Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 83-84 (28.9.1923)
- Date
- 1923-09-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 502 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 83/84 lierzl hcrkomtnendcn Zionismus wider die Natur. Wem diese Lösung unwürdig erscheint, der bedenke, ob cs nicht würdiger ist, einen Anspruch olfen und ehrlich preiszugeben, wenn man die faktischen, rechtlichen und moralischen Voraussetzungen zu seiner Bewährung nicht ha»; als ihn aus Gründen des Prestiges oder gar aus Angst aufrcchtnierhaltcn: wem diese Lösung eng und unvollkommen erscheint, der sei an ein Wort Acliad Haams erinnert, das etwa besagt, daß die vollkommene Lösung dieser wie aller Fragen de« Galuth jenseits der Grenzen des Galuth zu suchen ist. Beschwerden gegen die Agudas Jisrod Jerusalem (J. C. B.). Wie ,.Kol Jakob‘׳־, das Organ der unabhängigen thoratreucn Juden in Jerusalem mitteilt, erregt es dort Aufsehen, daß sämtliche Zuschriften, welche von Seiten thoratreuer Führer in Jerusalem an die Kcncssio gcdaulo gerichtet wurden, den Teilnehmern des Kongresses ni cht bekannt gegeben wurden, und zwar weder den Delegierten im Plenum, noch den dafür in Betracht kommenden Kommissionen. Insbesondere wurde auch ein ausführliches Schreiben von Oberrabbiner Kuk in Jerusalem, in welchem derselbe seine Mahnungen an die Wiener Tagung richtete, geheim gehalten. Auch Rabbi Chajim Oser von Wilna, welcher als Mitglied des Rabbinischen Rates entschieden gegen die Kampf t e nde 11 zen der Agudas Jisroel sich aussprach, wurde von diesem Schreiben keine Kenntnis gegeben, ebensowenig den andern litauischen und polnischen Rabbinern. Auch die palästinensischen Delegierten, welche nach Wien gefahren waren, werden in Jerusalem stark angefochten. Wie weiter verlautet, ist Rabbi Mcir Skncha Cdm, der bekannte Gaon in Dwinsk (Dünabirrg), sowie einige weitere litauische Rabbiner der Wiener Tagung fern geblieben, weil dieselben dais Vorgehen der Vertreter der Aguda in Jerusalem scharf verurteilen. WbäMr Tratte Sonntag, den 23. September fand im Berliner Logenhaus eine öffentliche Festveranstaltung zu Ehren des vierzigjährigen Jubiläums der öffentlichen Wirksamkeit Wladimir Tcmkins statt. Es hatte sich eine außerordentlich große Ocinclndc der Verehrer und Freunde den Jubilars eingefusiden, die vorwiegend aus den russischen Juden aller Parteischatticrungorr, aber auch zahlreichen Persönlichkeiten des cteutsdrorr Zionismus bestand. Temkins Tätigkeit liegt nicht nur im Zionismus, sondern er lut sid» besonders in den letzten Jahren unermiidlich mit allen Zweigen der jüdischen sozialen Arbeit beschäftigt, er bat sein Bestes dafür eingesetzt, um dem zerstörten ukrainischen Judentum bd seinem Wiederaufbau Hilfe zuteil werden zu lassen. De Aktionen der Welthilfokenferenz, der Emigrationsorganisationen, aber auch die konstruktiv aufbauende Tätigkeit der Gesellschaft ,.Ort" und alle verwandten Bestrebungen fanden in Tcmkin einen rastlosen und tatkräftigen Mitarbeiter. Die Feier zdgtc die ganze Vielscitigkcit dieses Mannes, der es verstanden hat, kr allen Kreisen sich Achtung und Wertschätzung zu erwerben. Bei der Vcr- Sammlung, der Prof. Warburg präsidierte, wurden von den Sprechern verschiedenster Schattierungen Reden gehalten, die die