Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1924-07-04 · Heft 53 (4.7.1924) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 53 (4.7.1924)
Date
1924-07-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652644--15865-2675201
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

er גוננו! VT pj *6 % , ta •O’j Ci H «י ״*! ׳*׳ף׳- ׳! ■lioi Berlin. 4. VII. 1924 Ke Tab,׳:r;p״a1'izuK||ca 111 Palästina (Ans dem offiziellen Bericht) Der Tabakbau wurde von der Regierung ermüdet, indem die Steuer ),)!י! für Boden mit türkischem Tabak auf •1 und jenen mit llaladl auf 2 £E per Dunam festgesetzt wurde. Später wurde auch für!.and mit türkischem Tabak die Steuer für den Zeitraum 1922/23 nuf 2 £E reduziert. Das Landwirtschafisdepartemcnt hat auch einen Instruktor für die Tabakbauern bestellt. Nachstclieml eine Tabelle über das Wachstum der An- Pflanzungen. 1 Dunam gibt 05—70 kg türkischen und 120 kg Bakuiitabak Ertrag. ״'-‘t 1921 »״ (pOHcleUet) QviftlitiU Aroa\ Duo tun Krfrng in lOGökg Arn»\ Dunam Ertrag in 1000 kg Aron! Dunam Ertrag (״ U»׳ kg Aroai Dunam Ertrag in U'äki kg ״MrUlnoh 1* 1 rrn 91 H*W I1H 17.040 05! נ HatMi m 244 410 11351 «Ui 0 000 «40 Tombak — *־- ׳— - Ul 1 250 lri Sorten: Es werden gebaut: mazedonischer, nnafolischer, Kavalia, Havana, Seres, Samstimi iisw., die gewöhnlich als ״türkisch“ bezeichnet werden, indes die einheimischen groben Sorten, die der Fellache raucht, Baladi heißen. Eine andere grobe Sorte, Hcischeh, wird in der Gegend von Bccr Sclieha und Helmut zum Gebrauch der Beduinen gebaut. Die Quniitäten des in den ersten Jahren erzielten Tabaks waren gegen die importierte» Sorten minderwertig, aber durch eine große Zahl von Versuchen hat» man erreicht, daß die.zwei höchstklassigen Sorten ״Somsuni Bapiira Purki“ und ״Seres“ tadellos wurden. Die Versuche mit anderen Sorten werden erfolgvcrspreciicnd fortgesetzt. 111 den jüdischen Kolonien hat die kooperative Bewegung den Anstoß für eine unter besten wissenschaftlichen Methoden erfolgende Produktion gegeben. Lokaler Konsum und Exportmöglichkeit. Nachstehende Tabelle gibt den Jahreskonsum wieder: * 1921 Meterzentner 1922 1923 I inport e Zigaretten 224 186 76 Tabak bearbeitet 125 7 2 Rohtabak — 123 78 Inländische Erzeugung türkisch 1 24 118 Baladi 261 670 402 614 1 015 676 Während der Jahre 1021/22 gab cs sicher einen Schmugglerhanilel von Zigaretten von Palästina nach Syrien, woraus der große Import erklärt werden kann. Andererseits nahm 1023 die Erzeugung von billigen Zigaretten Im Lande zu, wozu vor allem der billige inländische türkische Tabak verwendet werden kann. Schätzungswerte wird der Konsum von verarbeitetem Tabak in Palästina 1924 ungefähr 300000 kg sein (türkisch, einheimisch und importiert). Ebensoviel (türkisch und Baladi) wind von den Bauern unbearbeitet verbraucht. Es wären daher nach obigen Schätzungen SOS 000 kg türkischer und 60000 kg Baladi zum Export verfügbar. Die in Betracht kommenden Märkte waren Aegypten, England und andere europäische Länder. Aegypten importierte 1922 aus Griechenland, China, Türkei, Bulgarien 6750 Tonnen Tabak, England 1921: 714 Tonnen. 