Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 99 (27.11.1923)
- Date
- 1923-11-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. m JUED ISCHE RUNDSCHAU Seile 577 e! all n!J!r« Re!11, er ei« tg eh Hs He an er en >ft en eit iie lie ie« en ipf!n, ne eil ״ff •heit zu!n. mf ler 10« en ne ns zu rt. cit mr ire :n, st, (״;er ler 1cnd ms ter izu ren 1er ten len enmize en, :111« cht ina der rer« che I tte• ׳ 1e11 se? m reit tyü, snsk sch* licd dem irer dien die .bte, don eitig ides »־זן und :ung eine :11 en dci trat rvor. dci dei Hing־ Ko«• Red' dci jrak■ da«! Zio kau tztCI IS'CS 1 dci 1911 iSClM deci WC ZI l de! atiol nicht jden rera politischen Zentren gleichzeitig zu leisten war, ist es Dr. ,Wci/mami gelungen, die öflemliche Meinung in England und vor allem eine Reihe von niallgebemlcii englischen Politikern für die Idee der Losung der JuJviifr.iga durch den Zionismus 211 gewinnen, Die poiitisclici» Uemiihungen, die W'cizinnmi damals gemeinsam mit Sokolow und Tsclileuow uml mit ililtc einer Reihe von Ereunden cinlcitctc, füll« len dazu, daß die englische Regierung, in vieren Kriegsprogramin Palästina eine wichtige Rolle spielte, schlielilieh das zionistische Programm der• Schaffung einer öffentlich-rechtlich pedchertcn IIcimstiittc für das jüdische Volk in Palästina sich offl/lcll zu eigen machte. Diese Tatsache 11,1t dann ihren Ausdruck gefunden in dem historischen Dokument vom 2. November 1917, das unter dem dem Namen ״Ballonr-Deklaration" bekannt ist, Bald nach der Baitour* Deklaration lieg,111 sich Dr. Wcizmann als Haupt der ersten von vier englischen Regiertin[:; offiziell «aiieikaimlcn Zionist Commission nach Palästina, wo er mit Öcgcbstcruiig iimi grollen Einen empfangen wurde. Damals legte er den Grundstein der jüdischen Universität auf dem Scopus. Als jiacli dem Kriege im Jahre 1920 zum ersten Male wieder eine «!!weltliche zionistische Versammlung stnttfnnd (Londoner lahreskonfcrenz), war cs eine Selbstverständlichkeit, d,1ü Dr. wcizmann, der bis dahin schon tatsächlich die <1e;dritte des Zionismus geführt hatte, auch formal zum Präsidenten der Organisation gewählt wurde. Diese Wahl wurde auch aut dem XII. und XIII. Kongreß erneuert. Dr. Weidmanns und Ruppins Absdiicd von London London, (J, T. A.) Am 21. November nachmittags fand in den Räumen der Zionistischen Weltorganisation eine feier* liehe Abschiedssitzung für die am Sonnabend, den 2f. November, zum Zwecke der Teilnahme an der Keren Hajcssod- Kampagne nach den Vereinigten Staaten abgereisten Herren Dr. CI1. Wcizmann und Dr. A. R u p p i n statt Reden hielten Joseph Co wen, 1. Neiditseh, Abraham Sc 11apiro (Pctach-Tikwah) und andere. Dr. Wcizmann wurden anläßlich seines Geburtstages Glückwünsche dargebracht. Dr. Wcizmann und Dr. Ruppin dankten in warmen Ansprachen. Die ״Times“ zum Weißbuch In einem längeren Artikel behandelt die ״Times" vom 14. November die Korrespondenz zwischen dem Herzog von Dcvonshire und Sir Herbert Samuel. Ke ״Times" weist u. a. darauf hin, daß der Beschluß des Colonial Office unter den vorliegenden Umständen der einzig mögliche war. Als verantwortlicher Regent von Palästina sei England verpflichtet, cs zu verwalten. Die sei eine elementare Verpflichtung, die cs sich selbst, den Palästinensern und Europa gegenüber zu erfüllen schulde, sowie eine internationale Vcrpflichtung, die es durch Ucbcrnaiimc ries Mandats cingcgangcn sei. Die ״Times" schreibt weiter: ״Es