Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 23 (21.3.1924)
- Date
- 1924-03-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr 23 ז U E DI S C H H RUNDSCHAU Seite UV7 10. Voihamlcnes Barkapital. 11. Wert der vorliamk'iiett Maschinen und Gerate, die der Interessent lnitnelimcn will. 12. Wert des vorhandenen Rohmaterials, das der Interessent mitnehmen will. 13. An welchem Ort oder in welcher Gegend will sich der Interessent besonders gern nicdcrlasscn. 14. Wann beabsichtigt der Interessent die Uebcrsiediung vorzimchmcn. Allgemein kann nicht genug betont werden, daß für den E i g c n ha Intel in Palästina die Aussichten zurzeit denkbar schlecht sind und wenn möglich noch schlechter für den K o 111 m i s s i 0 11 s -11 a 1111 e I. Beide Brauchen sind schon jetzt stark tiherhillt. Bei der lähmenden Geldknappheit im Lande ist es unbedingt ertordoiüdi, daß die Ucbersiedler alle für die Errichtung ihres Betiiebes nötigen Gelder voll und ganz, selbst mitlmngen. Selbstverständlich ist es, dah die entsprechenden h a c 11 k e 1111 t n i s s e vollständig׳ vorhanden sein müssen, denn gerade durch deren Feilten sind drüben viele Existenzen gescheitert. Wer über irgendeine Spc/inllragc, die mit dem Wirtschafislcbcn Palästinas ziisammeiihiingt, unterrichtet still will, wende sich an die Redaktion der ״Palästina-Wirtschaft“, Berlin W 15, Sächsische Str. 8. Wie die Pal. Tcl.-Agentur berichtet, soll mit dem Bau emes Hauses für Sir Alfred Mond binnen kurzem in Mi ״da! (am Ufer des Kincre.li-Sces) auf einem von Sir AllrcJ Mond erworbenen Grund begonnen werden. Sir Alfred Mond hat vor einiger Zeit ein Siück Lanl zu diesem Zwecke erworben. ״Solelboneh“ wurde jetzt oflUiell als Aktiengcsellscliaft bestätigt. Berichtigung. In der in Nr. 20 der ״Rundschau“ veröifcntlichten Präsenzliste der A.-C.-Sit/ung sind verschentlieh die Namen der iierreu Mcrcniinski und Brudni fortgelassen worden. — Herr Mcremiuski wurde als Vertretcr der ״Zeire-Zion“ in die politische Kommission und Herr Brudni in die Kommission der Jcvvish Agency entsandt. vom 9. bis 18. März 1924 Ort Kontlnzcnt Einsam? vom 0. ü bis m.a24 (!״»pesamt lür 1 Quarta! 24 fahlbclrag Aricnstcin 250,— 50,- 81,50 275,- — Berlin 5000,— 2SO),20 2190,80 Köln a. Rh. liXIO,— 8,- 81,50 915,50 Leipzig 181«),— 8,- 10,- 1700,- Trier 300,— 300,- 30;),- — Einzelne Zionisten 650,— (י-,5 4 403,50 246,50 •) Davon Vorauszahlungen für die folgenden Quartale 20,—. Eingang vom 9. 3. bis 18. 3. 1924; für V. Qu. 24; 472,50; für 2, Qu. 21: 2(),—; Gesamteiiigniig für 1. Qu. 21: 11 282,15; für 2. Qu. 21; 313,30; für 3. u. 4. Qu. 24: 348,60; Sonder* spenden: 690,—. Spezifikation: AUcnstcint (in der folgenden Spezifikation sind auch die im 13. Zionistenstcuer-Auswcis ver* üflentlichten 225,— M. enthalten): Dr, Lcwin 40,—, Berger, Buctow, Kahan, Lewald, A. Lewin je 30,—, L. Brünn 25,—, Frau Berlowitz, R.