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Jüdische Rundschau · 1924-06-27 · Heft 51 (27.6.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 51 (27.6.1924)
Date
1924-06-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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׳*־־—ן g g ן——״־׳j C j» "-*«"«ן -׳ L. L... r\ I x.. ת / ׳ Redaktion und Verlag W 15, Meinekcstrnße 10. Erscheint ■ jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. AuitandiMbonnemcnt• w«rd«n ta cUr Wlbruag der •Inseln•• Linder berechnet• irr' — r-~״—־1.~ — * - -ךד *sr,^' כמג jnr. J /,/ Einzelnummer Ö,30 GoMmnrh ר .."\ \ '1 f'~l \"׳׳. n c״a / 1 //!| c/!j \ \ ■, \ L , J Nummer 51 Berlin, 27. VI. 1924 Anzci{Jcn*Vcrv/nltunjJs Jüdische Rundschau G. in. b. KL, Berlin W 15, Meincke* straßc 10. — Telephon! Amt Bismarck 7165 — 70 Afl**l!JroproUt Rge*r»»lt.N0rp*r«ill*rell0 0,30GoUlmtrk. StellengeiucUe 0,15 Ooldmark. Für bebrilich• An1«ig«a 10ö% AuficbUg. Ans*lj;*n«(*hloM1 O i n 11 ן und I* r U g n e k tu i 11 g 4 Uhr. Telephon! Bismarck 7165—70. Postscheckkonto: Berliner. 17392, Für Oesterreich! Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156030, Für Tschechoslowakei: Poitsparknssenamt Prag, Konto Nr.59410, — Rcdnktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — פיון• תיס״ד I I כ" XXIX. Jalirge. jmrr Per Zionismus erstrebt »Ur das. Jüdische Volk die Schaffung einer öflontllef» - rochtKcti cinslchartcn Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.״ Probleme des Nahen Ostens Die Vorgänge im Nahen Osten erfordern nach wie vor die ernste Beachtung der Zionistischen Organisation. Der Zionismus als neuer Faktor in der Orientpolitik־ ist damit in Zusammenhang mit den politischen Strömungen der Großmächte gekommen, nicht nur in dem Sinne, da fl er nach wie vor das Wohlwollen und eine günstige Atmo- Sphäre in den europäischen und amerikanischen politischen Zentren benötigt, sondern auch in einer andern Beziehung. Die zionistische Position in Palästina ist auch davon bccinflußbar, ob in den am Nahen Osten interessierten Staaten, vor allem Frankreich und England, weiterhin der Wille vorherrscht, die Mandate, die beiden Ländern vom Völkerbund übertragen wurden, weiter auszuüben. Mit dem Regierungsantritt Herriots in Frankreich wurden Stimmen laut, daß die Franzosen die mit den Grund• sätzeu der demokratischen Linken nicht zu vereinbarende Kolonialpolitik in Syrien aufgeben sollten. Seit langem sind ja ähnliche Strömungen auch in England vorhanden. Diese sind, was Mesopotamien anlangt, auch ziemlieh erfolgreich gewesen. Der Anglo-lrakvcrirag, der nun in zwölfter Stunde von djr Bagdader Notabclnversammlung doch ratifiziert wurde, sieht einen Abbau der englischcn Okkupation und die Aufnahme Mesopotamiens in den Völkerbund vor. Daß England trotzdem genügend Mittel und Wege behalten w׳ird, seinen Einfluß und seine Macht in diesem unstreitig in seine Interessensphäre fallenden Gebiete geltend zu machen, Ist bei den bckannten schmiegsamen Methoden englischer Politik von vornherein anzunclnncn. Die Irakfragc hängt wieder mit der Mossulhage •zusammen; ebenso wie, als Pendant hierzu, die Palästmafrage in der englischen Beurteilung mit der Beherrschung des Suczkanals verknüpft ist. ln dem komplizierten Spiel der Kräfte und der Interessen, als welches der Nahe Osten in der gegenwärtigen Konstcllatiori sieh darstellt, sind daher auch zionistischcrscits sowohl die Türken wie die ägyptischen Araber sorgsamer Beachtung und Beobachtung wert. (In diesem Zusammenhange muß man cs bedauern, daß