Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1924-03-14 · Heft 21 (14.3.1924) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 21 (14.3.1924)
Date
1924-03-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652616--15596-2674910
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

J %/ ‘ ( kJ lt -|g> ««* >—■״«״ •׳״1—g^ c r: K r\ L ץ: /,׳ ך"׳""" Berlin, M. HL 1924 1׳ r .1 r. Rednklion und Verln!' W 15, Sächsisch« Straße fl. Erscheint jeden Dienst»[! und Freitag. lic?.u[!rprcis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. Ausland 11 bonnemrnu worden in der Vt׳thr״n|j der oinirlnon Llindor bereclmo(. ■naror: 1,;;as.Zi.ja«■ -,;■ja: Nunimor 21 \ נ.l »י “י״׳וו׳ י® in!•. - 0«r Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk dla ■Anr.cty,cn«Vcnva!tt1n*: JUdDcho Kundsclinu G.m.b.II., Berlin W15, Sächsische Straße 8. — Telephon: Amt Pfnlzhiirg 6097, 6698 u. 6699. Anxpi^-npreisi ft£*«pall.Nfmpareille1’<>tW' 0,23G<11(imark. Fnmllitmtuuelgcn ued M<'ilcng0'»uchf3|,0 ־Goldma1k. 1ז 0־ SirbrSiicho A״;.«dj<,en tOO^gAultchitg. I(Ir Au^tantlntnifrc(® 100/g Au(*cMav. A,׳1»־rljten1׳chUtfl1 IM * n » t * $ “ ״ d F r « i t ■ tj ntchmittatf 4 Uhr. mm** '4 ts'^ | 'wl f \ I 1-1 ך־" J ZI ץ" 3. ״ L 3־r ך־ Telephon! PfalrliurjJ 669711.6598. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392, Für Oesterreich: I'o.stsniirknsscnamt Wien. Konto Nr. 156030. l'tir Tschechoslowakei: i’ostspnrknsscnnmt Praß, Konto Nr.59410, — Kednküonsschluö Sonnt,1(י und Mittwoch nnchmittaj. — >1Z.*ZtZZLUtl.-.״״׳״ TTT׳׳...־«w•״.*״<...ZZZZZ&i'**'1■ .*׳ ,'frrZZiZfr ,״י■ ZZZZl .Z 1ד אדר ב׳ תיס״ד n xr:1x, ja!!r Schaffung einer öffonlllcl»« rechtlich eoslchertort Hclmstütle En Palüsflna; ״Baseler 3:«2sasca1 Pro3rflran.14 Die S!i dGS »«■ך ך* ןיך?r׳# jä L.i.al מ _ji: idiiCT «וr \ $Bgg *tmüf Sechste Sitzung Die Sitzung des A.-C wurde am Sonntag, den 9. d. M., wieder aufgenommen, nachdem der Sonnabend Abend für Beratungen der Kommissionen reserviert worden war. Herr Kaplansky erstattet den Bericht des Finanz• und W i r t s c 11 a f t s r a t e s. fr berichte! über die Wirtschaftliehen Unternehmungen, die gegenwärtig in Gründung begriffen sind und deren wirtsrl1af!.s|X)litisd1e und ökonomische fundiertmg deii Finanz- und Wirtschaftsrat beschäftigt haben. Sodann schildert der Redner die budgetäre Lage. Mit Rücksieht auf die unzureichenden Einnahmen ist eine geordnete Finanzvcrwnltung in Palästina ganz unmöglich, was für die ganze Wirtschaft äußerst schädlich ist. Daher ist cs nach Meinung des Finanz- und Wirtschaftsrates unumgänglich notwendig, den Etat für das Jahr 56S4 um 16 0/0 zu kürzen. Sodann berichtet Kaplansky über die in der letzten Zeit entstandenen neuen A r b c i t s m ö g 1 i c h keiten, die nicht nur Aussicht auf allmähliche Behebung der Arbeitslosigkeit, sondern auch auf neue Einwanderung eröffnen. Die Unterbringung von neuen Arbeitern ist vor allem in der Tabakkultur und in der Steinhau crci möglich, doclt ist für diesen Zweck eine Sonderaufwendung notwendig, wofiir der Finanz- und Wirtschaftsrat die Bewilligiing von C 5000 vorschlägt. Ferner wird vorgeschlagcn, £ 1000 ans dem für die Beteiligung an der Handwerkerbank vorgcschlngenen!