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Jüdische Rundschau · 1924-04-24 · Heft 32-33 (24.4.1924) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 32-33 (24.4.1924)
Date
1924-04-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
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: jtijffl Seile 242 TUEDiscHE Rundschau" Nr. 32 33׳׳ Wie die Czcrnowilzer ״Ostjüdische Zeitung" . Versichert, übersandte die Czernowitzcr Geheimpolizei den folgenden Bericht a!1 den Innenminister in Bukarest: Die Juden verhalten mch ,1!: g r c s s i v. Sie halten einen Angriff auf das Natio• naltheater gepinnt. Dies wagen sic nur, weil sie vom Polizeipräsidenten M.'incr.cu in Schutz genommen werden. Auf der letzten Sitzung des Board of Dcputies In London wurde noch lociiclitct: Unter den Juden der Bukowina besteht große Erregung über die Einbringung eines Gesetzentwurfes, durch den viele Juden ihr bereits erworbenes Bürgerrecht wieder verlieren und ausgewiesen werden würden. Herr Lu eien Wolf wird sich’ um diese Angelegenheit eingehend kümmern. Endlich wurde mitgeteilt, daß das Joint Foreign Committee den Entwurf der letzt in einem Subkomitcc des Völkerbundes erwogenen Kalendcrreform prüfen und, wenn nötig, den jüdischen Standpunkt dem Völkerbund zur Kenntnis bringen wird. Gngland Am 14. April spat abends Ist In Dublin auf einen luden namens Salomon Calmonson geschossen worden. 'Avei Jti gemllichc im Alter von etwa 16 Jahren klopften an seine Tür und boten ihm einige I lülmcr zum Kauf an. Calmonson lehnte 8b. Bevor er aber die Tür schloß, gab der eine der Burschen einen Schuß auf ihn ab, der ihn schwer verletzte. Calmonson ist innerhalb zwölf Monaten der dritte Jude, der auf diese u n c r k I ä r I i c h e W e i s e Opfer eines Anschlags geworden ist. Wie die J.T. A. von dem Rechtsberater der Frau Nordau, Herrn S. Land mann in London erfährt, ist Max Nordau$ Vermögen in England in Höhe von 192.2.0 Pfund von der englischen Regierung von allen Ein• schränkungsbestimmungen für Vermögen feindlicher Staatsungehöriger befreit worden, während sich die f r .1 n z ö s i s c 11 e Regierung noch immer weigert, auch nur Teile der im Besitz Dr. Nordaus gewesenen, im Jahre 1915 beschlagnahmten Aktien zurückzugeben. Nordaus Aktienbesitz repräsentierte einen Wert von 350 000 Frcs. Er befindet sich noch in den ■ Händen der französischen Regierung. Auch an das Departement zur Verwaltung des Ausl.'iuuerbcsitzcs in New York hat sich Herr Landmann wegen Freigabe einiger der Namih'c Nordaus gehörender amerikanischer Aktien gewandt. Er hofft, die Regierung der Vereinigten Staaten werde dem Beispiel Englands und nicht Frankreichs folgen. (Nordau war bekanntlich ungarischer Staatsbürger. — Red. d. ״J. R.“) pftalfen Auf Grund der heuen Wahlen werden sechs luden im neuen italienischen Parlament sitzen. Von diesen gehört einer der faszistischen Partei an, drei sind Sozialisten-Reformislen und V.wei Sozialistcu-Maximalistcn. 19. Ausweis derZlonlsIcnstcuer-Einflänfje für das i. Quartal 1924 vom 13. bis 22. April 1924 Or» K'.ll.pnt «ftvÄ« *י.!.,««", Bftrti 1Q, ,ocSep .*י S 0*^» 0^0׳ wi ü ÄVä*fcWia1wS B»rli«nr 7,lrnl1U«111» Verit»If«nr, U*rl!n 0 1#, fi»r4»!1tfklt I T»U|1bnn) 11 *rknz 18/ר*לו■ . I’nat.ohankknnl« K«. lUU*1i H״rltn NW ז K*..