Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 105 (18.12.1923)
- Date
- 1923-12-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 609 J’cizmann über die Teilnahme der amerikanischen Juden an der Jewish Agency New York. (J. T. A.) lieber den am 10. Dezember jut 110(01 Astor siattgefiiiidciicn großen Empfang zu Einen des Piüsidciiten der Zionistischen' Weltorganisation Dr. (.11. yLcizmam! wird noch »litgctcilt: Tausend führende Juden Amerikas hatten das Empfaugskomitcc gebildet. Die Ver- Sammlung wurde von Samuel Untermyer eröffnet. Den Vorsitz führte der Präsident der amerikanisch-zionistischen Organisation und Mitglied der Zionistischen Exekutive, Louis Lipsky. Nach den Hcgriißufigsrcdcii ergriff Dr. Wcizinaim das Wort und richtete einen Appell an alle arbeitendem Schichten, an die Philanthropen, an den Mittelstand und an alle Freiindscliaftsorgnnisationen in den Vereinigten Staaten, an der Jewish Agency teilzuiiehiucn. Alle bedeutenden jüdisehen Körperschaften Europas, sagte er, bereiten sich vor, an der Agency mitznarbeiten. So sind auch Sir Alfred Mond sind Professor Albert Einstein zur Mitarbeit bereit. Dr. Weizjn.inn sagte, die zu Beginn dieses Jahres mit den ameri- Icanischcn Führern gepflogenen Verhandlungen haben ihm die Zuversicht gegeben, «teilt die Bemühungen, alle amerikanischen Juden für die Jewih Agency zu gewinnen, von Erfolg gekrönt Jein werden. Dr. Weizmann schilderte die traurige Lage des jüdischen Volkes in Europa, für die, wie er sagte, Palästina der einzige Trost und die einzige Hoffnung ist. Das Gebiet, in welchem die Juden unterdrückt werden, reicht nun schon von der Weichsel bis zum Rhein. Die Keren Ba|cssod-Konferenz In Amerika New York. (J. T. A.) Zu der am Sonntag, den 9. Dezember, hier abgchaltcnen Keren Hajessod-Konfercnz waren Delegierte aus allen Teilen des Landes erschienen. DcrPiäsident des amerikanischen Keren Hajessod, Herr Samuel Untermyer, führte den Vorsitz auf der ersten, der Vorsitzende des Direktoren-Rates, Herr Morris Rothenberg, auf der zweiten Sitzung, Der Sekretär, Herr Emanucl N e u in a n n und der Schatzmeister, Herr Hcrman Conhcim, berichteten über die Arbeit und den Fortschritt des amerikanischen Keren Hajessod. Die von der Verwaltung vorgclcgten Berichte über die Tätigkeit und die Finanzen wurden genehmigt. Es wurde ein neuer Direktoren-Rat gewählt, der im wesentlichen die gleiche Zusammensetzung aufweist wie der bisherige. — Dr. Weizmann äußerte sich über das strittige Gebiet von Beisnn und erklärte, dieses Gebiet sei ebenso wie manches andere Landstück in Palästina käuflich zu erwerben. Dr. Arthur Ru pp in betonte, cs müßte den wirtschaftlichen Unternehmungen Palästinas ein größeres Interesse zugewendet werden. Es sei notwendig, daß 30 000 Einwanderer jährlich nach Palästina kommen. Die Hypotheken-Bank würde es möglich machen, 300 Häuser, hauptsächlich in Tel-Awiw, Jaffa und Tibeiias, zu bauen. Die OkioberebigSnge des Keren Hajessod £ 1. Vereinigte Staaten 2. Holland . . 3. Tschechoslowakei 4. Polen . . . 5. Litauen . . 6. Brasilien . . 7. England 8. Tunis , . . 9. Oesterreich 10. Bulgarien . . 11. Bukowina ״ . 