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Jüdische Rundschau · 1924-03-07 · Heft 19 (7.3.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 19 (7.3.1924)
Date
1924-03-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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v ,:״יה 1! 1 1 ך-'‘־""""! BSXT. 1 r־ f״\; ר׳“ ־r ו־ Vi »tf w jeden Dienstag und Freitag, Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldinark. A1Mlsn1U»honnrra«ot• w*r<ko in der Wlhninä d°r «iiuelnto Linder berechn«!■ r ר־ ך.| 1 ,J ך/ " J r W'■"■ «".fc f* - --ץ .... *J!I 1 v J \ Nummer 19 Berlin, 7. III. 1924 Anzc If.ca -V crwaltun«*: Jüdische Rundschau G.nt.b.IL, Berlin W15, Sächsische Straße 8. — Telephon! Amt Pfalzburg 6697, 6698 u.6699. AbxH^rnprci•! Sgt'ipalt.Nonpartillcieiiß 0,25Goldmark״ I*’amiti«nam»l£*n und Stelieuj'eBUch• 0,I5Goi<Jmark. tür h«l>rli«ch• Antfl£«a lOQ%A«f»cbf«0' Für Austandsla««rat• 100% Aufschlag. AnxttigrniehltuOi D t n t * g und Freitag nao 11 mittag 4 UU r. ״־p fi ״ ח! cc .׳■ץ ן■■-" ך/ י / IL'.J ד־""✓ \ ׳ L״ Telephon! Pfaliburg 6697 u.6693. Postscheckkonto! Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich! Postsparkassenamt Wien, Konto Nr, 156030. Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr.59410. — RcdaktionsschluÜ Sonntag und Mittwoch nachmittag. — א׳ אדר ב׳ תרס״ד XXIX. Jalir״. Der Zionismus erstrebt tür das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich jjetdehertan Nolmstlltte Ist Palästina. ״Baseler Programm. Die Sitzung des Großen Actloiis-CoiiiMs (Telegramm der ״Jüdischen Rundschau“.) London, 5, März. Am Dienstag-, den 4. März, vormittag, wurde die Sitning des Großen A.-C. im Sitzungssanlc der Zionistischen Exekutive in London eröffnet. Es sind anwesend außer den Mitgliedern der Londoner Exekutive mit Ausnahme Dr. Weiztnanns der Finanz- und Wirtschaftsrat und 26 Mitglieder des Großen A.-C. In einem Begrüßungsschreiben schildert Dr. Weizmann seine Arbeit in Amerika. Ferner ist ein Begrüßungs-Telegramm Dr. Ruppins und Dr. Tlions aus New York cingelroffen. Der Präsident der Exekutive Nalium So ko low, der die Sitzung eröffnet, hält ein ausführliches Referat über die politische Lage. Er spricht insbesondere über die englischen Verhandlungen bezüglich des England-Hedj.1s-Vertrages mit König Hussein und die׳ Besprechungen der zionistischcn Vertreter mit diesem. Er gibt zu diesem Punkt beruhigende Auskünfte und erklärt, daß alle Instanzen in England und außerhalb über die Stellungnahme der Zionistischen Organisation in dieser Frage genau informiert sind. Bei seinem Bericht über die Verhandlungen in Amman protestiert Sokolow u. a. auch gegen das Vorgehen Prof, d e H a a n s. Er bespricht weiter die durch den Amtsantritt der neuen englischen Regierung geänderte politische Lage in London und die Verbandlungen mit dieser. In der Mittwoch-Sitzung erstatteten zunächst Sokolow und Lipsky Referate über die Jcwisli Agency und die Verhandlungen in Amerika. Die hierauf einsetzende Debatte über Wcizmanns Bespreciiungen in Amerika ist zur Stunde noch nicht beendet. Wcizmanns Rede au! der amerikanischen Palästina ־ Konferenz New York. (J. T. A.) Kurz vor Schluß der von Louis Marshall cinhcruFcnen Konferenz amerikanischer Nichf/ionistcn ergriff Dr. Weizmann noch einmal das Wort zur Aufklärung von irrtümern und machte durch seine Worte tiefen Eindruck auf die Konferenz. Weizmann hatte am Vormittag über die allgemeine