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Jüdische Rundschau · 1924-05-16 · Heft 39 (16.5.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 39 (16.5.1924)
Date
1924-05-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Berlin» 16. V. 1924 Ht1st1£nc1• gr% WC» h v' , Ji Uz <hu) iiw J 0 4 •*j׳ ס,, fl VtJ s 0 >'־J. ■ *w«»J .! f י, i!» l£*d* *4*41» 1bw!0 n 11*r» iüUi ז״ךיי j•« y y 4fci י־־־בו־זן• u v. f* *דס» Av־* 1^4 eil;1*11 Von Ernst G. Da vis ׳-<׳• •־'־ ,ן! | Der Hauptgrund, der die Freunde einer wälmmgspoliii- »;dien Neucmlmmg veranlaßt, die Verbindung des künftigen jinlästiiieiisisclicii Gcldsystems mit dein eines wirtschaftlich ,gesicherten anderen Staates zu verlangen, Ist die w i r t v, eh a ft liehe Schwache des Landes und besonders die Passivität der Handelsbilanz. In der Tcl-Awiwer Halbmonatsschrift ״Mis-har ,Wctliaasslah“ schreibt ״ein Dank• mann": ... ״Kann Palästina sich eine eigene Währung schaffen, d. h. Geldzeichen herausgeben, die sich nicht auf die Währung eines anderen Landes stützen und von ihr nbliängen? Es besieht kein Zweifel, daß Palästina in diesem Zeitalter noch nicht dazu in der Lage sein wird. Ein kleines Land, dessen Bevölkerung nicht viel mehr als eine halbe .Million beträgt und in ihrer großen Mehrheit auf einer niedrigen Zivilisationsstufe steht, kann keine Banknoten heransgeben, die sich nur auf die Wirtschaft des eigenen Landes stützen. Ein Land mit einer so erschreckend passiven Handelsbilanz, ein Land, dessen Bewohner die Hälfte ihrer Kaufkraft auslhndisehen Geldsendungen verdanken, kann nicht von einer eigenen Währung träumen". Diese wenigen Sätze geben vielleicht um vollständigsten die Gründe wieder, aus denen die palästinensischen Wiihniiigsrcfomicr die Anlehnung an ein ficindc» (ieiilsvhtem für mdwemlkr hallen, Sie offenbaren alter gleichzeitig eine vollkommen falsche Auffassung von Wesen und Funktion des Geldes. ,* Ob ein Land groß oder klein ist, ob seine Bevölkerung auf einer höheren oder tieferen Zivilisationsstufe stellt, bat absolut keinen Ein flu fl auf die Notwendigkeit und Möglichkeit, ein Tauschlind Zahlungsmittel zu schaffen, mit dessen Hilfe die vorhandenen Waren umgesetzt und die geleisteten Dienste entlohnt werden. Ist die Bevölkcr 1111 g 8 z a h 1 des Landes g c r i 11 g, dann werden vvalinicheiiilieh weniger Waren umgesetzt und dazu weniger Geldzeichen benötigt werden als wenn sic größer wäre. Ist die zivilisatorische Entwicklung seiner Bewohner noch rückständig, dann werden andere und jedenfalls auch weniger Bedarfsartikel gehandelt Werden als wenn sie einen hohen Ziviiisationsgrad erreicht hat, Der Wert und die Stabilität des Geldes, auf die es schließlich allein nnkommt, hängen ausschließlich davon ab, daß die vorhandene Geld• menge den Bedarf nicht übersteigt und stets in einem f c s t c n V c r 11 ä 1111 i 8 zu Ihm stellt, d, 11, mit jeder Steigerung des Warenumsatzes in demselben Maße mitsteigt und mit jeder Ab 11 all me ebenfalls in demselben Maße abn l m 1111. Das sind die ganz einfachen, aber entscheiden• den Zusammenhänge, von denen die Aufrechter!!,ilttmg einer bestimmten Knufkrnftparität eines jeden Geldes abhängt, um die herum sich zwar noch psychologische Ursachenkcttcn schlingen, die aber schließlich doch ausschlaggebend bleiben, Durch das Schauspiel der europäischen Währungskata- Strophen während der letzten Jahre, ist bei vielen Wirtschaflspoütikcrn und Theoretikern die Fähigkeit zu einer ruhigen und klaren Einsicht in die Gesetzmäßigkeiten des Geldwesens abhanden gekommen. Es hat eine gewisse angstliehe Nervosität Platz gegriffen, die einer sachlichen Beurtcilung nicht gerade förderlich ist. * Das Hauptargument gegen eine