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Jüdische Rundschau · 1923-10-09 · Heft 87 (9.10.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 87 (9.10.1923)
Date
1923-10-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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:4m pk Ipf m i|§ ,yf$ | teil Bip J;Ü f0& HÜ I 11!.; Seite 518 IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 8? auch die Garantien, die von den Poale-Zion gegeben wurden. Für sie hat mit Ausnahme des amerikanischen Verbandes durchweg Herr Kapl.msky persönlich garantiert. Seine Garantie beläuft sich auf nicht weniger als rund 50 £. Wir müssen gestehen, daß es uns unverständlich ist, wie das KongreBgerieht zu einer solchen Entscheidung kommen konnte, die offenbar so sehr im Widerspruch gerade zu denjenigen Bestimmungen des Organisationsstatuts steht, zwecks deren Aufrcchtcrhaltung der vorige Kongreß die Konipetenz des Kongrcßgcrichts in so weit gehendem Maße ausgedehnt hat. Es muß doch sehr ernsthaft darauf hingewiesen werden, daß die Zionistische Organisation es auf die Dauer nicht wird ertragen können, wenn bei den Wahlen zum Kongroß mit zweierlei Maß gemessen wird. Wir wollen gar nicht untersuclicri, was die Garantien wert sind, die gegeben wurden. Wir haben hinreichend Grund zu der Annähme, daß solche Garantien nicht sehr ernst genommen werden. Im Bericht der Exekutive an, den XIII. Kongreß heißt cs z. B., daß die amerikanische Organisation einen Schuldschein von 27 000 Dollar (!) für die Schekclsammlung des vorigen Jahres nicht eingelöst hat, und cs ist im Zu- »ainmenhang damit interessant, daran zu erinnern, daß dieser Schuldschein auf der Jahreskonferenz gegeben wurde, um nachträglich das Wahlrecht der amerikanischen Föderation für die von ihr zur Jalircskonfercnz entsandten Delegierten festzustelicii. Es mag sein, daß die Bestimmungen über den Schekel falsch oder unzulänglich sind; solange sie aber in Geltung sind, müssen sie beachtet werden. Es gebt auf die Dauer nicht 'an, daß es Verbänden, die ihrer Pflicht gegen die Exekutive treu und redlich nachkommen, bei dem Kongresse regcl- "mäßig so geht, wie dem braven Kinde, das gezüchtigt wird, indes das ungezogene Kind sich an den Milclinapf setzen darf, ,Wir sind gespannt, wie sich das Kongrcßgcricht beim nächsten Kongreß verhalten würde,' wenn etwa alle Verbände mit Garantieverpflichtungen statt mit cingezahltcn Schekeln erscheinen und daraufhin eine ihnen irgendwie angemessen erscheinende Zahl von Delegierten verlangen wollten. Alle diejenigen, die in der Einsetzung des Kongreßgerichtes als einzige Instanz für die Prüfung der Kongreßwahl einen wesentlichen Fortschritt auf dem Wege zur Gesundung unserer organisatorischen Verhältnisse erblickt haben, sind außerordentlieh enttäuscht und müssen erklären, daß die Entscheidung des Kongreßgerichtes bei der Legalisierung der Wahlen einen weiteren Schritt auf dem Wege der Desorganisation und der Deformierung der Zionistischen Organisation bedeutet. Es wäre wohl an der Zeit, daß alle, denen daran gelegen ist, daß gesunde und legale Verhältnisse innerhalb der Organisation herrschen, sich zusammenscliliencn, um derartigen Mißbräuchen, wie sie hier offensichtlich geworden sind, ein für allemal