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Jüdische Rundschau · 1924-02-19 · Heft 14 (19.2.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 14 (19.2.1924)
Date
1924-02-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r~mm vi |M1..1.■^ 4 /Ta! r Redaktion und Verlag W 15, Sächsische StraOa 8. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark. AuftUnehahonncraenU werdta in d«r Wihruaf dar «iottlnra Lindar berechnet, MBareaa-s ׳zxsszz ä ׳,/ / , ו 4 ,;]זו? 0,23 ,י O; ך׳י *"ן ןי^י״׳ן ןי־ייי־-ין ך־״־־^״׳ן .ליי־־׳ 1 ■ 1 \ i '1 t! ן; \ \; v נ. ך""־■*” 'vJ ~r ר"־ ג ,] J L. v3,' ך t—ך c־־~| \! ] 11 \; j H L.J V׳.'J Nummer 14 Brasscs Berlin, 19.11.1924 S*5BC׳?l3-n3StT.“ Anzci1*cn-Verwaltunß: Jädif.c!!• Rundschau G.m.b.11., BcrlinWiS, Sächsische StraßeS. — Telephon! Amt l'äakburg 6697, 6698 u.6699. Anretjjrnprolai R^ripall.Nonpareilleieil« 0,25Co1dmark. FsmiUtnatutlrftn unJ Swikngriudi«■ O.liGnldtoftrlt, i־rtr hebtfihclie An?«lgea 100% Autichlag• Für AusUndiinaerat•!00% AuNchUg, AnzrigroscktuQi D i 9 n 11 y und Freitag nachmittag 4 Uhr. ,91 Telephon: PMzburs! 669711.6698. Postscheckkonto! Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich! Poslsparkassenarat Wie», Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: Postsparkassenomt Prag, Konto Nr. 59 410, — Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — י״ד אדר א׳ חרס״ד ״ 'VSZ3£״״ י”,! XXIX. Jahr fr. Per Zlonl»1m1a erstrebt für das Jüdisch«! Voll! die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Hclmillltte In Palästina. ״Baseler Programm.*4 Fazit uni Perspektive Aus dem Weltkriege sind wohl noch die beiden verschiedenen propagandistischen Methoden, die in England und in Deutschland bei der Darstellung der jeweiligen Kriegslage von den offiziellen und den inili-!;irischen Stellen beider Länder zur Verwendung kamen, allgemein in Erinnerung. Während in England die Regierung jede Beschönigung vermied und die Lage so darstellte, wie sie sie, objektiv und nüchtern betrachtet, zu sehen glaubte, ja vielleicht noch häufig ein wenig trüber, war die offizielle Beleuchtung in Deutschland schon nicht mehr rosig optimistisch, sondern oft genug blutrot wie die Morgenröte des Tages, an dem die alldeutschen Imperialisten Deutschlands Weltherrschaft, heratifkommen sahen. Umso schwärzer war natürlich Enttäuschung, Verzweiflung und Zusammenbruch. Es ist nicht von vornherein,, auch nach dieser offenbar für die englische Taktik der Information und die englische Betrachtungsweise sprechenden Erfahrung nicht, zu entscheiden, ob es richtiger und erfolgversprechender ist, einem Volke immer und in jedem Augenblick die ganze, die letzte Wahrheit zu sagen. Das hängt in erster Reihe von dem betreffenden Volkscharnktcr ab. Es ist fraglich, ob das deutsche Volk, das nicht die außerordentlich zähe Ausdauer und Beharrlichkeit, den kalten, verbissenen Trotz der englischen Volksseele kennt, so ruhig die ihm jederzeit furchtlos enthüllte Wahrheit ertragen und diese Wahrheit bei ihm so anfeuernd und aufstachelnd gewirkt hätte. Unwahrscheinlich ist jedenfalls, daß die gleiche Wirkung bei den national vcrschicdenen Völkern Oesterreichs eingetreten wäre, und man kann annehmen, dal? der Zusammenbruch der österreicliisclien Monarchie viel früher gekommen wäre, wenn dort überall und bis zu den breiten Massen hinab die wirkliche Kriegslage bekannt gewesen wäre. So ist es im Grunde nichts anderes als eine Frage nach Art, Stärke und Widerstandskraft des jüdischen Volkscharakters, wenn man sich darüber schlüssig zu werden versucht, ob und wie man dem Volke über Li folge und Mißerfolge seiner nationalen Arbeit berichten soll. L)och die Frage braucht nicht entschieden zu werden, ob das jüdische Volk innerlich reif ist für eine nicht immer optimistische, sondern, wenn notwendig, auch pessimistischc Darstellung eines Sachverhalts; reif nämlich insofern, als es nervenstark genug ist, Mißerfolge nicht nur ruhig zu ertragen, sondern gerade aus ihnen den stärksten Antrieb zur Ueberwindung von Schwierigkeiten