«11׳r«rw»lt11n* H*r H V Somit»(?, 4«a HJ. Anril »b»ad■ 8 Uhr 1l(1poSI-n«1*tr ‘ (m 7>lon6>H«nlt«n Holm, I.»n<1*5era«* fitz. M. OliBWor Kiutolf Htnuiali *P10bl»ra11 ״•• A«n>»»*».* An.ohlloSond C16n»r«t»or*ammlan{j. TiiftfliorilnnnKi 1. Tlttl*k<>lt«l>»rlnht a. Erloilnng dar Donh&rg*. 8. An.innoh» «bar dl» uAohaton Anf>ob»a d»» JUpoät 1111s»ir. 4. lt«u»»U (!•« lohklia W»*d. t. K»»nt,u»ll». 80nn»N״n11, don 8. Mol Ct1»wor Uriol Frle<U»11<J1 »hon 8» RWf Uhr ,ikllflamn» ■dir Sa■ (Jalehetiiin»•■“ Sonnobond. d״n 10. Mal Vortrag von Naohnro WarllniH ■band■ Uhr Tb«m* ■wird noeh b«1t*nntg״g«bon. Montag, d»n 29. April kbtnd• t»Fj Uhr flrvp;• W<1«t.Ch»rI0tM»bBrr. Kroll dar Ch»rlott*nburrar Ziotil.t.n, im Oaf4 Hubtmd, fikvlgorslkt■ t, Herr Hon I,«vy1 7״,ln*lamaa Bart W.ltXrl••.״ Mittwoch, doa 00, April ■hiad• Uhr Grupp» Oll im 7,!nnl.tl1״ban llrtm, l,»nd«barg״r fitr, 88, Itahb Br. Krilll 1/«ץי t ״lUolurd Bar lloffm*»» ■11 idiilirhpr niehl.r.“ Montag, den 5. Uai »bind» 8 Uhr brrllnar KI»r»rbt-Or«pp* in drrn Ariga» t»-Vit fori a־H kirn, l.utb«r»tr, 82/83 (*»gonUliar d.r «aal», NSHo WittauborgpUt») OeffenUtrfc* V«r«»rnmluar. K«dn«r: Dr. Krrut Simon Thnmm ,Modarn» W(«1an«ohalt nnd J3dl«eha» Barnen' — cagleloli a na Gedankrnd• f*r R»bb. Do Mobkl «■L Ang«. denke*«. Gk.t« vrillkommon, J»11»u Dien»t»f•b»mi. «Uhr Oiljlrtiiahar Rt»d««t»n»r»l■, Prl»drloh»tn US U6mln»r itlr JlHllioh» O»i0hsoht». Berlin 5000,— 4,50 445S,65 510,75 Bochunt 300,— 35,— 162,- 138,— Halberstadt 300,- 120,- 268,20 31,80 Hanau 25,— 85,— 138,- _ Hannover 400,— 30,- 30,- 370,- Nürnberg 450,— ai,— 492,60 — Einzelne Zionisten 650,- 18,— 501,60 148,40 Eingang v. 13. 4.-22. 4. 1924: f. 1. Qu. 1924: 325,50 Gesamteingang t 1, Qu, 1924: 18937,20. Sonderspenden: 690,—. Spezifikation: Bochum! M. Weidcnfeld 10.—, H. Wieselmann 6,—, S. Brand, O. Haut je 5,—, F. Jäckel, M. Rosenheck, Wicsclbcrg je 3,—. Hnlbcrstadt! H, Hirsch, Dr. S. Hirsch je 60,— (1, Raten v. Jahreszeichnungen). Hanau: Dr. R. Nufibaiim 75,- (2. Rate f. 1. Qu. 1921), Dr. M. Nußbäum 10,—. Hannover! C. Schleißner 30,— (1. Rate einer Jahreszeichnung). Nürnberg: Frau Dr. Löffler-Wcincr 3,—. Einzelne Zionisten: Brandenburg: R.-A. Cohn 10,—. Hattingen! G. Spiro 5,—. Jülich: H. Voß 3,—. 1. Ausweis derZionisicnsleuer-FdngSnge lOr das2.Qnarfal 1924 vorn 13. bis 22. April 1924 Ort Kontingent Berlin 5000,— Breslau (Ortsgr.) 1200,— Halberstadt 300,— Hannover 770,—*) Nürnberg 600,— Einzelne Zionisten 797,60*) Elnaanjc vom In»ar«1mt 18. i. bi» •/X 4.24 {Dr 2. Quarl.l H R״lbt,u« 753,—*•) 4217,— 400,— 700,■ (״265,80 —,30 160,50 (״-,136 34,20 740,— 439,50 661,60 J»dan Diana!»rabaad, 8 Uhr Jäiilictar Killart.r.ln Prarr.ia Im 7,ien'»t(aoh•■ Helm, L»ndibarg»r Str.I# Seminar iflr iÄdlaoh» 0*aohlol1t» lntof r.altui.r daa Harm alad. phll. Ja. H e h t h t r. Gt»p|» K»rd Mittwneh vo« INS— HflUhr bol Kilm. L»v.v, Or»ni«ohnrg»r •Ir. 00, Oamatkh Bminel.and naahm. 4—V Uhr l!al Kilm. I.aryi Hnhnlohen •rash. .