*osten in den Nachtragsetat für Kredite und Investitionen einzuset/.en. Hierauf tolgt der Bericht des Keren Hajessod-Direktoriums, erstattet von Dr. Feiwcl, der von Sekretär Leo Hermann durch eine detaillierte, zahlenmäßige Darstellung der Verhältnisse in den einzelnen Ländern ergänzt wird. Sodann wird die Debatte über die Finanz- und Wirtschaftsfragen eröffnet: Dr. Arlosorof f bezeichnet die gegenwärtige Lage als Stagnation, die durch die heutigen Methoden der zionistisehen Finanzpolitik nicht überwunden werden kann. Die Bewegung wartet darauf, von der Wirtschaftsexekutive einen umfassenden W i r t s c 11 a f t s p 1 a n zu hören und einen Aufschluß darüber, wie sich die Exekutive die Durchführung verstellt. Ferner muß in kürzester Zeit die Mobilisierung des wirtschaftlichen Gcnoralstabcs, d. h. die Heranziehung aller befähigten Kräfte für die wirtschaftliche Arbeit durchgeführt werden. Für die Reduktion des Budgets können wir zwar von: Standpunkt der Notwendigkeit einer geordneten Finanzverwaltung Verständnis haben, gleichzeitig aber müssen wir feststelien, d^ß eine Fortsetz.ung dieses Weges fortwährender Kürzungen uns an den Abgrund führt. Redner stellt die energische Forderung auf, daß die Fragen der Landwirtschaftspolitik eine stärkere Beachtung finden, z. B. die zollpolitischen, wälmingspolitischen, stcucrpolitischcn Fragen. Im zweiten Teil seiner Rede führt Dr. Arlosoroff aus, daß unser Ziel, eine landwirtschaftliche Masscnkolonisation, nur durch disponible, konzentrierte Kapitalien durchgeführt werden kann. Solches Kapital kann aber nur im Wege einer Anleihe beschafft werden. Die Exekutive hat es bisher abgelchnt, sich ernsthaft mit ,diesen: Plan zu beschäftigen. Wenn er utopistisch scheint, so müssen wir bedenken, dnfl auch die Erreichung des politischen Cliartcrs einst utopistisch seinen und doch nach unzähligen mißglückten Versuchen gelungen ist. Ebenso wird cs mit dem finanziellen Charter sein, wenn wir selbst daran glauben und unsere Anstrengungen darauf konzentrieren. Dr. Hantke bespricht das Verhältnis zwischen der Zionistisehen Organisation und Keren Kajemeth. Die KotonLsations- Politik muß unbedingt von einer einheitlichen Instanz durchgeführt werden, cs,darf nicht jede Institution ihre eigene Politik führen. Was die Einnahmen des Keren llajessod betrifft, so müsse die Maasscr-Pflicht bei Zionisten streng durcligcführt werden, besonders die zionistisehen Führer müssen mit dem Beispiel in jedem Lande vorangehen. Eine Budgctbcratuiig ist nur möglich, wenn man nicht nur über die Gesamtsumme, sondern auch über die Einzelposten des Budgets Aufschluß gibt. Die Exekutive muß überprüfen, ob nicht einzelne Budgetposten innerhalb de! einzelnen Departements stärker gekürzt werden können. Auch die Spannung zwischen den Gehältern von Beamten derselben Kategorie muß beseitigt werden. Dr. Barth erklärt den Vorschlag Arlosoroffs für undurchführbar. In der Wirt- Schaftsverwaltung ist das Grund-übel die Verquickung der politischen mit der wirtschaftlichen Exekutive, die der wärtschaftlichcn Arbeit die wuchtigsten Kräfte entzieht. Redner spricht gegen die vorgescltlngenc Kürzung des Budgets, die in Wirklichkeit nur 4 ״/o betrage; es müsse einen schlechten Eindruck machen, wenn man wegen eines so geringfügigen Betrages kürzt. Schließlich bespricht der Redner die Frage des M is rach i-B ud g et s und erklärt, daß die Palästina- Exekutive nicht das Recht hatte, beim Misrachi Abzüge zu machen, nachdem sie sich verpflichtet hatte, ihm 4 0/0 der Ge- Samteingänge zur Verfügung zu stellen. H 3 r z f c 1 d (Palästina) erhält das Wort als Experte und schildert ausführlich die Lage der landwirtschaftlichen Arbeit in Palästina. Er legt dar, daß die landwirtschaftliche Arbeit notwendig zum Mißlingen und Defizit verurteilt ist, wenn nicht in der richtigen Jahreszeit die notwendigen Investitionengemacht werden. Der Landwirtschaftsrat hat deswegen den größten Teil des Budgets bereits in den vergangenen Monaten ausgegeben. Er hat zirka 40 0/0 