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Jüdische Rundschau · 1924-04-01 · Heft 26 (1.4.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 26 (1.4.1924)
Date
1924-04-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Amrelj'ennrhltin 1 D i « n 1 \ «;ן und F r i t g nachmlHig 4 U h r. Telephon: PfalzburfJ 66970.6698. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392• Für Oesterreich: Postspnrknssenamt Wien, Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: Poshparkimeonmt Prag, Konto Nr.59410, — Rednktionsschluß Sonnt.*׳«» und Mittwoch nachmittag. — ד־. י T.tsic!r»3srrrrrnrrcfr*KBS~,csMX'E:er=:“r. 1 | כ״ו אדר ב׳ תרס״ר rB:»aa*Er:a׳=r:־ XXIX. Jahre:. Per Zionismus orttrobt für das jüdische Volle dla Schaffung einer tftfantllch - rechtlich gesicherten Kel.mtälto In Palästina. ״Baseler Programm. Zionismus, Liberalismus und Oxlhodoxfe 11. In dem Artikel von Herrn R.-A. Heinrich Stern in der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“, zu dem wir in der letzten Nummer Stellung nahmen, findet sieh noch folgender Passus: ״Wir machen cs dem offiziellen Zionismus zum sehweren Vorwurf, daii er auf Gedeih und Verderb mit der Orthodoxie sieh /usainmengcsclimiedet tiat, und dal! er einem Konservatismus auch dort huldigt, wo er ihn als religiöse Erscheinungsform nicht teilt und billigt.“ Auch diesem Vorwurf gegenüber braucht man nur darauf hinzuweisen, daß seine völlige Absurdität zu keiner Zeit deutlicher in Erscheinung treten konnte als heute, da die Zionistische Organisation sich genötigt sieht, den ihr von der Agtidas Jisrocl aufgenötigten schärfsten Kampf entschlossen und ollen aufztinclimcn. Der Angriff der ״Jüdisch-liberalen Zeitung' ist also von einem besonderen Peeh verfolgt. Hätte Herr R.-A. Stern wirklich Kenntnis von den Ereignissen in der jüdischen Sphäre, so müßte er wissen, daß die Agudas Jisrocl seit ihrer Begründung die crbitiert.de, gehässigste und vor keinem Mittel zunickschrcckende Feindin des Zionismus ist, die in seiner Bekämpfung den Hauptzweck ihrer Existenz überhaupt sicht. Es ist auch keine Entschuldigung, wenn Herr R.-A. Stern vielleicht auf manches taktische Zusammengchen der Vertreter der Jüdischen Volkspartci mit den Konservativen der Berliner Jüdischen Gemeinde anspiclcn will. Auch für diesen engeren Bezirk, für den er eine präzisere Fassung seines Vorwurfs hätte finden müssen, bcweisen die letzten Wahlen in den Vorstand der Jüdischen Gemeinde, daß eine solche!Behauptung unrichtig ist. Wir müssen darauf verzichten, immer wieder auscinamicrzusetzcii, daß der Zionismus in religiösen Fragen absolut neutral ist, (was für uns nicht indifferent, sondern tolerant bedeutet) und daß die Angriffe der Rechtsorthodoxic über seine Gottlosigkeit dies ebenso beweisen wie das liberale Gerede von einem Bündnis mit der Orthodoxie ״auf Gedeih und Verderb.“ Ucber die neueste Tat der Agudas Jisrocl, die mit ihrem Memorandum an König Hussein nur den einen Zweck vorfolgen konnte, der Zionistischen Organisation in den Rücken zu fallen, haben wir bereits berichtet und dazu auch schon km/ Stellung genommen. Das Verhallen der Agutla-Dcle- Ration, die ohne ausreichende jüdische und ohne Völkerrechtliehe Legitimation, den Versuch unternahm, die Zionistische Or* gnnisation, die die Jcvvish Agency ist, bei einer auswärtigen Macht zu denunzieren, würde sich, gäbe cs bereits ein ziviles jüdisches Strafgesetzbuch, als glatter Landesverrat