Lage in Palästina und die Erfordernisse •für den weiteren Aufbau des Landes gesprochen. Seine einzige Aeußerung während der ganzen Zeit war eine Widerlegung einer von Dr. Solomon Solis-Cohen gemachten Bemerkung, die Zionistische Organisation strebe die Ab- Schaffung des Bürgerrechtes der Juden in ihren Wohnländcrn an. Als aber der Vizepräsident der Metropolitan Lebensversicherungs-Gesellschaft in New York, Leo K. F r ä n k c 1, immer wieder Fragen stellte und Bestimmteres über die künftige Arbeit der Zionistischen Organisation zu erfahren wünschte, erhob sich Dr. Weizmann und erklärte: ״Wir akzeptieren den gegenwärtigen Status fai Palästina und haben das Mandat des Völkerbundes zur Grundlage unserer Handlungen genommen. Es gibt Zionisten, die da glauben, ein von den Juden beherrschter Staat werde als das Ende eines natürlichen Entwicklungsprozesses kommen. Wer weiß, welche Form die Staaten nach 50 Jahren haben werden? Wir wünsehen keine privilegierte Stellung in Palästina und wollen mit dem stehen oder fallen , was die Juden tun oder nicht tun. Ich wünsche mir ein Land, in welchem weder die Juden die Nichtjuden, noch die Nichtjuden die Juden beherrschen. Mögen die drei großen Religionen Seite an Seite an der Entwicklung Palästinas arbeiten.“ Zu Frankel gewandt sagte darauf Dr. Weizmann: ״Versuchen Sic nicht, mein Gewissen zu bedrängen, ich tue cs ja bei Ihnen auch nicht. Ich stehe für etwas ein, wofür Millionen mit mir cinstchcn; für etwas, dem wir unsere Gesundheit, unser Geld und unsere Kraft geopfert haben. Wir wollen Ihre Zustimmung zu unserer Arbeit in Palästina, wir wünschen keine Kontrolle. Wir wünschen, daß auch Sie mitverantwortlich werden. Wir haben kein Monopol auf Palästina und wünschen auch keins zu haben. Ich bemühe mich um eine aufrechte, ehrenvolle, würdige Verständigung. Es ist nicht unser Wille, Sie durch eine Hintertür in den Zionismus hineinzubringen. Nehmen Sic gleich uns teil an der Verantwortung, teil an der Last. Wir glauben, daß Zionisten und Nichtzionisten sich bei der Lösung des Problems einigen werden. Zum ersten Male bietet sich uns die Gelegenheit, die wirkliche Seele der Judenlicit aufzurichten. Wir sind bereit, Euch auf halbem Wege entgegenzukommen, aber wir wollen nicht schachern um unsere Ideale, nicht um alle Eure Millionen. Kommen Sie, treten Sie zu uns. Nehmt an oder laßt es bleiben!“ * Der Text der von der Konferenz der Nichtzbnistcn angenommenen Resolutionen lautet: 1. Die Versammlung beschließt: Der Vorsitzende ernennt ein Siebener-Komitee zwecks Organisierung einer Investierungs-Körperschaft mit hinreichendem Kapital zun« Aufbau und zur Erschließung der wirtschaftlichen Quellen Palästinas auf wirtschaftlicher Grundlage; die Körperschaft soll möglichst die Zusammenarbeit aller mit dem gleichen Ziel arbeitenden Korporationen und Gruppen zu erreichen trachten. o ץ 1 Ay יז׳ Die Exekutive will einen eiiffcren Kontakt mit der Bewegung hcrstcllcn Herr Louis Lipsky, Mitglied der Exekutive der Zionistischcn Weltorganisation, hat am 2. März in London die Vertreter der zionistischen Presse empfangen. Nach einer kurzen Einleitung, in welcher Herr Lipsky darauf hinwics, daß er infolge wichtiger zionistischer Pflichten bisher in Amerika zurückgchaltcn wurde und erst jetzt seine Tätigkeit in der Weltexckutive aufnehmen könne, betonte er den Wunsch der Exekutive, einen intimeren und engeren Kontakt mit der jüdischen