Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 50 (24.6.1924)
- Date
- 1924-06-24
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 50 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 383 Das Krhnprefekt Kein ״Sowjc t-Palä stina“, Herr Leo Sack, der msische Leiter der Ica, ist am 17. Juni aus Paris nach Moskau zurückgekehrt. In Paris hat er an der Konferenz zwischen Ica, Joint und Vertretern der Ostjuden beigewohnt, wo (Iber die Hebern,ahme der Arbeit des Joint Distribution Committee durch die neue ״Pou nd a t io 11“ beraten wurde. In einer Unterredung mit dem J. T, A,-Vertre(er führte Herr Sack aus, daß in bezug auf das Krim-Kolonisationsprojekt noch keinerlei Entschlüsse gefallt worden seien, da die leitenden Stellen des Joint erst genaue definitive Informa t io 11c 11 über den Plan nbwarten wollen. Im Juli wird eine zweite Konferenz stattfimlen, wobei ganz detaillierte^ Angaben über das Projekt gemacht werden sollen, woraufhin erst die Entscheidung gefällt werden wird. Herr Abraham Bragin, der Initiator des Krim-Projekts, hat soeben eine Broschüre unter dem Titel ״Das Schicksal der Juden in Sowjet-Rußland“ veröffentlicht. Er gibt darin eine Beschreibung der jetzigen wirtschaftlichen und kulturellen Lage der Juden in Sowjet-Rußland, die er als katastrophal bezeichnet. Er unterstreicht, daft die Juden in Rußland viel zu hilflos seien, um seihst ihre Lage verbessern zu können. Besonders unter den Bauern herrscht sehr viel Antisemitismus, der sich gegen den Stadtjuden als ״Parasiten“ richtet. Die einzige Rettung der Juden in Rußlaiul hegt in der Verwirklicliung des Planes einer jüdischen landwirtschaftlichen Koloul• sation an den Küsten des Schwarzen Meeres und im Norden der Krim. Bragin, der als erster den Plan c I n c r jtid i s c'h c n Republik in der Krim propagierte, hat jetzt diese Idee fallen lassen und er betont, cs sei k c i n c Rede davon, ein ״So w j c t ־ Pa I ii s t i 11 a“ zu gründen. Es soll einzig Und allein jüdis.che Kolonisationsarbcit getan Werden. Mehrere führende Personen in Sowjet-Ruß-!and, sagt Bragin, stimmen den in der Broschüre ausgcführten Ideen vollkommen zu, besonders in dem Punkte, daß die vorgeschlapcne Gegend ganz besondere für jüdische Ko- Jonisationsarbelt geeignet sei, da gerade die für jüdische Landarbeit in Betracht kommenden Zweige — wie Weinbau, Tnb.1knnpfl.1n/ung usw. — dort sehr guten Erfolg haben würden. Die Arbeit in Palästina bat gezeigt, daß diese Zweige der Veranlagung der Juden sehr entsprechen. Er weist ferner darauf hin, daß die Besiedlung dieses Gebietes durch ein loyales Element 0111 großer politischer Vorteil für die Sowjet-Regierung sein würde. ■ לי׳׳י A** f.v <5r«£-Isra*t Ans der iOdischea Well Berlin©* ZirmUU•■!!