selbständige Wiihrung, und zwar nicht nur in Palästina, sondern auch in allen anderen Ländern und geradezu ein währutigspolitischer Popanz, ist die Passivität der Handelsbilanz. Man folgert etwa so: Wenn ein Land mehr importiert als es exportiert, macht cs beim Auslände Schulde n, die cs durch Ankauf von Devisen bezahlen muß. Die Nachfrage nach ausländischen Zahlungsmitteln wird steigen und mit ihr deren Kurs. Hat ein Land dauernd Import- Überschüsse, ist cs also dauernd an das Ausland verschuldet, so muß sich infolgedessen seine Valuta da 11* ernd entwerten. Diese scheinbar sehr einleuchtende Begründung vergißt, daß die Beziehungen zwischen Außen• handcl und Währung nicht einseitiger Natur, sondern wcchsclscltig sind. I>r Außenhandel beeinflußt zwar die Währung, aber die Währung ist ihrerseits wieder ein Regulator des Außenhandels. Steigende Devisenkurse haben eine exportfördernde Wirkung, da die inlündischcn Produktionskosten sich dem höheren Kursstände mir langsam anpasscu, mul hemmen andererseits den Import, da sie die ausländischen Waren im Vergleich zu den inläiidischcn verteuern. Die Folge ist daher, daß die Einfuhr 11 ach läßt, der Bedarf an fremden Zahlungsmitteln zu rück geht, während gleichzeitig die Ausfuhr steigt und die Deviseneingänge mit ihr zuiichmen. Steigt umgekehrt die eigene Währung und lallen die fremden Valuten, dann wächst der Import der dann vergleichsweise billigeren Aiislandswareii, der Export wird gehemmt, es entstellt durch die Vermehrung des Inländischen Warenbestandes um die Importartikel, der regelmäßig keine entsprechende Zunahme der umlaufenden Geldmenge folgt, eine relative O e 1 d k n a p piieit, die zu einem Preisrückgang führt, die Ausfuhr wieder belebt und die Einfuhr hemmt. Auf diese Weise gleicht sich die Zahlungsbilanz selbsttätig aus, wenn nicht, durch willkürliche wähnmgspoütisciie Maßnahmen inflationistischer Art seitens der Regierung störende Eingriffe . 111 den natürlichen Gcmudungspixyzcß erfolgen. Andererseits kann die Regierung durch eine zweckmäßige Kreditpolitik (rechtzeitige Drosselungen) den Ablauf des Zyklus fördern. Was wir in Dculscliland seit längerer Zeit er* leben, ist nichts anderes als das praktische Beispiel dafür. Wenn Palästina sich heute eine eigene Währung schafft, idle von Geklsystemcn anderer Staaten in ihrem organischen 'Aufbau vollkommen unabhängig ist, würden sich für die JJKcrtstabilitüt seine« Oeldes keine größeren Schwierigkeiten ergeben, als Lei der Anlehnung an eine fremde Valuta. Die Basis einer solchen Währung wäre zweckmäfSigerwclse das Gold, trotz, aller Mängel, die Ihm als Wertmesser zweifellos aiihafteii. Da ober die Welt heute noch immer in dem ״Goldwaliiic״ befangen und cs nicht unsere Aufgabe Ist, neue Experimente zu machen, erscheint es noch immer als die praktihdisle Grundlage. Die jütl i s c 11c;11 und speziell zionistischen Fonds, über die ein erheblicher Teil der laufend ln das Land fließenden Gelder geht, könnten zur Beteiligung durch Bereitstellung der Golddeckung liernngczogcn werden, wenn ihnen dafür ein entsprechender Anteil an den Krediten der L'missionsslelle garantiert würde. Ebenso wäre eine Heranziehen״ Privater möglich und wünschenswert. Das Noten- Institut würde 60 mif emo breite Basis gestellt werden und das Vertrauen zu Ihm würde wachsen. 