Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 108-109 (28.12.1923)
- Date
- 1923-12-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 108/109 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 625 1%€U (Jüdischer Nationalionds) Zentrale für Deutschland, Berlin, Sächsische Str. 8 Postscheckkonto! Berlin 28247 / Telephon! Pialzburg6697-6699 Nur eine geringe Summe fehlt noch an dem Kontingent 19231 Zionisten, Vcrlrauenslculc! Viele Vertrauensleute haben entsprechend unseren dringenden Bitten, nad veranlaßt durch die in der letzten Rumlschao erwähnten höchst he• dcutungsvotlcn (!riindc alle Anstrengungen gemocht, um das Konlinfjcnt des Keren Kajcmcth tür 192.1 BUtzubrinpcn. Wir können die crlrculichc Tatsache konstatieren, daß letzt nur noch eine verliilllnlsmUnlg kleine Summe an diesem Kontingent fehlt. Auch diese muß noch erreicht «erden! Koch ein Ausweis wird die im Dezember gesammelten Spenden für 1923 enthalten. Wenn wir nur noch die. Uttifle der Gesamtsumme des heutigen Ausweises erhalten — dann ist unser KontinQont erreicht!! Wir erwarten daher, daß auch noch in den letzten Tagen größere Betrüge tür den Keren Knjemcth nntgebroeht werden. Aut Jeden Pall *her rtr'hnen wir bestimmt damit, daß die bereits gesammelten Spenden umgehend der Zentrale per Postscheck oder Im Brief übersandt worden. Vertrauensleute des Keren Kajcineth, sorgt 11nbedingt dafür, daß wir die von uns Übernommene Verpflichtung erfüllen! der Z.V.I. D. Wir ersuchen alle Orlsp׳ruppcn und Vertrauensleute auf das Dringendste, uns sofort die in der lokalen Presse crscliicncnen Aufsätze, Notizen und Nachrichten über zionistische und jüdische Fragen durch Ucbcrsendtiiig der betreffenden Ausschnitte zugänglich zu machen. Da die Zeitungsausschnittbüros uns dieses Material zurzeit nur mit großer Verspiitinig zugehen lassen und es unmöglich ist, die gesamte in Deutschland er inende Presse von Berlin aus zu verfolgen, müssen .ir uns darauf verlassen können, daß wir von allen * Gesinnungsgenossen, die Kenntnis von irgendwelchen Prcssäußcriuigcn über zionistische und über politisch-jiiilischc Angelegenheiten erhalten, sofort informiert werden. J<3djur\^_ Bahnen nach Lj Jaffa ״Technische diesen Vor- Technikums führte. Am Die Ortsgruppen Breslau. Die Ortsgruppe nahm ihre Wintert!itigkeit mit den beneiden ülxr den Karlsbader Komm-IS durch die beiden B.c;lauer Delegierten, Rechtsanwalt Jacobsohn und Dr. Schneide!, auf. Beide fall Jen auch Gelege nluit, in den drei l'/nc ü'iiih-Logen über den Kongreß Berichte zu erstatten, Anfang November besuchte der neue Vorsitzende der Landsm.isinsehaft, R.-A״ Dr. Lands h erg, die Gruppe, ln einer setr gut besuchten Mitglwder-Vcisaminking sprach er über ,De Aufgaben des deutschen Zionismus nach dem Xlii. Kongieß". Seine klaren, gedankenreichen Ausführungen fanden den lebhaftesten Beifall der Versammelten. Vor der Ver- Sammlung hatte schon eine eingehende Aussprache mit den aktiven Elementen der Gruppe stattgefunden. Acht Tage spiilcr sprach Dipl.