qualifizieren. Wie das Vorgehen der Aguda vom jüdischreligiösen Standpunkt aus, der doch die Austragung eines innrrjüdisehen Streites vor einem nichtjüdischcii und dabei noch ausgesprochen anlijüdischen Forum auf das Schärfste pcrhorrcszicrt, zu beurteilen ist, wissen die Hüter der jüdischcn Tradition, als welche sich die Agudistcn ja immer aufspiclcn, wohl selbst am besten. Nichts ist auch kennzeichnender für den wahren Zweck des agudistischcn Schrittes als die einhellige Aufnahme, die er in der arabischen Presse gefunden 'hat. Nach Mitteilungen der Wiener ״Jüdischen Wochenschrift“ geben wir die folgenden Prcsscstimmen wieder: ״Lissan el Arab“: ״Die Delegation (der Agudah) erklärte, dal! sie sich die Forderungen der Zionisten, die im Judentum nur eine verschwindende Minorität bilden, nicht zu eigen mache, ihre Politik nicht mit machen will.“ ״Aharam“ schrieb: ״Die Delegation betonte, daß sic die B a 1 f o u r - D c k 1 a r a t i o n überhaupt nicht interessiere und daß sic deren Annullierung wünsche und nichts mehr verlange, als mit der autonomen arabischen Bevölkerung in Frieden zu leben. Sic erklärte ferner, dal! die Balfour-Deklaration die einzige Ursache des Streites zwischen Arabern und Juden sei und diese daher aus der Welt geschafft werden muß, und daß die Zionisten nichts als zugewanderte Bolschewiken seien.“ Nach einer Meldung des ״Lissan el Arab“ sollen die Agudahlcutc das gleiche Memorandum auch an den in Palästina weilenden englischen Kardinal Bourne überreicht haben. Die Empörung unter der Juden heit Palästinas ist eine ganz gewaltige. So hat außer dem ״Wand Leumi“, ״Belli Haain“ und anderen Körperschaften sogar der aus fast lauter geset/estreuen einheimischen Juden vom alten lischuw bestehende Verband jüdischer KatiHeutc in Jerusalern bei einem großen Protestmeeting in erbitterten Resolutionen gegen das schädliche und unverantwortliche Vorgehen der Agudah heftig protestiert. Die Presse der Aguda hat auch ein böses Gewissen, so schreibt das Wiener agmdistisehe Organ, die ״Jüdische Presse“: ״Jede Wahrnehmung, daß die Orthodoxie noch lebt, wurde mit der Bezeichnung ״Verrat“ abreagiert. Docli cs gehört zur Psychologie der Sprache, daß jedes Wort durch zu häufigen Gebrauch an kraft und Wirkung verliert. Unsere zionistischen Politiker vergessen wohl so manches, aber zulernen wollen sic nicht. Obwohl die große jüdische Oeffcntlicbkeit nicht mehr blind ist, obwohl die große Wcltpolitik andere Bahnen wandelt als anno dazumal sie bleiben sich treu. Jede Regung der sclbständ i g c n Orthodoxie ist und bleibt — ״Verrraaat!“ Und der ״Israeli t“ läßt sich aus Wien schreiben: ״So ist es zu hoffen, daß die Delegation der palästinensischen Agudah gut machen wird, was die unverniinftige zionistische Araberpolitik bisher verdorben hat. Aus dem Berichte des Herrn Sokolow anläßlich der Sitzung des zionistischen Aktionskomitees ist zu entnehmen, daß er mit der Delegation unter Führung von Rabbi Chain! Sonnenfeld höchst unzufrieden ist Da seine Angriffe, nach früheren Beispielen zu schließen, mir den Auftakt zu einer allgemeinen Preöhetze gegenüber d c r Orthodoxie bilden, k ö n n c n wir erwarten, daß man wiederum eine Flut von Bcs c h i in!י f u n ׳: e n gegen Agudas Jisrocl loslassei» wird.