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Jüdische Rundschau · 1923-11-02 · Heft 94 (2.11.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 94 (2.11.1923)
Date
1923-11-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 550 IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 04 'Srez-Israd Caplaln FoxcroH In Palästina Jerusalem. (J. C. B.) Das Mitglied des eng- Iischcn Parlaments, Captain Foxcroft, ist dieser Tage in Jerusalem eingetroffen und hat auch sogleich eine Zusanunenkunft mit arabischen Führern gehabt, bei welcher Gelegenheit die Lage in Palästina besprochen wurde. Captain Foxcroft ist bekanntlich ein hartnäckiger Gegner der zionistischen Politik in Palästina, der im britischen Parlament des öfteren in Palästina-Debatten gesprochen hat. Besonders machte, er sich bekannt durch seinen Angriff auf die britische Politik in Palästina während der Debatte über den Beschluß des Kolonialamts am 26. Juli. Er' sagte damals u. a.: ״Es sollte als Oberkommissar Palästinas ein einfacher Engländer ernannt werden ohne zionistische Neigungen, der das Beste des Landes wolle. Sir Herbert Samuel verfolgt persönliche Interessen, da er ein Jude ist und zionistische Bestrebungen hat.“ Rulltcnkrg und die Elektrifizierung Bailas Jerusalem. (J. C. B.) Ingenieur Ruthenberg hat dieser Tage Haif.1 besticht. Er äußerte sich gegenüber dein stellvertretenden Distriktsgouverneur, daß er nicht eher mit der Errichtung der elektrischen Station in Haifa beginnen werde, als er von der Haifaer Stadtverwaltung den offiziellen Auftragfürdie Elektrifizie rung erhalten haben werde. Inzwischen macht sich unter den Einwohnern Haifas eine Verstimmung gegen die Stadtverwaltung, die die Elektrifizierung der Stadt so lange aufhält, bemerkbar. Juden wie Araber erklären, sie ■würden keine Steuern zahlen, wenn nicht die Stadtverwaltung baldigst die Frage einer positiven Erledigung zuführt. Eine Delegation hat beim Gouverneur vorgesprochcii und ihn gebeten, sich mit der Stadtverwaltung deswegen ins Einvernehmen zu sehen. Colonel Symes, der Gouverneur von Haifa, kehrt am 1. November auf seinen Posten zurück. Berber! Samuel in Beisan Jerusalem. (J.C. B.) Sir Herbert Sam ue 1 hat soeben Beisan im Jordantal besucht. Er wurde dort von der arabischen Bevölkerung mit Begeisterung empfangen Der Besuch Sir Herbert Samuels erfolgte auf eine Einladung hin, die tltin jüngst durch die Sdicichs von Beisan überreicht wurde. Die Araber fordern nationale Erziehung Jerusalem, (J. C. B.) Die arabische Exekutive entsandte eine Delegation zum Oberkommissar von Palästina Sir Herbert Samuel und stellte die Forderung, daß die ganze Erziehungsarbeit unter den Arabern in die Hände arabischer Männer übergehen solle. Der Oberkommissar verlangte die Zustellung eines ausführlichen Memorandums in dieser Frage. Studienreise Elwood Mcads nach Palästina Der weithin bekannte amerikanische Fachmann für landwirtsdiaftlicbe Kolonisation, Elwood Mead, von dessen Einladung Prof. Weiztnann bereits auf dem Zionistenkongreß Mitteilung gemacht hat, kommt Anfang November nach Palästina, wo er gegen vier Wochen zu bleiben gedenkt, um die Methoden der landwirtschaftlichen Kolonisation in Pa- Jästina zu prüfen. Opfcrwiilen der palästinensischen Lehrcrschall Infolge der Einschränkung der Kredite für das Schul-!wesen in Palästina mußten an den verschiedenem Schulausgaben gewisse Abstriche gemacht werden. Da trotzdem noch ein Defizit von zirka 5000 Pfd. übrig blieb, entschlossen sidr die Lehrer, für das künftige Jahr sämtlich auf ein Monatsgehalt zu verzichten, um so dies drohende