umi speziell mit der zionistischen Presse hcrzustellen. Die Exekutive betrachtet cs als eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Augenblick, den Kontakt mit der zionistischen Ocffcntlichkcit zu finden und dafür ist die Presse ein wertvolles Medium. ״Wir sind überzeugt,“ sagte Herr Lipsky, ״daß durch eine solche engere Fühlungnahme eine große Zahl von Mißverständnissen hinweggeräumt werden kann und daß die falschen Darstellungen, die auch in manchen Presseorganen über die Politik der Exekutive erschienen sind, vermieden werden können, wenn die Presse einen näheren Einblick bekommt in unsere Ziele und unsere Arbeit.“ Die Lage in Amerika Herr Lipsky gab sodann einen Ucberblick über die Tätigkeit der letzten Wochen in Amerika. Er schilderte die ausgedehnte zionistische Propaganda, die zu einer Vcrd o p p c 1 u n g der Mitglieder zahl der Zionistischen Federation geführt hat uiui ging dann über zur Besprechung der Tätigkeit Dr. Wcizmanns und der bekannten New Yorker Konferenz vorn 17. Februar. Wir haben cs hier mit Persönlichkcitcn zu tun, die außerordentlich einflußreiche Faktoren des amerikanischen,Judentums sind und bisher jeden Versuch der Zusammenarbeit mit dem Zioiiismus abgclchnt haben. Es ist Dr. Weizmann gelungen, die Führer dieser Gruppe davon zu überzeugen, daß sic das Palästinnmandat als Tatsache anerkennen müssen und selbst Verpflichtungen gegenüber der darin gesetzten Aufgabe haben. Es muß nachdrücklich darauf hingewiesen werden, daß die amerikanischen jüdischen Führer nicht nur die Rcpräsentanten der reichen Oberschicht sind, sondern daß sic ganz bestimmte Organisationen rcpräsentieren, z. B. das American Jcwish Committee, American Hebrcw Oongrogation, Joint Distribution Committee usw. Diese Persönlichkeiten sind aber auch der Schlüssel zur Erfassung weiter Kreise des russischen Judentums in Amerika, die unter dem Einfluß ihres Prestiges stehen. Das Ergebnis der Konferenz ist bisher, nur die Einsetzung zweier Kommissionen, aber das bedeutet, daß die Konferenz grundsätzlich die Vorschläge angenommen hat. Der eine Vorschlag ist die Schaffung einer Investment Company, die heute schon erhebliche Subskriptionen auf zu weisen hat. Diese Investment Corporation, die für Palästina von größter Bedeutung sein wird, ist gewissermaßen das finanzielle Gegenstück der Jcwish Agency. Zwar bestellt legal kein Zusammenhang zwischen den beiden, aber praktisch ist cs klar, daß die beiden Dinge Zusammenhängen. Die Bereitschaft der betreffenden Personliclikeiteu zur Teilnahme an der Jcwish Agency wird für uns auch eine außerordentliche Unterstützung sein für den Keren Hajcssod-Drivc, der im März ln New York beginnt, lieber die Form der Jcwish Agency ist noch nicht gesprochen worden, damit soll sich das Coniitö beschäftigen. Es muß aber mit Nachdruck betont werden, daß es falsch ist, Dr. Weizmann vorzuwerfen, er habe die Beschlüsse des Kongresses übertreten. Dr. Weizmann hat noch gar nichts vereinbart, und wenn die Vorschläge der Marshall-Gruppc formuliert sein werden, werden sic selbstverständlich der zuständigen zionistischcn Stelle, also dem A. C. oder der Jahreskonferenz vorgelcgt werden. Es sollte aber jedem Zionisten klar sein, daß, wenn die amerikanische Gruppe cs auf sich nimmt, bei der Aufbringung des Palastiiiabudgcts mitzuarbeiien, auch ein Weg gefunden werden muß, um cs ihr zu ermöglichen, auch über die Verwendung dieser Gelder