“ Man sieht: das schlechte Gewissen, wie cs sieh in der trüben Vorahnung des Echos, daß dieser hcrostratisehe Schritt der Agud.1 notwendig hervorrufen muß, nicht schärfer ausdrücken kann. Inzwischen ist ja auch ein offizielles Dementi des 'Außenminisiers König Husseins bezüglich seiner Antwort an die Aguda-Dclegation ergangen. König Hussein hat sich demnach in dieser Antwort nicht als Gegner der zionistischen Bestrebungen bekannt und auch nicht die Aguda als die Repräsentation des jüdischen Volkes anerkannt. In diesem Zusammenhang muß auch auf eine Londoner Meldung eingegangen werden, die in der vorigen Woche auch in der ganzen mitteleuropäischen Presse verbreitet wurde. Wir haben diese Nachricht als Meldung der ״Vossischcn Zeitung“ (sic ist gleichzeitig auch in der Wiener ״Neuen Freien Presse.“ und in deutschen Provinzhlättcrn, z. D. dem ״Generalanzeigvr für Elberfeld-Barmen“ erschienen) in unserer letzten Nummer wicdcrgcgchcn und daran die Vermutung geknüpft, daß es sich ganz offenkundig 11m eine Nachricht eines Londoner aiitizionistischcn Blattes handeln müsse. Diese Vermutung ist inzwischen vollauf bestätigt worden. Die Meldung, «laß König Hussein einen panmoskmischcn Kongreß nach Mekka zur finanziellen, politischen und moralischen Unterstützung der palästinensischen Araber, die den politischcn Zionismus bekämpfen, cinbcrufcn habe, stammt von dem Jerusalemer Korrespondenten des antisemitischen Bca.cz• brook-Organs, des ״Daily Expreß“. Dieser Jerusalemer Korrespondent ist aber bekanntlich niemand anders als — Prof, de Haan. Ein Jude also, obendrein noch ein führendes Mitglied der Aguda, der ständige Mitarbeiter eines antisemitischen Hetzblattes, hat demnach durch seine bewußt irreführende Meldung auch in der deutschen Presse die Legende von der großen autizioiiistisclien Aktion Husseins, die ja nur als Stellungnahme gegen die jüdische Palästina- Siedlung überhaupt gewertet werden kann,'verursacht. Kein Märche.i ist so dumm, als daß cs nicht sofort von gewissen Blättern aufgegriffen und von ihren Lesern geglaubt würde. Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß der Zweck der von König Hussein cinbcrufcncn Mekka-Konferenz die Ent* Scheidung der Kalifatsfrage ist, wie dies eine Rcutcrmeldung klar besagte. Angesichts der Opposition, auf die Husseins Kalifat in der moh.iniiiml,mischen Welt stieß, hat sich dieser veranlaßt gesehen, die Entscheidung dieser Frage der erwähnten Konferenz zu unterbreiten. Daß ein Jude darauseinen antizionistischen Kongreß macht und diese erfundene Behauptung in der ganzen Welt verbreiten läßt — cs ist mich sehr auffällig, «laß di־׳ dculsehgesehriebem: Presse, Ule «loch sonst mit Londoner Nachrichten über «len Nahen Orient sehr sparsam ist, gerade diese bringt — ist eine Ungeheuerlichkeit, für die der Aguda ebenfalls die Verantwortung zufällt. Sic hat es bisher peinliclist vermieden, I lerrn de Haan, dem man vielleicht insofern mildernde Umstände zubilligcn muß, als er (nach Angaben der Wieper ״Jüdischen Wochenschrift“) in Jerusalem allgemein als nicht normal gilt, von sich abziischütteln. Sie hat ihn vielmehr wiederum zu ihrem offizielten Wortführer in der Delegation zu König Hussein gemacht. Wir zweifeln nicht, daß die Aguda auch diese Warntmg wie die bisherigen in den Wind schlagen und auf dem Wege, «1er mit dem erfolglos gebliebenen Sprengvcrsuelie beim Londoner Auswärtigen Amt und der Denunziation bei Lord Northcliffc begann, weiter fortfahren wird. Sic hat also den Kampf selbst gewollt und mag sich hüten. Die Zukunft wird lehren, ob auch der bisher agudistische Teil der orthodoxen Massen sich weiterhin von einem Grüppchen ehrgeiziger, in der Wahl ihrer Mittel durchaus nicht näh- Icrisrhcr Männer ködern lassen wird, die zwar Gott ständig im Munde führen, mit jeder Tat aber das jüelischc Volk und sein nationales und religiöses Ideal, das jüdische Palästina, verraten. S. K. König Dusseln und \!ie Agudas Jisrocl E i n De m c n ti Die palästinensische zionistische Exek 111 i v e übermittelt der Pal. Tcl.