Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 45 (6.6.1924)
- Date
- 1924-06-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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I »Its Berlin« 6« VL1924 3. Die jüdischen Auftraggeber AnöffcntlichcnjlidischenArbeiteii aus untio• nalcn Oclderu erhielten wir: im Jahre 1922 ßsuten: Von Ica ■ 1 Kchillnth Zion . . . anderen jüdischen Organisationen XE 21.500.- 11.000.- im Jahre 1923: der Zion. Organisation und J. Kehillath Zion ...... Ica. der Universitäts-Kommission N.-F. Ocffcntlichc Von Ica Arbeiten, Entwässerung usw. der Zionistischen Organisation der Zionistischen Organisation Kchiltath Zion X- XE •12.000.-•- XE 12.500.— f» 1 500.— 1.500. - )י?00.■■■■ XE 10.300.— XE 2.000. - ,, 20.000.-- XE 31.000.— XE 7.(KX).— ״ 3 000.-- XE 10.000. — .CE 73.600.- , 1923: XE 20.3tKl.• Gesamtbetrag im Jahre 1922 Dnlgc landwirtschaftliche Siedlungen i1״ Lande, die zuerst glaubten, es wäre für sie günstiger, wenn sie ihre Hauten mit eigenen Kräften ansführten, überzeugten sich schließlich davon, dall die Beschäftigung mit der llaunrbcit der laml• wirtschaftlichen Tätigkeit nur Sdiaden zufügte und übertrugen daher im vergangenen Jahre ihre Bauten dem Misrad (so Nnhalal und Kfar jccheskcl), Trotzdem gibt es noch einige landwirtschaftliche Betriebe (z. B. Ein Cliaj und Naclilath Jchuda), die auch in diesem Jahre fortfuhren, ihre Bauten seihst ausni fuhren. Doch trat dies sowohl für die Siedlung, als auch für die Arbeiterorganisation nur Schaden gebracht. Die Bauten kommen teurer zu stellen und die Energie und Fähigkeiten der Siedlung sind, anstatt auf die Hauptsache, die Landwirtschaft, auf andere Gebiete gewandt. Die Art dieser Arbcitsausführung fordert auch von der Zionisti• sehen Organisation die Erhaltung eines bestimmten technisciien Apparates, der unter gewissen Umständen gezwungen sein kann, nicht nur für die Dinge an sich zu sorgen, sondern Wir die Fortführung seines Bestehens. Ir» allgemeinen müssen wir bemerken: Die freie, vernnt wörtliche unter 11c(1 tn c r T ä t i g k c i t des Arbeiters findet keine angemessene Unterstützung bei der Vergebung von Arbeiten aus nationalen Mitteln. Unsere nationalen Institutio• neu, die die Arbeit des Volkes im Lande nuszufithren hestimmt sind, zweifeln immer wieder, aus tiefgründigen ״kaufmännisehen“ Erwägungen, ob tnan der Arbeiter-Organisation ein Vorzugsrecht bei der Vergebung von Aufträgen cinräuiucn könne oder nicht. Sic neigen dazu, die Arbeiten einem privaten Unternehmer zu übertragen oder sic durch einen eigenen Apparat ausführen zu lassen. Sie stellen immer wieder in bezug auf die Kostenrechnung den Misrad 1.1 'Awodoth Ziburroth in eine Reihe mit irgendeinem Privat- Unternehmer, ohne Rücksicht darauf, ob dieser Araber oder Juden beschäftigt. Diese Neigung zeigt sich von Fall zu Fall immer klarer, und dabei hahen vor allein jene ״Sachverständigen“ ihre Hand im Spiel, «lenen von Zeit zu Zeit d.1 .. unbegrenzte ״Vertrauen“ dieser «xier jener «vationalcn Institution übertragen wird. Vor einiger Zeit erhielten wir die Aufforderung zu einem Voranschlag für den Bau des Chemischen Instituts der Universität und für Reparaturen an dem alte« Hause. Der gleiche Auftrag wurde auch zum Zwecke der Konkurrenz einem privaten Unternehmer in Jerusalem er• teilt. Wir mußten von der Zionistischen Organisation Auf• klärung hierüber fordern und protestierten aufs energischste dagegen, dall nationale