Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 17 (29.2.1924)
- Date
- 1924-02-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Seile 114 JUEDfSCHE RUNDSCHAU Nr. 17 Die lillan. der Cflfill sdicu klsluagea la Palslica Eine Anleihe der Regierung. Jerusalem, (J.T, A.) Das Hat1pisckrdari.it der pn- Idslmcnsisclien Regierung hat der Paliist. Tel.-Agentur (Jenisaieiiier J. 1. A.) eine U eh ersieht über die {inanz i e 1 i e P o r, it i o 11 der palästinensischen Regier 1111 g׳ über111 ittclt. In dievvni Bericht wird u. a. gesagt: Zur Ze.t, 1!a die britische Militärverwaltung aus Palästina zurih'k• gezogen winde, erkannte die britische Regierung, daß pa. laslina nicht in der Lage sei, die nötigen Mittel für Ei sc n b a 11 n 0 n , Telegraphie, Fernsprech wese 11, Wasserwerke^ und Straßen, die während des Palastmafelilziiges mit großen Kosten angelegt worden sind, auf/ubntigen. SU: hat nun diese öffentlichen Arbeiten!rieht nach den Originalkosten abgrsclut/.t, die natürlich zur Zeit des Krieges die normalen Prei.-e weit überstiegen, sondern sie naclr dem Wert bemessen, den sic heute für die palästinensisdie Bevölkerung haben. Die so festgesetzte Summe durfte annähernd '2.000.000 Pfund betragen. Wenn das I>alastiha-IViidget sich soweit gebessert haben wird, daß es die Belastung aushält, werden Zinsen auf diese Summe gezahlt, und die Schuld allmählich ahget ragen werden. Pis dahin hat die palästinensische devölkcrung die volle Nutznießung an den Eisenbahnen, Straßen, Fcrnsprecli- und Tclcgraplieu-Aniagcn, Wasserwerken und anderen Einrichtungen, ohne daß sic irgendwelche Lasten hierfür zu tragen hätte. Im Juli 1020 hat die Zivil-Regierung dieses Aufbauwerk in ihre Verwaltung übernommen. Es wurde dann neuerdings eine Summe von 1082 000 Pfund für die Eisenbahnen bewilligt, darunter 000 8,()!׳ Pfund für ,neues rollendes Material. Auf diese Weise konnten die früher von der ägyptischen Eisen!),ihn geliehenen Wagen /iirückgc.dcllt und so eilte Summe von 70000 l’fund jährlich an Miete gespart werden, ln Lydda wtnde eine moderne Veibiiuliings: t.iüon errichtet. Fs wurden Maletial und Maschinen zur Errichtung einer neuzeitlichen E i s e n b a h n w e ri! s t ä 11 e in 11 a 1 f a .mger.chaff!, wodurch ebenfalls der Weg zu großen Ersparnissen gebahnt wurde. Die Zivilverwaltung hat eine Summe von 120 000 Pfund für den Aushau des Fern sprec h wesens und der Teleg r a p 11 i e ausgegeben. Die Zahl der Telephoninh&bcr ist von 80 im Juli 1020 auf 113J im Januar 1921 ge• stieg-011. Das für andere Einrichtungen aufgewendeie Knpital betrug bis /um 31. März 1923 218 000 Pfund. Zu diesem Kapital, das als Vorschuß auf die zu begebende palästinensische R« gienmgsnnleihc gegeben worden ist, kommen noch •170000 Pfund, die von der türkischen Verwaltung an öffentlichen Schulden in Palästina über• 11 om men und für ähnliche Zwecke ausgegeben worden sind. Es war für die wirtschaftliche Entwicklung notwendig, alle Eisenbahnen in Palästina unter einer einzigen Verwaltung, «ler des Staates, zu vereinigen. Der Friedensvertrag nut «ler Türkei berechtigte die Regierung, die Eisenbahn zwischen Jaffa und Jerusalem zu erwerben, die bis dahin der