ist kaum notwendig, zu wiederholen, daß das Mandat auf der Balfour-Dckiaration vom November 1917 basiert, die die Politik der Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk vorsieht, ohne Verletzung der bürgerlichen und religiösen Rechte der dortigen nichtjiulischcn Gemeinden. Die englische Regierung und der High Commissioncr haben alles, was in ihrer Macht stand, getan, um diese Politik vollkommen unparteiisch durchzufüliren und alle Parteien davon zu überzeugen, daß sic sic eben in dieser Weise durchführten. Die Araber, oder wenigstens ״der lauteste Teil'1 der Araber, um mit dem Kolonialsckrctär zu sprechen, wollen sich nicht davon überzeugen lassen. Sie argwöhnen, daß die Politik der Deklaration und des Mandates auf die eine oder andere Weise auf die politische Vorherrschaft der Juden hinaus will. In besonderem Maße erregt die Einwanderung, was ja nicht unnatürlich ist, ihre Eifersucht. Die Regierung hat nun in allen ihren Plänen versucht, diese Befürchtungen zu beseitigen, indem sic den Arabern über die Immigration eine Kontrolle in hohem Grad cinrätiinen wollte. Von den Fiaskos des Legislative Council und des Advisory Council haben wir bereits gesprochen. Dieses Weißbuch stellt das offizielle Protokoll des Zusammenbruchs des Planes einer Arab Agency dar. Diese Körper- Schaft sollte genau dieselbe Verfassung und dieselben Privilegien haben, wie die bereits bestellende Jcwish Agency. Die Jcwish Agency hat gewiß auf die arabischen Interessen keinen schädigenden Einfluß geübt, aber das Mißtrauen, mit dein die Araber sie betrachten, ist zu begreifen. Sic bildet in ihren Augen eine Bevorzugung der Juden. Abgeschafft werden konnte sic nicht, und deshalb erbot sieh die Regierung, durch Schaffung einer Arab Agency das Gleichgewicht hcrzustcllen. Anfang vorigen Monats teilte der High Commissioncr einer Repräscniantcnver- Sammlung arabischer Notabel« das Angebot in einer klaren, sorgfältigen und einfache« Rede mit. Er sagte, daß die Agency keine legislative Körperschaft sein würde, daß sic aber betreffs bedeutender zu ergreifender legislativer Maßnahmen zu Rate gezogen werden soll. Er teilte ihnen mit, daß sic, wenn sie sicli im Legislative oder im Advisory Council bc- •eiligen wollten, jederzeit aufgcnomine« werden würden, daß aber alle Hoffnung vergebens sei, in der Vcrfassung irgendwelche Ae 11 der ung zu er warten und daß diejenigen, die irgendwelche weitere Bekanntmachung in einem anderen Sinne erwarteten, falsch gingen." ״Unter diesen Umständen,“ so schließt das Blatt, ״konnte die Regierung zu keinem anderen Beschluß kommen, als Palästina nach den Verpflichtungen des Mandats zu vcr- "alten.“ Die ״Times“ fordert die Regierung auf, die in dein Schreiben des Herzogs von Dcvonshire und in der Rede von Sir Herbert Samuel nicdcrgclegte Politik zu bestätigen und darin nicht zu wanken oder Zeichen des Wankens in der Politik, die sic wohlbedacht cingcschlagcn und öffentlich proklamiert hat, merken zu lassen. Mißhandlung eines jüdischen Arzles durch Reichswehr Ueber den im Thüringischen Landtag seitens eines Re- {!ierungsvertreters und eines Abgeordneten zur Sprache gcbrachten Fall der Mißhandlung eines jüdischen Arztes durch Reichswehr wird aus Weimar gemeldet: Es handelt sich um den Arzt Buhrau in Kainbach, der nie politisch hervorgetreten ist, sondern nur bei Ausbildung der Arbeiter- Samariterkokumen tätig war. Er wurde von Reichswehr in Schutzhaft genommen