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Jüdische Rundschau · 1923-10-05 · Heft 85-86 (5.10.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 85-86 (5.10.1923)
Date
1923-10-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 85/80 JUEDISCHE RCfNDSCH ÄtJ Seite 509 so, I Icr, 1 lebt ׳!;׳ j neu J wir I! luß, j| : lerc :> : nar! |?eil 1 Lei, ׳ der l ■ ,Ulf } 11 nt! Icr* die i.. ins- { 11er!׳; icn, Y!rn, i der ,! lliff i; pe- .' Ich! der wir oll, - die : 1;ir-; ine : clit!111• teil .'! icr• ' Im*! cm; cn, c״, er“ ' {es!Ile; icn ־ len A €11, her nd• ' um br• cm her j?15!11 a im!ge ich ,für de,!in- :: lis- .? me!io•! der Be• ion l des ן in lon; so er der cs md nie irk• ina ala iale an• der lat, rcli kn Zu• *nt• Icn. lest icn!nn eil, cht tu• en, ent icn •.111 Icn B. ItiS. ite: nn, lieh!£*, der ber teil her icn Sie 1! I I 1 sie Stimme Mehrheit gefaßt war, nicht sanktionieren würde, durch Festlegung der Landsmannschaften «1 verstärken. Die ganze Frage im Rahmen dieses Aufsatzes aufzurollen ist nicht erforderlich. Woran mir liegt, ist fcstziisfellen, daß es sich auch hier nicht um fraktionelle Interessen handelt. Wenn übrigens in anderem Zusammenhang Roscnblüth von dem ״in der Praxis korrmnplerlen Schekelwahisysictn“ spricht und auch Sally Hirsch in seiner Darstellung den Schluß zuläßt, als ob die Schckclzahl nicht rite zustande gekommen sei, so sei hier ausdrücklich fcstgestellt, daß der Kongreßamv.alt in dem Land, das die größte Zahl Schckolim aufgebracht!nt (Polen)), die Verhiiltnissc untersucht hat und inshesondere beim Misrachi zimi Ergebnis gekommen ist, daß die Durchführung der Schckclsammlungen sich in geradezu tnustcr• gültiger Weise vollzogen habe. Dies zur Richtigstellung einzelner Tatsachen. Nach alter Anwaltsgcwohnheit möchte ich 11 in zufügen, daß das Michtbestrittene nicht etwa als zugestanden gelten soll. Es wird vielleicht bei anderer Gelegenheit darauf noch zurückzukommen sein. *■ Kurze Replik Von Felix Rosenblüth. Der Artikel von Aron Bartl! kommt mir so spät zu Gesicht daß Ich mir einige kurze Worte der Erwiderung sagen kann. Das ist vielleicht gut so, denn an einer Ausdelmnng dieser Diskussion zwischen allgemeinen Zionisten und Fraktionellen besteht vorläufig kein sachliches Interesse. Um s״ wichtiger wäre die Aufnahme der Debatte unter den allgemeinen Zionisten selbst. Barths Erwiderung gellt, scheint mir, auf Umwegen in die Irre. Ich habe nicht gegen die Fraktionen und ihre Programme gekämpft, sondern im Gegenteil ihre legitime Berechtigung innerhalb des zionistischen Gesamtorgaiiismus ansdrücklidi anerkannt, Man brauchte mir also nicht mit einer Rechtfertigung des Misrachigcdankens zu dienen. Ich habe die Taktik der Fraktionen auf dem XIII. Kongreß angegriffen, und — hier steht, wie Barth sagt, Ueberzeiigung gegen Ucbcr/cugiing — diese Taktik war bei wichtigen Ent■ Scheidungen die Manier iinvcr.antwortlicher Oppositionsgruppen, die einander oder einer Mittelgruppe die Verantwortung zuschieben, wie man im Zivilprozeß den Eid züschicht. Ich nenne das Terror! ,,Wo? Wann? Mit welchen Mittel 11"? Die Frage ist überraschend. Es ist zwecklos, das Urteil der Odfentllehkeit über Interna anzurulen. Aber