mitzubcstimmen. Ich möchte nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß Dr. Weizmann bei dieser Konferenz so scharf über Zionismus gesprochen hat, wie bisher niemals mit diesen Leuten geredet worden ist. Weizmann hat ganz klargemacht, daß wir für unsere Ideale cinstchcn und diese Ideale auch für Millionen nicht verkaufen. Er hat klar ausgesprochen, daß die Schaffung der nationalen Heimstätte vor sich gehen wird, ob die anderen miltun oder nicht, daß wir aber den Autbau Palästinas als Pflicht des gesamten Judentums betrachten und mit den anderen loyal ׳Zusammenwirken wollen, ohne daß irgendein Teil seine Ucberzcugung aufgibt.“ Die Presse ־ AngriHe gegen die amerikanischen Zionisten and Weizmann Im weiteren Verlauf seiner Ansprache setzte sich Mr. Lipsky mit einigen Presseäußerungen der letzten Zeit auseinander, die ein gründliches Mißverstehen der Politik der Exekutive beweisen und auch falsche Anschuldigungen gegen die amerikanischen Zionisten enthalten. So haben z. B. gerade in der vorigen Woche ״Jcwish Chroniclc“ und ״Jcwish World“ sich in langen Artikeln dagegen gewandt, daß die Amerikaner Geld als die Hauptsache erklären. Demgegenüber muß betont werden, daß die Leitung und auch die Amerikaner die Bedeutung der politischen und aller anderen Fragen sehr gut zu schätzen wissen, aber die Erfahrung lehrt, daß im gegenwärtigen Moment die Geldfrage die Basis unserer ganzen Position auf allen Gebieten ist, und cs ist bedauerlich, daß gerade diejenigen zionistischen Wortführer, aus deren Ländern die geringste materielle Hilfe kommt, die Geldfrage bagatellisieren. Als weiteres Beispiel der irreführenden Berichterstattung der Presse führt Mr. Lipsky den Artikel an, der im ״Haarez“ über die Marshall-Konfcrenz erschienenist, wo behauptet wird, Dr. Weizmann habe die Kongreßbeschlüsse übertreten, als ob der Artikclschrcibcr irgendwelches Material hätte. ln Wirklichkeit sind die Verhandlungen noch gar nicht zu konkreten Resultaten gediehen. Stärkung der Zionistischen Organisation ״Meine I lauplautgahe in London wird die Stärkung der organisatorischen Grundlagen unserer Bewegung sein. Ich glaube, im Namen der ganzen Exekutive zu sprechen, wenn ich sage, daß wir die Stärkung unserer Organisation fürdie erste Vorbedingung aller unserer künftigen Aktionen ansehen. Wir wollen unter den Zionisten ein Gefühl der starken Verantwortlichkcit wecken. Jeder einzelne Zionist muß mitwirken, das Prestige und die Leistungsfähigkeit der Zionistischen Organisation zu heben. Wir wollen Einrichtungen schaffen, die cs ermöglichen, der zionistischen Welt einen näheren Einblick zu gewähren in die riesige Arbeit, die von der Leitung auf allen Gebieten geleistet wird. Gleichzeitig müssen wir ein Instrument haben, das auch für die zionistische Auseinandersetzung eine legale Basis bildet, eine Art Ersatz für ein ständiges Parlament. Wir leiden viel durch den Mange! einer solchen legalen Basis. Er ist auch der Grund, warum unsere Opposition oft den Charakter einer illegalen Obstruktion annimmt. Wir wollen ein Instrument für eine richtige Auseinandersetzung sch'affcn. Wir glauben dadurch dem demokratischen Charakter unserer Bewegung besser zu nützen, als durch unfruchtbare Kritik. Es ist nicht wahr, daß unsere Demokratie verletzt wird, weil wir unsere Aufmerksamkeit auf die Deckung des Palästinabudgets konzentrieren. Die Demokratie ist untergraben durch Mangel an Zusammenarbeit. Daher wollen wir Mittel und Wege für diese Zusammenarbeit finden.