1923 wurde Tabak in 79 Dörfern von S342 Pflanzern gebaut. Gebühren: Folgende jährliche Abgaben liegen außer der Landtaxe von 2 £E auf Tabak: Fabriklizenz 1(» Piaster Vcrkaufsladcnlizenz 50 ״ Hausicrlizcnz 20 Importzölle: Diese betragen per Ungcsclmitteuer Tabak Bearbeiteter Tabak und Zigaretten Zigarren, Kau- und Schnupftabak Tombak (persisch) Anderer Kilogramm: 43 Piaster 60 65 25 15 des Wertes, der Pflanzer und Exportabgabe: Diese beträgt 1 0/0 Demgegenüber zahlten in Griechenland der Großhändler zirka 22 <׳/« des Wertes der Ernte an Steuer, die Exporüaxe beträgt 20«/« des Wertes, in Syrien (außer Libanon) besteht ein Tabakregiemonopol, die Importzölle sind darum sehr hoch. In Aegypten wächst kein Tabak, der Eiugnngszoll beläuft sich auf 80—100 Piaster per Kilogramm, wovon 60 bei .Exjiort rückvergütet werden, Fabriken: Gegenwärtig gibt es 20 Fabriken in Palästiim. In den kleineren wird mir einheimischer Tabak verarbeitet. Auch die vier großen Fabriken, welche zusammen die Hallte des ganzen Bedarfs konsumieren, kaufen große Mengen einheimischen Tabaks. Im Jahre 1923 verarbeiteten diese vier Fabriken: Maspero Fröres, Jaffa, Regie des Tabacs Jerusalem, Palcstine Cigarette Co. Bethlehem, Deck and Salteli, Haifa, 146 Tonnen importierten und 31 Tonnen einheimischen Tabak. 3 o m b ■1 k ist jene Sorte, welche die Nargilehraucher verwenden. Sie enthält mehr Feuchtigkeit als andere Sorten. Tombak wird hauptsächlich in Syrien gepflanzt, die beste Sorte ist der ״persische״. 1921 wurden 57,4 Tons persischer und 17 Tons anderer Tombak im Werfe von 11.300 .Cli importiert. Der Einfuhrzoll ist niedriger als bei Tabak: 25 Piaster per Kilo bei persischem und 15 für anderen Tombak. 250 Dunam sind 1924 nut 'loinbak bepflanzt worden, deren Ertrag auf zirka IS Tonnen geschützt werden kann. Die I’nSivicIJiuifl von Tel-Awiw Die Sondernummer von ״Handel und Industrie“, ״מסחר 4,ותעשיה die anläßlich der Ausstellungen in Tel-Awiw und London erschienen ist, bringt eine ausführliche Darstellung der Entwicklung Tel-Awiws, der wir folgendes entnehmen; 1. Einzelne Ziffern über das Wachstum Td-Awiws. Im Jahre 1909 kauften 60 Familien HO Dunam (10 ha) der Snuddiuien nördlich von Jaffa, auf denen sic Häuser mit spärlicher Wasserversorgung errichteten. Der Krieg unterbrach die Entwicklung der- Stadt. Ihr großes Wachstum ist daher bloß den letzten 8—9 Jahren zu verdanken. Im lall re 1911 betrug die Einwohnerzahl 550 Seelen, Die heutige Fläche ist 4(x;0 I hui,am, die Einwohnerzahl 20000. Zahl der Baulichkeiten 1600. Noch zirka 21!00 Bauplätze tlml verkäuflich und tatsächlich werden allmonatlich Dutzende neuer Häuser gebaut. Der Wert des kommunalen Besitzes wird auf 150 000, jener des privaten auf 2 Millionen £E geschützt. Bloß :100,000 .CE sind als Hv|»>th1־kcn beschafft worden, 1700 ärmere Einwohner, Arbeiter und Handwerker wohnen ln 600 Zelten und 331 Baracken. * 2. Die ökonomische Lage. Vor dem Krieg war die Stadt ökonomisch durch den Handel und den Hafen Jaffas fundiert. Jetzt hat sie Ihr eigene» wirtschaftliches Leben. Ein Teil des Hnmlcls von Jaffa ging auf Tel-Awiw über, insbesondere »eit Gründung des Handels- Zentrums. Wcikstätten und kleine Industrien wurden gegrünilct, hauptsächlich in Verbindung mit dem Bauen und Wohnen, Es gibt in Tel-Awiw folgende Industrien (wovon wir schon einen Auszug veröffentlichten, wobei wir nuf die merkwürdige Art der Zusammenfassung der Branchen attfmerk• saun gern,acht haben): 4 Spinnereicii und Webereien nlt 30 Arbeitern 8 Schuh- und KIciderwcrkstiiHen 38 ״ 8 Sodawasser- und Eisfabriken 28 ״ 12 Backereien 46 ״ 10 Oelpressen, Wiustcreicn, Bonbonfabriken 2ד ״ 5 Z.1!.:a retten-, Seifen-Schachlelfabriken 86 ״ 9 Maschineiireparaturwcrkstäftcn •1 für Er/eupiliig von Elektrizität lind In* ,, 94 » ‘.l:\Ilalio1i 50 ״ tf 7 1 )rnr■kennen 100 ״ 12 Fabriken für Zement und Silikatzlegcln 210 ״ tt <1 große