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Jüdische Rundschau · 1924-07-04 · Heft 53 (4.7.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 53 (4.7.1924)
Date
1924-07-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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I הJUt 24 Xtnrclntimmer 0,30 Oohlmnrk r;—ך rnuBfi 1 ־־ 1־ r״׳\ §n r-p \יה \ \ \i'J t*. Aä rv L '־ Redaktion und Verlag W 15, McinrkestraOc 10. Erscheint jeden Diensta!! und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmnrk. At1«**nti**h'>nn*m«nt• werden in der Währung der einzeln•!! Linder berechn«!• nitsr־־; ::x^saei Anzcigcn-Vcrwaltung: Jüdische Rundscbnu G, tn. b. H.f Berlin W 15, Mclnck•- stralk10 ־, — Telephon! Amt Bismarck 716570—־ Sielten• Nummer 53 | Berlin, 4. VII. 1924 Der Zionismus erstrebt für das lUdtsche Volk dlo Schäftung einer öllmtllkh Anrei^«npr«>i! fl!'*analt. NonperelHezelle 0,30 Goldmerk, gemclte 0,15 Goldinsrk. Lür hebr JUicb• Anzeigen 100'j^, AuUchUtf« AnxeigmeohluUi Dienst•4 und Lrelteg nschmlttej 4 U h r. ־ZSZESS+ZaiSSaKSU .. : Telephon: Bismarck 7165—70, Postscheckkonto: BcrlinNr. 17302, für Oesterreich: Postspark,assenamt Wien, Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr.59410, ־־ RcdnktionsscliluO Sonntag und Mittwoch nachmittag. — ב׳ תסוז• חרס״ד XXIX. Jaiirg. rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina. ״nasaler Programm." Jacob öe Die Täter entflohen Jerusalem (J. T. A.) Am 30. Juni abends wurden gegen den Agudistcri Dr. er nach dem Maariw-Gcbet die Synagoge verließ, von unbekannten Tätern Schüsse abgegeben. Dr. de Haan wurde getroffen und war sofort tot. entkamen. Der Vorfall hat in Jerusalem ungeheuere Erregung hervorgerufen. de H a a n, als aus Revolvern Die Mörder Die vorstehende — kurz vor Redaktionsschluß cingctroffcne — Meldung, an deren Richtigkeit ein Reutertelegramrn aus Kairo leider keinen Zweifel läßt, erfüllt auch uns, die wir Jacob de Haan als einen der erbittertsten Gegner des Zionismus bekämpfen mußten, mit Abscheu und Entsetzen, Solange nicht Klarheit darüber besieht, wer die Attentäter sind und aus welchen Motiven die Tat verübt wurde, kann angesichts des schreckcnvollcn Endes de Haans keine andere Stimme als die des menschlichen Mitgefühls laut werden. Sollte aber der Mord auf politische Motive zurückzuführen und er von Juden begangen worden sein, dann müßte auch erklärt werden, daß kein Wort der Verurteilung gegen diese Wahnsinnstat scharf genug sein kann. Wir haben stets die Anwendung von Gewalt im politischen Kampf perhorresziert und wir tun dies auch weiterhin, One Anfrage über den Protest der 4pda negcti die religiösen Gerichte Im Unterhaus London. (J.T. A.) Sir Thomas Inskip stellte in der Sitzung des Unter hau scs vom 30, Juni ,abends die Präge, ob das Cokmiid-Si'krctarint davon unterrichtet sei, dal! die palästinensische Regierung die Verordnung betreffend die bii r• ge Hielte Gerichtsbarkeit It. § 3 der Palästina-Vcrordmmg aufgehoben’ habe. Die Vertreter von mehr als 30 wohltätigen Institutionen in Jerusalem, die mehr den bürger־ g erliche ת Gerichten als den jüdischen Rab• b i n e r g e r i c 111 c 11 vertrauen, protestieren energisch gegen diese Maßnahmen und wünschen eine Widerrufung derselben. Mr. Thomas erwiderte, er habe eine Abschrift