öffentliche Tätigkeit Tcmkins würdigten. Es sprachen Dr. Bramson (Gesellschaft Ort), Dr. Hantke, Jabotlnsky, Dr. Klee, Teite!, Dr. Ben Nathan u. a. Herr Tcmkin dankte kt bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene Ehrung. An die öffentliche Veranstaltung schloß sich noch’ cm Bankett, das die intimeren Freunde und die •führenden Persönlichkeiten der russisch-jüdischen Und zionistischen Ge- Seilschaft vereinigte. Bei dem Bankett wurde noch eine Anzahl Reden gehalten. Die ganze Feier nahm einen sehr würdigen und gelungenen Verlauf und hat in allen Teilnehmern tiefe Befriedigung zurftekgelassen. Druckfchlerbcrkhtigung. In dem Artikel von Julius Simon über die Kreditbedarf nisse Palästinas in der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ ist ein Schreibfehler unterlaufen. Es heißt dort im Anfang, daß der palästinensische Export den Import um 20 Millionen Dollar übersteigt, ln Wahrheit ist cs natürlich umgekehrt. Es soll, wie aus dem anzen Zusammenhang auch hervorgeht, richtig heißen, daß .er Import den Export übersteigt, *— In der Besprechung des Buches ״Ai ha G’wuiin“ von Emst Müller in Nr. 77/78 der ״Jüdischen Rundschau“ sind gleichfalls einige Druckfehler unterlaufen: Zeile 1 8011 es heißen: des ״neuen“ statt des ״ganzen“ Palästina. — Zeile 6 der 2. Seite: ein ״ g 1 ü 11 c n de r“ statt ein ״glänzender“ Verehrer. Der Titel acs Buches ist ״Ai ha G'wuli 11“ (nicht ״Al ha-Gwulim“). I Nachrichten der Woche In Zipowetz, Gouvernement Kiew, wurde eia zionistischer Lehrer zu einer größeren Gefängnisstrafe verurteilt, weil er hebräischen Unterricht erteilt hatte. Die antisemitische Presse in Polen erhebt gegen die Juden die Beschuldigung, während des Krieges polnische Bürger bei der deutschen Okkupationsbchördc denunziert zu haben Infolge dieser Beschuldigung sind eine Reihe van Juden verhaftet worden. Die rumänischen Antisenuibenvcrbändc hatten einen Kongreß nach Czemowitz. einberufen. Auf Grund einer Intervention der Zionistischen Landcsorgaiusation in der Bukowina bei der Zentralrcgicrung in Bukarest wurde dieser Kongreß, dessen Vorbereitungen die Juden in der Bukowina in ernste Sorge versetzt hatte, verboten. Ebenso wurde die Abhaltung des Kongresses in Klausenburg untersagt. Die rumänische Regierung hat die vom Innenminister erlassene Attsweisnngsorder an die auf rumänischem Tcrritorium befindlichen ukrainischen Flüchtlinge bestätigt. Diese müssen demnach bis zum 1. Oktober Rumänien verlassen. Die ungarische Regierung hat, trotz ihrer wiederholten Zusicherungen und Erklärungen, an den Universitäten Ungarns den mnnems clausus de facto ■eingeführt. An der medizinischen Fakultät der Budapester Universität sind gegenüber 900 ohristliehen von 100 jüdischen ImatrikulaticmsWerbern nur 40 aufgenommen worden. Das New Yorker Sekretariat der Gesellschaft für Volks- Wohlfahrtspflege in Australien rät den osteuropäischen Juden von der Einwanderung nach Aawtralicn ab, da die Einwandcrungsbestimmungen für Farmer, Farmarbeiter und Hausangestclltc erschwert worden seien. Das litauische Parlament hat die von der litauischen Ddefation bdm Völkerbund entgegen genommene!Deklaration, die ie Minderheitsrechte in Litauen garantiert, ratifiziert. Doch wird in Kreisen der Minderheiten infolge des hartnäckigen Kampfes