es bisher noch nicht gelungen ist, in der Türkei die zionistischen Organisationen zu legalisieren. Ebenso scheinen auch vereinzelle Bemühungen, in Mesopotamien den ungestörten Fortgang zionistischer Tätigkeit zu sichern, niciit immer erfolgreich gewesen zu sein. Wenigstens ist die Nachricht von der Schließung eines zionistischen Jugcndvcrcins in Bagdad ein Anzeichen dafür. Hingegen scheint es Colonel Kisch gelungen zu sein, in Syrien bei den französischen Behörden eine wohlwollendere Haltung den lokalen zionistischcn Gruppen gegenüber durdmiscizen. Wir möchten das Augenmerk unserer Leitung auf diese niciit rein organisatorischen Tatsachen lenken, da es sich hier um reciit wichtige Stützpunkte der hoffentlich bald in größerem Maßstabe ciusctz.cnden Aufklärungspoütik in der arabischen Welt, wie sicWcizmann auf dem XII. Zionistenkongreß ausgezeichnet dargclcgt hat, handelt. Auch die Türkei sollte hier cinbezogcn werden, und angesichts der nationalen Auffassung der Judenfragc, die in der Türkei schon früher vielfach in Geltung war, und die auch neuerdings bei der Umwandlung der Schulen der Alliance Israelite Universelle darin zum Ausdruck kam, daß an Stelle des Französischen jetzt außer dem Türkischen auch das Hebräische als Unterrichtssprache gestattet wurde, können wir Verständnis für unsere Bestrebungen dort wohl erwarten. Die Türken haben bereits vor Jahren öffentlich erklärt, daß sic mit dein Verlust von Palästina als einer gegebenen Talsache rechnen. Um Mißverstandnissen vorztibeugen, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Haltung der türkischen Republik der Zionistischen Organisation gegenüber uns lediglich aus dem einen Grunde nicht unwichlig erscheint, weil die Araber seit einiger Zeit bekanntlich in den Türken, ihren früheren crbittcitsten Feinden, die künftigen Bundesgenossen sehen und bei ihnen Annäherung suchen. Von aktuellerer Bedeutung als eine solche zumeist auf lange Sicht eingestellte Politik ist die Tätigkeit des Captains Riclmiond, des ehemaligen Beamten der palästinensisclien Lnndesvcrwaltung, auf die wir bereits vor einiger Zeit hingewiesen haben, und auch die des früheren politischen Beraters des Emirs Abdullah von Transjordanien, des Majors John St. Phitby. Wir haben über einen Vortrag, den Philby unlängst in London hielt, bcrclts berichtet. Die englische Wochenschrift ״Ncar East" nimmt in einem Leitartikel ״Das arabische Problem" ain 12. Juni auf diese Agitation der zwei englischen Beamten Bezug und gibt in dem Aufsatz ihre eigene Meinung über die Frage wieder. Sie erscheint uns als typisch für den weder araberfreundlich noch judenfeindlich eingestellten objektiven Engländer. Darum und da uns auch sonst die Ausführungen des Blattes lehrreich und von inforinativer Bedeutsamkeit zu sein scheinen, geben wir iin folgenden die wichtigsten Abschnitte des Aufsatzes wieder: Hs wird allgemein angenommen, daß die arabische Frage von Grollhiilatmicn auf unglückliche Weise behänd( lt wurde. Doch wird kein unparteiischer Beobachter leugnen, daß für jeden seinerzeit gemachten Schritt gute Gründe vor• handen waren. Sicher ist das der Fall bei den Vcrsprcchu ״gen, die dem König Hussein gemacht wurden, und vielleicht, wenn auch in geringerem Maße, bei der U a I f o ur -1) e k 1 a r n t i o n. Es ist klar, daß die ganze Frage gegenwärtig ernstlich verwickelt ist; aber je schwerer die Verwicklung, um so gciingcr ist die Wahr• schcinlichkcit, daß man das Problem durch eine einfache Operation zu lösen imstande wäre. Unsinnig ist die An- ״ahme, daß