Zimmcrmcistcrcicn 150 ״ »» 904 Arbeiter Eine Zählung der Berufe ergab: 1022 1923 Fleischer, Restaurationen, Bäckereien 168 206 Klcidermacher, Schuster usiv. 238 498 liauhamiwelker, Möbelindustrie 362 362 Metallurgie 213 415 Diverse: Gerber, Buchbinder, Raseure vww, 138 228 Transport 91 206 Ungelernte Arbeiter 1604 1669 Beamte der Industrie 56 88 Kaiifleute 532 726 Sanitätspcrsoncn 15S 200 Freie Berufe 105 132 Oeffcntliche Beamte 483 801 Lchrpersonal 156 211 Kultperson.il 21 29 Künstler und Literaten 0 19 Schauspieler 8 26 Rcalitätcnbcsltzcr von Kolonien 10 13 Rentner 109 125 4 774 6 627 Von der Gesamtbevölkerung von 20000 sind daher 7000 erwerbend, zwei Drittel davon Handwerker und Arbeiter. 3. Kapitalbedarf. Der Kapitalmangel, der ln Palästina herrscht, wird vor allem in Tel-Awiw׳ empfunden. Viele Besitzer von kleinem Kapital haben dieses in Häusern investiert, indes die Mittel der beiden kleinen Hypothekenbanken beschränkt sind und auch mir für Neubauten gegeben werden. Von Kommerz.• batiken bestehen in Jaffa nur die A, P. C und die Angio 11 g y p t i a n B a n k , die kurzfristige Kredite auf 3—4 Monate geben. Kleine Kredite gehen die Gcnosscnschaftskass.cn Kuppt Am und Halva weliisachon, sowie die Kupat Milwch in Jerusalem. Die Arbeiterbank kann keine Hypothekenkreditc geben Die Hausbesitzer haben keine Möglichkeit, durch Hypothekendarlehen 60«/« ihres Kapitals wieder fref zu bekommen, wie in anderen Ländern. Der normale Kredit ist sehr teuer. 10—12«/« und bei privaten Geldgebern bis 29 «/!>. Es wäre daher notwendig, in Tel-Awiw׳ eine lokale 1 ly|sot!nkenb,mk mit 20.000 £F. Kapital zu gründen, wodurch die Stadt in den nächsten Jahren große Fortschritte machen würde. Eine andere Folge des Kapitalmangels ist, daß viele tüditige Industrielle nicht vorwärts kommen können. Es wäre die Schaffung einer Handels- und I n d u 81 ז ic b a n k nötig. Die Kapitalien für beide Banken müßten von auswärts kommen. Ferner wäre die Schaffung eines Hafens nötig. Von großem Nutzen wäre auch die Errichtung von Werksfattenhänsern mit Kraftanlage, wo die Handwerker und gelernten Arbeiter in billiger Miete untergebracht werden könnten. Ans den einzelnen Kolonien unit KwazotU (Nachrichtendienst der ״Jüdischen Rundschau") Die Ernte-Ergebnisse und Aussichten. In diesem Jahre fehlte der Malkusch (Friiliregcn), nur an einem Tage fiel ein kleiner Regen. Die Ernte ist für Tabak nicht so gut wie im vorigen Jahr, während die friihrcifcndcn Getreide- Sorten gute Aussichten auf reichliche Erträge haben. Gerste wurde bereits nach Pessneh geerntet und jetzt wird der Weizen eingebracht. Tabak ist an vielen Orten zu spät .•»!gepflanzt worden: der Tabak blüht schon. Sehr gut ist die Blüte in den Pardesslm (Orangcn-Plnntagcn). Der Südwind, der während derselben wellte, schüttelte zwar eine Menge Blüten ab, schadete aber im großen Ganzen nicht. In diesem Monat begann man m't der Bewässerung der Bardes>im. Die Aussichten auf die Orange 11 ernte sind g 111. Mikwc-Isrnel. Das Win tcrgetreldc steht sehr gut, Weizen prachtvoll, Hafer nicht schlecht. Das Getreide, das!11:111 nach dem |or (fr״hrcgen) gesät hat, Ist mittelmäßig. Die Ernte begann am 3. Mai. (Nicht schlecht steht in diesem Jahr C11.rz.ir.) In den Koramim (Wein- und Mandel-Gärten) und Par11c-;sim ist die Blüte sehr gut, 31) Dunam sind mit Tabak behaut. Tel-foscf. Man erntete dort viel wildes Heu und führte diese Arbeit mit Aier Erntemaschine und 5—6 Sensen aus; schließlich mußten zwei Erntemaschinen arbeiten. I>cr