«׳mm»* vonnUUtf 11-t Ubr bei Kdiu. 0»m»r»h. Persönliches. Herr Dr. Chaim Ariosoroff, Mitglied des Landes Vorstand es der Z. V. f. D. und des Finanz- und Wirtschaftsrates, Ist mit seiner Frau Gerda *m 6. April nach Jerusalem übersicdelt, um dort ln der jüdischen Arbeiterscliaft zu wirken. Wir sprechen ihm und seiner Gattin unsere besten Wünsche aus. Berlin. Am 8. April veranstaltete der Verband Jüdi s che r Frauen für Kulturarbeit in Palästina einen Propagand.i.ibend, der gut besucht war. Frau N. Marg u 1 i c 8 besprach als Vorsitzende die allgemeinen Arbeit»• möcUchkciten, die sich dem Verband infolge seines politisch völlig neutralen, nur auf praktische Ziele gestellten Programmes bieten. Frl. Dr. M. Scheuer referierte über die Institute, die der Verband in Palästina subventioniert, so das Jaliacr Hostel, die 1 and wi r t s c h a f 11 i che Schule in Nahalal ferner die der Haifaer Realschule ungegliederte H ausnaltungsschule, die in nächster Zeit durch eine viersemestige Fraucnschule ergänzt werden wird. Besondere Aufmerksamkeit wendet der Verband dcT Spitzen Industrie zu, die, in früheren Jahren von ihm in Palästina eingeführt, ausgezeichnete Erfolge hatte, während des Krieges aber zu Grunde ging. Sie soll setzt neuerdings aufgenommen werden und der Verband beabsichtigt die Errichtung von Schulen zur Erlernung der Spitzciiklöppclei in Jaffa und Jerusalem. Nach den Referaten wurde der Film ״Eine Reise in Erez-hrael“ vorgeführt. — Der Verband, der ln Deutschland zirka 6000 Mitglieder zählt, erteilt *eine Informationen derzeit durch das Mitglied seines Präsidiums, Frau Dr. Betty Leczynsky, Bayrcuther Straße 36. Hebräische Filme. Vor kurzem hatte das hebräische Publikum Berlins den Genuß, der ersten Vorführung der hebräischen Filme, der ״Kessem-Gcsellschaft", beizuwohnen. Zwei wissenschaftliche und ein Märchenfilm, mit hebräischen Text und Erläuterungen versehen, wurden gezeigt. Die Kessem-Gcscilschaft bemüht sich jetzt, mannigfache Wünsche der hebräischen Schulen in allen Länder nach Kulturfilmen aus den Gebieten der Naturwissenschaft, der Technik der Ethnographie, der Folklore usw. zu erfüllen. 670,— 400,- 120,— 30,- 160,50 י . -,23 Im 1. Quartal gingen folgende Beträge für das 2. Quartal 1924 ein: Berlin: 83,—. Cassel: 50,—. Duisburg: 50,—. Görlitz! 3,—. Halberstadt: 145,80. Insterburg: 25,—. Köln: 20,—. Saarbrücken! 65,—, Einzelne Zionisten: 113,—. Zusammen: 534,80. Eingang vom 13. 4.-22. 4. 1924: f. 2. Qu. 1924: 1403,50. Gesamteingang f. d. 2. Qu. 1924: 1938,30. Spezifikation: Berlin: I. Ftucrring 45,— (2. Rate einer Jahreszeichnung), Dir. G. Kareski 3Ö,—. D. Freund, M. Wollsteiner je 30,— (2. Raten von Jahres Zeichnungen), Dir. David u. Fr. 25,—, W. llberg u. Fr. 23,-, M. Bialer M. Brünn, C. Bud, L. (3uten je 20,—, Dr. B. Cohn 15—, JJ.-R. Dzialoszinsky u. Frl. C. Dzialoszinsky, R. Gronemann u. Fr. je 13,-, Avigdor u. Fr., Dr. F. L. Baruch, K. Cattsek, B. Bender, Dr. Cora Blum, Dr. G. Bridt, I, Busse, C. L. Herrmann je 10,—, M. Exiner, Dr. Rosenherg tt, Fr je 8 — M. Berg u. Fri. B. Berg, A. u. Dr. P. Hirsch, Dr-Ing. Kempinski u. Fr. je 6,—, L. Aschkenasi, Dr. Badt, T. ׳Beer Dr. C. Benjnmin, Dr. Bergmann, Dr. M. Bcriowitz, Bloch', G. Böhm, R.-A. Ehrlich, Elias, I. Engländer, M. Feuchtwangcr, R.