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Jüdische Rundschau · 1924-04-01 · Heft 26 (1.4.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 26 (1.4.1924)
Date
1924-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kr. 26 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 191 Rebk Ckajem kam $c$tn Morgen *um BewuCtieio. »etxtc weil plötzlich, alle Kräfte {;exvaltaam su#»mmenraffcncl. «uf. blickte Frau uni 1 oclitcr, die ihn stützten, an, hob ncufreni die Austen empor und seine Lippen brachten kaum hervor! ..Gott, Vater der Weisen, Richter der Witwen, in deine Hände befehle ich , , . Ohne seine Worte zu vollenden, fiel er zurück und »treckte »ich, röchelte — und ■war tot. Saure und Le!o brachen in bitteren Jammer aus. Sie hatten nicht gewuft, dab der Schweiß von der Qual atammte, mit der die Seele schied, Schloimale war nachts mit leichtem Herzen schlafen tfetfaosfen. voll Hoffnungen, daß er den Vater geschenkt be~ kommen habe, — und stand am Morgen als Waise' auf! Der Vater lag am Boden, mit einem eckwaricn Tuche zu« gedeckt und 1m Hause herrschte Jammer und Klage! (Ende des ersten Buches,) Aus der jüdischen Weit €,rtz -Inrael Das offizielle Organ <k׳r palästinensischen arabischen Exekutive ״Felcstin" veröffentlich eine Mitteilung, dal! Sir Herbert Samuel Anfang April von seinem Posten als Ober■ kommissar von Palästina zunicktrctcn und mit seiner Familie nach England zuriiekkehren wird, ln diesem Falle wird der Justizsekrotnr, Mr. Ben t wich, ebenfalls zurück• treten. ״Nun erhebt sich die Frage,“ fährt der ״Fclesiin“ fort, ״werder Nachfolger des Obcrkommissars sein wird. Diese Angelegenheit hängt ganz von der augenblicklichen politischen tage ab. Es liegen zwei Meldungen vor: die eine lautet, dal! der rechtliche Erbe König Husseins, Emir Ali, Oberkommissar und Sir Gilbert Clayton britischer Koni• mandant in Palästina werden: die andere Meldung lautet: dati Sir Gilbert Clayton der Nachfolger Sir Herbert Samuels auf dem Posten des Oberkommissars sein wird. (Es handelt sich hier offensichtlich um eine Ente oder um einen Versuchsballon. ״Fclcstin“ ist ein übles Scnsationsblatt. - Red. d. ״J. R.“.) Chaim Nachmann Bialik kam in Begleitung seiner Frau und Dr. Schmarja Lewin s am 26. März in Jerusalem־ an. Den Gästen wurde bei ihrer Ankunft ein begeisterter Empfang bereitet. Es wurde auch ein öffentlicher Empfang arrangiert, der einen glänzenden Verlauf nahm. DcutodiUnd Geist. In einer politischen Versammlung in Magdeburg ereiferte sich vor wenigen Tagen ein deutsch nationaler Redner (laut ״Magdeburgisclte Zeitung“ vom 21. März) folgondcrmaUcn über die Abgeordnete Frau v. O h e i m b. ״Wenn cs zu , י K׳ieg gegen Frankreich käme, dann würde Frau v. Ohcimb dem Heere voranziehen, nackend in der Badehose, einen Dreckiudcn auf dem Rücken.״ Vor kurzem wurde in Berlin eine Initiativ-Gruppc zwecks Gründung einer allweltUchen Gesellschaft für Statistik und Wirtschaftskunde der Juden geschaffen. Die Aufgabe dieser Gesellschaft wird sein: Wissen• ־.)