Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 18 (4.3.1924)
- Date
- 1924-03-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652613--15575-2674886- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 18 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 123 i i < * Zlonlslcnslcuor-!;inflänfjc ltlr das 4. Quartal 1923 vom 24. Februar bis 2. Würz 1924 Ort Koiilliiffcnt ״l:|n£«״g vom *,!,״1.,״, K 21.3.1)1* 3,5.24 für 4. Oiiart.l 23 r{llluclr** Borliii 3000.— 30,- 3221,70 — Hamburg 500,- 403,— 500,- - Eingang vom 24. 2. bis 2. 3. 1024 : 523,-. Oesamteingang für das 4. Quartal 1923: 15 231,05. Spezifikation: Berlin: F. Hammerschlag; 30,— (Rate einer Jahrcszcichnung). 11.Ausweis derZionislensleuer-Finfliinne fürdas 1. Quartal 1924 vom 24. Februar bis 2. März 1924 Ort Berlin Bochum Hamburg Köln Landsberg Leipzig Liegnitz Mannheim Einzelne Zio *) Davon Vorauszahlungen für die folgenden Quartale 5,10. **) Im 9. Ausweis sind unter ״Einzelne Zionisten“ 12,— M. aus Wattenscheid ausgewiesen, die zum Kontingent von Bochum gerechnet werden müssen. Kontingent Eingang vom 24. '.Abis 24 .2.8־ IniRciamt für 1• <Juar!»IJ4 Ffhlbclr.g 5000,— 203,00 2097,70 2302,30 3( Kl,— _!ר¬ ו * * 127,-*•) 173,- 1000,— 207,— 207,— 793,— 1000,- 34, 70,50 923,50 50,— 50,- 50,- — 1800,— 2,- 2 — 1798,— 50,- 50,- 50,— — 120,- 60,— 12 t,- __!n 650,— 50,20*) 348,50 301,50 Eingang vom 25. 2. bis 2. 3. 1924: für 1. Quartal 1924 674,70, (. 2. Qu. 1 ,SO, f. 3. u. 4. Qu. 3,60 Gesamteiiigang für das 1. Qu. 1921: 9119,15, f. 2. Qu. 293,30, f. 3. u, 4. Qu. 34S,<X), Sonderspenden ü'LK),—. Spezifikation: Berlin: R.-A. A. Fischer 18,—, I. Boschwitz. u. Fr, 15,—, Dr. Landsberg 10,—, W. S'rei!’» 8,—, R. Postier u. Fr., H. u. P. Sachs je 6,—. M. Mendelsohn, A. Nathan, A. Rosenfeld, A. Zweig je 5,- 11. Leder, Dr. A. Platz, H. u. Fr. Puh ennaclier je 4,-, E. Rabatt 3,40, L. Barth, Frl. Fraiikcnstein (2. Rate), Dr. AL Küllenschcr, Kuhn, A. Lichten• stein, S. I.tiMiner, R. Man«, S. Maaß, A. Melnick, P. Nathansohn, R. Neiiter, l. 11. L. Neumann, Dr. W. Nohcr, F. Ostertag, B. Perl, R.-A. Dr. Pick, I. Prager, Dr. H. Prciß, A. Rosenborg, M. O, Rosenblum je 3,—,' Diverse 47,50. Bochum: Tewel 10,-, Flaumenhaft 8.-. Wicselbcrg 3,-, Köln: S. Bader 30,— (1. Rate einer Jfahrcszcichn.), F. Meyer u. stud. rer. pol. H. Meyer 4,-. Landsberg: Zünder 7,-, A. Manheim, Dr. Meyer, Dr. Salotnon, Ct. Weil je 5,—; Dr. Katzencllenbogcn 4,—, diverse 19,—. Einzelne Zionisten: Idar: J. Dacr, N. Baer je 5,—; H. Baer 3 —. Massow: M. Silbersohn 10,—. Meiningen: Ff. Schöngut 6,—. Merzhausen: Schirat/.ki 3,—. Pfarrkirchen: Ci. Schmidt 7,20 (Jahresbeitrag). Pitschen: R.-A. Kurzweg 3,—. Rostock: Dr. Kuschttcr 4,— (1. Rate). Waldenburg: L. Robinsohn 4,— (U. Rate). Hapoel-Hazair. Am kommenden Sonnabend, den S. März, spricht in der Berliner Gruppe (Landsberger Str. 89, Eingang Kleine Frankfurter Str. 11) Chawerah Gerda Arlosoroff über das Thema ״Der englische Sozialismus und die Fabian Society“. — Die Adresse für den Deutsehen Landesverband, den Waad der Berliner Ortsgruppe und die Redaktion der Zeitschrift ״Die Arbeit“ ist: Berlin- Chariottenburg 2, Carmer Str. 6 (Stpl. 14446). Verband der Ostjuden. Stundenplan der Abendkurse: Talmud: Herr Dr. Kahanc im Hause der Talmud Thora, Linienstr. 