die arabische Frage von Eng',and allein, o h n c E i n v e r n c h m c 11 mit Frankreich gelöst werden könnte. Cie Stichhaltigkeit der Bchiupümg, daß Frankreich nur darum in Syrien bleibt, wenn sich England in Syrien inid Palästina befindet, ist ebenso wenig cin/uschen, wie die der Annahme, daß die Franzosen bereit sind, ihr Mandat aufzugeben, sobald die Eng-!ander auf das ihrige Verzicht leisten. Es sind sogar Zweifel an der Annahme erlaubt, daß die Franzosen auf der aussch’icHlielien Vorherrschaft in Syrien nur wegen des britischen Einflusses in gewissen Teilen der arabischen Welt beharren. Es mag wahr sein, daß die öffentliche Meinung in F r a n k r e I c 11 in der Beurteilung der Vor tci'e, in Serien gegen den Willen der Bevöikcrungsmclirhcit zu verbleiben, einen Wandel erfahren hat; aber zwischen dieser Erkenntnis und der Räumung liegt noch ein weiter Weg. D.C englisch-französische Proklamation vom November 1918 war von Großbritannien veranlaßt und fand bei Frankreich widerwillige Zustimmung. Nur im französischen Mandatsgebiet ist die Meinung vorherrschend, daß die gegebenen Vcrsprcchungcn leichtfertig verfälscht wurden. Die Agit a t i o n in Palästina richtet sich in geringerem Maße gegen das britische Mandat a!8 gegen die Auslegung der Balfour-Dcklaration durch ext reine Zionisten. Im Irak wurde durch die Anregung, den König Fcisul znm Herrscher zu v,•üblen, die Urlnr/cugung der Einwohner nicht vcrgewnlllgt, die Im ülutgcu ki iium eigenen Kandidaten besaßen, dem eine.Mehrheit Unterstützung hätte gehen können. Wenn 111 Syrien, Palästina und dem Irak Unzufriedenheit herrscht, 80 folgt daraus nicht, daß man schon überzeugt sein muß, daß durch die Räumung dieser drei Gebiete durch Frankreich und England sofort friedliche Zustände eintreten würden, oder daß die zwei erstgenannten Gebiete zusammen mit Transjordanien sofort einem Oroß-Syrien beitreten würden. Kulturelle Unterschiede zwischen den Syriern und Patistineusern und die Ungleichheit der Verbindungen, die den arabischen Hang für lokale und Sfanimrs.iufonomie bestärken, sind nur einige von den Schwierigkeiten, die der nahen Errichtung geordneter Zustände r11tgc.gc11»<;cl1cn, wenn die Araber plötzlich sich ׳selbst ־überlassen würden.. Alle diejenigen, welche auf die erwähnten , Uebel der gegnwärtigen Page׳ schimpfen,•müßten beweisen, daß wir nicht in eine noch schlechtere Situation geraten, wein wir ihr besonderes Gciicimniittel akzeptieren würden. Soweit wir unterrichtet sind, ist noch kein Versuch gemacht worden, die Einzelheiten eines Planes aicsmarbciten, der ein unfehlbares Miflel für die Unruhe des mittleren Ostens darstellen würde. Fine gewisse Sentimentalität haftet der Vor- Stellung eines Oroß-Syrien an. das an die Stelle der drei gegenwärtig unter französischem und britischem Mandat befindlichen Gebiete treten soll; aber zum erfolgreichen Aufbau eines modernen Staates Ist mehr als Sentimentalität nötig. Die Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen Systems seien zugegeben. Großbritannien ist entschlossen, ernsthafte Anstrengu n g c n zur Befriedigung der arabischen Ansprüche zu machen. Es nützt wenig, einem arabischen Patrioten 711 empfehlen, den Juden einen Olivcnzweig entgegenmhallen, wenn es *!eher ist, «lall die erste Folge der enp,'* lischcn Räumung, die, wie verlangt wird, morgen erfolgen soll, ein davon sehr verschiedenes Schicksal für die Juden sein würde. Was gegenwärtig Großbritannien in Palästina zurückhält, ist die Notwendigkeit, zu verhüten, «laß sich Araber und Juden an