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Jüdische Rundschau · 1924-08-19 · Heft 66 (19.8.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 66 (19.8.1924)
Date
1924-08-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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n »Dü 2־׳ ר ע / I / Einxelnfimmct 0,35 QoMmarB r~2 «r W1״J| .r ל־ .1 c־ C V, J L.' .y .I |T״»׳״ 4 r.. ־■9 ri, Redaktion «öd Varia!; W15, Mcinekestraß« 10. Erscheint!«den Dienstag und Freitag. BeztigapreU bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark« Viertel jährlich 5,25 Goldraark. A«»l«adftboatt#t»t8t• w«rd«a in d«t Wlimmg dar •laJr«1a(M LieuUr W»r*cba«t. Nummer 66 Berlin, 19. VIII. 1924 Ar seinen*7/c״r;־/f:lira׳f: Jüdische Rundschau G. ti. 1». II., Berlin V/15, Melneke* •traße 10. — Telephou: Amt Bismarck 7165—•70 A*«.!gtf!pr«U 1 ÄKorpir.Ut.r.lt. 0,30 GetZ-*»?k, Sl.tUa* <*1ucln 0,15 Gotdmirk, Klr b«brt»ck« Än«*t|«o K1OS4 AmUeM« j, An»«I{.mrt>lu31 Di•,•••; «ad Ff•!!*( n » c!11.1 I! I « j 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165—70, Poitseheckkonto: Berlin Nr. 17392, J־‘flrO.«(,ffeide Poti קו ark •יי «n*mt Wir «,Konto Nr. 156030 / Für Tichtdioilowaksil P0»l1p»rl«1»M«B)t Konto Nr, 50 410 / Für Pol«: PoilipirkaManaial ' W»r»e!1«11 Nr. 190 KM, , — RedaktionaicliluQ Sonntag und Mittwoch naebmlUasf. — , י״ם אב׳ תרפ״ד XXIX. Jahr^r. 0«r Zionismus orulreSai für das |Qdl!t(h• Volk *c'jei'fe,״;} tfifncr CI'«;cC» - rf;:,;!■!ד»» IfefaiEOIa In Palästina, ״Dossier Programm. Bodcnkaul uni P.LD.C. (Eine Unterredung mit Dr, Arthur Kuppin.) Die in der letzten Zeit in Palästina! getätigten großeren Bodenkäufe vernnlaßten uns, Herrn. Dr, Ruppin, der auf der Rückreise, nach Palästina einige Tage in Berlin anwesend war, über die Bedeutung der Bodenkaufe in Palästina z.u befragen. Herr Dr. Ruppin äußerte sich im Laufe einer längeren Unterredung über diese Fragen in zusammenhängender Weise.; Die Erwerbung v<>11־ Boden in Palästina ist ’die Grundlage, der gesamten Siedhmgsarbeit und ein Versagen auf diesem Gebiete könnte unser ganzes ,Werk gefährden. Es ist daher unmöglich', einen so wichtigen Teil unserer Arbeit, von dem unsere Zukunft in so hohem Maße abhängt, unverantwortlichen Privatpersonen zu überlassen. Die erste zionistische Kommission hielt es sogar für geboten, Privatleuten überhaupt.den Boclcnhandcl zu entziehen und den ganzen Bodenerwerb durch zwei oder drei Institutionen wie J. N.-F'.,• P. U.D. C. und l'.C,A. zu leiten. Unter dem Einfluß der Zionistischen Organijation bestimmte damals die Regierung, daß von Privatpersonen höchstens 200 Dunam im Werte von 3000 £ ohne besondere Erlaubnis der Regierung erworben werden dürften. Dem Druck der Effendis nachgebend, mußte die Regierung aber später diese Bestimmung aufheben. Die Zionistische Organisation muß daher auch' ihrerseits Maßnahmen ergreifen. Der Bodenerwerb steht in Verbindung mit unserer gesamten politischen Arbeit. Er schafft Beziehungen zu einflußreichen Arabern. Elin Institut, das als ']'eil der zionistischen Verwaltung diese Aufgaben erfüllt, kann das immer im Einklang mit der zionistischen Politik' tun. Dagegen werden sich durch die Konkurrenz zwischen privaten Händlern Bedingungen hcrausbildcn,׳ die im Gegensatz, zu unseren politischen Tendenzen stehen. Es ׳ geschieht mehr als einmal, daß man auf einen Kauf von momentanem Nutzen verzichten muß, um dadurch’ zu einem Kauf zu gelangen, der unter, dein Gesichtspunkte unserer Gesamtpolitik von Wert ist. Der Bodenkauf legt große Verpflichtungen gegen die