jeder Kon• greßteilnchmer könnte diese Fragen beantworten. Die bequcnic Erwiderung, daß die allgemeinen Zionisten auf dem Kongreß die ״Regierungspartei ü tont prix" gebildet haben, macht der advokatorischcn Geschicklichkeit meines verehrten Opponenten, der sich nicht umsonst auf Anwaltsgewolmliciteii beruft, alle Ehre. Sic ist aber dennoch unbegründet, Die allgemeinen Zionisten Italien nicht Ihre Prinzipien den An• schltißgnippcn angepaßt, sondern sie haben sich die Bundesgenossen nach ihren Prinzipien ausgesucht. Sie waren für die Erweiterung der Jewlsh Agency und gingen daher mit dem — bekehrten — Misrachi. Sie waren für ein Absolutorium und vereinigten sich daher mit den Linken. Rächtig ist, daß sie in der Aufrcclitcrhaltung der Präsidentschaft Wcizmanns ein wichtiges sachliches Erfordernis gcsehen haben, — für das sie ״Zugeständnisse an fraktionelle Interessen“ machen mußten. Barth bestreitet auch, und hierin zeigt sich, wie groß seine Kraft im Bestreiten ist, daß die Hauptlast der prak• tischen Arbeit heute in vielen Ländern auf den Schultern der allgemeinen Zionisten liegt, ich kann nur sagen, daß dies die Ansicht der Landsmamiscliaftsfiihrer auf dem Kongreß gewesen ist, speziell auch der Amerikaner. Immerhin würde ich in diesem einen Punkte mich gern eines Besseren belehren lassen. Ucber die Entwicklung des Gruppcngedankcns unter den allgemeinen Zionisten will ich an dieser Stelle nichts sagen. Hier muß die Debatte unter den allgemeinen Zionisten baldigst cinsefzen, und Barths Ausführungen zu diesem Punkt bilden zwar keine Widerlegung meiner früheren Ausführungen, die diese Frage offen ließen, aber einen bcacht'ichcn Beitrag zur grundsätzlichen Klärung. Sir Alfred Mond in New York New York (J. C. B.). Sir Alfred Mond hat auf Einladung von Mr, Morris Rothenberg die Be״riißm1gsansprachc auf der Konferenz der Zionisten und der Keren Hajessod-Mitgliedcr gehalten, Sir Alfred Mond dankte für die ihm zuteil gewordene Ehre, diese Versammlung begrüßen zu dürfen, sowie für den Empfang in Oreystone, dem Wohnort des Mr. Samuel Untermyer. Wie verlautet, ist es eine der Aufgaben Sir Alfred Monds gewesen, mit Mr. Louis Marshall wegen der ״Investment Bank“, die von einer Gruppe amerikanischer Juden während des letzten Besuches Dr. Weizmanns ln Amerika geplant war, zu verhandeln. Der chilenische. Präsident als Freund des Zionismus Der Delegierte des Keren Hajcssod L. Jaffa wurde bei seinem kürzliehen Besuch in Chile durch den dortigen englischen Vertreter beim Präskienten der chilenischen Republik eingelührt. Der Präsident gab seinem Bedauern Ausdruck, daß er infolge einer Erkrankung verhindert gewesen sei, an dem jaffe zu Ehren veranstalteten Meeting persönlich teilzunelimcii und sich dort durch einen Delegierten habe vertreten lassen müssen. Der Präsident erklärte, ein heißer Freund der zionistischen Bewegung zu sein. Auch bei der Ratifikation des Palästina-Mandates habe Chile mitgewirkt und er habe von Lord Balfour daifir einen bankbriet erhallen. Für den Wiederaufbau Palästinas äußerte der Präsident sein tiefstes Interesse, Er freue sich, daß tf durch seine Eintragung ln das Goldene Buch des Nationalfonde 111 der Reihe derjenigen Namen figuriere, die das neue Palästina bauen. Zum Abschied wünschte der Präsident Herrn Jaffe viel Erfolg bei seiner Keren Hajcssod-Arbcit in Südamerika. — Herr Jaffe begibt sich von Chile nach Buenos Aires, von wo er nach Brasilien gehen »oll. (Ziko.) * ״יי■»■«. י!