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Jüdische Rundschau · 1924-07-15 · Heft 56 (15.7.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 56 (15.7.1924)
Date
1924-07-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1 i ן-*SBr^ I״״ pjj /^•־ S3r; r~״J r r—ן j—j {■—ץ pp \ ,y L. J t.1 L 1 L L Einzelnummer 0,23 Goldmark tq נ־ך־־ו r1־ n!^ן ו־־־־ץז ל׳- I M /,־־־ \ I ר V Redaktion und Verlag W 15, McinckcstraOc 10. Erscheint Jeden Dienstag und FreitajJ. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark. Vierteljährlich 5,25 Goldmark. 4»«'tnHiihonn«m#nt* w«rd«n in dftr Wihninfl der tinrelnen Linder beredinel• Nummer 56 Berlin, 15. VII. 1924 j.j tu t. ׳׳׳. Anzcigca-Vcrwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H,, Berlin W 15, Meinek•־ straßc 10. — Telephon! Amt Bisninrek 7155 — 70 An«fflfl«nr»r*l*» R Nonp*r«n1«**iU 0,30 G«ldm»rk. St#!l#r(- jjentcii* 0,15 Goldmark. Für hebrliiche Arutiflito 100% AaUebUfl, AntelflonacMaOt D i # n > t a fl uod Frei♦* J ח a c H ra 11 (• fl 4 U b r, Telephon! Biamnrek 7165—70. PosUchrckkonto: Berlin Nr, 1732<׳. Für Oesterreich! Ppstsparknssenamt Wien, Konto Nr. 156030, Für Tschechoslowakei: Post.iparkasscnamt Prag, Konto Nr.59410. — Redaktionwchluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. - F TTV****** יי - ־ י״ג תמוז- היס״ד XXIX. Jahre. Pc» Zionismus arstrobt fUr da* Uldlsche Volk dlo Schaffunq einer Öffentlich - rechtlich gesicherten llaimstätta In Palästina. ״Baseler Prosramm.“ Die Verhandlungen Auf der Konfernz waren 693 Delegierte aus ganz Amerika anwesend. Louis Lipsky cröffnctc die Konferenz und las Begrüßungsschreiben aus Palästina vor, in welchen die Lage im Laude und die Entwicklung der Kolonisation geschildert weiden. Hernach führte er u. a. aus: Palästina bringt uns der Lösung des jüdischen Problems immer näher. Das Land ist erwacht und redet zu u1־s in einer klaren Sprache. Jedem, der jetzt nach Palästina kommt, fällt cs wie eine Binde von den Augen; zum ersten Mal sicht man wirklichcs jüdisches Leben. Der Gleichgültigste wird in den Tiefen seiner Seele von diesem neuen Leben bc* rührt und bewundert den Opfergeist, der in den Palästina• Arbeitern steckt. Die politische Lage ist im allgc- «neinen zufricdcnstcllcn d. In der Frage der Je• wish Agency muH eine intime Zusammenarbeit mit nmle• ren Teilen des Judentums angebahnt werden. ,Die Furciit vor einer Zusammenarbeit mit Niclitzionistcn oder gewesenen Gegnern des Zionismus hat einflußreiche u.icl durchaus ehren• hafte Gruppen der zionistischen Bewegung ergriffen. Sic sehen in der Organisation eine konstitutionelle und parla• mcntarisch aufgebaute Maschine, aus welcher kein Teilchen entfernt werden darf, wenn nicht das Ganze zusammenbrechen soll. Diese Maschine ist ihnen ebenso heilig, wie der Zweck, d c m sie dienen soll. Wir Zionisten bedürfen aber solcher U m z ä 11 ■ nungen 11 i eilt. Nicht die Hierarchie parlamentarischer Autoritäten, sondern der Geist der zionistischen Ideale, dem sich jeder Zionist unterwerfen muß, schützt die Zionistische Organisation. Die Formen wechseln, aber der Geist bleibt bestehen. Die Zionistische Organisation muß zu dem jüdischen Volke Vor* trauen haben. Mögen auch die Nichtzionlstcn In Berührung kommen mit den lebendigen Beweisen für die praktische Verwirklich ung u n ־ sercr Ideale; mögen sic sich mit dem neuen jüdischen Typ vertraut machen, den der Zionismus geschaffen hat, und sic werden an die Arbeit herangeheu. Nach