Fellachen auf, die dadurch ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen. Bei der Evakuierung des Bodens von Tel■ Adas hat die P.L'.D.C. zehn Jahre lang daran gearbeitet! sämtliche Fellachen in geeigneter Weise unterzubringen, und nur dank ihrer Erfahrung und ihrer besonderen Sorg■ falt gelang cs ihr, die großen Flächen im Emck im Laufe von zwei bis drei Jahren zu übertragen, ohne in einen ernsthaften Prozeß verwickelt zu werden. Wenn es wäh• rend der Uübernähme des Bodens zu einem ernstlichen Konflikt mit den ansässigen Bauern gekommen wäre, so hätte wahrscheinlich die Regierung diese Käufe über• haupt sistiert. Besonders den jüdischen Käufern gegen■ über ist Sorgfalt anzuwenden. Die Juden sind bekanntlieh sehr zur Kritik geneigt und nur dadurch, daß sie seitens der öffentlichen Institutionen idic gewissenhafteste Behandlung erfahren, fassen sie Vertrauen. Hingegen werden Leute, die durch private. Agenten Schaden er■ leiden was oft Vorkommen kann, einen Groll gegen die Zionistische Organisation haben und sich von Palästina imd Palästina-Aktionen abwenden. Es ist sclbstvcrständlieh, daß die Bodenpreise niedriger sein werden, wenn der Verkäufer nur auf einen Käufer angewiesen ist und ihm nicht von verschiedenen Seiten Kaufvorschläge gemacht werden, die nicht einmal ernsthaft zu sein brauchen. So sind in Tcl-Awiw hunderttausende von Franken durch private Spekulation unnötig verschleudert worden. Die Zionistische Organisation hat ein Interesse daran, daß der Erwerb des Bodens hauptsächlich durch den J. N.-F. erfolgt. Vorläufig genügen jedoch die Mittel des J. N.-F. nur für einen Teil des erwerbbaren Bodens, während man große Beträge gerade von solchen Leuten haben kann, die Boden in ihrem Privatbesitz erwerben wollen. Ein Beispiel für die Möglichkeiten des privaten Boden- Laufes bietet die American Zion Commonwealth, die im laufenden Jahre fast die gleichen Einnahmen erzielte, wie der J. N.-F. Die Ignorierung• des Publikums, das für privaten Bodenbesitz Interesse hat, und seine Preisgebung an die private Spekulation wäre ein schwerer Fehler. Abgesehen davon würde auch der J. N.-F. darunter leiden, da er bei seinen Käufen beständig von einer Reihe privater Spekulanten behindert werde!! würde. Wer einigen Einblick in die Verhältnisse hat, weiß, wie schwer es ist, Bodenkäufe zu tätigen. Aus hundert Angeboten werden nur!.ehr wenige Käufe. Außer den allgemeinen Spesen müssen in der Regel erhebliche Anzahlungen geleistet werden. Bis zum vollständigen Abschluß der Käufe vergehen in manchen Fällen fünf bis zehn Jahre lind oft sind sie mit langwierigen und kostspieligen Pro- *essen verbunden. ,Während der Verkaufsverhandlungen müssen schnell Entschlüsse gefaßt werden, und sie können darum nicht von der Zustimmung eines komplizierten Vcrwaltungsapparatc* abhängig sein. Der J. N.-F. d;!rf kein Geld a, fojidU pei.dn Riskieren, und keine schwierigen Prozesse fühTen. Er k*ann ä\!f eine vermittelnde Instant! zwischen ihm und den Arabern nicht verzichten. Wenn die P. V, D. C. nicht bestände, so müßte der J. N.-F. sich eine ähnliche Gesellschaft schaffen und ihr die Verantwortung übertragen. Die zionistische Exekutive in Palästina hat sich' in mehreren Sitzungen mit der Frage der Bodenkaufpolitik im allgemeinen, ferner mit der!