bnd zum Weiterkommcn zu erhalten. In der Politik müssen die Schwierigkeiten zum Weiterkommen benützt werden, ist eines der schönsten Worte Theodor Hcrzls in seinen Tagebüchern. Ob das ganze Volk sich an diese Lehre halten wird,, ist fraglich. Sicher muß es aber zutreffen für die Zionisten, in denen die Kraft der Idee so stark und der Glaube an ihre Verwirklichung so unerschütterlich, so schlechthin unwiderlegbar und unübcrwindlich sein muß, daß *kein Mißerfolg sic anders zu bewegen vermag, als daß die Kraft dieser ihrer inneren Bewegung sich noch viel stärker als früher auf das ,Volk überträgt. Dies ist ja auch der Sinn der Bewegung, die wir die zionistische nennen. Es war die große erzieherische Aufgabe Achad Haams vor drei Dezennien, daß er damals die ״Wahrheit aus Palästina" verkündete. Und jeden Augenblick muß es auch die Sache jedes einzelnen Zionisten noch heute sein, die Wahrheit zu sehen und sie zu sagen, rücksichtslos und ohne Angst vor der Wirkung auf unsere Gegner. Als eine schwere und bittere Wahrheit muß cs bezeichnet werden, wenn jetzt eine offizielle Mitteilung des englischen Kolonialamts die Zahl’ der jüdischen Einwanderer im Jahre 1923 mit 3788 angibt. Es ist zweifellos als ein Niedergang und Abstieg zu bezeichnen, daß sich im vergangenen Jahre die Einwandererzahl nicht nur nicht auf der Höhe der Ziffern der Vorjahre hält, deren Kurve ja auch eine absteigende ist, sondern weniger als die Hälfte der entsprechenden Zahl von 1922 ausmacht. Die Zahl der jüdischen Neueinwandercr drückt das Fazit eines Jahres jüdischer Arbeit in Palästina aus. Und dieses Fazit ist für 1923 sehr gering, geradezu niederdrückend schlecht. Mit 3—4000 Einwanderern im Jahre ist die jüdische Heimstätte in Palästina nicht aufzubaucn, vor allem nicht in dem verhältnismäßig kurzen Zeitraum, der uns zur Verfügung steht. Ucbcr die Ursachen dieses Mißerfolges ist in diesem Blatt oft genug geschrieben worden. Es ist schon fast sinnlos geworden, über die Verteilung der Schuld zu streiten. Damit wird nicht das Geringste erreicht, um den heutigen Mißerfolg in einen künftigen Erfolg zu verwandeln. Eines aber ist notwendig festzustcilen: daß es nichts als Selbstbetrug wäre, wenn man nicht die Zionisten und das jüdische Volk, sondern etwa die Mandatarmacht oder irgend welche anderen äußeren Faktoren verantwortlich macht. Es ist letzten Endes gleichgültig, ob es sich um eine Schuld der Exekutive, HHx# # ## m0 מי יי ת וו r יי ת מ־ i>1e )inidiiscuii *׳airaiiDiiocuieia VcmsndiumgeEt Offizieller arabischer Bericht über den Empfang der zionistischen Delegation ' bei Hussein J c r u s a I e in. (J. T. A.) Das offizielle Organ der transjord,־mischen Regierung veröffentlicht den folgenden Bericht über den Besuch der jüdischen Delegation in Amman: Eine Delegation d e r Z io n istischc n Exekutive unter Führung von Colonel Kisch wurde \xm Sr. Majestät, dem großen Befreier, empfangen. Colonel Kisch hielt eine Begrüßungsrede und berührte darin die Verwandtschaft zwischen den semitischen Völkern. Der König, der große Befreier, bewies in seiner Antwort, wie sehr er an der Forderung nach den absoluten Rechten der arabischen Nation a u f Frc i h e i t u n d Unabhängigkeit fest hält. Er verwarf alle Vorschläge, die seiner Politik entgegenstehen, und gab seinem Wunsche nach der Pflege guter Beziehungen gemäß den lauteren arabischen Prinzipien Aitsdrudk. Fortsetzung der Amman Konlcrenz in Shnna Jerusalem. (J.T.A.) Aus Amman wird berichtet: König Mussein und seine beiden Söhne, Emir A bduliah und Emir Ali, haben sich nach Shnna zu einer Konfcferenz über die Palästinafragc .begeben, die am M. Februar hätte beginnen sollen. Eine Anzahl bekannter arabischer Führer, unter ihnen der Präsident der palästincnsisoh-arabischen Exekutive Mus« Kazim Pascha sind ebenfalls Teilnehmer der Konferenz. Ein panarabischcs Propaganda Komitee Jerusalem. (J.T.A.) König Hussein von FIcdjas hat ein Propngandakomitce ernannt, das für den panarabischen Bund wirken und die arabischen Staaten, einschließlich Ycmc-11 und Ncjd, besuchen soll. Der Präsident der palästinensisch-arabischen Exekutive Musa Kazim Pascha ist zu einem Mitglied dieses Komitees ernannt worden. Musa Kazim Pascha über seine Verhandlungen Der J. T. A.