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Jüdische Rundschau · 1924-07-01 · Heft 52 (1.7.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 52 (1.7.1924)
Date
1924-07-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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# :■■ד־־דו!v:) V 1״1 r־r י ץי־ T , נ 1 ü Ly t: iy Mtnxcfmnmmer 0,35 Qotdmark gr*nr*>^| 1«■ן w1< t ..J t. V נ _,l נ_1 1;1ד־:*י *^*z.sr»*1 T£~m2Xe'f״y »*ד"׳ .ד־ Redaktion und Vcrlnj< W 15, MclnckcstraOo 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. A>u*t*nd«tbonncm«nU wttden tn 4tr Wihrun!} dt* «tns«\n«a LlotUr btrecho*!. Nummer 52 Berlin, 1. VII. 1924?מ׳וודד ן•— Anzeigen-Vcrweltunjj 5 Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W 15. Meinekestraße 10. — Telephon! Amt Bismarck 7165—70 ADX(‘l^«npr«lat 8|11«חייי.NonptrfÜUreiU 0,3öGoldm«rk. St«H*n״ 4>eiuclte 0.13 Goldm*rk. Für h«bräi1cb« Amelßin 100% Auhchltg. AnzeigrnichluHi I) i n t 8 g und Hr^Mag nachmittag 4 Uhr. [elcphon! Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich! Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156030, Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr.59410. - RcdaktionsschluO Sonntag und Mittwoch nachmittag. - כ״ט סיון" תרס״ד XXIX. Jahrg. Der Zionismus erstrebt (Ur das lüdlsche Volk dlo Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Nelmstlille In Palästina. ״Daseler Programm." Rundschau Bleibt Herbert Samuel? Die Pittsburger Convention An die diesjähtige Reise Herbert Samuels nach London, die, wie in früheren Jahren, einem Erliolitngs- Urlaub gewidmet ist, haben sicli eine Reihe von Koni־ binalioiicn in der Presse und Gerüchte geknüpft. Im ׳ nächsten Jahre läuft nämlich die Amtsreit des Oberkotntnissars ab. Er bat sich der englischen Regierung■ seinerzeit mir für eine fünfjährige Tätigkeit verpftichtct. Es ist dies die für ähnliche Stellungen innerhalb des englischen Kolonialreichs übliche Dauer der Amtszeit. Selten geschieht. c$, daB über dieses Lustrum hinaus ein High Commissioncr auf seinem Posten weiter verbleibt. Dieser Praxis liegt der an sich richtige Gedanke der ständigen Erneuerung der Verwaltungsorgane lind der dadurch bedingten Reform der Vcrwaltimgstätigkeit zugrunde. Gerade ja Kolonialiämlcrn (mit denen wir Palästina zwar nicht auf eine Stufe stellen wollen, mit denen es aber doch viele Achnliehkcitcn hat) wird diese Ucbung zu einer Sicherung vor Einwurzclung von Mißständen und . cs ist dadurch' die Möglichkeit zu manchen Acnderungcn, die in solchen Ländern immer wieder sicli als notwendig erweisen, ohne Schädigung derunbedingt aufrecht zu erhaltenden Autorität der höchsten Instanzen gegeben. Vor dieser Notwendigkeit tritt hier die in anderen Staaten erforderliche Stetigkeit der Verwaltuiig zurück. Es kennzeichnet nun durchaus den Um- Schwung, der in der jüdischen öffentlichen Meinung Palästinas cingctrefeu ist, daß die Juden schon jetzt dem Bedauern über den für das nächste Jahr wahrscheinlichen Rücktritt Herbert Samuels Ausdruck geben und ihn zum Bleiben auffordern. Schon diese Tatsache, daß gerade der Jischuw sich jetzt für die Politik Herbert Samuels ausspricht, ist der ausschlaggebende empirische Beweis gegen die von Jnbotinsky gegen Herbert Samuel crliobenen Angriffe. (Dies sei nur in Parenthese bemerkt. Wir kommen in größerem Zusammenhänge auf die Frage zurück.) — Wenn auch die Nachrichten, nach denen die diesmalige Reise Samuels der letzte Urlaub ist, den er als Oberkommissar von Palästina 111 England verbringt, nicht zutreffen, so kann inan doch auiichmcn, daß Herbert Samuel in London diese Frage bei der Voraussichtlieh letzten Gelegenheit zu persönlichen Verhandln!!