111 dem Maße, in dem das Gold ein geliefert würde, wären die Noten zu emittieren. Aus psychologischen Gründen wären für die erste Zeit vielleicht noch verschärfte Deckung,״.bcstimmim* gen angebracht. Auf diese Weise würde das neue Geld ganz a 11 ni ä!11 ich und ohne überstürzte Hast In den Verkehr geleitet um! der Bevölkerung Zeit zur Gewöhnung an die neuen Zahlungsmittel gegeben Werden. Durch die Ein lösharke it in Gold wären «1er Kursbewegung enge Schranken gesetzt, innerhalb deren der Goldwert durch eine vernünftige Kredit- und Devisenpolitik stabil gehalten werden kann. Der wesentliche Vorteil eines solchen von jeder fremden Valuta unabhängigen Gcldsystems liegt darin, daß das Land von vornherein völlig Herr seiner Währung ist. Wem! an Stelle des Goldes die Währung eines anderen Staates als Deckung des palästinensischen Geldes dienen soll, wird dessen Wert automatisch von «lern Schicksal dieser Währung abhängig, genau wie es heute bei der ägyptischen Währung der Fall ist, die mit allen Schwan• knngen des englischen Pfundes mit geht. Letzten Ende« würde dann also über den Wert der zukünftigen pfdlistinensisrhcii Geldeinheit nicht die Regierung des eigenen Landes, sondern die Fähigkeit und der gute Wille der leitenden Währuiigspolitiker fremd erStaaten entscheiden. Fs bedarf mindestens reiflicher Ucbcrlcguug, ob man ein bo wichtiges Instrument der Volkswirtschaft, wie das Geld, letzten Endes fremden M a c h t f a k toten nnverlrauen soll, für deren Währungspolitik ihre eigenen Interessen maßgebend sind. Wenn dieses Risiko im Augenblick auch nicht sehr groß sein mag, wird cs doch völlig zwecklos eilige״,ingcii, Sollte außerdem später einmal doch der lleberg,׳mg zu einem völlig selbständigen Gddsvslcm nöllg we!\len, so muß mail i׳m Falle einer Deviseiiwiihrimg, bei dee klas Prestige der ihr zu Grunde liegenden Valuta auf dem Spiele stellt, mit wahrscheinlich ziemlich erheblichen politischen Schwierigkeiten rechnen. Unfl schließlieh ist nicht finnischen, warum man zwei Mal das nicht sehr angenehme und immerhin etwas gefährliche Ex• periment eines Wä 11 r u n g s w r c 11a e 18 vornehmen »011, wem! man es bei ganzer Arbeit bei einem Male bewenden lassen kann. In jedem Fall — mag sieb nun die Regierung endgültig zu diesem oder jenem Schema entschließen — bleibt anzuerkennen, daß die Schaffung eines eigenen, wenn auch wahrscheinlich ,an ein anderes angcldmten Gchlsystcms fllr Palästina einen außerordentlichen Fortschritt bedeutet. Unter «len heu tigen Verhältnissen hat die Regierung keine Möglichkeit, eine wirklich durchgreifende Kreditpolitik zu betreiben. Wenn sich auch zweifellos schon vor der nngcki'indigten Reform durch zweckmäßigere Organisation vieles hätte erreichen lassen, rührte die Hmiplschwierigkcit doch davon her, daß die Regierung es mit der Währung eines anderen Landes zu tim hatte, auf deren Kreditpolitik Ihr kein Einfluß zustand. Daher war cs bisher nicht möglich, den Umlauf an Zahlungsmitteln dem vorhandenen Bedürfnis anzupassen Palästina blieb seiner ganzen Natur nach ein Land dauernder Deflation. Das jüdische Aufbauwerk führte, zu einer gesteigerten Einfuhr von S a ehk apf t a 11 e n, denen keine enfsprechende Vermehrung des Geldumlaufs oder der K r cd 11 z.a 111 u 11 g s in 111cl gcgcmibcrstnnd Das Fehlen eines Noteninstitut* bedeutete für die Banken die Unmöglichkeit, Rediskontkredite zu erlangen und besdiriinktc sie daher in ihrer Aktionsfähigkeit. Die umlau׳ fcmlen Zahlungsmittel konnten nicht ebenso rationell verwertet werden, wie in Ländern mit eigenem Notcmuii lauf: Wären etwa die im Lande vorhandenen ägyptischen Pftm de samt mul sonders als Deckung zur Herausgabe eigener palästinensischer Noten benutzt worden, so hätte sich die Menge des umlaufenden Geldes, unter der Voraus• selziing einer Drlttcklcckung, nötigenfalls verdoppeln lassen. Diese Anpassungsfähigkeit an den wach• senden Geldbedarf eines ln rascher, wirtschaftlicher Entwiche• hmg hefüidlidien Landes fehlte dem bisherigen System vollkommen. Seine auf die Dauer unerträgliche Starrheit, die mir durch die