• Y*r4lnlga0ft, H©1rlta W 15 , 10 TeUplioni HJamArok 716C—70 * PoiUoheokkoßi» 1 ,•אU006 Berlin KW 7 KeiPÄnrfcftrftHn«* d«r B. 55. V Die antisemitischen Ausschreitungen in RumSnien Neues Dementi der rumänischen Regierung. Das Joint Foreign Committee des Board of Dcputics lind der Anglo Jewisli Association haben am 13. Juni folgendes Telegramm von Herrn Lticien Wolf aus Wien ei halten: ״Bevor ich Bukarest verließ, überreichte ich der Regierung die Berichte der I.T. A. über die Pogrome in Rumänien um] bat um eine Untersuchung. Ich habe heute das folgende Telegramrn vom Minister des AcuBcrn erhalten: ״Abgcsehen von einigen kleinen Vorfällen, von denen Sie wissen, gibt cs in Rumänien keine antisemitische Bcvvcgütig, die sicli irgendwie einem Pogrom nähert. Diese falschen und übertriebenen Berichte sind außerordentlich bcdaucrlich. Ich würde dankbar sein, wenn Sic ihnen widersprechen würden. Was den behaupteten Fall der Verbrennung einer Jüdin anbetrifft, 80 ist der Rcgicning nichts davon ' bekannt, aber sic hat mit Hilfe des Abg. Dr. Filderman eine rigorose Untersuchung cingclcitct. Lhica.“ Lucicn Wolf fügt hinzu: ״Was Bukarest nnbetrifft, kann ich die absolute Ruhe und Sicherheit für die Juden bezeugen. Antisemitismus ist zwar vorhanden, aber die Rcgicnmgsmaßnahmcn sind sorgfältig und erfolgreich.“ Demgegenüber verweist die J. T. A. neuerdings auf die Berichte oppositioneller rumänischer Blätter über die antijüdischen Exzesse. Mittwoch, doa 25. Jnni "£,* 1• Y• n**!1*w*r, flrnr1 0 סיןh*rloU«x1bt1rj׳ örmlit HCi׳־-! r: n?I j TrtffpmsH ftbt'n'lü N Uhr, Tum ^;art mt, um fl••. K« wird um pttnUtJirh«« Kr®rh«ln«n g«b«t©n> Donnor*tng, ‘.'0. Juni ( fb«n<H Vbr X, 1• V, llPfbAwur, im Ttosivnrant Krokodil, Kott!.u«®r Uf«r 40 Au«f»i>rar!h<1 ftbor dr%« liofni-a!■ von Jam** D(*n<ler»ky1 »!>•• «1®* Jurlftitainn.* fiynagogo im Zloni®U״ol»on Molro» Luadibtrgnt fit*־. HO» Yroitnar, Jon 27. Jnni, ultond» PH Uhr Nonnabuntl. «1«r» 2«. Jnni, morRon® U1/! Uhr J5dl«ch National• l?ran»o?«relnlftu»i Donn®r»taßr, den Juni I Vhw Jü iivohea Kmdorhoira, F@hrk©Ulner 8t». 63. 1 ■naohrfl. S Clir HÜUor- und Ktoderkeim do« Frmi0n»#n*«iDi 4©r B©rU*«r Logen, Uronn<m«tr. 41. Ifrtrftl••*• S*fich*e1ml• In Berlin Sonntag, den 26, Jnni An■(!** nneh Friedi’lekihnnen (Rt׳»dU>nknnnjf iCrfcner) TroftpnnkfJ M4A uinrgenn Sta.lfl.ahnhof AU1onderrlftt«, auf dom lUYi'ftrtftfff. Abfahrt! 0.011 Uhr. Allo ohomahlipfon Hohftlar tinrt RohÖlorlnetA der HohrAiichen Hpraoliiobul• »Snd hor*lleh «Ingeladen. בית סבר ללשון העברית בברלין. ביום א/ כ״ו פיון, הפלגה לפרידרינסהאגו יבמסע הדולר לאירקנח. הפגישה בתשע חסר רבע בחתנה אלכסנדרפלאץ• היציאה לפרידריינסהאגן־ בתשע שעות ושלושה רגעים. - כל התלמידים והחלטירוח שמלפנים מחבפשים להשתתף בהפלגה וו. Domigr.tae, flon 10. Jnll ...... JüaUohn* flaiiaanneahalm Ij.nnlli. Abfahrt ».90 Stall Ino» Vorortbh». Banner• tag, d.n 91 Jnll . _ ״ KlnOarbranVananatalt Ut1״n o, HarllB. Abfahrt 9.10 St.tMnar Vn.orttbf, Donner»!« K, »an 7, Andn.t . . , laraoHli.aba KrfiUliuneaanrtaU für <e״l»H(f *11rtokn#bll»l«n• Klnfloi• Ueall1.!Mark) Abfahrt 1.95 role.lamer Bahnhof, Wildpark om.Mln.n nach BanlU« B11VH Dnnnnraiai?, d״n 31. Annrnrt _ .. ®*!?ירי? Tortin?raunta dar Ta״b«»nmtnan •Tal!»• Itm>m, Wollan•«», Parl.tr. 91 X״lnUn 09, 109, 00, 61. Treflpunkt ln dar AnitaU. naehm. B Uhr JSdieahn« Danarhatm fflr Sohwocb.tnnlR», WalDan•»•, W6rth.tr. 90. Donnoralair. don 4. Beptambor Ananel.lr. 16117. 