12. Elsaß-Lothringen 13. Bcßarabicn 1<1. Russischer Merkas 15. Estland . , 16. Lettland . , 17. Schweden 18. Ostgalizien 19. OsiinJien 20. Finnland . , 21. Mesopotamien 22. Argentinien 23. Dänemark . 24. Jugoslawien , 25. Transsylvanien 26. Andere Länder und Einzelbeiträg 27. Keren-Hageulah-Fonds, Palästina 8.950.11.10 3,503.—.— 931.17. 9 803.14. 9 606.16. 5 403. 4.10 400.—.— 322. 7. 5 310. 5. 3 267.10.10 201.15. 9 191. 6.— 160.—,— 160.-.— 137. Z 9 84.13. 4 78.19,— 53.-. 3 50.-.— 42.13.10 40.—.— 35. 5. 8 35.-.— 25. 2. 2 15.10.10 1.364.17.11 19,204.16. 7 154. 8. 9 £ 19,359. 5. 4 Die Gesamtsumme der Eingänge des Keren Hajessod per 31. Okt, 1923 beträgt demnach £ 1,095,422. 3. 5. 16. Jalireskonlercnz des American Jewish Committee N e w Y o r k. (J. T. A.) An der 16. Jahreskonferenz des American Jewish Committee verlas der Präsident Louis Marshail den Jahresbericht. Mit Bezug auf die kürzlich herausgegebene Schrift der Oberleitung des Ku-Klux-Klan betonte Louis Marshall, die Geschichte der amerikanischen Juden gäbe ein Beispiel unvergleichlichen Patriotismus. Gegenüber den Versuchen, die Einwanderung cinzuschränkeil, nimmt der Bericht einen energischen Standpunkt ein. Er legt dar, daß das jetzige Gesetz zur Einschränkung der Einwaudcrungsquote auf 3 0/0 ungerecht und willküriicfi ist. Zu den verschiedenen Vorschlägen, die kürzlich gemacht worden sind, die I'rozentnorin für die Einwanderung aut 2% lierunterzusctzen und die Ausländer zu registrieren, sagt der Bericht, diese Vorschläge zeigen offensichtlich, daß die Einschränkungsmaßnahnicn auf glatte Willkür hinauslaufen. Der Bericht kommt weiter auf den deutschen Antisemitismus zu sprechen und weist auf dessen ungerechtfertigte Behauptungen hin, daß die Juden das Unglück Deutschlands verschuldet halten. Wie böswillig diese Be* hauptungen die Wahrheit entstellen, ersieht man aus der 1Tatsache, daß von den Juden, die in Deutschland kaum 1 °/0 der Gesamtbevölkerung austnachcn, jeder wehrfähige Mann Soldat gewesen ist. 12000 von ihnen ließen ihr Leben auf dem Schiachlfclde, während 35 000 ausgezeichnet und 23000 befördert worden waren. Dann befaßt sich der Berieht mit den religiösen Verfolgungen in Rußc »:illüllllii.H ES .»LLK.. befr im 1111 im im Er!:*״ ״"Ulli ״IltllMMlll! Die Abonncmciiisgcbüliren für die ״Jüdische Rundschau“ lüii/.einbnnnenifiit monatlich.1.85 M. Sa11111u־l;1!m:1iH־n1cnl der <h־fsfru!>pct1 . . 1.70 ״ I;.ii1/,da!!or.m*mc1it vierieijiikriidi . . . 5.25 ״ f»a111i11cl.1׳bü11ne1uc11t der Ortsgruppen . , . 5.-— ״ Verlag ״Jüdische Rtindsciiau“ G. in. b. II. Berlin W 15, Sächsische Straße8. ..Hill!....... I ,י n d , besonders mit den gegen die religiöse Erziehung gerichteten gesetzlichen Vorschriften. Bei der Wald des Büros wnrde Air. Louis AlarsliaU zum Präsidenten wicdcrgcwäliit. Or. Cyrus Adler und Julius Rosenwald wurden zu Vizc-Präsidcnten und Colonel Isaac M, Ullmann, New Häven, zum Schatzmeister gewählt. Folgende neue Mitglieder traten in das Exekutiv-Koinitec ein: Eli Frank (Baltimore), Millon J. Rosenau (Boston), Leo M, Brown (Mobile) und James H. Becke r (Chicago). Henry Ford bestreitet die I)ulersliil7,ung des europäischen