-*•‘ Die ״Pica“ In einer Unterredung mit dem bekannten amerikanischen Zionisten Abraham Ooldberg hat 11anon Edmoiuid Roth- Schild in Paris einige Mitteilungen über seine künftigen Absichten in Palästina gemacht. Statt die Pt.lür.tlimrbclt der Ica zu unterstützen, beabsichtigt er die Schaffung einer neuen Körperschaft, Her ״Palestlnc Jewhl! Colonlsntlon As soclation“ (״Pica“), die die Arlxdt in Palästina durch füll rmü soll. Die Pica wird in allen Lindem Sammlungen ver• ansfalfi'ii und den Zeichnern gegenüber verantwortlich sein für verschiedene Unternehmungen.. Die Pica will nicht mit dem Keren Hajes«,od konkurrieren, sondern sie v/ill sich nur an die reichen Juden wenden, um sie für einzelne Unternehmungen zu gewinnen. Baron Rotliscliild erklärte, er hoffe, daß sein Sohn James de Rothschild den Vorsitz der neuen Gesellschaft übernehme« wird. Die Pica faßt besonders den Bau eines Hafens In Palästina und ähnliche große industrielle Unternehmungen Ina Auge. Im Verlauf des wfiteren Gespräches äußerte der Baron seine Zufriedenheit mit der Vcrsöhnungspolitfk Sir Herbert Samucls, Er ist überzeugt, daß die nationale Hcimsiätle den Juden die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer geistigen Kräfte geben wird. Er für seine Person sieht stell vor allem durch religiöse Bande mit Palästina verknüpft und er bedauert, daß die Zionisten der religiösen Seite der Bewegung nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. Baron Rothschild sprach schließlich seine Ueberzeiigung aus, daß sein Sohn sein Werk in seinem Geiste fortführen und noch Größeres für Palästina schaffe« werde als er seihst. ״Jcwislt Chronicle" betont anläßlich dieser Mitteilungen die Notwendigkeit, ein System der Zusammenarbeit aller für Palästina Geld sammelnden Gesellschaften zu finden, da sonst notwendigerweise Vcrwlrning in die Oeffentllclikeit getragen werde. — Wir glauben, daß dieses zweifellos wichtige Ziel durch die Schaffung der Jewlsh Agency erreicht werden kann. WrfscliaHskonlcrcuzcn Wie ״Jewlsh Chroniclc“ miticilt, fand jüngst tn Paris eine Konferenz des zionistischen Wirlschaftsrafes statt, an der die Herren van Vrieslami, Di׳. Halpcrn, A. Ooldberg, Naiclitsch und Zlatopolsky teil nahmen. Es wurde die Meinung aiisge• sprachen, daß der beste Weg zur Vergrößerung der Iitimigration die Ausführung industrieller Pläne sei. Die neue Zementgesell:,chatl, welche bereits ein Kapital von 1 250 000 Dollar bcsitzt und die vom Kongreß für imltislriellc Zwecke bewilligten Summen, werden, wie man erwartet, wesentlich zur industriellen Entwicklung des Landes beitragen, Herr Ooldberg erklärte, daß jeder Pinn, der zur Steigerung der jüdischen Immigration nach Palästina führt, in Amerika Unterstützung finden wird. Das Blatt diirlte Irren, wenn es dfe erwähnte Sitzung als eine Sitzung des ״zionistischen Wirtschaflsrates“ bezeichnet, vielmehr dürfte es sich um eine mehr