1. ICinilarhaien Abawa. —- 2. KIn.lar»pal»unrr. — ». Vf»dobanh•!na Aharea. —- i. AsniU. Kin.loresrtan. — 0. T.ahr»orke*Attnn dm JDdl.cb.n Ar iott»• •mtaa. — 0. SftnseUnij.balm nsw. Jaden Uonlaz 11ha1«l• 8J׳j Uhr Ornna« Tfurd Im Oartrn d«f Branar«! BohSnhauMt• All••. Jadon Mittwoch »band« «V| Uhr flra 0 אין יו«t in der Brauerei Friedr’rhihain, Am YrUdrlokikata 16/38. BelR®mmena®i11 J«d«a Di«n«taf»h״"d, « Uhr 0®tJ«4<״ek®r M*d«ai«»Ter®l■, Frl#drlf»h1V• 115 f*Äminar fftr |ödl«ah• fUirhiflh!•. . Grnpp• W#1t-rh«rlfttt©nbnrr 1a Wamalaieliifl 1111 leg Berliner mtrArkUUrayi•• Joden Renualiaud nerhm.B—7 Ultr, ITorr Liiarn■ Bftflhf ״Klein• Pwpbllin*♦ J«״af lUydnntr. t. Jeden Mnnfar H-0H IHvr abend». TT*rr Tit. Brflnnt T»nt1f*nd•» Wo!.k*n al>»ohn1H an® dor Thora a®d Vtcuh^n* in dar «yiagOf• P0»tal3Ml• ®irniAo, \541י\י0:ג}0עא1תץיא«1ח1וזח1ותס/י (Hof. roobt® Tfl r). Jedon MonUf? nnebra. n*/,-4H Uhr. n«rr Unhb. Pr. Ktnl:1 t•^« P®a m*n im flobillor-Tioalflfymnaslum, ClharlotUnbnrj, ßoWIUemir. In. Herbert Samuel hat am 15. Juni die Künstler bzw, Kunstverlegcr Professor Leonid Pasternak, Feder und Alex. Kogan empfangen. Prof. Pasternak wird ein Porträt von Sir Herbert Samuel malen. Herbert Samuel hat am gleichen Tage auch Herrn Dr. Arthur Hantke und Herrn Dr. Alfred Klee empfangen. Die neue Haifacr Vorstadt Ifadar Hakarnid hat beschlossen, ein Ljiulstück ihres Besitzes von 3114 qm im Werte von £E. 1400 zu ״nationalisieren“ und es dem J. N.-F. als Grundstück für ein Beth Am (Volks 11 aus) zu spenden. Nach einem Telegramm des Palästina-Amtes In Warschau liegen dort über 3000 Immigrationsgcsuchc qualffizierter Arbeiter vor. In der ersten Juniwoche ist von Jerusalem für den Pa• last Ina •Pa vilfon auf der britischen Reichs• a 11 ss t ci Iu 11 g in Wcm bIcy das Modell des Dorfes Nahalal nbgcsrhickt worden. Das Modell wurde aus Holz von dem pnliisliueiisLsclien Architekten Pfiffe r angefertigt. Man sieht au dem Modell deutlich die typischen Sclbstversorgcr-Sicxlliingen im Tale von Jesrcel bis ins Kleinste nachgebildet. In einer zur Verteilung bestimmten illustrierten Broschüre mit einer Beschreibung von Nahalal wild mitge• teilt, wie die Kolonie aus den Mitteln des Jüdischen Nationalfomls und des Keren Hajcssod entstanden ist. Das jüdische St•ude ntcn-U n terstü tzun g*• komitee in Warschau organisiert eine wissenscliaftliche Expedition nach Palästina, an der jüdische Studenten und Gelehrte in Polen teilnehmcn werden. Herr A. Sporta ist zum Friedensrichter von Jerus a 1 c m ernannt worden. Admiral Wat so n von der britischen Miltdmmflottc besuchte Tcl-Awiw und drückte seiijp Bewunderung über den Fortschritt der Stadt aus. Nahe»• Ontcn R. MacDonald erzielte am II. Juni einen großen Erfolg in seiner Außenpolitik. Sein Ultimatum an Bagdad endete damit, daß die konstituierende Versammlung in Bagdad buchstäblich um Mitlernacht den englischen V ertragse n t w 11 r f ratifizierte, wodurch die Neuaufrollung der Mandatarfrage gegenstandslos geworden ist. Die englische Regierung verpflichtet sieh, das Königreich