der Mehrheitspartekn gegen die Minderhcitsrechte die praktische Anwendung dieser Deklaration seitens der Regierung bezweifelt. Nach New Yorker Nachrichten wird der jüdisch-amerikanische Kongreß am 14. Oktober nachmittags eröffnet werden. Auf Antrag Zangwills wurde New York an Stelle von Boston zum Tagungsort bestimmt. Am 14. Oktober abends wird in der Carnegie-Hall eine Kundgebung ״Für die jüdischen Rechte“ stattlinden. Der amerikanische Senator Mac Koflar und der französischc Senator De Monzic besuchten die vom Idgeskom in Moskau veranstaltete ״Progromausstellung“. Nach einer amtlichen Statistik beträgt der Prozentsatz der jüdischen Studierenden aat den ukrainischen Hochschulen an den sogenannten ״vorrevolutionären“ (vor dem Kriege errichteten) 39 "/o; an den ״nachrevolutionären“ (von der provisorischen Regierung, bzw. den Kommunisten errichteten) 26,6 0/0; an den ״Arbeiterfakultäten“ 20 ״/o. Die Verteilung auf die Fakultäten (jetzt ״Institute“ genannt) beträgt: Tod»- nische Fakultät 46,7 ״/o; landwirtschaftliche Fakultät 12,7 0/0; medizinische 35,5; sorialökonomischc 60,5 °/0; Kunstgcschichte 54,6 %. In Haifa hat ein arabischer Kau; mann Said el Haick Bankerott gemacht. Die Schuldsumme beläuft sich auf mehr als 25 000 engi. Pfund. Es ist das der erste Bankerott in Palästina. Nach einer J. C. B.-Mcldung 90Ü hn Zentralkomitee der kommunistischen Partei erwogen werden, in Weißrußland eine jüdische Republik zu schaffen. Der Plan habe seine Ursachen darin, daß die föderative Sowjetrepublik bekanntlich in einem Bund sozialistischer Sowjetrepubliken nach territorialem Prinzip umgcwandelt wurde, wodurch die Juden ihre Vertretung verloren hätten. Ehe Meldung klingt allerdings nicht sehr glaubhaft. . P0I'zci wurde angewiesen, alle Freudenhäuser in Jaffa zu sperren und die Prostituierten aus dem Lande zu weisen. . In Budapest wurde ein jüdisches Gymnasium eröffnet. Der belgische Qbcrrabbiacr Armand Bloch ist gestorben. PersSnMes Am 23. September hat unser Kollege Dr. Fritz löwenstein Berlin verlassen und sich mit seiner Familie nach Palästina begeben, wo er seinen Posten als Sekretär der unter der Leitung Dr. Arthur Birams stehenden Realschule in Haifa an tritt Dr. Löwenstein war durch 10 Jahre Beamter des Zionistischen Büros in Berlin, erst des Zcntralbüros der Welt- Organisation, später des Büros der Z. V. f. D., wo er auf den verschiedensten Gebieten, in der Propaganda, in der Kulturarbeit und insbesondere in der Redaktion der ״Jüd. Rundschau“ tätig war. Die unermüdliche zionistische Tätigkeit von Dr. Löwensteil» ist den Lesern der ״Jüdischen Rundschau“ und der Gesamtheit der deutschen Zionisten zu bekannt, als daß sie bei diesem Anlaß gewürdigt werden müßte. Unsere Redaktion verliert durch seinen Abgang die wertvolle Stütze eines erfahrenen und nie versagenden Mitarbeiters. Eine besondere Lücke entsteht durch seinen Abgang in der Leitung der zionistischen Kulturarbeit, für die Dr. Löwenstein als geschäftsführender Vorsitzender des Jüdischen Schulvcrcins in zäher und mühsamer Arbeit gegen viele Widerstände die Organisation aufbautc, die heute die wichtigsten Institutionen des modernen jüdischen und Hebräischen Erziehungswcaens in Berlin trägt So sehr wir den Abgang Dr. Löwensteins bedauern, so freuen wir uns doch, daß