׳diaftliches Studium und Erforschung der sozialen und wirfschaftlichen Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung in allen Landern; Sammlung aller Statistiken und Materialien, die auf Juden Bezug haben und deren Bearbeitung zwecks Aufklärung der jüdischen Ocifcntlichkeit. Der Initiativ-üruppe gehören die folgenden Herren an: B. Brutzkus, Ob.-Rcg.- Rat Hans Goslar, Prof. Sch. Dubnow, der frühere Statssckrctär Prof. Hirsch, Dr. Wischnitzer, der frühere Direktor des Berliner statistischen Amtes, Prof. Silberglcit, Jacob L e s z i n s k y , Dr. Jacob S c g al I, Abg. Dr. Oscar Cohn usw. Die Gesellschaft hat die Herausgäbe der ״Blätter für jüdische Demographie, Statistik und Ockonomie“ übernommen, die seit einiger Zeit unter der Redaktion von Professor Brutzkus, J. Lcszinsky und Dr. Segall herausgegeben werden. Oeattrreich Ein katastrophales Mißverständnis. Die Wiener ״Jüdlschc Presse“ vom 28. März enthält folgende ״Zuschrift an die Redaktion“: Geehrte Redaktion! In Bezugnahme auf unsere vorwöchcntlichc, in Ihrem geschätzten Blatte erschicncnc Veröffentlichung, daß bei uns ein Kurs für hebräische Sprache eröffnet wurde und da diese Bekanntmachung zu Mißverständnissen führte, teilen wir Ihnen nochmals mit, daß wir unter hebräischen Kursen nicht den Kurs für hebräische Sprache nach modernen Methoden meinten — der wir doch seihst absolute Gegner sind — sondern ganz einfach das Dik-dük, wie es seit jeher gelernt und gelehrt wurde. Mit Aguda-Gruß: Die Leitung der Zeirc Agudas Jisroel, XX., Bäuerlegasse 20. Wie wäre es, wenn die Zeirc Agudas Jisroel vielleicht einen Kurs zur Erlernung der (profaneren) deutschen Sprache entrichteten? > RuBoUnd Der bekannte Moskauer Rabbiner Jacob Mase, der wegen seines mannhaften Eintretens in jüdischen Angclegenheitcn in ganz Rußland populär ist, hat sein Augenlicht fast vollständig verloren. Der Plan einer jüdischen Kolonisation in Südrußland und der Krim sicht die Ar.sicdhmg einer großen Anzahl Juden auf dem Lande für nur 150 Pfund pro Familie vor. Die notwendigen Summen sollen nach einem Kredit- System vorgeschossen und innerhalb zwanzig Jahren zurückgezahlt werden. In der nördlichen Krim slna jetzt 200000 Dessjatinen Boden zur Bebauung frei.!Lettland Der Rat der jüdischen Bildungsabteilung des lettlandisehen Ministeriums beriet dieser Tage über ein Gesuch einer Anzahl Personen, die in Riga ein Gymnasium für jüdische Kinder mit deutscher Unterrichtssprache eröffnen wollen. Das Gesuch wurde bei geheimer Abstimmung angenommen, so daß das Gymnasium eröffnet werden wird. In national-jüdischen Kreisen besteht eine heftige Opposition gegen diesen Plan, da das Bestehen einer fremdsprachigen jüdischen Schule dem Gedanken der jüdischen Schulautonomic in Lettland großen Schaden zufügen kann. polen An der Wilnacr Universität wurde ein Lehrstuhl für Hebräisch eingerichtet. Inhaber des Lehrstuhls ist der polnische Orientalist Professor Nowicki. Die meisten Hörer des Hebräischen sind Theologen, Berliner Kalender ÖHr#f T»arlm#r l£ionS*t!!3eh<' VnroJnlg;u!3R, 0!9, flc!yt_1 *tr•fc8• ft T@Iopbnm Marlwr * HonfunhnokUonto No. liuüH Mrtrlin NW'. Kft'PMmvftfMmHuntf d«r H '/״ V MiM.wocj,. »Im lj. April *h<m<in H Uhr ZI00UI. J1ijeadr«r*ln H*@bßwer» Gruppe €l1*rlotU«bar*. Im