19, Mittwoch 8—10, Sonnabend 3—5. Englisch: Herr Dr. Pinsker im Hause der Knabenschule, Gr. Hamburger Straße 27. Montag und Mittwoch von 7—9(2 für Anfänger nocli zu bestimmenden Stunden. Deutsch: Der Kursleiter in seiner Wohnung, Grüner Weg 105, Dienstag und Donnerstag für Anfänger und Fortgeschrittene. Anmeldungen werden taglieh um 1 Uhr in der Wohnung des Leiters der Kurse, Herrn Lehrer Hopp, ferner täglich vormittags in unserem Büro, Auguststr. 17, sowie in den Unterriciitsrüumen während der Lehrstunden entgegen genommen. Wirtschaftsstelle des ״Hechaluz“. Im Anschluß an den Deutschen Landesverband des Hechaluz ist besonders durch Initiative der nationalen Fraucnverciiiigung eine Wirtschaftsstclie gegründet worden, die cs sich zur Aufgabe gestellt hat, den in der Hachscbarah und Alijah befindlichen Chaluziin wirtschaftliche Erleichterungen zu schaffen. Es handelt sich 11m verbilligte Beschaffung der Ausrüstungsgegenstände für Palästina und der notwendigen Ar• beitskleidcr während der Vorbcrcitungszcit. — Außerdem wird die Wirtschaftsstelle in den Bereich ihrer Arbeit die Versendung von Zeitschriften und Büchern und beschränkte Arbeitslosen-Fürsorge cinbc/ichcn. An alle an der Berufs• Umschichtung interessierten Kreise wendet sich hiermit der Hechaluz, durch Sachleistungen die Arbeit der Wirtschaftsstelle z.u unterstützen. 1111 besonderen wird cs sich darum handeln, für zirka 50 Chaluziin die notwendigen Ausrüstung::• gegenstände ziisammeiizustcllen, um sie für den Augenblick der Alijah unter günstigen Bedingungen verteilen zu können. Neben diesen 50 Alijah-Ausrüstuiigcn (Schuhe, Wäsche, Anzüge usw.) brauchen wir für die diesjährige Landwirtschaft einen größeren Bestand von Bekleidung.sg.egcnständ e n. Jeder jüdische Kaufmann hat hier die Möglichkeit, ohne große Schwierigkeit durch eine Belieferung der Wirt• schaftsstelle an der Fundierung dieses Arbeitszweiges mitzu* wirken. Wir bitten alle interessierten Gesinnungsgenossen, sich zwecks näherer Informierung an den Hechaluz (Wirtschaftsstelle), Berlin, Emser Str. 12/13, zu wenden. — Für die Organisierung hat ,sich Frau Glaser von der nationalen Frauenvereinigung, Düsseldorfer Str. 65, zur Verfügung gestellt, an deren Adresse wir sämtliche Sacliscndungcn nach vorheriger Anmeldung zu schicken bitten. Hebräische Lehrer, welche gewillt sind, in die Provinz zu gehen, werden gebeten, ihre Adressen dem Arbeitsaus• schuß der Zionisten aus den östlichen Ländern, z. Hd. des Herrn Josefsherg, Landsberger Str. 89, bekannt zu geben. Berlin. Die Vereinigung für die Interessen derAlte 11 Synagoge veranstaltet im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, im Monat März allwöchentlich Mittwoch Abend 8 Uhr Lehrvorträge mit Diskussion. Am 5. März Herr Rabb. Dr. Rosenberg: Lehrinhalt der jüdischen Religion; am 12. und 26. März Herr Rabb. Dr. L. A. Rosenthal: Woclicnabschnittserklärung; am 19. März Herr Rabb. Dr. Löwcnthal: Vorlesung über die Psalmen. Dcrliiier Kalende? Rflro» V«n״rdn!p־m1 r, l’mlln 8 ,19 יי TolPjdum: Morktsr X',׳: •■'Mhi * J־t>n1nrl1mtUk1׳mU1 Krt. HprÜn NW » kruhi'nrorwnlttinu־ d״r *י Z. V MiUwuch, ü״n b, M.1 •er, ahond■ b Uhr OtMjip# Ost, im L&nd11h«rp׳#r Rtf. 08. Herr Karpln! 