Herr Schocken (Zwickau) zieht einen Vergleich zwischen den minimalen Aufgaben der Zionir.tir.rhcn Organisation in den früheren Jahren und dem gigantischen Aufgabcnkrcis der Gegenwart. Fr lenkt die Aufmerksamkeit auf die Realitäten der zionistischen Arbeit hin, denen man sich mit voller Hingäbe widmen müsse, auch im gegenwärtigen Augenblick, da die neue Agcncy-Politik cingcschl.igcn wurde. Herr Julius Berger (Jerusalem) erinnert an die großen Verdienste der Z. V. f. D. um den Zionismus und verlangt, daß die deutsehen Zionisten besonders in der Verwaltung, Wo noch sehr viel zu verbessern sei, ihre besonderen Fälligkeiten in den Dienst der Aufbauarbeit stellen, im übrigen meinte er, daß tnan nicht genug auf das Moment der Dringlichkeit, die man in Palästina so recht kennen lernt, achten könne. Dr. Hantke (Berlin) bedauert, daß‘die Auswanderung deutscher Zionisten nach Palästina in keinem Verhältnis zur Zahl der deutschen Juden stehe. Wenn erst jedes Jahr hunderte deutscher Zionisten Emst machen und ihr Leben in Ercz-Israc! verankern werden, dann wird durch diese Einstellung jede Ortsgruppen,arbeit Sinn und Inhalt bekommen. Dem efcuN sehen Zionismus obliegt cs, im Tempo der Arbeit vorbildlich zu wirken und cnischeidenuen Ernst mit dem Zionismus zu machen. Dr. Sally Hirsch (I lalbcrstadt) spricht über die Verknüpfung mit Palästina und betont die Bedeutung des zionistischen Maximalprogramms, das sich fiir jeden einzelnen Zionisten in der Form seiner Steilerpflicht, seines Verhält* nisses zur hebräischen Sprache und der nationalen Politik im Ciohis verwirklichen müsse. Dr. Landauer (Berlin) widerspricht der Auffassung, daß die Zionistische Organisation durch die neue Politik; an Wcsensinlralt, genügend für eine Weltorganisation, verlieren müsse und weist auf den Parallelisiiuis mit einzelnen zionistischen Fraktionen hin, die mich weltumspannend sind, und dcimodt nur einen Teil der ' Zionistischen Organisation' darstcllcn. Nach Schlußworten Dr. Goldmanns und Blumenfclds wurde die Diskussion um 9 Ohr abends abgebrochen. Um 10 Uhr abends referierte Dr. Sandler über die Wahlen zum ersten Verbandstag des Preußischen Landesverbandes. J:r wies auf die Bedeutung der Schaffung einer Vertretung des Juden in Preußen hin und trat für eine energische Beteiligung der Zionisten bei diesen Wahlen ein. Je mehr Zionisten zum Vcrbandstag gewühlt würden, eine umso größere Bedeutung werde diese Tribüne für die zionistischc Arbeit in Deutschland gewinnen. Dr. Sandler be- Sprach ausführlich die verschiedenen Formen der zionistischen Anteilnahme und Wahltaktik bei den Wahlen für den Verbandstag. Herr Benzion Fett, Berlin, stellte daun den Antrag, den Ortsgruppen die Pflicht niifzucrlcgcn, selbständige Listen aiif/.ustcllen und nur eine etwaige Listcnverbiudinig in das Ermessen der einzelnen Gruppen zu stellen. Nach einer ausführlichen Diskussion, an der sich Vertreter auf,׳ fast allen preußischen Vcrbandstagwahlkreisen beteiligten,[, wurde der Antrag Fett abgcklint. Schluß der Sitzunc׳ 1/4 2 Uhr nachts, ' * Am Montag, den 1. September, referierte Dr. Werne? Bloch über ״Die Arbeit innerhalb der Jugend“. An der Sitzung nahmen teil Prof. Pick, Mitglied der paliistincnsi• sehen Exekutive, und Dr. Alexander Goldstein (Südafrika), Für die Nachmittagssitzung war der Besuch des Herrn Sp ri 11 - zak (Palästina) angcküiuligt. Die Präsenzliste und der weitere Bericht über die Zcntrnlkomitccsitzung werden in der nächsten Nummer veröffentlicht werden. Der zchnle Todeslag David WolRsohns Am 23. September jährt sich zum zehnten Mal der Tag׳/ an dem David Wolffsohn, der Nachfolger Theodor Herzls in der Leitung der zionistischen Bewegung, gestorben ist. Die zionistische Exekutive beschloß aus diesem Anlaß an alle zionistischen Landesverbände und Fraktionen ein Rundschreiben zu senden, in welchem diese aufgefordert werden,’ an diesem Tage Gedächtnisfeiern zu veranstalten oder den Tag nach eigenem Ermessen zu begehen. Ferner wird angc* regt, zugunsten der von der Wolffsohn-Stiftung zu errichtende!! Gebäude für die hebräische National- und Universitätr-Biblio.