Noliondorl. JUiIno, KloUUtr. AI. Qrnpp1*’ib0M«a* ״ . ftbnnd• 8 Uhr Grnppp 0#i, jrn Xi<־mi*Ü«dthrm Holm, UrvnrtaV'nrßar Htr. Bf), llorr Dr, Wernor Bnb: ״Dia poMU^rbpn Ktrömvnfea und du dfmtieb« DonnoreUg. don a April nachm. Uhr Unat! Zlantattiirlier Freu«» ArhoiUgOBioinichaft Uran lionu»!. im dar Z- V» f. 1)., Sf»o1jyi#0ho Htr. H, Tharo*t Ersleha»» yur G*ra*1uiehafL ״ t״ •band• 8 Uhr H»no?Mlnx*fr im Zloni#U«oh<m Halm. LfuuUh©r©«r Btr, $9. Znanfftßfloa 0יחיי1א memria. U VoTlftiOtig an» B*hn|cm Alochcm« Wrrltnn. 2 00mein»nm«■ ßlngan hn»!r?iino)jr1• und jlUliinlinr TJndftr. Sonnabend, dm 5. April abontl» 8 Uhr Hipoiil ilaxtir im Zion*ßt!e1chm Holm, Uftnrt*b13rp:cr Btr. 89 D, Swardloll״ .־NU lUusUdcn der )RdltehMi ArbMlist I« PallUU■*•“ Bonntnf*. den «. April nnchm. 5 Uhr Zi0üUU»r!1«r Juerodrereia Haab•־!•״, Im Logonhatm, Joachlmathalnr Str. 18 llali Vorirfttm. Tomho'a, Baalpnat, PrftUtanran, Uaherraaahnnßan Pallmnalk> י׳11י hokamifn Jar?,»>nndVapal!a Wolntrmb HlnlnÜkarlon ז im Vorvorkant :1,75 MH. durch dia Horltnor Zionlfdbchn Vereinigung« C5. 2, Soydelntr. Ö« Montag, den 7. April ahanda Uhr Grappa Vl>of.fharlattfnhnrff, Kreta dor UlmrloHophurfrar ׳Aionlatan. im CaUS Krimlhar*, t (N1U10 Uhf. Ch rlaltrnburg). Tltuma ho* Abond■ wird nooh bokanntgognboo. «band• n)4 Ukr Karrt, in don ^ophianuHllAn, Bnphlnnifcr. Groaia rtff״wllleha Varaanamlnnir. XUfi'reati Harr Dr, Klo*. (Thoma wlpl rmnh hakanntßaßrbftfi.) D10 Mit« gliortor worden gebotnn. HiiNto rinr.nfUhren. »band* 8 Uhr i«r Zloulitcn •bi cf. OaUn. Im Uoim. L*n<i1bfrg*r Htr. 89 GrapprirftHantt. MiUwooh, den l>. April abend• 8 Uhr Gruppe Oet, Im Zloniat. rfolm. Landabnr^er 8tr 80 . l«U0t״r Jfldlscbrr Kunatahend MH wirk and 01 llorr. f?rn'tbnKh und Krida MlumenHial. UoeUatlon AHrstaa Auftreten der boidon Kflnetlor in dloeoe Haieon vor ihrer Abrafaa nach Pariab I. Bafiretoin, Volkcliador, Am Klavior• Arno Natlol. LUH Dymont, VinTmtin. Preieo dar Plrttr.o 2T>0 Mb. olneoblloÖMob ^touor. PlUot« *Hd im Vorverkauf bol dar D Z. V., BoydoUtr,יי, fm ZlanlMlmhen IToim, Land•- bertrne Mfr, H׳* nnd an Hop Abondkn«•« pn bnlmn. VoraneiiebtHeb am 10. April Grupp• UeM-rharlattotthar» Anaaprarsb• Gbers ״Weatl'fh» KaMiir ■ml 7do»l«ma«'*, Heferenti Herr Dr lla״• lUooh. Korroforont; Dr. iKJblin. Sonnabend, don 12. April abend• 8 Uhr UftpoTil |I»7aTr im 7ioni«li»obon Holm, T<and*bare״׳r St-r, RO. U. Krlo.Hand! ״Akilr'amnR oder Don-Qnfrhotfimaci* Sonnabend, den 10. April abend■ 8 Ulir lUpoCd Uaca\r fm Zionlatlaebon Heim, Dandabarrrar Btr. 80. H. Samuolt »Probleme de■ Aufliane•.“ J«den Dieü«tftjrabe״d. »Ulir 01t|8rtt«fb«r Ktad«MtenTere!11 Krlartrlnb»tr. 115 Seminar für lüdianh• Oeaoh'eht•. .Ted*n Diunftaeabend, « Uhr dÄdl*ri1«r KiIlarT('r#l11 Proerru fm 7fonr«ti«oben n«!m, Landiber^er Btr. 89 Beminar für iüdleoha Ooicblrht• mnt*r LeUnnß de« ilerrn «tud. phd. Ii. 8 eh •,eh t«r, Cpvccbsaal Das Präsidium des ״Bundes jüdischer Akademiker“ ln Berlin sendet uns folgende Zuschrift mit der Bitte um Abdruck: Dali die Biklungufdudlichkcit der Orthodoxie, ihre Abkehr vom Prinzip der Veiliimlimg um! i)urclu!ri״l׳;ung von Ihora und allgemeiner Bildung, wie es noch S. hl. Hirsch