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Jüdische Rundschau · 1924-07-15 · Heft 56 (15.7.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 56 (15.7.1924)
Date
1924-07-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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I Nr. Sfl Cr׳ z - 8ז'*fl Aus der Jüdischen Welt Deutschland \ IUEDTSCHE RUNDSCHAU Die Pal. Tcl.-Aßr 11111!“ meldet, 11,10 gegenwärtig in Po• läGina w«ilendc Mitglieder des AetionvCoiniti's, die den Arbciispirteiru ״liip, e •Hazfiir“ und ״Zeirc-Zion" angehören, die Frage der palästinensischen Budgets für das nilcliste Jahr ciöMcrt hibeii. Fs wurde beschlossen, gegen 1111c auf eine Reduzierung des U 111 c r r i eilt *-Budget* iiiiiiuslaufeiiiicn Vorschläge aufzutreten, du dicsA Budget schon genug eingeschränkt Sei. Ferner wollen diese A.-C.• Mitglieder dafür eiiitretcn, daO eine Summe Von 150 000 Pfund in dos Budget für landwirtschaftliche Arbeit ein• gesetzt werde. Ans Haifa wird gemeldet, daß eine Fcilachonpartci unter dem Namen ״Organisation zur Unterstützung der Dörfer“ im Kreise Haifa gebildet worden ist. Die neue Partei weint die Biifoiir-Dcklarntiim zurück und verlangt die vollständige Unabhängigkeit Pa■ I ä s t i n a s. Aus Bcisan wird berichtet, dal! am 8. Juli Beduinen eine Gruppe E i s c n b a h 11 a r b e i t c r in der Nähe der Station Bei san angegriffen haben. Es handelt sich um eine״ gelegentlichen Sireit zwischen Beduinenhirten und einer Gruppe arabischer Eiscnbalinarbeitrr. Die Hirten waren in der Ucbeim.icht und schlugen auf die arabiseheu Arbeiter ein. Audi ein herbeigcholtcr Polizist wurde von den Beduinen schwer mißhandelt. In einem Interview mit der Pal. Tel,-Agentur erklärte bckanntlieh der Sekretär der p a I ii s t i ii c n Si s e h a r a - bischen Delegation für Indien, Jamal cl HtiMcini, dal! die zionistische Organisation in Bombay vielen hohen Stellen die Mitteilung zukommen lief!, dnf! der Zweck der Delegation nicht der sei, Kapital für die Renovier 11 n g der O in a r -M oschcc zu sammeln; vielmehr soll das Kapital für die arabische politische Bewegung in Palästina verwendet werden, Auf eine Anfrage bei der zionistischen Orgmi'saüon in Bombay traf die telegraphische Mitteilung ein, daß die Angaben Jamal ei llusseinis durchaus falsch seien. Vor kurzem ist der Dampfer ״fmperatuf Trajan“ von Koiisianza nach Paläs'ina ahgegangen. An Bord befanden sich 270 Ciraluzim. Am 11. Juli ist wieder ein Dampfer mit einer größeren Anzahl Chaluzim nach Palästina in Sec gegangen. Der französische Generalkonsul in Jerusalem hat in diesen Tagen die jüdischen Kolonien in Palästina besucht. In einem Interview mit der Pal. Tel.•Agentur?mach er seine groß!.' Befriedigung über das Schulwesen der Alliance I s r a (■ I It e Universelle aus. Der Iranzrtsisehe Generalkonsul hmiclitc auch die jüdischen Arbeitcr-Ansicdlungcn D11 g n 11 i a und K i n c r e t h. Diese Kolonien haben auf ihn einen besonders günstigen Eindruck gemacht. Wie die Pal. Tel.