׳'rage des Bodenkaufs durch' private Gesellschaften und mit dem Verhältnis der Zionistischen Organisation zur P, II. D, C. befaßt, und folgendes beschlossen: cs ist die Meinung der Exekutive, daß kein Zionist mul keine zionistisch« Körperschaft den Kauf und Verkauf von Boden ’durch' solche Ge- Seilschaften fördern darf, die nicht unter ausreichender Kontrolle der Zionistischen Organisation stehen. Die Palcslinc Zionist Executive verlangt! daß die Zionistische Organisation die Art und den Umfang der Kontrolle über die P, L\ D. C. bestimmen soll. Im Einklang mit diesen Beschlüssen hat Dr. Rupp.'a der A.-C.-Sitzung in London Vorschläge unterbreitet, daß zur nächsten Gencralver- Sammlung der P. L\ D. C. die zionistisch« Exekutive spwie der J. N.-F. und der Keren Hajessod Bevollmächtigte ernennen, und daß diese Vertreter in der Gcneralvcrsammlung folgende Beschlüsse 'durchsetzen! daß die Mehrheit des Direktoriums, welches aus 5—13 Mitgliedern bestehen soll, aus denjenigen Personen zusammengesetzt wird, die vom A.-C. dafür vorgeschlagen werden. (Gegenwärtig Besteht das Direktorium aus den Herren Professor War-, bürg, Bczalcl Jaffc, Dr. Ruppin, Dr. Thon und J. II. Goldborg, alle in Palästina.) Ferner soll als Governor der Gesellschaft eine in Palästina wohnhafte Person von der zionistischen Exekutive in Palästina gewählt werden. Das A.-C, hat der Palästina-Exekutive den Auftrag erteilt, die Vorschläge für das Direktorium und den Posten des Governors auszu,arbeiten. 'Es hat sich in der palästinensischen ()Öffentlichkeit eme, Diskussion darüber entwickelt, ob die P. L’. D. C. eine zionistische oder eine private Gesellschaft ist. Nach der Geschichte der P. U. D. C, kann kein Zweifel darüber bestehen, daß diese Gesellschaft genau wie der J. C.T, eine zionistisch« Gesellschaft ist, trotzdem bei der P, IJ, D. C. wie beim J. C. T. ein Teil des Kapitals von pri• vaten Personen aufgebracht ist. Nach' den Statuten der P.L'.D.C.• können ihre Grunderaktien nicht ohne Zu- Stimmung des J, N.-F. ausgegeben werden, damit der J. N.-F. die Möglichkeit behalte, sich den ausschlaggebenden Einfluß in der Generalversammlung zu sichern. Gegenwärtig verteilen sich die Aktien der P. L'. D. C. folgendermaßen: von den 300 autorisierten Grunderaktien sind 253 ausgegeben, 47 sind noch frei. Von den 253 au ׳:gegebenen Aktien befinden sich 101 in der Iland des J. N.-F., 01 im Besitze des Keren ■Hajessod und 91 in den Händen von Privatpersonen, meist wohlbekannten Zionisten. Von den 60 000 gewöhnlichen Aktien sind 43 417 ausgegeben uncl bezahlt, 16 583 sind noch' frei. Von den 43 417 ausgegebenen Aktien befinden sich 25 000 im Besitz der zionistischen Exekutive. Die P.L'.D.C. ist somit ein Supplement des Jüclischen National-Fonds, der gemeinsam mit dem Keren HajessocI über die Mehrheit der Grunderaktien verfügt. Sie ist eine Ililfsinstitu'tion des J.N.-F. bei den Bodenkaufen, die noch immer ein riskantes Geschäft sind und räch jahrelang hinziehen. Die P.L'.D.C. verfügt jetzt über einen Bodenbesitz im Kaufwerte von 300000 Pfund; sie besitzt auch viel städtischen Boden. Für Europa hat der Meschek die Vertretung der P. I.. D. C. übernonv men und in dieser Eigenschaft befaßt er sich mit dem Absatz der Aktien und Obligationen der P. L. D.C. und mit dein Verkauf der durch die P, L, D. C, erworbenen Grundstücke. Der Meschek ist eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 10000 Pfund, die voll cingczahlt .sind. Die Gesellschaft ist im Vorjahre begründet und von der palästinensischen Regierung legalisiert worden. Der Meschek übernimmt die Verwaltung und Bewirtschaftung von Briden, deren Eigentümer außerhalb von Palästina wohnen. In der letzten Zeit hat der Meschek gemeinsam mit der Zion Commonwealth ein großes Gelande im .Einck Jesrccl