Arbeiten auf solche Weise vergeben werden sollten. Wir dachten und denken auch heute noch, daß uns das Vorzugsrecht bei der Erbauung unserer nationalen Institutionen gebührt und daß man uns nicht dazu zwingen kann, mit jedem beliebigen Unternehmer zu konkurriemi. Es ist unmöglich, den Arbeitern «lie last und die Verantwortung für «lie Arbeitstage im Lamle aufzueiicgen und dabei nationale öffentliche Arbeiten Arbeiten an private U 111 c rn r h 111 c r zu übergeben. Nach Aufklärung der Sache zwischen uns und der Zion ist isclien Organisation kamen wir überein, «licsc Arbeit und alle kommemien Arbeiten am Uni• versifätsbau auf dem Wege der gemeinsamen Preisbestimmung zu übernehmen. Sollte eine Einigung über die Preise nicht zustande kommen, so wird eine neutrale Kommission von Sachverständigen zu entscheiden haben. Wenn auch die Leitung des U n i v c rs i tä ts b a u es diese Forderung verstanden und ihr zugestimmt hat, so ist von seifen «ler Leitung des Jüdischen Nationalfonds im vergangenen Monat eine Handlung erfolgt, «lie wir nicht mit Schweigen übergehen können. Der Misrad wurde seitens des L N.-E. «!!!gefordert. innerhalb von sechs Stunden einen Ko st c n v ס r a n s c h lag für «len Bau eines Wa.sserturmes und eines Pumpenhauses in Nahalal cinzttrcichcn. Auf unsere Bitte wurde diese Frist dann auf 12 Stunden verlängert. Wir übergaben unser Angebot nach Ablauf dieser Frist dem J. N.-E, und betonen, «laß sich wegen der Kürze der Zeit keine genauen Ziffern, sondern nur möglichst genaue Schätz, ung 8׳ zahlen angeben ließen. Nachträglicii erfuhren wir dann, daß unser Voranschlag als Vcrglckhsgrundlagc mit «lern An gebot eines privat e 11 Unternehmers diente, an den der J. N.-F, ebenfalls hcrangctrctcn war. Wir ermäßigten unser Angebot nach nachträglidicr genauer Ueiicrprüfitiig um 50 CE Es bestand dann zwischen unserem Angebot und «fern Angebot des privaten Unternehmers noch eine Differenz von 40 CI um di« sein Angebot niedriger war. Die Arbeit wurde daraufhin ohne vorherige Zustimmung und ohne Wissen der Siedlung Nahalal «!ein privaten Unternehmer über■ tragen. Die Leitung der Siedlung Nahalal protestierte gegen die Uebcrgabe einer Arbeit innerhalb der Siedlung an einen privaten Unternehmer, vor aflcni, weil sic auf dein Prinzip der Sclbsta rbeit aufgebaut ist, aber auch aus sachlichen Erwägungen heraus. Der Misrad hat in Nahalal die Bau- und Entwässcnmgsarbcitcn zur größten Zufriedenheit der Siedlung ausgeführt und cs bestand für sie kein Grund, innerhalb ihres Gebietes eine Arbeit einem privaten Unter■ nclinicr übertragen zu lassen. Diese Handlungsweise des J. N.-E״ die den Willen der Siedlung nicht in Betracht zieht unu die auch sachlich keinerlei Rechtfertigung findet, berührt unsere Arbeit aufs empfindlichste und wir fordern heute von der Leitung des J. N.-F. eine Revision ihres Be- Schlusses sowie die Festsetzung eines bestimmten Systems bei der Vergebung ihrer Arbeiten. Noch unseren zentralen nationalen Institutionen kommt die Stadtverwaltung in Tci-Awiw, die erste jfl dische StadtverwatUu\g im Lande. Das Geld aus der ainerl* kanischcu Anleihe traf schon Anfang dos Sommers drückenden Arbeitslosigkeit nicht, mit «len Arbeiten zu «lie Vorarbeiten (Pläne 11 fertig, Mit Sicherheit wenn die jüdische Stadlvcran «lern Beginn «ler Arbeit Vorarbeiten hätte besclilcudie Arbeit hätte längst begonnen werden können. Auftrag, «ler seitens «ler Stadtverwaltung gegen