-A. Wistinet/ki je 20,—, l.ippmanu 15,—, M. Lcrmcr 5,-. Berlin: II. Böhm 10,-, S. Rieh, R.-A. M. Rosenberg 11. Pr. je 6,-—, Gehr. Propper, Apotli. Reiniscli je 5,—, j. Land, B. Rnschkcrs, P. Ringer, Dipl.-Ing׳. W. Fliese, K. Ried, S. Rosenbaum, Dr. L. Rnsenbcrg, P. Rosen* herg je 3,—, div, 25,50. Köln a. Rlr.1 R,־A. A. Gähn 8,—, l.eipzig: S Pree/ep 8,—, Einzelne Zionisten: Güstrow: R.-A. Bucki 40,— (f. 1. u. 2. Qu. 21;. Hcidingsfcki: F'rau Frciidcnberger 5.—. Wir bitten alle Ortsgruppen dringend, die für dieses Quartal fäliig-en Kontingente bis Ende des Monats voll abzuführen. Ganz besonders ersuchen wir die nachstehend aufgeführten Gruppen, die bisher von ihrem Kontingent gar nichts oder sehr wenig gezahlt haben, die uns teilweise schon angekündigten Zionistensteuer-Beitiäge umgehend abzuliefern: Bielefeld, Bremen, Bruchsal, Coethen,Darmstadt, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Frankfurt a. O., Gelsenkirchen, Gießen, Gleiwitz, Glogau, Göttingen, Hameln, Hamborn, Hannover, Hildesheim, Hindenburg, Karlsruhe, Kiel, Konstanz, Köln, Königsberg, Leipzig, Mainz, Mühlheim/Ruhr, Nordhausen, Oberhausen, Oppeln, Plauen, Schönlankc, Stolp, Würzburg, Zwickau. Es ist PMIchf Jeder Ortsgruppe, das Kontingent restlos aufzubringen! Postscheckkonto: Berlin 8001. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Zionistischer ßr/.irksvrrbnnd Sachsen - Anhalt Tagung am 29. und 30. März in den Räumen des K'aiilniäiiiiischen Vereins, Magdeburg, Berliner Str. 30/31: S ח ס n a h e 11 d, den 29. Mär/, abends S'/j Uhr: Vorbcspreclitiiig der ürisgiuppciiVorstände iiher die Tätigkeit der Ortsgruppen. Sonntag, den 30. März, vorm. 10 Uhr: 1. Die allgemeine Lage der Bewegung und der Stand der Palästina-Arbeit. Rcf. Gerda Arlosoroff. 2. Generaldchattc. — Gemeinsame Mittagstafel in den Räumen des Kanfm. Vereins. Nachm. 3—4 Uhr: Gemeinsame Rcdchti• gtmg der Chaht/wcrkstaü. Nachm. 4»;) Uhr: 3. Praktische Chaluzarbcit des Bezirksvcrbandes. Rcf.: Dr. Ascher. 4. Generaklebntte. Tagtint! der Gemeinden des preußischen Landesverbandes Am 16. März fand eine Tagung der Gemeinden des preußischen Landesverbandes statt, an der gegen 50 Ver* treter preußischer Gemeinden teilnalimcn. Der Verband ist bereits Juni 1922 begründet, hat aber nach immer nicht die allgemeinen Wahlen zum Vcrbamlstag ausgeschrieben. Die vorläufige Leitung liegt noch immer in den Händen des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde. Dies« provisorische GescliäUsl'ülmmg erstattete einen Tätigkeitsbericht, der sich mit dem Stand der staatlichen Vcrtassungsgcnchmigung, der Entwicklung des Verbandes, seiner Tätigkeit aut dorn Gebiet der Gesetzgebung und Verwaltung und den Reichs- und Staatszuschüsscn be'.alHc. Am Nachmittag wurde die Frage erörtert, oh die allgemeinen