0״«Mr PfHrhtfnVrff« der «ludsnlieit mm Ur$» Itrtfl"• Donuorstn^, don 0. MHr® abond« Uht Herliner ZlonUt, \'ז«1זן1מ1“יזיו?,HoydoUtr. B Sitmt»׳אח der Verlrt'fwrveriummlBng dtr I*. Z.V, TaneiGrdntinR: I. KmirrKftlnng 11״״ Ulats. *J. «in«■ Bftrlfdbte« üb״r *len Huml der IWlinor Arboit, intl esoiultr״ üb*r üla Verhundlungoni beirotfa II״r1m0Aftbo der Horliuor JUdiaehon Zottung mul Bft*obSn»*tssntmpj (U)ür dio FnrtJrihrung der Vcrlmudlnngtm• ü. HtaUungnAhm• »nr Verlegsng dos Büros iinnl! der M01n״k״»tr. 4. Kvoutnabft. Dio Sitzung Ut für ftll« Mitglieder der Ih 7t, ▼. ÖfTantlieti* naohra. Uhr Buttd Zionist, Fr*mr11 im ßitEanvMaivl d. Z. V. i, D.. PftAhnlsoba Str••■• ä Frl. Weinreirhi ,•fcvatobBag tmt abend• 0 Uhr Ilspool IltimTr, Im Zionistischen ITeim. Landsberger Str. 89 Vortrag von Zwi Hchw'iddi t.l’tlger-€balu■‘* ״ . abend« 8 Uhr pünktlich Ilapnci Har.rir» im ZionUt. Uelm, Lnnd«h*rf:0f Str. 89 (KinK»ng KJ. Krank* fiirter Hir 11) Zwanglos׳•• il l*smme««eln 1. vortaflung au• Seholem Aioebems Werken. 9. Oamainaam•■ Singen liobriUnohtr und jüdUobor LlocUr. Sonnabend, den 8. Mfirz abonds 8V^ T׳hr ilrupp« itarioiirnbuTfr. im NolHndorf־Oaslno, Klcls'etr. 41 (nicht wie irrtümlich anK0K״bon Casino-lieu! anrnnh Wiimer״d״rfer Str. 108). btemmtisah der elinmttigen Uiuppa Wett Korr jDr. U. üorJitsf Kiewerefura* ftbend« S Uhr nspoci JTsrtiir, im Sioniet Heim, Land.berger Str. B0 (Eingang Kl. Frauk- .. נ Zarter Htr. li) . , v ertrag v. Oerda ArleworoiT; <tT>er «mrdsrhe S0»1all«ma«a. <16 Fabian «eelaty * Montag, den 10. Mar«! abend■ Uhr Ur«pp« Jiord, ira Reetaurnnt noppe, Rosentheler ötr. 4 Cirappenabpiid Sonnabend, den 15. Mkra •hend» 8 Uhr Uapoei lU1»Vr, im Zionist. Heim, Landsberger Btr 69 (Eingang Kl Franklurter Htr. H) Vortrag von Chawer Dr. Hellmann. Tboroa wird noch bokanstgegeben. Gruppe M#it־Cb»rlottenbat|r. in der Woohe vom 0.—18. Hlri dnseadahend Z«!lt nndOrt wird noch Itekannt gegeben. Jeden Dienstagabend, 8 Uhr ilüdUcher lkulturr«r«lnFo*rre*e Im Zionfetl«chen HeifO, Lendaberger Str. 69 Somiw^r tür jüdische Goschtdite nntor Leltong Herrn •tud. phü. L. Bohftohter, Joden Diemtagebond. h Uhr Ostjfldlerlier HtndrnleiiTereln. Friedrichitr. 116 Seminar für indisch״ Oe»oh’ohte. (truppe Kord Jedon Montag von \Uhr m Uodef Zdokoh, Uesentheler Sir. 111 Tonaeh (Jetajeh). Joden Mittwoch von Uhr hol Kdm. Lovy, Oraaionbarger Str. 60. Uemarah. Joden Sonnabend naohm. 4—& Uhr bei Kdm. Lev/. Oranienburger Str. 60, Hehtilchan erueh. Jeden Sonntag vormittag 11—1 Uhr bei Kdm. Lovys Oamarah. _ BorUaer üUrachhGruppe Jedon Montag, Im Hörsaal I'״sta10rzi״tr. 14*15, abend■ von 9—10 Uhr Dr, Brünn: Tenach. Jeden Dien ■tag, nhend* S—10 Uhr: Dr. Kuttner, Ohumeaeb m• Rascbi o. Dinim. Jedon Montag, im Reaigvmnaninm Hrhillorstr. 24, nachm. H^־*־H6 Uhr 1 Rabb. Dr. Emil Lovy; An״gowahlie Psalmen» אגודת בתי ספר לישראל Jtldlselier Schnlreroln E. V., Berlin 019, SeydeUtr. 3 Q.iohMtittthr.nde» Vcr.UnU.mltRllrd: btnll.nr.t Kurt Huam.rtUin, Orunewald, KHedrichimherstr. 82. בית ספר ללשוו העברית בברלין n*brKUrh« Kprsfhsrhufe!