-Ing. Max Hecker über Arbeit im Aufbau Palästinis“. Im Anschluß an trag wuide c ne kleinere Aktion zugunsten des ein geleitet:, die zu befriedigenden Ergebnissen ersten Chanukkahabend fand eine wolilgclungcne Lestesfeier statt. Sic wurde durch einen von Herrn Is.aac Plcssner verfaßten und gesprochenen vorzüglichen Prolog ein geleitet. Auf Gesang des Herrn Lippmann und ein Quartett, beides erstrangige künstlerische Darbietungen, folgten von Dr. Littaucr gestellte lebende Bilder, die ganz außerordentlich cfk'hn. Daran schloß sich ein gemütliches Beisammensein für die Acltcncn und Tanz für die Jüngeren. Der Lieberselmli der Lestesfeier ist den! Keren Kajcmcth rügeflössen. Kurz zuvor war die Arbeit für diesen auf eine neue Basis gestellt worden. Dr. Schachtel, Dr. Joseph Freund, der auch das Chanukkahfest mit großer Hingabe und so gutem Erfolg vorbereitet hatte, und vor allem Frau Rechtsanwalt Lachmann übernahmen die Arbeit, wobei letztere von den tin'er ihrer Leitung stehenden Organisationen (,,Zionistischer Mihlchcnklub“ und ״Jung-Juda") in ausgezeichneter Weise uti erstützt wurde. Leider ist die Arbcitswilligkcit anderer Jugend-Organisationen keine so große. Wenn auch die Arbeit de; Keren Kajcmcth einmal gerade ihnen mehr als irgendwelchen anderen Schichten zu Oute kommen wird, so lennen sie doch meist die Arbeit für ihn als uulohncnd ab, — ein sehr bedauerlicher und die Dinge durchaus verkennender Standpunlit. Auch die Arbeit für den Keren Hajessod unter den Ki Der nncMolgende Ausweis enthüll nur die aus den einzelnen StSdtcn dngrgangcncn Spenden. Der hierzu gehörende namentliche Ausweis körn» aus technischen Gründen erst in der oüchslcn Nummer der •Jüdischen ttuudscho»* veröileuUiclit werden. Ausweis 31 in Goltimark B01 j&<10r Statt ict dar Xnme ihre» N,*F,-V«rfrrfm©fl*m*nft#» auf!?«*führt Di® hinlfir dom Nnmnn utehrnd-T Zahl utoüt dio Goi.mtfUtnmo d«r in dom bttrollondon Ort. viihrcnd der Hericht*t?pit Sr»©ndon dar, Kü r jodo Spon Io von 0,50 Hoi׳lm»rk an orlolqt namontlicnor Auiwri• mit Toxfc and »״Üortlom auf Wan so h «iae Bonachricht ignntf an di« rn.it der *Snondo bodaohto l’orson. Boi hponden von 0,26 UolJitifcrk an ־wird aut Waniob nur oino üenachrichtigunß gesandt. Spcntlcneingäiiflc vom 15. Dezember bis 24. Dezember 1923 Berlin! (Sekretariat, Sächsische Str. 8) 6061,24 * Aschersleben: (Ilse Crohn, Breitestr.) 217,60 * Augsburg: (Martin Grünbauin, Kaiserstr. 43) 17,99 4c Beuthen: (S. Fried mann, Hohenzollcrnstr. 1 1) 391,85 3Jc Bielefeld: (Jos. Silber, Schildcschcr Str. 102) 77,— 4c Bochum: (S, Haumenliaft, Brückstr. 12) 5,50 * Bremen: (Ing. Weinreich, Schwachhauser Heerstr, 7Sa) 35,S7 * Breslau: (Sekretariat, Garten- Strasse 7)?38,33 4c Buchau: (Rabb. Dr. Schlesinger) 12,~ * Bunzlau: (R.-A. Knoch, Markt 22) 20,— * Cassel: (Jos. Gruber, Steinweg 6) 300,— nie Chemnitz: (Felix Scharf, Annenstr. 12) 524,15 4c Ciiln: (Alfred Schay, Agrippastr. 8) 880.20 if Darmstadt: (Akos Epstein) 8,— 4c Dessau: (Reg.-Rat Alterthum) 57,— 4c Dt.