Wahlen noch in diesem Jahre auszuschreiben seien. Da diese Debatte interessante Einzelheiten zutage förderte, wird darauf noch ziirtkkzukcnimen sein. Ivciiiner K*:lr«1cter Büro! IWIin*r Zu'n«ftt1»ch«' Voroinigitne, MOriln י tu, H TgUm'Idmv Merkur ’/.V4:k4״ ),oBtBNhtmkkont« Ko, Morlin n \\ , Kn1»pnvnrwHlfnp1/ H#r M /, V -OMiifVBon.l. Ion \r> »han«l■ - Uhr lUpööi U*s*»f, im Ziüiifstimob«» Holm Laniahorgor Str. 89, Eiortuir KWln« Kr״r»k*u» t«>r Str. II iWrlfh! übff A.-f -sit imr In Ltinlo* Uofoionloni Dr. C11. ArU1*mm!l, Kn!•1״״. PnlllMlmi, Dr. Uollmann, Lettland, Arthur Lowinkolm» l*oU1u, Sonn»•!11**1> ׳ ~'i. Mora vorm, 11 Uhr Auüuhrumי!1י ׳« iioiinn PallUUniiAtm« ,,Kl«« U«U« rittrrH Kcr* Ur&ol Im im Kilm• 1'nloNt IUH-ho. |(o«onthnl«r>ttr. 40/11. Korten im ״nro «hu J N. K. Uoriln W 15. KMmUrlia Htr. H, i’fiiUbg.(WOT—00 m!׳l nn «ler Thontorkn'um «los Kilm«Kf1ln«te• Montnir. dr4 ״. Mftr« Hbo^d• *W «rupfir W#*M b*r»«M1*nbu־*. Im KolUn^orf-Ctiaino, Kl«(• •tr. 41' (i ru iijiroibontj l*r (der <1 rup• «■ lUrr Dr. Rntlolf Satnnols dr* /don-im■• 614 dl« _ . . . »bomU H Uhr Gr«ppn d#r ZlonliUn •6« d. 0*t«■ im Etlim, L6n )«b«rgar Htr. Ml firspprnsbend, *51“■PP• Im Uodof Zdoladu Tloionthnleratr. li/W, <«r0p|M*n*h**«1d, IVn-n^u•;Ion IM MAr* **״״du Uhr Urajvv* ^ü«l«r11UrU• Nor«*r1f, Im AU1rfc.V1.hol, Sfccglit■, AJhr«oht«tr. U Propntr »n1׳tvver1u>s»«'tnn(f Horr Dr Han■ D ocht ״Dt« golttl (Jms'Uafr« dar sloaUt. Bew«gang(<. ....... , , , »h«n«U H Uhr /tOQisUiohrr J11grndrrr«ln Hrrhiwer, O 0״• MA in dar K0ßdiU>roi Kuohrn• Ufdtmr, Ornni»n)dM», Urup|1«n• Ah«ntl. Mittwoch, tlnn cn. M«r* *b.7d« 8 Vh־t <lrnp[1. 0«t, Im Helm. T,»n1׳«horf:«r ft»r on H.rrDr IColkmsali.trt 111״• JUd. W'm.ir i« la Ihrer hl lorlacb.a Katwlrkl«»,״ ZlonlitUcher a«geatl,«r׳la Iterh»n»r. «rppne (’harlotfeahar*, Im No'uemWf- Ka.ino, Kl«i.t«tr, ,1. Iltuppea-ibeatf. AufKslirnn« tle, nennn PftlB.tirnlilm« , Kl»« Rt'ae durah Via* l.raal^u« .Is' re l.lnf.on.lwttnttliritnir’l im L’nion-TliPMor. KurfllratanUamm VH Karten im ItUro Uoa .1. N. I•’. SilahaKrli״ ‘itr.8, 1*0,11!% m1~W nnd an dor ThoatorkaRttn tloa Unlon-Tltowtora. Dann׳ roair. tl<m 27. Mhr׳ abtmrl« 8 Uhr IlerHa.r .Ili. arltMIrimra. jm rroraaal dar Hynatro*« Paataloar.lalr U-16 Horr Haut» Dr. Wilhelm L״»y. ״Sludaraa Krr.lal1na״atnhlrma" Korm״״׳ tion HO. Marz vnrm4 u t,h AutliU'vimf! ,!,w n״״t'n Pnlhatlnafllm» ,Klne llalaa dorah Kra« laraal Im .!»lira U«;W m <lar ״Allmmlir»'. Kurtllratnmlamm W. Kartnti im llllro 110. .1. N K. W I־, N,S('h«mf!l!״ Str.s. «ntl an tlar Ths tarka.ae dar .,Alh.mlira״ Moiumr 1.01׳ I. Mllr/, almntla h*/ Uhr ... 'V1'׳.