-Agentur erfährt, hat die Hlstadruth II a 0 v d i in (Vereinigte palästinensische Arbeiter-Organisation) beschlossen, Delegierte zu der Internationalen Ar• b c 11 c r E m I g r a t i o 11 s k o n f e r c n z, die im Septem• her in Prag stattiindeu soll, zu entsenden. Die Herren Bon Gurion und Dow llos werden die Delegierten der llistadruth sein. Sic werden vor der Konferenz das Problem der Pahistinadlinwanderung auseinnudcrsclzen. Die llistadruth plant die Einberufung c!1״r Konferenz der jüclis'hen Arbeiter- Organisationen in Europa und Amerika. Diese Konferenz soll alle Probleme, die mit der Emigration und Immigration zusanimcnhängen, erörtern und wird voraussichtlich in Berlin s t a 11 f i 11 d c n. Sie wird auch die von den Delegierten der Histadruth Haovdim der internationalen Arbcitcr-Hmi- . grationskonferrnz zu׳.unterbreitenden .Vorschläge, aasarbeiteii. Die erste Sitzung des Verwaltung tratst! er O o 11.- Stiftung hat kürzlich in Jerusalem stattgcfumlcn. Nunmehr wird an den Keren Kajemcth ein Betrag von 12 000 C a I 9 T e i 1 z n 11111 n g überwiesen. Bckannt ich hat der verstorhone Herr Raphael 00(7. 2'1 ״'« seines Vermögens dem Fonds mit der Bestimmung!unterlassen, daraus die der jiitlisebcn Wissenschaft gewidmeten Institutionen Pa’ästinas zu fordern. f)er Verwallungsrat, tler aus den Herren Ussisch־ kin (zugleich Vorsitzender) und Struck, als den Vertretern des K. K, L., Acliad H a a in und Dr T s c h c r n o vv i t z, als den yertretern der Familie, sowie Dr. L u r I c besteht, hat schon eine Reihe die Stiftung betreffenden Fragen entschieden, _ Am 7. Juli fand in Jerusalem zum Gedächtnis an Dr.de Haan ein Gottesdienst statt, dem über 1000 Personen beiwohnten. Anwesend waren u. a, die Konsuln Frankreichs, Spaniens, Polens Und Hollands, sowie die Mitglieder des Jerusalemer Stadtrats. Rabbiner Yedlcr hielt die Ge• denk rede. In Binswangen bei Augsburg hat ein Trupp von etwa 50 Hakenkreiizlern den dorlipeu jüdischen Friedhof in vandalischcr Weise verwüstet. 22 Grabsteine wurden umgeworfen und de• moliert. Andere Grabdenkmäler wurden mit Hakenkreuzen beschmiert und die Gräber in der gemeinsten Weise besudelt. Der Staatsanwalt hat bereits vier Mitglieder dieser Horde ausfindig gemacht. OtstmsCfh Der Wiener Sportklub ״Ha ko ah“, der schon einmal eine Palästinafahrt unternommen hat, plant für den Januar 1025 eine zweite Paliistinareise. poitw In Posen fand dieser Tage die Verhandlung gegen den bekannten Miiligan-Führer Sckretarczik statt, der, wie bekannt, fortwährend Hetzjagden auf die Jüdische Bevölkerung Pose ns, insbesondere auf die von außen eintreffenden Juden, veranstaltet. Sckretarczik hielt vor dem Gericht jude 11 hetzerische Reden und versicherte, ihm allein sei es zu danken, daß Posen vor der V e r j u d 11 n g bewahrt wurde. Die Vertreter der jüdischen Gcschädigten ersuchten wiederholt den Vorsitzenden, er möge Sckrcfarczik solche Reden verbieten. Der Vorsitzende reagierte kein einziges Mal auf diese Aufforderungen und duldete cs auch, daß das Auditorium dem Angeklagten fortwährend Beifall klatschte und ״Bravo“ rief. Dic_ Rechts- Vertreter verließen hierauf unter Protest den Gerichtssaal, so daß die Verhandlung abgebrochen werden mußte. Am 7. Juli empfing der Premier Orabski eine Deputation der jüdischen Schulorganisationen In Polen. Die