וו Berlin (XI. Nrmeiter) Auskxmft erteilt der Schulleiter, Herr N. Borg^rOn, Mittwoch. 6 Uhr abende ln der Uochechnie jür die Wissenschaft dos Judonttim«, Artiüerlestraüe 14, 1. Zimmer 4. בית ספר לילדים בטעויבה של בררי‘ JQdlseli• UrundsehaU West. Auikunft erteilt die Scholleitorin, Frliulcin Oberlchrerln Betty Landau Montag und Mittwooh U—4 Uhr, bteinplat* 0083. בית ספר לילדים בטורחד. של ברליי Jüdl.ch. Urnadiehnl« O.t. Aö.ltuufk •riotlt dl« Sohulloltorln, Frttiloin Sn.»nu* LlchUm.l.lo, Fr.it«, U—i Ulir. l’ankow Berlin. (Fechtklub ״Bar-Giora“.) Der Fechtklub ״Bar-Giora“, der jetzt auf ein Jahr der Arbeit zurückblickt, hat in diesem eine folgerichtige Entwicklung durchgcmacht. Das technische Programm wurde wesentlich erweitert: außer Fechten und turnerischen Uebungcn, Scouting, Armbrustschießen, Wandern. Mit einer ostjitdischcfl ״Schomcr"־Gruppc in Berlin wurde eine technische Arbeitsgemeinschaft gebildet. Die Prinzipien der neuen Arbeit wurden in der letzten Klub- Versammlung wie folgt fcstgclegt: 1. ״Scltomer“-Erziehung, d. i. Erziehung der sittlichen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten und des Willens, für die jüdische Nation mit ganzer Persönlichkeit einzutreten, 2. Vcrpllichtung der Aktiv׳!- tas, die Ucbersiedlung nach Ercz-IsracI in ihr praktisches Lebensprogramm aufzunchmcn, 3. Unterstützung der Mitglieder bei deren Ucbersiedlung, 4. Aufnahme der Verbindung mit gleichgesinnten Gruppen. Uebcr die praktische Durch• führung dieser vier Punkte läßt sich im Rahmen einer kurzen Pressenotiz nichts schreiben. Die beste Art, den Klub kennen zu lernen, ist ein Besuch seiner Veranstaltungen. — Am Dienstag, den 11. März, findet in der Turnhalle joachimstaler Str. 32 um SV! Uhr ein öffentlicher Fecht• und Ucbungsabend statt. Die Ortsgruppen Bamberg. Am 11. Februar sprach Herr Dr. Goldborg, Neuenahr, vor der jüdischen Oeffcntlichkcit über ״Ju• denheit und Antisemitismus“ mit außerordentlichem Erfolg. Am Abend vorher fand eine Zirkclvcrsaütinlung in kleinerem Kreise statt, in der die Spitzen der Gemeinde anwesend waren. Ein Referat in der Ortsgruppe über inwrzionistischc Dinge beschloß die dreitägige sehr erfolgreiche Tätigkeit des Herrn Dr. Goldberg, für die wir ihm herzlichen Dank wissen. Ferner sprach am 21. Februar Herr Arnold 2wcig über ״Von jüdischer Zukunft“. Der Vortrag, dem ficr größte Teil der hiesigen Gemeinde beiwohnte, wurde ztt einem erhebenden Ereignis im jüdischen Leben Bambergs. Bochum. Am Sonntag, den 9. Märt, 10% Uhr vorm., wird in der Tonhalle der neue Palästina-Film vorgeführt. Hamburg. HebriiischeSprachlchulc: Beginn der Sommerkurse Anfang März. Einrichtung eines neuen Kurses für Fortgeschrittene ohne Vorkenntnisse und Aufnahmen in die bestehenden Kurse am Sonntag, 2. März, 8 Uhr abends, im Logeiilieitn, 2. Stock, Hartungstr. Kurs 1: Anfänger ohne Vorteiliitnhse; Kurs 2: Anfänger; Kurs leichte uupuuktirrte Texte; 4. schwerere und sprachliche Texte; 5. moderne Lite• ratur usw. Zuschriften an [>r, Heinrich Ncchelcs, Ilallerpl. 