Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 103 (11.12.1923)
- Date
- 1923-12-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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\U׳ fr jr. r, |s fei!n ic h. ht tu (er s. KU Nr. 103 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sen« 509 Der amerikanisch-jüdische Kongreß nnd die läge in Deutschland New York. (J.T. A.) Die unter den» Vorsitz von Rabbiner Dr. Stephen S. Wisc stattgefundene Versammlung des Exckutiv-Komitccs des amerikanisch-jüdischen Kongresses beschäftigte sich mit der Lage der unter der antijüdischcn Hetze leidenden Juden in Deutschland. Es wurde ein Bericht über die in dieser Hinsicht unternommenen Schritte verlesen. Rabbiner Wisc berichtete, daß man sich mit dem deutschen Gesandten in Washington in Verbindung gesetzt habe, und daß auch mit dem Staatsdepartement in Washington in dieser Angelegenheit verhandelt wird. Von beiden Seiten wurden günstige Mitteilungen gegeben. Ferner wurde mitgctcilt, daß ein Beamter des amerikanisch-jüdiscltcn Kongresses jetzt auf dem Wege nach Europa ist, um dort mit den in Betracht kommenden jüdischen Komitecs über die Lage, besonders in Berlin und Bayern, Bespreclutngcn abzulialten. Polen und die Jodenanswelsnngcn aus Bayern Warschau. (J.T. A.) E>er Präsident des jüdischen Parlamentsklubs, Dr. Leon Reich, konferiert« mit dem Vizeminister des Acußcren, Sayda, über die Judenausweisungen aus Bayern. Dr. Reich legte Sayda eine ganze Reihe Telegramine und Briefe von in Bayern wohnenden polnischen Juden vor. Vizeminister Sayda erklärte, laut privaten und offiziellen Informationen, sowie auch laut den Nachrichten des polnischen Vertreters in Deutschland und des deutschen Vcrtreters in Warschau wurden die Ausweisungen eingestellt. Die polnische Regierung hat aber die Forderung erhoben, daß die bayerischen Behörden die betroffenen Personen von der Acndcrurig direkt benachrichtigen mögen, damit sic nicht durch vorzeitige Maßnahmen zu Schaden kommen. Auf diese Forderung hat die deutsche Regierung noch nicht geantwortet Der Vizeminister versprach, die Briefe und Telegramme der betroffenen polnischen Burger genau zu studieren. Die Politik des indischen Parlamcnlsklubs ln Polen Warschau. (J.T. A.) Der neue Vorsitzende des jüdischen Parlamentsklubs, Abg. Dr. Leon Reich, erklärte den jüdischen Pressevertretern: Gegenüber der jetzigen reaktionären Regierung wird der Klub in einer unbedingten Opposition verharren. l>ie Erklärung des Premiers Witos ln seinem letzten Expose, daß die Juden besser leben als die Polen, beweist klar, daß sich diese Regierung um eine Antwort auf die jüdischen Forderungen herumdrücken will. Ueber das Verhältnis des jüdischen Klubs zu den pol• nischcn oppositionellen Parteien, sagte Dr. Reich, cs bestehe nur eine vorläufige Verständigung. Ob es zu einer ständigen Zusammenarbeit kommen wird, häng« davon ab, ob die linken Parteien selbst ein Verständnis für die jüdischen Forderungen haben werden, oder ob sie sich nur der jüdischen Stimmen zu ihren Gunsten bedienen wollen. Die Wahlen ln die Chcmnifzcr Jüdische Gemeinde "J Zum ersten Mal wurde Ende vorigen Monates In Chemnitz, das sich nocli immer rühmen darl, das reaktionärste Wahlrecht in ganz Deutschland zu besitzen, nach dem neuen Wahlstatut gewählt. Dieses neue Wahlstatut sieht eine Zweilistenwahl vor. In der einen Liste wählen die ,.Ausländer“ ihre 4 Kandidaten, unter