in bar bekommen, das übrige in Verpflichtungen und dafür wurden neue Siedlungspunkte geschaffen und die alten Siedlungen mit Arbeitsmöglichkeiten ausgestattet. Eine Streichung des Budgets im jetzigen Zeitpunkt würde zur Folge haben, daß man Familien, die bereits angesiedelt sind, zurückrufen müßte, was einen niederschmetternden Eindruck machen würde. Redner macht darauf aufmerksam, daß eine Kürzung im jetzigen Stadium in der Landwirtschaft nicht, 1011,o bedeuten würden, sondern etwa 50 ״/o des noch verbleibenden Restes׳, In diesem Jahre ist die Lage viel besser als in den vorigen Jahren, weil eine geordnete Wirtschaft auf Giuiid der Beschlüsse des Kongresses geführt wurde. Um so schlimmer würde eine Kürzung des Budgets jetzt wirken. .Schließlich beantragt Redner die Versetzung des Postens für die Arbeitssiedlmsg (Schchunat Ow’dim) aus der Kategorie B in die Kategorie A. Ehrlich (Palästina) als Experte vertritt die Forderung des Handwcrkcrvcrbaltdcs, die vom Kongreß beschlossenen £ 2000 für die H a 11 d w c r k c r b a n k flüssig Die heutige Nummer enthfilt eine Palästina-Beilage und hot einen Umfang von 12 Seiten. zu machen. Redner wendet sich dagegen, daß bei der Kolonisation die Arbeiter bevorzugt werden und der kleine Mittelstand zurückgesetzt wird. Die Forderung der Handwerker wird in der Debatte von Dr. Göttlich und Le vite unterstützt. Dieselben Redner fordern auch einen Ausbau der Abteilung für Handel und Industrie. M crem ins ki erklärt, die Kürzung des landwirtschaftlichen Budgets würde dem Keren llajessod schaden. Die Durchführung einer Anleihe erwartet Redner vom jüdischen Weltkongreß. Dr. Levin spricht über die Aufbringung von Geldern und fordert Ausbiklimg entsprechender Propagandisten. Dr. Eder (Universitäts-Komitce) betont, daß eine Kürzung des Budgets für Technikum und Universität verhängnisvoll wäre, die beiden Institute könnten nicht geöffnet «׳erden. Goldberg bedauert die mangelhafte Propagandatätigkeit des Finanz- und Wirlsdiaftsrates. Naiditsch!erklärt, eine Landwirtschaftliehe Kolonisation könne nicht durch eine Anleihe, sondern nur durch Steuern finanziert werden, das ist der Gedanke des Keren llajessod. .Dr. II a Ipern meint, daß bei Berücksichtigung aller Umstände nur die künstliche Schaffung einer Industrie die Möglichkeit einer stärkeren Einwanderung geben könne, Mayer fordert Ausgestaltung des Informationswesens. Grün bäum ist der Ansicht, daß die Handwerker* bank vom I.C.T. finanziert werden soll. Redner schildert die Schwierigkeiten der Keren Hajessod- Arbeit in Polen, an denen gemessen die Resultate ganz beträchtlich sind. In den nächsten Monaten ist mit einem starken Aufschwung der Leistung in Polen zu rechnen, aber das Budget dürfe nicht gekürzt werden. Kaplan, erklärt die Differenzen zwischen Arbeiterschaft und Handwerkerverband in Palästina. Er warnt sodann vor Extremen in bezug auf Industricalisicrung. Der F. u. W. R. sollte ein Organ sein, das die wirtschaftliche Tätigkeit in Palästina wirklich leitet. Im Verlauf der Abend Sitzung wird dann die Debatte über die Demission S o 1 o w c i t s c h i k s fortgesetzt, dabei werden von den verschiedenen Rednern vor allem drei Probleme besprochen: 1. die Ausführung der Beschlüsse der früheren A.-C.-Sitzung, 2. die Stellung Dr. Soloweitschiks in der Exekutive und 3. die Form der Demission. In der Debatte wird von Seiten der Exekutive hervorgehoben, daß die Stellungnähme der Exekutive zu den Forderungen Dr. Soloweitschiks von zwingenden Gründen bestimmt war. Ein Antrag, daß die Exekutive verpflichtet ist, die Beschlüsse des A.