ein, aber trotz «Irr dauernden beeilte sich die Stadtverwaltung beginnen. Als Grund gab sie au 1m<l Veriiäge) seien noch nie kann aber gesagt werden, «laß, w,1ttu״g in genügendem Maße interessiert gewesen wäre, sie die lügen und Der eiu/i führen lassen darf, die seinen Pachtern gefallen. Es ist richtig, «l״ß die Bewohner von Natialil gegen die Vergebung «ler Arbeiten au einen Privatunternehmer Einspruch erhoben lind ihre Ausführung verwilderten. Die Folge davon war, «laß hie unterbleiben mußten und der Nationalfonds dein Unternehmer Schadenersatz zu zahlen hatte... Aber wir hoben ja erstens 80 viel Geld und dann kt es so schön prinzipienfest zu sein . . . ') Siehe .Wirtschaftsblatt der Jüd. Rundschau" Nr. 41. bares Geld vergeben wurde — der Bau des Was.scrturmcs wurde nicht dem Misrad übertragen, Die Ai beiten nir, öffentlichen nationalen Mitteln, die Im om 111 enden Jahre nusgcfiilirt werden sollen, sind die folgenden: Die Kaiialisationsnibeite״ und Bauteil in Tel-Awiw, der’ Bau der Universität in Jerusalem, der Bau eines Hauses für «Ich Jüdischen Nationalfomls, «ler Bau der Jüdischen NatioiialhihWtliek in Jerusalem, I liitiscrb.uricn und Entwässoriingsirbeiten in lamiwirlsehaltliclH'ii Siedlungen, Bewässerung■;- arbeiten in I’eiadi Tikwali, Arbeiten für die Kulltcnlmrg- Gesellschaft u. a. in. Im Jahre 1922 wurden im ganzen Lande zehn neue jüdische Stadtviertel erbaut: vier in Tci-Awiw, zwei in Haifa, drei in Jerusalem und eins in Tibcrias. Im letzten Jahre wurde nur ein Stadtviertel in Tci-Awiw neu erbaut: Tel Nord,in. Audi private Einzelbauten gab es nur wenig. Diese Abnahme der Bautätigkeit hat viele Gründe: So den Mangel an Kapital, ferner das Fehlen einer neuen Alijah 11. a.' Aber die ]1 a 11 p 111 r sa c 11 c kt das Feilten von Hypotheken-KrcditcM. Im Lande besteht noch immer ein großes natürliches B a 11 - B c «I ü r f n i 8 und zwar nicht zu Spckulath'iiszwecken, sondern aus Wo h n u 11 g 8 tn 11 n gc I. Dieses Bedürfnis existiert in rillen Städten und wenn gemi’oml Hypollickcn-Krcdi!«! vorhanden wären, so würde sofort wieder eine große ti u «1 gesunde Bautätigkeit im '•aiidc iiepiiinen, Anfänge dieser neuen B n u b e w c g u 11 g sind bereits heute In Jaffa und Jerusalem fühlbar. Ucher die Perspektiven der privaten Bautätigkeit der kommenden Saison zu. sprechen, kt sehr schwer. Sie hängen in der I tauptsaclie von «len Hypotheken banken ab. Wenn die Bank der Brandcis •Gruppe ihre Kreditgewülming erneuern wird, so wird sofort eine neue Bau- Tätigkeit in Jerusalem cinsclzcn, und wenn die Zionistische Hypothekenbank neue Mittel erhält, so wird auch in den übrigen Stadien gebaut werden. Die Bedingungen für «lie Uebcrnahmc von privaten Arlieiten waren im vergangenen Jahre ziemlich schwere: 's herrschte eine wilde Konkurrenz auf dem Gebiete der Preise und «lie Zahlungsbedingungen waren sehr schlecht. Es traten einig«: neue Unternehmer auf, so G ,1 in 11 i 11 a in Haifa, Kuti und andere in Jerusalem und der Mcrkas B n .1 i c M c I a c 11 a (Die Handwerker- Organisation) in Tel-Awiw; einige von ihnen haben ihre Versuche schon wieder eingestellt, aber an Ihre Stelle traten und werden wohl immer wieder andere treten, und wir müssen aimchmcn, daß auch das kommende Jahr eine scharfe Preiskonkurrenz und schlechte Zahlung»- beding 11 ngc 11 bringen wir«L Nachwort. E. D. Die Mentalität, «lie In den Forderungen des Bauarbeitervcibamlcs zum Ausdruck kommt, ist so eigenartig, daß