denen zwei Reichsdeutsche sein dürfen, in der anderen Liste wählen die .,Reichsdeutschen“ und diejenigen ״Ausländer“, die bisher zweimal hintereinander gewählt haben (d. h. mindestens 12 Jahre in Chemnitz wohnen), 17 ״reichsdeutsche“ Kandidaten. In der ״Ausländerlistc“ wurden die Herren Dr. Sichel, Jacob Pfeffer, Lipa Scharf und M. Muschinsky gewählt. In der ״rcichsdcutschen“ Liste, für die ein Kompromiß der verschiedenen Richtungen zustande gekommen war, unterlag leider unter Brach der Vereinbarung infolge eines Uebcrfalles des jüdischen Kricgcrvcreins unser Gesinnungsgenosse Dr.« Schönberger nut mir wenigen Stimmen. Naumanianer und Ccntralveieinler fanden sich zu trautem Bunde zusammen: junge Leute, die als jüdische Antisemiten bekannt sind und der Taufe näher stehen als dem Judentum, wurden über Nacht die ״Retter des Judentums“, wie die Hakenkreuzler solche des deutschen Vaterlandes. Das Ausscheiden Dr. Schönbergers ist um so bedauerlicher, als der Gcmcindestube eine wirklich wertvolle Persönlichkeit verloren gegangen ist, während man in der Person des Oegenkandi- «laten anspruchsloser gewesen ist Im übrigen wurde gegen diese Wahl von unserer Seite Protest bei der Aufsichtsbehörde eingelegt, da unter Duldung des Wahlieiters gesetzwidrige Verstöße im Wahllokal von unseren Gegnern vorgenommen worden sind. So wurde neben einer schamlosen wahlbccinflussung im Wahllokal selbst, z. B. einem Wähler der Wahl• Zettel im Wahllokal aus dem WahUmvcrt hcrausgerissen und ein anderer dafür hincingcgeben. Schließlich sei noch be• merkt, daß die für das Kompromiß verantwortlichen Personen zum Teil alles getan haben, um dem Kompromiß kein« Geltung zu verschaffen. Die ״rein deutsche“ Gesinnung hat sich auch hier offenbart. Ü N»V >4*ü al W5#יי# ü Btü-01 D«rltn«r ZioaUtlaeh• Varalnl-ang, lltrlln 0 19, SaqrfUUtial• 8 Talaphe«! Zentrum IK)1«/lft » roaürtiaoMtont« Na. 19000 Hotlln NW 1 Kaaianyarwaltnn* dar B. Z, V. Kaltardaaaraat der Baallnar Zlamlii. Yer*lalf1n»f *ai JSdIathar Rchulriral* Varmlti lungaatell« für habrtlaahan Cntarrlakt. SpraaUalon«• j*«ler» Fratt»* tiaolma. vt 9—4 Uhr Io dar B. Si. V., SayJalatr, S IUt> rüH'ifea Rprarhaaliaf• 1■ ftarlia (XI. Aufnahme in ilan fnrtn׳'»nhtltttm«n Klas»on kann naoH KDnkrpraoha mH 1f*m SnlivilUltnt Harm Har*8r0u |61i«rt,0It erfolgen, Upranhialfei Mittwoch, •band• Ö Uhr, In dar Hoch 1011 ul» für «Ile Wlaianashaft dw« Jndantnma, ArtlllorloatraSa 14, I, MHtwoflh, den »3. I)*«»mher »h<md• 8 Ohr (trappe dar Zlnalat«■ aoa dem 9(ln, I״*n1fabar*eratr. SJ Harr Dr, Arlhnr Iltntkai ״*««mpalitlk ■ad laiara Bitirleklia( da• Z1011»«■*." Stinnnbond, den IS. Dernmhar ■band 8 י/, Ohr Im Ueohitalniaal, MnV«tr. 43 Vortrag Dr• Arloioraffi ״Du (Irumlptoblaia aaatrar KalOliaatlaa". Sonnt»[?, den 18. Deaemher ▼ormtttagi 11'/, Ohr laute iaff1lhr»»»deiPaU»tl»»fllaM In dar ״MhamHra", KurfüraUnlamm 68. Montag den 17. Dnmmbar ■band• 8 Ohr «rappe der Zlonlat•■ eni dem Oataa,!«auflaUarraratr. S9 Herr Dr. Boianitalm Pali*»«» I« •mtalen ■ad poUllaebaa «Maaflaagapro■••■ itae Jadeata■•.“ 6 rappe Waat 104 Cherloltenbnrp, Im Ontmann«a»l de• Zatminatahaa•»», BMowatr. 100, ahenda pünktlich 8'/! Öhr Ciemelnuae Qeaeraltarauamlaa(, T»R״«erdnnnf[•. 1. n <1 richte rat•! tnng über IntMIeHtnallnnanikmmenVflnft• In Berlin nnd Frankfurt a. M. X Beacht uHf»»«nnn fl bar dla aorlaaflita Yarolnlgnne der Ortegrnppen Weit lind Oharlottenberif. 