Mangel au ausreichendem Hmidwerks/cug macht sich sehr fühlbar. Vor Pcssach wurden 60 Dunam mit Tabak bepflanzt, zu dessen Bearbeitung es noch an Arbeitskräften fehlt. In Tel- Josef gibt es 230 Stück Großvieh: 110 Kühe, von denen fij schon gekalbt haben, und die (ihrigen noch stehen, 3 Hullen (- Beiniilier und 1 Holländer), l>er tägliche Milchertrag ist 350 Liter, wovon!30—MO Liter täglich der kooperativen Molkerei ״ach 1 laifa gesandt werden. Tcl-Adaß. Die Wei/encrntc ist ganz gilt, die Bohnen auch nicht schlecht. Interessant sind die Versuche mit Flachs, die gut gelangen. Der N a t i 0 n :11 f 0 n d s unternahm den Bau einer Wasserleitung in Tcl-Adaß. Die Wasserleitung ist a’s Wasserversorgung für die Menschen und zur Bcwüsecrung der Felder geplant. Diese Wasser;»!läge wird drei Siedlungen mit Wasser speisen. Für den Bau dieser Wasser• leitung wurden £ 4300 bestimmt. Zudem bestimmte der Nation,illomk £ 1C09 für die Wasserleitung in Tel-Jos cf, da diese Siedlung beabsichtigt, eine intensive Gemüse- und Obst-Kultur zu beginnen, wofür sich der Boden Tcl-Joscfs vorzüglich eignet. Der Jüdische Nntlonalfonds hat den Kauf der kleinen Tcniauersiedinitj־>5, ׳h״nm:-Tor.1" bei Recholwth beschlossen. Die Siedlung limfaßt 120 Dunam. In Nahalal, dem ersten Mosctiaw Owdün, das Im Emek Israel vor zwei Jahren vom Nationalfonds errichtet wurde, wohnen jetzt 280 Seelen (81 Männer, 88 Frauen, 50 Knaben und <10 Mädchen). 192) bearbeitete man nur 2310 Dunam, 1924 herein 7100, aber leider diente die Vergrößerung dieser Anlage mellt der Gemüsekidtur, sondern dem unrentablen Getreidebau. Getreidebau beanspruchte 5212 Dunam 1 Waden, Uriiniutter 1220 Dunam, Weintrauben 270 Dunam, Gemüse 295 Dunam, verschicilcce Ohstbäumc 65 Dunam, üukalyptusbäiime 34 Lhmam. Was das Vieh anbetiifft, so halien alle Mitglieder des Moschaw zusammen 73 Maulesel, 68 Kühe und 75 Kälber. Die Gesamtzahl des Geflügels ist 3750: ferner noch 98 Bienenstöcke. R!schon 10 Zion. Die Erbsenernte und die von Futtermitteln ist be nähe vorüber und gal» mittelmäßige Erträge. Der Tabak hat — soweit cs sich jetzt schon beurteilen läßt — wenig Aussichten auf gute Ernte, doch auf manchen Strecken soll die Qualität des Tabaks vorzüglich sein, besser als erwartet. \V,e i n t r a u b e n stellen gut. Die Aussichten der Mandelernte sind ebenfalls gut, doch nicht überall im Linde. Sehr reich ist dieses Jahr an Aprikosen, doch ist die Zahl der Aprikosen-B.iumc leider sehr gering. Die Oliven - und die Orange n ernte versprechen sehr ertragreich zu werden. Rechoboth. Großen Schaden fügte die Miliadiiun-Krankheit den T a b a k pflanzen zu, die die gute Qualität des Tabak verdirbt. In dieser Jahreszeit ist cs schon zu spät, um die kranken Pflanzen heilen zu können. Chcdera. Die Tabake r ntc ist in diesem Jahre nicht groß, proporiioiiclf kleiner als die im vorigen Jahre, doch ist die Qualität gut und die Farbe sehr schön. Da die guten Erträge der Orangen in diesem Jahr wieder zeigten, daß die Pardesslm der rentabelste Wirtschaftszweig sind, wurde in Chcdera ein neuer Pardeß mit 160 Dtrnam Boden und in Pethach Tikwah und anderen Kolonien kleinere Pardessim neu angcpllaiut. Heuschrecken. Die Heuschrecken haben in vielen Kolonien Judäas, in Raananiah, Kfar Sabah und anderen großen Schaden angcrid'.et. An manchen Stellen haben sic den ganzen Tabak aufgefressen, meist in solchen Kok)־ nien, die von unbearbeiteten Landilächcn umgeben sind. Der Baien von Jalla Eine arabisch-jüdische Delegation nach Londo