ein Mitglied unseres Büros zu ständigem. Aufenthalt nach Palästina tibersiedelt Wir wünschen unser« scheidenden Kollegen erfolgreiche Arbeit an jener Stätte unseres nationalen und kulturellen Aufbaus, der künftig sein Wirken gewidmet ist. Die vereinigten zionistischen Büre» veranstalteten am Freitag, den 21. September eine Abschiedsfeier zu Ehren von Dr. Löwenstein und der gleichfalls nach Palästina abgehenden langjährigen Mitarbeiterin des Berliner Büros, Fräulein Frieda Romm. Es wurden mehrere Ansprachen gehalten, die die Gefühle und Gesinnungen der Kollegen für die beiden abgehenden Mitglieder zum Ausdruck brachten. Aiisschußtagung des Makkabi •Weliverbandcs in Karlsbad vom 12.—14. August Anläßlich des XIII. Zionistenkongrosses fand in Karlsbad eine Tagung der Vertreter der einzelnen Landeskreise des Makkabivcrbandes statt, die von 10 von insgesamt 16 Ländern beschickt war. Nach Gedenkreden auf Max Nordau und Dr. Ernst Tuch wurde die Tagung durch Weißkopf (Chemnitz) eröffnet. A11 Stelle des zurückgetretenen Vorsitzenden Kuhn (Berlin) erstattete Dr. Ernst Simon (Berlin) den Bericht des Präsidiums. In den Berichten der einzelnen Landcskrcisc konnte allgemein ein Erstarken des zionistischen Charakters der Bewegting konstatiert werden. Besonders zeigten die östlichen Länder eine außerordentlich bemerkenswerte Entwicklung in diesem Sinne. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, daß dort die hebräische Sprache für das Turnkommando durchweg cingcführt Ist, und auch sonst rege Pflege findet. Aber a-uch der Westen zeigt eine beginnende Entwicklung in diesem Sinne. Die Zahl der aktiven Makkabim hat in der Berichtsepoche gleichfalls zugenommen und beläuft sich gegenwärtig aut 60 000. Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß aus fast allen Landeskreisen eine Reihe von Chnitizim hervorgegangen sind. Die erfreuliche Intensivierung der Bewegung kam auch in den Beschlüssen zum Ausdruck, die den konv inenden Makkabi-Tog vorbereiten sollen. Die Entwicklung im Sinne einer Jugendbewegung zeigt sich vor allem in deni innigen Kontakt, den die Makkabivcreinc des Ostens mit dem Haschomer haben, die dahin geführt hat, daß ein wesentlieber Teil dieser Bewegung sid» bereits dem Makkabi-Vcrband angcschlosscn tat. Eier jungen jüdischen Skoutbcwcgung war daher auch eine besondere Konferenz gewidmet, zu der auch Jugendverbände älinlidier Richtung cm geladen waren. Das Referat von Turnbnider Josef Kott zeigte eingehend die Entwickhuig, das Leben und die Ziele de!* jungen Haschomer• Bewegung die ziikunftsfrcudig nach neuen Lebensformen tastet und sie im zionistischen Geist auszufüllcn sudit. ln der Disiarssion und in Zuschriften nädrt anwesender Verbände wurde der Wunsch «ad» Zusannncnsdihiß und Organisation der jungen Bewegung zum Ausdruck gebracht. Der Makkabiverband übernahm diese Aufgabe und1 wählte zu diesen» Zweck Josef Kott wiederum in das ncugcbildcte Präsidium, Dieses Präsidium wurde mit Sitz in Berlin unter dem Vorsitz von Professor Heinrich Löwe aus den Tumbrüdem Scholcm, Julius Hirsch, Ernst Simo«, Kaminski, Muntncr und Kott gebildet. Für die Förderung dfer Bewegung in Ercz-lsracl wurde ein besonderer Fonds geschaffen, der den Kauf und die Einrichtung׳ von Turn• und Sportplätzen ermöglichen soll. Ferner wurde beschlossen, statistische Erhebungen über den Einfluß der Leibesübungen als Beitrag zu einer funktionellen Konstitutionshygienc der Juden zu beginnen, deren Leitung Dr. Simon übernahm. .,Konferenz für (las arbeitende Palästina“. In der Autzählimg der Parteien, die an der ״Konferenz für das arbeitende Erez-lsrac!