Defizit zu decken. Die Agnda in Palästina W i c q. (J. C, B.). Das Wiener Hauptbüro der Agudas Jisroel gibt bekannt, daß in Oesterreich eine Abteilung der Aguda-üeseilsdiaft für Häuserbau in Palästina ״Newcj.Jis-!viel" gegründet wurde. Es wurde ein Aufruf an die orthodoxe Judenhcit Oesterreichs erlassen, sich mit allen Kräften an dem Aufbau Palästinas im allgemeinen und an dem Häuserbau im besonderen zu beteiligen, damit in dem kommenden Sehemitah-Jahr (Jahr der Erdruhc) die orthodoxen Landarbeiter im Häuserbau beschäftigt werden. Eine Zcmentlabrik ln Palästina Nach einer Mitteilung des Warschauer ״Haint" beabsichtigt der frühere Petersburger Fabrikant Schneerson, in Palästina ■eine Zementfabrik zu begründen. An der Finanzierung dieses großen Unternehmens in Form einer Aktiengesellschaft beteiligten sich folgende Personen und Institutionen: der frühere Moskauer üroßkaufmann Pollak mit 50 «/#, Baron Edmond de Rothschild mit 23 ׳,״«, der aus Rußland stammende und in Berlin wohnende Herr Nassatissin mit 15 »A> und der Londoner Economic Board mit 5 °/0. Die Errichtung der Fabrik wird gegen 200 000 Pfd. beanspruchen. Ferner wird ein Betriebskapital von 50—100 000 Pfd. ln Aussicht genommen. Als technischer Leiter ist der Direktor einer großen Budapcster Zementfabrik, der zugleich auch der Leiter des Budapcster ' Zementsyndikats ist, vorgesehen. Die Erbauung der Zementfabrik wird für ein ganzes Jahr 300 bis 400 Arbeitern Beschäftigung geben. Im Betrieb selbst werden nachher ebenfalls 300 bis 400, eventuell auch noch mehr Arbeiter zu tun haben. ' Die Fabrik wird ungefähr 10 km von Haifa auf dem Wege nach Emek Jesrccl errichtet. Herr Nassatissin begibt sidi dieser Tage mit Jng. Ruten b erg nach Palästina, um sich über die Einrichtung der für die Zementfabrik nötigen elektrischen Installationen schlüssig zu werden. Es liegen zwei Alternativen vor: entweder eine besondere elektrische Anlage für die Fabrik oder ein« Anlage, die gemeinsam für die Elektrizitäts- I Belieferung der Stadt Haifa wie auch der Fabrik sorgt. (Ziko.) Die italienische Gesellschaft Oamblno & Co., die soeben den Bau von 11 Häusern in der Haifaer Siedlung ״Beth Gallirn“ beendet hat, verhandelt mit einer anderen jüdischen Siedlung in Haifa wegen des Häuser- Daus für 20 Familien. Die Gesellschaft kreditiert den Bauherren die Hälfte der Baukosten für zehn Jahre, j 1 n: pinn1 ij t_ . a f, j tiü Montag, den 5. Novembnr, abends pünktlich fl'/! Uhr im lioton Sani den BrUdorveroinpSmiisos, Knrittrsfonstr. 115, ד״ד^״״י׳ד:־־..י7״ין די׳ J ויי־י-י״’׳י׳ת א,י־ז י״,.ןל| ן"», " •~vgn *ץ!11:0 ft Hil# Uw Itoforonton di« Jlrirrcn: Kurt 15111 m 0 n f e 111, I>r. Arthur II tntko, Dr. Viktor Jacobson. Iur.1t men c!311*!lg״QSür dor11.z.u. und orcsrüiterlo p6rlQ!;rounß8. Etarllnor Zionistischei VoroInlQsing, Gruppe ISfest i. A.: D r. A ין f n 1. VcfiTiiöcbtc jMatfmcMeii Gegen die Jüdische Einwanderung nach Frankreich Paris. (J. C. B.) In den letzten Tagen sind mehrere antisemitische und reaktionäre Zeitungen mit Artikeln gcgcndiczunchmendejüdischcEinwandcrurig in Frankreich hervorgetreten. Nach Mitteilungen dieser Blätter sind In der letzten Zell eine größere Anzahl von Juden aus Polen und Rumänien zu dauerndem Aufenthalt in Frankreich «ingetroffen. Die Zeitungen sprechen die Befürchtung aus, daß die jüdische Einwanderung Massen- Charakter an 11 eh ine 11 wird und fordern Gegenmaß na 11 men. Interessant ist, daß auch der Journalist Alfred Oulman, ein Jude, in seiner Zeitung, ״Le petit Bleu“, iür Einschränkung der jüdischen Einwanderung cintritt. Neue nr.llsemilischc Skonti31c an