Deputation machte den Premierminister auf die kritische Lage der jüdischen Schulen aufmerksam, die weder von der Regierung noch vom Auslande Unterstützung erhalten. Sie unterbreitclc ein Memorandum, das die finanzielle Lage der jüdischen Er/iehinigsorgaiilsatinnen miiüdert 1iäd an die Re• gierung appelliert, für die jüdischen Schulen hi dem gleichen Maile wie für die polnische» Schulen zu sorgen. In Krakau starb 1111 Alter von 65 Jahren der über «Ile Grenzen Polens hinaus bekannte jüdische Historiker F, M, wett stein, der in mehr als 4Ö|,1l>rlgr.r Arbeit zahlreiche werlvolle Entdeckungen In den alten jüdischen Chroniken, f f;1 mischrifton, Denkmälern iisw, gemacht und mehrere vielbeachtete Monographien in hebräischer Sprache verfaßt bat. in «lern in Rozwadow stationierten 2. Bataillon des 3. Eegioueuregiments, in welchem zahlreiche jüdische Sol- «Iden ans Warschau ihren Dienst tun, ereignete sich der folgende Vorfall: Das Bataillon badete unter der Aufsicht des Unteroffiziers Klinisch. Nach dem Baden gingen drei jüdische Soldaten das Ufer entlang spazieren. Der Unteroffi/ier hieß die Juden zurlickkclireii und zur Strafe dafür, dal! sie sich entfernt hatten, befahl erden polnischer! Soldaten, die drei jüdischen in den Flui! zu werfen. Andere jüdische Kameraden sprangen ihnen nach und retteten zwei; der dritte aber, mit Namen Leih lülgrcv, ertrank. Am 4. Juli 1021 begann in Lemberg unter dem Titel ,Folk 1111 <1!.and“ ein neues Wochenblatt in jiddischer Sprache zu erscheinen. T trauen Dr. S. Rosenbaum, der trotz seiner Demission noch immer die Agenden eines jüdischen Ministers für Litauen auf Grund einer Aufforderung des Staatspräsidenten versieht, hat an den neuen lilatiisdien Minlstcrnräsklcidcn ein Schreiben gerichtet, in welchem er sich darüber besdiw-ert, daß er zu der ersten Sitzung des neuen Kabinetts nicht einpel.ideit werden sei. Dr. Roseitbanm vertritt den Standpunkt, dal! trolz des R1׳׳zi«,rungswecl1sels Keine Stellung als Verweser «!es iiidischen Ministeriums nicht berührt ist. Wenn auch das Budget des jüdischen Ministeriums nicht bewilligt *et, so ist docli de־. Gesetz über die Existenz eines Ministers für Jüdische Angelegenheiten bl* 11 e 111 e noch nicht abgcschafft worden. Dr. Rosenbäum hat auf diesen Bri״f!!eine Antwort erhalten. Uebrigens soll sieli Dr. Rosenbnum, nach einer Meldung d״s ״icwisli Chroniclc", entRchiosscij haben, nacli Pa• i ä s t i 11 a zu übcrsicclcfn. C<1 ch r >41 erd««wa 1t»1 F)ie po'i'isciie i nmlcsvcrwaltung von Böhmen hat die Gründung des Vereins ״Belli llaatti“ (״Jüdisches Ham“) in Prag genehmigt.” Dieser Verein will min daran gehen, im Zentrum von Prag ein ״Renriiseiitationshaiis" ihr Juden in der Tschechoslowakei zu erbauen, in weichem die zahl• reichen jüdischen Vereine tnirf Institutionen Prags Unter• kiiuft finden sollen. Ferner soll «las Haus Gesellscliaflsräumc, Turnsäle, Bibliotheken, Lese-!uni Klubrüumc haben. 