der dies• bezüglichen Verordnung gesehen und sei der Meinung, daß bc• t r e 11 s der j ii d i s c 11 c 11 Gemeinschaft in P a I ä s t i na eine Ausnahme gemacht ist. Er stehe mit dem High Coimnissioucr wegen dieser Angelegenheit in Verbind 1111 jg. Die Subventionen Ißr Palästina und Transjordanlcn vor dem Unterhaus In der Sitzung des Unterhauses am 30. Juni forderte T. S. B. Williams das Kolonialsekretnriat auf, die Hilfsgelder für das laufende Finanzjahr, wie festgesetzt, an Palästina zu zahlen. J. H. Thomas, der Staatssekretär der Kolonien, erwiderte, daß 265 000 Pfund für die Polizei in Palästina während des laufenden Finanz* jalircs vorgesehen worden sind, Colonel Williams fragte, oh auch Hilfsgcldcr an Trans־ jordanicn während des laufenden Finanzjahres zu zahlen seien. Thomas antwoitctc, daß die Regierung betreffs Trans* Jordaniens nicht vorgesehen hätte, Colonel Williams fragte, ob die palästinensische Regierung solche Hilfsgcldcr an Transjordanien zu leisten hätte. Thomas erwiderte verneinend. Phiiby und Richmond St. John Phllby, der bisherige britische Vertreter in Transjordanien, hat beschlossen, endgültig aus dem Staatsdienst zu scheiden. Er plant arabische Forschungen und will sich schließlich der Politik zuwenden. — Captain R ichmond, der frühere Stellvertreter des Zivilsekretärs der palästiucnsisehen Regierung, hat aus England an die Jerusalemer ״Palcstiuc Wccklv" rin Schreiben gerichtet, in dem er bestreitet, daß ihm die Araber anläßlich seiner Abreise aus Palästina ein Ban־ kett gegeben hätten, Richmond sei bloß von Mn za Kazim Pascha cingcladcn worden, um sieh von seinen arabischen Freunden, nicht aber von der arabischen Exekutive zu verabschieden. Er habe nicht gesagt, daß Palästina ein mohammc* dänisches Land ist, er hätte bloß erklärt, daß die Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung mohammedanisch ist. Er habe auch nicht gesagt, daß die Regierung Palästinas in den Händen der Mohammedaner liegen solle. Er habe bloß er• klärt, daß sich das mohammedanische Ucbcrgcwicht durchsetzen muß, wenn die Palästinenser tatsächlichen Einfluß auf die Leitung ihrer Landes,•mgelegenheiten gewinnen würden und daß dieses zahlenmäßige Ucbcrgcwicht’ nicht unbedingt eine׳ Verschlimmerung der Lage der Christen •zur Folge haben müßte. Schließlich stellt Richmond fest, daß seine Erklärungen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. England bat sclu Worl verpfändet Im letzten ,,.le-idt Clironiclc“ veröffentlicht das bekannte Unterhausmitglieii 1( cnworthy (Mitglied der Arbeiterpartei) einen Artikel über ״Zionismus“. Kemvorthy schreibt unter 13ai* 7t/-1t1icmiic ict ml! rrrnlioti lrlr»r»n rtr>r dadurch erworben. Ein Abweiclicn von diesem Versprechen müßte den englischen Interessen Schaden bringen,“ Int Jkmptk'il seines Aufsatzes beschäftigt sich Kenworthy mit den Verhältnissen in Palästina und schließt mit der Fest* Stellung, daß England von jedem Standpunkte aus gut daran tue, das Mandat im Sinne der Errichtung eines jüdischen Gemeinwesens zu behalten und auszuüben, Nachrichten ans Palästina (Von unserem Korrespondenten.) Der Leiter der Untcrrichtsabteiluiig der Zionistischen Exekutive, Dr. Lurjc (der also anscheinend seine Demission zurückgezogen hat. — Red.), begibt sich nach Damaskus und