der Wiener Universität Wien. (J.C.B.) Die Wiener völkische Studentenschaft hat ihre 'Drohung, die Ernennung des Professors Dr. Fisch 1 zum Dekan der medizinischen Fakultät und des Oymnasialprofcssors Dr. Kappel mach er zum außerordentliehen Professor an der philosophischen Fakultät mit Skanda len zu beantworten, prompt wahr gemacht. Als Prof. Dr. K a p pc hn a ch e r den Hörsaal betrat, um seine Antritts- Vorlesung über Spät lat ei 11 zu halten, fand er den Hörs.ial von einer Menge junger Leute besetzt, die ihn mit dein Ruf ״Saujud״ empfingen. Das Schimpfen und Lärmen hörte auch nicht auf, als der Professor zu sprechen begann. Professor Kappclinaehcr mußte die Vorlesung abbrcchcn und den Saat verlassen, wobei ihm die Studenten ״Saujud" und andere Beschimpfungen nachriefen. Der Rektor der Wiener Universität, der Theologe Dr. Döller, ließ auf dem schwarzen flrett der Universität eine Kundmachung anschlagen, in welcher den Urhebern des Skandals die schärfste Mißbilligung ausgesprochen wird und strenge Maßtege ln angckfitidigt werden. Der Rektor ordnete an, daß bei der Wicdcraufnahhme der Vorlesungen Kappeltnachers am 29. Oktober nur die Inskribierten Hörer Zutritt erhalten sollen, Posroinagii,־»lion der litauischen Regicrungsprcssc Kowno. (J.C. B.). Dm Organ des litauischen Schützenverbandes ״Trimitas“, welches den Rcgicrungskrcisen sehr nahe steht, führt in ihren letzten Nummern «ine Sprache gegen die Juden, die man als direkte Aufforderung zu Pogrom eil deuten kann. Da cs bekannt ist, daß ״Trimitas“ mit litauischcn Staatsgeldcrn erhalten wird, hat die jüdische Sejmfraktion beschlossen, bei der Regierung wegen der Pogrom- Propaganda dieses Blattes zu intervenieren. Kowno. (J. C. B.). Die antijüdischen Anschläge der litauischen Fnscis'.en setzen sich fort. In mehreren Provinz- Stadien wurden wiederum sämtliche jüdischen Gcschäftssdüidcr mit Teer beschmiert, ln Mariampol haben die Fascistcn die jüdischen Betbätiscr mit Kreuzen bemalt und auf dein Friedhof die Grabdenkmäler demoliert. Volkszählung in Litauen K o w n o. (J. C. B.). Bis jetzt liegen aus 17 (von 24) Rayons die Resultate der Volkszählung vor. In diesen 17 Rayons zählt man im ganzen 1 432COO Einwohner, darunter 1 248 252 Litauer, 117 02b Juden, 52 »)43 Polen, 23700 Russen, 12004 Deutsche, 13 410 Letten, der Rest Ausländer. Die Kownocr jüdische Tageszeitung ״Jüdische Stimme" bemerkt, daß diese Ziffern eine bedeutende Verminderung der Angehörigen der nationalen Minderheiten fcststellen, weshalb man ln ihrer Beurteihmg sehr vorsichtig sein muß. Die Nationalralswablcn in Litauen Kowno. (J. C. B.) Wie dem J. C. ^.-Vertreter seitens der Hauptwahlkommission initgcteilt wird, liegen, abgesehen von 15—IS kleineren Orten, die für das Endresultat ohne Bcdciitung sind, die Endergebnisse der Wahlen in den jüdischen Nationalrat vor. Abgcstinunt haben 43635 Wahlberechtigte. Die Mandate verteilen sich unter den Parteien h folgender Weise: Zionisten 19, Misrachhten 18, Zelrc-Zion-Hitachduth 11, linksgerichtete Arbciterliste 10, Zc'irc-Zion-Wcltvcrband 8, Handwerker 6, Volkspartci 4, Linke Poalc-Zion 3, zusammen also 79 Mandate. Welcher Partei das €3. Mandat Zufällen wird, ist noch strittig. Die Krakauer antijllßlschcn Attentate vor Gericht Warschau. (J. C. B.) Wie jetzt bekannt wird, wird in allernächster Zeit vor dem Warschauer Kriegsgericht die Vcrh a n d 1 u n g gegen diejenigen Personen etattfinden, die bcschuldigt werden, im vergangenen Frühjahr gegen das Haus des Krakauer Universitätsprofcssors Natarasobn ein Born• benatten tat verübt, ferner das Gebäude der Krakauer