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Jüdische Rundschau · 1923-10-26 · Heft 92 (26.10.1923) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 92 (26.10.1923)
Date
1923-10-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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33/b üsSSU iääm ר־ *| ffmm"^j ן«י״יי*״ן '1 1' \ 1 '.] : \ ^K%»y>»w1w^ |T.. ■ «»11,^ \ 77 11. Redaktion und Verlag W 15. Sächsische Straße 8. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,10 Goldmark. Berechnung zum Taget,kurs. ^«!•ndanbosnrmcota wardea io dar Wihrung der «inseloen Linder berechnet. Berlin, 26. X. 1923 Nummer 92 / pgng*mEauss3BB3catss&s 0er Zionismus erstreb! für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.Il., Berlin W15, Siichsinehe Straße 8. — Telepkon; Amt Biatzlvurg 6697, 6698 u. <1699. A 01:• i jj cn p r © I ■1 limmlprci• 100 M., i'fitntlientnzeigta 35 M. mal vSchlusiei/ahi des Verein* ü«uUd1«*r ZtrilimgiVfrlcgcr, ItcuUi UOflO000, l'ürtnd-pr.An/rigen!50% Aufschlag. Hr Aualnndiiaacrfttc lOO^VtlulftKutchUg AiwrlilnjtcMußi J> i e n 1 1 n g und Freitag nachmittag 4 Uhr. Telephon: Pfalzburg 6697u, 6698. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. G' r Oesterreichs Po!.t»j>nrka״־cnamt Wien, Konto Nr. 156030. rur l achcchoslownkct:!*oüsparknssenamt Prag, Konto Nr.59410, ,(cdiiktionsscliliiß Sonntag und Mittwoch nachmittag. - ם״ז טרחשה׳ תרס״ר rechtlich goaitharton Halmstätte in Paiäatlna. XXVIII. Jahrff. ,,Baseler Programm.“ Der amerikanisch - jüdische Kongreß Die Paläslinarcsolulion New York. (J.C, B.), Der amerikanisch-Jüdische KongreB hat eine feierlich« Resolution angenommen, in der er ״mit Anerkennung von dem hochherzigen Schreiben des Präsidenten Coolidgc an den jüdischen Kongreß, in »•eichen! der Präsident seine Sympathie mit dem Aufbau Palästinns als jüdisches Nationalhcirn ausspricht, Kenntnis nimmt.“ Im Zusammenhang mit den politischen Kundgebungen des lctz:en Zionisten-Kongresses in Karlsbad wird in der Resolution erklärt: ״In voller Anerkennung der Schwierigtoten, «lic die vornehme Aufgabe der englischen Regierung erschweren, ersucht der Kongreß achtungsvoll die cnglis ehe Regierung, alles zu tun, um die Fehler, auf die der Zionisten ־ Kon g rcß hinge wiesen hat, gutzu-' machen. Ekr amerikanisch-jüdische Kongreß fordert die Palästina-Regierung auf, mit dem Ausschrciben der projektierten Anleihe zwecks Entwicklung der natürlichen Quellen Palästinas nicht Länger zu warten. Der Kongreß spricht das Vertrauen aus, daß die Anleihe von den Juden in der ganzen Welt gestützt werden wird, sofern es klar sein wird, daß das jüdische nationale Heim ebenso aus der Anleihe gleichen Nutzen u׳ic die übrigen Bevölkcrungskreise Palästinas ziehen wird.“ Gleichzeitig gibt der Kongreß gegenüber den Arabern Palästinas seinem aufrichtigsten Wunsch nach Frieden, Vertrauen und brüderlicher Zusammenarbeit Ausdruck, damit der Wiederaufbau und die Ncubclcbung des zerstörten, vernachlässigten, halbwüstcn, aber höchste historische Bedeutung besitzenden Landes, in welchem die beiden Rassen wohnen, sieh im Interesse der Zivilisation vollziehen können. Der jüdische Kongreß fordert die Araber auf, zu berücksichtigen, daß über 1850 Jahre lang die 1 loffnungtn und Gebete des jüdischen Volkes auf Palästina gerichtet waren und daß die Rückkehr einer größeren Zahl Juden in dieses Land der Bevölkerung Segen bringen und eine Brücke zwischen Ost und West bauen wird. Der Kongreß ist davon überzeugt, daß die Araber Palästinas ihre jüdischen Stammesverwandten brüderlich empfangen, in Anerkennung des Geistes der Balfotir-Dchlaration, laut welcher sämtliche Teile der Bevölkerung Freiheit und Selbstverwaltung erhalten sollten. Der Kongreß begrüßt alle Kreise der christlichen und mohammedanischen Welt, die Interesse für das heilige Land hegen. Wir glauben und beten dafür, daß Jerusalem — wie die jüdischen Propheten verkündet haben — noch in unseren Tagen als das Zentrum des Weltfriedens