׳ tlick in Jerusalem Geldsammlungcii zu veranstalten. Die ge•! sammelten Gelder sollen auch dem Institut für jüdische Wissen«'׳ schaff zugute kommen. Wolffsohn!unterließ testamentarisch zwecks Errichtung dieses Gebäudes eine Summe von 15000 Pfund. Jetzt sind zur Vollendung weitere 10000 Pfund er*; forderlich. Die zionistische Exekutive und der Jüdische Naticw nalfonds haben einen für den Bau geeigneten Platz auf dem׳ Berg Scopus angrenzend an die Institute der jetzt im Bau befindlichen Universität, dein Bevollmächtigten Wolffsohns für die Errichtung des Gebäudes zur Verfügung gestellt. E» werden jetzt Vorbereitungen zur Ausschreibung eines öffentliehen Wettbewerbs unter den Architekten für den beste« Entwurf getroffen. •׳ Eise antlzlonlsUsche Rede in der französischen Kammer Wahrend der in der Sitzung der französischen Kammer von* 25. August stattgefundenen Debatte über die Ratifizierung; des Lausanncr Vertrages durch Frankreich richtete der Deputierte Martjuis de la Fcrronays scharfe Angriffe gegen die britische Politik in Palästina und gegen die Zionisten. Marquis de la Fcrronays sprach sich geget* die Ratifizierung aus und sagte, die Durchführung des Vera träges bedeute den endgültigen Verzicht Frankreichs auf sein* Rechte in Palästina und auf die heiligen Stätten. Den ver-׳ einigten britischen, und zionistischen Anstrengungen könne es noch gelingen, Frankreich aus den an Palästina grenzende« Gebieten hinaiiszudrängen. Dies würde das französische' Prestige empfindlich schädigen. Die syrischen Grenzhandel״ würden unsicher werden und man würde Mossul verlieren. Es wäre viel besser, wieder mit der Türkei in direkte Ver* handlungcti zu treten. y Der Ministerpräsident Hcrriot, der in die Debatt* cingriff, erklärte, es sei nicht wahr, daß die Ratifiziemrif des Lausanncr Vertrages den französischen Rechten und dem französischen Einfluß im Orient ein Ende bereiten würde, Frankreich behielte seine Rechte auf die he i 11 י וי gen Statten in Palästina. , Die Mandalslragen vor dem Volkerbundsrat Am 29. August nachmittags trat der Völkcrbundrat 9» einer neuen Session zusammen. Den Vorsitz führte der Vertreter Belgiens, Hymans. Es wurden in erster Reihe die Berichte der ständigen Mandatskommission vorgetragen und genehmigt. In dem Bericht der Mandatskommission wurde darauf hingewiesen, daß im vorigen Jahre der britische Vertreter die Frage der militärischen Rekrutierung der Eingeborenen gewisser Mandatsländer zur Verwendung außerh״!H ihrer Länder zur Sprache brachte. Die Kommission vertritt die Auffassung, daß der Geist und der Buchstabe de! Mandats verletzt werde, wenn die das Mandat ausübende« Mächte die Eingeborenen zur militärischen Verwendung außer* hat!» des Mandatsgebietes rekrutieren. Mit lebhafter Befried!• gimg habe der Rat davon Kenntnis genommen, daß dla britische Regierung ihr Recht auf Rekrutierung der Hinge* borenen der Mandatsgebiete zur Verwendung außerhalb dieser Gebiete nicht aufrecht erhalte. Gründung einer zionistischen Organisation In Uganda Die Zionistische Exekutive teilt mit, daß sich in N * 1• robi der Hauptstadt von Britisch-Ostafrika (Kcnya-Kolonle) eine zionistische Vereinigung gebildet habe. Es ist dies dl» erste zionistische Vereinigung, c ic in dem ״Uganda" de* sechsten Kongresses ins Leben gerufen wurde. Um di* Gründung der Vereinigung hat sich Dr. Alexander Gold•1 stciii bemüht, der vor kurzem im Aufträge des Kere« Hajcssod in Uganda geweilt hat. Dr. Schmarjah Levin gehl nach Kanada Wie der kanadische Korrespondent der ״New Palesttn** rnitteiit, hat Dr.' Schmarjah Levitt die Einladung der kan»׳ dischcn Zionisten angenommen, an ihrem nächsten Kere« Hajcssod-Drive, der im November cinsctzcn soll, teilzunchmem