gelehrt, sicli auch auf dem letzten Bundestage des B11 ndes I u d i s e h c r A k n d c tu i k r r (IS. J.A.) re/eigt habe, schrieb Herr Alberto Jonas in seinem Artikel ״Die Aehduth“ 1m Februar-'Idt des ״luden“, den auch diese Zeitschrift zum Abdruck brachte. Ls seien uns einige Worte der Ent. gegnung gestattet, obgleich wir wissen, dal! ein wahres Verständnis unseres Standpunktes nur durch ein feines Einfühlen und tiefes Eindringen in diesen und nicht durch die Lektüre eines kurzen hciiciitigcmlcu Zeitungsartikels erzielt werden kann. Wir glauben, tlail hei unbefangener Prüfung die eingangs zitierten Worte nicht nufiecliterhnlleii werden können. Nach wie vor ist die Pflege der Wissenschaft neben der Erziclumg zum vollendeten thoratreuen Juden eine der ersten Aufgaben des B. J. A. Auf demselben Bundestage, auf dein sielt die Auswirkungen des separatistischen Gedankens auf das geistige Gebiet gezeigt haben sollen, wurden streng wisse uschaf (liehe Referate gehalten, die nah״■- wissenschaftliche, rechtsplulosophische, philologische und philo* sophischc Gebiete behandelten. Wenn auch ein Teil der Referenten später zu unserem Bedauern glaubte, den Bund verlassen zu müssen, so sei doch hervorgehoben, daß die Anregung zur Behandltitig der einzelnen \vi:.sensch,1 (Hieben («egcnstamlc vom Biuidesprlisidiiun ausging, ein Beweis dafür, wie der li. J, A. der Bedeutung der Wissenschaft und Bildung gerecht wird. Lbenso sind schon seit langem die Vornrbcikit im Gange, auch den nächsten Bundestag — im Sommer — so zu ge!,lallen, daß er als wissenschaftlicher der Würde unseres Bundes, eines Bundes von Akademikern, Cntfinricht, Nach wie vor erblicken wir weiter in einer gesunden har nt o n I s c h e!1 Synthese von Judentum und Wissenschaft das Ziel des jüdischen Akademikers, und der Erreichung dieses Zieles ist auch heute noch die Hauptarbeit in unseren Vereinigungen gewidmet. Nach wie vor steht somit der Satz von der Schönheit des Studiums der Thora im Verein mit der allgemeinen Bildung als Leitmotiv auf unserer Fahne. Aber — und das war cs, was unser letzter Bundestag klar ausgesprochen hat — uns bleibt die überlieferte Thora irt ihren Ideen und Anschauungen, in ihren Lehren und Sätzen (Göttliche Offenbarung, und jedes Suchen und Finden im Bereiche der Wissenschaft hohes und hehres, aber stets nur menschliches Denken. Darum: wo sicli auch immer ein Widerspruch zwischen den beiden Gebieten zeigen sollte, stehen wir nicht an, von vornherein zu erklären, daß die unbedingte Wahrheit auf Seiten der Gotteslehre ist und cs uns nur durch die Schwäche menschlichen Geistes im Augenblick versagt scheint, die Wahrheit auch logisch zu erfassen. Will man auch das Unkomplizicrtheit des Denkens nennen, so mag man das tun; noch nie war die Kompliziertheit eines Gedankens ein Beweis für seine Reinheit und Klarheit und Geradheit. Das aber glauben wir gezeigt zu haben, daß im B. J. A. von einer ״Ucbertragung des Austrittsgedankens auf das geistige Gebiet“ nicht die Rede sein kann. Grattr• Nord Mittwoeh von hnl K>lm. Uevy. OrnnUnhnror *Ir.80, Q#m*r»b. MomnkL*nrt nnrrt'm. 4—5 Uhr bni K.rtrrj. Upv.vi •raoh. Fonntn» vorrrnft*«: U—1 Uhr K1׳ n». U״vy: 0»mnr»l1. K(*rHn»r MfumchUGriipp• J#d«nUontftfr,Im llArainl Hynncrntj« 1V»trUr>r*l«tr. 14»!