für alle Völker, Rassen und Konfessionen aufgebaut werden soll; wir glauben ferner, daß die Finsternis, die die Entwicklung der Zivilisation heute bedroht, verschwinden wird und daß die Völker zum Wohle der Menschheit in Eintracht arbeiten werden. Galuthpolilik Der jüdische Kongreß' in Amerika hat beschlossen, zur Prüfung der Lage der jüdischen Bevölkerung in jenen Ländern, in denen sic V c r f o I g u 11 g e n ausgesetzt ist, eine besondere Kommission einzusetzen. Der Kongreß hat in einer weiteren Resolution die gegen die Juden gerichtete Bo yko 11 b c w c gu n g, sowie die Agitation zugunsten der Einführung eines Nu merus clausus für die jüdischen Studenten an den H-ochschulen verurteilt und erklärt, der Kongreß werde den Juden, die in den verschiedenen Ländern einen harten Kampf für Gleichberechtigung und Minderheit«rechte führen, Hilfe bringen. Der Kongreß stellt mit Genugtuung fest, daß die neue Konstitution in Rumänien den Juden Gleiclib c re eh- 1 i g u 11 g gewährt hatte, andererseits aber spricht der Kongreß über die Pogrome und die Agitation gegen die jüdischen Studenten in Rumänic n sein Bedauern aus und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierung alle ihre Kräfte daran setzen wird, um die gegen die Juden gerichtete Tätigkeit zu unterdrücken, j Der Kongreß hat endlich beschlossen, für eine ReorganisierungdesKo m i tces der jüdischen Dele- Ration in Paris eiiizntrctcn und eine Sonderkonferenz der an dieser Angelegenheit interessierten Organ!• a t i o n e n einzuberufen, •j Zu leidenschaftlichen Debatten gab der Plan der Errichhing einer besonderen Körperschaft zur Führung der Erzichungsarbeit unter der jüdischen Bevölkerung Anlaß. De orthodoxen Elemente sprachen sich entschieden gegen diesen Gedanken aus. Der Vorschlag wurde an ein Komitee zur Prüfung : j überwiesen. Neuwahlen Der Präsident des amerikanisch-jüdischen Kongresses, Na- •tan Strauß, ist zum Ehrenpräsidenten, Rabbi Dr. Stephen s• Wise zum Präsidenten, George I. Fox zum Schatzmeister, Judge Aaron Levy und Samuel Untermyer zu Vizepräsidenten, > Keuben Brainin und Joseph Barondeß zu stellvertretenden vizcpräsidenten gewählt worden. Bernard Richards wurde t Wiederum zum General-Sekretär des Kongresses ernannt. ״Vlorning Post*‘ über Zangwills Rede i h London. (J.C.B.), Die aitizionistische ״Morning ' sagt über die Rede ,Zangwills auf dem amerikanischl jüdischen Kongreß in ihrem Leitartikel folgendes: j .,Obwohl Zangwill den amerikanischen Juden erklärte, ] "0י der politische Zionismus tot sei und daß die Schicksals- *hmde vorbei ist, setzen die zionistischen Ex Ire- ®!*ten Ihre Bemühungen fort, den Arabern in Pa- An unsere Abonnenten I Bel den dauernden starken Kursschwankungen kann der Verlag ״Jüdische Rundschau“ seinen Lesern ln Deutschland das Blatt nur noch aui Basis der Goldtnarkberechnung liefern. Die Gebühren betragen pro Monat Goldsz&ark« So lange eine stabile Wahrung noch nicht elagclührt ist, kann die Zustellung der Zeitung in Zukunft nur an diejenigen Abonnenten erfolgen, die den festgesetzten Betrag •von 1,10 Goldmark, berechnet nach dem Tageskurs der Einzahlung, auf das Postscheckkonto: Berlin 17392 eingezahlt haben. Die Ortsgruppen und Verclno sind auigefordert worden, die Goldmarkgebühren, wie früher ron den-Mitgliedern der Gruppe, die das Blatt zugesteUt wünschen, cinzuzichen, die cingczogcncn Betrüge solort wertbeständig anzulegen und auf schnellstem Weg« an unseren Verlag gelangen zu lassen. Plc ״Jüdische Rundschau'1 wird nur weiter erscheinen kttnnco, wenn diese neuen, den Verhältnissen entsprechenden Maßnahmen־ duroh'g'cTiihrt werden. Wir erbitten hletbcl die Unterstützung unseres gesamten Leserkreises. Verlag ״Jüdische Rundschau“?;;; Berlin W15, Silclisische Straße 8 Postscheckkonto : Berlin 17392 L. Z7:’ ''!ZI Z~T~~ 3:ü lästina eine Regierungsform nufztizwiitgen, die ihnen zuwider ist. Von Zeit zu Zeit schlug Sir Herbert Samuel, der als — vielleicht unbewußtes — Werkzeug der