{'l,,rl״l(r״hnr״. |m Or. Hnal tl״r l.n*e, loarhlm.thalarü’r 18 Cioort; HcmUanl! ״IHr dratschan Jmlrn nat'1 die knmiaaadaa Ueleltala,•. w.lilt-n‘'. An.rhlioUanrl Diahnaalnn. d,\n 1. Apnt , nhnn«1• H Uhr ZlonlO. Jacrnd,arain Ilaalunar. Ilr11|,na 8011. In dar Konditorol Kuohrn• hairnr Oranlnnnlai», Uruppaa-Ahrnd. Mittwoch ׳im, U. Anrll aband« 8 Uhr Zlnnl.f, dueenilrrralii llaaliawar, (Irahpa rh«rlntla»b«tf, Im Nollondori• Knuirm Klnatnlt ,1 Ornp״a..Aha״d, Vnriiu«* IrhtIIg!1 יי וחין April (frapp« WMt.C,hftrloUrntwr• Ar>»*pr*f)hn ,!VfrslI rV• K«>tvr י, Zlo■(•• inni־* mir Horm Pooblin. H«f«r«u*t Harr Pr. 116«• ntoch. J«d«a Di«natap,«'H<'־'d. wUhr OitJUdMrhrr **tn«!rnf«nT«’«tn. Kri«4rlr>>*t^ U5 Sontinnr ♦Ur MWIsnh« Oosoh oh♦«. .חיז-ייז r\״nhond. ״ Uhr Ji!11i»fhrr Kullurrrrrln Porrr■« lm Kion •H«ch«n Holm, L6nd«h«rgtr Str. •0 HAr iAdUolt« Op«chi׳*ht« ür.t«3r Läitang d«• Horm 1׳ן»יי. phU. U Hohioh *•r. Miite'Wiiv® ho^innon hobräitoha Kitrn«. Ort nnd Zait wird noeh b«k»nntirrffol-on. ii ruop« Nord MIHwoch •׳on U'Ä—V«DUhr hol Kdm, Izovy. Or»n(onhnr»»r fltr. flO. Oemiffth SnrmA^ond nnohrna 4־״A Uhr hoi Ivlm, l״«vy! Hnhu|«h«n •ruolu Somit•« ▼nrmiUni: U—1 Uhr hol Kdm, |,0«V1 licrllncr lll«far|1|.(Mupp« JetUn Montag, Im 1161• aal Syn.^.ß« I'o.talnr»i.(r. 14*16, abend• von8—10Uhr Pr Hrilnn Tonnch. Jodon Di1׳״״t«cr, «h״nd*c—10lThr: Or. Kuttnrtr,Chumoioh m. ilMchi n. Plnlm Jodon Montag, im NoiVfl'vmnmdnm ^rhill־trHtr. 2*. nachm. Vi♦*—Jad Uhr. Uuhh. Pr. Kmd Irovv; An«f?owHh1t« j**a1m«n. אגידה בחי ספר לישראל jüdischer Sehnlrnroln K V., Berlin C 10, RoydeUtr. 8 Gosabttflilftbrendes Vorst nnd «m it g I iod! ^tu׳H«nrnt Kurt Hfcmintnttia, Gruncwftld, Krlodrinhsruh«r«tr. 0A בית פ ■ד לל׳עוי העברית בכדליי rirhr^isrh« Snmrltsfhn'n מי *,crMn (XI. *««!••tnr) Autkuuft •rtoilt dor •4׳ hulUUor, HorrN Hnr1M?rWn, MiHwnnh, *י Ubr •b»nd• in dor HoohpcbuJ«■ für «II« Wisrnnnrihnft d•• Judentum■/ ArtilioriONtmtio 14, I. Zimmer 4, בית ספר לילדים בסערבה על בדליי «Hidisci•• Ci lundsfli■!• \V«§t. Auskunft •rtoih «Ho Sol.«l!«׳iterin, Kriminin OberlehreiHn Bott/ Lindsn Montag und Mittwoch H—4 Ubr, tStoinpiats W. בית ספר לילדים במורחר על בדליי •)thllNrh« <irun<Ur**ul« Ost, Auskunft ortnilt dio Schullo»t«'rin, Fr^uloin Susann• Lichtenitoin* Fr#i(«g 2—4 Uhr, Ihmkow Ü7m. Mccling der Berliner Zionistischen Vereinigung. Die 0. Z. V. veranstaltete am Somnag, den 16. März, vormittag., ein grobes Meeting rinlälliicii der A.*G.-Sitzung in London. Nachdem Ur Hans l'.locli die gut besuchte'’Vcrsiinmlung crödnei tsml die Redner, insbesondere Herrn Abraham üoldl b e r g begriillt hatte, sprach als erster Redner Herr Goldbeig über die ÖiUung des Adions-C0111il.es und über die Leistungen der nmeiikanisclien Zionisten, zumal in der Keren llajcssod* Arbeit. I r führte nn llaiul von Ziffern aus, mit welcher Kraft das amerikanische Judentum seine Leistungen in den letzten Monaten intensiviert hat. Er stellte für das laufende Jahr neue erhebliche Beträge für den Keren llajcssod in Aussicht, unheseliadet der grollen Summen, die laufend anderen palästinensischen Zwecken