Irak zum Mit- Hi cd des’ Völkerbundes bei dessen nächster Tagung zu bcantragen. W.T. B, meldet mit Konstantlnonel, die türkische Regierung hat bestimmt, daß In den Schulen der Alliance Isrn’clilc ’Universelle, in denen der Unterricht^ bisher franzftsisdi war, nunmehr dieser Unterricht hebräisch oder türkisch stattnitinden hat. Ras Tafarl, der Regent von Ab0s81n j cn , der kürzlich Palästina einen Besuch abgestattet hat, hat einen Brief »v das Oberrabbinat in Palästina aus Paris gerichtet, « אגודת בתי ספר לישראל JBdltcher Schnlrcrciii E. T., Barll« Q«1®blf4®f0l»r©a(1«® YorBtihn^®mUir1lru11 Rin^Unr»• Kmrk HaBMlViUlli YH«driohtmhor«lr. 81* ג ביח ספר ללשוו העברית בברליו ff*t»r»U*11• Kftr®®k»e>1»l• 1וו flerlt» (XII, ••»•»•©»> AtitVunfl •rlftlH tUr RphnU*H#r, Herr K. Brir^röo, niön•!•©. 6 TTh© ו14מי1ו xuad X)om1®r®lai?. H Uhr «bon4• dar Ho«h®obnt© föf »Ua WI11®11«b16 6•• AriUUHMWftfi• 14״ I, ZlK3am»r i ל.יח ספר לילדים במערבה של ברליי •n .164!•«•• HcHal« W©••. AnmVnnft ©rfePt dl« P«hnll«it®Hn. FrSul«l1» Oh©r!«l1t«rln B©AI1y tÄnd•׳« Uo&lftf, l)Unsi»fl; nnd Bonnorstug 13—1 Ubf ln ü*r Schul•, F®110«a1tr, 79/SO ביח ספר לידתם במזרחה של ברליר •ni JiUlafht 8eh«l« 0«t, Avihonfi erWUt dl• SehclUHonn, FrAnlein 8n®k1m• LlohUniWh), Fr«Hig 2—4 Uhr. P»nkow m. Wir haben die Absicht, den *tüilflachen Lese« hnllcn die ״Jüdische Rundschau״ aus propagandistischen Gründen kostenlos zuzustcllcn und bitten unsere Leser um freundliche sofortige Angabe der hierfür in Betracht kommenden Adressen. Wir machen hiermit nochmals darauf aufmerksam, daß wir die ״Jüdische Rundschau4 während der Kursalson allen Lesehallen und einer großen Anzahl von Hotels in den größeren Badeorten zustelle. und bitten darum, uns aufmerksam zu machen, wenn unser Blatt an einer wichtigen Stelle nicht au.iliegt welchem er eine Rasscn-Verwamlfsciiaft zwischen Juden «nd Abftrintcni betont und das Versprechen gibt, den Falaschas (den schwarzen Juden Abessiniens) Jeden Schutz und Beistand zu gewähren. Orutochland Der Oberrabbinet• von Petersburg, Dr. Elser,stadt, ist in Berlin clngctroffen, 11m hier ärztliche Autoritäten wegen eines Leidens zu konsultieren, Dr. Etsensiadt wird wahrscheinlich mehrere Wochen in einem deutschen Badeort Zubringern Wahlen für die VcrtrctcrvcrRammlung der B. Z, V. Bel den am Sonntag beendeten Wahlen wurden Insgesamt 677 Stimmen abgegeben, davon 553 (18 ״Mandate) iür Liste I (ArlieUsgcnuiiischaft), 124 Stimmen (4 Mandate) iür Liste U (Zionisten aus dem Osten), In Nr. 4/5 der Zeitschrift ״Völkerbund-Frage n“, Mitteilungen der Deutschen Liga für Völkerbund, veroffeut» licht Herr Dr. Alfred Apfel, Berlin, einen sehr bv struktiven Artikel ״Das Pa I ä s t i 11 a - M a 11 d a t“. 