Erbauerin, einer französischen Ö cs eil• schaff, gehörte. Die Regierung erwarb die Eisenbahn für ßvSOOOÖ Pfund. Darauf ist noch eine Summe von 183000 Pfund in den nächsten zwei Jahren zu bezahlen. Die Regierung hat bei der anglo-ägyptisclicn Dank bis zum 31. Dezember 1923 einen Kredit von 502000 Pfund a u f geno 111 m e n; hiervon winden den Landwirten Anleihen zur Instandsetzung ihrer infolge des Krieges verwüsteten Felder gegeben. Von dieser Summe ist nmi.iticrnd die Hallte schon wieder zurückgezahlt. Die Regierung hat somit seit dem Kriege Aktiv-!»osten in der Hohe von 5 245 000 Pfund’in ihren Besitz, g «Mio nt men. Darin sind mitemhaltcn: Die ihr von der Militärverwaltung übergebenen Eisenbahnen, Straßen trsw. im Werte von 2OOOOO0 Pfund; 18911000 Pittnd, die von der Zivil-Verwaltung für Eisenbahnmatcrial, Straßen, Fernsprecher usw. beigestellt worden sind; die Jafia-Jerusalein-Eisenbahn mit 380000 Pfund; Anleihen, die von «len lamlwiitschaiiliehcn Betrieben zurückgezahlt werden: 353000 Pfund; Wert der Läger: '2M(XX) Pittnd; Bargeld, Abgaben und Gewinne: 162 000 Pitind, Diesen Aktivposten steht eine Summe von 1340 (KH) Pfund gegenüber, die die Regierung von den Kronrcgcntcn am'gcmunuien hat, um die Ausgaben der Zivilrcgicrung zu decken. Auel! hat diese von dem britischen Kriegsamt Warenlager im Werte von 290000 Pfund übernominell. Diese Summe muß in fünf jährlichen Raten zurückgezahlt werden. Die O e s a m t s c h u Id c n der Palästina- Regierung (die infolge des Friedensvertrags der türkischen Vorkricgsschuldcn bestehenden Verpflichtungen nicht eingerechnet), betragen 45J0 000 Pfund. In dem Bericht wird zum. Schluß noch betont, daß das Land weitere Verbesserungen notwendig habe. Es werden insbesondere Summen für die Entwicklung der Landwirtschaft angefordert. Die Regierung muß Kapital zwecks Mitwirkung bei der Errichtung einer landwirtschaftliehen Kredit-Dank beschaffen, da diese Aufgabe allein von privater Seite nicht dnrchgclührt werden kann. Es soll eine Versitchsfarni für Züchtungszwecke errichtet werden, Wälder sind a 111 u p f I a n z e n, S u m p f - 1 and auf Staatsgebiet ist auszu t rock« e n. Diese und ähnliche Arbeiten würden den Wohlstand des Landes und seiner Bevölkerung heben. In verschiedenen Gebieten sind noch Chausseen anzulegen. Schul- und Regierungsbauten sind noch durchzuführen. Weiteres muß das von den Kronagcnteii entliehene Geld in bestimmten Raten zurückgezahlt werden. Zur Erledigung all dessen soll eine Regierungsa n I c i I! c in der Höhe von 2 500 000 Pfund ausgegeben werden. Je eher diese hcrauskommt, um so schneller kamt die LaiidwirtscliaiEsbank errichtet werden und die anderen in Aussicht genommenen Arbeiten zur Durchlühriing gelangen. Der Bau eines modernen Hafens ist im Interesse der Entwicklung von Handel und Industrie eben falls dringend potwendig. Die Pläne sind schon weit vorgeschritten; die Finanzierung aber müßte durch eine bcsondere Anleihe gescheiten. Die Judenverfolgung(:■ in Lodz und Posen Auf der letzten Sitzung der administrativen Kommission wurden «iic Anträge der jüdischen Deputierten über die herüchtigten Judcnjagdeii und Mißhandlungen der Polim in Lodz verhandelt. Abg. Grünbaum