zufällige Zusammenkunft handeln, da von den vom Kongreß gewählten Mitglieder« des ״Finanz■ und Wirtschaftsrate«“ nur ein kleiner Teil anwc* send war. Die italienische Presse und der Zionismus Rom. (J.C. B.) Die italienische Presse befaßt sich ein* gehend mit dem Xill. Zlonlstcnkongrcfl. Ein Teil der Presse, vor ollem die faszlsüschc, begnügte sich damit, Nachrichten aus London über den angeblichen ״Bankrott des Zio• 11 isin us“ zu veröffentlichen (offenbar aus der englischen Rothcrmcrc-Pressc). Ein Teil der katholischen Presse hin• wiederum ersieht aus den Verhandlungen des Xill. Kon• grosses, besonders 211s den Resolutionen betreffend die eng• lischt: Politik und Transjordmiien, einen ״verstärkten zlo• nistkehen Appetit“ und mahnt zur Bereitschaft. Pater do Rossi verlangt im ״II Popolo״ von der italienischen Regierung, daß sic die Initiative zur politischen Liquldation des Zionismus ergreife und meint, daß dies wohl möglich ist, weil das Mandat noch nicht die volle rechtliclie Kraft hnlc. Dagegen bringt die liberale Zeitung ״II Mondo“ ruhige und sachliche Betrachtungen über den Kongreß und die Lage des Zionismus, Das neue ArlscUspronranim der trans|ordanlsel!cn Regierung Jerusalem, (J.C. B.) Die transjordanische Regierung hat das folgende neue Programm veröffentlicht: a) Anbahn״״״ freundschaftlicher politischer und wirtschafiliclicr Bc- Ziehungen zu der französischen und englischen Regierung, b) Schutz der öffentlichen Sicherheit durch sofortige Unterdriiclüing jeglichen Aufstandes, c) Verringerung der Ausgaben durch Abbau von Acmtern usw״ d) Schaffung einer neuen Form der StcncreinsdiUtzung und Erhebung, bei der sowohl der Staat als auch die Bevölkerung zu ihrem Recht kommen werden, e) Bevorzugung der Bezlrksclnwohner bei Vergebung von Bcamtcnslellcn, f) Gründung von Schulen, Erleichterung des Verkehrs durch Straßenbahn, Unterstützung der Landwirtschaft. Die palästinensische Abteilung aut der landwlrlsehufilichcn Ausstellung in Moskau Wie bereits berichtet, ist Palästina auf der landwirtschaftliehen Ausstellung in Moskau durch den jtidlscli-palüstinenstschen Arbeiterverband vertreten. Das Organ de» Verbände* ״Pinka*" bringt darüber folgende Einzelheiten! Mlc Oetrcidcartcn und G e mü seso rt en sind ausgestellt, frische und getrocknete Früchte, ebenso Weiife, Honig, Olivenöl, Marmeladen, Seife, Zigarren, Schokolade «sw. Etwa 20 Fruclitai len sind ausgestellt, ebenso wie zahlreiche Bilder von dem Leben! in Palästina, graphische Darstellungen über die Arbeitsbedingungen, die Arbeitszwelge im Lande, die Ein. Wanderung seit lüöt, die Anzahl der landwirtschaftlichen Verbünde, die Zu nähme der landwirtschaftlichen Siedlungen seit 1875, die Konsumvereine, die jüdischen Arbclter-Cicnossenschalten (Baugenosscuschufie.il uwv,), Arbeiter-Krankenkassen, die ,*•ibeiterbank u, a. Es wurde auch eine besondere Broschüre in russischer Sprache veröffentlicht, die einen kurzen Ueberblick über die Arbeiterbewegung in Palästina, sowie über den Arbeiterverband und seine lnstitutlcmcn gibt, Druck fohlorbericlitlgunß. In dem Artikel ״LJ ,bc!zloindische Bewegung“ in Nr. 83/64 muß es In der 6, Zeile von unten heißen ״daß der Zionismus der Antrieb (nicht Anstrich) auch zu einer geistigen Bewegung •ein möchte“, Das Feldgcrlehtsurlcll gegen Rabbiner Schapira bestätigt Warschau. (J, L. B.) Das Revhions״crid1t in Sa dien des von einem polnischen Feldgericht zur Zeit des polnisdinmbclicn Krieges irn Jahre 1920 verurteilten und erschossenen Rabbiners von Plo/.k, Llialm Sdianira, hat nach zweitägiger Ver. handlang das ecinerzcilige Urteil des Feldgerichtes bestätigt. Bckaniitlirh hat das oberste polnische Gericht nach langwiaiger Untersuchung »las Fcldgcrirhlsiirtri! aufgehoben uimJ eine neuerliche Verhandlung vor riiicin Kriegsgericht anige« ordnet. Der Prozeß hat bekanntlich folgend« Vorgeschichte!' Als irn August 1020 das bolschewistische Meer die poln's he Stadt Piozk geräumt hatte, erschienen drei Zeugen, |.*ef Marse!tü\vf.ky, Kasimir Wamiimky und Maria MarschowU'y vor dem Kriegsgericht und sagten aus, sie lütten, während st« «ich an! 18, August in einem Keller versteckt hielten, beobachtet, wie Rabbi Chain! Schapira in Ocbctulcnsilicn angclan, auf dem Balkon seine« Hauses stawf, tind der vor der Siaüt haltenden bolschcwhtRrlicn Amu•« Zcidicn gegeben hat. In diesem Augenblick drangen auch schon die Kosaken in die Owmc ein. Das Kriegsgericht ließ Rabbi Sdiapira verhaften und sofort verhören. Der Rabbi sagte, er hätte auf dein B&ikoit seines Hauses seine Morgenandacht verrichtet und nach, der Tradition der polnischen Juden die üblichen Bewegungen, voHführt. Trotzdem sprach das Geridil ein Todesurteil aus. t Die Bitte des Beschuldigten, man möge die Exekution aufschieben, damit er Zeit habe, sein Testament zu schreiben, wurfia vom Gericht zuriickgcwicscn als ein Versuch, Zeit zu gewinen. Die Vollstreckung des Toriesurteil* hat in der ganzen Sladt, wo Rabbi Schapira sehr populär und angesehen war, einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Juden wie Christen unterstützten die Witwe des Erschossenen in ihren Heitrebungen, eine Wiederaufnahme des Prozesses herbeizulü'ireu. Das oberste Gericht Itolens hat audi dem Kcvisionsvcrluagen stattgegeben. Das Revisioiisgcricht, welches mm das erstrichteriicbc Urteil bestätigt hat, setzte sich aus Offizieren zusammen, die der Militärgarnison in Piozk entnommen waren. Die Verteidigung; tülirte Scjmdcpaiticricr Hartglas. Konferenz der palästinensischen Eisenbahnarbclter Jerusalem, (J,C. B.) Die Verordnung der Eisenbahn- Verwaltung Palästina';, daß alle Eisenbahnarbeiter nur den Sonntag als Ruhetag zu beobachten hätten, hat eine ernste Lage geschaffen. Die jüdische Bevölkerung ist sehr erregt über die Tatsache, daß der Generaldirektor der Eisenbahn Palästinas, Colonel Jolmoo, sich zweimal geweigert hat, mit Oberrabbiner Kttk zusammen zu kommen, um die Frage zu besprechen. Oberrabbincr K u k trilt dafür ein, daß den jüdischen Eisenbahn,irbeitern gestattet werde, den Sabbatli als ihren Ruhetag zu beobachten. J erusaiem (J. C. B.). Die in Haifa tagende Konferenz der palästinensischen Eiscnhahnangcstclllcn hat beschlossen, die Anerkennungdes S a b b a 111 s als zulässigen Ruhetag zu verlangen. Ferner soll ein Normalarbcitstng cingcführt und ein Gesetz erlassen werden, das die Möglichkeit bietet, die arabischen