Antisemitismus Mr. Cordeil, der Sekretär Fords, sandte der New Yorker Jüdischen Telegraphen-Agentur eine Erklärung zu, in der gesagt wird, Henry Ford habe niemals die antisemitische Bewegung in Europa unterstützt. Den im Zusammenhang mit dem ungarischen Komplott verhafteten Titus de Bübula, der als Schwager Fords genannt wurde, kennt Ford gar nicht Mr. Cordell schreibt dann weiter: ״Es werden ungewöhnliche Anstrengungen gemacht, und die J. T. A. ist darin besonders eifrig, Fords Interesse an der antisemitischen Propaganda in Europa darziitnn. Wir sind im Besitze von nicht wenig Bcweisen über ihre Tätigkeit auf .diesem Oebict, Wir erklären demgegenüber, daß Ford niemals antisemitischen Programmen und Aktionen in Europa zugestimmt oder sie unterstützt hat. D,e Behauptungen, daß Ford irgendwelchen revolutionären Aufstand, sei es in welchem Lande Europas immer, unterstützt, sind nichts als Mache." Der Wortlaut der Bekanntmachung Sir Herbert Samuels über den neuen Advisory-Councit Jerusalem. (J. T, A.) Die folgende, vom 27. November datierte Bekanntmachung wurde am 3. Dezember durch den Oberkommissar von Palästina, Sir Herbert Samuel, veröffentlieht: ״Nach dein Artikel 3 (b) der Palästina (Amendment) Grder-in-Council von 1923, veröffentlicht in Nr. 92 des Staatsanzeigers vom 29. Mai 1923, ist der Oberkommissar bcvolt-!nächtigt, einen Advisory-Council zu bilden, der vor jedem Erlall einer Verfügung befragt werden soll.“ ״In Ausübung der dureli die erwähnte Order in Council und mit Zustimmung des Staatsininistcrs für die Kolonien auf mich übertragenen Macht setze ich, Sir Herbert Louis ' Samuel, als Seiner Majestät Obcrkonunissar von Palästina hier• durch fest, daß die folgenden Regicrungsbcanitcn bis auf weiteres als Mitglieder des Advisory-Council zu fungieren haben: der Direktor der Lnndwirtsdiaftsabtcihing, der Dircktor der Haiuldsabteiliiiig, der Direktor des Unterrielitswcsens, der Direktor des Gesundheitswesens, der Direktor für öffeiltliehe Arbeiten, der Obersekretär, der Oberstaatsanwalt, der Schatzmeister, der Gcneral-Polizci-Inspcktor, der Distrikts- Gouverneur von Jerusalem-Jaffa.“ Dr. de Haan verabschiedet J c r 11 s a F e m. (J. T. A,) Dr. Jacob de Haan, der als Lektor der Ueclifsschule der Regierung tätig war, ist jetzt von seinem Posten verabschiedet worden. Die jüdischen Studenten der genannten Schule waren in den letzten Monaten oft sehr heftig gegen Dr. de Haan aufgetreten, der sich als den Sprecher des extremsten orthodoxen Flügels gegen den Zionismus bezeichnet hat, (Dr. de Haan soll nach vorläufig noch nicht überprüfbaren Meldungen der Autor antizionistischer Artikel im ״Daily Express“ sein.) הועהמר״ב הזמני של»תרבות" בגרמביה ביום הראשון ס״ו לשבת(23 לדצמבר) תערך באולם בטויובן 32 .Köthcnerstr אסםון מוקדשת לשאלות התרבות העברית. המרצים: ח• ג. בי א ל יק (עברית). ריר נ• ג ו לד מן (גרמגיח!. ח. ג ר י ג ב ר ג(עברית). דיר י. ט ה ו ן (גרמנית). ד״ר ש. לוין(עברית). ווווחחלח ג 8 בעוני כרמיה ים נמכרים: נ-ילקוט*, 0> ,Kaniiir! נ-עבד», 55 .1 Kne««btci!11r •גמ*ר״׳ 0ratn«nbarger«tr, 2a , «ב.