gab ein ausführliches Dild der Lodz.cr Ereignisse vom 12. November v. J., da die Polizei auf harmlose jüdische Passanten in den Gassen Jagd machte, sic aufgriff und ins Kommissariat schleppte, wo die Passanten regelrecht geprügelt und dann freigclasscn wurden. Die damaligen Ereignisse halten eine ungeheure Erbitterung unter der jüdischen Bevölkerung horvorgerufeu. Die vom ICommissmiat versprochene Untersudumg ist bis heute nicht durchgeführt worden. Deshalb stellt der jtkiisclic Parlamcntsklub den Antrag: ״Die Regierung wird aufgeforderi, selber׳ die Angelegenheit zu untersuchen üml die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.“ Der Vertretet des Innenministeriums erklärt; daß eine Untersuchung in der Angelegenheit fortgcfülirt wird, doch sind noch cmlgültige Resultate ׳si.ht bekannt Es steht fest, daß jüdische (Singer geschlagen worden sind, Blut hat aber 1k« 1 u c r verloren. (!) Gegen die Schuldigen wird eine Diszipliitaruntersuchmg geführt, einige derselben wurden straf- .weise versetzt, andere der Staatsanwaltschaft übergeben. Für den Antrag des jüdischen Parlamcnt&klubs stimmte bloß die Linke. Er wurde abgclchnt. Hierauf ging die Sejmkommission zur Behandlung des Antrags des jüdischen Abg. Farbsteln über die fortgesetzten nn t i j iid i8e 11 en Ueberf ä 1 ie In Posen über. Abg. <irii!1batun als Referent verliest eine ganze Reihe von mit Geschädigten atifgciioinmcnc Protokolle, aus welchen zu erscheu ist, daß die ״Liga zur Verteidigung des Vaterlandes und «los Glaubens“ unter der Führung der berüchtigten Sckrctarczyk und Noskewicz fortwährend Hetzjagden auf Juden veranstaltet. Die Polizei schreitet meist gar nicht ein. Und wenn sic cs tut, 80 begnügt sie sich mit der Aufnahme eines Protokolls und läßt dann die Attentäter frei. ^j| Ut. .)UL u. ■׳׳' v >׳ü ÜV.:j am Donnorst&fj, den 13. Marx 1024 MilwLrkendo u. a.: Valeska Gert, Alexander Granaoh. Nähere■ siche Inseratenteil, Der Staatsanwalt hat noch In keinem Falle einen der Täter zur Verantwortung gezogen. Der Referent erzählt, er habe sielt schoß mehrfach an die Rcgicrung gewandt, der Jiisti/imnister aber habe erklärt, daß laut den preußischen Gesetzen, die noch heute in Posen guliig sind, ein Prozeß gegen die Antührcr nur auf Grund einer privaten Anklage geführt werden könne. Abg. Gruubaum erzählt ferner, trotzdem in Posen eine unauf 11 Örlicheludcn hetze betrieben wird, habe sich die antisemitische Organisation ״Strasz Narodova“ an die jüdische Oe mein de in Posen mit einem Brief um Unterstützung gewandt. Der Brief war sogar in deutscher Sprache abgefaßt. Die Gemeinde erwiderte natürlich, sie wurde eine antisemitische Organisation nicht unterstützen. Grünbaum stellte im Namen des Jüdischen Parlamentsklubs «icn Antrag, eine spezielle Kommission nach Posen zu entsenden, die das Verhalten der dortigen Behörden den Huligans gegenüber untersuchen sollte. Der jüdische Antrag wurde abgelehnt. €res •Israel Aus der Jüdischen Welt Auf einem Bankett, das dem amerikanisch-jüdischen Philanthropen Nathan Strauß von der palästinensischen zionistischen Exekutive gegeben wurde, sagte Strauß nach Begrüßungsreden von Kisch, Ussischkin, Icllin, Miss Henriette