• gen mit dem Colonial Office und der englischen Rcgicrung erörtern wird. Wir dürfen auch hoffen, daß die Zionistische Organisation in die Lage kommen wird, ihre Meinung zu sagen und auch gehört zu werden. Es ist vielleicht noch verfrüht, die Angelegenheit, die für die zionistische Bewegung und den Jischuw von größter Tragweite ist, öffentlich zu diskutieren. Das Wichtigste ist ja die persönliche Stellungnahme Herbert Samuels, also seine Bereitschaft, das Amt weiter zu verseilen, oder sein Entschluß zum Rücktritt. Soviel kann gesagt werden, daß wir in der bloßen Tatsache der Bereitwilligkeit Herbert Sanmcls, auf dem Posten zu bleiben, ein bedeutungsvolles Symptom für die zukünftige Entwich• hing sehen würden. Es käme darin der Glaube des Oberkommissars an den Erfolg der von ihm eingesclilage* nen Politik und damit auch zu einem sehr wesentlichen Teile an den Erfolg der zionistischen Anstrengungen zum Ausdruck. Nachdem sich, wie wir glauben, Herbert Sa• nuicl auch während seiner palästinensischen Tätigkeit ais cii trotz, mancher Fehler, Irrtümer und Schwächen weitsichtiger, klarer und ruhiger Politiker erwiesen hat, hätte diese Kundgebung des Vertrauens in die weitere Entwicklung, des jüdischen Polüstina für die jüdische und zionistische Welt den größten Wert. Sic wäre auch von Wichtigkeit für die politische Oeffentlichkeit in Eng. land, in der Herbert Samuels Name nach wie vor einen ausgezeichneten Klang hat. Schon aus diesen objektiven Gründen halten wir cs nicht für richtig, schon jetzt den Rücktritt Samuels in Erwägung zu ziehen und die Frage seiner Nachfolgerschaft zu erörtern. Wir hoffen vielmehr, daß die Lage in Palästina und die Erwsxtungen Herbert Samuels für die Zukunft in ihm den Ent- Schluß, der von ihm übernommenen geschichtlichen Auf• gäbe treu zu bleiben, verstärken werden. Angesichts der Besonderheit des von Herbert Samuels verwalteten Amtes, in dem wir eine Berufung und einen Auftrag der Geschichte an ilm sehen, wird es vielleicht auch nicht schwer fallen, von der oben erwähnten englischen Praxis eine Ausnahme zu erreichen. Die amerikanischen Zionisten halten in diesen Tagen ihre 27. Convention in Pittsburg ab. Der Delegiertentag begann am 29. Juni und schließt nach dem dafür vorgesehenen Programm am 1. Juli. Die Tagesordnung sieht eine Eröffnungsansprache von Mr. Lipsky, drei Palästina-Referate von Miss Hcnrietta Szold, Abraham Goldberg und Jacob Fishmann vor, außerdem Berichte über den Nationnlfonds, über den American Zion Commonwealth, das Palästina-Amt, den Keren Hajessod und die Jerusalemer Universität, schließlich Berichte der Organisationen ״Hadassah“, ״Order Sons of Zion“, ״Young Judea“ usw. Von den Resolutionen, die der Landesvorstand der amerikanischen zionistischen Orgauisation dem Dclcgiertcntag vorlcgt, sind zwei, die der (inzwischen vertagten) Jahreskonferenz, vorgclcgt werden sollten. Die eine beantragt die Uebersicdlung der zio* nistischcii Exekutive nach Palästina, die andere bezieht