die Gurgel fahren. Es handelt sich nicht um die Verantwortlichkeit für den Gegensatz, beider Teile gegen Großbritannien. Das heuiige Problem ist, «Jen Gegensatz vcr• schwinden zu machen, und das kann mir geschehen, wenn Großbritannien auf dem Flecke bleibt, auf dein cs sich befindet, um «len Ausbruch der gegenseitigen Haßgefiihlc zu verhindern. Durch Geduld kann schließlich zwischen diesen beiden Teilen der Einwohnerschaft cicr ernste Wille, sich zu vertragen, geschaffen werden, und jeder wahre Freund der Araber wird von ihnen verlangen, daß sie!11 ihre eigene Sache Vertrauen setzen und sich gedulden, bis sie für vollständige Unabhängig* keit reif geworden sind. Die Ausführungen des ״Near East" sprechen deutlieh genug, und es ist vielleicht nicht notwendig, aus ihnen praktische Schlußfolgerungen für die Zionisten selbst zu ziehen. Nur auf eines möchten wir aufmerksam machen. Der Terminus ״extreme Zionisten", der in der englischen öffentlichen Diskussion ebenso wie sein Oegensatz. ״practicablc Zionism" zu einem mot conventioncl geworden zu sein scheint und unter dem man die Jabotiuskyschc Richtung versteht, kehrt in den letzten Monaten besonders häufig in den Acußcrungcn englischer Politiker wieder. Es ist sehr bemerkenswert, da fl eine so vorurteilslose Betrachterin wie Mrs. Ethcl Snowdcn, die Gattin des englischen Schatzkanzlcrs, eine der hervorragendsten Vorkämpferinnen der sozialistischen Bewcgung, in ihrem Artikel im ״English Review‘} diesen ״extremen Zionismus" ebenfalls entschieden ablchnt. Auch Lord Milncr, der der zionistischen Sadhc sehr wohlgesinnt ist, was angesichts seiner großen Vergangenheit als eng• lischer Vertreter iu4 Aegypten viel bedeutet, betonte in seiner kürzlich in I ondon gehaltenen Eröffnungsansprache zu einem Vortrag über die britischen Mandate: Palästina kann niemals der nusschlicßliche Besitz einer einzigen Nation sein, — Jabotinsky hat in den letzten Monaten in verschiedenen Städten eine größere Aktivität und in ' einer Reihe von Vorträgen das Programm seiner Gruppe der Aktivisten entwickelt. Da er bemerkenswerterweise verschiedentlich noch auf Zustimmung in den zionistischen Reihen gestoßen ist (vor allem in Wien, wo sich ihm eine Anzahl ,,schlagender" Studentenverbindungen angeschlossen hat), wird cs doch notwendig sein, sich neuerdings eingehend mit seinem politischen Programm, wie e׳i auch in seinen Aufsätzen in der Wiener Zeitschrift ״Mrnorah“ und dem — inzwischen eingegangenen — Berliner ״Rasswjct“ enthalten ist, ausführlich ausein* anderzusetzen. S. K. Ein neuer Angio-Heiljas-Vcrlran? Dr. Nadji cl Assil, der Londoner Vertreter Kön'g Husseins von Hedjas, ist nach Mekka abgereist, um über den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen mit der britischen Regierung zum Abschluß eines Freundsdiaftsbündnisscs zu berichten. In einer Unterhaltung mit einem Reuter- Vertreter sagte Dr. Nadji vor seiner Abreise: ״Ich nehme nach Mekka einen neuen Vertrags• e n t w u r f mit, der in gewissen wesentlichen Einzelheiten sich von demjenigen unterscheidet, den ich vor einem Jahr unterbreitete. Man hat eine Formel gesucht, di« von dei britischen Regierung gebilligt wird und sich auch König. Hussein zur Annahme empfiehlt. Der neue Entwurf enthält, was der frühere Entwurf nicht enthielt, nämlich die for* male Anerkennung der gänzlichen Unabhän* gigkeit der Regierung in Mekka und legt in einer genaueren Art jmd Weise die Grundlinien einer Vcr bin* (1 u 11 g der arabischen Länder unter König 11 11 8 sc ln nieder. Man wird auch linden, daß