Ö.•ben3» von8-׳יlÖTThr Dr. Tirlinn * Tonart. .T«3«n Di4n1t.ncT' *V»*n3»8—19 IHirs Dr, Ku(fn״r, rimmnirli m. Hn«1rthl וז• Dlnlro J«rten Montag, tm nn101rvmnn«*nm Hr'hillorütr. 24, nnohm. H4—V£5 Uhr. Hnhb. Pr. Kmü Ueryt An*sr«wAhHo P»»lm*n« אגודת בתי ספר לישראל Jüdischer Schnlveraln E. Y.. B«rlin 019, 8eyd»11tr. 8 ®•icbaftilflIirKnd*« V»r1>t»n<t»mlt(tHn1t! Htn׳H«nrM Kurt H.mm.r.t.111, KrUdrloh»r11h,or*tr. 82. . ביח ספר ללשוי העברית בברליו Tfebrälirb• Spr*chafhu'e ln «•rtla (Xf. *•■•«t•?) Aaifeuttffc •rtoilt «lar KrhulUitAr, Dorr N Doryirrnn, MHtwnnb, 8 T7hr 4bn4• ta <!«r lioohiotinl(' für rtlo W!*«on«nJ1nffc r)«■ Judantnm*» ArtUlorlritraQo 14. I. Zimmof 4, בית ספר לילדים במערבה של ברליי JBdUfih« GrBNtUrhHl• Watt» AnaVaaft artalU dia PohnHoU*rin, KrHu’oIn Oharlahrarin Oalty L*nd»a Montag nnrt MUtwooh 8—4 Ul»r, Btoinplat• בית ספר לילדים בטורחח יצל ברליי JürtUeUft Granrtiohala 0*1 AnsVunft orioilt dia SohuHoitorin. FrMuinln Hnganna f4ehtasaUinf Fraitij 2—4 Uhr. l*5nko\v 1171». Der Zionistische Jugendvcrcin ״Hccliawcr“, Berlin, veranstaltct am Sonntag, den 6. April, im Logenhaus, Joachimsthalcr Sir. 12a, einen Ball unter Mitwirkung erster Künstler. Einia(!karten sind im Vorverkauf zum Preise von 3,75 M. durch die B. Z. V., Scydelstr. 3, zu beziehen. Näheres siche Inserat. Interterritoriale Jüdische Vereinigung ״Kinderfreunde“. Am 18. März d. J. fand in Berlin, unter dem Vorsitz des Herrn S. M. Dubnow, eine Versammlung der Initiativgruppe statt. Herr J. L. T eitel erstattete Bericht über das von ihm im Juli gegründete Kränzchen der ״Kinderfreunde“. Als Grundidee zur Bildung dieses Kränzchens erschien dia Bestrebung Herrn Tcitels, in den Kindern Liebe zueinander und das Bewußtsein der Pflicht, dem Nächsten zu helfen, zu erwecken. Im vergangenen Dezember wurde ein Kinderklub von den Leitern des Kränzchens eröffnet. Darauf erstattete Fräulein R. R. Lwov einen Bericht über das in Berlin nach dem Vorbild des Moskauer Hauses der Arbeit und Ruhe cröffnctc Kinderheim. Dr. Spiegel schlug vor, eine Internationale Hilfe für Kinder ins Leben zu rufen (Gründung von Schulen, Werkstätten, Organisierung sanitärer und ärztlicher Hilfe). Prof. Schnccrsoltn befürwortete eine möglichst umfassende Anwendung des Prinzips ״Alle Kinder sind Freunde“ nmd betonte, daß eine derartige Orga 11 hat km eine äußerst interessante und ganz neue Anregung auf dom Gebiete der Kinderkollektlve darr,teilt. Dr. Ts ehern i c ho w s k i empfahl die Losung ״Kinderfreundc aller Länder schließt euch rusammcnl“ der in Aussicht genommenen Orgnnisalion zugrunde zu legen. Herr A. M. Birken heim unterstrich die Notwendigkeit, den unmittelbaren Verkehr zwischen den jüdischen Kindern der ganzen Welt mittels Propaganda zu schaffen. Die Versammlung beschloß, eine interterritoriale Vereinigung der ״Kindcrfrcuiide“ mit der Zentralc in Berlin zu gründen. Zur Ausarbeitung der Satzungen der zu gründenden Vereinigung wurde ein Ausschuß gewählt, abstehend aus den Herren J. L. Tcitcl, S. CL Tschernichowski, Prof. Schneersohn, Dr, Spiegel