1* diesem Aufsatz werden über die jh>Htische Vorgeschichte des Mandates, die politische Lage in Palästina und über die Beziehungen zwischen Zionismus und Volke rhu ml in einer das Tat:;,1־cl1cm11atcri.il wirkungsvoll gruppierenden und verwertenden Welse gute Informationen gegeben. Das lidt ent• lullt 11. a. noch Aufsätze von Prof. G o e<11 c k c m c y c r über ,,Kant und den Völkerbund“, über ״Deutschland und die internationale Arbeiterorganisation“ von dem Vorsitzenden der Freien Gewerkschaften Lcipart und von Dr. Tänzlcr, dem Syndikus der Arbeitgeber-Verbände, einen Uebcrblick ״Der Völkerbund im Jahre FJ23" von tiitserern Gcsinnungsgenossen Dr. Julius Becker, den Auszug eines Artikels ״Ranis,1y Macdmiald über dcri Völkerbund" u. v. a. — Die Hauptversammlung der Union der Völkerbund- Ligen findet vom 27. Juni bis 3. Juli in Lyon statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a. die Aufnahmegesuche der Jüdischen Völkerbundliga in der Tschccho- Slowakei und der Jüdischen Völkcrbundliga für Oesterreich. Aus der Bibliographie erwähnen wir den Aufsatz unseres Freundes Dr, Moritz Bileski, ״Be• merkungen zur Mandatspolilik des Völkerbundes“, in der Zeitschrift für Politik, VIII. Band (1924), lieft 5. , Stcrbcfall. Unser Freund Leo Herrmann, der frühere laiipjahtipe Redakteur der ״Jüdischen Rundschau״, ist durch den lod seiner Mutter in Trauer versetzt worden. Wir sprechen ihm unser Beileid aus. Berlin. Wir werden von der Synagoge ״Der Friedenstempel“ Markgraf-Albrecht-Straßc 11/12) um Aufnahme folgender Notiz gebeten: Seit einiger Zeit gehen in Berlin Gerüclite um, daß unser Oberkantor, Herr Manfred Lcwandowski, zur großen Gemeinde berufen worden und diesem Rufe auch gefolgt sei. Wir erklären hiermit daß diese Oe* röchle jeder Grundlage entbehren und frei erfunden sind. Hcchaluz. Für die Leitung einer Miidchenlchrf a r in des tschechischen Hcclialuz, in der Gärtnerei, Landwirtschaff, Milchwirtschaft und Geflügelzucht betrieben werden sollen und In der zirka zehn Mädchen arbeiten können, wird eine Leiterin gesucht, die neben der Leitung des Betriebes möglichst auch die Führung der Mädchen und eventuell Unterricht im Hebräischen übernehmen soll. Antritt sofort. Meldungen an den Deutschen Landesverband Hcchaluz, Berlin W 15, Meinekcstr. 10. Die Ortsgruppen Chemnitz. Am 15. Juni verlegte Herr Df. med. Erich Moses seinen Wohnsitz, von Chemnitz nach Berlin. Mit Ihm verliert die hiesige zionistische Bewegung einen tatkräftägen Mitarbeiter. Herr Dr. Moses kam nach dem Kriege nach Chemnitz und war sofort einer der ersten, der die durch _ den Krieg etwas verringerte zionistische Arbeit hier wieder aufrichten und ausbreiten half. Ucberall, wo es galt, für zionistische Interresscn einzutreten, fehlte er nicht und kein Verein entbehrte ־seinen Rat und seine Tatkraft. Oanz besonders aber bcliitigte er sich in der Jugendbewegung und war den Blau-Wiilkn ein verständnisvoller Förderer und der Jugend im jüdischen Turn- und Sportverein ״Bar Kochba“ ein treuer Führer. Als dann der Keren Hajessoä gegründet wurde, war Herr Dr. Moses mit seinem Organisationstalent und seiner unermüdlichen Talkrait die geeignete Persönlichkeit, um diese wichtige Arbeit in Chemnitz zu leiten. Die Erfolge ifcs Keren Hajcssod in Chemnitz sind daher in erster Reihe der unermüdlichen Arbeit unseres Herrn Dr. Moses» zu verdanken. Seine Freunde haben daher seinen Wegzug von hier benützt, um eine