einem Referat Morris Rothenbergs über die Verhandlungen mit der Marsh a 11■ Gruppe wurde die folgende Reso• lution vorpcschingcn: Die Konferenz der Zionisten Amerikas drückt ihre Zufriedenlieit mit dem Fortschritt aus, der in der Frage der Heranziehung von Gruppen, Organisationen und Eiementen des mit der Zionistischen Organisation nicht vereinigten amerikanischen Judentums zur Mitarbeit an der Weltorganisation der Je wish Agency erzielt worden ist. Wir hoffen, daß auch in der Heranziehung ähnlicher Gruppen und Organisationen in Europa und in anderen Weltteilen ein Fortschritt erzielt werden wird, so daß die Jewish Agency in kurzer Zeit das zur Unterstützung des A11 f b a u s des jüd i sc 11 11 a t io 11 aI cn Heims in Palästina vereinigte Judentum repräsen״ t i c r c n wird, Der zweite Teil der Resolution drückt Dr. Weizmann Dank und A n c r k c n n u n g für seine wichtige und fruchtbare Arbeit in Amerika aus. Gegen den ersten Teil der Resolution sprachen mehrere Redner, die davor warnten, daß mm die Zionistische Organisation Leuten auslicfcrt, die dem Zionismus und der nationalen Idee fremd gegenüberstehen. Es entwickelte sich eine lchhcftc Diskussion, die mehrere Stunden in Anspruch nahm. Die Resolution wurde angenommen. Zum Schluß wurde der finanzielle Bericht mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Begrüssungstelcgramme Welzmanns und Cooüdges Mit stürmischem Beifall wurde das von Herrn Lipsky verlesene Begrüß ungstclcgramm W c i z m a n n s aufgenommen. Weizmann telegraphierte, er habe während seiner drei Besuche in Amerika die Kraft des amerikanischen Judentums schätzen gelernt. ״Amerika wird dem Welt- Judentum helfen, wie es einst dem russischen Judentum geholfen hat. Die zionistische Wcltorgani- 6ati011 setzt alles Vertrauen in sie.“ Das Begrüßungsschreiben des Präsidenten Coolidge lautet: ״Ich drücke der Zionistischen Organisation Amerikas meine besten Wünsche aus. Der Plan, die jüdi sc he Heimat wieder aufzubauen, muß sich die Sympathie ajlcr erwerben. Ich wünsche Ihrer Versammlung allen Erfolg.“ Dem der Convention vorgclcgten Jahresbericht entnehmen wir die folgenden Abschnitte: Die politische Lage Das Jahr 1923/21 bietet in jeder Beziehung ein Bild des Wachstums der zionistischen Bewegung. Die cntrpuligcndcn Berichte aus Palästina blieben erfreulicherweise aus. Die arabische Frage hat ihr bedrohliches Aussehen vor* loren, und eine Acra gegenseitigen Vertrauens scheint allmählich anzubrcchcn. Die Mandatarmacht führt ihre Aufgabe mit größerer Festigkeit durch und schätzt in höherem Maße die eroberten jüdischen Positionen. In England scheint der Unterton feindseliger Kritik, der noch im Vorjahre beunruhigte, allmählich zu verstummen. Es ist keine Rede mehr davon, daß die britische Regierung ihre ln den letzten Jahren beobachtete Haltung ändern könnte. Die gegenwärtige britische Regierung betrachtet die Paiäsiina-Politik als feststehend und bemüht sich, Verwaltungstormcn zu schaffen, die uns die Möglichkeit geben, unser Werk durchzufiihren. # I 1351 Die Organisation hat mit den verschiedenen arabischen G r u p p e n in Amerika B c z t c lui n g e r. unterhalten. I)ic arabische Propaganda in Amerika ist von untergeordneter Bedeutung und hat bisher in keiner Weise unsere palästinensischen Interessen tangiert. Wir müssen jedoch mit Rücksicht auf die kommende umfassendere Beteiligung der amerikanischen Regierung an den ctiropüischeit Angelegenheiten in höherem Maße