n. Jerusalem. (I.T. A.) Am 29. Juni ist in Jaffa eine Delegation aus Vertretern der arabischen und der jüdischen Handelskammer ernannt worden, die sich nach London begeben soll, um dem Kolonialamt den Wunsch der Jaffa er Bevölkerung, den palästinen« Bischen Hafen in Jaffa statt in Haifa zu erbauen, kund zu geben. Die Delegation hat die Vollmacht erhalten, im Namen der Bevölkerung von Jaffa zu sprechen lind deren Bereitschaft zu erklären, zur Deckung der Kosten für den Bau des Hafens in Jaffa Kapital aufzubringen. Eine Wasserlcilung im Emck Dem Jüdischen Nationalfonds sind für die Anlage der geplanten Wasserleitung für die Siedlungen in Tcl-Adass in der Ebene Jesrccl zahlreiche Angel>ote gemacht worden, worauf mit einer jüdischen Firma in Haifa ein Vertrag zustande kam. Innerhalb von drei Monaten werden entsprechend den Vertragsbedingungen alle Siedlungen mit Trink wasscr versehen sein. Die Materialien zur Durchführung der Arbeiten sind bereits hcrangrschafft und die Arbeit 1#i in Angriff genommen worden. (Siche auch oben.) Enlsumplunj von Jadjur Aus Jadjur wird berichtet, daß nunmehr an die Trocken• Icgung der k I s chon -Sü m p f e geschritten werden soll, Das Direktorium des Jüdischen Natkmalfonds hat für die Vor• bercitimgsarboitcn 1900 £ bestimmt. Die Entsumpfung des Kisehon hat für die ganze Gegend große Bedeutung, da da• durch weite Strecken östlich Haifas saniert werden. Die aus Deutschland stammenden Gruppen Zwi und Ahawa, die ln der Gegend von Jadjur angcsiedelt werden sollen, werden bei den Vorbcrcltungsarbeitcn zur Entsumpfung der Kisehon• Sümpfe beschäftigt werden, Der anonyme Oriinder von Kfarjcchesklel hat der englischen Sammclsfcilc des Jüdischen Nationalfonds eine weitere Spende von 500 £ übermittelt. Das ist bereits die zweite 51)0 £־Spem!c innerhalb des letzten Monats für den Jüdischen Nationalfoiids in England. Neue jüdische Gesellschaften registriert. Führende Per• sönlichkcilcn der Jude iigeineiiiden I’nris, Brüssel, Boulognc und London sind in dem letzten Handelsbulletin der palästinensischen Regiemng als Aktionäre der Palcstine I c w I s 11 O o I o n i s a 11 o n Association (Pica) angeführt. Direktor der Gesellschaft Ist James de :Rothschild. Zweck der Gesellschaft: Erwerbung, Verwaltimg und Parzellierung von Kolonien und Begründung von landwirtschaftlichen, Handels- und Imiustrie-Uiitcrnchmimgcn. Unter den Aktionären befinden sicii Edmund von Rothschild, Bankier Franz Phllippson (Brüssel), Salomon R e i 11 a c h (Baris), Gas ton Wormser (Baris), Ja mes Rothschild und Leonard C o 11 c n (London). — ״II a in a $ s c k e t" lautet der Name einer neuen in Jaffa gegründeten Gesellschaft für Spinnereien und [־ext i I h and c I. Grümlungskapital £ 10.000, cingetcilt in 100(3 Shares h 10 £. Aktionäre sind hauptsächlich Textilindustrielle aus Polen. — In Haifa ist eine Gesellschaft zur Erhaltung eines Schulinternates begründet worden. Das Kapital beträgt 20 £, cingetcilt in 20 Gründer- Shares. Gründer der Gesellschaft sind: Dr. Theodor Zloc is tl, Siegfried Hooficn, Dr. Elias Auerbach, Dr. Biram, Johanna Tomaschcwsky, Ingenieur Pewiner und Dr. Juda L. Ma gncs, — ״Kf ar G anim“ nennt sich eine Oe- Seilschaft zur Gründung von Gartenstad t i e d- Hingen in der Nachbarschaft von Pethach Tikw a 11. — Eine neue genossenschaftliche Bauge- Seilschaft ln Tel-Awiw will für Ihre Mitglieder Häuser bauen. Das Oescllscliaitskapital von £ 6.000 ist in;300 Shares i 20 £ cingetcilt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.