-C. auszuführen, und ein zweiter Antrag, Dr. Solowcitschik aufztifordem, seine Demission zurückzuziehen, wird nach einer Erklärung des Präsidenten Sokolow von den Antragstellern selbst zurückgezogen. Die Debatte über diesen Punkt wird sodann beendet. Beschlüsse werden nicht gefaßt. Schluß der Sitzung 12 Uhr nachts. Siebente Sitzung Montag früh hält Kaplansky das Schlußwort zur Wirt- Rchaftsdebattc. Er gibt zunächst auf einige Anfragen die gewünschten Aufschlüsse und wendet sich sodann gegen diejenigen Redner, die gegen die Kürzung des Budgets gesprochen haben. Wenn man die Reduktion des Budgets ablehnt, so bedeutet das, daß man die Exekutive zwingt, ihre Schulden zu vergrößern. Das Defizit am Schlüsse des Jahres erhöht sich dann um diesen Betrag. Diese Defizitwirtschaft bedeutet' Tötung der konstruktiven Arbeit im kommenden Jahre. Wir haben gar keine Möglichkeit, das Budget zu decken, wenn die Eingänge ausbleiben, denn wir können nicht immer Bnnkvorschiis.se in Anspruch nehmen. Der Treasurer muß cs ablchncn, unter solchen Umständen zu Wirtschaften, Wenn die Kürzung abgelehrt wird, so wird der Treasurer nicht neue Kreditoperationen vornehmen können, sondern die Investitionen werden zurück-gestellt werden müssen. Redner setzt sich dann mit den Ausführungen von Harzfcld, Ehrlich und Dr. Barth auseinander und erklärt ausführlich die Gründe des Konfliktes mit dem Misrachi, Zum Schluß seiner mehr als cinstündigen Rede erklärt der Referent, daß die einzelnen Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsrates von, der Routine-Arbeit entlastet werden müssen, um sich der systematischen Ausarbeitung von Plänen widmen zu können. Bei der darauf folgenden Abstimmung wird der Antrag des Wirtschaftsrates auf Kürzung des Budgets vom A,-C,. abgdehnt*. Dr. Halpcrn erklärt, daß der Finanz- und Wirtschaftsrat die Verantwortung für diesen Beschluß nicht tragen könne. Es wird hierauf eine Kommission eingesetzt, die nochmals mit dem Finanz- und Wirtschaftsrat die Fragen durchberaten und dem Plenum neue Anträge unterbreiten soll. Hierauf erstattet Dr. Barth als Kongreßanwalt das Refcrat über die Frage der Beteiligung des Waad- Lcumi an der Palästina- Exekutiv c. Er weist nacbj daß nach den Kungrd!bc«chliisscn die Forderung des Waad- Lcumi juristisch und konstitutionell nicht gerechtfertigt ist. Das A.-C, hat gar nicht die gcset/liehe Möglichkeit, der Forde« rung des Waad-Leumi naclizugtben. Präsident Chajes er« klärt, daß das A.-C. nicht die Möglichkeit habe, in eine ju« ristischc Debatte cinzutrcten. Juristisch liegt die Sache klar. Dennoch liegt dem A.-C. und der Exekutive sehr viel daran, das gute Einvernehmen mit!lern Jischuw zu erhalten und so weit als möglich entgegen zu kommen. Da formell die Möglichkeit zum Eintritt der Delegation des Waad-Leumi in die Exekufive nicht besteht, so »chlägt der Präsident vor, daß die Delegation des Waad-Lctimi zu den Sitzungen der Palästina« Exekutive zugezogen wird.und diese ihr das volle Recht der Teilnahme an den Beratungen gibt. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Auf Wunsch Kaplan» wird noch erklärt, daß die Frage bei der Jahreskonferenz wieder aufgenommen werden kann. Vor Schluß der Sitzung erhält Abg. Grünbaum das Wort zu einer persönlichen Bemerkung. Er erklärt unter Bezugnahme auf einen im ״Jiddischen Volk" (New York) erschienenen Artikel, daß die Erklärung der 42 Mitglieder des polnischen Zentralkomitees gegen die gegenwärtige Lei« tung des polnischen Landesverbandes nicht in einer Sitzung des Zentralkomitees erfolgt ist, sondern daß cs sich utn ein Dokument handelt, für das Unterschriften privat gesammelt worden sind. Die Sitzung wird sodann unterbrochen und Montag, abends 6נ׳,י Uhr, wieder aufgenommen. Zunächst erstattet Kaplansky den Bericht über die neuen Voranschläge der Dudgetkonnnission. Punkt 1 der Verhandlungen wird nun« mehr in der folgenden Fassung vorgeschlagcn und angenommen: ‘ י Das A.