die Frage Palästinas auf eine Welse behandelt worden ist, die sic geeignet macht, von Allen gebilligt zu werden. Die ״Daily News* verölfcntJiclicn folgende Mitteilung über «len Vertragsentwurf: Die Haltung der britischen Regiening ist, daß sic noch immer eine Antwort von König Hussein auf ihre letzten Mitteilungen er wartet. Sic hat, soweit ich weiß, keine offizielle Kennt* 11 is von irgend einem neuen Vertragsentwurf, und ihre Haltung i n derSache ist unverändert. König Hussein hat bisher Anregungen, die von bri* tische r Seite kamen, abgewiesen, und wir warten mm auf seine eigenen Vorschläge. Ob Dr. Nadji el Asiil wirklich der Entwurf eines Planes gelungen Ist, der sich gleichmäßig in Mekka, London und Jerusalem empfiehlt, bleibt a b z u warten. Soviel kann end* gültig festgestellt werden, daß die Ancr* kennung der Balfour-Dcklarartion, soweit Palästina in Frage kommt, britischer Mei» nung nach ein wesentlicher Bestandteil jeder Abmachung sein muß. Von der palästinensischen Arbeiterschaft Die jüdische Arbeiterorganisation Palästinas erhielt aus Moskau Bericht über die Beteiligung der Cb a* luzim an dem Umzug des 1. Mai. Die Chaiu/im trugen eine Fahne mit der hebräischen Aufschrift ״Es lebe der jüdische Arbeiter in Palästina“. In Moskau befindliche Mitglieder «1er palästinensischen Arbeiterorganisation nahmen am Umzug teil, ln_ allen Zweigstellen wurden Feiern ahge* halten, welche zur Erinnerung an die Maicreignissc des Jahres 1921 Joseph Chajiin Brenner gewidmet waren. Die jüdische Arbeiterorganisation Palästinas hat be* schlossen, einen Tag im Monate Ab als Keren Hajcssod* Tag zu bestimmen und von sämtlichen Arbeitern Palästinas einen Tageslohn cinzuheben. 43 von der zionistischen Organisation erhaltene Siedlungen in Palästina Jerusalem. (J. T. A.) Das Ackerbau-Departement der palästinensischen zionistischen Exekutive berichtet, daß die Zahl der Siedlungen, die in «las Arbeitsgebiet des Departements fallen, von '31 Im Vorjahre auf 43 gestiegen sei. Von diesen befinden sich 37 auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds; 30 werden ganz vom Keren Hajcssod erhalten; vier Siedhingen werden zum Teil durch den Keren Hajcssod unterstützt, der Rest wird von den Cbaluzlm und den Chahuoth aufgebracht, die sich zu' Farmern ausbilden. Von den 34 Keren Hajcssod-Sicdlungcn haben 15 chic Individualistische und 19 eine kooperative Wirtschaftsform. Im ganzen sind 2321 Männer und Frauen beschäftigt gegen 1521 im Vorjahre. Die Siedlungen In Ober-Galiläa, die zwar von der Zionistischen Organisation errichtet worden sind, aller zurzeit keine Hilfe vom Keren I lajcssod bekommen, sind ln den aufgczähltcn Kolonien nicht enthalten. Die palästinensische Aguda protestiert schon wieder. Sic will unabhängig von den jüdischen Stadt* Verwaltungen sein. Jerusalem. (J.T.A.) Die ״Agudns Jlsroel" ln Palästina hat unter der Führerschaft von Rabbiner Sonnenleid der Regierung eine Bittschrift überreicht, in welcher gesagt wird, daß 3(X30(?) orthodoxe Juden gegen den augenblicklich vom Kolonialamt geprüften Gesetzentwurf bezü glich der Gemein devcrwaltungcnpro testieren. Sic ersuchen darin, daß eine besondere Klausel zu ihren Gunsten cingcfügt werden soll, die ihnen volle Freiheit bezüglich allerorthodoxen Institute z u b i 111 g t und ihnen die Unabhängigkeit von den jüdischen Behörden, die sic als zionistisch oricn'iert ansehen, garantiert. Es Ist ein besonderer ücttag (B ange* setzt worden, daß diese Bittschrift Erfolg habe. -

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