1* ״ leunaUnd f mü einer aus Min'k eln״״*rnffm״n Nachricht haben eine Anzahl Zionisten, di״ kürzlich in Minsk verhaftet worden sind, voי׳!» ״!! Sowjcthel’ürden die Erlaubnis zur Reise 11 ach Palästina erhalten. Ais Resultat der Politik der ״P r 01 e t a r 18( c r tt n g“ der Universitäten und I iocbseludoii In der Ukraine wurden am 10. luli 100 Studenten aus der Universität, der polytechnischen 1 lochschnlc und der Handelsakademie iii Kiew ausgeschlossen. Unter diesen 400 Studenten befinden sich!75 Juden. Der dreizehnte Kongreß der russischen ko inmonistischen Partei hat 711m Bericht des Zentralkomlfecs 11. a. di״ folgende Resolution gefaßt: ״Der Kongreß beauftragt das Zentralkomitee, darauf zu achten, daß die R c c 111 e der Nationalitäten in «icn Sowict-R״pub'ikc11 in Ucbcrcinstimu'ung mit dem Bosch'uß des 12. Parteikon• grosses oltn׳• Ausnahme gesichert werden.“ Die Re• ««Million wurde auf Siriowjews Wunsch gefaßt, der erklärt hatte, daß «lic Arbeit unter den nationalen Minde rheiten jetzt auf der Tagcsor<lmmg steht lind nicht verschoben werden kann, Siivowjcw betonte in seinem Schluß• wort, daß auch in der Ukraine die wirklichen Bedürfnisse der nationalen Minderheiten: Polen, Deutsche, Juden und Rumänien, sofort befriedigt werilcn müssen. Allgemein betrariitet man Sinowjcws Hervortreten als «.׳inen Druck auf die tikraiuiseiicn Kommunisten, die nach dem Prinzip handeln, daß zuerst «lic Ukrainisicrttng durchzuführen sei. und daß dann erst «lic Minderlicitsrechte drankommen. Vor kurzem fand vor dem Petersburger hörhsfeit Tribunal ein Prozeß gegen 46 Anhänger Boris Sawinkows statt. Sie werden beschuldigt, «laß sie nach dem Zerfall der Armee von Ba!ה eiio wit sch' und Judcnitsch 1!,׳ den Jahren 1022 23׳ Banden organisiert haben, die Ueberfäile auf die kleinen Städte in «kr Gegend von Minsk und Witebsk aus• führten. Der Anführer war ein Offizier M c c h a if 0׳v , der im Minskcr Gouvernement den jüdischen Kommunisten Dubinsky ermordet und seine Wohnung ausgeraubt hat, fm Städtchen Puclmwitz hat derselbe Mcchailow 11 jüdische Geiseln aus• gehoben und sic dann alle im Walde crschlcfien lassen. Er und ein zweiter Offizier namens Grcgoricw haben beide ein Attentat auf den Vorsitzenden der dritten Internationale, S i n o w j c w, geplant. Oer jiddische Arbeiterdichtcr, Morris W1';1 9 ch e w .n k y, ist auf «lern Wege von New York nach Moskau. Der Dichter, tler jetzt 68 Jahre alt ist und seit langen Jahren in New York lebt, drückte vor einiger Zeit den Wunsch ntis, seinen ständl• gen Aufenthalt in Rußland zu nehmen. Daraufhin bewilligte ihm die Sowjetrcglerung eine lebenslängliche Rente von 11 Telicrwonetz (ungefähr 75 Pfund) monatlich und 250 Gold• ruhcl für Reisespesen. Winschewsky ist der erste jüdische Ar• beiterdiclücr gewesen. : Das Idgeskom (Jüdisches gesellschaftliches Komitee in Rußland), das im Jahre 1920 tmtcr der besonderen Protcktion der Sowjet-Regierung nun Zwecke der 1 iilfsarbeit unter der jüdischen Bevölkerung gegründet wurde, wird Ende Juni zu bc st ch c 11 a 11 f 11 ö r c n. Der Lkptkktlonsprozell des Idgeskom wurde beschleunigt durch die Liquidation der Rußland-Arbeit des Joint und durch dk'Sehwierigkelt, Jetzt Geldmittel von außerhalb nt bekommen. Die von Idgeskom Ufiiernaitciien Anstalten sind nun an die entsprechenden Rcgierungslnstihitioncn übertragen worden, Idgeskom ent• stand auf Grund eines Vertrages, der am 17, Juni 1920 ven den SowjetbcvoUmächtigtcn mit den Herren Harry M. F i» e h e r aus Chicago und Max PIne aus New York, die das J.D. C, vertraten, geschlossen worden ist. Obwohl die Sowjet-Bc. Iißrdcn abgeneigt waren, besondere jüdische Untcrstdlzung*• aktionen zu erlauben, haben sie angesichts der besonderen jüdischen Not dem Joint eine Sondertä t i g k 1:11 In Rußland erlaubt. DagJ.D.C. mußte alleUnterstützung(.