und mit anderen 60, komimt- «istischcr Umtriebe verdächtiger Gefangenen nach Ohrdruf «bracht. Dort mußte er auch für die übrigen Gefangenen die Eßnupfe reinigen und ohne Hilfsmittel die Baracke scheuern. Auch sei er mißhandelt und ״Jude ns au“ genannt worden. (Dieser Pall bedarf schleunigster Aufklärung! Red. ״J. R,״) Nur ein Drittel der Abonnenten der ״Jüdischen Rundschau“ hat die von Ihnen direkt und forfgcseltt In der ״Jödfiehcn Rundschau'‘ verlangten AbonnemenlsgebOluen bisher bezahlt, Wir *ind sicner, daß bet den meisten die Nichtbezahlung nur auf Nachlässigkeit beruht, und 11*11 diese Leier sehr erstaunt sein werden, wenn die ״Jüdische Rundschau“ nach dem 1. Dezember bei Ihnen aiuhleibcn wil d. Die Lieferungdea Blatte• ohne Vorn ״aber, oh’siיינו, ist über unter den heutigen Verböittilwi» umuhzllch geworden. Wir richten daher wiederholt den dringenden Appell an alle Abonnenten, die mit der Zahlung der QcbOIiren Int R&ckstande geblieben sind, 0,50 Goidmark Nachzahlung für November and 1,10 Gold mark Abonncmrntsgcbölircn für Dezember ln Rentenmark oder Gold- ««leihe, Rest in Papiermark, ungerechnet zum Tageskurf unverzüglich im Brief an die ,,Jüdische Rundschau׳‘ clnzusciilcken. Die ntchste Nammer, die auch eine l’allitlna-Bellage enthält, erscheint als Clinnukliah-Nnaumer In elfter Stärke von 12 Seiten* Sie sollte für Propaganda •Zwecke ton den Ortsgruppen verwandt werden. Bestehungen müssen unter Vorausbezahlung de» Betrages ned zwsr für Einzelnummern 0,40 Goldmark (Ortsgruppen crhslten 20% Rabatt) bis spätestens Freitag, den 30. November d. J, an die Expedition der ״Jüdischen Rundschau“ erfolgen. Verlag ״Jüdische Rundschau“ Berlin W15, Sächsische Straße 8 Trotz unserer Appelle in der ״Jüdischen Rundschau“ und der immer wieder an unsere Ortsgruppen, Vertrauen»־ leute und einzelne Zionisten gerichteten dringenden Zahlungs-Aufforderungen ist nur von einem gnnz geringen Teil unserer Gesinnungsgenossen dar liellrag für dio Zionistische Vereinigung für Deutschland, die £10n1s&en$§eaer gezahlt worden. Wir können beroits jetzt fcststellcn, daß cs infolge dieses unwürdigen Zustandes nicht möglich sei« wird, den Etat des laufenden Vierteljahre» auch nur teilweise zu decken. Dabei erfordert der jetzige Augen« blick besonders intensive Arbeit! sie zu leisten, lat Aufgäbe der Leitung der Organisation• sie finanziell sicher zu stellen, dringendst• Pflicht aller organisierten Zionisten. Wir verlangen daher von unseren Ortsgruppen, daß sic das ihnen für dieses Quartal aufcrlegte, niedrig bemessene Kontingent restlos auf« bringen, und von unseren nicht ln Gruppen zusammengeschlossenen Gesinnungsgenossen, daß sie ■ich ihren Vurmügensvcrliältnissca entsprechend in eino der untenstehenden Stufen cinschätzcn und uns den auf dieses Vierteljahr entfallenden Betrag — möglichst wertbeständig — überweisen, Die Ziormtcnstcucrstufen pro Vierteljahr! I. Stufe: Jugendliche ohne Einkommen 0,25 Gold mark 11. .Stufe: Personen mit geringem Einkommen.. . . 0,75 9t III. Stufe: Personen mit mittlerem Ein« kommen. 3,00 •t IV. Stufe: Personen mit höherem Ein« kommen.. 