und Frl R, R. Lwov, lG./\usweIsderZionislensicucr-1:!ngän{1c Kirdas l.Quarfal 1924 vom 22. bis 27.März 1924 Ort Knnlni ־«> lür t.Qa. >K mkl. der Elnc.iiu׳ vom Imrcs.mt Riicl׳«iJmle f 11*1 22. Ai>ls 27.8.21 (ür l. Quf.rUÜM 4.Qu.ru IV1J F«11lbctr»f Berlin 5000,—• 1156,70 4112,65 887,33 Bremen ~,0ד -,40־ 40,- 3(1,— Cassel 430,- , 7,60 7,60 501,40 Darmstadt 33,59 25,- 25,— 8,50 GSchvitz 203,- 70,- ■ 70,- 133,— Halberstadt 300,— 101,40*) 148,20 151,80 Halle 150,- 35,— 05,— 55,— Hamborn 600,— 200,— 210,— 360,— Hameln 15,- 15,- 15,- Heidelberg 50,- 20,- 57,— — Hindcnhurg 40,- 40,- 40,- — München 300,- 50,— 223,30 76,70 Nordhausen 100,- 85,— 100,- — Stettin 100,- 27,- 03,— 7,- Zwickau 150,- 167,- 167,- — Einzelne Zionisten 630,— 4,_ 412,50 187,50 •) Davon 43,60 für das 1. Quartal und 145,80 für das 2. Quartal 1924. Eingang vom 22. bis 27. März 1024: für 1. Qu. 24: 1900,Q3; für 2. Qu. 21: 145,SO; Oesamtcingang: für 1. Qu. 24: 14 005,-; für 2. Qu. 21: 46-1,30; für 3. u. 4. Qu. 24: 343,60; Sonderspenden: 600,—. (Die Spezifikation erfolgt in nächster Nummer.) Ein Dlskussionsahend über den Zionismus in der Freien Hochschule. Am 14. März. 1024 fand im Rahmen der Freien Hochschule ein ״D r e i - G e g n c r - A b c n d“ statt, der ״der jüdischen Frage“ gewidmet war. Dr. Bus mann, Mitglied des Vorf.taiides der Freien I lorhschule, der «ich als Vertreter des ״übervölkischen Gcdank׳,us“ bezeichncte, suchte zu zeigen, wie iin Gegensatz zu früher heute das Rassenmoment immer mehr znrückgetretcn und insbesondere für Fragen geistiger Entscheidung irrelevant geworden sei. Es gäbe eigentlich keine Judcnlrage. Das deutsche Volk habe die Pflicht, seine Wesensart zu entwickeln und müsse die Kraft finden, zu diesem Ziele zu gelangen unter Aufnahme der besten Teile auch anderer Kulturen, also auch des Juden* tums. Demgegenüber legte Dr, Max Strauß die zionistische Auffassung der Judeufrage und ihre Lösungsversuche dar. Er gab zunächst einen Ueberblick über das heutige jüdische Leben. Er ging daun auf die Frage des Antisemitismus ein, und suchte dann noch kurz, nachdem er sich mit bestimmten Einzclvorwürfcn, die von deutsch-völkischer Seite gegen das Judentum erhoben werden, auscinnndcrgesetzt hatte, die Ent- Wicklung zu zeichnen, wie man sie von zionistischer Seite für das Leben der Juden in der Diaspora erstrebe, Herr Mcrtz, Vertreter der deutsch-völkischen Richtung, hielt sich, wie anerkannt werden muß, im allgemeinen ebenfalls in einem sachlichen Rahmen. Er forderte Berücksichtigung der Tatsache der physisch-psychischen Verschiedenheit der Juden auch im politischen Leben. Daneben gab es aber eine Reihe von Entgleisungen. Das Märchen der umfassenden jüdischen Gcheirnorganisation wurde abgeleitet aus einer Stelle des Buches von Fritz Kahr ״Die Juden als Rasfie- und Kulturvolk“, wo über das auf nationalen Instinkten beruhende jüdische Solklariüitsgefiilil gesprochen wird. Interessant war ein Abrücken von Stinncs und schwel industriellen Kreisen. Alles in allem ein gelungener Versuch einer sachlichen Ausspräche, die man wiederholen sollte;

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