einen Riegel vorzuschieben. Es ist überaus bedauerlich, daß das Kongrcßgcricht sidh dieser Aufgabe nicht gewachsen gezeigt hat und daß mit Recht die Frage gestellt werden kann;!Wozu haben wir ein Kongrcßgcricht? Julius Berger. Hebräisches Pädagogium in Wien, Das Sekretariat des Hebräischhcn Pädagogiums, Wien, teilt mit: Das Hebräische Pädagogium, das nunmehr in sein sechstes Tätigkeitsiahr tritt, besteht jetzt, nachdem seine untere Abteilung zur Heranbil- «hing von hebräischen Kindergärtnerinnen mit Schuljahr 1922/23 äufgclassen werden mußte, ausschließlich aus dem oberen Hochschulkurs, der in vier Semester zerfällt. Der Lehr- Icorper dieser Anstalt besteht aus dein Rektor Oberrabbiner Pnof. Dr. Chajes (Bibel), Prof. Aptowitzer (Talmud., Rcl.gionsphilosophie, Midrasch), Dozent Z. Diesendruck /| Büro! Berliner Z!0D!stl8ehe Vereinigung:, Berlin C lfl, ßeydelatrelt I Telephon 1 Zentrum U M/16 * roiiaohekkkcnto Ko. 12006 Berlin NW 7 Ke%a«n׳verprattur>g der 0. Z, V Keiltrdeiereat der Uerltaer ZionUt, Veröl»!*«■* ■»4 Jüdleeker Kehelwel•. Vermittlung■• teile für hebriUeobea UnterrUhk ßpreohstande ■er Freiteg■ neriina, fl—4 Uhr in der B.Z. V., Seydelitr. B״I Dienet»#, den 9. Oktober ־ ebenda 8 Ühr Zlo&latlaeher JaRe&dm•!■ Deehewaf, im Hölra, ITeillgegeitUtr. 65 AaMcrordenlllehe GeporalTeriowroleef T&gecordnangf 1. Bericht ▼ou Ob etter Alfred Ordo 2« Erteilung 4er Doch ergo 0. Neuwahl 'i/Varaehiedpnti Mittwoch, den 1<\ Oktober ־ ebenda 8 0hr Gruppe Oct, in den Uniomllen, CHreifiweMer Straße A22 Herr Knrt DlnraonfeMi ״Zentrelinetioa oder Deftentraliaetlon*, Montag, den JA Oktober ebenda $ 8 Ufa* Gruppe der Ztonlate■ •11« dem Dates, hn Helm, Landaberger Stiel• 60 Herr Dr. Nehum Goldmatmt ״Aef^eben nach dem K01»p;r•«•״. Mittwoflb» den 17. Oktober ebeud• 8 ühr Grupp# Oit, in den U&lonaUea! Greifewelder fltr. Sflfl Herr Dr. Nehum (loMmenni ,Dl• Problem# de■TUT. Kongre«•#•.* Mittwoch, den 21, Oktober ebenda 8 Uhr Gruppe Oat, in den Unlona^en, Gralfaweldw* Str. flflfl G#aara1r#r«aamla11g 1. Borlcht über die biaherige TÄtlgkolfc, 2 Üeaprcobnng der berontehen den Wintererbelt. 8. Neuwahl deir Voratando». (mittelalterliche und neue hebräische Literatur}, Dozent Dr. S. Baron (jüdische Geschichte),; Dozent Wiesen (hehräisdie und aramäische Grammatik), Prof. Simon (Pädagogik). Alle Gegenstände mit Ausnph1nc der-Pädagogik werden in hebräischer Spraclie unterrichtet..— Aufnahme w c r * bende, die im Schuljahr 1923/24 fiiitrctcn wollen, haben eine Aufnahmsprüfung aus folgenden' Gegenständen abzulegen: Bibel, Talmin), hebräische Sprache und Literatur; jüdische Geschichte. Außerdem muß jeder Kandidat einwandfrei (durch Schulzeugnisse oder gleichwertige‘■'Bescheinigungen) nachweiscn können, daß er allgemeine Bidung im Ausmaße etwa des. in sechs Gymnasialklasscn durchgcnomm'.ncn Lehrstoffes l;c itzt. — Im nbgclautcncn Schuljahr war der obere Hoclischulkurs des Hebräischen Pädagogiums von 40. ordentlichen und 15 außerordentlichen Hörern besucht,. Die, me'stell Absolventen dieser Anstalt haben im Auslände Lehre rstclien an jüdischen Volks- und. Mittelschulen bekommen. Auf die einzelnen Länder, die bei uns für ihre hebräischen Schulanstaricri Lehrkräfte angefordert haben, verteilt sich die Zahl der aus dem