־Vcrtrcter in Jtruss<cm hatte ein Interview mit dem Präsidenten der palästinensisch-arabischen Exekutive Musa Kazim Pascha il Hussein!, in dessen Verlauf sich dieser über die Ergebnisse seines Besuches bei König Hussein in Amman sehr zufrieden äußerte. Er habe mit König .Hussein über die Lage in Palästina gesprochen. Der von gewisser arabischer Seite unterstützte Plan der Errichtung einer nationalen Regierung in Palästina bei gleichzeitiger Geltung der Balfour-Dckla• ration ist verworfen worden. ״Wir wünschen", sagte Musa Kazim Pascha, ״ein (!nationale Regierung in Palästina mit einem repräsentativen Rat, bestehend aus Mohammedanern, Christen und Juden. Ich meine jedoch nur diejenigen Juden, die in Palästina geboren sind, und nicht die landfremden Zionisten. Die jüdische Delegation in Amman war eine zionistische und keine jüdische Delegation, da der Zionist Colonel Kisch Mitglied derselben war.“ Er sei mit dieser Delegation, die erst am Sonntag in Amman angekommen wäre, während er selbst schon am Donnerstag Amman verlassen hätte, gar nicht zusammengetroffen. ״Wir werden", sagte Musa Kazim Pascha, ״unsere bisherige Arbeit fortsetzen. Wir verlangen die Realisierung der dem König Hussein während des Krieges durch Sir Henry Mac Malion gegebenen Zusagen. Ohne das gehen wir keinen Vertrag ein. Wir wünschen eine nationale Regierung ohne jegliche Balfour-Dcklaration." Der Dank an den Verräter ״Feiest in" vom 1. Februar 1921 (Nr. 650) bringt unter dem bezeichnenden Titel ״Der verdiente Dank" folgende Zuschrift: Ein syrischer Mitarbeiter schreibt ums aus Amstcr. dam: Dem Herrn Redakteur des ״Fclcstin“ Gruß und Hochachtimg! Ich bin in diesen lagen auf der Reise von Deutschland nach 1. 11 gl and 1m<l verweilte kurze Zeit in Holla nd, welche Gelegenheit ich benutzte, um mit meinen hiesigen Verbindungen, Christen wie Juden, über die Angelegenheiten des nahen Ostens im allgemeinen und t>alästinas im besonderen in Gedankenaustausch zu treten. Groß war mein Erstaunen, als ich bei dieser Gelegenheit in Kenntnis gesetzt wurde von den gewaltigen Diensten, die ein holländischer Jude der pafastincnsischcn Nation (d. h, der arabischen Nation, uebers.) erwiesen hat. Ich meine den Herrn Professor Jakob Israel de Hann in FIKuds (Jerusalem). Man teilte mir nämlich mit, daß dieser Herr der einzige ist unter allen holländischen Journalisten, der immer energisch für die Interessen der nationalen palästincnsischcn Araber cintritt und die zahlreiche« zionistischen Artikel bekämpft. Der palästincnsisch-arabi. sehen Nation obliegt deshalb die Pflicht, dies ■wohl zu wissen und Herrn Prof, de Haan zu danken für seine guten Absichten und seine schöne Arbeit im Dienste des palästinensischen Vateriandes. Hochachtungsvoll Abdul Rasak Damaschki. Note der Redaktion des ״Felestin": Prof, de Haan ist bekanntlich der Kore spo ndentdes ״Dal ly E x p r e s s", der immer für die Interessen der nationalistischen Partei cintritt. Diese Handlungsweise hatte für ihn bereits Konsequenzen, indem die Zionisten in El-Kuds bei der Regierung seinen Rücktritt als Dozent an der höheren Rechtsschule durchgesetzt haben. (Wir haben vor kurzem an die Leitung der ״Agudah", deren Mitglied und vielfach auch Repräsentant de Haan noch immer ist, die Frage gerichtet, ob sie diesen Verräter und jüdischen Antisemiten weiterhin in ihren Reinen zu dulden bzw. wie erst neulich als Uebcrbringcr offizicller Kundgebungen weiter in ihren Dienst zu stellen bcabsichtig(. Eine Antwort ist bisher nicht erfolgt. Wir wieder, holen die Frage, auf die rasch zu antworten gerade Vorkämpfern des ״Iren n u 11 g s"- Gedankens in der Orthodoxie nicht so setnver fallen sollte. — Red. der ,Jüd. Rundschau“.) Dr. Wcizmann über die arabisch - indischen Besprechungen New York. (J. T. A.) Dr. Wcizmann stellt