Beirut, um die Möglichkeiten für die Neuer rieh־ t u n g licbrä i s e 11 c r Schulen zu erforschen. In Daitiaskus befand steh bekanntlich bis vor einem Jahre eine vom Waad llacltintich erhaltene hebräische Schule, die jedoch wegen der Kürzung des Budgets geschlossen wurde, Nunmehr hat sielt die Gemeinde von Damaskus an den Waad Hachimiclt mit dem Ersuchen gewandt, die Schuh: wieder zu cröllncn. Dr. J. L, Magncs hat am 26. Juni Jerusalem verlassen und begibt sich zur Universitatskonferenz nach London. * Wie bereits gemeldet, haben die palästinensischen arabischen Journalisten den 11t Palästina weilenden, tunesischen Arabciführer Altalabi aufgefördert, zwischen den Parteien zu vermitteln und durchzusetzen, daß der clnberufcnc arabische Kongreß von allen Parteien beschickt werde. 111 diesen Tagen begab sich Altalabi in Begleitung von Musa Kasim Pascha nach Ramlch, um auf die Scheichs der Umgegend von Ramlch eitizuwlrken, und sie zur Teil* nähme am Kongreß aufzufordern. Die Kommission hatte jedoch k e i n e n E r f o I g. Altalabi hat nunmehr die Vertreter aller Parteien, Vereine und Gemeinden zu einer Konfcrcuz nach Jerusalem zusarnmciibcrufen. * In Sichern (Nahlus) wurde dieser Tage von Sir Herbert Samuel eine arabische agrikidturellc Ausstellung eröffnet. * Die Bibliothek von Professor Ignaz Gold zieh er Ist in Jerusalem eiiigctrotfcn. Eine neue Exnkulive des IVaaJ I.cumi Jerusalem. (J. T, Al Im Hinblick auf die Abreise des Präsidenten des Waad Lcumi, Herrn David Yellln, nach London, wurde eine neue Exekutive gewählt, die sich aus den folgenden Herren zusammcnsctz.t: Kalvarisky Dr. T h o n , U e n ־ Z w i, Rabbiner U s i c 1 und 1) i s c n g o i i Herr Y eil in wurde von dem Waad Lcumi beauftragt, beim A. P. zu erwirken, daß der palästinensischen Judcnhclt eine besondere Vertretung in der Jcwish Agcncy ein ge räumt werden solle. Die Kadooric-SIctllung au! dem Scopns• Berge I c r ח s a 1 c in. (J, T. A.) Es ist mm endgültig beschlossen worden, die von dem verstorbenen Millionär aus Sliangl׳,;?, E, K. Kadoorie, zur Erinnerung an seine Gattin Laura gestiftete Siedlung anf.dem Borge Scoptis nahe der lieb rä i sc I! c 11 Universität nitznlegon. ln der Kolonie sollen Professoren und Studenten der Universität wohnen. Der Jüdische Nationalfbnds, der den Grund hcistcllt, hat den Architekten Richard Kaufmann damit betraut, eine Bauskizze der Siedlung zu entwerfen. Verbot der Oper ״Die Jüdin“ In Palästina (1IIVJVIV.IM• )) LZL I J.IUIIIOIIUl.V IW Hill VJvI• •I lUWI.il Vlvl Gegenwart verknüpft. Die Juden, welche in ihren Gehurtsläncierit nicht bleiben wollen oder können, wählen Palästina nicht nur aus nacktem Interesse als neue Heimat. Die Vereinigten Staaten oder Argentinien bieten ihnen vielleicht größere Sicherheit und mehr materielle Vorteile. Palästina ist jedoch das natürliche jüdische Heim kraft historischer Tatsachen.