“ tcilgcnoinme״ haben (Jüdische Rundschau 81,82 vom 21. IX. 23) kt leider durch ein Versehen das ״Organ(, sationskomitee der linken Poalc-Zion“ nicht angeführt worden. Wir tragen dies hier nach. Es waren also insgesamt 6 Parteun und der Chaluz, zusammen 7 Verbände, vertreten. Jüdischer Schulvcreln Berlin. Der Jüdische Schul verein hatte am 8. September seine diesjährige Generalver- Sammlung. Der gcsch.äfLsführcndc Vorsitzende Dr. Fritz Loewcnstein «!•stattete den Rechenschaft s berieht. Die von dem Verein unterhaltenen U n t c rri ch t» a ns talten haben sid» in befriedigender Weise entwickelt. Die älteste Institution des Schulvcrcins die Hebräische Sprachschule, kann bereits auf eine gewisse Tradition zurückblicken und ist nunmehr, gestützt auf eine sichere Methode, in ein Reifestadium gelingt. Eis ist auch ihr gelungen, neue Kreise zu erobern. So hat sie im letzten Semester eine Gruppe von Ostjud-en erfaßt, die über großes talmudisches Wissen verfügen und ntm bei uns ihre hebräischen Kenntnis«; durch neuhcbräisclic Literatur, Grammatik und Konversation vervollständigen. Die beiden Grundschulen des Vereins (Fasanen- und Rykestraße) zeigen crinc stetig aufstcigende Entwicklung, ein Beweis dafür, daß immer mehr jüdische Eltern in unserem Versuch, durch Verbindung allgemeiner und jüdischer Erziehung das Problem der jüdischen Schule im Galuth zu lösen, den rechten W-cg für ihre Kinder erblicken. De Grundschule West ist jetzt in der Ausbildung ihrer Zöglinge so weit gediehen, daß sich die Errichtung einer jüdischen höheren Schule als Notwendigkeit ergibt Im Oktober, mit Beginn des neuen Schuljahres, wird die Sexta einer Schule vom Typ des R ־.׳ f o r m - R c »1 gy m. nasiuins eröffnet Damit ist jedoch das Erzichungswerk des Sdiulvcrcins noch nicht erschöpft. Er ist dazu übergegangen, auch für die noch nicht schulpfiihtige lugend zu sorgen und hat mit der Ucbernahme der von der B. Z. V. gegründeten hebräischen Kindergärten den Anfang dam gemacht. Es Ist seine Absicht, die Kindcrgartenarbcit in Berlin zu zentralisieren und weiter auszubatien. So ergibt sich im ganzen du Kulhmvcrk, das zwar in vielem noch das Stadium des Versuchs erkennen Läßt, aber doch schon die Linie einer sicheren Entwicklung auf weist. Den Finanzbericht erstattete Direktor Arthur Nat h .1 n. Die Finanzlage des Vereins kann unter den heutigen Umständen als günstig bezeichnet werden, ist es doch gelungen, trotz der Ungunst der Zdt das Schulwerk voll aufrecht zu erhalten und sogar weiter ausznbauen. Freilich ist diese erfreuliche Situation in starkem Maße den Beiträgen aus• w.