sie eine sadiliclic Beurteilung sehr schwer macht. Die Forderung, einem Unternehmen, seihst wenn es teurer arbeitet, eine Vorzugsstellung «'iii/iiräutncn, mir weil es sich 11m eine Organisation von Arbeitern handelt, wäre außerhalb Palästinas kaum diskutierbar. Ebenso typisch wie gefährlich ist die Art und Weise, in der man-sich darüber entrüstet, dal! «ler Nationalfonds einem Privatunternehmer «lic Ausführung irgendeiner Arbeit übertragen hat, weil er 40 .CE billiger war, als die Arbeiterorganisation. Möglich, «iaß der Nationalfomls dabei nicht sehr ciitgcgenkoiumcntl vorging. ln jedem Fall ist es bezeichnend, daß von der Arbeiterschaft nicht darauf der Nachdruck gelegt wird, sondern in erster 1 inic auf «las Bestreben ih'r nationalen Institutionen, ihre Arbeiten mit einem möglichst geringen Kostcnaufwand tiuniizuführen. Mit einer geraden! frappierenden Naivität erklärt sie durch ihren Sprecher: ״Wir dachten u jt d de 1! k c 11 auch h c וי t e 11 o c 11, .... «iaß man uns uiclit dazu zwingen kann, mit jedem zu• fälligen Unternehmer zu konkurrieren.“ Da sie auRcrdcni ״«lael 11c mul noch denkt“, «laß ihr ״«las Vorzugsrecht bei der Erbauung nationaler Institutionen gebührt“, darf man wohl «ler Meinung sein, «laß sic eine kaum ver• hüütc Monopolstellung bei der Vchcrtragimg von Arbeiten aus nationalen Mitteln beansprucht. Von einem übermäßigen Kraft- und Sichcrhcitsgcfüh! zeugt cs nicht gerade, wem man sich auf diese bequeme Art vor «len Wirkungen des Konkurrenz- Kampfes schützen .will. Praktisch läuft «lie Forderung darauf hinaus, daß man die Unlcrnelinierorganisation «ler Arbeiter unter allcii Umständen künstlich konservieren soll, auch wenn sic sich linier natürlichen Verh;ilt״i׳se11 als leliensimfiiliig erweist. Von einem vernünftig«'!! volkswirtschaftlichen Standpunkt aus und speziell unter dem Gesichtspunkte unserer Palästina-Arbeit wäre das ein Verlangen, dessen Rechtfertigung unmöglieli ist. Gerade wer für die Uiitcrnchmerorganisntinncii der Arbeiter Eintritt, muß verlangen, daß sie so gut und billig arbeiten, wie cm Privatunteriiclimcii. Man kann das aber nur bei freiem Wettbewerb _erreichen, der zur Anspannung aller Kräfte und zur Ausscheidung aller entbehrlichen K«1stcnelcme11tc zwingt, nicht aber, wenn man den Arbeitern von vornhercrin einen Garantieschein in die Hand drückt, der ihnen die Sicherheit gibt, daß ihre Organisation unter allen Umständen, auch wenn sic nicht über «las Höchstmaß erreichbarer Leistlings f.-ihigkcit verfügt, genügend Aufträge bekommt, um ihr Leben fristen zu _ können. Es Ist falsch, hier Irgendwelche nngeb lieh n a i ion .11 - wirtschaftlichen Argumente licrannizii licn.!«sie gesunde Volkswirtschaft Beruht auf der Grundlage der Rentabilität. Palästina, «las schließlich in der Welt und nicht auf irgendeinem anderen Planeten liegt, kann nicht anders wirtschaften . die Konkurrenz des Auslandes sorgt schon heule zur Genüge dafür. Der Arbeiterschaft Palästinas ist das leider noch nicht gc11f1g«'nd zum Bewußtsein ge kommen. Sie pflegt sich noch immer viel «1 sehr an die nationalen Gefühle zu wenden, anstatt den wirtschaftlichen Notwendigkeiten gebührend Rechnung m tragen. Man muß das der Ehrlidikcit halber fcsts'.ellcn, mich wenn sicher .u• ztigesfchen ist, daß in «len letzten Jahren durch den ein• dringlichen Anschauungsunterricht der ökonomischen und poli• tischen Tatsachen hierin eine gewisse Besserung erfolgt ist, Die yon uns