8. Wollen die Berliner Ortsgruppen an einem Hn*lrk»T»rb»nd Im Hlnn״ dar flaUnngan der 7.. V. f. 11. tniammanRolect werten? 4. ln welcher Wal•• kann »nf Ortmd der In der Gruppe Weit In den lauten Monaten gewonnenen Erfahrungen die Agitation In Berlin dnr«b«rafOhrt nnd wartlaft werden, wie kann inibeaonder» dl• Arbeit ▼orblldlloh für alle dentenhan Orlerruppon dar Z. V. f. D, reataflet worden? 8, Wahl de* ־Voratandee nnd Erlodlgnm? der Rognlarlon. 0. Bildung buondoror Kommlaeloneni »)für Fropnimndeifragen, b) fflr Flnanafregnn, 0) für FalSilInannd Boro« »tajainndfragan, d) «ar Verbreitung de« Abonnemente dar ״JBdleahan Rundaebau“ nnd anderer Organe, d) aar Veranstaltung wob Zirkel- Teriamtnlangen. 7. Vareohfadanaa. Ea wird wledarboHdarauf •nfmerkaam (ramaobt, dal dia Veraammlnnz pünktlich mit Ablauf de• *kailoiuiaohen Viertele beginnt. Mittwoch, den 19. Deaembir ebenda 8 Ohr («rappe Olt, Dandebarptar fitr. 89 Herr Dr. Han• Bloch! ״Dla Tana dar Hakkthlar,“ Jaden Dlenatatrabend, Rühr Oatjfldlarher Stadratearareln RV. Berlin, Frfadrlebetn 116 Seminar fOr ]Odlaoha l.lteratnr, אגודת נחי ספר לישראל JSdlaeher Rrhalrerela «.V.. Reldat.tr, 8 Geeoh&ftaffibrandaa Voratandamttnllnd! Herr Rtndlanrat Kart Hammaiateln, Ornnawald, Krladrlebarnharetr. 89. JBdlaabe Oraadarliata Waal. Anaknnft artallt dla Rebnllellerln Frimloin Ilotly Landaa, Monte( and Mittwoch H4-3 Ohr. Lüttow 6R14. JSdlteba Orandtehala 0•*. Anaknnft erteilt dla Sohulloftorln, Fr&uleln Hnaanna Iifehtanataln, Traltn! 3-1 Ohr. Pankow 87». Uabrälacber Klnderaartan Charlattaabam, KSatrinar 8tr. 18, Baatanrant ,Tnober“. — Montag bla Freitag• ron ^10—V׳jl Uhr. Bebrälarhar Kladaraartea Nord, Eoaanthalar Str. A bei Hopp». — Mont■( bi» Kreit»*• tob y,lO-'4\ Uhr. Bebtälacber Klndar*artaa Süd, Im Reatanrant .FaUerbnfcr*, Donau* Eckt Konter«traBn. — Montag bl« Freitage von J^IO— Vji Uhr. Hebrälifher Kladergarten Oat, Jabloniklatr. 88. — Mont»( bll Fralt»«• von i.jt i—Hl Uhr. Kindergarten Weit, Ohlandatr, 118/117, bei Ftlrat. — Montag V1 Fralt»(• von J-.l'r—J;1 Uhr. ' ׳ Brie! ans Halle Nachdem im letzten Jahre die Zionistisch* Ortsgruppe nur eine sehr geringe Tätigkeit entfaltet hatte, wurde tm Oktober dieses Jahres durch die Errichtung eines ״fliegenden Sekretariats“ seitens der Zionistischen Vereinigung für Deutschland mit Erfolg versucht, die Ortsgruppe neu zu beleben. Für die Arbeit hatte sich Herr Dr. Moack aus Ootha während seines Urlaubs zur Verfügung gestellt. «—! Wir können heute rückblickend sagen, daß es Herrn Dr. Noack während der drei Wochen seines Urlaubs gelungen ist, die zionistische Arbeit auf eine neue Grundlage zu stellen. Herr Dr. No«׳kck versuchte dies ln zweierlei Hinsichten: Erstens durch die Aktivierung der Zionisten selbst, zweitens durch eine starke Werbearbeit unter den Nichtzionisten. Dem ersten Zweck dienten eine Reihe von Vorstands- und Mitgliederversammlungen, In denen es Herrn Dr. Noack gelungen ist, eine neue Auffassung zionistischer Arbeit zu propagieren. Diese Auffassung bcruht darauf, daß wir im Galutl» als Zionisten neben der selbstverständlichen Arbeit für Palästina vor allem auch jüdisch-kulturelle Arbeit zu feisten haben. — Herr Dr, Noack bewirkte die Gründung einer selbständigen Kulturgruppe innerhalb der Ortsgruppe, während die Ortsgruppe selbst nur den Rahmen vorstcllcn soll, in dem sich die vcrschicdcncn zionistischen Arbeiten (Kulturarbeit, politische Arbeit, Werbearbeit) abspiclcn. Von