aus Amerika zufiiclien. tterr l >r. 11 a 111 k e wies j,u!f die Gleichartigkeit der Keren* Hajessod-Arbeit in Amerika und Deutschland hin und folgerte aus dieser Entwicklung die Tatsache, dal! in absehbarer Zeit die Möglichkeit gegeben sei, unter Ucbcrbriickiing aller bestehenden liilfueiueii Ost und West hinter der Rarule des Primats Palästinas zu scharen. Die Notwendigkeit einer weitestgehenden, alle Kräfte aut Palästina konzentrierenden Arbeit und zugleich die Notwendigkeit einer Einbeziehung unserer besten führenden Menschen in diese Arbeit betonte als letzter Redner Herr Dr. Sclunarja Lev in, der in seiner packenden Weise den Weg zeigte, auf dem der Zionismus verwirklicht wird. Das Meeting schloß unter starkem Beifall und liinterlidi bei jedem Anwesenden starken Eindruck. Ein Gedenkblatt für die jüdischen Gefallenen des Welt- Krieges hat Prof. Max Li ober mann dem Reichsbund jüdischer bToutsoklntcn gewidmet. Vorausbestellungen auf das Kunstblatt nimmt die Geschäftsstelle des Ueichsbimdcs jüdischer Frontsoldaten, Herr LcUermann, Berlin C 2, Burgstr, 26, Zimmer 9/lü, entgegen. Persönliches. Herr Karl Glaser, Sekretär der Zmnislischen Vereinigung für Deutschland, ist am 15. d M. aus seiner Stellung bei der Z. V. f. (>. gmhiedeti, um als Beamter des I laiiplbüros des K e r e 11 l< a j c 111 e 111 zu wnkcn. Er ist _zunächst mit der Durchführung der Nation,־!Komis- Arbeit in Wien betraut worden. Karl Glaser, der sich vor dem Kriege um die Organisierung des Jüdischen WandeiInmdes ״Blau-Weiß“ große Verdunste erworben hat, wurde 1913 Ingendsekrctär der Z. V, f. t)., war dann 1919 im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung und in den weiteren Jahren als Sekretär des ürtippenverhnmles Bayern-Württemberg in Nürnberg tätig. In dieser Tigcuscliaft hat er auch längere Zeit das Münchener ״Jüdische Echo“ redigiert. Was er in dieser Stellung und später wiederum als Sekretär der Z. V. f. 1). auf organisatorischem und propagandis-ischcm Gebiete geleistet bat, ist allgemein bekannt, lieber das von ihm eingerichtete ״tüegemle Sekretariat“, das beispielsweise in Hannover gioßc Erfolge hatte, ist in der ״J. R.“ bereits belichtet worden. Zuletzt war Karl Glaser in der Leitung der B. Z. V. tätig, deren Arbeit er zusammen mit Dr. Haus Bloch nachhaltig gefördert hat. Glasers Uebcr-.icdlung bedeutet einen großen Verlust für den deutschen Zionismus. Wir wünschen ihm in seinem neuen Wirkungskreis dieselbe erfolgreiche Tätigkeit wie innerhalb der Organisation der deutschen Zionisten, * Am 15. März bat Karl Glaser Berlin verlassen, um in Wien einer! neuen Wirkungskreis zu finden. Er lut in diesem Winter zum großen Teil in tier in zusammen mit der il Z. V. gearbeitet. Seinen propngan.li-hi eben und orgamsataciscticn Fülligkeiten ist es in erster Reine zu verdanken, daß die B