* ה■«׳ נ ,s«yd«11tr וכיום האמסח באולם נטווובן מ? mv בערב• , Soufsclto LandQsRomitQQ der TarbutEi-Organisation Sonntag, der» 23. Dezember, 8 Uhr abend* findet im Decthoven-Soal, Köthener Str. 32 eine statt. Thema; Die hebräische Kulturbewegung Redner: Ch, Rlalik (hebräisch), Dr. Nach um G01 dmann (deutsch), Chalm Grünberg (hebräisch), Dr. Schmarfa Lewin (hebräisch), , Dr, Oslaa Thon (deutsch). Ksrienverkauft ״Jalkut", Ksntitr. (6, ״P.wtr", Kneiebfelute. 55, Ctanw, Or.ialealuirger Sir. 28, 11״ Seydtlur. 3. Am Verismm» limgsMfte von 7 Uhr ab tn der Abtndkaii« Im lleethovcniMl, >3CGCOCXX>OOOOG(XX^^ Die palästinensischen Joden für Sir Herbert Samuel Jerusalem. (J. T. A.) Im Hinblick auf die vor kurzem aufgctaucliten Gerüchte, daß Sir Herbert Samuel von seinem Posten als Oberkommissar Palästinas zurückzutreten gedenkt, ferner in Verbindung mit einer Aeußerung Dr. de Haans, wonach die orthodoxen Juden Palästinas den Rücktritt Sir Herbert Samuels begrüßen würden, wurden am Sonnabend, den 8. Dezember, abends, nach, dem Gottesdienst, in alten Synagogen Jerusalems Versammlungen abgclialtcn, in denen von allen eine Resolution folgenden Inhalts angenommen wor« den ist: ,,Sämtliche Juden Palästinas wünschen, daß Sir Herbert Samuel noch lange auf seinem Posten verbleiben möge.“ Die Einwanderung nach Palästina im November Jerusalem. (J. T. A.) Nach den Informationen des J. T. A.-Vcrtrclcrs sind während des Monats November 600 Ein- Wanderer in Palästina eingetroffen- Chalm Nahutn Eilend! Oberrabbiner von Aegypten Konsiantinopcl. (J.T. A.) Der frühere ObcrrabbLncr der Türkei, Chaim Naliuni Lffendi, der bekanntlich mit Kenia! Pascha sehr befreundet ist und diesem beim Abschluß der Friedensverträge behilflich war, hält sich jetzt auf seiner Reise nach Angora in Konstantinopel auf. Von Angora wird er nach Cairo reisen, um dort als Oberrabbiner von Aegypten seinen dauernden Wohnsitz zu nehmen. Die Arbeit der ״Ose“ In Rußland Berlin. (J.T.A.). Das Berliner Büro der Gesellschaft für jüdischen Gesundheitsschutz ״Ose“ erhielt soeben von ihren verschiedenen Anstalten in Rußland Berichte über die Tätigkeit in den Monaten Juni bis September. Aus diesen noch nicht vollständigen Berichten sind die folgenden Ziffern intercssant: In 10 Ambulatorien in einigen größeren Städten und jüdischen Kolonien wurden in der erwähnten Zeit 84 558 Krankenbesuche erledigt: 13112 Kranke gepflegt und 15391 Rezepte ausgegeben: in fünf Polikliniken (zwei in Odessa, je eine in Tiraspol, Jdisawethgrad und Cherson) 82 433 Krankcnbcsuche erledigt, 55679 Kranke dauernd behandelt, darunter 33953 Juden. Es wurden 1012 Operationen durchgeführt. 23 medizinische Stationen waren in Kinderspciseanstallen eingerichtet. In den landwirtschaftlichen Kolonien wurden 15 Kinderkrippen mit zusammen 527 Kindern zwischen ein und sechs Jahren, die vollständig verpflegt wurden, eingerichtet. In sieben Sanatorien wurden 813 Kinder im Alter von 7 bi• 14 Jahren gepflegt. Die Pfleglinge haben durchschnittlich 6—7 Pfund an Gewicht zugenommen. Die Koste« dieser Arbeit wurden aus den Mitteln der Welthilfskonferenz, der Ica, der ukrainischen Föderation, des Viciims Fund und anderer Organisationen gedeckt Eine Pogromsialistik Moskau. (J.T. A.) Nach der offiziellen