-A, L. Freundlich, M. Friedländer, k. Fürst, S. Glücksohn, H. Oottheincr, Hammerschlag, P. Hauser, L. Hlrschfcld, F. Hirschmann, I. Singer je 5,—, Dr, A. Eisberg 4,50, A. Frankel u. Fr. 4,—, L, Altcrthum, G. Ascher, Dr. F. Auerbach, M. Bchrend, Bendix, Dr. J. Bilcski, B. Bischofswerder, Ch. Blumenberg. Frau J. Blumenthal, F. Brand, R.-A. Dr. C. Cohn, L. Dünner, M. Feuerstein, Frau H. Flatow, A. Fleckmann, Frl. Frankenstein (1. Rate f. d. 2. Qu. 1924), Dr. Freundlich, E. Frey, P. Fröhlich, F. Grodka, L. Grünfeld W. Guttmann, W. Guttmcnn, p. Hepner, J, jastrow, Dr! rph, Dr. J. Katz je 3,—, diverse 27,50. Halberstadt! Hirsch u. Dr. S. Hirsch je 60,- (2. Raten von Jahreszeiehmuigen). Hannover! C. Schleißner 30,— (1 Rate eiher Jahresretchnimg). Nürnberg: Dr. Bamberger, L Birnbaum, J. Blumenfeld, Dr. Friedmann, P, Hamburger, Kraus, Leiter Lion, Dr. Lob, Dr. Mayer, J. Mayer, Dr. Nußbaum. Rosenleider, Schönwalter, Fr. Steinhardt, Stock-Limmer je 3,50 (samtl. 1. Raten f. 2. Qu. 1924), div. 104,50. Einzeln« Zionisten t Brandenburg! R.-A. Cohn 10,—. Hattingen! Q Spiro 5,—. Jülich! H. Voß 3,—, MMKingwerk! Weinberg'5,—. •) inkl. der Rückstände aus 1. Qu. 1924; ••) jnkL der Cir־;-£׳a ttr & 2, ßti l£24 iu 1, fiu, 1924, Berlin. Die Adresse des ״Komitee• für das arbeitende Erez-Israe 1", ist jetzt Berlin W 50, Augsburger $traßc 20, Tel. Steinplatz 137 68. Hnpoül-Haza'ir. Der am 19. April ausgefallene Vortrag von Chawer Uricl Fried 1 and über ״Aktivismus oder Don Quixotismus" findet am Sonntag, den 26. April statt. Der Vortrag von Dr. Samuel über ,,Probleme des Aufbaues“ und die Generalversammlung der Berliner Gruppe finden am Sonnabend, den 3. Mai statt. Wir bitten noch einmal sämtliche Chawerim, am 3. Mai in der Grupp« anwesend zu sein. Die Vorträge finden abends 8»/ב Uhr im Heim Landsberger Straße 89 statt. Berliner Misrachi-Gruppe. Am 5. Mat spricht i* einer öffentlichen Versammlung in den Augusta ■ Viktoria •Sälen, Lmherstr. 31/32, Herr Dr. Ernst Simon, Frankfurt a. M., über ״Moderne Wissenschaft und jüdisches Lernen — zugleich eine Gedenkrede auf Herrn Rtbb. Dr. Nobel s. A,“ — Besonderes Interesse fand die letzte gut besuchte Mitgliederversammhing, in welcher die Herren Laz. Barth und Max Kober über ihre Palästinareise Bericht erstatteten. Aus diesem geht U. a. hervor, daß gleich nach Pessach neben dem Lehrerseminar, das unter Herrn Lipschütz so erfolgreich wirkt, das erste Lchrerinnen-Scnunar des Misrachi unter Leitung des Herrn Rabb. Dr, Ltebermann/ eröffnet werden 8011. Auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft geht die Arbeit der Misrachi-Kwuzoth rüstig vorwärts. De Misrachi• Kolonie in Chitin bei Tibcrias sei herrlich gelegen. 16 Familien seien bisher dort eingetroffen und haben mit den Arbeiten begonnen. Herr Kober ergänzte die Ausführungen des Herrn Lazarus Barth noch durch Mitteilungen über die wirtschaftliche Niederlatsungsmög■ Iichkelten. , Nürnberg Seit dem am 20. Januar in Nürnberg ab• gehaltenen Gruppciimbandstage hat unsere Ortsgruppe eine Rcilie von Veranstaltungen durchgcfulirt, über die iiii folgenden nur ganz kurz berichtet werden soll: Am 7. Februar fand eine Generalversammlung statt, die im wesenthellen die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Aemtern bestätigte. Dr. Ludwig Mayer hat sich in vorbildlicher Weise auch in diesem Jahre wieder zur Uebernahrne des schweren Amte* eines ersten Vorsitzenden bereit gefunden. Als zweiter Vorsitzender wurde Herr R.