1, HeiiklbcriJ. Am 7. Februar sprach bei uns in einer gut besuchten Versammlung Frau Gerda Arlosoroff. Sic verstand cs, in einer sachlichen und warmen Weise das Interesse für die Realitäten Palästinas zu werken, wobei gerade die zahlreichen Details bestechend wirkten und eine. Konkretisierung unserer Kenntnis von der neuen Arbeit im Lande brachten. Am 10. Februar kam der Palästina- Film zur Vorführung, der einen guten materiellen Erfolg hatte. Von besonderer Wichtigkeit war seine Wirkung auf die zionistische und nichtzioimtischc Jugend, bei der ein starkes und natürliches Miterlebcn mit dem Geschauten zu bemerken war. Saarbrücken. Am 6. Januar sprach hier Herr Karl Glaser aus Berlin vor der Ortsgruppe und einer Anzahl 4Liste über das Thema: ״Der ewige Jude״. Die lebendige« Ausführungen des Vortragenden rieten eine lebhafte Diskussion hervor und hintcrließeu bei den Teilnehmern der Versammlung einen starken Eindruck. Wir glauben, daß Herr Glaser unserer Arbeit wertvolle Dienste geleistet hat. Kurz darauf fand mit ebenfalls erfreulichem moralischen Erfolge eine Aufführung des Palästina-Films statt. Ke v<>« Herrn Karpin im Anschluß daran unternommene Aktion hatte keinen allzu großen materiellen Erfolg, weil erst kurze Zeit vorher eine gute Kert n Hajessod-Aktion s attgefunden hatte. Gr.-Strehlitz. Am 16. Fcbr. fand hier ein Vortrag des Herrn Locbmaitn, Bcuthen über ״Herzls Tagebücher“ statt, der mit großer Begeisterung autgenommen wurde und über den sich bei anschließendem gemütlichen Beisammensein lebhafte Diskussion entspann. Die Sammlung für den Nationaltouds ergab 33,— M. W. N. Recklinghausen (Gcmcindcwalil). Während in Reich, Staat und Gemeinde das gleiche und allgemeine Wahlrecht der Diskussion entzogen und auch der dunkelsten Reaktion zur Selbstverständlichkeit geworden ist, während in der evait. gclischen und katholischen Kirchcngemcindc jeder Protestant oder Katholik die gleichen Rechte hat una nicht gefragt wird, ob er _ Preuße, ftrautischwciger oder Pole ist, kann sich der jüdische Liberalismus mit der Gleichberechtigung aller Juden immer noch nicht abfinden. Am allerwenigsten haben es seit jeher die westfälischen Juden verwinden können, daß vor sicfienundsiebzig Jahren die preußischen Junker so liberal waren, bewußt auch den nichtpreußisciien Juden in der jüdischen Gemeinde neben dem Recht der Steuer- Zahlung; alle übrigen Rechte ruzubilligcn. Den Streit über den Primat des Judentums oder Deutschtums entschied einmal in einer Versammlung westfalischer Juden ein Herr durch die Feststellung, er sei in erster Linie Westfale. Von diesen Leuten, die ihren Stammbaum auf Hermann den Cherusker _zurückführen, können die bayerischen Partikularsten noch viel lernen. Im Januar 1924 gingen die Juden in Recklinghausen einen Wahipakt ein und stellten eine gemeinsame Kandidatenliste auf, die auch einen Ostjudcn enthielt. Bald darauf aber beschlossen die Liberalen im Stillen, den Vertrag zu brechen. Sie sprachen hinter dem Rücken ihrer Vertragsgenossen den nichtstaatsangchörigen Wählern das Stimmrecht, das auch in Recklinghausen bis dahin niemals strittig gewesen war, für den Gemeindevorstand ab und vera 11 faßten diesen, eine Verfügung der Regierung herbeizuführen. Der Regierungspräsident in Münster entschied denn auch im Sinne der Liberalen und verfügte die Streichung aller nichtpreußisciien