S/old, van Vrieslaml, Sprm/.nk, Prof. Pick und Kalvarisky: Er werde alles tun, was in seiner Macht stehe, um die Juden in Amerika an ihre Pflicht zu er- Innern, beim Aufbau eines nationalen Heims in Palästina zu helfen. Er habe Paläsfirta immer ln seinem Herzen getragen. Das zionistische Werk in Palästina werde sicherlich gelingen, wenn es nur Einigkeit in den jüdischen Keinen gebe. Das Werk, welches die zionistische Exekutive in Palästina bereits durchgeführt habe, sei einfach wunderb a r. Er habe das vollste Vertrauen zu den Männern, die «li׳'Ses Werk ausführen, und er könne sic nicht hoch genug loben dafür, was sic bisher erreicht hätten. Er verspreche, «Jan er sein Bestes tun werde, um nicht nur Juden, sondern auch reiche Niehtjudcn in Amerika für die jüdische Arbeit im Lande zu interessieren. Wie dem J. T. A.-Vcrtrcter seitens des Sekretärs der arabischen Exekutive mitgetcilt wird, hat eine indlsch-mohammcdanische Delegation Ihren Besuch tn Palästina an gesagt. Die arabische Exekutive trifft Vorbereitungen für den Empfang. Der jüdische Ingenieur und Vertreter der Schemen• Company in Haiia, Itzkovvitsch, wurde von König Hussein empfangen, dem er über die Tätigkeit seiner Oe- Seilschaft, sowie überhaupt über die Entwicklung der Technik in Palästina berichtete. König Hussein, sowie sein Sohn Emir Ali, der ebenfalls zugegen war, zeigten großes Interesse für die Darlegungen. Die Scncmcn-Gcscilschaft stellt bekanntlieh in der Hauptsache Oel und Seife her. Die J.T.A. hat bei Dernard Shaw angefragt, ob die von dem New Yorker ״Jcwish Morning Journal“ gebrachte Mitteilung, daß er in kurzem als Gast Sir Herbert Samuel» nach Palästina reisen wird, zutrifft. Shaw teilt mit, obgleich er eine Einladung von Sir Herbert Samuel, seinem persönlichen Freunde, erhalten habe, sei es Ihm doch vorläufig nicht möglich, derselben Folge zu leisten. In Haifa wurde ein Komitee organisiert, das sich die Erbauung eines hebräischen Theaters zur Aufgäbe gemacht hat. OtutochUnd Die ״Deutsche Zeitung“ vom 26. Februar schreibt: Das jüdische 8-Uhr-Aben<H)latt hat einige böse Nächte gehabt. Aller sie sind Gotiseidank vorüber. Da halte nämlich der Studentenausschuß der Berliner Universität auf Antrag des Studenten!ingc-5 deutscher Art bcsd110sr.cn, von der Behörde statistische Erhebungen über die Konfessionen der Studenten zu erbitten und auf der Grundlage dieser Feststellungen den Numerus clausus für jüdische Studenten zu fordern. Dieses die Ursache der schlaflosen Nächte. In seiner Not rief cs den Kultusminister an und erzählt nun freudestrahlend, was der Minister ihm geantwortet hat. Nämlieh dies: Von dem Antrag der Studentenschaft auf Einführung des Numerus clausus ist dem Kultusministerium bis zur Stunde amtlich noch nichts mitgetcilt worden. Selbstverständlieh ist dieser Wunsch der Studentenschaft schon deswegen nicht durchführbar, weil er im Widerspruch mit der Reich sverfassung steht. Die Wünsche der völkischen Studentenschaft sind also nach Lage der Dinge ala nichts anderes als der Ausdruck überspannten Großmault u m s auzusehen, denen eine weitere praktische Bedeutung zukommt. Dazu bemerkt die ״Deutsche Zeitung“ mit geistvollen Witz: Das 8-UI1r-Abendblatt verrät nicht, ob es die Auskunft schriftlich, mündlich oder gar telegraphisch erhalten hat. Wahrsehcinlich telegraphisch, denn ein Kultusminister, der völkischen Studenten .,überspanntes Qroßmauitmn“ vorwirft — י— wird wohl ein Hörfehler (I) sein. (Vielleicht läßt sich die ״Deutsche Zeitung“ von einem Volksschüler über den Unterschied zwischen Telegraphie und Telephon« unterrichten. ״ Red. d. ״J. R.