“ Kenworthy fährt dann fort: ״Weint ich mich frage: ,Welche Bedeutung hat der Zionismus für das englische Weltreich? Was geht er uns Engländer an?' so mittl iclt mir antworten, daß der Zionismus für die britischen Interessen von bedeutendem Werte ist. Man darf nicht vergessen, daß in der Baltour-Deklaration nicht nur den englischen, sondern den Juden der ganzen Welt ein feierliches Versprechen gegeben wurde, England hat sein wort verpfändet und die alhveltliclicn jüdischen Syirtpathien für die britische Politik und britische Unternehmungen Ein Protest des Kardinals Gcorgl. Jerusalem. (J. T\ A.) Die weiteren Aufführungen der berühmten _ Oper ״Die Jüdin“ von Halcvy, welche von der palästinensischen hebräischen Operngcsrllschnft kürzlich in Jerusalem in Szene gesetzt wurde, ist von der Regierung verboten worden. D.is Verbot ist auf «lic Vorstellungen des Kardinals (i e o r g i, des päpstlichen L c g n ten in Palästina, zurückzui'iiltrcn. Kardinal Ocorgi machte geltend, daß die Rolle des Kardinals in der Oper eine Hcrabsctzungder katholischen Kirche wäre. Das Einschreiten der Regierung geschalt auf Grund dc׳j Artikels 9 des Mandats, welcher vorschrcibt, daß die Achtung vor den Angelegenheiten der verschiedenen Völker Und Geineinschaftcn, sowie vor ihren religiösen Sitten und Gebräuchen durchaus gewahrt werden müsse, (Warum gilt das aber mir für Palästina und nicht für die europäischen Llnüer? — Red.) Die Einwanderung Brief unseres palästinensischen Korrespondenten. Jerusalem, 23. Juni 1924. Die Einwanderung nach Palästina hat in der letzten Periode neue Formen angenommen, mul cs ist der Mühe wert, einige charakteristische Züge ihrer neuen Organisation zu kennzeichnen. Die charakteristischste Tatsache kt wohl diese: während im vergangenen Jahre um dieselbe Zeit die Ein• wanderungslager voll waren, die Einwanderer ntchrere Wochen, ja Monate im Lager auf zionistische Kosten lebten, und die verantwortlichen Faktoren auf Mittel und Wege sinnen mußten, um dein Aufenthalt im Lager und seinem demoralisierenden Einfluß ein Ende zu machen, finden wir heute trotz relativ starker Einwanderung die Lager leer. Vor einem Jahre sah man sich sogar dazu genötigt, Vor• kchrunge« zu treffen, um die vollen Lager aus den Hafen• Städten zu entfernen. Heute halten sich die Einwanderer nur in geringer Zahl und nur ganz vorübergehend im Läget auf. Die Ursache dieser überaus erfreulichen Erscheinung liegt zum großen Teil darin, daß die Einwanderung neue soziale Formen angenommen hat. Sic ist zum Teil Einwanderung von Familienangehörigen geworden. Unsere Ein• vvanderungsämtcr in Jaffa, Haifa und Jerusalem sammeln Material über Verwandte, die ins Land kommen wollen, die großen Organisationen, wie z. B. die Organ!• saiioit der landwirtschaftlichen Arbeiter übermitteln dem Ein• wandcrimgsdcpartenicnt ihre Wünsche über die Erteilung von Einreiseerlaubnis an Verwandte, und das Ein• »wauderungsdepartement sichert solchen Einwanderern einen Vorzug in der Reihenfolge bei den Palästina-Aemtern dc9 Auslandes. (Das geschieht selbstverständlich nicht mechanisch und cs bleibt den Palästina-Aemtern immer die Möglichkeit, ja die Verpflichtung, auch einen auf diese Weise angeforderten Einwanderer auszuschließen, wenn cs Um für unge• eignet hält). Bei Ankunft des Schilfes leistet dann die Or• ganisation den Einwanderern nur Hilfe bei der Ausschiffung, Desinfektion usw., und sendet sie dann sofort zu ihren Ver• wandten in der Stadt oder zu jenen landwirtschaftlichen Gruppen, wo ihre Verwandten leben. So kommt cs, daß z. 0. bei dem Ictztangekommenen Schiff von 466 Ein• wanderern nur 50 im Lager blieben, Eine weitere Charakteristik der neuen Einwanderung ist