-Eylau: (Orcte Alex.nidrowitz) 4/20 4c Eisenach: (Frau Lina Stiebei, Rcnnbalmstr. 6) 72,10 4c Emden: (Mor. Meyer) 314,10 4c Erfurt: (Frau Klara Brenner) 4(16,35 4c Essen* (Adolf Koch, Heimckcstr. 3) 5,— 4c Forst I. L.r (Gerhard Aliodowski) 10,— 4c Friedberg.• (Leo Grossvogcl, Usagassc 25) 79,16 4c Gotha: (Leo Heilbrunn) 16,80 4c Gclsenkirchcn: (L. Scheinhorn) 42,— 4c Grevenbrolch: (Klara Moser) 85,— 4c Haiborstadt: (Henny Wasserhart) 211,10 4c Hamborn: (Etly Fuchs) 8,— 4t Hamburg: (Sekretariat, Hartungstr. 9/11) 100,— 4c Hannover: (Norbert Prager, Münzstr. 3) 323,40 4c Heidelberg: (Dr. J. Leibowitz, Schiossbcrg 2) 196,— 4c Hindenburg: (Otto Lustig, Krönprinzenstr. 127) 562,39 4c Jülich: (Kurt Voss) 20,- 4־ Kiel: (S. Bertenthal, Flämische Str, 22a) 54,25 4c Konstanz: (Frau Schärf) 16,06 4* Leipzig: (Sekretariat, Keilstr. 4) 215,60 ׳* Limburg: (Frau Luise Sternberg) 10,50 4< Lübeck: (Jul. Mansbachcr, Hafenstr. 20) 124,— 4c Magdeburg: (M. Stern, Breiter Weg 165) 94,— 4< Merzhausen: (Lehrer Schiratzki) 2.20 * M.-Gladbach: (Dr. S. Loeb) 10,— 4= Nordhausen: (Frl. Stefanie Pinthus, Rautenstr.) 10,— 4c Nürnberg: (Sekretariat, Fürther Str. 87) 223,33 4C Oldenburg: (J. Findling, Ehnersweg 17) 104,— 4c Oppeln: (Rechtsanwalt Adler, Nicolai- Strasse 14) 50,— 4c Paderborn: (Berta Eichengrün) 42,— 4c. Pforzheim: (Karl Pollak) 64,— 4c Pitschcn: (R.-A. Kurzweg) 70,— 4* Recklinghausen (Jos. Kelcz) 59,05 * Reutlingen: (Wiiliclm Kessler, Engestr. 1) 18,61 4c Solingen: (R.-A. Dr. Strauss) 114,— 4e Stettin: (Dr. Oumpert, Moltke- Strasse 4) 3,— 4c Tübingen: (M. Kaufmann) 17,22 4c Varel: (M. Schwabe) 168,40 4c Würzburg: (Jul. Meier, Frankfurter Strasse 12) 227,35 4£ Zwickau: (Frau S. Friedmann, Elsässer Strasse 57) 1,—. ׳lilgliedcin der Ortsgruppe wird jetzt neu organisiert. An die Spitze dieser Arbeit trat Reg.-Rat Dr. Joseph Marcus. sl. Danzig. Am 12. Dezember sprach Dr. Schmira Levin in einer von der Zionistischen Organisation einbcrufcncn Ver- Sammlung vor überfülltem Saale ‘über: ״Die Grundlagen der zionistischen Bewegung und Politik". Ohne sich mit den realpoliüschcn Einzelheiten Im Zionismus näher auseinander* zusetzen, behandelte Dr. Levin das Problem von hohen philo, sopliischcn Gesichtspunkten aus und stellte die Entstehung und Entwicklung der zionistischen Idee an Hand einer Reihe historischer Beispiele als gesetzmäßigen und psychologisch begründeten Vorgang dar. Der Zionismus des Einzelnen darf nicht die Konsequenz gewisser günstiger politischer Konstcllationen oder antisemitischer Strömungen sein, sondern muß aus tiefem inneren Gefühl, verbunden mit dem uralten Drang!Kid! dem Orient, entstellen. Die Zweifler, die das zionistische Ideal für einen unerfüllbaren Zukunftstraum halten, sollten heg reifen: ״Hk Wirklichkeit des Einzelnen ist etn Traum, der Traum eines Volker, ist Wirklichkeit." Zum Beweise möge das unerwartet schnelle Fortschreiten in der Verwirklichung der zionistischen Idee und andererseits die so tragische und plötzliche