Z. V. einen grollen Aufschwung genommen hat. Die Zusammenarbeit mit ihm war Vorbild,ich, so daß wir auch persönlich das Ausscheiden unseres liehe 1 Mi.arne.ters für uns tief bedauern. Wir danken ihm lierz.icli und wünsenen seiner Arbeit im Dienst des Zionismus weiterhin den besten Erfolg. Der Hauptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Chcwra Kadischah, Berlin. Die (llicwra Kadisch.uh, deren Aufgaben die brüderliche Fürsorge für die Sterbenden und die würdige Vorbereitung der Toten für die Bestattung sind, ist die älteste Institution der jüdischen Gemeinde, oft älter als diese selbst, denn cs gibt jüdische Gemeinden, in denen keine Synagoge, wohl aber eine Chcwra Kadischah als Grundinstitution des Gemeinschaftslebens existiert. Es ist ein Kuriosum in der Geschichte der Diaspora und gewiß für <len Historiker der Zukunft ein bemerkenswertes Cliaraktcristikiim für die Epoche der Lman/ipatiim im.l des ,.Liberalismus“, daß in der grollten Ju.lettgenieiiidc 1 )e11:s;l1!a11ds, in Berlin, länger als ein halbes Jahrhundert kerne Chcwra Kadischah bestanden hat. Das Gemein.kleben ist eben in diesen Jahrzchn'eu bis in seinen Haupts,ainm ninmi verdorrt gewesen. Erst kurz vor Kriegsaiisbiueh wurde de Chcwra neu gegründet uitJ veranstaltete in diesem Jahr zum erstenmal in dem üblichen breiten Rnlimcn die traditionelle Feier des 7, Adar, des Geburt«• und Todestages Moses, Die Tatsache, daß mehr als 101)3 Personen aller!üilischen Parteien und Ciesellsclialtsscliiclik'ii, daiunter zalrr.ielie prominente Persönlichkeiten, an dem Brudermahl tcilnahmen und selbst der grollte Saal Berlins nicht atisreiclite, alle Anmeldungen entgegenzunebmen, war ein em.lrucksvoiles Dokument für die Lebenskraft, die auch heute noch unter der vertrockneten R.n.ie im S.amm der jüdhdien ׳uolista.lt• gemeinde lebendig Dt, imJ ein ermutigender Beweis, daß eine ziclbewußtc und «teil Gefühlen der jüdischen M!י n »tigcpalHe Arbeit zur Sehaflung einer Voiksgemeimle auch heute noch in Berlin ein durchaus plastisches Menschen• material findet. In diesem Sinne hat die Adarfeier der Chcwra, die übrigens in den nächsten Tagen ihre vierte rituelle M i 11 c I :> l n 11 d s k 11 e 11 c eiolfiiet 11n׳l eine 1;rul$/ü1:׳;:e Krankenfürsorge für ganz Groll-Berlin plant, auch auf die zahlreichen z.innis,Ischen Besucher durchaus anregend lür künttige Gcmcmdcarbeit gewirkt. Berliner Misrachi-Gruppe. Wir machen darauf aufmerksam, daß an dem regelmäßig am Montag abeivJ im Hiirs.aal Synagoge, Pestalozzi :1. 14/15, von 8—10 Uhr, tm.cr Leitung des Herrn Dr. Brünn stattfimlenJen Schiiir tiir Antänger der wöchentliche Tliora-Abscluütt besprochen wird. Teil* nchmer sind hierzu gern willkommen. Für die nächste Zeit ist die Lektüre des Schir-tlaschirim und der Pcssacii-Hagadah geplant. Auch an den Kursus von Dr. Kuttncr am Dienstag ahend im gleichen Raume von 8—10 Uhr in Chumcsch und Rasch! können Interessenten noch tcilnchmcn. Gruppn Wcst-CharlnUcnhurß der B. Z. V. Georg Bernhard spricht am 31. März, abends pünktlich 81.