wiedergegebene Rede Erumkliis lat ein Muster■ bePpiel für diese unwirtschaftliche Betrachtungsweise. Mau kann nicht einmal zu seinen Gunsten aufüliren, daß der Nationalfonds dwa bei der Vergebung seines Auftrages nicht die genügende Garantie für «lic Beschäftigung jüdische Arbeiter verlangt hätte. Wie uns unser palästinensischer Vertreter mitieilt, mußte sich «ler bcircffcmlc Unternehmer verpflichte״, nur jüdische Arbeiter zu beschäftigen, und zwar möglichst die 111 Nahalal selbst wohnenden. Uebri- Rens hatte er schon früher in Hulda Arbeiten zur Zufriedenheit des Nationaltonds misgi• führt. Es Ist zumimkst etwas kühn, zu verlangen, daß der Nationalfonds auf seinem eigenen Qrund und Boden Aufträge nur durch Unternehmungen aus Das Gutachten de* WMIirunßskomltees. Wie der arg* bische ״Fclestin“ erfährt, hat das von der Regierung eilige" setzte $ncl1vcrstä11<li׳׳enkomitoe zur Prüfung «kr Währung*- frage seine Arbeit beendet. Ucber den Inhalt der Vorschläge verlautet, daß «Ins englische Pfund als Einheit zugrunde gelegt und in!0 Dinar zu 109 Centimes geteilt werden soll. Die halben und viertel Dinar werden in Silber, «lie kleineren Münzen in anderen Metallen geprägt werden. Die Noten sollen von der Regierung emittiert werden, ihre Deckung soll in englischen Banknoten hestehen. Die ägyptische Valuta soll erst drei Monate nach Ausgabe der palästinensischen eingezogen werden. Man hofft, in dieser Zeit den Umtausch bewerkstelligen zu können. Wir behalten uns unsere Stellungnahme bis zur Vcräffcntlichung des offiziellen Berichtes vor. Zollcrmllßlgung für Palästina-Weine In der Tscheclio* Slowakei. Wie der Jerusalemer Gesellschaft ״Karmel Mtsraclii“ mitgcteilt wurde, 11 at «lie tschechoslowakische Regierung den Einfuhrzoll für Paliisfina-Wcin um 50׳״« ermäßigt. Damit wurde der Satz dein für italienische und französische Weine gültigen angepaßt. Eine Zigarettenfabrik l.uhllncrs In Akko. Gencraldirektor Lnbiiiicr, der, wie wir kürzlich meldeten, in Amerika eine Zigarettenfabrik zur Verarbei'utig palästinensischen Tabaks zu errichten plant, beabsichtigt jetzt auch, gegen Ende des Sommers in Akko eine Zigarettenfabrik zu eröffnen. Ein Lieferungsabkommen der Atlit Salt Co. mit der Regierung. Wie unser Haifecr Korrespondent meldet, hat die Regierung mit der Atliter Salzgcscllschaft eine Uebcreinkunft getroffen, wonach sic ihre gesamte Produktion übernimmt. Der Salzimport nach Palästina ist seit kurzem gesperrt. Herstellung von Actznatron. Wie unser Korrespondent erfährt, beschäftigt sich die Atliter Gesellschaft jetzt ernstlieh mit dem Projekt, eine Fabrik zur Produktion von A«*$z* 11 atro 11 in Verbindung mit der Salzgewinnung zu errichten. ״Ncsber“-Portlnnd Ccincnt Co. Wie unser Korrcspoit- «leid erfährt, soll der Betrieb des Unternehmens im Juni 1925 eröffnet werden. Die Leistungsfähigkeit der Fabrik wird auf 50 900 Tonnen jährlich geschützt. Der Betrieb dürfte im nächsten Jahre nahezu 500 Arbeiter beschäftigen. Ein Teil der Maschinen ist vor kurzem cingetroffcn. Die Finanziers der Rutlienbcrg-GescIIscbaft. Der Palest ine Development Council der Brandeisgruppc veröffentlicht jetzt eine Zusammenstellung der vier Gruppen, die an der Finanzierung des ״großen“ Ruthenbergprojekts beteiligt sind. Bei diesem handelt cs sich bekanntlich um die Errichtung einer elektrischen Kr.aftstation am Jordan, die das ganze Land mit elektrischer Energie versorgen soll. (Die bereits jetzt bestellende