ungeregelte Gcldzufuhr aus dem Ausland gemildert wurde, war vielleicht das schwerste Hemmnis eines gesunden ökonomischen Aufstiegs. Vom finanziellen Standpunkte ans kommt 110111־ hinzu, daß zu Gunsten der ägyptischen Na11o 11 albank erhebliche Z inscln- ת ah men verloren gingen, die durch ein eigenes Noten• Institut hätten im Lauda bleiben können. Nach Durchführung der Reform wird e» der Regie• rung möglich sein, durch eine elastischere Anpassung1 an den Bedarf die chronische Geldknappheit 711 beseitigen und damit die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Landes bedeutend zu erleichtern. Das Kreditsystem des Landes wird den nötigen Rückhalt haben, dessen es bedarf, um eine glattere Zirkulation zu ermöglichen. Gleich• zeitig schafft sich die Regierung Ln $m Emlsiionslnslltut ein Machtinstrument, mit dessen Hilfe sie jederzeit wirksam mit wirtschaftlichen Mitteln das Wirtschaftsleben regulieren fcsnn. Ihre Position wird dadurch erheblich gestärkt. Damit wird eine neue Entwicklung clngclcitct, deren sorgfältige Beobachtung zu «len wichtigsten Auf* gaben der zionistischen Wirtschaftspolitik gehört. Die geplant« Zollreform. Der Oberkomntissar von Pa• lästina, Sir Herbert Samuel, empfing am 7. Mai den Direktor der Rutlicnhcrg-FlektrizitätsKkxcIli.diaft, M. Nassatissin, der zahlreiche Pläne für die industrielle Erschließung Palästinas hat. Im Verlauf der Unterredung teilte Sir Herbert Samuel Herrn Nassatissin mit, daß die Regierung einen Entwurf ausgearbeitet habe, nach welchem importierte! Maschinen vom Importzoll befreit werden sollten. Die Verfügung enthält auch die Bestimmung, daß der Export von Palästina- Produkten ebenfalls zollfrei sein soll. Man erwartet, daß dieser Entwurf vom Koloiilal.unt genehmigt werden wird. Landwirtschaftliche Maschinen sind in Palästina immer zollfrei gewesen. * Vor einigen Monaten ging bereits eine ähnliche Meldung durch die Presse, in der eine Regelung in kurzer Zeit in Aussicht gestellt wurde. Es ist zu hoifen, daß cs dieses Mal nicht bei der Ankündigung bleibt. Versiiclio zur Kallgewinnuii{*. Die Regierung hat am Toten Meer unfern von Jericho eine Versuchsstation für die Gewinnung von Kali eingerichtet. Es werden Lehmgruben angelegt, in die das Meerwasser im Sommer eingelassen Werden soll, 11m in «1er Sonne zu verdunsten. Man hofft, als Rück• stand große Mengen Kali zu gewinnen, Weitere Palästina-Pläne Wnchtcls? Wie die J. T. A. erfährt, verhandelt der General-Direktor der Bane» Mol. dava, Moritz Wachtel, der Reine Beteiligung an dem geplanten Zuckersyndikat zugesngi hat, mit mehreren Finanziers über eine gemeinsame Ikleiligtuig an weiteren Unternehmungen in Palästina. * Das Interesse der rumänischen Juden an palästinensischen Uf11cmr!iim!i1״rii scheint überhaupt durch den Touristeuver-’ kehr (besonders in der Pessachzcll) eine starke Belebung erfahren zu haben. Eine Anzahl Palästina - Reisende bat Ihren Aufenthalt im Lande zur Anknüpfung Wirtschaft• II c h c r Beziehungen durch O r 1111 d s t ü c k k ä u f c oder auf andere Weise benutzt. Seitens einer Touristengruppe ist die Gründung eines Holzexportuntcrnchincns in Verbindung mit einem Dam p f s ä g c w c r k in Pall•* stina geplant. Die Touristen schätzen den Wert der Kapi• talion, tlie von den Besuchern des Landes während der Pessachfeiertflge investiert wurden auf £ 150000. Faülstina-PIiinc polnischer Juden. Aus Warschau meldet die J. T. A,: Die zweite Gruppe j ü «118 c h c r Kauf• 1 c 111 e t! n d Fabrikanten, die vor einigen Wochen nach Palästina gereist war, um die Aussichten zur Anknüpfung geschäftlicher Verbindungen zu prüfen, ist soeben irneli Warschau zu rück ge k eh rt. Alle Teilnehmer äußern sielt günstig