Juden aus der bereits geschlossenen Wählerliste, Ah die Vertragsgenossen von dem liberalen Wortbruch und der heim, liehen Aktion Nachricht erhielten, erhoben sie Beschwerde gegen die Verfügung des Regierungspräsidenten, der zwei Tage später seine Entscheidung aufhob und in der Begrün• düng offen bekannte, er sei über die Materie nicht unter• richtet gewesen. Demnach werden in der jüdischen Gemeinde Recklinghausen auch in Zukunft mecklenburgische, hessische, sächsische, österreichische und polnische Juden die gleichen Rechte haben wie die westfälischen. Als die Liberalen diese» betrüblichen Bescheid erhalten hatten, holten sie den miß. achteten Pakt wieder hervor und wollten ihre Vertragstreue neu auflebcn lassen. Ihre Gegner indes lehnten natürlich jede weitere Abmachung mit solchen Vertragsgenosscn ab. Wenn bei der Wahl am 25. Februar die Liberalen mit ihrer Liste bei starker Beteiligung mit nur sieben Stimmen Mehrheit obsiegten, so haben sie das ihrer auch hier wieder bewährten Skrupellosigkeit zu verdanken. Von Haus zu Haus gehend, malten sic ihren westfälischen Brüdern in schrccklichenTarben die drohende Gefahr der Wahl eines galizischen Repräsentanten aus, die denn diesmal noch knapp verhütet wurde. Aber Recht ist Recht geblieben dank der preußischen Regie• rung trotz der jüdischen Liberalen. Arbeitsnachweis. Wir eröffnen zu in April eine Lehr• Werkstatt für Tischlerei und Schneiderei und können noch einige Lehrlinge auinehmen. Meldungen erbitten wir persönlich Montags, Mittwochs, Freitags zwischen 10 und 1 Uhr August- Straße 17, Zimmer 15. Wir suchen dringend Stellungen für Kontoristinnen ohne Kenntnisse der Stenographie und Schreibmaschine, ferner für Anfängerinnen, möglichst in Betrieben, die am Sabbath geschlossen haben. Ferner Stellungen für ältere Hausdiener und Packer, Leiterin oder Leiter für hiesiges Lehrgingshcim verlangt. Meldungen an die Jüdische Arbeitsgemeinschaft, Auguststr. 17. Wocltcnkaleudcr. Sonnabend, 8. März, 2. Adar scheni 5684, P’kude, Nach 6,37. Geschäftliche Mitteilungen ('inarl S«+-Tr*>sp0vt G«9«!l(eb#ft m. 6« 1• |>or Con»r<i־Dfwmpf«r - A q בי i I ■ n i *, Äer •onst {?«mAinttm mit d«r ond י M1ur«i »n i a" den wöebontlfehoo K1pr*»'-dUn»1 der On1mrd*Lini© S^utbamptoa — Cb«rbcmrK—־New York notorbnlt, wird •ur• ■ eit. wie je<Ui Jahr, 3rAI'1& überholt Daher ם*יי0במ die beiden Anderen Dumpfer el ein den Krt>0«n Zu*pr\10h bewältigen, desuen »loh dieimr Diei •t der Ounard-Linie mit, Jahren •rfreuk Auf ihr«rleUten Relio ▼en New York mveh KuropA b@fflrd״rte di• ״BerengArU* •in• »neh für di• lloch*al«on 1'ngowÖhnlUh• Zahl von l’aeaa^ieron L Kla■»•, nkmlioh 714 Heilend■* Auch di. P*»,»si,rf »l1Un d.r «nd.r.n KI«..eo könn.n »1• ung.wöhullch hoeh bereiehnet ־werden. PaiüGiißa-omaßionds öicra lißlssscß) £. u. Berlin »Wilmersdorf. Emser Straße 12 13. Bankkonto: Darmstädtor u. Nationalbank, Berlin. Sehiokelplatz 1-4,1 Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951. .fl fl וו׳התיויי^ Berlin, Sächsische Strasse 8. / Postscheckkonto: Berlin ‘-'S 747. fijr’t * fpm ך*י r-yj* ן , ■ןו׳ןו״ןו"׳ ') f י : ‘ »tt kca i m p% |־i ־י״יו^ ׳ ”,y w ך י r־ ן .ר ־׳־־!4 4k WW ij Isa U I %a ii t» w SüllWM'