-C. beauftragt die Exekutive, vom April angefangen,das volle ordentliche Palästina-Budget in Wirksamkeit treten zu lassen. Die Entscheidung darüber, ob die irn zweiten Halbjahr 5׳׳St (Oktober 1923־ bis März 1924) durchgeführten Etatskür/uagen durch Nachzahlungen im zweiten TIa l,ja!1r ausgeglichen oder vom Etat in Abzug gebracht weruen sollen, soll von der Exekutive gemeinsam mit dem Finanz- und Wirtschaftsjahr bis Ende Mai getroffen werden. Ein Antrag Dr. Barths, daß das M i s r a eh i - Bud g c t in diesem Falle ungekürzt bleiben müsse, wird abgelchnt und der Antrag des Finanz- und Wirtschaftsrates angenommen, daß die Kürzung des Misrachi-Brudgcts nach demselben Prinzip durch geführt wird, wie die der ande• ren Teile des Budgets. Der 2. Antrag des Wirtsdiaftsrates: Der Beschluß der A.-C.-Sit/img vom Oktober betreffs der Einstellung der im Nachtragsetat für Kredite und lnvestitionen vorgesehenen Summen für die Hypothekenbank, die P. L. 1). C. und den Solei-Bon eh in den ordentlichen P a I ä s t i n .1 - E t a t bleibt durch eine eventuelle Etat-Reduktion unberührt, wird .1!1 g c n o m m c n. Der Antrag des Wirtschaftsrates: Das A.-C. beschließt, £ 1000 aus dem für die Be. teiligung an der ILindwcrkcrbank vorgesehenen Posten in diesen Etat cinzustellcn wird mit der Aenderung angenommen', daß statt £ 1000, £ 2000 angesetzt werden. P u 11 k t 3: Das A.-C. bewilligt einen Sonderbeitrag von £ 5000 zum Arbeitsetat für die Zwecke der Unterbringung von Arbeitslosen und Neueinwanderern in der Tabak« kultur und in der S tc in hauerc.i. Dieser Betrag ist von der Palästina-Exekutive gesondert zu verrechnen wird a 11 g c n 0 in m c!1. Ein Antrag Dr. 11 a n t k e: Das A.-C. ersucht die Exekutive, die tatsächlichen Aus« gaben in Palästina daraufhin zu prüfen, oh sie den heutigen Verhältnissen entsprechen und zur Jahreskouferenz genaue! Material vorzubcrciten, das eine Prüfung eines spezialisiertet» Budgetentwurfes ermöglicht wird angenomme n. Ein Antrag des Misrachi wird in folgender, abgeänderter Form angenommen: Das A.-C. empfiehlt der Palästina-Exekutive, zu unter■( suchen, ob die Einsetzung einer gemischten׳ Kommission der verschiedenen Arbeitergruppen bei der Arbeiterabtcilung not« wendig ist. Ferner werden folgende Anträge Arlosoroffs an ge« nommen: 1. Das A.-C. bestätigt den Beschluß des F. u W. R., an der Vorbereitung des neuen Budgets, das der Jahreskon« ferenz vorgrlcpt" werden soll, durch seine in Palästina be« findlichcn Mitglieder aktiv tcilzunehmcn. Das A.-C. erblickt in diesem Beschluß die Schaffung einer der wichtigsten Voraussetzungen für eine wirksame und sachgemäße Budget« kontrollc. 2. Das A.-C. stellt fest, daß nach Art. 4 des Mandats eine der wesentlichen Funktionen der Jewish Agency die Beratung der palästinensischen Administration in allen Volks« wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen ist, die mit der Errichtung der nationalen Heimstätte Zusammenhängen. In der Erkenntnis, daß verschiedene dieser Fragen (Zoll« undStcuerpolitik, Bodengesetzgebung) schon beute den Charakter aktueller Probleme tragen, beauftragt das A.-C, die Exekutive, alle notwendigen Vorarbeiten zu leisten, die die Erfüllung, dieser Aulgaben der Jewish Agency gewährleisten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.