“.) GngUnd Das Mitglied der zionistischen Exekutive, der Vorsitzende der amerikanischen Zionistischen Organisation, Louis Lipsky, ist am 23. Februar in England angekommen, wo er sich einige Monate zwecks Teilnahme an den Arbeiten der zk»- nistlschcn Exekutive aufhalfen wird. Hmtrtha Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten und jetzige oberste Richter (Chief Juslice) William Howard Taft sandte (ebenso wie Coolidgc) an den Sekretär des New Yorker Komitees jüdischer Rechtsanwälte, das sich die Errichtung der juristischen Fakultät der Jerusalemer Universität zum Ziele gesetzt hat, Mr. Max Levy, folgendes Schreiben: ״Ich tröffe, daß eine solche Rechtischulc, wie Sic sie planen, gegründet wird und ihre Absolventen zum Weltfrieden und zur Verbreitung von Gleichheit und Gerechtigkeit unter den Völkern der Länder, die unter dein Einfluß einer solchen Universität stehen, beitragen werden.“ An der New Yorker Palästina-Konferenz vom 17. Februar hat auch u. a., wie auch bereits berichtet, Mr. Dav'd A.B ro w 11 aus LJetroit tciigcnommcn. Brown ist allgemein a.s u., crio.greichste Führer von Kampagnen unter den amerikanischen Juden anerkannt. Er hat seinerzeit für das Joint Distribution Committee die berühmte, erfolgreiche 14-Millioiten-Doliar• Kampagne durchgeführt. Brown Ist kurz vorher aut Palästina zurückgckchrt und hat über seine Rclsccrfahrungeu einen Bericht geschrieben, in dein er die jüdischen Erfolge in Palästina hoch einschätzt. Felix Ferner wird aus New York berichtet, daß Felix War bürg vor seiner Abreise nach Palästina an Mr. Marshall einen Brief gerichtet hat, in dem er seine Zustimmung zu der Konferenz und seine Bereitschaft zur Mitarbeit ausgedrückt hat. — Herbert Samuel hat der Konferenz eine Begrüßungsbotschaft übermltteit. f4»htz Osten Dem Parlament von Mesopotamien (Irak), das im April eröffnet wird, gehören 90 Mohammedaner, 5 Christen und 5 Juden an. unter diesen befinden sich zwei Vertreter der Juden in Bagdad und je einer aus Mosul, Basra und Karkuk. Mitteilung In Nr. 19 der ״Jüdischen Rundschau“ werden wir eine Uebcrsicht der bis dahin für das 1. Quartal cingegangcnen SlonlstcnsHoucr veröffentlichen. Wir legen großen Wert darauf, daß alle unsere Ortsgruppen, zumindest mit einem Teilbeträge ihres Kontingrntes, ln dieser Tabelle aufgefuhrt werden. Wir bitten daher unsere Vertrauensleute, die Ui zwischen dort cingcgangenen Beträge sofort an uns zu überweisen. Die Ortsgruppen, . in denen die Aktionen erst Jetzt eingelcitct worden sind, ersuchen wir darum, Beträge a conto Uires Kontingentes vorzukgen und »ic von den dort später eingehenden Summen in Abzug zu bringen. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Postscheckkonto: Berlin 8091. Zionistischer Gruppenverband lör Nordwesldcutschland '• Sonntag, den 9, März 1924 in Bremen, in den Räumen der ״Union" Wachtstr., 10 Uhr vorm. 1. Begrüßung der Tagung. 2. Wahl des Büros. 3. Referat Dr. Landsberg: ״Die aktuellen Fragen im Zlonismus und die Arbeit in Deutschland“. 4. Aussprache über das Referat Dr. Landsberg. Mittags: Gemeinschaftliches Mittagessen im Hotel Levy. Nachmittags: Besprechung der Oruppcnverbandsarbeit, Wahl des Gruppenvorortes und des Vorstandes. Aas der Berliner Jüdischen Gemeinde Einführungdes neuen Vorstandes. In der Rcpräscntantcnversammlung am 24. Februar fand die Einführung der neugcwähltcn Mitglieder des Gemeinde- Vorstandes durch den Vorsitzenden der Versammlung statt. R.-A. Heinrich Stern fand warme Worte der Begrüßung. Gleichzeitig gedachte er auch mit Worten des Dankes «.er Männer, die mit der abgclaufcnen Periode aus dem Vorstände scheiden. — Aus den Verhandlungen ist zu erwähnen eine Vorlage, die die Schaffung einer neuen öibeiüber- Setzung wfmseht. Herr Hirschfeld wurde beauftragt, eine Kommission, die er selbst vorschlug, zusammcnzustcl en und die Angelegenheit vorzubcrcitcn. Ferner wurde beschlossen, daß künftig in den Synagogen ohne Orgel die Barmizwahknabcn mit dem hebräischen Namen zur l'horah aufgemfen werden, daß in den ürgelsynagogen die Banmzwahknaoen die Hafiharah hebräisch vortragen dürfen, während sic dann noch durch den Rabbiner deutsch verlesen werden soll; außerdem soll in diesen Synagogen auch wieder die deutsche Ucbcrtragung der Thorahvorlesung durchgeführt werden. Schließlich interessiert noch eine Vorlage des V01stan. es, die die Uebernalnnc der Kosten der Schule des Vereint ״Talmud Thorah Kncsscth Jissrocl“ betraf. Diese Schule wird von dem Rabbiner Dr. Wilhelm Levy geleitet und leistet, wie Dr. Klee mitteiUc, Vorzügliches, Die Urner- Stützung für diese Anstalt tollte dadurch von liberaler Seite geschmälert werden, daß man versuchte, ein Amendement ciuzubringcn, in dem die Zahl der Wocheustundcu herabgesetzt werden sollte. Nach einer längeren Ausspiache wurile ct erreicht, daß die Unterstützung ״in «len Grenzen des jetzigen Lehrplanes“ bewilligt wurde. Zcntralwohlfahrtsstclle der deutschen Juden. Der Fortbildungskursus für Erziehe rpcrsonal, der vom 2.—12. März in Berlin stattfmden sollte, muß infolge Verhinderung einiger maßgebenden Referenten vertagt werden. Es hat sich in Anstalfskrcisen lebhaftes Interesse für den Kursus gezeigt Der nächste Termin wird in aller Kürze bekannt gegeben werden. Dis Gruppe der Zionisten aus dein Osten veranstaltet am 2. März 1924, vorm. 11 Uhr, 111 Noacks Lichtspielen, Bnmucnstr. 16, eine einmalige Aufführung des berühmten Films ״Das alte Gesetz“. Eintrittskarten sind im Vorverkauf zu haben im Büro, Landsberger Str. 89, Alex. 4056, von 10 Uhr vorm, bis 6 Uhr nachm. Berlin. Am Sonntag, den 2. März, abends "1׳j Uhr, findet im Zionistischen Heim, Landsberger Str. 89, der erste Vortrag des Zyklus der hycleulsch-bclrhrcndcn Vorträge, die vom Berliner Komitee ״Ose‘ veranstaltet v״r׳le1׳, statt. Vortragender: Prof, der «Moskauer Universität L, Rosenthal. Thema: ״Die unsichtbaren Feinde uml Freunde unsere« Körpers“. Der Vortrag wird durch Lichtbilder illustriert ]