• Seile 405 gcklcr 119w״ die vom Au-tlamJ » ich Rußland gesandt wurden, dem Idgeskom üherwehen, Allmählich wurde das Idgeskmu lediglich zu einem Organ tler jüdischen Sektion der kcniimumti- «dien Partei, Es ergaben *ich verschiedene Reibungen. Für Idgeskom wurde es immer »chwercr, Fonds von außerhalb zu erhalten, im Jahre 192t kam das Kommissariat für soziale Hilfe dem idpeskom durch Gewährung eine* Vorschusses von 41808 Goklmbcln entgegen. In Amerika wurde eine Scklion «ler Idgeskom zu dem Zwecke gebildet, um bei der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas für die Hilf«• arbeit in Rußland zu wcibeit. i « entstanden In der Folge Differenzen zwischen dem New Yorker Bureau «)es Idgeskom und «lein Joint. Seit tler Einführung der neuen ökonomischen Politik (Ncp) im Jahre 1922 hörte alle Hilfe der Regierung für die Idgeskom auf. * Das Lniigmtions-PÜro der .,Idgeskom'‘ (Jüd sches ge• *cilschalt'iclK* Komitee in Ruß'and) vcrüffnit'i.h; c ne Kundgcbiing. in welcher behauptet wird, daß zionistische Agitatoren sich in verschiedenen Teilen Rußlands um die ITirgranten bemühen und ihnen raten, im Hinblick auf die Quotenbestimmiingcn in den Verengten S'aaten zuerst nacli Palästina zu gehen, wo cs für sic ein Leichtes *ein würde, Visen für die Vereinigten Staaten zu bekommen. ״Idgeskom“ warnt die Emigranten und sagt ihnen, dies sei nur ein Trick, um die Einwanderung■ nach Palästina zu heben, .,idgeskom“ fügt noch hinzu, daß die Anzahl derjenigen Emigranten, die von Pakistma nach den Vereinigten Staaten auswniidcrn wollen und auch schon eingetragen Riad, die Palästina-Quote für die Vereinigten Staaten, die mir 1200 Einwanderer für das ganze Jahr beträgt, weit übersteigt. Diese Kundgebung wird ul* eine n n 11 z i o u i 9 t i s ch 0 Prcwokatioii der iüdisrhcii Sektionen der kommuui«('selten Partei 'angesehen. Es gibt keine legal«! zionistische Organon Ion in Rußlnn■!. Di.' EmigriuUen wiwcn .auch, daß e» keine Mügl'chki■!: für sie gibt, «ler paläslineiisischen Quote zugerechnet zu werden, di sieh die Quote nach der Staatsziigchörigkei t des Ein grauten richtet und nicht nach dem Lande, aus dem er auswandert, ln der letzten Zeit kamen nach Moskau aus verschiedenen nissiscbrn Städten zahlreiche jüdische Eniigran• teil, die nach Amerika aus/uwendern gedenken. Die jü• di sehe Sowjet-Presse hat deshalb eine 'Warnung erlassen, daß sic i1״ Hinblick auf das neue amerikanische Einwanderung«-,gesc'z ihre Orlc nicht verlassen und ihre Hub• Seligkeiten nicht verkaufen sollen, bis sie nicht i'F'cr alle Dokumente verfügen, die die Einreise gewährleisten. Rumänfcu Nach den Ict/fen aus Czcruowifz eingelangten luformatio• neu herrscht in der Stadt selbst Ruhe. In der Umgegend jedoch häufen sich