sich auf das Palästina-Budget. Ferner stehen auf der Tagesordnung Resolutionen über die Jewish Agency, die nach einem Bericht von Morris Rothenberg über die Verhandlungen in Amerika über diese Frage vorgelegt werden sollen. — Wir hoffen, über die Tagung bald einen ausführlichen Bericht bringen zu können. Wir möchten jedoch schon jetzt betonen, daß wir einen Be- Schluß der amerikanischen Zionisten in der so ungeheuer schwierigen, vielfach noch ungeklärten und theoretisch kaum zu entscheidenden Frage des Sitzes der Leitung für verfehlt oder zumindest für verfrüht anschen wü־- den. Eine solche Festlegung der amerikanischen Dclegierten wird die Bemühungen des künftigen Kongresses auf Zusammensetzung einer wirklich arbeitsfähigen, ho mogenen, unsere besten Kräfte hcranzicliendcn Leitung nicht gerade fördern. Wenn wir die amerikanische zionistischc Presse überblicken, war auch dort die Disknssion über diese Frage noch nicht so weit vorgeschritten, daß der Augenblick für so weittragende Be- Schlüsse schon gekommen sein sollte. Hoffentlich ist auch die Beschlußfassung auf der Pittsburger Konferenz verschoben worden. S. K. Auf einer von dreihundert Delegierten des amcrikanliichcn Ostens besuchten Konferenz stellte Lipsky (nach einem Bcrieht des ״New Palcstinc“) die Fragen dar, die vor die 27. zionistische Konvention in Pittsburg gebracht werden sollen. Als deren wichtigste erwähnte er die Frage einer geeigneten Verbindung der verschiedenen zionistischen Behörden und Einrichtungen. Das Problem der Koordinierung der zionistischen Arbeit gehe nicht nur die Zionisten Amerikas, sondern in erster Linie die Weltorganisation an, und die Convention habe die Aufgäbe, Vorschläge zu machen, wie ihaer Meinung nach die zukünftige Politik geführt werden solle. Als Ergebnis des erstauiilichcn Wachstums der Zionistischen Organisation und der zionistischen Stimmung seien zahlreiche Behörden gcschaffen worden, die Tätigkeiten ausüben und Politik machen, welche nicht gänzlich in Einklang oder im Einverständnis mit den politischen Richtlinien der Organisation stünden. Dies habe einen Zwiespalt der Arbeit erzeugt, der manchmal den Interessen der Organisation abträglich sei und zu PI inlos igkeiten führe, die unter keinen Umständen geduldet werden könnten. Der einzige Weg, diese Sachlage zu bessern, sei, in Palästina eine einheitliche Führerschaft und zentrale Bchörde zu schaffen, die jeder zionistischen Arbeit in und luißcrhalb Palästinas die Wege weist. Aus diesem Grunde schlage er die Ueberführu 11g der zionistischen Weltexekutive nach Palästina vor. Achnllche Schritte zur Vereinheitlichung und Leitung der zionistischen Arbeit müßten auch in Amerika erfolgen. Die Erfahrung habe gczeigt, daß, wo immer auch eine solche Vereinheitlichung durchgeführt worden sei, das Werk der Stärkung der Zionistischcn Organisation, des Keren Hajessod, des Nationalfonds usw. mit größerer Wirksamkeit durch^cfuhrt worden sei. Immer wenn die Organisation stark 8er, *ei das Einkommen des Keren Hajessod bedeutend gewachsen, und umgekehrt. Die Maleingängc beim Hauptbüro des Keren Dajissod in London 1111 Monat Mal 1924 sind £ 39.008 cingcgangen, Amerika steht wie gewöhnlich mit £ 27,777 an der Spitze, ln diesem Betrag sind zwei Beträge von den Herren M. G recn f ic Id, Chicago und S. Berliner. New York, von je 5000 Dollar für die Hebräische Universität ln Jerusalem enthalten. Es sind cingcgangen aus; £ 1. Vereinigte Staaten , . , 27.777.18. 