größeren Veranstaltungen ist besonders eine ״Jüdische Feier' zu erwähnen, die für das jüdische Leben in Halle ein ziemliches Ereignis bcdeutete. An der Feier wirkten u. a. mit: die Gothaer Jugendgrnppe des Jung-iüdischen Wanderbundes und der jüdische Dichter Simon Kronbcrg-Leipzig. Die Feier itand auf einem hohen künstlerischen Niveau und hat den Juden in Halle das überraschende Zeugnis eines ־wirklich lebendigen Judentums gegeben. — Wir glauben, die Veranstaltung derartiger Feiern wegen ihrer propagandistischen Wirkung allen Ortsgruppen empfehlen zu können. Die durch die Feier geschaffene Stimmung wurde dann für eine Keren Hajcssod-Aktion ausgcmifzt, die, obzwar noch nicht vollständig zu Ende geführt, doch schon ein recht anschniidics Ergebnis gezeitigt hat. Herr Dr. Noack sprach dann noch in einer öffentlichen Versammlung über ״Deutschtum und Judentum“. Herr Dr. Noack hielt ferner eine Reihe von Heimabenden mit der Jugend über Themen aus der jüdischen Geschichte ab und hat auch durch die Aufstellung eines neuen Arbeitsplanes die Weiterarbeit auf diesem Gebiet gefördert. — Wir hoffen, Herrn Dr. Noack unseren Dank für seine wertvolle Unterstützung am besten abstatten zu können, wenn wir In seinem Sinne weiter arbeiten. Erwin Vögel*Halle. ^]1111niu11Hms1111111111n111ii11s1i111in!i11inn1nnnn1ßi11!111₪111J11111tin11n181u111111111n1t11n111numw1Ba1181nj1üa Umsr Anfeetgeapr•!■ betrügt ab 15. Dezember §«25 Goldmark für die acld« gespaltene Zolle» für Fttn>U!ez1׳>A11xolgen nnd Stellengesuche 0,15 Geldmarkt % Berlin W 15, Sückeische Straße 8« ra1H!1111!ra1wra111w!ini11!i1w1!111ii11!i1«fflfflnrai0»8111!mni1Bn»1!1nn111( Bremer Brie! Vor Kurzem tobte in Bremen der Kampf um die Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft in bisher unbekannter Schärfe, Die deutsch-völkische Freiheitspartei hatte zum ersten Male Kandidaten nulgcstcllt und hat — was bereits vorausbemerkt werden soll — 7 Sitze in der Bürgerschaft errungen. Die Propaganda der Völkischen ging unter einer unerhörten Hetze gegen die Juden vonstatten. Insbesondere ließen es sich die Völkischen angelegen sein, die Arbeiterviertel auf das Intensivste zu bearbeiten. Am Montag, den 16., holten sich die Antisemiten fra kommunistischen Gröpclingcn, insbesondere durch eine geschickte Rede des Führers der jüdischen Frontsoldaten in Bremen, eine gründliche Abfuhr. Die Völkischen zogen hieraus die Lehre, daß die Anwesenheit von Juden in ihren Versatnmlungen sic um den größten Erfolg ihrer Propaganda bringen müßte und verweigerten am folgenden Abend allen Juden den Eintritt zu Ihrer Versammlung tm Museum. Es entspann sich elii'Handgcmcngc, in dem ein Jude schwer (Obcrschenkclbruch) und verschiedene leicht verletzt wurden. Die Schupo, die sonst in diesen Tagen überall sichtbar war, griff in das Qcmcnge erst ein, als es zu spät war. Zu dem Ergebnis der Wahl ist noch zu sagen, daß sie im ganzen einen erheblichen Rechtsruck zeitigten. Insbesondere haben die Völkischen ihre Mandate in erster Linie Wählern aus der Arbeiterschaft zu danken. Der Ausgang der Bremer Wahlen ist ein Warnungssignal für die gesamte Judcnlieit in Deutschland. Es gilt heute gefaßt und bereit zu sein! Frigo. Julias Berger im Hauptbüro des Keren Kn)emeih Die II. Ocncralkonfcrcnz des Keren Kajcmeth in Karlsbad hatte angeregt, das Hauptbüro möge seinen Verkehr mit den Landcsstcilen durch persönliche Fühlungnahme und insbesondere