Hcbräisehen Pädagogium hervorgegangenen Lehrer folgendermaßen: Rumänien 5, Polen 6, Tschechoslowakei 3, Litauen 3, Palästina 3, Jugoslawien 2, Amerika 2, Oesterreich 2, Belgien 1. — Zuschritten sind zu richten an das •Sekretariat des Hebräischen Pädagogiums, Wien I, Drahtgasse 4; . ״Palästinensisches Theater" in Berlin. Eine Gruppe von Mitgliedern des hebräischen Theaters in ■ Palästina und zwar die Damen Bcrnstein-Kohan, Ch-aiia Weinsclial und die Herren Michael bei! Mcnadiem, Ari Kutci und Joseph Ochsenberg, die zur künstlerischen Vervollkommnung und zur Vorbereitung eines Künstlerthcatcrs in Palästina nach Berlin gekommen suid, haben sich unter dem Namen ״Das Palästinensische Theater“' zusammcrtgeschlosscn. An der Spitze der Grtrppe steht als Leiter Herr M. Onessin aus :Palästina,1 einer der Gründer der bekannten hebräischen Bühne:״Habinmh“ in Moskau.; Das ״Palästinensische Theater“ dem׳, sich ■ such Mitglieder aus verschiedenen anderen Berliner Studiengruppen angeschlossen haben, findet in Berliner jüdischen Kunstk reisen großes Interesse. Verein lür Arlcllsnaehwcls E. V. (LehrstellenvermittlungundBerufsberatungi Wir suchen für einige besonders nette Mädchen (Mittel- , Schulbildung) Lehrstellen’ im Büro, 7,11m Teil in Betrieben die am S.ibbafh geschlossen bleiben. , ' Wir suchen ■dringendst Lehrstellen für Schneiderei, mög. liehst im Zentrum gelegen. Offene Vcrkäuferiiincnstellen bitten wir direkt an uns zu melden, da wir Verkäuferinnen jeglicher Branche zahlreich vorgemerkt haben. Wir haben eine Stellung für eine Kindergärtnerin mit hebräischen Sprachkciiiitnisscn, eine gutbezahlte Steilung nach Litauen. Kaufmännische Lehrstellen für Jungen werden gesucht möglichst Textil- und Bankfach, ’ Anfängcrinncnsfellungcn bitten wir an uns direkt a! melden. Wir haben einige gute Stellungen für Buchhalterinnen vorgemerkt, suchen dagegen dringend Stellungen für Km!• toristinnen ohne Stenographie und Schreibmaschine. Meldungen erbitten wir an die Jüdische Arbeitsgcmein- Schaft, Auguststraßc 17. Rcnalssance-Theater. Spielplan von Sonnabend, den 6. bis Sonntag, den 14. Oktober 1923, täglich 8 Uhr; Der Wcibsteufel“. Palästina-Amt. Dis Palästina-Amt besorgt für alle Palästinaf,ihrer seit einiger Zeit nicht nur die konsulattcchnischen Erledigungen, sondern hat auch die Beschaffung von Bahn- und Schiffskarten für die Fahrt nach Palästina übernonimcn, da es •sich herausgestcllt hat, daß die Interessen der Palästinafahrcr durch die Palästiua-Aemter selbst besser 4 wahrgenommen . werden, als es bei privaten TransportgescIIschäften der Fall sein kann. Nationalismus und Sozialismus. Am kommenden Sonnabena, den 13. Oktober, wird Herr Rudolf Samuel im Rahmen der Berliner Ortsgruppe des Hapoei-Hazair über das Thema ״Nationalismus und Sozialismus, die Grundfragen unserer Ideologie“ sprechen. Alle Interessenten sind frcundlichst cingeladcn. Der Vortrag findet um 8</z Uhr im Lokal der Berliner Gruppe, Heiligegeist. Straße 52 statt. ״Ewer־״Antiquariat. Der Inhaber der altbekannten!