-A. Dr. Emil Thalmann an Stelle des wegen Arbeitsilbertastung anssclicidcnden Herrn Dr. Alexander Singer gewählt. Die Entgegennahme der Berichte der Keren Hajes-,od- und Natlon.ilfomlskommhsiou zeigte abschließend die verhängnisvollen Folgen der Inflntionszeit für die Aufbringung der Gelder für diese wichtigsten Institutionen, wenn auch festzustellen war, daß bei noch intensiverer Arbeit sicherlich trotz Geldentwertung bessere Ergebnisse zu erzielen'gewesen wären. Am 21. Februar konnten *vir auf einem Ortsgruppenabend Herrn Dr. Werner Bloch aus Berlin hier begrüßen, der über ״Gegenwartsfragen der zionistischen Bewegung“ sprach. Zweifellos trug sein klar disponiertes und gedankenreiches Referat dazu bei, die inzwischen liier durchgeführte Keren Hajcssod-Aktion unter unseren Gesinnungsgenossen kräftig vorzubereiten. Daß ein für den 23. Februar angesetzter Diskussions• abend von Herrn Arnold Zweig sich Infolge der außer• ordentlichen Beliebtheit des Herrn Zwei״ in unserer Stadt gegen unseren Willen zu einem öffentlichen Vortrag gestaltet hat, ist ein Beweis dafür, daß ein lebendiges Interesse für jüdische Probleme in Nürnberg trotz oder vielleicht gerade infolge des Druckes der politischen Verhältnisse besteht. De Anwesenheit des Herrn Zweig nützten wir ferner zur Ab• Haltung eines öffentlichen Vortrags in Fürth aus, wo Herr Zweig über das Thema ״Der Antisemitismus und seine Ueber• Windung" unter großem Beifall sprach. Die Rückkunft von Herrn Dr. Mein hold Nußbaum, des ersten Vorsitzenden des Gruppenverbandes für Bayern und Württemberg, aus Palästina gab Gelegenheit zu einem öffentlichen Vortrag,der einen überaus guten Besuch autwies. Die Sachlichkeit der Atis(t"tl1ruugen von Herrn Dr. Nußbaum machte einen nachhaltigen Eindruck auf die Versammlung. Dr, Nuß• bäum und Herr Ernst Davidsohn beantworteten auf einem nternen Ortsgruppenahend, der am 27. März stattfand, eingehend eine Reihe von Fragen, die die Möglich• keit einer Uebersiedlung sowie die Verhältnisse des Landes zum Gegenstand hatten. — Zur Durchführung einer Keren '־I a j e s s o d - A k t i o n hatte sich uns itt dankenswerter Weise 1 lerr R.-A. Feile henfeld aus Berlin zur Verfügung gestellt. Es gelang ihm, in den wenigen Tagen seiner Anwesenheit dem M a a8s e r n r in zip auch in unserer Ortsgruppe Im wesentliehen zur Durchführung zu verhelfen. Es kann heute wohl gesagt werden, daß der Stamm unserer Ortsgruppenmitglieder den Vorschriften der Maasscrordnung gemäß seine Zelchnungen und Zahlungen erledigt, und wir versprechen uns hiervon eine entschiedene innere Kräftigung unserer Orts• gruppe. -- Auch an Nichtzionisten traten wir ln einer Reihe von sorgfältig vorbereiteten Keren Hajcssod-Zirkeln heran, um deren Durchführung sich die Herren Oskar Rosen• fei der, Dr. A. Löh, Dr. Emil Thalmann und Franz Steinhardt besonders verdient gemacht haben. Es wurden bereits eine Reihe von recht erhehlichen Zeichnungen abgegeben, weitere Eingänge sind mit Bestimmtheit zu erwarten. Für den Nationalfonds arbeitet zurzeit Herr stud. phil. Alex Bein, der eine Rcilie von Aufführungen des neuen