durch Bereisung der Länder seitens der Organe des Hauptbüros inniger gestalten. Dieser Anregung entsprechend, wurde noch auf dein Kongreß das Mitglied des Berliner Kontinentalbüros der Exekutive und des Keren Hajcssod, Herr Julius Berger, für das Hauptbüro des Keren KajemetÜ In Jerusalem gewonnen. Er nimmt seine Tätigkeit anfaag* Dezember als Mitglied der Amtslcitung auf. MiÜellaaoea der Zionistischen Vereinigung lür Denischland Die Herren Isaac Feuerring und W. Preis haben das Dezernat ״Finanzen“ im Landesvorstand übernommen.! Herr Dr. Georg Wollstein, Trier, hat sich für die Zeit vom 26. Januar bis 3. Februar für zionistische Propaganda-Arbeit in Köln zur Verfügung gestellt Herr Dr, Wollstein steht uns außerdem im Dezember an jedem Sonnabend und Sonntag für Propaganda-Arbeit außerhalb seines Wohnortes zur Verfügung. In den nächsten Tagen werden wir mit Hem Vcrsand der neuen Schckelbiocks an alle Ortsgruppen und Schckelvertraucnsleute beginnen. Die Schekel- Sammlung, für die ausschließlich diese neuen Blocks auf Anordnung der zionistischen Exekutive benutzt wer• den müssen, soll dann sofort in Angriff genommen werden. — Der Schekelpreis, über dessen Fest• Setzung wir mit der zionistischen Exekutive noch Ver• handlungen führen, wird baldigst bekanntgegeben werden, Zionistischer Bezirksverband Thüringen Am Sonntag, den 16, Dezember 1923, findet in Qoth M. (Gewerbevereinshaus, Schütz.cnbcrg) eine Bezirk«tagung statt Tagesordnung: 1. Referat Dr. Alfred Landsberg: Die politische Lage und die Aufgaben des deutschen Zionismus. Z Referat Dr. Fritz Noack, Gotha: Das Galuthproblem im Zionismus. 3. Aussprache. 4. Verschiedenes. Im Rahmen der Tagung wird Gelegenheit zu einer Bm sprcduing der Jugcndgrupptn gegeben werden. Eine größere Mittagspause wird nicht gemacht Um die Zeit voll aus•* zunutzen, besteht die Absicht durchzutagen. Mundvorrat ist deshalb mitzubringen. Die Tagung beginnt um 9 Uhr vormittags. — Anmeldungen und Anfragen an Dr. Noack, Gotha, Friedrich-Jacob-Str. 2. Die Ortsgruppen Aschcrsfeben. Anläßlich der Anwesenheit des Herrn Dr. Werner Bl och ■Berlin konstituierte sich hier eine zionistische Ortsgruppe. Eine Jugendversammlung ergab das erfreuliche Bild einer unseren Zielen zustrebenden Jugend. Eine Gemeindeversammlung verlief ebenfalls anregend und brachte beachtenswerte finanzielle Erfolge, Außerordentlich klärend wirkte eine ausführliche intern-zionistische Aussprache über die prinzipielle Frage der Trennung von Propaganda und Erziehung. Bremen. Nach langer Pause hat die Ortsgruppe Bremen am 14. November wieder ihre Tätigkeit aufgcnommen. In der an diesem Tage veranstalteten Mitgliederversammlung, die sehr gut besucht war, haben sich nach Referaten der Herren: Kurt Zacharias und Fritz Goldschmidt, die über die äugen* blickliclic jüdische Situation sprachen, 14 neue Mitglieder angemeldet. Es muß mit Bedauern konstatiert werden, daß die alten führenden Zionisten der Versammlung femgcblieben waren. Die Neuwahl des Vorstandes ergab tolgcndes Resultat: M. Wcinrcieh, Kurt Zacharias, Karl Katz, Fritl Ooldsciunidt;. Josef Wygon, Vorsitzender: B. Landesdorf. Jüdisches Landheim Wolfratshausen (Isartal). Die Ver waltung in München teilt mit, daß die Sicherheit der Kinder, die nach Wolfratshauscn kommen, gewährleistet ist Die Ver hältnisse in München und Umgebung haben sich gebessert ro j׳ 11»״״>״ון״ןן!ןןןן! lilliililkitwuilil; Ä «41 EL; I.