3 2. Einzclbcträge ... . . , , 3.032.17. 8 3. Rumänien: Altrumänicn . . 8 ״3 .2,041 Transsjlvanicu . , ״ 138. 8,1t Bukowina , . 36.1710 2.216.10. 5 4. Polen Warschau . . 1.285.14,10 Wilna . . . . . 119.13!, 2 1.435. 8.- 5. Belgien.. . . , . . . . , 898. 5, 5 6, England.. , . » * . 650.—.— 7. Ostgalizicu. 8. Litauen. 9 .70.14־5 9. OestCiTcich.. . . . . . . . . 331.19. 1 10, Tschechoslowakei , . . . 3:6.14- 11. Norwegen ....... . . 221 17. 5 12. Russische Flüchtlinge in London . .... 2C0,—* 13. Schweiz.; | 198.12. 5 14. Palästina: K. H.-Komitec , 103.11. 3 Keren Hageulah Fonds -.־-.39 142.11. 3 15. Danzig ........ 16. Schweden . .. 11617- 17. Elsaß-Lothringen . . . . 101,18. 9 18. Lettland . * * . ' 59.17. 4 19. Estland . . . י , י « 35.13. 9 20. Marokko ... * * 21. 4.- 21. Dä cmark . * 17. 8.- 22. Frankreich .. a « t 10.-r- 35Ä5&8. 4.- Eine neue indische Siedlung im Süden von Jalla Polnische Juden haben an der Grenze von Bajit w’gan einen Bodcnkoniplcx von 1800 Dunani erstanden, um dort chic städtische Siedlung anzulcgcn. Da sie mit dem Bau bald beginnen möchten, haben sie zwecks Durchführung der notwendigen Vorbereitungen Herrn A. Tennen bäum, Redakteur des ״Lod/cr TagebiaU“, nach Palästina entsandt. Ein gemeinsamer "Bebauungsplan für diesen Bodenkomplex wie auch für Bajit w’gan, das ebenfalls 1500 Dunam umfaßt, wird jetzt im Ausland von bewährten Fachleuten entworfen. Alle die zahlreichen Touristen, die diesen Platz besucht haben, sind von der Schönheit der Lage, der Güte des Bodens und dem prachtvollen Klima entzückt. Eine lanthvlrlscliallllclie Docltscliule in Palästina? Jerusalem. (J. T. A.) Der Korrespondent des ״A I i l R.\“ in Nablus teilt mit, daß die Regierung die Errichtung ׳ einer L a nd w i rt sch a f ti ich e n'Hochs c h u I c plant, Palästina in den enullsch-potnischen Handelsvertrag eingeschlossen Warschau. (J. T. A.) Als Antwort auf die Interpcllation des jüdischen Senators Dr. Michael Ringel betreffend eine Hamlelsabmachung zwischen Polen und Paläslina, hat tlcr Aulkiimini.ter Graf Z a m o i s k y an den Sejm- Vorsitzenden das folgende Schreiben gerichtet: In bezug auf die Frage der Ausdehnung des polnisehen Handelsvertrags mit England auch auf P a 1 ä st i n a, teile ich mit, daß laut der von der englischen Botschaft erhaltenen Mitteilung die Palästina -Re gicrung tatsächlich beabsichtigt, sich durch die Vcrmittlinig des englischen Botschafters in Warschau der oben erwähnten Abmachung nnztischliclicn. Das wird sofort nach der Ratifizierung des Handelsabkommens mit England geschehen, das heißt spätestens gegen Ende des Mouats Juni. * Der polnische Minister des Acußern, Oraf Zamojsky, hat in der Scjm-Sitzung vom 21. Juni auf eine Anfrage des Klubs der jüdischen Abgeordneten erklärt, daß Pa• lästina in den polnisch •englischen Hände lsvertrag mit ein bezogen worden ist. Der Vertrag tritt schon Ende Juni in Kraft. Von der Kupath Cholim In Palästina Eine Spende der Z. V. f. D. Die palästinensische Kupath Cholim hat in fortschreitender Entwicklung im nbgelaufcueii Jahre eine Reihe neuer lnstifutionen geschaffen. So wurde dank der Opferwilligkcit der Arbeiter ein großes Haus für die Kupath Cholim in Tcl-Awiw