in polnischer Sprache erscheinenden zionistischen Tageszeitung ״Nowy Dziennlk“ durch einen Bombenwurf demoliert zu haben. Der Prozeß findet deshalb vor dem Kriegsgericht statt, weil die Attentäter Oberleutnant Baginski und Leutnant Wierzorkewicz, im aktiven Militärdienst stehen. Die Bekanntgabe über das Stattfinden des Prozesses hat hier um so mehr Ucberraschung Itervorgcrufen, all bis jetzt über die Ergreifung der Attentäter kein Wort vcrlaufet war. Man erfährt erst jetzt, daß die Verbrecher achon längere Zeit In Untersuchungshaft sind. In der zweiten Beraiung der jüdischen Genossenschäften Osteuropas, die den 4. November in Berlin stattlinden soll, wird in erster Reihe die Frag« der Schaffung einer ZentraleinkauHsteUe dieser Qc• nossenschaften zur ,Verhandlung stehen. , I Gruppenverband Obcrscltleslen Sonntag, den 11. November, vormittags 10 Uhr, fizsefet ln Bcuthcn (O.-S.) (Logenräume) ein Gruppen verbind*, tag statt Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Ortsgruppen. 2. Unsere Aufgaben nach dem Kongreß. (Ref.: Dr. Alfred Landsberg, Berlin.) 3. Unsere Stellung in der Gemeinde. (Rcf.: Rechtsanwalt Wunderlich und Arnold Wiener.) 4. Wahl des Vorstandes. 5. Eventualia. Jeder oberschlesische Zionist erscheine! Der Vorstand L A.: Dr. Wc i ßni a nn. Jm Anschluß an die Tagung findet nachmittags, 4</t 1% In den Logenräumen eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr E>r. Landsberg über das Thema ״Zionismus — «ine Antwort auf die Zeit״ sprechen wird. Hochschule für die Wisscnschail des Judentums Vorlesungen im Winter-Semester 1923/24. Herr Dr. Bacck wird lesen: 1. Midrasch Wajikra rabba, 2 Stunden, Dienstag von 8—10 Uhr. 2, Homiletisch« Uebun’ gen, 2 Stunden,!־'reit,1g von 8—10 Uhr. 3. Besprechung päda• gogischcr Fragen, II, 1 Stunde, Freitag von 10—11 Uhr, Herr Prof. Dr. Bauet 11 wird lesen: 1. Talmud Bab, Gittin, Kap. IV, 4 Stunden, Montag und Donnerstag von 9—11 Uhr! ~ Talmud Jcr. Bcrachot, Kap. II, 1 Stunde, Sonntag voä -10 Uhr. 3. Tur und Schulchan Aruch Jore Dca, Hü, Schcclvita, 2 Stunden, Montag und Donnerstag von 11—12 Uhr. Schuld!,in Aruch, Hil. Oiitlin, 1 Stunde, Montag von 12—1 Uhr 5 Mischne Fora, Hil. Schahbat, 1 Stund«, Sonntag von 10—11 Uhr. 6. Einleitung in den Talmud, 1 Stunde, Donnerstag von 12—1 Uhr. Herr Prof. Dr. El bogen wird lesen: 1. Talmud Rösch Haschana, Kap. III und IV, 4 Stunden, Montag und Donnerstag von 8—10 Uhr. 2. Geschichte der nadibiblischcn jüdischen Literatur. II, Teil, 2 Stunden, Mittwoch von 8—10 Uhr. 3. Die ältesten Niederlassungen der Juden in Europa, 1 Stunde, Dienstag von 10—11 Uhr. 4. Erklärung hebräisdicr Geschichtsquellen, 1 a/3 Stunden, Freitag von 9—10V3 Uhr. Herr Prof. Dr. Outtmann wird lesen: 1. Geschichte der jüdischen Rcligionsphüosopbic des Mittelalters, II, Teil 2 Std״ Dienstag und Freitag von 10—11 Uhr. 2. Interpretation von Saadias Einunot wc LX>ot, 2 Stunden, Dienstag von 11—1 Uhr. Lektüre ethischer Texte (für Anfänger), 2 Stunden, Mittwoch von II—1 Uhr. 4. Besprechungen über rcligiomphilosopiiisclic und rcligionspsyclK»logische Probleme, 2 Stunden, Freitag von 11—1 Uhr, Herr Dr. Torczyncr wird lesen: 1. Jeremia und seine Zeit (Fortsetzung), 2 Stunden, Montag und Donnerstag 12—1 Uhr, 2. Jüdische Cibclkommentare und Targum zu den Propheten, Montag und Donnerstag 11—12 Uhr. 3. Von Samuel bis David, 2 Stunden, Montag und Donnerstag 10—11 Uhr. 4. Kchcleth (Vorlesung in hehr. Sprache), 1 Stunde, Sonntag 11—12 Uhr. 5. Bibclwisscnschaf fliehe Probleme, 1 Stunde, Sonntag 10 bis 11 Uhr. Herr Dr. Freund wird lesen: Die Stellung des Judentums in Deutschland nach der neuen Reichsverfassung. 