Zerrüttung der Existenz des russischen Judentunis dienen. Nach der öffentlichen Versammlung sprach Dr. Levin noch kurz im internen zionistischen Kreise. Danzig. Die Zionistische Organisation Danzig veranstattete am 8. Dezember ihr alljährliches Makkabäerfest, an dem ungefähr 1500 Personen tcilnahmcn. Apothckcnbcsitzcr Ricsenfeld aus Gollub (Westnr.) leitete den ernsten Teil mit einer Begrüßungsansprache ein, in der er den Geist des Mnkkabäertums in der Opferwilügkeit für den Aufbau Pakistinas forderte. Das Sängerpanr Sceligfcld-Kipnis aus Warschau erfreute mit einem abwechslungsreichen Programm; eine Männerriege des J. T. V. Bar Kochba turnte exakt Frei- und Barrenübungen. Die hingehende Mitarbeit der nntionaljüdischcn Frauenwelt Danzigs, deren wir uns bei allen zionistischen Veranstaltungen erfreuen können, hatte den Hauptanteil an dem glänzenden finanziellen Ergebnis des Festes. Von dem Reinertrag von 383 £ wurden 200 £ tür Organisationszwecke an die Zentrale in London, 50 £ an die Z. V f. D, überwiesen. Außerdem erhielten 23 £ der Keren Kajcmcth Lejisraet und 10 £ der Bar Kochba als Beitrag für den Bau von Turnplätzen ln Palästina. Dresden. Die Zionistische ־ Vereinigung, Dresden, veranstaltctc am Mittwoch, den * 5, Dezember, eine große Chanukkahfeicr im großen Saale des Kiinstlcrhauscs, die außerordentlich gut besucht war. Int Mittelpunkt der Feier stand die Festrede von Herrn Arnold Zweig, der auch aus seinen eigenen Werken vorlas. Der musikalische Teil wurde bestritten von Frau Marx (Gesang), Herrn Gold stein (Klavier) und Herrn St ri einer (Geige). Der Reinerlös ging zugunsten des Nationalfonds. — Unsere Heimabende an jedem zweiten Mittwoch in unserem Heim, Seestr. 7, erfreuen sicli auch weiter eines grollen Zuspruchs. — Am Mittwoch, den 28. November, hielt Frl. Dr. Reichmann einen außerordentlich lehrreichen Vortrag über ״Nervosität und Erziehung als zionistische Probleme". Am Mittwoch, den 12. d. M.t wurde ein Bericht über den Oruppenverbands* tag für den Freistaat Sachsen in Chemnitz erstattet. Nächster Heiinribcnd Mittwoch, den 2. Januar 1924, mit einem Vortrag von Frau Dr. Winter über ״Jüdische Mystik“, Am Mittwort* den 16. Januar, Vortrag von Herrn Dr. Fromm über ״., . .die Sekten“. Dresden• Die hiesige Misrachi-Ortsgruppc veranstaltete eine proße Versammlung am 16, Dezember. Referenten des Abends waren: I lerr Oberrcgiciungsrat Oosiar, Berlin, über das ״Moderne Judentum‘‘ und I lerr Dr. tned. Kn oll er, Berlin, über!,Jugenderziehung“, Beide Vorträge ergänzten sicli {gegenseitig, Alan erhielt ein abgerundetes Bild über die programmatischen Ziele und Leistungen de» Misrachi sowohl innerhalb der Gesamt Organisation als auch des engeren deutsehen Landesverbandes. Für die Jugenderziehung hält Dr. Knolkr tür erforderlich: Gänzliche Umstellung der Menschen. Neben der Bewahrung des Alten soll man mit manchem brechen, das heule zur Gewohnheit geworden ist. Dann vollständige Einstellung aut Ercz-Isracl. Hierbei ist Erzielnmgsarbcit