-Agcntur die folgende Mitteilung: ״Unter Bezugnahme auf den in ״Fclcstin" Nr, 4662 vom 14. März veröffentlichten Bericht, in welchem eine an geh• liehe Erklärung des Königs Hussein an die palästinensische orthodoxe Juden heit enthalten ist, sandte Colonel Kisch am 14. März an den Außenminister König Husseins, Exzellenz Fuad Be y el Khatib, ein Telegramm, in welchem er wegen der Richtigkeit dieses Berichtes anfragt. Es ist nun eine telegraphische Antwort cingctroffcn, die die Richtigkeit des erwähn• t e n Berichtes verneint. Im Hinblick auf die Wichtigkeit der Sache, begab sich der Sekretär der politischen Abteilung der zionistischen Exekutive* mit einem Brief Colonel Kischs zu dem Außenminister Fuad Bey 01• Khatib. In diesem Schreiben wurde die Veröffentlichung eines offizielten Dementis verlangt. ln einem Antwortschreiben an Colonel Kisch bestätigt der Außenminister den Empfang'des Briefes und schreibt weiter: ״Wie ich Ihnen bereits in meinem Telegramm mit• geteilt halic und wie ich auch gegenüber Captain Jacobs erklärt habe, entbehrt der fragliche Bericht jeder Grund• läge, da Se. Maiestät während seine« Zusammenseins mit der Delegation eine solche E r k I ä - rung keineswegs abgegeben hat. Ein offizielle■ C 0 m in 1111 i q u c hierüber wird im ״El Shcrk el Arabi“ erscheinen; anbei eine Kopie des Ooinmuniquss. Ihre Be• grüiliingcn an Se. Majestät1 anläßlich der Uebcrnahine des Kalifats machten einen guten Eindruck auf Se. Majestät, Er dankt Ihnen für Ihre Glückwünsche und läßt Ihnen mitfcilen, daß seine Haltung die gleiche ge• blieben ist, wie an dem Tage, an dem Sie sich von ihm verabschiedet habe n." Das im ״El Shcrk cl Arabi" abgedruckte offizielle Com• muniqiic lautet u. a.: Der in «ier Zeitung ״Fclestin" Nr. 4(162 vom 14. März erschienene Bericht über eine angebliche Er• klärung Sr. Majestät des Kalifen an die jüdische Delegation ermangelt der Wahr hei t.“ Der Ang'.o Hedjas-VerJrag London. (J. T. A.) Nach'einer Meldung der ״Morning» Post" vom 28. März hat König Hussein an Ramsay Macdonald das telegraphische Ersuchen gerichtet, daß er entweder einen verantwortlichen Vertreter nach dem Hcdja» entsende, um die Vcihaiultuagcu über den Augio-Mcdjav Vertrag zu Emjc zu fuhren cxlcr zustimmc, daß ein De• legierter König Husseins in London empfangen wird. Die Zukunft der Dcdjasb.thn Jerusalem. (J.T. A.) Bevor König Hussein Amman verlassen hat, empfing er den palästinensischen Regierungs• Sekretär Sir Gilbert Clayton und besprach mit ihm nochmals die Uebcrt Tagung der Lied ja s bahn an die Regierung von H e d j a s. Wie die Pal. Tcl.