unsere Freunde in den p o I i t i s c 11 c 11 Kreisen beeinflussen. Unsere Zcitungen und Broschüren gehen allen gioßen Puhlikationszentreu sowie den Mitgliedern der gesetzgebenden Versammhingen und den führenden RegicruMgrpcrsönlichkcitcn in Washington zu. Wir werden diese Arbeit in steigendem Maße fortsetzen. Dia wirtschaftliche Lago in Palästina ln wirtschaftlicher Hinsicht scheint die Lage ln Palästina vorläufig stabilisiert zu sein. Die Arbeitslosigkeit wurde behoben. Eine Atmosphäre von Vertrauen umgibt unser Palästina-Werk. Der Zustrom von nationalem Kanital, abgesehen von Geldern des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth, ist nicht gestiegen. Aber die Aussichten für die kommenden Jahre sind nicht schlecht. Die Er weiterang der Jewish Agency, die eine Gewinnung neuer Kräfte bezweckt, wird zweifellos unser Werk im kommenden Jahre beeinflussen. Die Privatinitiative beginnt auch einen breiteren Raum eiuzunchmen. Wohl bestehen noch in der osteuropäischen Judenheit keine normalen Verhältnisse, aber in Deutschland und in nmlcrcn Ländern Ist doch ein Fortschritt zu verzeichnen, Viele Anzeichen sprechen dafür, daß die Zeit nicht ׳mehr fern ist, in der Mitarbeiter aus anderen Ländern den A ra c r l - kauern 11 elfen werden, ihre schwere Last zu tragen. Es ist klar, daß gleichzeitig mit der Ausd c h n u 11 g der Jewish Agency die Zionistische Organisation ausgebaut und gefestigt werden m 11 ß. Das hervorstechendste Merkmal des abgefaufenen Jahres war der außerordentliche Erfolg der American Zion Commonwealth. Die Kolonie lierzliah wird diesen Winter errichtet werden. 111 ihr sind übc'600 000 Dollar P r i v a t k a p i t a 1 investiert. Kurz zusammcngelaßt stellt sich die Arbeit im vcrllosscncn Jahre folgendermaßen dar: 1. Wir haben zum dritten Mal erfolgreich eine Keren II a j es s 0 d K n m p a g n c durchgcführt, ■ mit Lrgebn i s s c 11 gleich denen im vor angc ga ngcne n Ja 11 r, obwohl die Drives in einer Anzahl wichtiger Städte, wie Baltimore und Newark, aus lokalen Gründen auf s päter verlegt werden mußten. Die seit Beginn der K'ere11-Haicssod-Arbeit in den Vereinigten Staaten gesammelte Summe beläuft sich auf 5 800 000 Dollar. (111 der Bcrchtszeit 800 י (XX) Dollar Größen: Beträge sollen noch in den nächsten Tagen cingchen.) 2. Der Jüdische N a t i o 11 a 1 f o n d » bat einen ungewöhnlichen Erfolg gehabt und in den acht Monaten bis zum 31. März 1921 120000 Dollar gesammelt gegen 21000 Dollar in der gleichen Periode des Vorjahres. Bei ai’Vialtcndem proportioncllein Wachstum der Eingänge wird das Ergebnis für das Jahr 558-1 200000 Dollar sein. 3. Der American Zion Commonwealth bat mit direkter Unterstützung der Zionistischen Organisation in Amerika in der Zeit von November bis jetzt um 450000 Dollar Boden verkauft und eine zweite amerikanische Kolonie wird unter dem Namen lierzliah in Palästina crrichict werden. 4. Die Hadassnh, ein Teil der Zionistischen Organlsntion von Amerika, hat im Laufe des Jahres für medizinische Zwecke 145 000 Dollar und für andere Zwecke in Verbindung mit der medizinischen Organisation in Palästina 38 000 Dollar gesammelt. Außerdem hat sie durch ihr palästinensisches Unterstiiizungshüro nach Palästina 47 000 Dollar überwiesen. Sie hat 15 023 Mitglieder in 182 Ortsgruppen. 