Zionisten handelt, den Arabern Konzessionen auf dem Gebiete der gesetzgebenden und exekutiven Macht vor; die Konzessionen waren aber so wertlos und absurd, daß sie die gewählten Führer der arabischen Bevölk erung immer wieder ab ge Ich 11t haben. Es ist klar, «laß die Araber, die 93 <0/י der Palästina-Bevölkerung ausmachen, unmöglich eine der zionistischen Agency ähnliche arabische Agency als eine gerechte Befriedigung ihrer Ansprüche anschcn können. Zwischen der arabischen Agency, deren Tätigkeit an f den Schutz der arabischen Rechte In Palästina beschränkt sein soll, und der Jewish Agency, die hinter sich den ganzen Einfluß und das Wohlwollen der internationalen Judenheit hat, besteht ein himmelweiter Unterschied. Jerusalem, das gestern die Herrlichkeit eines Traumes vor- ■ spiegelte, ist heute der Schauplatz einer sinkenden Sache." Hussein In Transjordanlcn? Jerusalem, (J.C. B.) ״El Karmel“ verzeichnet wieder die Nachricht, daß König Hussein von Hedjas demnächst in Transjordaiüen cintrcffcn wird. Die Zeitung fordert die arabische Exekutive zur Zurückhaltung in den Unterhandlungen mit der Palästina-Regierung auf, damit den zu erwartenden Schritten König Husseins nicht vorgegriffen werde. Reibungen zwischen den arabischen Parteien in Palästina Jerusalem, (J. C. B.) Die in Haifa erscheinende arabische Zeitung ״Annnphir“ teilt mit, sic habe eilt von den Dorfältesten aus 16 arabischen Dörfern unterzciclinctes Schriftstück erhalten, in welchem die Unter- Zeichner erklären, daß sie die muselmanische nationale Vereinigung nicht als ihre Vertretung anerkennen. Die Zeitung ״Bab el Makdes“ klagt darüber, daß unter den Arabern eine Disharmonie herrscht und ständig Differenzen auszutragen sind, während die Juden, Zionisten und Nichtzion ist cd alle einig sind. Die Zeitung greift die vor kurzem gegründete arabische Partei an und fordert alle Araber zur Einigkeit auf. Ruihenberfl In Wien Wien. (J. C. B.). Dieser Tage weilte Ingenieur Ruthenberg in Wien. Er hat liier mit zionistischen Kapitalisten und Industriellen wegen deren finanziclller Beteiligung an den! Elektrifizicrungs- וmd Kanalprojekt Palästinas verhandelt. Wie es heißt, ist cs ihm gelungen, eine Anzahl Kapitalisten für seine Pläne zu gewinnen. , , , Wrisctwltekrlsc in Syrien Damaskus. (J.C.B.) Der syrische Korrespondent der arabischen Zeitung ,,Al Siassa“ beneidet über eine schwere wirtschaftliche Krisis, die augenblicklich in Syrien herrscht. Die Krisis soll durch drei Momente verursacht worden sein: Zerstückelung Syriens in einzelne Provinzen, Vcrnachlässig 1mg der Landwirtschaft und Schwäche der Industrie. Die Zeitung konstatiert eine scharfe Steigerung der Preise sämtlicher Produkte, die aus Syrien nach Obcrlibanon und umgekehrt ein- und ausgeführt werden. Dies Ist eine Folge der politischen Gegensätze zwischen den beiden Provinzen. Zusammenfassung der Kräfte Es gibt eine fundamentale Wahrheit, die als einr der wichtigsten geschichtlichen Lehren aus der Politi/7 illcr Völker in den Jahren seit Kriegsende für die Zt. unift gezogen werden kann. Ihre mathematische Formel lautet, daß die innere Politik eine Funktion der äußeren zu sein hat, nicht aber umgekehrt. Dem Volke, das seine außenpolitische Führung durch inucrjiolitischc Interessen, Einflüsse und Strömlingen bestimmen und lenken läßt, ergeht cs nicht anders wie dem Einzelnen, dem es in dem steten Kampf um die Selbst bcliauptung an Selbst b e h c r rsc 1111!1 g, ruhiger Entschlossenheit und sicherem Auftreten, mangelt. Es genügt nicht, stark zu sein, man muß auch so erscheinen. Wohl genügt cs aber häufig, stark zu scheinen, auch wenn diese Starke im Grunde vielleicht gar nicht so gesichert ist. Es gibt für unser Volk, ein werdendes wie kaum ein anderes imt Sinne einer Völkcrbiologie, ein wundervolles Dichterwort, das ihm als ständiges Motto seiner Politik vorschweben sollte: ״So laßt mich scheinen, bis ich werde.