über «Ile Möglichkeiten «1 c r industriellen Erschließung Palästinas. Viele von ihnen sind entschlossen, Fabriken und Zweigbüro* in Palästina zu errichten. Eine Mazzoth-Fabrlk. Die Firma Simon Well in Cincinnati), die eine Mazzotlifabrik betreibt, hat ״MIs-char Wethassinh" zufolge die Gründung eines gleichen Unternehmen1! In Jaffa Le•«hl am und ihren dortigen Vertreter mit dem Kauf eines geeigneten Grundstücks beauftragt. Jerusalemer Bauprojekte. Wie der ״Near East“ erfährt, sollen in dem Gcscluutsvicrfcl ״Merkaz Mishari“ fünfzig zwei• stockige Geschäfts- und Bürohäuser errichtet werden. Ein weiteres Projekt sieht den Bau von neunzig Häusern in dem ״Moiitcfiorc'M’.ezirk (dem Rcgicnmgsvicrtcl) vor. Außerdem im laufenden Jahre zwanzig Heimstätten errichtet werden. Der Arbclterniangcf. Das Fehlen genügender Arbritskräfie nach der dauernden Arbeitslosigkeit der letzten Zeit macht sich im Zusammenhang mit der rapiden Ausdehnung des Tabakbaues besonders in der Landwirtschaft bemerkbar. Im Tabakbau werden daher außergewöhnlich gute Arbeitsbedingungen gefordert und bewilligt. Zwischen den Pflanzern und der Allgemeinen Arbeiterorganisation wurde ein Vertrag abgeschlossen, wonach sie es übernimmt, tlie Hälfte der Tabakernte dieser Saison einzubringen. Dagegen hat sich die Organisation verpflichtet, 1500 Arbeiter zu stellen. Sollte diese Zahl zur Zeit nicht im Lande vorhanden sein, 60 soll sie aus «Jen im Frühjahr Ankommenden Immigranten ergänzt werden. Zurzeit verfügt die Organisation nur über die Hälfte der von ihr angeforderten Leute. Auch verschiedene Araber haben sich an die Arbeiter- Organisation mit dem Ersuchen um Arbeiter gewandt Im ganzen könnte die Organisation noch weiteren 2C00 Arbeitern Beschäftigung geben. Die finanziellen Verpflichtungen des Keren Hajessod. Das Hauptbüro des Keren Hajessod hat an die Zionistische Föderation ( Englands ein längeres Schreiben gerichtet, in dein cs heißt: 111 verschiedenen Ländern ist man stell noch nicht völlig klar darüber, mit welchen Schwierigkeiten der KH. In den letzten sechs Monaten zu kämpfen hatte. Man glaubt z. R., daß eine durchschnittliche monatliche Einnahme von £ 30 000 schon für das verkleinerte Palästinabudget von monatlich £ 26000 ausreiclit. ln Wirklichkeit aber sind «lie Anforderungen viel größer. Um der Krisis, die vor kurzem durch «Ile Arbeitslosigkeit hervorgerufen wurde, «lurcli Schaffung produktiver Tätigkeit cntgegeimiwirken, hat das A. C. beschlossen, drei Posten am dem Investment Budget auf das reguläre ־Budget zu übernehmen. So wurde unser monatlicher Bedarf auf £ 30 000 gesteigert. Hinzu kommt, daß wir in diesem Jahre einen großen Teil der Schulden, die in früheren fahren gemacht worden sind, nbtrapen müssen. Wir haben in früheren Jahren der Palästinensischen Exekutive «inen Vorschuß von £ 10000 für Rechnung des landwirtschaftlichen Budgets gegeben. Der letzte Kongreß hat mm beschlossen, diesen Betrog von dem regulären Budget nicht ab zu• reell neu, und wir sind «!aber diese :lumme der Kolo• nlnlbank schuldig. Hierzu kommt ferner, daß die KH.־ Eingänge in allen Ländern mit Ausnahme Amerikas sich ln den Sommermonaten 80 verminderten, daß wir eine Anleihe von £ 30 000 bei der Kolonialbank nuliiehmcii mußten, die In monatlichen Raten von £ 5000 Rückzahlbar ist 1111(1 daher «las Budget auf £ 35 000 erhöht. Eine «lauernd« Ursache von Schwierigkeiten ist der unregelmäßige Eingang «1er Kl [.-Gelder, desRenwegen wir ständig mit «len UeberweU siuigcn an die Palästina-Exekutive im Rückstand bleiben, 80 daß wir dieser Ende März £ 15000 schuldig waren. Hierzu kommt noch ein Betrag von £ 5000! den aas A, &

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