Anlage bei Tel-Awiw wird dann nur als Reservestation dienen.) Danach treten als Anteilseigner auf: die Pica Edmomls de Rothschild, der lewish Colonial Trust, tlcr Londoner Economic Board for Palcstine und eine amerikanische Gruppe, die sich aus dem Reconstruction Committee des Joint und dem Palcstinc Development Council 711sainmensetzt. Ein Teil der benötigten Kapitalien wird durch Ausgabe von Obligationen finanziert, die bei einem offiziellen britischen Agenten hinterlegt werden. Um den Beginn der Arbeiten zu beschleunigen, hat die Palestine Coopcrativc Company (das Finanzinstrument des P. D. C.) gelingende Barmittel zur Verfügung gestellt. Als Vertreter «ler amerikanischen Gruppe werden sich in Kürze die Herren Beruard EI c x n e r und Dr. L. C. Löwenstein nach London begeben, um bei der endgültigen Organisierung des Palcstinc Electric Corporation, «lic das Ruthenhergprojekt «lurclriührim soll, zu helfen. Die amerikanische Beteiligung beläuft sich in runden Ziffern auf mehr als eine 11 albe Million Dollar, an «lenen das Reconstruction Committee des Joint mit 200000 Dollar beteiligt ist. Der Palcstinc Development Council hat, um seinen Verpflichtiingen nachztikonimcn, Trust-Zertifikate aus- §' je 25 000 Dollar und Julius Simon 10000 Dollar übernahmen. Strickerei ״Lodziah“. Vor kurzem wurde unter dieser Firma in Tel-Awiw ein neues Strickerei unternehmen ins Leben gerufen, «lessen Aufsichtsrat eine Gruppe von Lod/cr Tcxtiliinlustriellcn bildet, zu der die Herren Guttmann, Lcwawi u, a. gehören. Das Fabrikationsprogranun erstreckt sich besonders auf die Erzeugung von Trikot* waren. Dadurch soll eine Konkurrenz mit der Jerusalemer ״II a s so r e g“ vermalen werden, die vor allem Jacken, jimiper, Krawatten; Kuiderklcidcr, Westen und Schafs herstellt, mit denen sic nicht nur Palästina, sondern auch Aegypten beliefert. Eine Gerberei In Tel-Awiw. Wie in einer Sitzung der Gemeindevertretung seitens des Vorsitzenden mitgeteilt wurde, wurde seitens der Stadt ein Terrain zur Gründung einer Gerberei bestimmt, die etwa 200 Arbeiter beschäftigen soll. Eine Splegclfabrlh. Die vor kurzem aus Lodz eingetroffenen Fabrikanten Fried und Kursaal haben die Vorlegung ihrer dortigen Spicg;elfabrik nach Palästina beschlossen. Ein Teil der Maschinen ist schon cingetroffcn. Die Arbeit 8011 in kurzem begonnen werden. Die Handwerkerbank. Wie in der Generalversammlung mitgeteilt wurde, besteht die Aussicht, «laß die Z i o n i s t i s c h t Organisation die £ 2.000 mit denen sie sich laut Kongrcßbcschluß an dem Unternehmen beteiligen soll, in Kürze cinzahlcn wird. Eine neue Mühle wurde In Hebron gegründet, deren Inhaber, G u r a 1 s k i und ein Araber, erfolgreich arbeiten. Die Firma Landau & Co. ln Hamburg hat ln Jaffa eine Niederlassung eröffnet, die «ich mit dem Handel von Baumaterialien befassen soll. Senkung des Weltpreises. Kürzlich berichteten wir, daß der Preis des Hnifacr Mehls derart gestiegen ist, daß die Hnifacr Ware fast völlig vom Inlandsmarkt verdrängt wurde. Wie ״Haarez“ jetzt meldet, ist inzwischen ein Urnschwun״ eingetreten. Der Preis ist pro Sack bis auf zwei Pfund und engros entsprechend tiefer gefallen. Die Regelung des Patentwesens. Der ״Ithon Richml". der palästinensische Stantsanzcigcr, berichtet von der Annahme ein־׳» Patciitgesctzes, basierend auf dem englischen Patent- יי" ’חיו te g״sctz, das in allen unter die britische Verwaltung fallenden Ländern Geltung hat, * /