סי• sener Antiquariatsbuchhandlung, Herr Albert Jolowicz, hat in den Räumen der ״Ewer“-Buchhandlung, Knesebeck- Straße 54/55, unter der Firma — ״E\ver“'-Antiquariat Joseph Jolovvicz — ein allgemeines Antiquariat eröffnet, in welchem hauptsächlich die Gebiete wissenschaftlicher Literatur und Judaica besonders berücksichtigt werden. Angebote einzelner W*rkc Und ganzer Bibliotheken stets gern erwünscht. (Geschäftliche Millcilungcn fun*H Hee-Traeiport Geaallaeheft m, b. H. S e b i I f ■ b © w » g a n g « a. Ana gehen di D. ״Beronifftria“, n. Oktober eb Soutbemptoo nach New York. — t)., Matirctnnia“, v. Oktober New York f&llig. — D. ..Andanie“, 4. Oktober Montree! enprokommnn. — D. .,Anton!•“, 5. Oktober •b 8001• liemptoD nach Montreei. — 1). ״Caronia , 6. Oktober eb Liverpool aeeh New York. - D. ״Scythia״, Ö.Ofctobor fällig. Hüokkohrend: D. ,.Aquitauia'*, a Oktober Southemptou fUlig ▼011 Now York. — D. t(CermanieMt G, Oktobor ab New York neck Lirer* pool. — D. ״SsmArie“, 4. Oktobor eb Boston nach Liverpool. i Vetliii.' SicKsinehe Strasise 8. / PoRtacheekkonto 1 Berlin 28 547. Bankkonto: Darmstädtor u. Nationalbank, Berlin, Schinkelplatz 1-4, Postscheckkonto: Berlin Nr, 10405L Die Gebart einer Tochtor zeigen an: Dr. Alfred Schwarz u. Frau Annl. geb. Schluszewer Berlin-Tompelhof Berliner 6tr. 62 w Die Geburt ihre■ 8. Jungen ■eigen hoch• 9 jg erfreut au | 3, Erwin Lavy und Frau Salma, 5 3 geb. Simon. Nordonhun, den SS. Soptomb«! 1923. . ץ־ 829 Umer lieber Bnndoibrudar Otto!Markau Bsferondnr .ם• Non.• iafc nn. dnroh den Tod ontria.an vordon. ln tiofor Traaer V.rblndon. Jud. St.do.ton '״K1dlra.il» Bob» in> K.Z, V* I. A.i Bngo Str.uB. X A, I, Selbst&ndiger, leprüsontativer, ergani- *atoriseh befähigter wird geweht vom I Jüdischen Ncllonalfonds 1; Berlin W16, Sächsische Str. 8 iE 9 iS ‘ 4*ä proisworto Golegenhoiten T11.(111«« 1 N.rd.» UZt, T.l.pkeiti Kord•■ 4371. f i 1 . r? fc ■\ Sj lTlPD O.C־>zv L1־fr!tA «-T ffz*י-״.-״ ״•׳׳.׳* m Hamburgs־^~^NewYork Laconia, 21000 Tons, 13. Oktcbar Tyrrhonia, 17 OOOTona, 8. flovemb. Neue Schnelldampfer, Oelfeuerurig 1,,;•'. u. 3, Klattt Rtg&lmäßif!* Schneilinien von '■ '׳ Liverpool. London, a1ae!>ow und kontlnorunlan HBfan naoii (Jon Varelnigton Staaten und C^riada i E'ssüoai'icücr ExjrossScäsi ■ I Somiicmptoil - CiiomaiTgfc;׳j fort! ־ ■ 41111111111111,11• IMiaM MMI44MI MltttMM IltMt 11III tt* |||l 4 w4 Vortrotung in Borllni Cunard Lina Raleoburaau m. nt. b. H. Untor >1011 Llndin S, Atlaatlo Expraaa -flaaallachalt m, b. H• ■ Friedriihitr. 181 (Eoko KirUtr.) *. ״MM״ ki« 1.111^4*^1111' ad o 11 '11; f ,3 11' 3־1; , n 13' Pianos * Flügel kauft und verkauft Planomagazin HERER Pallasatr.O Kurf.0104 r נד! ee!־זדו! od. Sttitse i. atreng rituellen nenehelt per «0f. od. t, Nor. efnicht Offrtrton •n Freu iMkiBiaaD, Cherloiienburg GtroimenmN‘• S W I wmterc lueacr bei Beatollunoert stets unsere Inserenten zu bevorzugen und out die ״Jüdische Rundschau“ Bezug zu nehmen. rar Aanihrae Jeder Art Haus״ und Leibwäsche frnpnriiit eich bei bester Ausführung unter ktiiarn ten Uedlngungeti. Dtttpfvlichcrti ״NORDSTERN« BtrltnN (8,DuR«Vtd)tr. 68 Ftrnspr. Humboldt 2I78, 0£1£si ■ ln darelinu« «rnkrt■•, KAUFMANN tu dir Bnuche für Butdliruii und Kalkulntion itlr «ofort gomoht. Herren »ra dem Eiiener oder Q.lionkirihener UoBirk werden berorüngt. Schrift]. Anerbieten mit Angibe der lotsten Stellnng nnter O. SS• «.d. Jüd.Itandiohnu, Berlin W15, BAcb.lioh. Str.8. 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