ärtigcr Mitglieder und Freunde unserer Bestrebungen zu verdanken. Es Ist jedoch, namentlich angesichts der neuen Aufgaben, die sid» uer Verein gesetzt hat, dringend erforderlieh, daß auch im Inland immer weitere Kreise für die materielle Sicherstellung unserer Arbeit herangezogen werden. Dein Vorstand wurde darauf F11 tiastung erteilt. Die Neuwahl des Vorstandes hatte folgenries Er• gebnis: Prof. Dr. Heinrich Loewe (1, Vorsitzender), N. Berg• grün, Kurt Hammerstein. J. Fterlbrunn, Dr. Max Kollcnscher, Frl. Betty Landau, Fri. Susanne Lichtenstrin, Dr. Paul Micha• elrs, Etigen Mittwoch, Arthur Nathan, F>r. Arthur Rau, Dr. Renzer, Frau Dr. Steinert, Siegbcrt Wolff, Hugo Wolfer• mann. Für den nach Palästina übersiede Inden Dr. Fritz Loewen• stein übernimmt Studicnrat Kirnt Hammerstein das Amt de* Geschäftsführers. Die Versammlung sprach dem scheidenden Herrn Dr. Loewcnstein ihren wärmsten Dank für die hingcbungsvollc Arbeit aus, die er jahrelang dem Verein geleistet hat. Studienrat Kurt Hammerstein. Hebräische Sprachschule In Berlin.. (XL Semester.) Im Oktober werden neue Anfängerklassen für Schüler und Erwachsene eröffnet. Nähere* wird noch hckaiintgcgcbcn. Schriftliche Anfragen wolle man richten an die Hebräische Sprachschule, Berlin C 19, Seydcl6tr. 3III. Rückporto ist beizufügen. N. Berggrün. Jüdische Gemeinde. Freitag, 26. September abends 6 Uhr; Sonnabend, 29. Scpt. morg.: Alte Syn. 8 Uhr 30 Min., Svn. Kaiserstr., Rykcstr., Pcstnlozzisfr. ümd Cottb. Ufer 9 Uhr, Synagogen nach neuem Ritus: Frühgoltesdienst: 7 Uhr 30 Min. Hauptgottesdienst: 10 Uhr, Gottesdienst am Wochentag: Ahcnds in allen Synagogen vom 23. Scpt. bis 4. Oktober: 5 Uhr 30 Min., vom 7. bis 18. Okt. 5 Uhr morgens: Svn• agogen nach altem Ritus: 30. Scpt. 6 Uhr 30 Min., 1. Okt. 6 Uhr, vom 4. Oktober ab 7 Uhr: Synagogen nach neuem Ritus: bis 1. Oktober: 7 Uhr, vom 4. Oktober ab: 7 Uhr 30Min. Preisausschreiben. Die Einsendungen für das hier mitge• teilte Preisausschreiben für einen Schul- und einen Wohnhau in Kfar Nnhnlal sind, wie uns mitgcteilt wird, am die Adresse: Ing. Habcr-Sclicim, Berlin W50, Nachodstr. 4, (mich! an Ing. Hecker) zu senden. Hechaluz, Deutscher Landesverband: Wir bitten, alle Briefe usw., die für den Hechaluz bestimmt sind, oder vom Hechaluz aus einzelnen Chawerim übergeben werden sollen, mit der Adresse: Palästinaamt für den Hechaluz zu versehen, da uns sonst nicht alie Post, besondere• Einschreibebriefe usw. ausgehändigt werden können. EC6f6H!Ce!f0fii0t!"1 L6JlSfcI6! (Jüdischer Nationalfo&ds) Zentrale für Deutschland, Berlin, Sächsische Str. 8 Pott• checkkonto Boslin 38247 Rosch Hascltanah - diückwunsth• aisBösungcsi zu Gunsten des Keren Kajemeth. Es gratulieren ihren Verwandten, Freunden und Gesinnungsgenossen zu Rosch Haschanaii: 11. Berlin! Nathan Apfelbaum, J. Abramowitz, Firma Gustav Bütow, Beatus, Blumenkranz, Cohn, Euten i. fa. Guten & Symann, Jakob Diamant, Richard Ettisch, Alex Foerder, Hugo Fränkcl, Dr. Freundlich, Fett, Gehr. Fluss, Fischmann, Grün• thal, Karl Glaser, Glasberg, Gliickstnann, R.-A. Gronctnann, Gross, Dr. Herlitz, Studienrat Hammerstein, J. L. Hirschwitz, Noc Horn, Ludwig Haase, Hirsch, Eduard Hammer, Dfc Hantke, Ch. Beer Joseph, Elias Itzig, Illbcrg, Werner Jacob• sohn, Kut, Moritz Klcemann, Josef u. Moritz Kasser, Klascr, Alfred Lehnschütz, Lichtenstein, Prof. Dr. Carl Lewin, Schmaria Lcwin, Hellmuth Levy, Mottek, Dr. Nathan, Dr, Orbach, Adolf pollak, Pulvermacher, P reger i. Fa. Max Wolff, N, Pin, Dr. Platz, Willy Praiss, Rosenberg, Dr. Max Rosenberg, Simon, Dr. S ul man, Schuhklopfer, Schlang«r, Scharf, Scharfstein, Schwarz״ L Siereps, Herbert Schwa«,