Statistik kamen in den Jahren 1917—1920 in der Ukraine 1295 Pogrome vor. Von diesen entfallen auf das Gouvernement Kiew 506, auf Podolien 370, Wolhynien 133, Odessagebiet 95, Gouvernement Poltavva 54, die übrigen Gouvernements 137. Die Ausgrabungen ln Jerusalem Jerusalem. (J.T.A.) Die vereinigte Expedition de» Palästina-Ausgrabungsfonds und des ״Daily Telegraph“ hat bei den Ausgrabungen bereits die Basis der alten Davidstadt erreicht und ist dabei auch auf die Reste des mysteriösen Millo gestoßen. Mille» wird in der biblischen Geschichte als die Jcbusitcrburg erwähnt, die König David erobert hat Es wird dort gesagt, daß er ״rund um Millo herum“ baute. Man hatte bislang immer geglaubt, daß Millo eine Art befestigten Turms gewesen sei, oder etwa ein Damm, der dem Eingang in den Talkessel von Pyropoenn sperrte. Laut den Entdeckungen des Professors M.icalistcr war Millo etwas ganz anderes. Professor Macalistcr gibt demnächst genauere Daten. Ncliemia de Llcmc Präsident des Nicilert. Zionisten Bundes Haag. (J.T. A.) In der am 9, Dezember in Utrecht statt• gehabten, von zahlreichen Delegierten beschickten außerordent* liehen Generalversammlung des Niederländischen Zionisten״ hundes wurde Herr Nchcmia de Licme zum Präsidenten des Niederländischen Zioiiistcnbundcs gewählt Zum Schriitiührer des Bundes wurde der frühere Leiter des Jüdischen Nationalfonds, Herr M. J. Simons, gewählt. Das Bundesbüro wurde nach dem Haag verlegt Hundertster Geburtstag Josef Israels. Am 27. Januar 1924 begeht Holland den hundertsten Geburtstag seines großen Malers Josef Israels. Im Haag wird eine große Feier vorbereitet, auch die Geburtsstadt Israels, Groningen, rüstet sich zu einer solchen. Im Rahmen der Feiern werden Kollektiv- Ausstellungen der Werke Israels stattfinden. Die Zionisten Hollands werden den Namen des verstorbenen jüdischen Kunst• lers, der ein Anhänger des zionistischen Oedan• k e n s war, in das Goldene Buch des Jüdische« Nationalfonds eintrageil lassen. (J.T.A.) Professor Dr. M. Schorr Rabbiner In Warschau. Bckanntlich war nach dem Tode von Dr. Posnanski von det Warschauer Gemeinde der Lcmberger Universitätsprofessor Dr. M. Schorr cingcladcn worden, seinen Posten als Kabbinci in Warschau zu übernehmen, Prof. Schorr, der sich dam all ablehnend verhielt, fiat nunmehr der Berufung Folge geleistet. Die feierliche Einführung von Prof. Schorr in Warschau fand am 8. Dezember statt. (Ziko.) Dreißigjähriges Amtsjubiläum des Rabbiners Mase In Moskau. Am 8. Dezember vollendete Rabbiner Jacob Mase das dreißigste Jahr seiner Amtstätigkeit als Hauptrabbiner in Moskau. Aus diesem Anlaß überreichten ihn» die führenden Moskauer Juden eine feierliche Adresse, in welcher seine in dieser Zeit der jüdischen Sache geleisteten Dienste hervorgehoben werden. Besondere wird seiner Tätigkeit im Iteilisf'rozeß Erwähnung getan, in welchem er als einer der Hauptsachverständigen fungiert hat. In der Adresse spricht die Moskauer jüdische Bevölkerung ihrem Rabbiner den Dank für sein wiederholtes Eingreifen in kritischen Momenten im Leben der Moskauer jüdischen Gemeinde aus. (J.T. A.) .... 3g \gr ן״״ pjr Mwy״ ״ ו5׳ןך!ן fiBfl ( 13 Ga