“ Nach einigen Anfragen der Pressevertreter wurde die "."/זו-1-1.1 —1, :--.- a.n 2. Da das Palästina-Mandat des Völkerbundes bi Artikel 4 Vorsicht, daß die Zionistische Organisation sich die Mitarbeit aller Juden bei der Ausführung der in dem Mandat angeführten Punkte sichern soll, und da die Zionistischc Organisation vorgcschlagen hat, daß Nichtzionisten Mitglieder der Jcwisli Agency werden, wurde beschlossen: Der Vorsitzende ernennt ein Siebcncr-Komitec, das noch andere Mitglieder hinzuwälilcn kann, um die Angelegenheit der Jcwish Agency zu prüfen und tunlich einen geeigneten Plan auszuarbeiten, in welcher Weise amerikanische Juden sich einer solchen Agency anscliließen können. Das Komitee soll ermächtigt sein, mit der Zionistischen Organisation und anderen Körperschaften zu verhandeln, um einen Plan für die Lösung der fraglichen Angelegenheit auszuubcitcu. Das Komitee soll seine Ergebnisse einer neu ein zitbentf enden Tagung dieser Konferenz verlegen, Der Vorsitzende, Herr Louis Marshall, ging mm daran, die beiden Komitees zusammciizusctzen. Die A.-C.-Sllzung Der ״Haolam“ schreibt: Die Ac t io ns-Co mite -Sitzung, die bereits begönnen hat, wenn diese Zeilen in Druck gehen werden, ist durch ein besonderes Merkmal ausgezeichnet vor allen Sitzungen der letzten Jahre: zum ersten Male werden amerikanische Vertreter art der Sitzung tcilnchmcn. Bisher hatte die A.-C- Sitzung einen merkwürdigen Charakter. Sic repräsentierte die europäischen Lände« und d« Sondervcrbändc, aber die zwei wichtigsten Länder, Palästina und Amerika, waren nicht vertreten. Daher mußten die Diskussionen oft zu theoretischer Bedeutung herabsinken, denn wenn jene Gruppe, welche die Arbeit im Lande ausführt, und diejenige, welche die Mittel für die Arbeit beschafft, nicht vertreten sind, dann kann das A.-C. schwer als eine volle und handlungsfähige Vertretung der zionistischen Welt angesehen werden. In Amerika hat die Tatsache, daß die europäischen Zionisten über die wichtigsten Angelegenheiten Beschlüsse fassen können, ohne auf die Anschauungen der Amerikaner Rücksicht zu nehmen, oft Unzufriedenheit hervorgerufen und die Amerikaner sind sogar im vorigen Jahre dafür eingetreten, daß das A.-C überhaupt beseitigt wird. Die konimrndc A.-C.-Sitzung wird nun die Gelegenheit einer direkten Aussprache mit den Amerikauern bieten. Die amerikanischen Vertreter sind in London angekommen und sie werden der A.-C-Sitnmg die Anschauungen der dortigen Zionisten in allen wichtigen Fragen mitteilen können. Aber mehr als das. Die Amerikaner werden berichten können, was in dem halben Jahre seit dem Kongreß ln Amerika gearbeitet wurde. Nicht nur die Vorbcreitnn-, gen für den großen Keren H a j e s sod - Drive und der große Erfolg der von Marshall einbcrn lenen Konferenz zeugen für die Aktivität unserer amerikanischen Freunde, sondern die Amerikaner haben auch nn letzten halben Jahre eine große Anstrengung gemacht, um ihre eigene zionistische Organisation im Lande zu festigen. Diese organisatorische und propagandistische Tätigkeit hat bereits zu einer Verdoppelung der M i t g 1 i e d e r 1 a h 1 der amerikanischen Föderation geführt und, wie unser Knrrcspendent sagt, große Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet. Tn der Tat, es scheint, daß Amerika dasjenige Land

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