besondere Ehrengabe aus diesem Anlaß für den Keren Hajcssod aufzubringen. Unsere besten Wünsche begleiten Herrn Dr. Moses und seine Familie nach seinem neuen Wirkungskreis. Duisburg. Der Verein ״A gudas - Achim" ist in eine Zionistische Ortsgruppe umgcwandelt worden. Gewählt wurde folgender Ausschuß: Herr Leo Häusler, Obmann; Herr Salomon Bergen fehl, 2. Vorsitzender; Frl, Dora Stromvvasscr, Schriftführerin; Herr I. Rosenfcld, Kulturrcfcrent; Herr Moses Friedmann, Herr Arnold Stromwasser, Herr Max Wotil, Kassierer. Hcrsfcld. Am 19. Juni sprach in einer Vemammlung der hiesigen Orunpc Herr Dr. Walter Fischei, Frankfurt .% M״ über das llieina ״Die Krisis der deutschen Juden heit“. Der Vortrag, an den sich eine lebhafte Diskussion anschloß, fand lebhaften Beifall Nordhausen. Am 22. Mai sprach Herr Dr. Samuel über ״nationale Kolonisation“. Ausgehend von ihren drei Grundbedingungen, der jüdischen Arbeit, der jüdischen Sprache und dem zionistischen Geist der Renaissance schilderte er die Methoden und Unterschiede der privaten und nationalen Ko- Ionisation Im allgemeinen und im besonderen die Notwendigkeit einer natlon.iljüdischen Kolonisation ln Erez-Israci. Am 31. Mai erfolgte die Aufführung des Palästinafilms, die bei Nichtzionisten und Nichliudcn großes Interesse erweckt und zur Aufklärung über die jüdische Arbeit In Palästina sehr beitrug. Die von Herrn I sraelsk i veranstaltete Sammlung ergab ein gutes Resultat. Plauen I. Vogt!. Hier wurde ein zionistischer Jugendbund gegründet, der sich zur Hauptaufgabe kultureilc Arbeit gestellt hat. Ihm gehören zirka 40 Mitglieder an. Am 15. Juni fand die erste Generalversammlung statt. Bei dieser wurde folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender: Philipp Beermann; Beisitzer: Leo Karaflol, Artur Klein; Schriftführer: Moses Posnanski; Kassiererin: Marie S c h I f f I i 11 ge r. Lhiter anderem sprachen bisher Herr Rechtsanwalt Löffler über Zionismus und Jugend, Herr Dr. Brum über die Zionistische Organisation. Einen hchrliischcu Kure führte Lehrer Iglcr ein. Ein Klavierkurs wlnl von Art. Klein geleitet. Wochcnkalendcr. Sonnabend, 28. Juni 26. Sslwan 5681, Sch'lach l’chn, Ncumoiidverkiindigting (Thammus), Nacht 9,34. Mittwoch, 2. Juli, 30. Ssiwan, 1. Tag Rasch chodcsch, 1. Neumondtag. Donnerstag, 3. Juli, 1. Thammus, 2. Tag Rosdi chodcsch, 2. Ncumondlag. Geschaltliclie Milteilungen Einen äußerst praktischen Gegenstand für alle Palästina״ reisenden fertigt die Qialuz-Tischlcrci In Magdeburg an. Zwei ln gefälligen l'arbeti gestrichene oder gebeizte Kisten sind In leerem Zustande 80 aufeinander zu montieren, daß sie ein äußerst praktische:! Gehrauclinnöbelstiick darstqlleu. Der Palästtna-Klsteiisehrank (System Königsteldl ist als Schreib, tisch und Klciderf.chrnnk verwendbar und hat sich für Aus- Wanderer schon bestens bewährt. Der Schrank ist gesetzlieh geschützt und nur zu beziehen durch die Qtahu-Tischlcrel in Magdeburg. Anfragen sind zu richten an die GemeinnUtzlgc Bau- und Möbeltischlerei nt Händen Herrn W. Heb mann, Magdeburg, Rogätzcr Str, 85«, H, t