Eisenbahnangcsteilten in einer Oe• werkscliaft zu organisieren und eine kulturelle Tätigkeit utitcf Ihnen zu entfalten. Jüdische Investierungen In Palästina Der ״Haarcz“ veröffentlicht Statistiken über das im letzten Jahre durch Investierungen ins Land gebrachte Kapital, das, abgesehen von den durch einzelne Immigranten hen i mebrachten Summen auf über 2 Million Pfund beziffert wird. Aus nationalen und philanthropischen Quellen stammen 1,120,000 Pld., während Gesellschaften gegen 510,000 und Einzcluiiferncluner gegen 414,000 Pfd. ins Land gebracht haben. Der Dalcnbau ln Kalla Jerusalem. (J. C. B.) Wie der J. C. B,-Vertreter von gut •unterrichteter Seite erführt, wird der Bau des Haifaer Hafens im kommenden Frühling begonnen werden. Der Hafen soll so ausgebaut werden, daß Schiffe von etwa 10000 bis 12 000 Tonnen landen können. Bei den Bauarbeiten werde» etwa 3000 Arbeiter beschäftigt werden können. Arabisches Gaßgcbcl gegen den Zionismus Jerusalem. (). L. B.; De arabische Zeitung ״Miraat el Sliark“ bringt in einer ihrer Nummern den 1 ext eine« Ocbelcs. das sie den Arabern zur Zeit der täglichen Andacht empfiehlt. Das Gebet lautet: ״Wir erkennen die Balfour- Deklaration nicht :111'‘ (siebenmal). ״Wir wollen den Zionismus nicht“ (achtmal). ״Wir wollen unsere volle Freiheit" (siebenmal), ״wir wollen volle Freiheit ohne irgend ein Mandat; wir hassen die Engländer“ (siebenmal). ,,Wir hassen die na'ästinci sische Regierung“ (siebenmal)). ״Nieder mit dem Zioni»• imis“! Der Artikel schließt: Alle, die irgendwie mit dem Zionismus in Berührung kämen, sollten immer wieder diese« Gebet wiederholen, damit sic befreit werden von der Strafe des Zionismus und gute mul ergebene Nationalisten werden. Kleine Nachrichten Vor seiner Einschiffung hat der High Commbsionef, wie aus Triest telegraphiert wird, das Triesier Palästinaamt besucht und seiner großen Befriedigung über die Einrichtung dieser Institutionen Au;druck gcgelxm. _ In Zürich ist ein jüdisches Komitee in Bildung begrilfen, welches eine Hilfsorganisation für die notleidende deutsche Judensdiaft und die bedrohten jüdischen Institu־ tionen in Deutschland sdiaffcn will. A11 ckr Spitze der Aktion stehen Konsul W. Simon und Rabbiner Dr. Uttmann, Mitlcliungcn des Landesvorstaades der Z.Y.1.D, t. Der Vorsitzende der Z. V. i. t> ,. ..ix R-o• scnbliith, hat einen längeren Urlaub angeüetcn. Der auf dem Dresdener Dclcgiertcntag in den Landesvorstand ncugewählte Herr Rechtsanwalt Dr, L’andsbcrg ist von Wiesbaden nach Berlin übcrsiedelt und hat die Fi:hrung der Gccclniftc der Z. V, f. D. übernommen. 2. Herr Dr, Siegfried Mose s hat zu unserem De* dauern sein Dienstverhältnis zur Zionistischen Organi* sation gelöst und ist von Berlin nach Zwickau über* gesiedelt, 3. Der Landesvorstand hat ein ständiges Sek re* tariat für die Ressorts Politische Arbeit In Deutschland und Gcmeindearbeit eingerichtet, Mit der Leitung des Sekretariats Ist der frühere Bezirkssekretär in Bayern, Dr. Lieb Städter, beauftragt wurden, de.011! ׳ Narrt* berg nach Berlin übcrsiedelt ist, Dr. Liebstädter bear* beitet gleichzeitig die Angelegenheiten der Zionisten- •teuer, ׳ I

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