nach kulturellen und beruflichen Gesichtspunkten zu leisten. Die Erziehung der Jugend muß mit der Erziehung des Hauses fcsthalteu. Herr Goslar kciinzeidmete als wichtigste Aufgabe neben dem Aufbau Palästinas die Aufrichtung der Diaspora. Das deutsche Judentum steht vor seiner Auflösung. Als Zionisten und Misradiisten haben wir die Pflicht, uns dieser vollständigen Entjudung entgegenzustemmen. Es bestellt die I ioffiiuug, die Indifferenten zurückzugewinnen. Das Elternhaus allein kann aber die Erziehung nicht meistern. Wir brauchen auch in Deutschland die jüdisclic Schule, nicht nur die Volksschule, sondern auch Mittelschule und Oymnasitim. Hamburg. Am 13. Dezember 1923 fand die Gcncralver- Sammlung der Hamburger Zionistischen Vereinigung statt, Der stellvertretende Vorsitzende, Herr Lcibowitsch, gab den Jahresbericht, in welchem er die Arbeit unseres nach Ercz-Isracl gegangenen ersten Vorsitzenden, Dr. Felix Danz iger, besonders hcrvorliob. An größeren Veranstaltun• gen aus dem letzten Jahre sei besonders zu erwähnen der Vortrag des Herrn Dr. Schmarja L c v i n über das Thema ״Judentum als Weltanschauung“, ferner die Feier des 23 jäl1n« gen Jubiläums der Hamburger Ortsgruppe und das hebräische Konzert vom 25, November 1923, welches wegen des großen Beifalls und Andrangs wiederholt werden soll Die Ortsgruppe hat im abgclaufc nen Jahre über 2000 Schekel gesammelt und daher in Herrn Leopold Landau einen eigenen l>clegierten zum Zionistenkongreil nach Karlsbad senden können. — Aut den Geschäftsbericht des Vorsitzenden folgten die Berichte der Gruppen und Kommissionen. Für den Keren Hajessod berichtete Herr Dr. Max Levv, für den Keren Kajcmcth Herr Alfons de Haas. Beide erklärten, daß die Eingänge im abgclaufencii Geschäftsjahr relativ günstig gewesen, daß aber infolge der cingetreteneii Geldentwertung nicht die Lrfolgc erzielt worden seien, die mar! erwartet habe. Beide gaben der Hoffnung Ausdruck, daß durch die Einführung des wertbeständigen Geldes die Eingänge im nächsten Jahre besser sein werden. — Die M i s ra c 111-Ortsgruppe ließ durch ihren Vorsitzenden, Herrn Adler, berichten, <iat) im ahgelatifencn Geschäftsjahr weit über 10CX) Misrachi-Schekcl in Hamburg gcsnmmclt seien. Die Gruppe arbeitet in engster Verbindung mit der Ortsgruppe. Die Fürsorge für die hier lebenden Chaluzim hat der Hapocl-Hazair übernommen, über welche Dr. Stiebcl berichtete. Außer den Chaluzim des Misrachi, der ein eigenes Heim in Neugraben besitzt und dort junge Leute in der Landwirtschaft aimbddcn fällt, befinden sich hier noch 15 andere Chaluzim, welche in den verschiedensten Handwerken ausgcbildet werden. Wegen der Wohnungsschwierigkcitcn in Hamburg sind die jungen Leute, dank dem Entgegenkommen der Gotthokl-Stiftung über den Winter in deren Heim ״Wiihclmincnhöhc“ in Blankenese untergebracht. — Als Vertreter der Gruppe Ost zeigte Herr Dr. S. Le v y in seinem Bericht, welche Erfolge eine kleine örtlich ztisatr.mengeseh!ossene Gruppe durch intensive Arbeit der