in einer Zuschrift an die J. T. A. vom 5. Februar die Tatsache der in Amman stattgefundenen Besprechung zwischen der jüdischen Delegation und König Hussein mit Befriedigung fest. Dr. Wcizmann schreibt: ״Ich freue mich in hohem Maße zu erfahren, daß eine jüdische Delegation bei König Hussein in Amman gewesen ist, und dort eine freundschaftliche Aussprache über die Lage in Palästina und die Beziehungen zwischen Juden und Arabern stattgefunden hat. Nach den eingegangenen Berichten nahm die Besprechung einen sehr freundschaftlichen Verlauf, und sie wird zur Klärung mancher Mißverständnisse, die durch außenstehende Parteien hincingcbrachl und gefördert wurden, beitragen. Ich bin sicher, daß man auf beiden Seiten Zugeständnisse machen wird, und daß Juden und Araber in Palästina in Freundschaft und unter Anerkennung der Balfour-Dckla ration und des Mandats leben und arbeiten werden. Eine solche Anerkennung ist in der Resolution des XII. Zionistenkongresses vom Jahre 1921 bereits enthalten. Auf diese Weise wird die Wiedererweckung Palästinas, das Jahrhunderte lang vcrnachlässigt worden ist, gefördert werden. So wird nicht allein den Arabern Palästinas, sondern auch dem großen arabischen Volk in den benachbarten Ländern wirtschaftliche und moraliehe Hilfe zuteil,‘‘ mancher zionistischer Landesverbände, der zionistischen M asse oder der jüdischen Volksgcsamthcit iiandclt. Wichtig ist allein die Erkenntnis, daß wir Hilfe von außen nicht zu erwarten haben und daß wir die uns gestellte Aufgabe aus unserer eigenen Kraft lösen müssen. Ebenso ist es ein Selbstbetrug und völlige Fremdheit der Wirklichkeit gegenüber, wenn, wie dies merkwürdigerweise noch immer geschieht, Beschönigt!ngs- oder Verdunkclungsversuche unternommen werden. Mit Metapliem und orientalischen Märchcncrzählungcn, wie beispielsweise der von dein Hawdalah-Bcchcr, der sich, nur den Nahestehenden sichtbar, nicht aber den Fernstehenden, langsam fülle, bis c.r plötzlich voll geworden sei (dieser Vergleich wurde von Dr. Soloweitschik bei einem seiner letzten Berliner Vorträge gebraucht), wird das Volk nur eingeschläfert, statt aufgerüttelt. Wenden wir nun den Blick von Palästina weg auf die Lage des jüdischen Volkes in der Welt, deren Funktion ja in einer mathematischen Terminologie unsere Anstrengungen in Palästina sind! Betrachten wir das Wandcrungsproblem des jüdischen Volkes im Ganzen, aus dem die Palästinawanderung doch nur ein Ausschnitt ist, so ergibt sich gleichzeitig mit der Feststellung der völlig ungenügenden Immigration nach Palästina die folgende Perspektive: die jüdische Emigration ist in den nächsten Jahren auf das allerschwerste bedroht. Mit größter Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, daß das jüdische Hauptcinwanderungsland, die Vereinigten Staaten, bald für die jüdische Einwanderung so gut wie ganz geschlossen sein werden. Man lese nur die folgenden Ziffern der Einwanderer-Kontingente, die nacht der neuen Johnson-Bill auf die wichtigsten jüdischen Emigrationsländer Europas entfallen, und berücksichtige hierbei, daß in diesen Zaiiien natürlich auch nichtjüdische Einwanderer inbegriffen sind. Aus Polen werden künftighin nach Annahme des neuen Immigrationsgesctzesi statt 30977 Immigranten nur noch 6418 jährlich aufgenommen werden, aus Rumänien statt 7419 nur 838, aus Rußland statt 24 405 nur 2246, aus Lettland, Litauen und Estland statt 5517 nur 478, aus Oesterreich statt 7342 jetzt nur 1102 usw. Was die anderen Einwanderungsländer anlangt, so scheidet Argentinien für die nächste Zeit, hauptsächlich infolge der herrschenden Weltagrarkrise, ebenfalls aus. Es sind bereits im Januar d. J. jüdische Emigranten aus Polen vom argentinischen Einwanderungsamt zurückgewiesen worden. Auf Grund einer Intervention des Vereinigten Komitcs für jüdische Auswanderung Ist cs zwar gelungen, den Rücktransport der Einwanderer zu verhindern, doch ist bereits dieser Präzedenzfall bezeichnend genug. Ebenso ist eine Nach-

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