6,00 91 V. Stufe: Personen mit höherem Einkommen 20,00 ff Wir bitten unser« Ortsgruppen and Vertrauensleute• dio Beträge nach Möglichkeit wertbeständig einzazichen! wo dieses nicht möglich, 810 sofort in wertbeständiges Geld umzuwcchscln;and dann ohne Verzug durch Post- Scheck (Berlin 8091) oder durch Einschreibebrief uns zu übermitteln. Zionistische Vereinigung für Deutschland. ÜSühz'.LuI —.V*״—■wa .... wk*-^*tu)äsa la.. «*» Ein neuer Palästina-Film. Am Sonn tag, den 2• Dezember, vormittags 11 llhr findet in den Alhambra-Ltdiispiclcn am Kurfürstendamm68, die Uraufführung eines neuen Palästina-Films statt. Da mehrere hundert Karten zu dieser Aufführung für Presse- Vertreter, Regierungen, Gewerkschaften usw. reserviert bleiben müssen, gelangen zu dieser Aufführung nur noch einige hundert Karte« zur Ausgabe■ Wir bitten daher unsere Gesinnungsgenossen, sich die Eintrittskarten möglichst frühzeitig im Vorverkauf zu verschaffen. Vorverkauf findet statt Mittwoch bis Freitag ln den Buchhandlungen Kedem, Dahlmannstraße 8, Ostertag, Augsburger btr. 28, Uwer, Knescheckstr, 54'55, Jalfcut, Kantstr. 4, 111 r o w I c :, Kleine Pr.lsldcntenatr. 3, Büro de» Jd dl sehen Nationalfonds, Sächsische Str. 8, B. Z. V״ Seydelitr. 3, Theaterkasse W e r t h e 1 m, Leipziger Str. jüdischer Nationalfonda E. V« Sekretariat für Groß-Berlin• Sächsische Str. 8/ Tel. Pfalzb. 6697-99, Uhl. 1534. Dio Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet am Sonnabend, den 1. Dezember, abends 8Vs» Uhr, im Ober« lichtsa.il der Philharmonie, Bernburger Str. 22a, einen Vortragsabend, an dem Herr Dr. Sclicmarja Lcwin über das Thema: ״Die Grundlage der zionistischen Bewegung und Politik“ referieren wird. Eintrittskarten zum Preise von 1,50, 1,—, 0,60 und 0,30 Ooklmark zuzüglich 10 0/0 für den N.-F. int Vorverkauf nur in unserem Büro. Seydclstr. 3, Zentrum 3614/15 und an der Abendkasse, erhilUieh. w Die Antwort der Araber Die arabische Exekutive hat Sir Herbert Samuel an* 10. November eine schriftliche Antwort auf den an» 11. Oktober den arabischen Notabein mündlich übetßebenen Vorschlag eine Arab Agency zu errichten, übersandt. Das Schreiben stellt u. a. fest: 1. Es ist nicht das Ziel der Araber, eine Arab Agency analog der jcwish-Agency zu erreichen, sondern die Freiheit zu erlangen. 2. Die Araber können nicht mit der Bekanntmachung der Rcgiernng übereinstimmen, daß dieses Angebot ein endgültiges sein soll. 3. Die Araber weisen darauf hin, daß cs laut den Bedingungen des Völkerbundes Großbritannien nicht erlaubt sei, das Mandat über Palästina ohne die Zustimmung der Bewohner auszuüben. 4. Die Araber erkennen die Baifour-Deklaralion als vollgültigen Regierungsakt nicht an, weil sic nicht zwischen zwei Regierungen erfolgt ist, und weder mit den Statuten, noch mit dem Geist des Völkerbundes übcrcinstimmt. 5. Hingegen sehen die Araber die von Großbritannien dem König Hussein gemachten Versprechungen als bindend an, weil sie zwischen zwei Regierungen abgeschlossen worden sind. 6. Wir glauben, daß die beiden Parteien der Baifour-Deklaration in ihrem gegenseitigen Verhältnis kontradiktorisch sind; sie könnten nur dann Vertragskontrahenten sein, wenn das Land ein jüdisches wäre und die Araber als Fremde angesehen würden. Das Land ist aber arabisch. 7. Die Araber protestieren gegen die Anerkennung der Juden durch die Regierung. 8. Wir lehnen es ab, gleiche Rechte mit den Juden zu haben; wir wollen volle Freiheit. 9. Die Araber leimen den Vorschlag der Arab Agency ab, da diese Agency׳ sie den Juden glcichsctzt; dadurch würden sic sich in ihrem eigenen Lande als Fremde fühlen. 10. Die Araber klagen nicht über das Nicht- Vorhandensein einer Arab Agency, sondern über das Vorhandensein einer Jcwish Agency. 