׳ Uhr im grollen Saal der Loge, Jnaehimstlia.erstr. 13, im Rahmen eines von der Ortsgruppe West-Clmrlottoninirg veranstaitoien Vortragsabends über ״Iiie deutschen Juden und die kominenden Rciclistagswahlen“. lm Aiisdiluli daran Disku^ion. Alle Mitglieder der B. Z. V. sind emgcladen. t ur Nichtzionisten steht eine Anzahl von Karten im Büro der B. Z. V. zur Verfügung. ״Hakoah“ in Berlin. Sonnabend, den 22. März, nachmittags 5 Uhr, spielt auf dem Sportplatz am B.1I111I101 Gesund, brunnen die bekannte!üdische I־u.iballmat1nsrha£t ״Hakoali“ aus Wien gegen den Berliner Verein ״Tennis Borussia“. (״Hakoah“ Ist bekanntlich einer der erfolgreichsten Wiener Fußballklubs. Daß sie es aber für richtig hält, gerade am S n 1) b n t h ein Gastspiel in Berlin zu absolvieren, ist traurig genug und beweist einen bedauerlichen Mangel an Ehriurcht vor den religiösen Gefühlen weiter jüdischer Kreise. Wir sind mit Rücksicht auf die Tatsache, daß ״Ilako.ih“ eist vor kurzem einen Beschluß auf strikte Einhaltung der jtulisehen Reügionsgcset/e fällte, jedoch zunächst geneigt, ein Mißverständnis an/tmehmen. Aulklärung wäre aber dringend erforderlich. — Red. d. ״J. R,“.) K. J. V. Ein Gesinnungsgenosse sucht eitlen tüchtigen Assessor zur Unterstützung seiner umfangreichen Rechtsanwaltpraxis. Der Bundeslmtdcr muß imstande sein, die Leitung einer größere« Ortsgitippe in kürzerer Zc.l übernehmen zu können. Geeignete Bundesbrüder wollen sich mit dem Berufsressort des Präsidiums des K. J. V., Berlin VV 35, Kurfürstenstraßc 150, in Verbindung setzen. — Wir können einem praktischen Arzt eine gute Niederlnssungsmöglichkcit in einem Orte Westpreußens von zirka 3000 Einwohnern mitteilen. Zwei Acrzte, davon ein nicht vollbesoldeter Kreisarzt, sind bereits vorhanden, jedoch bestellt die anerkannte Notwendigkeit nach einem dritten Arzt. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 21. März, abends fti/a Uhr: Predigt: Syn. Rykcstr.: Dr. Weyl. Sonnabend, den 22. März: Alte Synagoge und Synagoge nach altem Ri'.us: 9 Uhr; Synagogen nach neuem Ritin: 7'י Uhr; Ilauptgottesdienst: 10 Ulir. S.hrifterk’ärung: Neue Svnagogc: Dr. Weiße; Syn. Llitzowstr.: Dr. üaeck. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 6'׳j Uhr. Morgens: Syn. nach altem Ritus: 7 Uhr; Svn. nach neuem Ritus: 71,ä Uhr. Lehrvortrngc: Jeden Sonnabend zwischen Miiieha und Maariw: Syn. Kaiserstr.: Dr. Loevventhal; Svn. Rykcstr.: Dr. Weyl; Syn. Pcstalozzir.fr.: Dr. Lcvy, Jeden Freitag abend nach dem Maariwgcbct: Syn. Co'ttb. Ufer: Dr. Blcirlirodc. Mittwoch, den 26. März, abends 8 Uhr, im Vcnvnilungs• gebäude, Roscnstr. 2/4: Rabbiner Dr, L, A, Roscnti!..!.