5. Die M i t gi i c d e r z a 111 der Zionistischen Organlsntion ist besonders hinsichtlich der unterstützenden Mitglirder stark gewachsen. Gegenüber 37 31S Mitgliedcrn im Vorjahre haben wir bei der diesjährigen Convention einen Stand von 41516־ Mitgliedern und ein Wachstum der Mitgliedshciträge auf 126 000 Dollar, das sind 25000 Dollar mehr als im Vorjahre aufzuweisen. 6. Die Propaganda der Zionistischen Organisation erfaßte weitere Kreise als in den vorangcgangcucii Jahren. Der ״N c w - P n 1 c s t i n e“, ״D a s jiddische V' o 1 k“, und ״The Young Juda cn“ haben über 50000 Abnehmer. Die Organ!־’Mion genoß im «hgcSaulenen Jahre die 1111schätzbare Mitarbeit von Professor Weizmann und Dr. Arthur Ru pp in, die nicht nur für den Keren Hajessod wertvoll war, sondern auch der Organisation als solcher genützt hat. Ohne Uebertreibung kann gesagt werden, daß wir ohne die Anwesenheit Weirmanns nicht Imstande gewesen wären, einen derartig finanziellen Eriolg zu erzielen. Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Palästina und Amerika Wir waren bestrebt, für die palästinensischen Produkte einen Markt zu schliffen. Wir pronagierten den Kauf von palästinensischem Boden. Wir bemühten uns, die amerikanischen Juden von der Wichtigkeit der Antcilnahine an der palästinensischen Industrie und am dortigen Handel zu überzeugen. Das Palästina-Amt (Leiter Ahr. Gofdberg, Sekretär Dr. Bernstein) widmete der Propagierung von jüdischcn Reisen nach.Palästina besondere Aifmcrk* sainkcit. Die Differenzen mit der Cook sehen Agentur sind noch nicht aus der Welt geschafft. Wir haben eine Reihe von Besprechungen mit den Vertretern von Cook abgehalteii, um zu bewirken, daß jüdische Reiseführer angestellt und Reisepläne entworfen werden, die auf die jüdischen. Interessen Rücksicht nehmen. Die Leitung der Cookscheu Agentur in Palästina ist zweifellos gegen das jüdische Werk In Palästina feindselig eingestellt. Unsere Vorhaltungen haben bei Cook keinen Eriolg gehabt. Wir haben jedoch erfahren, daß die palästinensischen Organisationen bemüht sind, die Durchführung von jüdischen Reisen in eigene Regie zu übernehmen. Auch mit der American Express Company haben wir verhandelt. Wir zweifeln nicht, daß die genannten Gesellschaften ihren Standpunkt hinsichtlich der jüdischen Wünsche ändern werden. Unser Büro war auch bestrebt, in Amerika einen Markt für den palästinensischen Tabak zu schaffen. Ls scheint, daß Herr Lublin er, Berlin, in den Vereinigten Staaten eine Vertretung für Palästina- Zigaretten errichten will. Unser Büro hat mit vielen Personen, die sich für dieses Projekt interessieren, Verbindüngen angckiuipft. Wenn die amerikanischen Rabbiner sich dafür erklären würden, daß der P a 1 ä s t i n a w c i n in besonderem Maße für sakramentale Zwecke geeignet ist, so könnte man von der amerikanischen Regierung die Einfuhrcrlaubnis für ein bedeutendes Quantum erlangen. Wir haben in dieser Richtung Verhandlungen geführt und wurden dabei von Rabbi Meier Berlin und anderen Rabbinern unterstützt. Bisher haben wir noch keinen Erfolg gehabt. Auf unsere Anregung kam in! April dieses Jahres ein Verfreier der 'Palästinensischen Hand w orkerb.1nlc in die Vereinigten Staaten, um für diese wichtige Institution Interessenten zu gewinnen. Die Vorbereitungen für diese Arbeiten sind getroffen und hoffentlich wird cs Herrn Kuschncr, dem Vertreter der Bank, gelingen, Subskriptionen in der Höhe von lfl ODO Dollar zu bekommen. Dr. Osi.is Thon dürfte 10ODO Dollar für die Tarbuth« Organisation erhalten haben. Da. wir nicht imstande waren, den Zeichnern von Aktien der Ruthen berg-Kon Zession diese Aktien