11. Die Feststellung des Oberkommissars, daß einige unserer Führer das Volk irreführten, hat einen schlechten Eindruck auf uns gemacht Das Programm der ״gemäßigten״־ Araber Am 9. November fand in Jerusalem der Kongreß der Palästinensischen Arabischen Nationalen Partei statt. Zum Präsidenten wurde der bekannte Schelk al Faruki gcwählt. Von verschiedenen Set.n wurde die Palästinensische Arabische Exekutive scharf angegriffen. Der Kongreß approbierlc das von den Gründern der Paitei aufgestellte Programm. Im folgenden der Text der Proklamation der Partei: Die besonnenste und von Politik am meisten verstehende Schicht der N;.ton sicht das Hcrannahen von Gefahr und einer das Volk wirlschaftich und politisch bedrohenden dusteren Zukunft voraus. Dies spricht gegen die jetzige nega« tive Politik. Die neue Partei ruft darum die Nation aut, wirkliche Führer zu erwählen, die ihr ein Programm aufstcllcn. So irt diese Partei entstanden unter dem Namen Palästinensische Arabische Nationale Partei. Ihre politischen Ziele sind: Erstens: Palästina soll arabisch für die ara« bischen Einwohner bleiben, frei von jedem fremdländischen und zionistischen Recht und Einfluß, da ja das Land ein Teil der ara« bischen Länder ist. Zweitens: Arabisch ist die offizielle Sprache des Lande*. Drittens: Nichtanerkennung der Balfour* Deklaration, der palästinensischen Vcr« fassung, des Legislative und des Advisory Council und der Arab Agency oder irgendwelchen anderen fremden Einflusscs. Viertens: Die Partei wird im besonderen Bildung einer eigenen demokratischen Regierung im vollsten Sinne fordern, sowie eine den Wünschen und dem Geist de» Bevölkerung genehme Verfassung. Fünftens: Bildung einer vom Volk gewählten Vertretungskörperschaft, wie sic in den zivilisierten Stiatcn bestehen. Allein diese Körperschaft soll das Recht der Gesetzgebung haben. Scdistcris: Die Partei wird stets für die Lösung des Palästinaproblcrns kämpfen und die Anklagen des Landes in der zivilisierte« Weit zur Acußerung bringen, um Sympathic zu erringen, die Wahrheit zu propagieren und für die Bedeutung derart ger Anklagen im Licht der Ocschächte uml der Gerechtigkeit Interesse zu erregen. Sie wird alle gesetzliche« Mitrtl ergreifen, um im In- und Auslände ihre Zick: auf vernünftige, wohlgeordnete Weise durch Vorlesungen, Schriften, Debatten und allgemeine Propaganda zu vcrfechten. Siebentens: Fähige und geeignete Palästinenser sollen Im Staatsdienst Beschäftigung finden und keine andere Hilfe in Anspruch genommen werden, ausgenommen die absolut notwendig erscheinende fachmännische. Die Führer sprachen ihre aufrichtige Versicherung aus, daß cs ihre Politik sei, mit der Administration zu« sammenzuarheiten, vorausgesetzt, daß diese vollkommen neutral ist und damit aufhört, den Juden ihre ״unverkennbare Unterstützung" zu leisten. (Diese ״gemäßigte“ Partei ist im Ocgensatz zu der vo« Musa Kasitn Pascha geführten Paitei der moslemisch-clirist. liehen Gesellschaften entstanden, die seinerzeit den Kongreß veranstaltet und Delegationen nach London entsandt Hat, Anm. d. Red.) 1 Haifa als Halen Jerusalem. (J.T.A.) Der von de» palästinensischen Regierung eingeladene Sachverständige Palmer, der die Aufgabe hatte, die Lage Palästinas Im Hinblick auf den Bau eines Hafens zu studieren» hat in seinem Bericht au die Regierung vorgcsc 11 lagen, den Hafen in Haifa zu bauen. Nach seiner Schätzung wird der Bau eine Summe vw 1500000 Pfund erfordere. *