erworben (in der Umgebung von Afuic) und hat von diesem Gelände über 8000 Dunam in verschiedenen Ländern abgesetzt. Bisher hat der Mesrhclc städtische Bauparzellen in Haifa, Jerusalem und Td-Awpv, sowie landwirtschaftlichen Boden für ungcführ 110 000 Pfund abgesetzt und die Errichtung von Häusern im Werte von 15000 Pfund übernommen. Der neue Kauf Im Emek Jesred Wie wir erfahren, ist der neue Bodcnkaul des׳ Keren Ksjemeth perfekt geworden. Es handelt siel» um Mächen im Ci c s a in 111 m fang von 3-1 (X):( Du na in. Diese Grundstücke liegen zwischen Nahnlal und Tel Ada», Durch diese Ankäufe sind die Kolonien Nahalal, Mercbawja, Djindjnr, Tel Adas und Afuie mitcä).׳:n׳Jcr Verbundm. Mit diesen Käufen und mir den Ankäufe!! der P. L. D. C, mul der Zion Common• wealtli in Afuie ist der jüdirehc Ormi ihcrdlz im Emck Jesred aut ü b er,.160010 Du!1 a וזן g c,s t i egen.( Sertart Samuels Rückkehr oaeh Pallslltu Herbert Samuel, der jetzt seinen Ferienaufenthalt Inder Schweiz verbringt, hat nach Jerusalem geschrieben, daß er ttn 3. September nach Palästina zurückkehren wird. Der Anylo-nedschss-Vertrag! Der diplomatische Mitarbeiter des ״Manchester Guardian" schreibt am 13. August: ״Das gestern ver•׳ öffcntliclitc Telegramm, wonach König Hussein voll I ledscha» die Unterzeichnung■ des neuen Vertrages mit Groß« britaniiici! verweigert, ermangelt der Klarheit. Die Ver•׳ Weigerung König I Itrsseins soll auf Grund der Klausel, dis die Balfoiir-Deklaration anerkennt, erfolgt sein." ״Wie ich in E r f.! 11 r 11 n g gebracht bähe, besteht keil» neuer Entwurf eines Vertrages zw 1»c 11 eil Eng• land und dem König von H cd sc!ins. L* handelt sich um den bekannte!! Entwurf, um den 0 bis 8 Monate hcrunigestrittcn und der noch bis heute nicht unterzeichnet ist. Er betrifft minderwichtige Angelegenheiten des Handels, der Eisenbahnen und des Pilgcrvcrkchrs, er enthält außerdem: eine Klausel über Palästina. Auf diese Klausel wird selbst■• verständlich Nachdruck gelegt und an ihr wird festgehalten.‘* Eine IiilirStoche Reise des Jerusalemer Vize-Gouverneurs Major Campbell, der stellvertretende Gouverneur Jerusalems, hielt 111 Vertretung des Gouverneurs Sir Ronald Storrs am 12. August in der llöhrreii Schule zu Tcl-Awiw bei Gelegenheit der Feier des Graduierten-Tages eine hebräischc Ansprache. Nach ihm ergriffen das Wort: Sir Gilbert Clayton, der stellvertretende Oberkommissar, und Herr Bowman, der Unterrichtsdirektor für Palästina. Samt• liehe Redner waren voll Lobes über die Schule in Tcl-Awiw und erklärten, sic übertreffe alle anderen höheren Schulet* Palästinas. Heber Rumloten Hielt Faliisllni Klscbincw. (J. T. A.) In dieser Woche fuhren 220 Emigranten m!9 Polen, 30 ans Bulgarien und 70 aus Rumänien mit dem Dampfer ״Romania" von Konstanza nach Palästina ab. Weitere 120 Emigranten aus Litauen und SO aus Pole!* reisten mit dem Dampfer ״Braga" nach Palästina. General Calles über das indische NaUoimltielm Oer nciigcwäliltc Präsident von Mexiko, General Calles, hat sich dieser Tage an Bora des 1 lapag-Danipfers ״Deutschland“ nach Hamburg cingescliifft, um eine Studienreise durch! Mitteleuropa anzutreten. General Calles, der sein Amt ala Präsident erst im Dezember;uitrilt, hat die Absicht, die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhält!• i .so Europas vorher noch eingehend zu studieren. Das Interview, das der Präsident Calles dein New Yorker I. T. A.