Angriffe auf die jüdische Bevölkerung. Der während «ler Unruhen der vorigen Woche schwer verletzte Leon Kreist liegt im Sterben. Auch «ler Führer der ontisemitischen Studenten, Pope seit, ist schwer verletz». Der Ocnera'inspektor der Ihikarester Sicherheitspolizei, Ülarasu, ist in Czcrnowitz cingetroffen, Er hat die Instruktion, den Ruhestörungen mit a 11 e r G c w a 11 c n t g c g c n z u treten. Er hat jüdische Repräsentanten zu einer Konferenz ciiißclnden uiul besuchte gemeinsam mit Dr. Ebner, dem Vorsitzenden des zionistischen Landesverbandes, den schwer verletzten Kreist im Spital. 15er rumänische Minister de* Innern hat eine angeküudlgte Masse!!•Protcstver• Sammlung der C/etnowitzer juden schalt gegen die Ausschreibungen verboten. Außerdem b:fahl der Minister, daß jüdische Läden, dl״ zum Protest gcschtoiscn worden waren, wieder geöffnet werden. CUrhcf Dieser Tage fand eine Sitzung der Direktoren der jüa d i s c h e 11 Schulen in Konstantinopcl statt. Es wurde einstimmig beschlossen, «10'«־ Anstrengungen zu machen, um die französische Sprache als Unterrichtssprache in den jüdischen Schulen beiz u behalte 11. Eine Deputation wird demnächst «len Direktor des Untcrrichlsvvcscns, H i 1111 y B e v, besuchen, um bei ihm die Erlaubnis zur Beibehaltung de* gegenwärtigen Systems, <xler wenigstens einen allmäh• liehen U c b e ז g an g zu erwirken. Sollte die Antwort Hilmv BCys nicht befriedigcml aiislallcn. so wird eine Delc• gwolami 1111 sechsten Bande der ״Geschichte der Pariser Friedenskonferenz“ behandelt ein Abschnitt ״Pa« lästina und den Zionismus s e i t Mi c tn 13.0 k t o b e r 1918". Der Verfasser ist W.J.M. Childs. Das Gesamtwerk ist von H. W. V. T c 11! p c r I c y herausgegeben und erscheint im Aufträge des britischen Instituts für auswärtige Angelegenheiten. Orftthtnhwd Die griechische Regierung hat ln der Nationaivcrsammiunji׳ einen Entwurf über die Gründung einer Universität in Saloniki cingcbracht. Vor allem sollen tlie politischen und die volkswirtschaftlichen Wissenschaften gepflegt werden. Für die große jüdische Bevölkerung Saloniki• wird die Universität von erheblicher Bedeutung sein. Mitteilungen des Landesvorstandes der Z.V.f.D. Wir fordern hierdurch alle Ortsgruppen auf, den 20. Todestajr von Theodor Herzl am 20. Tnmnm« (22. Juli) durch Vcr»nstaltung von Gedenkfeiern zu begehen. Dies gilt in besonderem Maße für Ortsgruppen in Kurorten und Bildern. Wo mit Rücksicht auf di« für Veranstaltungen ungünstige Zeit diese jetzt nicht au« gebracht erscheinen, ist gegen eine Verschiebung der Feier auf den August nichts einzuwenden. *Diejenigen Gruppen, die auawiirtige Redner für die von ihnen veranstalteten!* 1 * * * S * 7eiern anfordern wollen, werden gebeten dies jetzt un• verzQglich zu tun. Selbstverständlich könnten diese nur für Orte In Betracht kommen, an denen mit Bestimmtheit auf einen guten Besuch der Veranstaltung gerechnet werden kann, Auf Wunsch sind wir gern bereit, Dispositionen zu Herzl-Gedenkreden zur Verfügung zu •teilen. «<«״* ÖM »et! Beginnet sofort mit den Vorbereitungen für i^es Theodor Herzls (20. Tammus)! izt 1

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