Pa I äs t i n a f il m s in Nürnberg und Fürth veranstaltete und die Purimaktion derartig organisierte, daß das un» von der Berliner Zentrale gesetzte Kontingent erheblich über• schritten wurde. — Augenblicklich sind wir mit der Schekelaktion beschäftigt. L» Offene und gesuchte Stellen! Wir suchen für einem Juristen, der im Kriege verletzt wurde und noch sehr wenig sehen kann, eine Stellung, ganz gleich welcher Art. Es Ist dringend notwendig, diesem jungen Menschen zu helfen, und wir bitten daher alle interessierten Persönlichkeiten, sich an uns zu wenden, u׳enn sie irgendeinen Ausweg wissen. Der junge Mann ist Jurist, kurz vor dem 2. Staatsexamen. Ferner suchen wir Stellungen für Buchhalter jeglicher Art, sowie für altere Packer und Hausdiener. Wir haben dagegen Schnciderstellen aller Art gemeldet und bitten Bewerber, sich an uns zu wenden. Dringend gesucht werden Lehrstellen für Mädchen In der Schneiderei, möglichst in Betrieben, die am Sonnabend nicht arbeiten oder eile Mädchen am Sonnabend von der Arbeit dispensieren würden. Ferner suchen wir Antängerinncnstcllen für Mädchen. Bürolchrstellcn für Mädchen werden gesucht. Ebenso suchen wir dringend Stellen für Kontoristinnen ohne Kenntnisse in Stenographie und Maschinenschreiben, sowie für Buchhalterinnen. In unsere Schneiderwerkstatt sowie Tischler• Werkstatt können •wir noch eine beschränkte Anzahl Jungen aufnehmen. Handwerkliche Lehrstellen für Elektrotechniker, Feinmechaniker usw. werden gesucht. Auch hier wird großer Wert auf sabbathfreic Betriebe gelegt. Meldungen an den Arbeitsnachweis, Auguststr. 17 erbeten. Berlin. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am 28. April, abends 8 Uhr im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4 eine öffentliche Versammlung. Herr San.-Rat Dr. Arthur Leibhotz hält einen Vortrag über das Thema: ״Kehillalebcn vor 100 Jahren, nach Großvaters handschriftliehen Notizen.“ Gäste sind willkommen; desgleichen zu den zwischen Pessach und Schwuoth allabendlich staufindenden Sefirahvorträgen, die von den Herren Rabbinen gehalten werden. Woc'ncnkalender. Freitag, 25. April, 21. Nissan 5684, 7. Tag Pessach, Nacht 8,6; Sonnabend, 20. April, 22. Nissan, 8. Tag Pessach, Totenfeier, Nacht 8,8; Sonntag, 27. April, 23. Nissan, Issru chag. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL (Jüdischer Nationalionds) Poitacheckkontoi B.rlin 28247 Breslau. Am 10. Anril fand hier eine Jugendvertammlung statt, in der Herr Dr. H. Magier Berlin über das Thema ,Jüdische Jugend Aufstieg und Niedergang" aprach. Die Versammlung war außerordentlich stark besucht, sowohl die ״Kameraden“ ab auch di« Vertreter der orthodoxen Jugend waren erschienen. DÄ# Diskussion, die den Ausführungen von Herrn Dr. Nagler folgt«, zeigte das lebhafte Interesse der hiesigen Jugend an den berührten Problemen. Es wurde beschlossen, von aua an im kleineren Kreise zusammensukotnßteit, in die DisküMioa weiter {ß'urtm m k&uica. Telephon! Bismarck 7165-70 Zentrale iür Deutschland Berlin W iS, Melneheafr. 10 Speadeneing&iigd vom 3■ bis 22. April 1924 Gesamtsumme des Ausweises £0000 M« (Die SpezitlkiUoa erfolgt U nichstec Nummer.) t

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