erbaut, ebenso ein Krankenhaus in 11t Charod und Kranken- und Gcburlszimmcr in verschiedenen Kwuzoth eingerichtet. Vor zwei Monaten wurde auch ein Zentralmagazln für Medikamente und ä rz t־ liehe Instrumente gegründet. Der Bau des Erholungsheims in Mo za geht seiner Vollendung entgegen. Durch ihr Zentralmagazin bezieht nunmehr die Kupath Cholim die Medikamente aus den ersten Bezugsquellen im Auslände und ist in der Lage, die einzelnen Zweigstellen selbst mit Medikamenten zu beliefern. Eine große Sendung von Medikamenten und ärztlichen Instrumenten aus Dresden wie auch aus anderen Orten ist bereits cingclroffen; ein weiterer Transport ist unterwegs. Demnächst sollen auch als Spende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland die chirurgischen Instrumente des verstorbenen Prof. Karewski in Berlin cintrcffcn. ln verschiedenen Ländern sind jetzt Aerztc und Apotheker, denen die _ Volksgcsundhcit in Palästina am Herzen liegt, daran, Aktionen für die systematische Belieferung der Kupath Cholim mit Medikamenten und ärztlichen Instrumenten zu unternehmen. In wenigen Monaten soll das Erholungsheim in Moza eröffnet werden. Die neuen Ansicdhingcn im Emck und an anderen Orten, wo noch die Malaria vorherrscht, die ungewohnten klimatischen Verhältnisse, die abnormalen Arbclts- und Lohnverhiiltnissc — Tausende von Arbeitern wohnen im Winter in Zelten — die unzureichende Ernährung usw., haben auf die Gesundheit der Arbeiter nachtcllig cingcwirkt mul dazu geführt, daß Hiuidcrtc von Arbeitern ruhe- und erholungsbedürftig sind und auf die Eröffnung des Erholungsheims in Moza harren. Die Kupath Cholim, die die einzige Institution ist, die für die Erholung der von Arbeit und Krankheiten geschwächten Arbeiter Vorsorge lrifft, eröffnet Im Sommer Erholungsheime auf dem Karmel und In Safed mit je 15 bis 20 Betten. Da die von den palästinensischen Arbeitern und den jüdischen Ar* bcilcrn in Amerika wie auch von einzelnen Privatleuten aufgebrachten Beträge für die gänzliche Vollendung des Baus nicht ausreichen, wird vorläufig nur ein Stockwerk des Erholungsheims in Moza mit ungefähr 25,Bc ttcu eröffnet werden. * Zu diesem Berichte erfahren wir noch folgendes: Die in diesem Bericht erwähnten Instrumente, die die Z.V. f.D. der Kupath Cholim zur Verfügung gestellt hat, haben nach dem Urteil der Sachverständigen einen Wert von etwa M. 15 000. Es handelt sich um ein erstklassiges, ganz modernes chirurgisches Instrumentarium. Die Z. V, f. D., deren Finanzlage infolge der Wirtschaftliehen Situation in Deutschland in diesem Augenblick hesonder* schwierig ist, hat jetzt an alle zionistischen Aerz.te und Zahnärzte das Ersuchen gerichtet, dieses Instrumentarium für die palästinensischen Institutionen aus* zu lösen und die Instrumente dann als Gabe der zionistischcn Acrztcschaft in Deutschland nach Palästina zu übermitteln. Die Z. V. f. D. hobt auf diese Weise, trotz der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage, Ihr Versprechenden palästinensischen Institutionen gegenüber ci 1111 a 11cn zu können. Die zionistischen Acrzte in Hamburg haben bereits ln Aussicht gestellt, für diesen Zweck 1000 M. aufzubringen. Wir erwarten, daß sich auch an allen anderen Orten die zionistischen Aerztc hierfür einsetzen werden.

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