die relativ große Zahl der Einwanderer unter Kategorie B, also Leute, welche Kapital ins Land bringen. Von 466 Einwanderern des letztgenannten Schiffes kamen 235 als Einwanderer der Kategorie B. Diese Leute brachten nach Palästina eine Summe von 80.000 £, Wenn wir uns nach der Ursache dieser Einwanderung fragen, so liegt sie vor allem in ökonomischen Momenten. Die Sta• biii sicrung der Wahrung in einzelnen europäischen( Ländern hat die Auswanderuugshist gesteigert und die Ein-• wandcrungsmöglichkcit nach Palästina erhöht Solange der Wert des Geldes in den einzelnen Ländern sich von Tag zu Tag .änderte, war cs dem Einwandcrungshistigcn unmöglich, seine Geschäfte zu liquidieren und nach Palästina zu kommen. Da der Einwanderer mehrere ,Monate auf die Erteilung des Visums warten mußte, lief er Ocfahr, daß sein Besitz, wenn er ihn zu Geld machte, in der Zwischenzeit durch Sinken des Geldkurses vollständig entwertet wird. Mit der Stabil!• slerung der Valuta hat der Auswanderer erst überhaupt das Bewußtsein dessen, wieviel er eigentlich besitzt, kann Verfiigüngen über seinen Besitz treffen, Instruktionen für die Familienangehörigen!unterlassen, die etwa sein Geschäft weiterführen usw. Diese Momente haben insbesondere die Einwanderung aus Polen in den letzten Monaten ge־ steigert. Von 833 Einwanderern, weiche im Monat Mai nach Palästina kamen, entstammten 359!,ölen. Dann folgen Rußland mit 84, Bulgarien mit 66, Rumänien mit 63, Litauen mit 45, die Türkei mit 22, Serbien und Deutschland mit je 21 Einwanderern. Natürlich ist ein wesentliches Moment, welches die Einwanderung nach Palästina begünstigt, der schwere Steuerdruck, der in den einzelnen Ländern gerade auf den von Juden ausgeübten Berufen lastet und der sich sowohl aus allgemein ökonomischen als auch aus spezifisch antisemitischen Gründen am meisten gegen die Juden kehrt. Die Regierung hat im letzten halben Jahr für die Zelt von April bis Ende September 2100 Visa ausge« geben. Das könnten Visa für 2400 Familien sein, sind cs aber tatsächlich nicht, da ein großer Teil der Einwanderer tutverheiratet ist. Es her,rächt allgemein der Irrtum, daß diese Visa für die Tabakarbeiter ausgegeben worden seien. Tatsächlieh sind von 2100 Visa nur 900 für einfache Ar־ heiter im Alter bis zu 35 Jahren ausgegeben worden. Dies ist im wesentlichen die für Tabakarbeit in Betracht , kommende Kategorie. Int übrigen wurden 700 Visa für ausgebildete Bauern, 500 für Bauarbeiter und 300 für junge Mädchen ansgegeben. Die letztere Kategorie verdient besondere Beachtung. Dje Zahl der nach Palästina ciinvnndcrnden Mädchen ist klein und entspricht nicht der Zahl der cinwandcrndcn Männer. Im Monat Mai z, B. kamen 195 unverheiratete Männer und 61 Mädchen. Die Ursachen sind ökonomischer Natur. Die Regierung fürchtet, daß die Mädchen keine Stelle finden werden. Die Schaffung von Mädchenberufen sollte eine der ernstesten Sorgen der Zionistischen Organisation sein. Einer besonderen Erwähnung wert ist cs, daß die Zahl der Einwanderer aus Y c tn e n und aus anderen özt־ liehen Ländern zu genommen hat. Das EmigrationstDpar te• ment sandte jetzt mehr Visa als früher nach diesen Ländern, Hier kommt ein Element ins Land, das leicht assimiliert wird. \

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