2 Stunden, Mittwoch 7—9 Uhr abends. In der Präparandic werden, wie bisher, Kurse über Bibel und Kommentare, hebräische Granynatik. Misclma, und das Gebetbuch von den Herren Dr. Grüntha! und Dr. Rosenthal laut Anschlag am schwarzen Brett gehalten werden. Alle Vorlesungen una Uebungcii sind unentgeltlich. Die Eröffnung des Wiiiter-Scmcstcrs erfolgt Dienstag, 23. Oktober 1923, 11 Uhr vormittags. Als Zuhörer für die Vorelsungen sind in erster Linie immatrikulierte Studierende der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Fakultät — in Aussicht genommen. Auel! andere Personen können auf Orund besonderer Ermächtigiing an den Vorlesungen tcilnchmcn. Die Anmeldung erfolgt bei dem derzeitigen Vorsitzenden des Lehrer-Kollegium», Herrn Rabbiner Dr. 6»eck, am Dienstag, den 23״ und Freitag, den 26. Oktober 1923, Artiileriestr.' 14, I, Zimmer 6 sowie in seiner Sprechstunde Dienstag und Freitag 10—11 Uhr vorm. JMIscIi-llicologtsclics Seminar (Fracnckdsche Stillung) Breslau Verzeichnis der Vorlesungen für das Winter-Semester .1924׳ 1923 1. Seminar-Rabbiner Professor Outtmann: al Talmud stat. Kidduschlm (ausgew. Abschn.) Ober-Abt b) Dezisoren: Jorc Dca 1— 28. O. A. c) Talmud Curs. Pcsachim 2—3. Abschn. Mittel-Abt. d) Einleitung in die Religion gesetze O. A. 2. Dozent Dr. He Ine mann: a) Die Reiigionsphilosophie Saadias und Bachjas. b) Lektüre aus Crescas Licht Oottcs. c) Philo und die Halncha (Uebungcn). d) Midrasch rabba zur Genesis, c) Homiletische uebungcn. f) Hebräische Grammatik für Fortgeschrittenere, g) Rasen! zur Thora, h) Dczisoren: Malmonides und Schulchan Aruch Orach Chajim. M. A. 3. Dozent Dr. Lewkowltz: a) Der Seelenbegriff in der Psychologie der Gegenwart, b) Geschichte der neueren Reiigionsphilosophie (von Spinoza bis Kant), e) Uebungcn zu Spinozas Ethik (Fortsetzung), d) De Nachbarreiigioncn des alten Israel, e) Religionsgeschichtliche Uebungcn. i) Zur Methodik des jüdischen Religions-Unterrichts. 4. Dozent Dr. Rabin: a) Bibel: Hiob (O. A ). b| Bibel: Jeremias (U. A.). c) Die hebräische Grammatik bei den Jüd. Kommentatoren des Mittelalters, d) Geschichte der Juden vom Einzug in Palästina bis zur Zerstörung des Tempels, e) Die hebräischen Quellen zur Geschichte der Juden in Rußland im 19. Jahrhundert. Ucb, f) Talmud curs, Chullin 3, Abschnitt O—A, r) Talmud stat. Sanhcdrüi 6 und 7, Abschnitt M—A. Aufnahmeprüfung am 25. und 26. Oktober. Beginn der Vorlesungen am 23. Oktober. Frelo Jüdische Volkshochschule, Der Beginn des Vor* trag« von Herrn Dr. Weil ist auf Montag, den 26. No* veinbcr verlegt worden. Berliner Zionistische Vereinigung. Wir machen hierdurch besonders aul die Veranstaltung der Gruppe West am Montag, den 5. November, abends pünktlich *V! Uhr, im Roten Saal des Rrüdervereinshauses, Kurfürstenstr. 115, aufmerksam, in der die Herren Kurt Blumcnfcld, Dr. Arthur Hantkc und Dr. Viktor Jacobson über die vorwöchentliche Londoner Sitzung des Grollen Actions-Comitös berichten werden (s. Inserat). Die Saaltiiren werden, worauf nochmals aufmerksam gemacht wird, nach Ablauf des akademischen Viertels mit Beginn des einleitenden Referates geschlossen. Hebräische Sprachschule In Berlin. Der Unterrieht In der Anfängcrklass« für Erwachsene beginnt Sonnabend, den 3. November, >37 Uhr abends in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artiileriestr. 14. I. p>* Klasse wird 2—3 mal wöchentlich (4—5 Stunden) Unterricht haben. Der genaue Stundenplan wird in der erste» Unterrichtsstunde testgesetzt werden.

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