zu liefern, entschloß sich das vcrwnltungskoniitee, die Ungezählten Gelder zurtirkzuerstatten. Zu einem größeren Teile kauften wir jedoch für die Ungezählten Beträge T cl-Aw iw- Bonds oder Anteile des Zion Commonwealth. Die cingczahlte Gesmntsummc belief sieh auf 27 (XX) Dollar. Die Gesamteinnahmen für die American Zionist Organl•! sation selbst betrugen 178 000 Dollar, davon wurden 63000 Dollar für ״N c w - Pa I c s t i n c“ und das ״Jiddische Volk״ verwendet. Eine Blau•Welss- Siedlung in ״Herziiah“ Unser Büro vermittelte das Uebercinkommen zwischen American Zion Commonwealth und der P. L. D. C. für die Vereinigten Staaten. Im Wege der Presse weckten wir dag allgemeine Interesse für den American Zion Commonwealth, Mr. Gold b erg vermittelte das Uebereinkomnt cn zwischen dem grollen Tabakkonzern Lu« blincr in Berlin und der ״H c r z 1 i a h“; er er« reichte cs, daß die ״H erzliah״ als Vorschuß für ihre Tabakpflanzungen eine größere Summe bekommen wird. M r. Gold borg schloß auch einen Vertrag zwischen dem American Zion Commonwealth und dem Wanderbund ״Blau-Weiß“ in Deutschland zwecks Ansiedlung von 50 deutschen Chaluzim, die in den letzten drei Jahren auf H erzliah -Boden gearbeitet haben. Der Bl au-Weiß hat sich verpflichtet, für jeden Chaluz einen Betrag von 1S0Q Dollar cinzuzalilcn und auf seine Kosten für diese Chaluzim geeignete Instruktoren und die notwen» dlgcn Werkzeuge bcizustcllen. 179S Palüslina-Immforanten im Juni Die Pal. TeL-Agentur teilt mit, daß während des Monats Juni 1 795 jüdische Immigranten (gegen 906 im Mai) 111 Palästina cingctroffcn sind. Verschiebung des arablsch-palSslinensichcn Kongresses Die Pal. Tcl.-Ageutur erfährt, daß die palästinensischarabische Exekutive darüber berät, den siebenten arabischen Kongreß bis zur Entscheidung über den A n gl 0 Hed jas-Vc rtrag zu verschieben, ln arabischen Kreisen erklärt man, daß die zukünftige Taktik der arabischen Kongrosse von der allgemeinen Politik der benachbarten nrabischen Staaten abhängen würde. Es verlautet, daß mehrere Dörfer des Nablus-Kreises der Aufforderung der arabischen Exekutive, sowie des Herrn Salabi, Delegierte zu einer Präliminar-Vcrsammhmg zu entsenden, die das Prograinm des siebenten arabischen Kongresses fcstsrtzrn sollte, nicht Folge geleistet haben. Sic antworteten, daß sie an einem Kongreß, der von so unbeliebten Männern geleitet wird, nicht »eilnchmcn wollen. Infolge dieser Weigerung wurde die Versammlung abgesagt. Neue arabische Dlslriblsbcamlc an Stelle englischer in Palüslina Jerusalem. (J.T. A.) Vor kurzem ist eine Amahl Araber zu Distriktsbeamten für solche Stellen ernannt worden, die früher von englischen Beamten besetzt waren. ״II J a s l r a" äußert sich mißbilligend über diese Er-. neu nungen. Es gebe keine nationale arabische Re* giert! ng, sagt die Zeitung, die arabischen Beamten würden als Werkzeuge für die Errichtung eines j ü dischcn N a t Ion n I h c i 111 s sowie für die Erhaltung des Mandats gebraucht. Eine neue Misrachl •Kolonie in Palüslina Jerusalem. (J.T.A.) Am 10. Juli wurde der Grund• stein zu der neuen M i s ra eh i - Kolon 1' e ,,Kfar Ivri“ gelegt. Die Mittel zur Gründung der Kolonie sind von Herrn David Sh nur. einem amerikanischen Misrachistcn, beige* stellt worden. Ansprachen hielten Sir Oilbert Clayton, der Stellvertreter des Fligli Commissioncr von Palästina, Rabbiner Melr B e r l i n aus New York u. •.! 1

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