einzelnen Mitglieder erzielen kann. Besonders hervorztihcbcn ist der von der Gruppe Ost veranstaltete Vortragszyklus vom Dr. Sack beim über jüdische Literatur. Der Jugendaus schuß der Hamburger Zionistischen Vereinigung, welchen Dr. Arnsdorf 1 vertrat, 11.1t sich im letzten Jahre hauptsachlich mit der Gründung und Förderung der hebräischen Sprachschule iwriah befaßt, für welche ein eigener Verein gegründet wurde und die über 60 Schüler zählt. Es wird beabsichtigt, einen zweiten Lehrer im Hauptainte an* zusteilen, um die Schule noch besser aushatten zu können, als cs bisher der Fall war. Die ücmciiiiiekommissicm ließ durch Herrn Dr, Kalmus ihren Bericht erstatten. Für den nusgcschicdcncn, nach Palästina verzogenen ersten Vorsitzenden, Dr. Danziger, wurde Herr Lcibowitsch zürn Vorsitzenden gewählt. Um Herrn Dr. Danziger auch äußerlich( den Dank der Ortsgruppe für seine aufopfernde Tätigkeit zu beWunden, wuirtle seine Eintragung in das Goldene Buch des Nationalfonds beschlossen. Für die übrigen!Aasten im Vorstand war nur eine Liste cingcrciiht worden, so daß die auf dieser Liste genannten Personen gewählt waren, ohne dnh ein Wali'akt stattfand. Ein Antrag auf Abschaffung der Listenwahl soll in einer besonderen Gcncralvcrearnmlung beraten werden. Köln. Wir machen hierdurch unsere in Köln anwesenden Gesinnungsgenossen darauf aufmerksam, daß die Nationalfondskominissiom Köln zugunsten des Kontingentes für Jadjur am Sonnabend, den 29. d. M״ abends 8 Uhr, einen Unterhallungsabcnd im Saale der Rheinlanrlloge veranstaltet, zu dein vorziigiiehe Künstler gewonnen wurden. Magdeburg. Die hiesige Ortsgruppe hat ihre Winterarheit mit einem wissenschaftlichen Zyklus über das Judenturn begonnen. Als erster Redner sprach Herr Rabbiner Dr, Wiener, Stettin, über das Thema: ״Spenglers Stellung zuitt Judentum"'. Dieser Vortrag hatte einen großen Lrfolg. Wir müssen fcststcllcn, daß diese Wissenschaft.ichen V01 trüge von großer propagandistischer Bedeutung sind. Als nächster Redner sprach am Mittwoch, den 19. Dezember, Herr Arnold Zweig, Berlin, über das Thema: ״Der Jude als Schöpfer“. Wir haben ferner für diesen Zyklus Herrn Rabbiner Dr. Daeck und Herrn Ludwig Strauß gewonnen, deren Vortiäge noch im Laufe des Winters siattfiiiden. Für die Jugendgruppe sprach Herr Dr. Werner Bloch und es ist ihm gelungen, durch seine glänzenden Ausführungen unsere Jugendgruppe zu erweitern. Wir haben diesem Vortrage eine große Anzahl neuer Anmeldungen zu verdanken. Am 6. Januar 1924 wird hier der ״Palästina-!•'ilm“ zur Aufführung gebracht. Bei der stattgcfunaciicn Generalversammlung ist Herr Walter Heincm’ann zum I. Vorsitzenden, Herr Heinrich Kesten zuin II. Vorsitzenden, Herr Efrahn Leisner zum Schriftfülircr, Herr E, Oppenheim zum Kassierer, Herr Moses Stern als Nationaltonds-Kommissar gewählt worden. Mannheim- Die hiesige Ortsgruppe veranstaltete einen Ausspracheabend über die Judenverfolgungen in 4 4* utk t Zionisten, sammelt und spendet noch in den nächsten Tagen größere