-Ag. erfährt, hat tiic Regierung von Palästina beschlossen, d i e Eisenbahnlinie von Haifa nach Homa der Re• giernng König Husseins zu übergeben. Die Bewohner von Damaskus haben Telegramme an König Hussein von Hed• jas, dessen Söhne König F eisul von Irak und an Emir Abdullah von Transjordanien, gesandt, in welchen ^ie gegen den Vorschlag, die Hcdiasbahn einer französi• sehen Gesellschaft zu übergeben, Protest erheben. Sie erklären, die Hedjasbahn sei ein mohammedanischer Wakf. Hilmi Pasha ist zum Direktor der Eisenbahn ernannt worden. Oscar Straus über seine Palästina - Eindrücke Jerusalem (J. T. A.) Herr Oscar Straus, früherer Dnfschaffer der Vereinigten Staaten in Konsfantiaopel und I landelsminisfcr, der sich jetzt auf einer Reise in Palästina befindet, sprach sich am 21. März in einem Interview nvif dem Vertreter der J. T. A. in folgender Weise über seine bisherigen Eindrücke in Palästina aus: ״Ich weile schon einige Tage hier und finde eine wunderbar zu 11c ח . II e n <1 c A ende rung zum Besseren vor. Ich bin hierher auf Einladung des Oherkommissars Sir Ikthcrt Samuel und auf Ersuchen des Präsidenten der Zionistischen Organisation Dr. W c i 1. m a n n gekommen; ien habe hier keine offizielle Mission zu erfüllen. Ich möchte helfen, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften Palästinas zu verbessern. Ich habe König Hussein von Hcdias besucht und ihn« die Wichtigkeit freundschaftlicher Bezichungen zu den Christen und den Juden auscinandergcsetzt, ich werde auch den griechischen Patriarchen bcsuchen und wahrscheinlich ebenfalls den römischen Patriarchen in Jerusalem, Mgr. Barlassina,“ Herr Straus sagte dann über die Frage der J c w i s!1 Agency: ״Ich fördere die Jewish Agency ah diejenige Körperschaft, die die Mitarbeit aller Juden an dem Palästina-Aufbauwerk sichert. Um dieses Werk erfolgreich durchzuführen, ist vor allem Geld und Geduld notwendig." Am 31. März wird sich Herr Straus auf eine Tour durch die jüdischen Kolonien begeben; am 7. April wird er die Rückreise nach Amerika antreten. Eine jüdische Ddcpllon aus Palästina bei Baron Edmond de Rothschild Jerusalem. (J.T. A.) Eine Delegation von Vertretern der von Baron Edmond de Rothschild gegründeten jüdischen Kolonien begab sich am IS. März nach Kairo, wo der Baron sich zurzeit aufliält, und überreichte ihm eine BcgrüfSungsadressc. in welcher die Gefühle tiefer Dankbarkeit und Anhänghehkeit, die die jüdische Bevölkerung in Palästina ilinaf entgegenbringt, zum Ausdruck gebracht werden. Die Mitglieder der tk'lcgation berichteten auch über den Fortschritt, den die jüdische Kolonisation während der letzten Jahre in Palästina gemacht hat. Baron Rothschild war tiel bewegt über «licsc ihm enfgegnigthr,achte Huldigung. Als die De* legierten über die Entwicklung «1er jüdischen Arbeit in Palästina sprachen, rannen ihm Tränen aus den Augen. Der Baron bat die Delegation, seine Grüße für Palästina mit• zimchmcn, sowie die Versicherung seines fortdauernden Intercsscs für die jüdische Siedlung in Palästina. i Pessach in Jerusalem Rciscerleichterungcn Jerusalem. (J. T. A.) Das Departement für Einwan• derung und Verkehr hat den auswärtigen britischen Konsuln eine Mitteilung gesandt, daß den zu dem Peßach-Sportfcst nach Palästina reisenden Besuchern besondere Erleichterungen in bezug auf die Visa für Palästina gewährt werden sollen. Gesuche für Visa werden vom 15. März bis 15. April entgegengenommen. Visen werden auf Treu und Glauben solchen Besuchern gegeben, die nicht die Absicht haben, sich dauernd In Palästina niederzulasscn und über Riickrcisedokumente verfügen. Wie ״Lissan-ul-Arab“ berichtet, haben mehrere iri« bische Raufleute in Jerusalem eine Bank gegründet. Das Kapital beträgt 25.000 Pfund, das in Fünf-Pfuna-Aktien .eingeteilt ist. V

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