“ Jede schöpferische Entwicklung bringt unausbleiblich Krisen, Risse und Sprünge mit sich, die 'überwunden werden müssen, Es kommen Augenblicke der Schwäche, des Rückfalls, der Reaktion, in denen es viel mehr als vielleicht zu Beginn darauf ankommt, ״durchzuhalten“, um cs in der landläufigen Terminologie auszudrücken. In solchen Augenblicken darf es niemals scheinen, als ob ein Volk sieb selbst aufgibt, auch wenn die Situation noch so verzweifelt aussieht. Die Erkenntnis dessen, was ist, darf nicht zur Anerkenntnis dieses Seienden führen, der politische Realismus darf nicht die ausschließliche Komponente des Denkens des Volkes werden und nicht seine primäre, wesentlichere und stärkere, den politischen Idealismus, überdecken. Es ist nichts! anderes als die Transponierung des oben erwähnten Satzes von der ausschlaggebenden Bedeutung des außen« politischen Faktors auf das sittliche Gebiet, wenn gesagt wird, daß die Zukunft eines Volkes nicht davon ab» hängen darf, was es kann, sondern was cs in u ß. Ein Volk in u ß können oder es muß untergeben. Parallelen liegen zu nahe, als daß sie hier ausgeführt zu werden brauchten. Uns handelt es sich hier darum, ohne Vergleich mit anderen Völkern und auch nur in flüchtige!* Berührung der fast haarscharf gleichen inneren Situation des deutschen Judentums auf ein politisches Prinzip aufmerksam zu machen, das sich in der letzten Zeit immer stärker iin jüdischen Leben durchzusetzen scheint. Dieses Prinzip ist nicht nur von der Zionisti« sehen Organisation, sondern auch schon von weiten, utig früher vielfach fremd und sogar feindlich gegenüber* stehenden Kreisen sanktioniert worden. Es ist der heute immer mehr hervortretende Oedanke der Koalition, der in den Judenheiten einer stets größeren Anzahl von Ländern zum Durchbruch gelangt. Der Historiker des Judentums nach dem Weltkrieg wird, wenn diese Ent* Wicklung, wie wir hoffen, weiter geht, dieses Kapitel der jüdischen Geschichte mit der Ucbcrschrift versehen können: ״Das Zeitalter der Koalition.“ — Der Anstoß zu dieser Entwicklung kam von außen her, von der wachsenden antisemitischen Bedrohung, die eine Folge der inneren Erschütterungen durch den Weltkrieg ist Zeitlicli liegt der Ursprung des jüdischen Koalitions« gedankens auch schon in den Jahren des Weltkriegs, Das neue jüdische Zentrum in Amerika, das sich —«׳ wie kaum ein anderes großes jüdisches Zentrum —> politisch frei entfalten konnte und gleichzeitig mit denf Ueb-crgewicht der Vereinigten Staaten in der Weltpolitik auf Grund seines inncramcrikanisc'hcn Einflusses eine ausschlaggebende Rolle für das Wcltjudcntinn gewonnen hatte, begriff zuerst die völlig veränderte Situation des jüdischen Volkes und gab in! Kongreßgedanken, eine der sinnfälligsten und einfachsten Ausdrucksformcn des Koalitionsprinzips, die richtige Antwort. Von da ab hören in allen Ländern die Versuche nicht auf, eine einheitliche jüdische Front hcrzustcHcn, Es genügt, nur die bcdcutungsvollsten Ereignisse der jüdischen Politik der letzten Jahre aufztizählcn: die Einigung der jüdischen Parteien bei den letzten Wahlen ins polnische Parlament, die so erfreulich« Resultate hatte, die Koalicrung verschiedencr jüdischer Richtungen erst in den letzten Wochen bei den Gemeindcwahlcn in der Tscheche►* Slowakei, bei denen die jüdischen Kandidaten auch gegen« über den beträchtlichen Zahlen aus den Wahlen im Jahre 1910 einen sehr erheblichen Stimmenzuwachs zu verzeichnen hatten, und die Einigung der Wiener Zio« nisten mit der deutschöstcrrcidiischcn Israelitischen Union( und anderen jüdischen Kreisen bei den Parlaments- und Gemeindcwahlcn. die am letzten Sonntag stattfanden. Wenn auch Infolge der ungerechten Wahlbestimmungcn, die den Ausschluß jeder kleineren Partei bezweckten und die Mandate den drei großen Parteien sichern sollten, der jüdischen Partei ein Wahkrfolg nicht beschicden war. und cs nur gelang, in den Gcmcindcrat einen Vertreter zu entsenden, so wär der Gedanke des Wahlbündnisse* l

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