-Vertreter gegehen und in welchem er ein ins Große gehendes Angebot einer jüdischen landwirtschaftlichen und industriellen Siedlung in Mexiko gemacht hat, ist noch durch folgendes nt ergänzen: Dar Präsident führte noch aus, daB »ich der jüdischen Kolonisation in Mexiko nicht nur in der Landwirt« schaff, sondern auch in der Industrie ein weites Tätigkeit*« fcld eröffnet, ersieht man schon daraus, daß die Stadt Mexiko gegenwärtig eine jüdische Ge mein de,von 5MiO Köpfen zählt, die in ständigem Wachsen be« griffen und in jeder Beziehung einer judFehen Gemeindet in den Vereinigten Staaten ebenbürtig ist, Vor kurzem erst wurde in Mexiko eine prächtige Synagoge errichtet, ternco ein Gebäude für den Verein junger Juden und eine Religion«« schule. Im Verlaufe der Unterredung sprach sich General Calles sehr lobend über das Werk der Errichtung eines( jüdischen Nationaliicims in Palästina aus, über welches er siel! sehr orientiert zeigte. Er hob vor allem die Ent«( Wicklung der kooperativen jüdischen Ar* beiter Siedlungen hervor. Er sagte zum Schluß, es sei Pflicht der jüdischen Arbeiterschaft, Palästina auszu bauen. Bekanntlich gehört Fiäsident General Calles der mexikanischen Arbeiterpartei a! Die Aktion Klr dm jüdischen Aulbauloads Unter dem Vorsitz des Direktors N. S o 1 o w c i t s c 11 i k land in Berlin eine Sitzung des Organisitionskomitccs des auf Initiative des Verbandes ״Ort“ geschallenen jüdischen Aufbaufoitds statt. Das vor kurzem aus Amerika zurückgekehrte Mitglied der Zcntralvcrwaltung der ״Ort“, Dr. A. bingalowsky, referierte über die Arbeit der Ort-Delegation in der» Vereinigten Staaten. Die jetzt in Amerika zu beobachtende. Apathie in den Fragen der ) lilfc für Europa ist eine natürliche( Reaktion gegen die ״Mitleids-Propaganda“, die dort ir> den1; fel/ten Jahren geführt wurde. Die Hilfsorganisationen starben nacheinander ab, alle Losungen für ״rasche Hille'1 verloren ihre Wirksamkeit. Andererseits aber wächst in! amerikanischer» Judentum das Interesse für jüdische a!1 f b a u e n d et l’ä t i g k e i t. Die Klee, unter den luden 1 laitdwcrk und I and- Wirtschaft zu verbreiten, hat in allen Kreisen des amerikaui« sehen Judentums tiefe Wur/e'n geschlagen. Nachdem die Arbeit der Ort-Delegation anfänglich wegen der Verbindung mit dem inzwischen liquidierten VolkshilBkoniitco (People* Relief Committee) gehemmt worden war, kann sie sich jetzt, nachdem siel! ״Ort“, als scllwtiimllgc Organisation konstituiert hat, gut entwickeln. Die Resultate sind: 1. L)ie Lührcr de» Joint Distribution Committee haben ihre Sympathie und Anerkemumg für ״Ort“ dadurch bewiesen, daß sic bei der 1 Iquklicrung des Joint der Ort-Delegation 32 003 Dollar zur: Verfügung 'stellten. 2. An der am 15. Juni stattgehabte!»׳ (irtindungskcnfcrciiz der amerikanischen ״Ort“ haben Dclegierte von 154 demokratischen und konservativen jüdische« Organisationen New Yorks und seiner Uingcbimg teilgenominell. 3. Es wurde ein spezielles Komitee für den Aufbau« foiuls gegründet, welche־: im September eine Kampagne für die Sammlung von 750030 Dollar für den Fond* der ״Ott“ beginne!! wird. Man setzt voraus, daß die zur Million fehlenden 250 030 Dollar <11 der ulten Welt aufgebracht werden. Die« Gelder sollen als Darlelm für jüdische Handwerker und Bauern zwecks Anschaffung von Werkzeug und Inventar ver* wendet werden In dem Komitee sind alle Schichten de* ,nucrikanisdien Judentums vertreten, 11. a. folgende führende Persönlichkeiten; Adolf Lewisson, Präsident; Dr. Henry Mo»• kcnvitsch, Vorsitzender der engeren Exekutive; der bekannt« Philanthrop Julius Koscnwald und Cyrus Sukberger* v

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